@butchermg In jedem Fall ist eine Diskussion, sei sie nun wissenschaftlich fundiert oder nicht, vorteilhaft, um uns geistig auf die nächsten Schritte der Menschheit vorzubereiten.
Ich weis nicht wie du die Wahrscheinlichkeit einschätzt, also, dass Planeten mit konstant flüssigem Wasser öfter in Sonnensystemen vorkommen. Wäre das nur bei einem Sonnensystem unter 1 Milliarde der Fall, könnte eine gewisse Gefahr bestehen, dass Außerirdische gerade an unserem Planeten interessiert sind, vorausgesetzt, man nähme an, dass ihre Reiseentfernung –von ihrem zu einem anderen Sonnensystem– begrenzt wäre.
Nun, wie würden wir das denn in der Situation machen? Ich denke, wir würden einfach noch eine Weile weiter forschen, die Techniken verbessern, bis wir dann einen wässrigen Planeten erreichen könnten, ohne dabei intelligentes Leben zu zerstören.
Die Moral, Freiheitsgedanken und Friedfertigkeit dieser Wesen, dass alles schlussfolgere ich nur aus dem, was Menschen gerne wären, aber noch nicht so ganz im Zusammenleben immer umsetzen können.
Nur, welchen Sinn könnte Landgewinnung im unendlichen Raum des Universums dienen?
Besonders wenn es einer etwas intelligenteren Lebensform als des Menschen wohl kein Hindernis wäre, seinen eigenen Planeten eben gerade nicht zu zerstören?
Es wird in Zukunft sehr begabte Menschen geben, die im Zusammenhang mit einem Allgeist anstatt eines räumlich beschränkten Weltgeistes, sehr umfassende sozialpsychologische Werke in großen Bänden verfassen, schrittweise, sodass wir über mehrere Generationen, wahrscheinlich sehr viele Generationen, in ein ganz anderes Verständniss im Verhältnis zu vielen Dingen gelangen. Das Projekt läuft ja schon seit Nevada und Allmystery ist da ein hinfreicher guter Stern im Netz. Besonders die älteren Themen.
Wie könnte das aussehen oder wie wünschten wir uns das eigentlich?
Großer Friede, innerer Friede, Freiheit und was sehr schwer wird, uns aber entscheidend geistig erwachsen werden lassen könnte, die Vorstellung, dass die Realität und der Sinn des Seins nicht hier auf der Erde ist, ebensowenig der Mittelpunkt verwandter Dinge hier auf der Erde ist.
Das wird sehr viel Mut brauchen.
Doch mit weniger alltäglichen Ängsten wäre da auch mehr Potential.
Es wird uns das sichere Fundament nehmen, zwangsläufig müssen,
was wir aber wollen werden,
denn vergleichbar will heute auch keiner mehr ins Mittelalter zurück, abgesehen von Mittelaltermärkten und dem Remake von Gothik 1.
Das ist aber ein ernstes Thema, und wenn Menschen in Zukunft weniger Arbeiten (müssen), wird das eine verbesserte Grundlage sein diese genannten Schritte allgemeingesellschaftlich im Weltfrieden sehr langsam aber dafür sicher zu erreichen.
Wer nicht für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss, wird trotzdem arbeiten, forschen, studieren oder einfach nachdenken, was ihn weiter bringt und Sinn ergibt anstatt Liquidität.
Dass unter manch düsteren Wolken der aktuellen Lage fernen zukünftigen Generationen zuzusprechen, lässt bei uns vielleicht eine gewisse Depression entstehen, dass vielleicht nicht als erreichbar sehen zu wollen, in einer Zeit wo wir manches gern besser könnten, tagtäglich aber im Wirtschaftssystem umhergeschleudert werden und nicht zur Ruhe, aus den Ängsten kommen.
Aber wie ich schon sagte, was den Mittelpunkt betrifft, so müssen wir unsere Zeit als nicht so wichtig betrachten, auch nicht uns selbst oder gar unsere Meinung und Perspektive, an der wir zu recht, aus Schutz aus verschiedenen Gründen festhalten. Ja, das ist für uns wichtig. Es ist aber nicht wichtig, verteidigen zu wollen, dass das in Zukunft aus diesen Perspektiven noch so beurteilt wird.
Dann noch den Schritt zu wagen, fernen Wesen die Möglichkeit zuzugestehen, dass sie geistig um ein vielfaches weiter sind als das beschriebene Menschheitsziel, ist dann ohne jegliche Grundlage. Oder etwa nicht?
Es ist nur dazu verdammt, in den Zynismus abzuleiten, hauptsächlich, wie ich denke, aus Angst, was keine Schande ist. Ich bin selbst ziemlich ängstlich. Aber zu sagen, ganz öffentlich 'ich habe Angst' ist ein starker Schritt eben diese Schwäche zu einer Stärke zu machen. Hier im Forum gibt es ja keinen Scheiterhaufen, also was soll's denn auch...
Wir sind durch die Industrialisierung und der einhergehenden psychologischen Bewirtschaftung in den Medien seit ein paar Generationen getrimmt dazu, Angst zu haben etwas nicht zu sein, irgendwo nicht dazuzugehören, schwach zu erscheinen oder weniger zu besitzen als der Nachbar.
Darin leben wir mit unseren Gefühlen und das macht uns Grenzen.
Wir wollen, –können und werden aus dieser Bubble irgendwann entfliehen.
Ernüchternd nur, da werden wir hier alle nicht mehr leben.
Und wer denkt, dass es im ganzen Universum keine Wesen gibt, die diese Schwelle schon längst überschritten haben, die uns auch gar mitfühlend beobachten, dem möchte ich das garnicht ausreden. Mir macht es ja nur Spaß hier ein wenig daher zu reden. Mehr iss'es ja nicht.