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Der ultimative Star Trek Thread!

4.169 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Star Trek, Enterprise, Voyager ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der ultimative Star Trek Thread!

08.02.2020 um 19:42
Zitat von NegevNegev schrieb:Was ich mich aber fragte, wo blieb die berühmte Sternenflottenmedizien? Wobei man auch Hilfe annehmen können muss... vielleicht fallen auch in Zukunft einige Menschen durch das Raster...
Die moderne Medizin des 24. Jahrhunderts macht sicherlich solche Drogen- oder Alk-Geschichten sehr effektiv kaputt. Außer man denkt sich irgendeinen Unsinn aus, warum Raffi 14 Jahre lang zu faul war mal die Apotheke aufzusuchen. Sicherlich wäre es schön, wenn man Suchtverhalten thematisiert. Aber dann bitte im "In-Universe-Rahmen", d.h. man muss schon die medizinische Versorgung bedenken. Und diese Versorgung ist nun mal superklasse. Es gibt auch keinen Grund warum Raffi irgendwie durchs Raster fallen sollte.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Ich finde das sympathisch
Und ich finde es schwachsinnig. Im Tatort stirbt doch auch keiner an Wundbrand. Da könnte man ja auch argumentieren, das Wundbrand vor 450 Jahren so dolle schlimm war und man das *jetzt* thematisieren muss.


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Der ultimative Star Trek Thread!

08.02.2020 um 20:18
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Und diese Versorgung ist nun mal superklasse. Es gibt auch keinen Grund warum Raffi irgendwie durchs Raster fallen sollte.
Das kann man doch gar so pauschal beurteilen. Was weißt du darüber, wie Süchte funktionieren, wie die medizinische Versorgung diesbezüglich tatsächlich sein könnte, wie bestimmte Ursachen in dem Zusammenhang bestimmte Wirkungen zur Folge haben? usw.

Es gibt so viele Gründe, wie es Möglichkeiten einer ernsteren Störung der Psyche gibt, und keine einzige kannst du von dem jetzigen Stand des Wissens nachvollziehen.
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Und ich finde es schwachsinnig. Im Tatort stirbt doch auch keiner an Wundbrand. Da könnte man ja auch argumentieren, das Wundbrand vor 450 Jahren so dolle schlimm war und man das *jetzt* thematisieren muss.
Was Wundbrand? Hast du überhaupt gelesen, was ich geschrieben hab?

Es ging erstmal um Helden die Fehlerhaft sein dürfen, und mir damit sympathischer sind, weil ich sie für authentischer halte.

Dass es in einpaar Jahrhunderten eine andere Kultur geben könnte, die eher eine distinguiertere Gesellschaft pflegt, heißt zum einen noch lange nicht, dass es nicht auch andere Protagonisten geben könnte -Gründe mal außen vor gelassen- und zum anderen heißt es schon gleich gar nicht, dass sie damit ein schlechtes Vorbild sind, ST zerstören oder sonst was in der Art. Kann ich halt nicht nachvollziehen, wo das alles so unpassend sein solle.

Schwachsinn wäre eher sich nicht in alter ST Tradition mit dem Weltgeschehen auseinander zu setzen. Sucht, psychische Instabilität, Verfall von Werten, etc. pp., also alles was mehr oder minder dort gerade Thema ist, ist global in aller Munde, und muss aufgegriffen werden. Das sind Zeitlose Geschichten, die schon seit Jahrtausenden Dauerbrenner sind, und warum nicht auch in der Zukunft? In der zwar die Medizin sehr fortschrittlich sein mag, aber auch die Probleme offenbar nicht gerade weniger geworden sind. Alles ist hier möglich, solange es mehr oder minder konsistent bleibt.


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Der ultimative Star Trek Thread!

08.02.2020 um 21:41
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Es ging erstmal um Helden die Fehlerhaft sein dürfen, und mir damit sympathischer sind, weil ich sie für authentischer halte.
Mit dieser Einstellung bist du ganz sicher nicht allein, und bei anderen Serien wäre ich auch bereit diese zu teilen, jedoch nicht bei Star Trek. Das Konzept von Star Trek ist einzigartig, nicht zuletzt weil es Gene Roddenberry gelang, seine Ideale und Visionen auch gegen massiven Widerstand durchzusetzen.

Der Krieg war gerade einmal 20 Jahre vorbei, und man steckte bereits mitten im Kalten Krieg, hinzu kam die Kubakrise, die Rassenunruhen, etc. ... die Menschen hatten die Schnauze gestrichen voll, sie sehnten sich nach Frieden, Stabilität, Sicherheit, aber auch nach konstruktiver Stärke, die fest an ethische Werte gebunden ist.

