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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

170 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Aliens, Außerirdisch, Panspermie
Malthael
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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

21.01.2013 um 22:38
@Hoffmann
das sind sehr schöne annahmen ^^
spaß bei seite, ich denke dass ist nur ein weg, wie leben ensteht.
Hoffmann schrieb:Da der Mars - auch infolge der größeren Entfernung zur Sonne, aber insbesondere wegen des Fehlens eines großen Mondes
der mars hat doch einen mond und der war vor 3~4milliarden jahren viel näher am mars.
ich gehe auch davon aus, dass der mars mal 2 monde hatte und einer aus der bahn geworfen wurde.
Pan_narrans schrieb:Und welcher Impact? Der K-T?
wenn du damit den unseren mond meinst, dann ja ^^
und ps. die erde hatte davor auch keinen mond.


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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

21.01.2013 um 22:43
@Malthael
Der Impact war doch bevor es Leben gab oO


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Malthael
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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

21.01.2013 um 22:46
Pan_narrans schrieb:Der Impact war doch bevor es Leben gab oO
dann bestätigst du doch nur meine annahme, dass sich das leben zuerst auf dem mars entwickelt hat und nicht auf der erde. oder?


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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

21.01.2013 um 22:50
@Malthael
Nein, nicht im geringsten.
Wenn ich mich nicht sehr irre, dann geschah das, bevor es größere Mengen flüssigen Wassers auf der Erde oder dem Mars gab.


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Malthael
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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

21.01.2013 um 22:54
@Pan_narrans
ich kanns natürlich nicht beweisen.
aber ich bin mir sicher, dass meine hypothese in zukunft nachgewiesen wird ;)

ich glaube nicht an zufälle und das der mars ausstarb, während die erde zum leben erwachte, ist für mich kein zufall.


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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

21.01.2013 um 22:56
@Malthael
ich glaube nicht a zufälle und das der mars ausstarb, während die erde zu leben erwachte, ist für mich kein zufall.
Wobei es reine Spekulation Deinerseits ist, dass "der Mars ausstarb, während die Erde zum Leben erwachte".


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Malthael
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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

21.01.2013 um 23:00
@Pan_narrans
das ist ja in etwa zur gleichen zeit passiert.
es ist in der toleranz.

wir werden sehen was die zukunft bringt.


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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

21.01.2013 um 23:03
@Malthael
Aber Du hast doch keinen Beleg für Leben auf dem Mars und, wie schon erwähnt wurde, macht die Abwesenheit von Gezeiten, die Entstehung von Leben auch weniger wahrscheinlich, als bei uns. oO


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Malthael
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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

21.01.2013 um 23:12
Pan_narrans schrieb:Aber Du hast doch keinen Beleg für Leben auf dem Mars und, wie schon erwähnt wurde, macht die Abwesenheit von Gezeiten, die Entstehung von Leben auch weniger wahrscheinlich, als bei uns. oO
natürlich habe ich keine belege, ich schlussfolgere aufgrund der informationen die ich erhalte.

wenn du meinst, dass es auf dem mars vor 3~4 kaum gezeiten gab, dann stimmt das wohl.
es sei denn man geht davon aus, dass der mars mal 2 monde hatte oder vllt so eine art zwillingsplanet.

ist nur ein erklärungsmodell aber für mich das wahrscheinlichste.


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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

22.01.2013 um 02:20
@Hoffmann
Hoffmann schrieb:Wenn der Planet oder Mond so weit draußen ist, dass er nicht mehr verdampfen würde, dann wäre er in der Prä-Supernova-Sternentwicklungsphase so kalt gewesen, dass dort kein Leben hätte entstehen können. Ob über Gezeitenreibung ein rhadamantischer Ozean nach Art von Jupitermond Europa zur Wiege des Lebens hätte werden können, ist strittig, zumindest steht die Bestätigung anhand von Datenmaterial aus Proben, die von Europa stammen, noch aus. Insofern ist das Ganze äußerst vage. Ich habe da zumindest einige Zweifel, ob das funktionieren kann. Ganz zu schweigen natürlich von dem außerordentlichen Zufall, dass so ein Brocken hier landet und zufällig ein Fossil beherbergt, das zudem morphologisch mit irdischen Kieselalgen übereinstimmt. Da ist Ockhams Razor recht hilfreich, um die Spreu vom Weizen zu trennen.
Ein (vielleicht sogar annährend terrestrischer...) Mond um einen fernen Riesenplaneten, der vorwiegend durch Gezeitenkräfte erwärmt wird (und der zeitweise durch seinen Riesenplaneten geschützt wäre); oder ein Planet in einem nahen Nachbarsystem, dem die Schockwelle vielleicht nur die äußere Kruste abstreift, könnten möglicherweise derartige Fossilien hinterlassen. Keiner dieser Himmelskörper muß dabei der Erde ähneln; es kommt nur darauf an, das auf ihm irgendwann einmal eine Form von Leben entstanden ist, das Fossilien im Gestein hinterlassen hat, das wie Kieselalgen aussieht. Dazu gäbe es noch die Möglichkeit, das Impaktmaterial von belebten Planeten in einem nahen Nachbarsystem von der Druckwelle mitgenommen wird...

