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Wart ihr schon mal in den USA?

88 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Amerika ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wart ihr schon mal in den USA?

gestern um 21:05
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:Komisch auch, das die Amis sowas wie einen Personalausweis nicht haben. Oder?
Die haben eine Art ID Card vergleichbar mit unserem Perso.

Also ohne Kreditkarte kommst du in Amerika echt nicht weit und vorallem auch als Erwachsener du musst immer deine ID Card oder Reisepass mithaben , vorallem beim Einkaufen vorallem wenn du mal ein Bier etc willst.

Die sind verpflichtet jeden zu kontrollieren, auch wenn du 50ig bist , 60ig oder 85ig bist ... die tragen das ins Kassensystem ein. Selbe gilt für Restaurants, tun die das nämlich nicht und die werden erwischt kostet das richtig Asche.

Unsere Reisegruppe, war bunt gemischtes Alter , einer war Mitte / Ende 60ig und wurde jedes Mal kontrolliert beim Bierkauf. Ich hatte einmal mein Pass im Bus und die haben mir das nicht verkauft das Bier. Ein anderer aus dem Bus hat es dann für mich gemacht. Also die Kontrollieren das wirklich sehr stark. Also ich rede jetzt immer vom Staat Arizona und Kalifornien.


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gestern um 21:23
Nope, hab ich auch nicht vor


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gestern um 21:42
Zitat von MilanthropMilanthrop schrieb:Nope, hab ich auch nicht vor
Was spricht denn dagegen, abgesehen von der politischen aktuellen Situation?


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gestern um 21:47
@Dini1909
Der Präsident, die Todesstrafe, das ich im walmart Knarren kaufen kann. Ich bin einfach von einigem nicht begeistert. Das größte Hindernis ist aber wohl das ich nicht fliege 🤷🏼‍♀️


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gestern um 21:55
@Milanthrop
Naja dann bist du aber nicht ganz so gut informiert, ja man kann im Wall-Markt Gewehren kaufen aber a) nicht überall und vorallem b) nicht so einfach , du musst über 21 Jahre sein, du musst Formulare ausfüllen und brauchst eine Bestätigung das du nicht vorbestraft bist und musst bestimmte Formulare ausfüllen und Handfeuerwaffen gibt es dort schon lange nicht mehr und was die Todesstrafe angeht wird diese nur noch ein paar bestimmten Staaten durchgeführt und selbst da nur noch äußerst selten.

Okay das mit Fliegen ist eine Sache , aber es gibt ja auch Schiffe und innerhalb des Landes gibt es einer längsten Zugstrecken weltweit vom Osten nach Westen... Muss traumhaft sein.

Aber wegen den Präsidenten ist ein Argument was mich zurzeit etwas zurück hält, auch wenn ich letztes Jahr im März dort war.


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gestern um 22:06
Es ist egal ob nur ein bisschen, Todesstrafe ist Mittelalter und selbst da war es nicht angebracht 🤷🏼‍♀️ es ist auch egal, ich will da nicht hin.


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gestern um 22:58
Bin jetzt paarmal dagewesen, aktuell gerade in Colorado.
Da ich "Kulturschock" aus Asien kenne - nein, die USA war keiner für mich. Es ist weitgehend so wie man es in den Medien und Filmen und Serien wahrnimmt... Alles deutlich größer, angefangen von der Pizza bis zum Medium Cup Cola (der wäre bei uns der große Cup) über Breiten von Straßen und Autos.
Ansonsten alle mit gutem Selbstbewusstsein ausgestattet aber auch ehrlich beim Arbeiten - 10h in der Industrie gehen immer, kaum Urlaub und krank werden wird hier auch nicht honoriert... Also grundlegend anders als bei uns.
Aufpassen muss man beim Essen, es ist grundsätzlich so, daß die meisten Essen ohne Grünzeug daher kommen, Salat usw alles extra bestellen. Wenn du hier ne Woche Pizza isst merkst das deutlich am Wohlbefinden.
Die meisten Hotels, auch gut bewertete der Mittelklasse ohne Restaurant, ohne Frühstück dafür kannst hier früh um 7 halt auch überall was essen.
Clubszene mäßig, völlig überbewertet.

