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Wart ihr schon mal in den USA?

156 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Amerika ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wart ihr schon mal in den USA?

17.03.2026 um 10:55
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Märchen, siehe Zitat.
Die USA, ein Land, in dem sogar Märchen wahr werden bzw. sind.

Jedenfalls scheint mir das Gesundheitssystem in den USA eines der Hauptkriterien zu sein, weswegen viele Menschen unverschuldet in Armut abstürzen. Da reicht eine schwerere Krankheit oder ein Unfall mit gesundheitlichen Folgen aus, um einen finanziell sehr in Mitleidenschaft zu ziehen, sofern man nicht das Glück hat, über seinen Arbeitgeber eine gute Versicherung und Unterstützung zu haben.


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17.03.2026 um 11:40
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Genau Raspelbeere! Volle Zustimmung.
Das was @ApexOne schreibt, von Wegen Verhandlung mit dem AG ist für die meisten Jobs gar nicht möglich, außer in Berufen oder Positionen, wo dringend Leute gebraucht werden bzw. wenn man das Glück hat für einen sehr liberalen oder großzügigen Arbeitgeber zu arbeiten. Auf den Großteil der “ Durchschnittsbürger” trifft das aber nicht zu und man muß nehmen was man bekommt.
Bei 3 Tagen “sick leave” kann man nicht mal eine richtige Grippe auskurieren.
Bei mir waren das z.B. (sehr gut bezahlte) Postdoc-Stellen über ein Fellowship. Dann ist nichts verhandelbar.
Den Arbeitgeber (eine US-Privatuni) nahm ich als sehr angenehm und großzügig wahr, dennoch war nichts verhandelbar.
Und im Einzelnhandel, in der Gastronomie... dürfte es nicht besser, sondern schlechter aussehen.


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17.03.2026 um 13:42
@Mickelangelo
@martenot
@Raspelbeere
Ja, Amerika (das Land) scheint etwas sonderbar - obwohl alles Schxx ist, haben sie mehr BIP pro Kopf, sind wohlhabender, machen mehr Kinder...Millionen von Migranten wollen hin...keine Ahnung, vielleicht sind Amerikaner die besseren Menschen, eigenständiger, schaffen ihr Leben ohne Staat.


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17.03.2026 um 13:47
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:sind wohlhabender
Ich weiß nicht, ob man das pauschal sagen kann. Es gibt einen Teil der Amerikaner, der sehr viel wohlhabender ist, aber es gibt auch einen größeren Teil der Bevölkerung, der ziemlich arm oder mittellos ist und in prekären Verhältnissen lebt.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:machen mehr Kinder.
Ich weiß nicht, ob das ein Wert an sich ist, mehr Kinder zeugen zu wollen. Ich kenne auch nicht die genauen Zahlen, daher weiß ich nicht, wie sehr sich die Geburtenrate von derjenigen in Europa unterscheidet.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Millionen von Migranten wollen hin
Zum einen wundere ich mich, dass das plötzlich als Vorteil gesehen wird, wo man doch sonst die Migration eher nicht so positiv sieht. Zum anderen wollen Millionen von Migranten auch nach Europa (was ja von Parteien wie der AfD eher bekämpft wird). Was genau sagt das also über die Attraktivität der USA im Vergleich zu der Europas aus?


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17.03.2026 um 14:00
Zitat von martenotmartenot schrieb:ch weiß nicht, ob man das pauschal sagen kann. Es gibt einen Teil der Amerikaner, der sehr viel wohlhabender ist, aber es gibt auch einen größeren Teil der Bevölkerung, der ziemlich arm oder mittellos ist und in prekären Verhältnissen lebt.
Medianvermögen USA 311.000€!, Deutschland ca.70.000€, Wohneigentumsrate ist auch höher.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ich weiß nicht, ob das ein Wert an sich ist, mehr Kinder zeugen zu wollen
? War in normalen Verhältnissen als Vorteil verkauft worden...auch jetzt heißt es noch dass DE Migration braucht weil es zu wenig Kinder gibt.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Was genau sagt das also über die Attraktivität der USA im Vergleich zu der Europas aus?
In USA kann man gut Geld verdienen, in der EU, speziell in Deutschland gibt es Geld fürs nichts tun - vielleicht zieht jede Gesellschaft auch unterschiedliche Migranten an.


