sooma schrieb:Jaaa, die bösen, alten Leute immer. Da kommt nur jeder schneller hin, als er denkt – wenn die das überhaupt sind mit der Gegeninitiative.
Also, ich weiß, wer es nicht mehr ist: Die Ladenbesitzer hier im Umkreis, die die Initiative ursprünglich ins Leben gerufen haben, weil der ursprüngliche Plan vorsah, dass da ein kleiner Supermarkt hinkommt und das 1. OG der Ladenfläche zu einer KITA ausgebaut wird. Fand ich schade, weil ich hier 20 Minuten bis zum nächsten Supermarkt laufen muss und es dort Sachen gäbe, die ich beim Metzger, Bäcker etc. ums Eck nicht so einfach kaufen kann, aber aus der Perspektive der Ladenbesitzer heraus noch irgendwie verständlich. Die Initiative war dann auch erfolgreich. Der damalige Besitzer der Parkfläche hat von der ganzen Sache abgesehen.
Nun haben sich aber die Besitzverhältnisse der Parkfläche geändert, der ist jetzt städtisch. Und die Stadt sucht seit langem eine Fläche hier in der Gegend, um eine weitere KITA zu bauen, weil es hier akuten Bedarf gibt. Da die Supermarktgeschichte vom Tisch ist, ist das den ursprünglichen Organisatoren nun egal. Trotzdem gibt es die Gegeninitiative.
Und natürlich kann ich mich irren. Allerdings war mein Post gestern inspiriert durch die Tatsache, dass ich gestern auf unserem (relativ kleinen) Wochenmarkt war und da nicht nur eine, sondern gleich 3-4 Personen mit Unterschriftenlisten herum standen, also alle paar Meter einer. Und das waren nun alles eher ältere Semester, die wiederum auch gezielt nur Personen angesprochen haben, die ebenfalls so aussahen, als hätten sie keinen persönlichen Bedarf an einem KITA-Platz mehr. Was mich dann überhaupt erst neugierig gemacht hat, weil ich es von Menschen mit Unterschriftenlisten nicht unbedingt gewohnt bin, dass sie erst Augenkontakt mit mir aufnehmen, um sich dann abzuwenden und mich explizit nicht anzusprechen.
Ich gehe nächsten Samstag aber gerne mal rüber zum Park und gucke mir die Zusammensetzung der Menschenkette persönlich an bzw. guck, wie viele Menschen da überhaupt zusammenkommen (ich zweifle einen Massenauflauf nämlich irgendwie an).
Nyx_07 schrieb:So einen haben wir auch in der Stadt, der gern von Berufstätigen in der Mittagspause genutzt wird und am Nachmittag lernen dort viele Studierende vom Campus nebenan, der selbst nichts Grünes bietet. Also Menschen, die Ruhe suchen.
Wenn das der einzige Park hier in der Gegend wäre, wäre das sicherlich ein Argument. Nun ist es aber so, dass es in ungefähr 10 Minuten Laufentfernung den größten Park der Stadt gibt. Der eben nicht nur eine große Grasfläche mit wenigen Bäumen und Wegen zwischendurch ist, sondern halt ein richtiger Park. Mit einem Restaurant, mit einem See, mit Sitzgelegenheiten und und und. Da findest du diese ganzen Personengruppen, auch weil man sich da nach den jeweiligen Bedürfnissen aufteilen kann. Der Rasenpark wiederum ist meistens ziemlich verwaist (ich wohne ziemlich genau zwischen diesen beiden Parks, sehe den Kontrast also regelmäßig) und ich vermute, dass es ihn so auch schon längst nicht mehr geben würde, wenn er nicht die ganze Zeit noch in privater Hand gewesen wäre.