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Leben auf anderen Planeten?

838 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Leben, Weltall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Leben auf anderen Planeten?

07.04.2016 um 01:30
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Was spräche denn dagegen, dass ein Planet mit gebundener Rotation oder sehr langen Tagen, ähnlich wie die Venus, eine Oberflächentemperatur zwischen Null und Hundert Grad Celsius haben kann?
Eine relativ gleichmäßige Temperatur planetenweit kann ein Planet nur auf vier Weisen erreichen.

1) exogen durch Sonnenenergie, wenn der Planet keine gebundene Rotation besitzt;
2) exogen durch Gezeitenwirkung wie bei manchen Monden der riesigen Gasplaneten, die quasi "durchgeknetet" werden und so Wärme erzeugen;
3) endogen vie die Venus, die sich aus dem Innern selber aufheizt;
4) fern von jeglicher Wärme- und Gravitationsquelle.

Der vierte Punkt heißt eigentlich nur, es ist gleichförmig arschkalt, der dritte Punkt, es ist gleichmäßig arschheiß. Auch der zweite Punkt führt nicht gerade zu den Temperaturen, die Wasser an der Oberfläche flüssig sein lassen. Wir nehmen zwar an, daß mehrere der bekannten Eismonde unter ihrer Oberfläche auch Flüssigwasser besitzen, gar ganze Ozeane, doch handelt es sich da nicht um tropische sonnendurchflutete Gewässer, die genügend Energie für Lebensentstehung oder gar für höheres Leben zur Verfügung stellen. Am Boden dieser Meere erwartet man dann wiederum Eis, sodaß wir für solche Fälle auch keine Schwarzen Raucher als Energielieferanten erwarten sollten. Naja, und der erste Punkt geht eben nur ohne gebundene Rotation.


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Leben auf anderen Planeten?

07.04.2016 um 15:24
@kuno7
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Was spräche denn dagegen, dass ein Planet mit gebundener Rotation oder sehr langen Tagen, ähnlich wie die Venus, eine Oberflächentemperatur zwischen Null und Hundert Grad Celsius haben kann?
Nichts. Wenn die Atmosphäre dicht genug ist (ca. 1,5 bar), bewirken atmosphärische Strömungen einen effizienten Temperaturausgleich, der ein dauerhaftes Ausfrieren auf der Nachtseite sowie ein Verkochen auf der Tagseite verhindert. Wasser wäre dann auf so einem Planeten überall verfügbar.

Quelle: http://www.as.utexas.edu/astronomy/education/spring02/scalo/heath.pdf


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 00:15
@Niederbayern88
Zitat von Niederbayern88Niederbayern88 schrieb:Außerdem: Betrachtet man die unvorstellbare Größe des Universums besteht eine gute Chance, Lebewesen wie wir irgendwann zu entdecken
Wieso? Die Größe des Universums allein ist ja noch keine Garantie für weitere externe Lebensformen. Und selbst wenn es sie doch geben sollte könnte gerade die Größe des Alls ein wesentlicher Faktor sein weswegen wir diese vielleicht niemals entdecken würden oder geschweige denn sie uns.


