@off-peak
off-peak schrieb:Es gibt eigentlich für solche große Augen keinen biologischen / evolutionären Grund, einfach, weil eine Linse nicht riesig sein muss, um einfallendes Licht zu bündeln.
off-peak schrieb:Augen, die nach demselben Prinzip arbeiten, werden höchstens zur Relation zum Körper größer, aber ein besseres Sehen bewirkt das nicht, das wird erst durch die anschließende Verarbeitung erreicht, wobei "besser Sehen" eine Definitionssache ist (siehe zwei Absätze weiter).
Ich habe mir die zwei Punkte rausgepickt weil ich sie zwar im Ansatz für richtig halte aber grundlegend missachtend, dass du den Lebnsraum eines solchen Wesens außer acht lässt.
Ich zitiere mal aus nachfolgendem Link
Die Rechnungen zeigten, dass es für die Jagd rund 500 Meter unter der Oberfläche keinen Sinn ergibt, mehr als etwa orangengroße Augen zu besitzen, schreibt Nilsson in einer Mitteilung zu der Studie. "Die Augen noch größer zu machen würde die Sicht nur noch marginal verbessern, aber solche Augen wachsen zu lassen und zu erhalten benötigt sehr viel Energie."
http://www.welt.de/wissenschaft/article13930658/Wozu-der-Riesen-Kalmar-kuerbisgrosse-Augen-braucht.htmlWie du siehst, auch wenn orangengroße Auge reichen würden hat des Tier doch nahezu viermal so große Augen.
Und die Größe spielt dann eine Rolle, wen die Augen nicht für das Nachtsehen ausgelegt sind, denn mehr einfallendes Licht heißt auch eine bessere Sicht (es muss deswegen nicht schärfer sein).
Gleiches gilt für die Koboltmakis deren Augen überdurchschnittlich groß sind.
off-peak schrieb:Ein weiteres Beispiel sei jedes Kameralinsensystem: es sind die Form und der Schliff der Linse, die gute Bilder machen, nicht die Größe.
Nö. Es ist das Zusammenspiel des Sensors und der Linse. Prinzipiell ist eine große Linse immer besser als eine kleine. Da muss aber auch der Sensor mitmachen. 8mP auf einem Telefon machen noch immer beschissene Bilder wenn die Linse zu klein ist.
off-peak schrieb:Im Gegenteil, je größer eine Linse wird, umso mehr verschiebt sich der Fokus, dh die Brennweite wird länger, und somit müsste ein menschliches Auge wesentlich länger werden, damit das Bild am Ausgang scharf gestellt wird. Wenn Aliens also größere Augen hätten, dann in der Länge. Dh, sie hätten Stielaugen oder Augen, die weit ins Gehirn hinein wachsen würden.
Was denn nun? Menschenauge oder Alienauge?
:D Ich weiß, es ist ein Bild und wir können nur spekulieren wenn es um Aliens geht. Dennoch, wenn das Auge nahezu eine Kugelform hat dann ist die Aussage Unfug! Kugel bleibt Kugel und damit auch die Brennweite!
off-peak schrieb: Dh, man bräuchte mehr Zäpfchen auf dem Augenhintergrund. Dieser Teil müsste dann dichter bewachsen sein, würde vielleicht sogar mehr Platz brauchen, was aber die Linse und somit die übrige Form des Auges als solche nicht vergrößert. Alternativ könnten auch die Stäbchen weniger werden und so Platz schaffen. Da aber diese fürs Scharfsehen zuständig sind, wäre das keine gute Lösung, also doch einfach ein dichter besiedelter oder ausgedehnterer Augenhintergrund.
Mehr Zäpfchen = mehr benötigter Platz = größeres Auge? Richtig? Aber auch nur dann, wenn man schärfer sehen muss was mich wieder zu dem Punkt bringt, dass du den Möglichen Lebensraum des Wesens weglässt. Schau dir mal an wie blaß der Kollege ist, sieht der so aus als ob er viel Tageslicht abbekommt? Vielleicht ist er nachtaktiv und und braucht deswegen größere Augen? Oder sein Heimatplanet hat auch am tage nur wenig Licht? Man weiß es nicht!
off-peak schrieb:Schneller sehen könnte man ebenfalls durch mehr lichtverarbeitende Zellen, was aber wiederum nur den Teil betreffen würde, auf dem diese wachsen. Unbedingt bräuchte man aber dann für die Verarbeitung der größere Anzahl an Lichtimpulsen ein größeres Sehzentrum, was entweder auf Kosten anderer Hirnteile ginge oder aber tatsächlich einen größeren Kopf wachsen ließe, in dem die Augen dann wesentlich kleiner erscheinen.