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17.03.2026 um 14:10
Mit Zwischenstopp in New York nach Orlando und über Miami samt Beach bis runter und rauf auf die Keys. Zweimal.
Ist auch nicht anders wie bei uns, nur dass sich da halt jeder um sein eigenen Scheiß kümmert, weshalb die da mMn auch besser miteinander auskommen.


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17.03.2026 um 14:17
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:In USA kann man gut Geld verdienen
Und wieder verlieren, wenn man z.B. krank wird oder aus anderen Gründen in eine prekäre Situation kommt oder seine Arbeit nicht mehr so bewältigen kann, wie es erwartet wird.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:vielleicht zieht jede Gesellschaft auch unterschiedliche Migranten an.
Was wohl überwiegend geografische Gründe hat. Die Migrationsströme in den USA kommen wohl überwiegend aus Mittel- und Südamerika, aus naheliegenden Gründen (im Wortsinn).
Zitat von VvJVvJ schrieb:weshalb die da mMn auch besser miteinander auskommen.
Ja und nein. Es ist nicht so, dass da jeder nur für sich lebt und alle anderen Menschen in Ruhe lässt. Man tendiert anscheinend sehr wohl auch dazu, andere Menschen reglementieren und belehren zu wollen (vor allem, wenn es um religiöse Themen geht). Und die allgemein weit verbreitete Tendenz zum Waffenbesitz trägt auch nicht immer dazu bei, dass die Leute miteinander gut auskommen bzw. wenn nicht, kann es auch schlecht ausgehen.


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17.03.2026 um 14:45
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:keine Ahnung, vielleicht sind Amerikaner die besseren Menschen, eigenständiger, schaffen ihr Leben ohne Staat.
Obwohl ich selbst noch keine Sozialleistungen für mich beziehen musste, bin ich doch froh darüber, dass die Versorgung in Deutschland anders aussieht.
Selbst hatte ich z.B. in Deutschland eine schwere OP im Jugendalter und vorher lange, hinterher auch noch einige Zeit aufwendige (körperliche) Therapien (da ich mit einer Behinderung geboren wurde), die (neben natürlich: mir Gesundheit und Lebensfreude zu schaffen) es mir ermöglicht, im Erwachsenenalter schon lange erwerbstätig zu sein (Ehrenamt etc. geht auch noch) und so der Gesellschaft noch gut etwas zurückzugeben. Bezeichnend: US-Amerikaner die davon erfuhren, dass ich eine solche OP hatte (man sieht halt die Narbe), äußerten nicht selten: "You could be glad your parents could afford it", "Wow, your parents must be rich", "Did your church community donate for it?"
Nein, meine arbeitslosen Eltern konnten mir die OP (und Physiotherapie) ermöglichen, da die AOK sie bezahlte...

Mir ist Eigenverantwortung sehr wichtig (z.B.: sparen, ein möglichst gesunder Lebenstil, Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, "mich durchbeißen"). Realistischerweise eine schwere OP (plus z.B. Physiotherapie, Medikamente, Orthesen...) ganz oder weitestgehend finanziell zu stemmen dürfte aber den wenigsten gelingen. Könnte ich mir selbst, trotz gutbezahlter Stelle, auch nur begrenzt leisten.

Meine Mutter hatte in den letzten Jahren zwei Krebs-OPs (keine stark vom Lebensstil abhängigen Krebsarten, sie raucht nicht, trinkt keinen Alkohol) und eine Hüft-OP. Sie ist jetzt fürs Alter wieder fit. Wie hätte ihr Schicksal in den USA ausgesehen?