Nun kann man darüber streiten wann auf welchem Himmelskörper Leben entstehen kann, das dazu noch zufällig wie Kieselalgen aussieht, aber das sich äußere Formen ähneln können, ist in der belebten Welt nichts neues. Beispielsweise ähneln sich die Siluetten von einem Delphin, einem Hai und einem bestimmten Fischsaurier auffallend, einfach weil sie von der Evolution als brauchbar selektiert worden sind. Das was wie Kieselalgen aussieht, könnte daher auch eine auf einen Schwefelkreislauf basierende Lebensform sein oder auf einer anderen alternativen Form des Stoffwechsels beruhen...

Wenn es nach Ockhams Rasiermesser geht, dann könnte man anführen, das überall im Kosmos die verschiedenartigsten Lebensformen entstehen und vergehen, auf den unterschiedlichsten Welten; Supernova sind zwar eben nicht gerade häufig, aber es gibt sie. Das bei der realtiven Vielzahl entsprechender Explosionen auch das eine oder andere Fossil übrigbleiben könnte, erscheint mir auch nicht so ungewöhnlich zu sein. Es wäre natürlich ein seltenes Fundstück, ohne Frage, aber wenn es häufig wäre, dann gäbe es ja auch sehr viel mehr derartiger Fossilien in den aufgefundenen Meteoriten...

Unwahrscheinlich wäre es dagegen, wenn es überhaupt keine derartigen Fossilien gäbe...

PS: das sagt natürlich nichts über die Qualität des umstrittenen Fundstücks aus, wegen dem es diese Diskussion gibt...


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Hoffmann
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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

22.01.2013 um 07:09
@wolf359

Alles schön und gut, was Du schreibst, aber alles in allem ist es doch arg konstruiert, meinst Du nicht?


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Hoffmann
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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

22.01.2013 um 07:13
@Malthael
Malthael schrieb:der mars hat doch einen mond und der war vor 3~4milliarden jahren viel näher am mars.
ich gehe auch davon aus, dass der mars mal 2 monde hatte und einer aus der bahn geworfen wurde.
Der Mars hat zwei Monde, die näher an ihm dran sind als unser Erdmond. Dennoch gibt es auf dem Mars keine Gezeiten, weil die beiden Monde (sie heißen übrigens Deimos und Phobos) zu wenig Masse besitzen.
Malthael schrieb:ich glaube nicht an zufälle und das der mars ausstarb, während die erde zum leben erwachte, ist für mich kein zufall.
Welche Belege gibt es für Deine Behauptung?


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Hoffmann
ehemaliges Mitglied

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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

22.01.2013 um 16:46
@wolf359

Na ja, einen habe ich doch noch ...
wolf359 schrieb:Wenn es nach Ockhams Rasiermesser geht, dann könnte man anführen, das überall im Kosmos die verschiedenartigsten Lebensformen entstehen und vergehen, auf den unterschiedlichsten Welten; ...
Leider fehlen dazu bislang jegliche Belege, so dass man leider immer noch anführen muss, dass dies möglicherweise so sein kann, möglicherweise aber eben auch nicht. Von daher ist die Schlussfolgerung:
wolf359 schrieb:Unwahrscheinlich wäre es dagegen, wenn es überhaupt keine derartigen Fossilien gäbe...
hinsichtlich ihres Wahrscheinlichkeitswertes derzeit noch nicht bestimmbar. Aus Gründen, die ich bereits angeführt hatte, ist es ein äußerst unwahrscheinliches - wenn auch nicht von vornherein ausschließbares - Szenario, dass über Supernovae Meteoriten mit Fossilien zu uns gelangen. Von daher wäre es im Gegenteil äußerst unwahrscheinlich, wenn es überhaupt derartige Fossilien gäbe, statt dass es sie nicht gäbe - auch wenn Leben im Universum häufig verbreitet sein sollte, was jedoch bislang unbelegt ist.


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Kaito
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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

23.01.2013 um 00:49
Es gibt vielleicht auch auf JEDEM Planeten Leben nur vielleicht können wir es mit unserer Technik nicht sehen. Wer weiß, vielleicht gibt es ja Leben das bei 5000 grad lebt und sich von Steinen ernährt ;)

Man sieht nur das, was man sehen kann.


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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

23.01.2013 um 02:14
Ich störe eure Diskussion nur ungern, aber ich habe was zum "spektakulären" Meteoriten gefunden.