Ich halte es für einen absoluten Glücksfall, dass es dem überzeugten Humanist Roddenberry gelang, sein ungewöhnliches Konzept, welches dem damaligen Zeitgeist in keiner Weise entsprach, zu einem unvergleichlichen Erfolg zu verhelfen. Das folgende Zitat von ihm sagt viel über ihn aus, und auch darüber, worauf der große Erfolg der Serie begründet ist:
In meinem ganzen Leben hatte ich viele emotionale Probleme, daher dachte ich, es würde Spaß machen, eine Figur zu schaffen, die dieses Problem nicht hat.
— Gene Roddenberry
Referenz: https://beruhmte-zitate.de/autoren/gene-roddenberry/

GeneRoddenberry2

Ich vermag nicht zu beurteilen, was genau Gene Roddenberry zur aktuellen Entwicklung in Star Trek sagen würde, ich denke aber, er wäre nicht begeistert. Die Sternenflotte versinkt in einem Sumpf von Korruption und Verbrechen, die meisten Protagonisten sind ihren Lastern erlegen, ihnen fehlt jegliche moralische Orientierung, so das sie ziel- und planlos durch ihr Dasein stolpern. Nicht jede Form von Authentizität ist es wert, gesehen zu werden, die von JLP hingegen schon...

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08.02.2020 um 22:05
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Das kann man doch gar so pauschal beurteilen. Was weißt du darüber, wie Süchte funktionieren, wie die medizinische Versorgung diesbezüglich tatsächlich sein könnte, wie bestimmte Ursachen in dem Zusammenhang bestimmte Wirkungen zur Folge haben? usw.

Es gibt so viele Gründe, wie es Möglichkeiten einer ernsteren Störung der Psyche gibt, und keine einzige kannst du von dem jetzigen Stand des Wissens nachvollziehen.
Im Star Trek Universum, besonders auf der Erde, gehören solche Probleme nun mal der Vergangenheit an. Alkoholismus und Drogensucht auf der ST-Erde zu zeigen ist einfach nur antiquiert. Das ST-Universum ist nun mal sehr genau ausgearbeitet. Wenn die Autoren schon der Meinung sind das Raffi an der Flasche hängen muss, na dann müssen sie sich eben mal ein bisschen Mühe geben das zu erklären. Und sie sollten Raffi dann nicht in Reichweite der besten medizinischen Einrichtungen der Galaxie wohnen lassen.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Es ging erstmal um Helden die Fehlerhaft sein dürfen, und mir damit sympathischer sind, weil ich sie für authentischer halte.
Grundsätzlich stimme ich dir da zu. Aber es muss auch in den Rahmen passen. Die Medizin in Star Trek ist nun mal sehr hoch entwickelt und allgemein zugänglich. Zumindest auf der Erde. Heilung ist also schnell und unkompliziert möglich. Sie kostet nicht mal Geld.

Sicher könnte man jetzt anfangen irgendwelche Erklärungen zu konstruieren, warum Raffi es 14 Jahre lang vermied geheilt zu werden. Dito beim Piloten, der wahrscheinlich Raucher ist und eine Kriegsneurose hat.

Es ist durchaus löblich das ST auch schwierige Themen wie Sucht anpacken will. Aber über dieses grundsätzlich noble Anliegen darf man nicht den Serien-Hintergrund vergessen.


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09.02.2020 um 06:22
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:besonders auf der Erde, gehören solche Probleme nun mal der Vergangenheit an
was hat man denn schon von der Zivilbevölkerung gesehen?
ein paar kleine Krümmel ...
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Medizin in Star Trek ist nun mal sehr hoch entwickelt
und die löst zB Liebeskummer?
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Das ST-Universum ist nun mal sehr genau ausgearbeitet
hm ....
Cadet-Captain Tim Watters also took narcotics over the course of his self-imposed mission during the Dominion War in order to deal with the pressure and stress of his duties
https://memory-alpha.fandom.com/wiki/Narcotic


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09.02.2020 um 07:14
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Ich vermag nicht zu beurteilen, was genau Gene Roddenberry zur aktuellen Entwicklung in Star Trek sagen würde, ich denke aber, er wäre nicht begeistert. Die Sternenflotte versinkt in einem Sumpf von Korruption und Verbrechen, die meisten Protagonisten sind ihren Lastern erlegen, ihnen fehlt jegliche moralische Orientierung, so das sie ziel- und planlos durch ihr Dasein stolpern. Nicht jede Form von Authentizität ist es wert, gesehen zu werden, die von JLP hingegen schon...
Ok, Roddenberry hat einen humanistischen Traum verfilmt, und hatte damit relativ viel Erfolg. Auch erst, nachdem sich die Leute etwas an diese Utopie gewöhnten, und auch bei weitem nicht so einen großen Erfolg, wie es manche Trekkies vllt gerne hätten. Hier spreche ich gar nicht mal von wirtschaftlichen Dingen, sondern von der Akzeptanz in der breiten Bevölkerung. In der nämlich wird das ST Universum immer noch etwas belächelt, und ich denke es ist ziemlich klar, warum das so ist.