Vielleicht warst du noch nie schwer krank, und vielleicht wirst du es auch nie (ich wünsche es dir, ganz ehrlich - Gesundheit ist so viel wert). Krankheit kann aber teuer sein, und einen auch ganz unverschuldet treffen, und nicht jeder hat Menschen im privaten Umfeld die das zahlen möchten oder können.
Auch bei Arbeitslosigkeit: Vielleicht hattest du bislang Glück nie entlassen worden zu sein (das Glück habe ich), jung und fit genug zu sein schnell wieder eine Arbeit zu finden (etwas älter kann das schon anders aussehen). Und insofern bin ich auch froh, dass man "fürs Nichtstun" in Deutschland zumindest eine Grundversorgung erhält. Bekam mein Vater, als er mit 55 Jahren nach Insolvenz seines Arbeitgebers keine Stelle mehr fand, bekommt mein Schwager (ist berufstätig trotz Schizophrenie) wenn es hin und wieder mal gar nicht mehr geht. Meine Meinung: Gut so. Ich neide da auch niemandem etwas.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Und die allgemein weit verbreitete Tendenz zum Waffenbesitz trägt auch nicht immer dazu bei, dass die Leute miteinander gut auskommen bzw. wenn nicht, kann es auch schlecht ausgehen.
Einer meiner Kollegen wurde bei einem "drive-by shooting" getötet. Er war gerade bei der Gartenarbeit.


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17.03.2026 um 14:48
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Obwohl ich selbst noch keine Sozialleistungen für mich beziehen musste, bin ich doch froh darüber, dass die Versorgung in Deutschland anders aussieht.
Das sehe ich auch so. Ich bin heilfroh, dass es in Deutschland ein System an sozialen Leistungen gibt, und ich werde nie verstehen, warum man das freiwillig abschaffen möchte.

Und, nein, ich habe dieses System noch nicht selbst in Anspruch nehmen müssen (von der Krankenversicherung abgesehen). Aber ich würde es niemals jemandem neiden, wenn er/sie es braucht und nutzt.


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17.03.2026 um 15:21
Zitat von martenotmartenot schrieb:Und, nein, ich habe dieses System noch nicht selbst in Anspruch nehmen müssen (von der Krankenversicherung abgesehen). Aber ich würde es niemals jemandem neiden, wenn er/sie es braucht und nutzt.
Konkretisiere das hier auch: Im Erwachsenenalter bislang nichts außer der Krankenversicherung für Vor- und Nachsorgeuntersuchungen genutzt (glücklicherweise (!) keine weiteren OPs, keine Medikamente, kein Physiotherapie oder anderen Therapien mehr nötig gewesen).
Aber neiden? Definitiv nicht. Denke mir vielmehr: Ich bin froh darum, (aktuell, schon länger) für mich selbst sorgen zu können.
Für mich wäre mal Erwerbsminderungsrente angedacht gewesen. Ich brauchte sie nicht. Notfalls hätte es die Option gegeben - anstatt buchstäblich "vor dem Nichts", oder hoffen zu müssen, dass mich eine Einzelperson (Partner, einzelner Freund) oder eine Gruppe (Kirchengemeinde) nett genug findet, mich zu unterstützen.


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17.03.2026 um 15:25
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:(glücklicherweise (!) keine weiteren OPs, keine Medikamente, kein Physiotherapie oder anderen Therapien mehr nötig gewesen).
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: je älter man wird, umso wahrscheinlicher wird es, dass man früher oder später diese Versicherungssysteme doch noch in Anspruch nehmen muss.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie das in den USA mit den älteren Menschen ist, die irgendwann halt doch nicht mehr ohne medizinische Unterstützung auskommen. Als Europäer kann ich mir nur schwer vorstellen, dass man die im Regen stehen lässt, wenn sie nicht das Glück haben, entweder genug Geld oder eine passende Versicherung abgeschlossen zu haben.