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 03:16
Zitat von MonasterikerMonasteriker schrieb:Wenn die Atmosphäre dicht genug ist (ca. 1,5 bar), bewirken atmosphärische Strömungen einen effizienten Temperaturausgleich, der ein dauerhaftes Ausfrieren auf der Nachtseite sowie ein Verkochen auf der Tagseite verhindert. Wasser wäre dann auf so einem Planeten überall verfügbar.
Naja, wenigstens schreiben die in dem verlinkten Artikel in der Konklusion, daß es doch spekulativ ist. Besonders toll find ich ja das:
To the conclusions published in Joshi et al. (1997), we add that given a sufficient ocean depth on a SRP, a vigorous global water cycle would be possible (Heath, 1997), even with dark side surface temperatures low enough to freeze the sea surface (~ –2 °C for typical salinity), given Earth-like geothermal fluxes. Bada et al. (1994) argued that on the early Earth subject to significantly lower insolation from the Sun, the oceans would not freeze down to the sea floor, because the flow of heat from within the Earth would have been great enough to prevent this. We point out that the same conclusion pertains for the dark side of a SRP.
Mit anderen Worten. 2007 beruft sich einer auf wen anderes von 1994, der sagt, daß die Meere der frühne Erde nicht gänzlich zufrieren konnten, weil die Erdwärme dies verhindert habe, sie sei zu groß für gänzliches Durchfrieren. Bezeichnenderweise aber wurde im Jahr 2007 ei9ne wichtige Erkenntnis gemacht. Obwohl der Planet Merkur wegen seiner geringen Größe einen erkalteten, starren Planetenkern hätte haben müssen, besitzt er ein Magnetfeld. Die Erklärung war, daß das Magnetfeld nur noch durch die in der Frühzeit magnetisierte Oberfläche erzeugt wurde. 2007 nun aber konnte ein amerikanisch-russisches Team Schwankungen im Magnetfeld des Merkur messen. Das paßt nicht zu einem starren magnetischen Abdruck. Mit anderen Worten, der Planet Merkur muß in seinem Innern noch teils flüssig sein, also über Wärme im Planeteninneren verfügen. Dennoch kühlt der Merkur auf der Nachtseite auf -170°C ab. Mit anderen Worten, die These von einer planetaren Verhinderung eines durch und durch gefrorenen Ozeans ist nicht zu halten.

Ohnehin lassen sich die Bedingungen der frühen Erde mit einem nicht gänzlich durchfrosteten Ozean nicht auf einen SRP (synchron rotierender Planet) übertragen. Denn auch wenn die frühe Sonne eine "Schneeball-Erde" nicht verhindern konnte, so herrschten an der Oberfläche der gefrorenen Meere eben keine -200°C oder so - eben weil die Sonne halbtäglich draufschien. Bei einem Ozean, der auch von außen einen Wärme-Input bekommt, mag das komplette Durchfrosten der Ozeane tatsächlich verhindert worden sein.

Wie ich schon schrieb, auch auf der Erde kann mit Meeresströmung und Luftzirkulation ein Temperaturunterschied zwischen Tropentag und arktischer Nacht von 100grd (eher mehr) nicht ausgeglichen werden. Ein größerer atmosphärischer Druck macht übrigens die auftretenden Winde langsamer, was den temperaturverteilenden Vorteil einer "dickeren Luft" genauso auffrißt, wie er entstand. Wir sehen das gut an der Venus; dort ist der Atmosphärendruck bodennah knapp 100 mal größer, aber die höchsten gemessenen Windgeschwindigkeiten liegen mit 7kmh auch massiv unter den irdischen Höchstgeschwindigkeiten von mehreren hundert kmh.

Dieser reziproke Zusammenhang von Luftdruck und Windgeschwindigkeit ist auch ein Glück für eventuelles Exoleben. Denn die Kraft, mit der ein Wind auf einen Körper einwirkt, ergibt sich nicht nur aus der Windgeschwindigkeit, sondern genauso aus der Atmosphärendichte. Haut uns auf der Erde ein Wind mit Xkmh aus den Schuhen, so tut es ein Wind mit um den Faktor Y größerer Dichte bereits bei X/Ykmh. Auch der Wärmeausgleich bleibt auf diese Weise vergleichbar.


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 06:56
@Libertin
Ob wir jemanden entdecken oder uns jemand entdeckt, weil das Universum so rießig ist, ist egal. Wo Leben vorhanden ist, egal ob mit oder ohne unseren Wissen, ist nunmal Leben vorhanden.

Außerdem gab es schon Indizien dass es "Leben" im Universum gibt, weil man fand versteinerte Aminosäuren in Kometen die auf die Erde kamen. Aminosäuren sind Grundbausteine des Lebens. Daher ist eine Chance vorhanden.

und 2. (nicht ernst nehmen hab den Spruch aus einen Film)
Wenn nur wir im Universum alleine Leben würden, wäre das nicht eine Platzverschwendung?