Wie es aussieht, waren die Proben kontaminiert ...
Der entscheidende Absatz wird zitiert (ich bin mies im übersetzen):
aus http://freethoughtblogs.com/pharyngula/2013/01/18/chandra-wickramasinghe-repliesand-fails-hard/
After the public scouring of Wickramasinghe’s claims that he’d found diatoms in a meteorite, the godawful HuffPo has, of course, given him a free and credulous article in which to defend himself. The amazing thing is that even in a puff piece that doesn’t challenge him at all, he shoots himself in the foot.

Plait claims that the diatoms Wickramasinghe found, "a type of algae, microscopic plant life," are simply a freshwater species found on Earth. Wickramasinghe doesn’t deny that the meteorite sample his team studied contains freshwater diatoms.

"But — there are also at least half a dozen species that diatom experts have not been able to identify," Wickramasinghe said.

Boom, we’re done. That is an open admission that his sample is contaminated. It doesn’t matter that some portion of his sample is unidentifiable — and most likely, it’s the stuff he calls ‘filaments’ and ‘red rain cells’ that aren’t even biological … he cannot claim that the only possible source of that material is outer space.
Wickramasinghe erhielt Gelegenheit sich in der Huffington Post gegen Plaits Kritik zu verteidigen und Wickramasinghe verneinte nicht, dass die Probe auch Süßwasserditaomeen enthalten habe. Er sagte, dass es mindestens ein halbes Dutzend Spezies (in der Probe?) gäbe, die von Experten nicht identifiziert werden könnten.
Damit hat er indirekt eingestanden, meines Erachtens, nach Phil Plait auch, dass die Probe verunreinigt war. Er kann also nicht garantieren, dass die Zellen von außerhalb der Erde kommen.
Schade.


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Hoffmann
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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

23.01.2013 um 12:21
@Resi_n

Damit hat sich das Thema wohl nun erledigt.


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emanon
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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

23.01.2013 um 12:30
Resi_n schrieb:...he shoots himself in the foot.
Interessant. Ich wusste gar nicht, das es diese Redewendung im Englischen gibt.
Allmy bildet.


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Hoffmann
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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

23.01.2013 um 12:39
@Kaito

Wenn man schon spekuliert, dann bitte mit einschlägigen Vorkenntnissen. Bei 5000 Grad gibt es nirgendwo Steine, die als Nahrungsgrundlage geeignet sein könnten. Überhaupt: Steine - ich vermute, Du meinst Silikatgestein - haben nichts Nahrhaftes in sich, was biochemisch (auf welcher chemischen Grundlage auch immer!) irgendwie erschlossen werden könnte. Die Verbindung zwischen Silizium und Sauerstoff ist sehr stabil. Der Energieaufwand, diese Bindung zu lösen, muss durch andere Quellen gedeckt werden, die anzapfbar sind. Hast Du dazu irgendwelche sachdienlichen Hinweise, die als seriöse Gesprächsgrundlage geeignet sein könnten?
Kaito schrieb:Es gibt vielleicht auch auf JEDEM Planeten Leben nur vielleicht können wir es mit unserer Technik nicht sehen.
Dieses Standard-"Argument" kommt immer wieder - und mit stetiger Regelmäßigkeit immer wieder von Leuten, die sich in der Materie nicht auskennen. Leben hat einige Eigenschaften, die es erkennbar werden lassen, auch wenn es auf einem anderen Chemismus beruht. Zentrale Eigenschaft ist die Fähigkeit zur Entropietrennung, also lokal Ordnung zu schaffen und aufrecht zu erhalten, in einer ungeordneten Umgebung. Diese Eigenschaft führt z.B. zu einer Atmosphäre, die Methan und Sauerstoff gemeinsam aufweist - wie es bei der Erdatmosphäre der Fall ist. Mit Hilfe unserer Technik können wir "sehen", dass ein chemisches Nichtgleichgewicht vorliegt - und damit auf das Vorhandensein von Leben schließen. Genau das wird gerade auf dem Mars probiert, und wenn die Beobachtungstechnik weiter fortgeschritten ist, können wir Atmosphären von Exoplaneten direkt untersuchen und auf Biomarker testen. Nach allem was wir wissen - und das ist nicht unbegründet - gibt es nicht auf jedem Planeten Leben. Im Sonnensystem gibt es bis jetzt nur auf der Erde Leben. Ob es irgendwann mal auf der Venus oder auf dem Mars Leben gab, ist noch nicht belegt, aber zumindest zweifelhaft.