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17.03.2026 um 15:44
Zitat von martenotmartenot schrieb:Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: je älter man wird, umso wahrscheinlicher wird es, dass man früher oder später diese Versicherungssysteme doch noch in Anspruch nehmen muss.
Absolut. Und nur weil ich seit dem Erreichen der Volljährigkeit nicht musste: Ich mache mir da keine Hoffnungen, eine Ausnahme zu sein. Vielmehr bin ich bzgl. meiner Grunderkrankung/Behinderung rein rechnerisch schon längst "drüber" und sowieso im orthopädischen Bereich viel anfälliger da ich durch die Grunderkrankung alle möglichen Gelenke überlaste, und ich auch nicht annehme, dass im Teenageralter implantierte Endoprothesen mich funktionsfähig bis ins Seniorenalter begleiten (wie lang das oft nur hält habe ich gute 10 Jahre überschritten - "schau ma mal").
Dann können auch immer Dinge passieren, die davon ganz unabhängig sind, z.B. ein unverschuldeter Unfall.
Letztes Jahr sah es danach aus, dass man bei einer Vorsorgeuntersuchung bei mir Krebs gefunden hätte. War dann doch nichts. Die Untersuchungen wurden alle übernommen. Die Behandung wäre hier in Chile auch übernommen worden (mit einer geringen Zuzahlung). Ich hätte Krankengeld beziehen können.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie das in den USA mit den älteren Menschen ist, die irgendwann halt doch nicht mehr ohne medizinische Unterstützung auskommen. Als Europäer kann ich mir nur schwer vorstellen, dass man die im Regen stehen lässt, wenn sie nicht das Glück haben, entweder genug Geld oder eine passende Versicherung abgeschlossen zu haben.
Was ich gesehen hatte (über Kollegen die Familie in den USA hatten, über eine food bank bei der ich ausgeholfen habe):
- Man schaut, familiär unterzukommen. Läuft oft auf sehr beengte Wohnverhältnisse die keinesfalls den Bedürfnissen von z.B. gehbehinderten Senioren gerecht werden hinaus. Mitunter sind Kinder/Jugendliche wesentlich in die Pflege mit eingespannt.
- Obdachlosigkeit, prekäre Wohnverhältnisse (trailer park).
- Menschen die die Medikamente, die ihnen die Krankenversicherung zugesteht, verkaufen.

Auch bestimmte familiäre Verhältnisse, die man sich als "Zusammenhalt" schönreden könnte, sehe ich kritisch. Exemplarisch:
Als Familie wohnen zusammen: Frau um die 50 - 60 Jahre, ihre Stieftochter mit Baby, ihr Neffe und ihre Nichte (im Kindesalter), ihr geistig behinderter Bruder. (Und die Wohnverhältnisse sind prekär, z.B. schlecht isolierter trailer.)
Wenn jemand damit gut zurecht kommt und das innerhalb der Familie so regeln kann: schön. Wenn man diejenigen besser kennt, fällt aber doch auf: Es gab oft keine andere Lösung. In Deutschland sind Konstellationen wie obige selten, da es andere Möglichkeiten gibt.

Mir sind in den USA auch viele Menschen aufgefallen, bei denen ein gesundheitliches Problem offensichtlich nicht angegangen werden konnte. Z.B.: Menschen die im (noch dazu schweren, sperrigen) Rollstuhl sitzen, aber durchaus für ein paar Schritte gehen können.
Auch in Deuschland kann es Grüne dafür geben (z.B.: Hüft-OP steht bevor, oder Gehfähigkeit ist eingeschränkt aber grundsätzlich vorhanden); in vielen Fällen dürfte aber die Gehfähigkeit wiederhergestellt oder zumindest verbessert werden können, und es stünde ein wendigerer Rollstuhl zur Verfügung, sofern dieser einer längerfristige Versorgung dient. In den USA steckt oft dahinter, eine Hüft-, Knie-OP nicht bezahlen zu können, oder für einen Bruch konnte keine optimale Behandlung bezahlt werden.
Auch derart massive Zahnschäden wie ich sie in den USA häufig sah habe ich in Deutschland selten gesehen, selbiges für Chile. Z.B.: Hausmeister, dem leider mehrere Zähne fehlten, ohne Zahnersatz, und das nicht kurzzeitig, sondern über Jahre.