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 13:13
Zitat von Niederbayern88Niederbayern88 schrieb:Wo Leben vorhanden ist, egal ob mit oder ohne unseren Wissen, ist nunmal Leben vorhanden.
Darum gings nicht mal, sondern nur darum, daß die Größe des Universums kein außerirdisches Leben belegt oder auch nur nahelegt.
Zitat von Niederbayern88Niederbayern88 schrieb:Außerdem gab es schon Indizien dass es "Leben" im Universum gibt, weil man fand versteinerte Aminosäuren in Kometen die auf die Erde kamen. Aminosäuren sind Grundbausteine des Lebens. Daher ist eine Chance vorhanden.
Was besagt denn das jetzt? Ein Hausbau ist möglich, denn wir haben Dachschindeln? Klar ist das toll, daß Aminosäuren im All zur Verfügung stehen. Sie können freilich auch auf Planeten entstehen. Sowas läßt uns hoffen und träumen, besagt aber nicht wirklich was über die Wahrscheinlichkeit von Lebensentstehung. Das täte es nur, wenn wir die Erkenntnis hätten, daß ein Lebensbaustein unmöglich abiogen entstehen kann. Einen Lottoschein abzugeben sagt nichts darüber aus, wie hoch die Gewinnchancen bei dieser Lotterie sind. Einen Lottoschein nicht abzugeben, das hingegen besagt durchaus was. Nämlich Null Gewinnchance.


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 13:19
Zitat von Niederbayern88Niederbayern88 schrieb:Ob wir jemanden entdecken oder uns jemand entdeckt, weil das Universum so rießig ist, ist egal. Wo Leben vorhanden ist, egal ob mit oder ohne unseren Wissen, ist nunmal Leben vorhanden.
Ob sie uns oder wir sie entdecken können ist für ihre Existenz natürlich vollkommen obsolet, ich hatte es nur erwähnt da du ja als erstes die Größe des Alls ins Spiel gebracht hattest.
Zitat von Niederbayern88Niederbayern88 schrieb:Außerdem gab es schon Indizien dass es "Leben" im Universum gibt, weil man fand versteinerte Aminosäuren in Kometen die auf die Erde kamen. Aminosäuren sind Grundbausteine des Lebens. Daher ist eine Chance vorhanden.
Das muss nicht viel heißen. Spannend war diese Entdeckung natürlich allemal aber das allein erhöht noch nicht die Chancen dass wir irgendwann mal außerirdische Organismen da draußen finden werden. Die Wahrscheinlichkeit ist gleich XY hoch wie schon vor der Entdeckung externer lebensfreundlicher Grundbausteine denn auch hier hängt ihre tatsächliche Möglichkeit ihrer Existenz nicht von ab.


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 15:28
@Libertin
Aber eines will ich dir jetzt mal sagen, und zwar ernsthaft. Mach mit deiner Teufelsfrucht nicht immer so einen Lärm ok? :)

@perttivalkonen
Eine Frage. Was verstehst du unter "Leben"? Ist etwa Leben für dich wenn E.T mit seinen leuchtenden Langfinger herumfummelt und sagt "E.T. nach hause telefoniert weil Facebook und Whats app kaputt ist"?

Wie man hier nachlesen kann gibt es im sichtbaren Universum zirka 70 Trilliarden Sterne.

Auch die Drake-Gleichung kann helfen was Leben auf anderen Planeten angeht
Wikipedia: Drake-Gleichung

Ich mag Mathematik nicht sonderlich. Aber willst du etwa sagen, wenn ja dann aber auch mit einer guten Begründung, dass in den Trilliarden von Sternen, wo auch nur ein minimaler prozentualer Anteil existierender Planeten um diese Sterne, Leben nicht gedeien kann, dann bist du einer der klügsten Allmyuser hier^^