Niemals würde ich hier Urlaub machen, ein Kurztrip nach NewYork oder San Francisco empfehle ich aber jedem.
Was ich machen würde, 1x von Ost nach West mit ner coolen Schleuder, die Route66 ist jedoch kaum noch befahrbar durchgehend, alles ersetzt durch Interstates...


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gestern um 23:31
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Also ohne Kreditkarte kommst du in Amerika echt nicht weit und vorallem auch als Erwachsener du musst immer deine ID Card oder Reisepass mithaben , vorallem beim Einkaufen vorallem wenn du mal ein Bier etc willst.

Die sind verpflichtet jeden zu kontrollieren, auch wenn du 50ig bist , 60ig oder 85ig bist ... die tragen das ins Kassensystem ein. Selbe gilt für Restaurants, tun die das nämlich nicht und die werden erwischt kostet das richtig Asche.
Das ist aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Hier in Colorado juckt das niemanden obwohl es sicher Vorschrift ist. Ich müsste hier weder beim Kauf von Wein im Shop noch im Restaurant irgendwas zeigen, in Milwaukee jedoch schon und auch in Reno.
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:Gilt denn in USA der Deutsche Führerschein?
Offiziell benötigt man einen internationalen Führerschein, den kann man sich ausstellen lassen, ist ein Stück Papier der nur in Verbindung mit dem nationalem Führerschein gültig ist. Der ist 2 Jahre gültig.
Den wollte nie jemand von mir sehen, seitdem habe ich keinen mehr und es gab mit dem nationalen Führerschein nie Probleme.


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Wart ihr schon mal in den USA?

gestern um 23:35
Ich bin regelmäßig dort, d.h. normalerweise 1-2 mal im Jahr. Das liegt daran daß wir enge Verwandte in den USA haben und auch entferntere Verwandte. Unsere engen Verwandten (Familie) wegen denen wir regelmäßig in die USA gehen, leben im Südosten.
Wenn wir dort sind machen wir auch meist irgendwelche Roadtrips durch verschiedene Bundesstaaten. War aber auch schon beruflich in ganz anderen Gegenden der USA.

So pauschal fällt es mir erst mal schwer, etwas über das Leben in den USA zu sagen, da es natürlich unendlich facettenreich und irgendwie widersprüchlich ist. Irgendwie ist es jedes Mal ein Abenteuer. Es gibt dort unendlich viele Probleme, mit Gewalt, Drogen, Armut, Gesundheitssystem, mangelnder Bildung, mangelndem Umweltbewusstsein usw. aber auch ganz viel Positives und Schönes, worunter z.B. die vielen netten, spontanen, freundlichen, unkomplizierten Menschen fallen. Daß es noch Gegenden gibt, die nicht so überlaufen sind, gerade wenn man z.B. Campen, Bootfahren usw. geht. Wandern oder Laufen kann man tatsächlich eigentlich nur auf dafür vorgesehenen Trails, da man sonst entweder als verdächtig angeschaut wird oder einem jemand helfen möchte, weil davon ausgegangen wird, daß man eine Autopanne hat oder man riskiert sein Leben, wenn man am Straßenrand läuft. Das selbe gilt auch in vielen Gegenden für Fahrräder. (Man fährt doch eigentlich nur mit dem Fahrrad, wenn man den Führerschein verloren hat….). Wie auch schon weiter oben jemand geschrieben hat, es wird sehr viel Wert darauf gelegt, was die Leute denken. Aber so generell kann man es dann auch wieder nicht sagen, denn viele Leute machen sich nichts draus, was man über sie denkt, wenn sie z.B. im Bademantel zu Walmart gehen.

Das Essen in den Restaurants ist eigentlich meist ganz ok, nur hat es viel zu viele Kalorien und man muß es sehr schnell essen, weil lange am Tisch sitzen und sich unterhalten usw. eher nicht dazu gehört. Man ißt ziemlich schnell und packt dann den Rest ein und kriegt auch gleich die Rechnung. Bei der muß man dann schauen, ob die Tips schon einberechnet wurden, was manchmal vorkommt, und ansonsten legt man halt die 10 oder 15% drauf, je nach dem, wie zufrieden man auch war. Die Restaurant Preise sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Wir essen aber z.B. viel zu Hause, wo wir dann viel Gemüse und Salat machen, aber auch öfters grillen. Überall, auch im Brot ist meist viel Zucker drin, sogar wenn es sich angeblich um Vollkornbrot handelt.