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17.03.2026 um 15:52
Ja, kann ich mir gut vorstellen, dass das US-System ungünstige Krankheitsverläufe eher begünstigt, weil vorbeugende und lindernde bzw. heilende Maßnahmen aufgrund der hohen Kosten nicht durchgeführt bzw. in Anspruch genommen werden. Während man es bei uns eher noch wieder in den Griff bekommt, lässt man es in den USA zwangsläufig laufen, mit dem Effekt, dass es frühzeitig und nachhaltig schlimmer wird.

Wenn ich es bei mir selbst beobachte: ich hatte ein Problem mit meinem Knie (Arthrose und Knochenentzündung), konnte aber geeignete Untersuchungen und Maßnahmen in die Wege leiten, unter anderem eine längerfristige multidisziplinäre Therapie. Und inzwischen sind meine Kniebeschwerden weitgehend abgeklungen und ich kann wieder fast normal gehen. Hätte ich das alles selbst bezahlen müssen, hätte ich möglicherweise drauf verzichtet und gehofft, dass es von allein wieder besser wird. Und das hätte so und so ausgehen können.


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17.03.2026 um 17:46
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ja, Amerika (das Land) scheint etwas sonderbar - obwohl alles Schxx ist, haben sie mehr BIP pro Kopf, sind wohlhabender, machen mehr Kinder...Millionen von Migranten wollen hin...keine Ahnung, vielleicht sind Amerikaner die besseren Menschen, eigenständiger, schaffen ihr Leben ohne Staat.
Wer hat denn etwas davon gesagt daß alles Sch…. ist? Du drehst einem ja grad das Wort im Mund rum. Nur weil man auch kritische Punkte anmerkt. Soll man sagen alles ist super und so viel besser als irgendwo anders?

Es gibt wie überall Vor- und Nachteile und je nach dem, worauf man Wert legt, paßt es dann für einen oder eben nicht.
Und bezüglich Migranten, ist doch egal wohin die gehen, nach Europa oder in die USA, der Großteil davon verlässt die eigene Heimat, weil es dort für die Leute keine vielversprechende Zukunft gibt und da suchen sie eben etwas besseres.
Aber es gibt ja auch Leute, die aus anderen Gründen auswandern, einfach weil sie was anderes wollen und da kommt es ja auch drauf an, was für einem passt und was einem wichtig ist. Das ist sicher auch ganz unterschiedlich, je nach dem ob man noch jung ist oder schon älter, da hat man halt andere Prioritäten. Und was für ein Typ Mensch man ist ist auch wichtig.

Aber du scheinst ja die USA zu verherrlichen. Lebst du dort? Ist auch ok, wenn dir dort alles gefällt - um so besser!


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17.03.2026 um 17:55
Wer die USA verheerlicht, hat entweder seine naive rosa Brille auf oder ignoriert die ganzen Probleme und Misstände bewusst und Hauptsache nicht selber davon betroffen.


Sage mal so; mit sehr viel Geld lebt es sich schon gut in den USA und hat mehr die Wahl und kann sich dann ja auch entsprechend mehr oder weniger sogar abschotten.

Muss man halt nur noch aufpassen, nicht Opfer von Schusswaffengewalt zu werden und je nach Gegend besteht auch immer das Risiko auf Naturkatastrophen.



Mir sind die USA viel zu wirtschaftsliberal orientiert. Zu sehr auf freien Kapitalismus hin ausgelegt. Und Rassismus ist da nach wie vor auch ein Problem und mittlerweile auch wieder von ganz oben gefördert.




Das macht sie für mich zugleich zu einem Erste-Dritteweltland.


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17.03.2026 um 18:08
Zitat von HyperboreaHyperborea schrieb:Wie ist da so das Feeling als Deutscher?
Stimmen all diese Klischees?
Ist es ein Kulturschock?
Um nochmal konkret auf deine Fragen zurückzukommen:

Das feeling als Deutscher ist gut. Die Leute fragen z.B. oft, woher mein Akzent kommt und viele finden den dann sexy oder sonst wie interessant. Ja, viele Leute haben Verwandte in DE oder jemanden in der Verwandtschaft, der hier wegen Militär war und alle haben meist gute Assoziationen damit.