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 16:20
Zitat von Niederbayern88Niederbayern88 schrieb:Eine Frage. Was verstehst du unter "Leben"? Ist etwa Leben für dich wenn E.T mit seinen leuchtenden Langfinger herumfummelt und sagt "E.T. nach hause telefoniert weil Facebook und Whats app kaputt ist"?
Was fürn Blödsinn.
Zitat von Niederbayern88Niederbayern88 schrieb:Wie man hier nachlesen kann gibt es im sichtbaren Universum zirka 70 Trilliarden Sterne.
Das sind 7 x 10^22 Sterne. Ich kenn das zwar auch mit nur 1 x 10^22, aber streiten wir uns doch nicht um solchen pillepalle. Nehmwa einfach mal hunderttrilliarden Sterne, 10^23, wir sind ja großzügig.
Zitat von Niederbayern88Niederbayern88 schrieb:Auch die Drake-Gleichung kann helfen was Leben auf anderen Planeten angeht
Kann sie nicht. Denn wir wissen nicht, wie groß die Werte der einzelnen Terme sind. Vor nem Dreivierteljahr hat hier mal einer nen Link reingestellt, da kann man selbst Werte für die einzelnen Terme einstellen, die einem plausibel erscheinen, und dann wird automatisch ausgerechnet, wie viele Zivs pro Galaxie mit Drake zu erwarten wären. Wenn man pro Term ein Spektrum "von ... bis" für plausibel hält, kann man bei dem Rechner erst die optimistischen Werte eintragen, und später kann man dann mit den strengen, den ungünstigen Werten rechnen. Das zeigt einem dann, wie extrem das Rechenergebnis schwanken kann, wenn ein paar Werte anders ausfallen.
https://www.seti-germany.dedrake/gleichung.htm
Leider ist die Seite gerade nicht zu erreichen, aber vielleicht gibt sich das wieder.

Dumm an Drakes Gleichung ist, daß die aufgeführten Terme selbst oft schon ein Konglomerat aus mehreren Einzelbedingungen sind. Wenn wir nur die Lebensentstehung betrachten, nicht auch noch die Frage nach Zivs stellen, wie viele Bedingungen braucht es da wohl?
1) Ein Stern muß Planeten haben.
2) Darunter müssen terrestrische Planeten oder entsprechend große Monde sein.
3) Die müssen sich in der habitablen Zone des Sterns oder des Gasriesen befinden.
4) Wasser brauchts.
5) Der Stern sollte lange genug brennen; zu große Sterne sind ggf. nach 10 Millionen Jahren ausgebrannt.
6) Das Sonnensystem darf nicht zu "staubig" sein; in solchen ist die Zahl der Asteroiden, Kometen usw. z.T. um Größenordnungen höher als bei uns, sodaß Einschläge wie Chicxulub zu häufig sind, um Leben eine Chance zu lassen, sich nach Halbausrottung wieder zu erholen.
7) Ne Atmosphäre muß da sein. Für Stoffwechsel und gegen UV.
8) Ein Magnetfeld muß her, um 7) zu gewährleisten.
9) Auch in unserem "staubarmen" System brauchts noch nahe Gasriesen als "Asteroidenstaubsauger", um Einschläge auf der Erde zu minimieren.
...
Fallen Dir weitere Bedingungen ein? Na jedenfalls gibts noch ein paar bekannte. Und dann all die Bdeingungen, die wir noch überhaupt nicht kennen!

Nun stell Dir mal vor, es gäbe 35 Bedingungen. Rund vier mal so viel, wie ich genannt hab. Einige sind sehr wahrscheinlich, andere sind seltener anzutreffen. Nehmen wir mal als Schnitt 1:5 an, also eine Eintreffenswahrscheinlichkeit von 20%. Also: wenn jeder fünfte Stern Planeten hat und jeder fünfte Stern mit Planeten auch terrestrische Planeten hat, dann brauchst Du 25 Sterne für einen mit nem terrestrischen Planeten. Wenn dann jeder Stern mit terrestrischen Planeten einen solchen in der habitablen Zone besitzt, dann findest Du einen Treffer unter 125 Sternen. Drei Bedingungen á 1:5 Wahrscheinlichkeit ergeben statistisch einen Treffer unter 5³ Fällen. Bei 35 Bedingungen á 1:5 Wahrscheinlichkeit brauchst Du also 5^35 Sterne, um einen zu finden, bei dem alle 35 Bedingungen zusammen vorkommen.

Und was ist nun 5^35? Dezimal sinds 2,91 x 10^24. Fällt Dir was auf? Selbst mit meiner über Deine Rechnung hinaus aufgerundeten Sternenzahl von hundert Trilliarden Sternen bräuchten wir knapp 30 mal so viel Sterne, damit auch nur unter einem einzigen Stern davon Leben zu erwarten ist. Also wir.