Mit dem Gesetz will man drüben nicht wirklich in Konflikt geraten, da kennen die keinen Spaß. Früher war ich da zwar noch unbedachter und hab mir nicht viele Gedanken gemacht aber im Lauf der Jahre oder Jahrzehnte hab ich immer wieder im weiteren Umfeld gesehen, wie schnell jemand da mal ins Gefängnis gewandert ist, auch unschuldig oder wegen Bagatellen, wo man hier nur ein müdes Lächeln für übrig hätte.

Mit einem deutschen oder anderen europäischen Führerschein im Kreditkartenformat kommt man gut durch. Da kann man auch Fahrzeuge mieten oder den Ausweis beim Kauf von Alkohol oder Medikamenten vorlegen. Das Autofahren ist generell immer noch entspannter als hier, außer natürlich in den Metropolen. Und ja, man muß aufpassen, daß man nicht in komische Stadtteile gerät, sonst kann es dann schon unangenehm werden.

Ach ja, und bei günstigeren Motels kann man auch Pech haben und dann ziemliches “Gesindel” um sich herum finden, wo man dann auch nicht gut schläft. Deshalb gehen wir meist eigentlich direkt hin, schauen es uns an und mieten die Zimmer dann erst, wenn wir den Laden für ok befunden haben. Oder falls wir etwas im Voraus buchen wollen, dann lieber in höherer Preisklasse.


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um 00:20
@Hyperborea

Die Missstände der USA sind eigentlich einen eigenen Thread wert.

Oligarchische Zustände auch schon lange vor Trump

Verschuldung auch von Millionen privater Haushalte (wenn nicht gerade mit mehreren Jobs, wird Mittels Krediten da auch viel der Anschein von wenigstens Mittelschicht geweckt, aber auch nicht nur deswegen sind auch viele private Haushalte verschuldet)

Obdachlosigkeit

Miet‐ und Eigentumspreise

Bildungssystem

Gesundheitssystem

Arbeitsrecht, Arbeitnehmerrechte

Mutterschutz

Waffenrecht

Drogenprobleme

Gewaltdelikte






Was erfreuliches:



American Breakfast: Yam yam. Hat schon immer meinen Geachmack getroffen.


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um 00:39
@Hyperborea


Mag sicherlich etwas übertrieben sein und hängt je nachdem auch nochmal stark vom Bundessstaat ab, aber insgesamt würde ich die USA als ein vielfältiges wunderschönes Land (ja, auch Maine) mit auch unglaublich viel individueller Bevölkerung/Gesellschaft ansehen und welches bereichsübergreifend leider auch viele Probleme schon systembedingt begünstigt hat und dementsprechend die USA für mich auch als ein Erste-Dritte-Weltland angesehen werden können.


Und die bunte US-Bevölkerung auch mit sehr viel verschiedenen Migrationshintergründen besteht auch nicht nur aus kapitalistischen Materialisten oder auch nicht nur aus oftmals ärmeren und ungebildeten fundamentalistischen Christen.

Die Amis als Gesellschaft kann man nicht über einen Kamm scheren - weder in die eine noch andere Richtung. Auch sehr viel bunt und grau dazwischen.


PS.

Und mein Hirnfurz ist nochmal für die Zukunft ne Tour durch Tornda-Alley. Mindestens durch 3 Bundesstaaten, weil ich die bereits auch nur landschaftlich liebe.
Was das angeht, liebe ich eigentlich jeden Bundesstaat auf seine ganz eigene Weise.

Nur nach Florida zieht es mich nicht so sehr.


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um 01:00
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Tornda-Alley
Kenne ich noch nicht, was ist das?

Die Lebensweise der Menschen dort unterscheidet sich ja auch massiv untereinander?
So z.B. die Mormonen, um Salt Lake City oder die Amischen. Also mit Fundamentalisten dürfte ich nie ins diskutieren kommen, würde für mich böse ausgehen. Ich kenne mich ;), da hilft nur Toleranz. Wär' auch lieber nur für die Landschaft da.