Schneller sehen? Jetzt verrate mal wie das gehen soll? Weiter Oben hast du ja bereits geschrieben, dass das mit der Reizverarbeitung zu tun hat, und da ist es scheißegal wie groß oder klein die Augen sind, den Grenzwert liefert der gesamte Organismus, denn einfallendes Licht hat eine nur minimal variable Geschwindigkeit
:DRecht hast du mit dem Punkt der Größe des verarbeitenden Areals. Allerdings auch hier lässt du einen Teil (im Gedankenkosntrukt weg), nämlich den Teil den du nicht siehst. Die Tiefe seines Kopfes.
;)
off-peak schrieb:So ein größerer Kopf hätte aber in der Folge ein höheres Gewicht, was vor allem aber auch Lebewesen passieren würde, die auf Planeten mit größerer Anziehungskraft lebten. Daraus resultiert, dass ein Körper dieses Gewicht tragen muss, dh, der Körper muss kräftiger werden, vor allem der Hals.
Auch das ist im Prinzip richtig. Nur lässt du wieder was weg.
1. man kennt die Anatomie des Kollegen nicht, man kann nicht sagen wie dick sein Schädelknochen ist, man kann auch nicht sagen was sein Hirn wiegt. Bspw: p=m/v
2. was ist, wenn der Kollege von einem Planeten mit einem geringeren Schwerefeld stammt was ein geringeres Gewicht bedeuten würde was wiederum einen schlankeren Muskelapparat zulassen würde?
off-peak schrieb:Folge: ein Alien mit einem Riesenbluzzer, wie der da oben, hätte einen bulligeren Unterbau, sowie einen stärkeren Hals, denn dieses zarte Hälschen da oben würde sonst einfach einknicken.
Das solltest du mal Gollum sagen!
Aber um es mal bildlich zu demonstrieren, auch wenn es nicht ganz an das Alien-Beispiel ranreicht... (auch gleich für die Sache mit dem Blickwinkel)
Mr. Homn - ein unterdurchschnittlich schlanker Hals im Vergleich zu seinem Kopf (Akromegalie)

Und dann das hier
Spoiler
off-peak schrieb:Fazit: sehen zwar niedlich aus, diese Hollwood ETs, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das nicht das Aussehen eventueller echter.
Fazit: Wahrscheinlich hast du Recht, wahrscheinlich auch nicht. Man kann es nicht sagen und schon gar nicht, wenn man nichts über deren Biologie/Physiologie und deren Heimatplaneten weiß. Lesch sagte zwar mal, dass es okay sei menschliche Maßstäbe anzusetzen wenn man sonst keine hat aber deswegen muss es noch lange nicht so sein
;)
off-peak schrieb:Mitunter passieren aufgrund sozialer Normen Entwicklungen, deren einziger "Sinn" darin besteht, dass es den anderen Mitglieder einer Gruppe gefällt. Was letztendlich zur Auslese aufgrund sexueller Auswahl führt. Wer für andere "geil" ist, wird eher begehrt, somit haben dessen Gene eine größere Chance sich fort zu flanzen. Irgendwann einmal entstehen dann bestimmte Körpermerkmale, die, abgesehen von ihrer Sinnlichkeit, keinem anderem Zweck dienen.
Das kann mitunter aber so weit führen, dass es eben in Nasen regnet, was letztendlich dann doch zum Aussterben einer Art führen kann - falls sie nicht gleichzeitig schlau genug sind, sich noch rechtzeitig Unterschlüpfe oder trockeneren Wohnraum zu suchen.
Hm, sag ichs oder sag ichs nicht? Ach scheiß drauf, ich sags!
Schon die Nazis sind dem Irrtum unterlegen als sie die arische Rasse durch gezielte Kreuzungen von blonden, blauäugigen Buben mit blonden, blauäugigen Mädels erweitern wollten. Ob und wann sich Merkmale ausbilden hängt davon ab ob sie evolutionstechnisch benötigt werden oder nicht.