Vielleicht sinds ja weniger Lebensbedingungen, und vielleicht ist die durchschnittliche Eintreffenswahrscheinlichkeit auch deutlich günstiger. Dann siehts günstiger aus. Vielleicht jedoch ist es auch andersherum, und es gibt noch mehr Bedingungen zu noch schlechteren Wahrscheinlichkeiten. Wir wissen es schlichtweg nicht ansatzweise. Wir können nur eines sehen: Solange das Universum nicht unendlich groß ist und unendlich viele Sterne hat, so lange ist die Größe des Universums / die schier riesige Zahl der Sterne ohne jeglichen Aussagewert für die Frage nach weiterem Leben.


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 17:01
@perttivalkonen
Ich befürchte du verstehst mich nicht.

Was verstehst du unter "Leben"?
Muss es die gleiche Vorraussetzungen haben wie auf der Erde?

Aber eine kleine direkte Frage hätte ich schon gern kurz und knapp beantwortet von dir:
Glaubst du an Leben auf anderen Planeten und wenn nein wieso nicht.


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 17:25
@perttivalkonen
Hab nicht alles gelesen....
Deshalb eine kurze Frage:

Wie siehst du das mit ausserirdischem Leben?
Sehr wahrscheinlich..
Gering wahrscheinlich...
Überhaupt nicht wahrscheinlich..
Unberechenbar... etc.

NG


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 17:52
@Niederbayern88

Das Mißverstehen scheint mehr Dein Part zu sein. Ich argumentiere hier weder mit meiner noch für meine Auffassung der Häufigkeit von Leben, daher ist das völlig irrelevant, wie ich das sehe.

Selbst die Frage unterschiedlichen Lebensaufbaus ist nachrangig. Leben, wie auch immer beschaffen, benötigt in jedem Fall so etwas wie Stoffwechsel, was sowohl Materiekonzentrationen als auch mindestens ein Fluidum erfordert. Dann benötigt Leben Veränderlichkeit, um nicht bei veränderten Bedingungen gleich wieder auszusterben. Dafür benötigt Leben eine Konstruktionsmöglichkeit incl. Konstruktions"plan" sowie Mechanismen, die selbigen verändern können, freilich moderat. Damit hat Leben schon mal mehrere gemeinsame Bedingungen, unabhängig von seinen womöglich sehr unterschiedlichen Existenzformen. Von denen es aber vielleicht gar nicht so viele gibt. Da bin ich nämlich bekennender Kohlenstoff-Chauvinist. Frei nach dem Motto: wenn Leben auch mit Siliziumverbindungen möglich ist und auf der Erde hundert mal mehr Si-basiertes als C-basiertes Material vorkommt, wieso entstand hier dann kohlenstoffbasiertes Leben?

Dennoch schließe ich ein von dieser unserer Form stark verschiedenes Leben nicht aus. Nur braucht das ebenfalls Bedingungen, und die können vergleichbar zahlreich sein, und die Bedingungen können ebenso wahrscheinlich sein im Schnitt. Je nach dem, wie viele Alternativen es zu C-basiertem Leben gibt, bräuchten wir dann nur fünfzehn mal so viel Sterne oder nur zehn mal so viel oder siebeneinhalbmal so viel für nur einen einzigen Stern mit Leben im System. Und da wir die Bedingungen und Bedingungswahrscheinlichkeiten eh nicht alle kennen, könnte sich das selbst mit hundert verschiedenen Lebensalternativen noch schlechter darstellen als von mir in meiner hypothetischen Rechnung ausgemalt.

Wie gesagt, es könnte auch weit günstiger sein. Wir wissen es schlicht nicht. Und wie ich das nun sehe (oder warum ich das so sehe, wie ichs sehe), ist sowas von egal dafür.