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Wart ihr schon mal in den USA?

um 01:34
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:Die Lebensweise der Menschen dort unterscheidet sich ja auch massiv untereinander?
Ich finde die Mentalitätsunterschiede zwischen den Staaten auffällig aber gemessen an dem was wir hier haben mit den paar unterschiedlichen Bundesländern auch erklärbar.
Dort sind einfach mal 50 Bundesstaaten und in jedem läuft es irgendwie anders. Jedes hat seine eigene Persönlichkeit.
Westküste sehr modern eingestellt und offen bzw zeigt man das auffallend plakativ, nach den Rockys geht's schon los mit good old Joe und so weiter. Ostküste NY sehr locker, echte Entspannung zu spüren. Aber sind nur meine Eindrücke.

Was mich mega stört, in Richtung Westen wird die gespielte Freundlichkeit immer krasser.


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Wart ihr schon mal in den USA?

um 04:15
@Hyperborea
[x] war ich 1 Jahr arbeiten und ca. alle 2 mind. ein Monat Urlaub. Gefällt mir sehr, ich muss hier immer lachen was Leute die dort nicht waren so darüber erzählen.


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um 05:42
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:Kenne ich noch nicht, was ist das?
Bundesstaaten, in denen am häufigsten Tornodas auftreten.

Wobei es mir meinem Hirnfurz nur speziell auf eine Tour Kansas, Oklahoma bis runter nach Texas ankommen würde.
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:Die Lebensweise der Menschen dort unterscheidet sich ja auch massiv untereinander?
Sehr schon, finde ich. In den USA findet man glaube ich auch wirklich jeden Schlage von Typ Menschen.

Und natürlich sind die USA schons seit Ewigkeiten bekannt dafür und das ist auch sichtbar, dass sie zu denen Ländern der Erde gehören, in denen die Schere zwischen Arm und Reich sehr weit geöffnet ist. Und selbst bei der Mittelschicht trügt der Schein oftmals bzw. mehr Schein als Sein. Also um sich als US-Amerikaner wenigstens dazu zählen zu können und das auch sichtbar für andere.



Je nachdem herrscht aber auch Zusammenhalt. Nach Naturkatastrophen bspw.



Und es gibt auch schon so einiges an sozialen privatem Engagement.


Nur scheuen viele US-Amerikaner auch die staatliche Bevormundung in dieser Richtung oder anders gesagt Solidariät als Pflicht. Die Amis sind da teilweise echt anders gepolt als wir Deutschen oder die Skandinavier, die Sicherheit und ein Staat der sich kümmert und eingeift und reguliert mögen.



Bspw. ist so ein richtiges solidarisches öffentliches Gesundheitssystem wie bei uns da weit verbreitet ziemlich verpönt.

Aber immerhin gibt es auch staatliche Absicherungen. Nur alles nicht mit uns vergleichbar.


Und sowas wie Kindergeld kennen die Amis gar nicht.

Nicht mal gesetzliche Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einheitlich und von Bundesrecht geregelt.

Auch Kündigungsschutz ist da so eine Sache und nicht mit unserem deutschem gesetzlichem Kündigungsschutz vergleichbar.



Dasselbe auch beim Mutterschutz nicht.

Usw....


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um 05:47
@Hyperborea
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Wobei es mir meinem Hirnfurz nur speziell auf eine Tour Kansas, Oklahoma bis runter nach Texas ankommen würde.
Aber nicht nur wegen Tornados oder wirklich beeindruckenden Gewittersuperzellen (bspw. beeindruckende Shelf Clouds und etwas halbwegs vergleichbares gab es bislang hierzulande nur einmal an Pfingsten 2014), sondern mag ich diese Bundesstaaten auch landschaftlich ungemein gerne und das bei jedem Wetter.


PS.


Aber auch unsere Unwetter ab Mai können sich ja auch immer mehr sehen lassen. Auch aus Deutschland gibt es immer mehr beeindruckendere Aufnahmen.


