Dini1909 schrieb:Also ich hatte am Anfang meiner Reise echt schwierigkeiten, bzw mein Verdauungstrakt also bzw. der Gang zur Toilette fiel mir schwer. Es gab wie beschrieben immer nur Weißbrot, aber auch nicht so wie wir es kennen, sondern unheimlich fest, klebrig keine Ahnung. Auch die Bagels waren nicht genießbar. Beim Einkaufen in den Märkten hab ich Schwarzbrot, Roggenbrot oder ähnliches vermisst. Selbst Aldi hatte das nicht.
In Las Vegas bekamen wir sogar ausschließlich warmes Frühtück, Rührei, Kartoffelwedges und Frikadelle...sorry ich kann um 7:45 kein "Mittagessen" zu mir nehmen.
Mir ging es da ählich. Da wir dort lebten, wurde es einfacher sobald wir eine feste Wohnung hatten (anfangs nur Motel). Dennoch vermisste ich die in Deutschland viel einfachere Verfügbarkeit von Grundzutaten und wenig verarbeiteter Lebensmittel. Wir suchten gerade anfangs viel...
martenot schrieb:- der ÖPNV spielt fast nirgendwo eine Rolle, von einigen Großstädten abgesehen. Auch Eisenbahnen gibt es nur in einigen Regionen, und selbst Großstädte haben oft überhaupt keinen Bahnanschluss. Auch Fußwege sind oft nicht üblich, denn die Leute fahren fast alle Strecken mit dem Auto.
Und selbst wenn existierend: Die meisten schienen ihn zu meiden.
An meinem Arbeitsplatz gab es eine kostenlose Bus-Jahreskarte, musste nicht mal beantragt werden. Mit mir damals bekannter ungefährer Wohnorte und Lebenssituation von Kollegen kann ich abschätzen, dass diese zumindest als Ergänzung zum Auto (z.B. um Benzin- und Parkkosten zu sparen) wahrscheinlich für viele teilweise, oder auch voll nutzbar gewesen wäre. Dennoch nutze kaum einer meiner Kollegen den Bus. Auch nicht, wenn dadurch Freizeitangebote vergünstigt angeboten wurden.
(Für Deutschland würde ich abschätzen: Gäbe es irgendwo kostenlose Bustickets, würden sich wahrscheinlich viele erstmal die Fahrpläne ansehen und dann schauen, ob damit zumindest ein Teil der Autofahrten eingespart werden könnte. Und deutlich ermäßigte Zoo-, Museums- und Theatertickets gingen wohl weg "wie die warmen Semmeln", wenn man diese durch Vorzeigen eines kostenlosen (!) Bustickets erhalten könnte.)
Ich wurde oft gefragt wann ich mir ein Auto kaufe, ob es mir nicht zu gefährlich sei den Bus zu nutzen (btw.: trotz mindestens zwei Nutzungen täglich nie bedenkliche Vorfälle erlebt) o.ä.
Dini1909 schrieb:Auch sieht man einfach niemand irgendwie mal spazieren gehen oder so, weder mit Hund noch mit Kind oder ähnliches.
Das kann ich bestätigen. Auch Erledigungen zu Fuß im Umfeld von 10 Minuten und ohne dass man dabei schwer schleppen muss wurden anscheinend kaum getätigt. Ich wusste von jungen, wohl doch recht fitten (Wochenende: Marathon, Klettern etc.) Personen die es für normal hielten, zu einem Supermarkt in 5 Gehminuten Entfernung zu fahren, auch wenn die gekaufte Ware in eine kleine Tüte passt (keine Unterstellung sondern Eigenaussage derjenigen).
(Da es für uns normal ist spazieren zu gehen, auch z.B. einfach mal an einem Samstag gemütlich zur Stadtbücherei (war 20 Gehminuten einfache Strecke entfernt), leichte Erledigungen sowieso zu Fuß (z.B. Post 20 Gehminuten entfernt, es ist nicht dringend - dann bringt man den Brief einach mal beim nächsten Spaziergang mit), fielen wir damit auf. Das war alles in einer Wohngegend, also sehr wohl mit Gehwegen.)
Ab und zu kam aber auch das vor:
rhapsody3004 schrieb:An solche auch notgedrungen gefährlicheren Wege entlang eines Highways oder Freeways nehmen zu müssen, kann ich mich jetzt nicht erinnern.
Z.B. eine "Mall", die knapp davor zwar eine Bushaltestelle hatte (die ich nutzte), für die letzten ca. 100 Meter aber keinen Fußgängerweg, sondern nur die Autozufahrt.
martenot schrieb:Außerdem scheint man ohne Kreditkarte kein Mietauto zu bekommen, und auch das Einmieten in Hotelzimmer ist schwierig, weil die Hotels fast alle die Kreditkarte scannen als Garantie.
In der Tat, genau deshalb habe ich eine Kreditkarte seit ich regelmäßig auf Geschäftsreisen bin. Auch das Mieten eines Hotelzimmers (vorab, vor der Reise) ist ohne meist nicht möglich, und die Karte muss in vielen Ländern, u.a. USA, beim Check-in gezeigt werden.
(Kreditkarten zahlte und zahle ich am Monatsende, würde ich nie als "Kredit" nutzen. Ohne Kreditkarte kommt man aber auf den meisten internationalen Reisen einfach nicht mehr aus. Sogar bei Hotelbuchungen innerhalb Deutschlands war meist eine Kreditkarte nötig. Mietwagen und Parkautomat sind für mich kein Thema; vermeide es, selbt zu fahren.)
martenot schrieb:Ich erinnere mich noch an einen Stopover in Los Angeles, da hatte ich kein Auto und wollte das Getty-Museum besichtigen. Ich wollte mich damals in einer Touristen-Information erkundigen, wie man zum Museum kommt, aber die waren ratlos, als ich sagte, dass ich ohne Auto bin.
Schade dass es nicht geklappt hat. Wir waren da, ohne Auto. Von Pasadena mit der "Gold Line" (S-Bahn) nach LA, dann mit einem Bus Nummer [weiß ich nicht mehr] und ggf. Weiterlaufen zum Getty. Gefunden haben wir diese Möglichkeiten mit Google Maps und der Transit-App Movit.
(Insgesamt haben mir solche Apps auf Reisen viel geholfen. Die Nutzung dieser war, siehe Handy-Thread, für mich der Grund für die Anschaffung eines Smartphones, da ich schon beruflich viel (und alleine) unterwegs bin und gerne die Gelegenheit nutze, mir in der verfügbaren Zeit auch etwas anzusehen.)
Hyperborea schrieb:Gilt denn in USA der Deutsche Führerschein?
Reicht für touristische Aufenthalte.
Bei einem Arbeitsvisum muss nach x [weiß nicht mehr wie vielen] Wochen ein US-Führerschein gemacht werden, möchte man weiterhin fahren.