Deswegen auch Dir, @Z.

wie ich das sehe, ist egal für die Argumentationsgänge in der Diskussion. Relevant ist nur Dein Punkt: "unberechenbar". Genau das sage ich, ganz unabhängig davon, für wie bevölkert ich unser Universum nun halte. Ein "Sehr wahrscheinlich",
"Gering wahrscheinlich", "Überhaupt nicht wahrscheinlich" wäre nur ne persönliche Meinung, das "unberechenbar" entspricht hingegen der Faktenlage, unabhängig von verschiedenen persönlichen Standpunkten.


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 17:53
Zitat von Niederbayern88Niederbayern88 schrieb:Aber eines will ich dir jetzt mal sagen, und zwar ernsthaft. Mach mit deiner Teufelsfrucht nicht immer so einen Lärm ok? :)
Mit der Nagi Nagi no mi ist das gar nicht möglich. ;)
Zitat von Niederbayern88Niederbayern88 schrieb:Was verstehst du unter "Leben"?
Muss es die gleiche Vorraussetzungen haben wie auf der Erde?
Tatsächlich können wir, bis auf ein paar normierte Parameter welche wir von von uns aus beziehen, gar nicht eindeutig definieren was Leben eigentlich ist nur macht es andere Lebensformen damit auch nicht automatisch wahrscheinlicher.

Die Drake-Gleichung ist, wie schon gesagt wurde, zwar eine ganz nette Rechenspielerei nur hat sie in Bezug auf tatsächliche Verhältnisse null Aussagekraft weswegen es auch fatal wäre sich an solch spekulative Methoden zu orientieren.

Um es kurz zu machen, ob und wie wahrscheinlich die Existenz anderer Lebensformen ist können wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt einfach nicht sagen und vielleicht werden wir dies auch niemals können.

Vielleicht sind wir auch tatsächlich die einzigen Lebensformen im Universum, vielleicht auch nicht, letztlich lässt sich diese Frage nur im Bereich des persönlichen Glaubens beantworten.


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 17:56
@Libertin
Ich weiß dass du immer sehr leise bist, kenne mich ja gut in One Piece aus und daher war es eher ein Scherz meinerseits. Oder sind Scherze nicht erlaubt?^^ Dann wäre es hier schlimmer als in Impeldown Level 6
:)

Naja. Ich habe meine Meinung gesagt.


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 18:29
@perttivalkonen
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Mit anderen Worten. 2007 beruft sich einer auf wen anderes von 1994
Der Artikel ist von 1998 und nicht von 2007.

Grundsätzlich ist jedes Modell so gut oder so schlecht wie die Parameter, die zugrundegelegt wurden. Das hier vorgestellte Modell liefert zumindest einen Anhaltspunkt dafür, dass moderate Temperaturen auf einem Planeten in gebundener Rotation möglich sind. Deshalb kann man die Frage von @kuno7 grundsätzlich mit "Ja" beantworten.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:... daß es doch spekulativ ist.
Das ist grundsätzlich bei allem gegeben, was mit dem Threadtitel zu tun hat. Muss also notgedrungen so sein ...


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 19:07
Zitat von MonasterikerMonasteriker schrieb:Der Artikel ist von 1998 und nicht von 2007.
Jepp, mein Fehler. Da berief sich also 98 einer auf noch einen anderen von 94, und das ist seit 2007 angesichts der Merkuranalyse obsolet.
Zitat von MonasterikerMonasteriker schrieb:Grundsätzlich ist jedes Modell so gut oder so schlecht wie die Parameter, die zugrundegelegt wurden.
Weswegen ich ja auch die Parameter angehe. Siehe die Windgeschwindigkeiten verschiedener Planeten im Vergleich zu den entsprechenden Atmosphärendrücken. Oder eben die Sache mit dem flüssigwarmen Merkurinnern und deer verdammt kalten Nachtseite.
Zitat von MonasterikerMonasteriker schrieb:Deshalb kann man die Frage von @kuno7 grundsätzlich mit "Ja" beantworten.
Mit falschen, zumindest höchst fraglichen, weil unseren Beobachtungen widersprechenden Parametern? Sicher!
Zitat von MonasterikerMonasteriker schrieb:Das ist grundsätzlich bei allem gegeben, was mit dem Threadtitel zu tun hat. Muss also notgedrungen so sein ...
Erstens teile ich diese Sicht nicht, und zweitens solltest Du, wenn Du das so siehst, Deine Antworten auch entsprechend als spekulativ, höchst unsicher und letztlich nur geraten deklarieren. Dein
Zitat von MonasterikerMonasteriker schrieb:Wenn die Atmosphäre dicht genug ist (ca. 1,5 bar), bewirken atmosphärische Strömungen einen effizienten Temperaturausgleich, der ein dauerhaftes Ausfrieren auf der Nachtseite sowie ein Verkochen auf der Tagseite verhindert.
stank doch arg nach einem Dasistso.