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um 06:20
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Bspw. ist so ein richtiges solidarisches öffentliches Gesundheitssystem wie bei uns da weit verbreitet ziemlich verpönt.
Märchen, siehe Zitat.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Und sowas wie Kindergeld kennen die Amis gar nicht.
Märchen. In USA gibt es Child Tax Credit (CTC), 2000$ Steuer Direktabzug (nicht vom zu versteuernden Einkommen) wird sogar bei keiner Steuerpflicht bis zu 1600$ ausbezahlt. Besser als in DE.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Nicht mal gesetzliche Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einheitlich und von Bundesrecht geregelt.
Märchen. Es ist Verhandlungssache mit dem AG -> sick leave.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Auch Kündigungsschutz ist da so eine Sache und nicht mit unserem deutschem gesetzlichem Kündigungsschutz vergleichbar.
Nein. Aber: Verhandlungssache der Gewerkschaften, Verhandlungssache im Vertrag, ansonsten gibt es meistens „severance packages“ (vgl. Abfindungen) damit es zu keinen nachgelagerten Gerichtsverfahren kommt.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Dasselbe auch beim Mutterschutz nicht.
Grundsätzlich sind Mütter oder werdende unkündbar, es gibt Staaten die 60-70% Mutterschaftsurlaub zahlen, ansonsten Verhandlungssache mit dem AG (paid maternity leave)
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:In den USA gibt es:
RV
Die Social Security Administration mit der gesetzliche Altersrente (Social Security Retirement) sowie Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente
Pflichtabgabe auf Löhne (Payroll Tax) AN AG je 6,2% bis zur Beitragsbemessungsgrenze (klingt bekannt?)

KV
Medicare für Menschen über 65 Jahre.
Medicaid für sehr arme Menschen, (Bund und Bundesstaaten finanzieren).
Affordable Care Act („Obamacare“) Subventionen für PKV bei niedrigem Einkommen.
Alle anderen über AG versichert.

AV
US Unemployment Insurance , bis 26 Wochen, Höhe abhängig vom vorherigen Einkommen, Unterschiede in den einzelnen Staaten

Grundsicherung
Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP) ...die berühmten Food Stamps für Lebensmittel
Temporary Assistance for Needy Families (TANF) Bargeld bei niedriegen Vermögen
Supplemental Security Income (SSI) -> Zusatzhilfe für arme alte oder behinderte Menschen

Sozialstaat in USA ca. 18-19% vom BIP -> BIP 29,3 Billionen $ -> Sozialstaat 5.567 Mrd. $ bei 348 Mio Einwohner -> 15.997 $ pro Einwohner
Sozialstaat Deutschland 25-27% vom BIP -> BIP 4,6 Billionen $ -> Sozialstaat 1.541 Mrd $ bei 84 Mio Einwohner -> 18.345 $ pro Einwohner
...hmmm, kein großer Unterschied, oder?

In DE ist die Durchschnittsrente bei 1600€ bei 18,6% Beitrag, in USA 2000$ bei 12,4% Beitrag (beider Länder AN AG fifty fifty).

Wenn ich mir die Steuer und Abgabenbelastung anschaue...da fahren die USA Bürger viel besser...alleine die Sales Tax kommt auf ca.10% wo in DE die 19% MwSt. zu entrichten sind.
Übrigens, bevor der nächste Stuss kommt, ein weiteres Märchen: in Harvard kann man nach Zulassung kostenlos studieren wenn die Familie weniger als 75.000$ verdient, bis 150.000 gibt es fette Rabatte. Alle anderen Unis bieten ähnliche Programme (Yale, Standford)


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Wart ihr schon mal in den USA?

um 08:41
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Das Essen in den Restaurants ist eigentlich meist ganz ok, nur hat es viel zu viele Kalorien und man muß es sehr schnell essen, weil lange am Tisch sitzen und sich unterhalten usw. eher nicht dazu gehört.
Das ist ein Aspekt, den ich auch in Kanada etwas störend finde: man kann nicht wie bei uns beliebig lang im Restaurant sitzen, sondern es wird erwartet, dass man seinen Platz räumt, sobald man gegessen hat. Es ist nicht üblich, nach dem Essen noch gemütlich was zu trinken und zu quatschen. Das wird einem meistens unmissverständlich klargemacht, indem einfach ungefragt die Rechnung auf den Tisch gelegt wird.
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:San Francisco, wo die vielen Freigeister leben, soll wohl auch die europäischste Stadt der USA sein.
Ansonsten finde ich die Neuenglandstaaten im Nordosten oft noch relativ europäisch. Da gibt es noch kleine gemütliche Ortskerne mit nett aussehenden Dorfkirchen, kleine Holzbrücken über Flüsse und Bäche und gewundene Straßen.