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Malthael
ehemaliges Mitglied

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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

23.01.2013 um 13:18
Hoffmann schrieb:Leben hat einige Eigenschaften, die es erkennbar werden lassen, auch wenn es auf einem anderen Chemismus beruht.
Hoffmann schrieb: und wenn die Beobachtungstechnik weiter fortgeschritten ist, können wir Atmosphären von Exoplaneten direkt untersuchen und auf Biomarker testen.
Weitere Reaktionen

Methan geht außer mit Sauerstoff noch vielfältige weitere Reaktionen ein. Viele davon sind sehr wichtig für die chemische Industrie, da die Entstehungsprodukte von großer technischer Bedeutung sind.
Methan reagiert mit Schwefel bei 700 °C und unter Aluminiumoxidkatalysator zu Kohlenstoffdisulfid und Schwefelwasserstoff.

Methan reagiert mit Ammoniak und Sauerstoff an einem Platinkatalysator zu Blausäure und Wasser.

Methan reagiert photochemisch (lichtinduziert) mit Halogenen zu Methylhalogeniden und Halogenwasserstoffen, hier zum Beispiel mit Chlor.

Methan reagiert bei 1400 °C und Wasserdampf zu Ethin und Wasserstoff

Methan reagiert bei 800 °C am Nickelkontakt mit Wasser zu Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff.

ich finde Titan von Saturn sehr vielversprechend.
wie siehts da mit der zusammensetzung der atmosphäre aus?
vergesst es ich guck selbst ^^


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Malthael
ehemaliges Mitglied

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Außeridrisches Leben in Meteoriten entdeckt

23.01.2013 um 13:22
Ursprung und Materienachschub

Die Stickstoffatmosphäre ist aus Ammoniak (NH3) entstanden, das aus dem Mond ausgaste und durch energiereiche UV-Anteile der Sonnenstrahlung unterhalb 260 nm (entsprechend der Bindungsenergie von 460 kJ/mol) in Stickstoff- und Wasserstoffatome aufgespalten wurde, die sich sofort zu Stickstoffmolekülen (N2) und Wasserstoffmolekülen (H2) verbanden.
Der schwere Stickstoff sank unter das leichtere Ammoniak, der extrem leichte Wasserstoff entwich in den Weltraum; er kann sich auf Titan wegen der geringen Anziehungskraft nicht ansammeln.

Nach einer neuen Theorie entstand die Atmosphäre, als Einschläge des Großen Bombardements die Oberfläche aus Ammoniakeis zertrümmerten und daraus Stickstoff freisetzten. Darauf deutet die geringe innere Differenzierung von Titan und die Isotopenzusammensetzung des Argons in der Atmosphäre hin.

Die Huygens-Sonde hat zudem Mengenverhältnisse der Isotope von N und C gemessen. Das Isotopenverhältnis von 14N zu 15N legt nahe, dass ursprünglich die fünffache Menge an Stickstoff vorhanden war und das etwas leichtere 14N überwiegend in das Weltall diffundierte. Das Mengenverhältnis von 12C zu 13C lässt darauf schließen, dass Methan in der Gashülle kontinuierlich neu gebildet wird.
Die Titanatmosphäre besteht aus vielen übereinanderliegenden Dunstschichten, die sich Hunderte von Kilometern hoch erstrecken. UV-Aufnahme von der Nachtseite aus (Cassini, 2004). Um nahezu natürliche Farben zu erreichen, wurde die Aufnahme nachkoloriert.
Schichtenaufbau

Chemie der Atmosphäre

Die einzigen Körper im Sonnensystem, deren Atmosphäre hauptsächlich aus Stickstoff besteht, sind Erde und Titan. Bei diesem sind es 98,4 % Stickstoff und etwa 1,6 % Argon sowie Methan, das in der oberen Atmosphäre aufgrund seiner geringen Dichte (57 % von Stickstoff) vorherrscht. Außerdem finden sich Spuren von mindestens einem Dutzend anderer organischer Verbindungen, unter anderem Ethan, Propan, Ethin und Cyanwasserstoff. Helium, Kohlenstoffdioxid und Wasser wurden ebenfalls gefunden, jedoch praktisch kein freier Sauerstoff.

Da Titan kein nennenswertes Magnetfeld besitzt, ist seine Atmosphäre besonders an ihrem äußeren Rand direkt dem Sonnenwind ausgesetzt. Außerdem unterliegt sie der Einwirkung der kosmischen Strahlung sowie der Sonneneinstrahlung, wovon chemisch der bereits erwähnte UV-Anteil von Bedeutung ist. Von solchen energiereichen Materieteilchen oder Photonen getroffene Stickstoff- und Methanmoleküle werden in Ionen oder sehr reaktive Radikale aufgespalten.
Diese Bruchstücke gehen mit anderen Molekülen neue Bindungen ein, wobei sie einerseits komplexe organische Stickstoffverbindungen und andererseits die oben genannten Kohlenstoffverbindungen sowie Aromaten (z. B. Benzol) bilden. Auf diese Weise entstehen in der oberen Titanatmosphäre auch Polyine, die Dreifachbindungen enthalten.

quelle:wikipedia


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