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08.04.2016 um 19:15
@perttivalkonen
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:das "unberechenbar" entspricht hingegen der Faktenlage, unabhängig von verschiedenen persönlichen Standpunkten.
Danke das klärt den nur schwer "schnell zu durschauenden" Diskurs hier, was wie wo...
Ich bin übrigens absolut der gleichen Meinung.

Ich dachte aber das es notwendig war nochmal zu Fragen, weil man teilweise einen falschen Eindruck bekommen könnte, das ein solches Argument..... "automatisch gegen mögliches Leben argumentierte", was aber diesen Falles eben genau nicht zutrift, da so nur eine möglichst neutrale Position erreicht.

Irgendein Mittel ......dich noch irgendwie zu einer privaten Meinungsäusserung bewegen zu können?
Also ich hätte schon gerne gewusst wie du das persönlich einschätzt.
NG


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 19:28
@perttivalkonen

Das was Du kritisiert hattest, entwertet nicht die Aussage der Autoren des Artikels. Dein Merkurbeispiel passt nicht zu einer hypothetischen Erde im Orbit eines Roten Zwergsterns. Im Gegensatz zu Merkur ist die Erde vulkanisch aktiv, heizt also von unten einen Ozeanboden ständig erneut auf, so dass ein Durchfrieren bis zum Grund tatsächlich unwahrscheinlich ist.

Die für das Modell wesentlichen Parameter sind jedoch der Atmosphärendynamik und dem Strahlungseintrag des Sterns entnommen. Und da ergibt sich nun mal für eine Atmosphärendichte von 1,5 bar und einem Strahlungseintrag von 0,8 bezogen auf den Erdwert eine Temperaturverteilung, die auch auf der Nachtseite dauerhaft flüssiges Wasser ermöglicht. Und das entspricht dem, was @kuno7 als Möglichkeit ins Spiel gebracht hatte.


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 19:29
Zitat von Z.Z. schrieb:Irgendein Mittel ......dich noch irgendwie zu einer privaten Meinungsäusserung bewegen zu können?
Also ich hätte schon gerne gewusst wie du das persönlich einschätzt.
Nee, tut mir leid. Ich weiß es schlicht nicht, wie ich das sehe. Da bin ich ganz Agnostiker. Hättst Du mich gefragt, was ich mir Wünsche, das weiß ich. Ja verdammt, wer wünscht es sich denn nicht, fremde Welten zu erkunden, fernes Leben zu finden und Freundschaft mit Aliens zu schließen... Als ich die deutsche Erstausstrahlung von Enterprise sah, wollt ich unbedingt ne Spock-Frisur haben, aber Mami hat mir nur ne olle Pagenfrisur als "beinahe wie" erlaubt.


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Leben auf anderen Planeten?

08.04.2016 um 19:41
Ergänzung:

Merkur hat übrigens auch keine Atmosphäre, so dass die Oberfläche notwendigerweise im Schattenbereich auskühlen muss. Der untermeerische Vulkanismus der Erde ist ja wesentlich auf die Plattentektonik zurückzuführen, und diese wird in Gang gehalten, weil es hinreichend viel Oberflächenwasser gibt.

Also: Wenn genug Wasser vorhanden ist, bleibt eine einmal eingesetzte Plattentektonik in Gang und heizt damit automatisch über Vulkanismus den Ozeanboden auf. Damit wird ein ständiger Wärmefluss aus dem Planeteninneren aufrecht erhalten, der anderweitig zum Erliegen käme - wie es eben beim Merkur offenbar geschehen ist.


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