Kulturschock glaube ich nicht. Es ist nicht so, wie in manch asiatischen oder afrikanischen Ländern. Alles ist halt etwas größer aber das fällt einem schnell nicht mehr so auf, weil ja auch das Land so groß ist.

Klischees…Welche Klischees meinst du da so genau? @Hyperborea

Kuriose Begebenheiten oder Begegnungen gibt es immer wieder. Letzten Sommer z.B. stand ich in einem Fastfood Restaurant in der Schlange, weil viel los war. Wollte für mich und meine Leute was zu essen holen. Kam mit dem Typ hinter mir ins Gespräch. Wir unterhalten uns also so ca.15 Minuten und als ich meine Bestellung aufgebe übernimmt er einfach die Bezahlung, was ich natürlich ablehne, aber er meint, das Gespräch mit mir hat seine Mittagspause so interessant gemacht, da gibt er gerne “eine Runde aus”. 😀
Über interessante oder kuriose Begegnungen könnte ich ein ganzes Buch schreiben 😅


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17.03.2026 um 18:26
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Wer hat denn etwas davon gesagt daß alles Sch…. ist? Du drehst einem ja grad das Wort im Mund rum. Nur weil man auch kritische Punkte anmerkt. Soll man sagen alles ist super und so viel besser als irgendwo anders?
Genau das. Und: Mit ein bisschen Empathie sieht man auch Situationen, die einen nicht selbst betreffen.
Ginge es nur um mich, könnte ich auch sagen: Gut verdient in einem schönen Beruf und viel gespart, tolle Bücher in public libraries ausgeliehen und in used book stores gekauft, schön gereist - alles super! Aber ich hinterfrage eben auch Dinge, z.B. was dahinter steckt wenn auf Aushängen der Ankauf von Insulin angeboten wird, oder warum jemand von z.B. der "aunt" erzogen wird die zudem gar nicht die Tante ist. Oder was arbeitgebermäßig passieren würde im Falle einer Schwangerschaft.


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17.03.2026 um 18:34
Persönliche Erfahrungen mit US‐Amerikanern bei mir auch überwiegend positiv. Je nachdem sehr sogar!


Und auch die Tante der Frau meines Kumpels und vor Jahren von Polen in die USA eingewandert und mittlerweile in San Francisco lebend, ist ne total junggebliebene sympathische Frau und die sich vor allem vor weiter steigenden Miet‐ und Eigentumspreisen sorgt und vor Trump natürlich.




Und es gibt auch aktive Sportbegeisterte (also Freude an Bewegung zu haben) in den USA und viele Menschen auch, die sich zumindest dem Anschein nach auch gesund oder wenigstens ausgewogen regelmäßig ernähren müssen.










Eine der größten Schanden für mich an den USA übrigens immer noch das hier. (Aber Hauptsache vor allem die Erzkonservativen Amis können Frauen Vorschriften machen, was sie mit ihrem Leben und eigenen Körper zu machen haben.)
In keinem anderen Industrieland der Welt ist die Situation für Mütter so hart wie in den USA: kein bundesweiter gesetzlicher Mutterschutz, arbeiten bis kurz vor der Geburt und schnell danach. Leidtragende sind Väter, Mütter und Kinder gleichermaßen
Quelle:
https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/mutterschutz-in-den-usa-100.html&ved=2ahUKEwjKm72TuKeTAxUHRvEDHWYtIysQFnoECBoQAQ&usg=AOvVaw1invt0pjKgVSVybnpSByod


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17.03.2026 um 18:56
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Gut verdient in einem schönen Beruf
Guter Lohn, auch nicht überall selbstverständlich in den USA, ist ja auch nur das eine. Und je nachdem fressen die Lebenshaltungkosten diesen guten Lohn dann ja auch wieder größtenteils auf.



Neben gutem Lohn, wäre mir auch geregelter Kündigungsschutz wichtig.

