Motzfussel schrieb:Das stimmt und kenn ich im kleinen. Menschen denen ich durchaus glaube ihr Tier zu lieben, die aber trotzdem Qualzuchten kaufen, vermehren und ihre Tiere qualvoll sterben lassen, weil sie nicht loslassen können. Für mich wichtig, ob Maus oder Wal, Leid lindern, wo immer ich/ man die Möglichkeit hat.
Das sehe ich ebenso. Und die meisten Tierhalter kennen es wahrscheinlich auch von sich selbst. Mir hat es immer das Herz zerrissen, wenn ich eine meiner Katzen einschläfern lassen musste. Es war eine furchtbare Entscheidung, aber der eigene Egoismus darf einem dabei nicht im Weg stehen. Wie du es auch sagst - anstatt ein Tier weiter leiden zu lassen, weil man nicht loslassen kann, muss diese Entscheidung zwingend im Sinne des Tieres getroffen werden, egal wie sehr es einem selbst weh tut.
Motzfussel schrieb:Darum hätte ich gar nichts machen als falsch empfunden.
Ich kann das nachvollziehen. Natürlich möchte man helfen. Aber helfen heißt evtl auch manchmal nichts zu tun.
Motzfussel schrieb:Hope soll wohl doch nicht am Strand bleiben. Was genau passiert weiß man wohl noch nicht. Ich fände es schön, würde er ins tiefere Meer gebracht. Buckelwale gelten als klug,sozial und freundlich, auch zu artfremden Leben. Von einem Walsturz würde über Jahre und Jahrzehnte ihr eigener Lebensraum profitieren und vielen Lebewesen eine Überlebenshilfe sein. Den Gedanken fände ich tröstlich und "passender" für ein den sanften Riesen, als diese darliegen am Strand.
Ja, ich fände das auch gut. Aber dann sollte es auch bald passieren.
Shiloh schrieb:Wem vertraut man da mehr? Dem, der wiederholt direkt am Tier war oder dem Ferndiagnostiker? Ich wäre immer geneigt, in so einem schwierigen Fall der 1. oder 2. Meinung von Praktikern zu vertrauen als nur der annehmenden Theorie der Wissenschaft. Weil jedes Tier ist anders und jede Situation ist individuell anders zu bewerten.
Das kommt mMn immer darauf an. Ich vertraue einem Wissenschaftler mit Ferndiagnose definitiv mehr als einem "Walflüsterer", der zwar nah am Tier ist, aber Gefühle über Fakten stellt. Auch bleibt die Frage, ob Tierärzte, die bisher nur mit Hamster, Katze & Co gearbeitet haben, wirklich etwas zum Gesundheitszustand eines Wals sagen können.