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um 09:00
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:Tauscht man den Führerschein oder muss er kostenpflichtig neu gemacht werden?

Komisch auch, das die Amis sowas wie einen Personalausweis nicht haben. Oder?
Es muss ein Führerschein erworben werden (Fahrprüfung etc.), jedoch scheinen die Kosten moderat gegenüber den deutschen zu sein da keine Pflicht-Fahrstunden anfallen.
Genaueres kann ich dir nicht sagen, da ich keinen US-Führerschein habe.

Einen Personalausweis in dem Sinne gibt es nicht. Dessen Rolle nimmt der Führerschein, oder für Personen die nicht fahren (können, dürfen, mögen) eine "identity card" (sieht ähnlich aus, berechtigt aber nicht zum Führen eines Fahrzeugs). Der Besitz dessen ist optional, wenn man einen Reisepass hat. Entsprechend hatten wir auch nie dieses Dokument.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Nicht mal gesetzliche Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einheitlich und von Bundesrecht geregelt.
Und: Krankheitstage werden meist von den (üblicherweise schmalen) Urlaubstagen abgezogen: Beides läuft als PTO (paid time off).
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Märchen. Es ist Verhandlungssache mit dem AG -> sick leave.
Nicht für alle Jobs ist das verhandelbar. (Kein Märchen - habe dort 10 Jahre lang gearbeitet, gutbezahlte Stellen die eine MINT-Promotion voraussetzen und es ist mir wichtig, über meine Arbeitnehmerrechte gut informiert zu sein. Was diese Arbeitgeber allerdings angeboten haben, auch das eine deutliche Ausnahme: "parental leave" von sechs Wochen, bezahlt (betraf mich nicht, keine Kinder, kein Kinderwunsch, aber siehe zuvor, ich informiere mich trotzdem).)


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Wart ihr schon mal in den USA?

um 10:51
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Märchen. Es ist Verhandlungssache mit dem AG -> sick leave.
Nicht für alle Jobs ist das verhandelbar. (Kein Märchen - habe dort 10 Jahre lang gearbeitet, gutbezahlte Stellen die eine MINT-Promotion voraussetzen und es ist mir wichtig, über meine Arbeitnehmerrechte gut informiert zu sein. Was diese Arbeitgeber allerdings angeboten haben, auch das eine deutliche Ausnahme: "parental leave" von sechs Wochen, bezahlt (betraf mich nicht, keine Kinder, kein Kinderwunsch, aber siehe zuvor, ich informiere mich trotzdem).)
Genau Raspelbeere! Volle Zustimmung.
Das was @ApexOne schreibt, von Wegen Verhandlung mit dem AG ist für die meisten Jobs gar nicht möglich, außer in Berufen oder Positionen, wo dringend Leute gebraucht werden bzw. wenn man das Glück hat für einen sehr liberalen oder großzügigen Arbeitgeber zu arbeiten. Auf den Großteil der “ Durchschnittsbürger” trifft das aber nicht zu und man muß nehmen was man bekommt.
Bei 3 Tagen “sick leave” kann man nicht mal eine richtige Grippe auskurieren.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Bspw. ist so ein richtiges solidarisches öffentliches Gesundheitssystem wie bei uns da weit verbreitet ziemlich verpönt.
Märchen, siehe Zitat.
Das ist sicher kein Märchen, sonst gäbe es inzwischen ein ordentliches Gesundheitssystem. Ein solidarisches Gesundheitssystem scheitert schon daran, daß die Leute, solange sie gesund sind, nicht für die Krankheit anderer bezahlen wollen und eben jeder für sich selbst verantwortlich ist. Das ist der Preis der Freiheit. Es sieht dann wieder anders aus, wenn die Leute krank werden und nicht genügend finanzielle Ressourcen haben. Außerdem ist das Gesundheitssystem so unübersichtlich, daß viele Leute gar nicht wissen was ihnen zusteht oder wohin sie sich wenden können. Da geht man dann halt wenn es nicht mehr geht in die Notaufnahme….


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