Genauso wie mir die Sicherheit auf längere (mindestens wie bei uns bis zu 6 Wochen ab Tag 1 an) Lohnfortzahlung im Krankheitsfall wichtig wäre und das im Idealfall bitte auch nicht nur vor vom Wohlwollen jeweiliger Unternehmen abhängig zu machen und dann wenigstens per Vetrag dahingehend was geregelt bekommen zu haben, sondern sollte dahingend der Staat selbst schon mehr vorgeben und Verantwortung übernehmen und Unternehmen verpflichten. Umso besser auch mal hinsichtlich Rechtsansprüchen für einen jeweiligen Fall.


Gerade in den Bundesstaaten, wo so gut wie nichts dahingend gesetzlich geregelt ist (auf Bundesebene ja gar nicht), kann man dann echt nur auf einen wasserdichten Vertrag hoffen oder auf gewerkschaftlichen Schutz im Rücken, was ja wenn auch schon viel Wert wäre. Den hat aber auch längst nicht jeder Arbeitende und Angestellte in den USA.


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17.03.2026 um 19:31
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Guter Lohn, auch nicht überall selbstverständlich in den USA, ist ja auch nur das eine. Und je nachdem fressen die Lebenshaltungkosten diesen guten Lohn dann ja auch wieder größtenteils auf.
Dem stimme ich zu. Was ich im letzten Posting schrieb, ging ja genau in die Richtung: Würde ich allein für uns die Erlebnisse zusammenfassen, also nur was mich wie auch meinen Mann betraf, könnten wir sagen "alles supi-dupi". Die Lebenshaltungskosten fraßen bei uns den Lohn auch nicht auf, sondern es konnte gut etwas weggespart werden. (Warum? Keine Kinder, keine gesundheitlichen Behandlungen in der Zeit (einzige Gesundheitsausgaben, außer Krankenkassenbeitrag, waren jeweils Brillen). Zudem kein Auto (= da in einer Universitätsstadt gelebt, es somit ohne ging, und wir auch nicht dem Statusgedanken verfallen sind dass wir ein Auto haben müssen), ÖPNV-Nutzung für mich kostenlos, sparsame deutsche Gewohnheiten wie Wäsche auf dem Wäscheständer trocknen und selber kochen beibehalten, Möbel/Einrichtung überwiegend gebraucht, allgemein ziemlich wenig Konsum wie z.B. kein Streaming, kein Liefer-Essen, keine teuren Geräte wie Riesen-TV oder teure Kaffeemaschine oder..., und anders als "Amis" auch keine Studienkredite zum Abbezahlen sondern kurzzeitig erhaltenes Bafög meines Mannes noch von meinem Doktorandengehalt abbezahlt. Da wanderte dann jeweils gut die Hälfte des Gehalts (von mir, wie auch von meinem Mann) jeden Monat in die Ersparnisse, ohne dass wir uns "was vom Mund abgespart" hätten. Wir haben viel unternommen, lecker gegessen, zusammen in einer Mietwohnung statt in einer WG gewohnt, hatten Haustiere etc.)

Aber - und das genau war die Intention - : Das sieht nunmal nicht bei jedem so aus.
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Neben gutem Lohn, wäre mir auch geregelter Kündigungsschutz wichtig.
Ebenso.
(Die Arbeitsstellen waren bei uns auch (warum ich das auch als
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Ginge es nur um mich, könnte ich auch sagen
nannte) auch eine gewisse Sondersituation: Als Postdoc an eine "Elite-Uni" mit großzügigem Fellowship in die USA. Da sieht die Welt gleich ganz anders aus... Eine Kündigung kommt da auch nicht so einfach, so eine Stelle war damals sehr sicher sofern man sich nicht selbst etwas zu Schulden kommen ließ.)

Aus solchem Grund auch mein Blick auf "den einfachen Arbeitnehmer" (Menschen wie sie den Großteil meiner Familie, des Umfelds in dem ich aufwuchs, stellen, und für die ich mir definitiv nachwievor nicht "zu fein bin"), Menschen die eher von Arbeitslosigkeit bedroht sind, Menschen deren gesundheitliche Situation schon von vornherein nicht zum Beruf passt (gar nicht so selten, nicht jeder kann es sich aussuchen).
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Den hat aber auch längst nicht jeder Arbeitende und Angestellte in den USA.
Definitiv.


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