Der Traum wirkt gelegentlich etwas zu steril und zu weit vom eigentlich Menschlichen entfernt.
Das mag zwar in das Konzept eines weit entwickelten Übermenschen passen, aber es ist schon arg abstrakt, und nicht für jeden Zuschauer leicht zu fassen.
Gerade in TNG, was ich persönlich auch nicht für die beste Teil-Serie halte, sondern DS9.

Zumindest war sie in den ersten Staffeln etwas sehr steif und wirkte damit auch stellenweise sehr bemüht, unnatürlich irgendwie, was die Nahbarkeit für die Protagonisten etwas erschwerte. Ich glaube so aber der dritten Staffel wurde es etwas aufgepeppt, wobei hier auch auffällig mehr Schwächen der Hauptfiguren zum Vorschein kamen, und sie damit einfach lebendiger machten. Selbst Data wurde im Laufe seiner Entwicklung irgendwie zum echten Menschen, was schon philosophisch sehr bemerkenswert ist, denn es ist genau das Gegenteil von dem, was die Entwickler einer KI versuchen. Nämlich eine Art Supermaschine zu konstruieren.

Nun, die Evolution macht auch vor dem ST Universum nicht Halt. Seit TNG ist innerhalb der Galaxis viel passiert, die politische Lage hat sich offenbar drastisch verändert. Die alten Werte sind allem Anschein nach nur schwer zu halten, die Dinge laufen aus dem Ruder. Hier steigt die Anschlußserie Picard ein, und versucht einfach eine Geschichte drum rum zu spinnen. Was daran soll denn falsch sein?

Das ist doch auch genau das momentane globale Thema, und es wäre einfach fatal meiner Ansicht nach, wenn das nicht auch in der Art von der Film- und Fernseh-Kultur aufgegriffen würde. Das wäre sicher nicht gegen den Geist von Roddenberry, denn genau darum ging es doch auch immer traditionell im ST Universum. Große Probleme der Menschheit zu durchleuchten, zT. Aufklärungsarbeit zu leisten, zum Teil Bewusstheit für manch ein Phänomen zu schaffen, und letztlich dabei auch so gut zu unterhalten, dass der Zuschauer Spaß dran hat.

Bis jetzt sind für mich all diese Kriterien erfüllt.


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09.02.2020 um 07:34
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Im Star Trek Universum, besonders auf der Erde, gehören solche Probleme nun mal der Vergangenheit an. Alkoholismus und Drogensucht auf der ST-Erde zu zeigen ist einfach nur antiquiert. Das ST-Universum ist nun mal sehr genau ausgearbeitet. Wenn die Autoren schon der Meinung sind das Raffi an der Flasche hängen muss, na dann müssen sie sich eben mal ein bisschen Mühe geben das zu erklären. Und sie sollten Raffi dann nicht in Reichweite der besten medizinischen Einrichtungen der Galaxie wohnen lassen.
Das ist mir zu linear gedacht. Wie ich in meinem letzten Beitrag geschrieben hatte, geht es um eine größere evolutionäre Entwicklung im ST Universum, so wie ich Picard bis jetzt verstehe, und da müssen die alten Regeln auch nicht mehr gelten. Das kann man von einer traditionalistischen Position aus durchaus kritisieren, aber man muss nicht.

Die TNG hat fast 180 Folgen lang folgendes ausgebreitet und abgefrühstückt: "was wäre wenn wir diese Probleme schon gelöst hätten"
Picard hat jetzt hingegen das Thema: "was ist, wenn wir nach all unseren Erfahrungen wieder mit irgendwelchen antiquierten Problemen, die längst überwunden geglaubt wurden, konfrontiert werden". Hier geht es auch um einen Teilverfall der Förderation, und darum, wie die Menschen damit klar kommen. Das zumindest denke ich in den ersten Folgen erkennen zu können.
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Grundsätzlich stimme ich dir da zu. Aber es muss auch in den Rahmen passen. Die Medizin in Star Trek ist nun mal sehr hoch entwickelt und allgemein zugänglich. Zumindest auf der Erde. Heilung ist also schnell und unkompliziert möglich. Sie kostet nicht mal Geld.
Das ist eben nicht wirklich klar, ob das alles so einfach ist. Zum einen weiß man gar nicht, was die Ursache hier ist, damit ist auch nicht klar, welche Heilverfahren gefragt wären, und wie einfach sie tatsächlich zu leisten sind.
Zum anderen weiß man auch nicht, wie sich die politische Lage geändert hat, und welche Rolle die Figur darin spielt. Es scheint zumindest sehr kompliziert zu sein.
Sicher könnte man jetzt anfangen irgendwelche Erklärungen zu konstruieren, warum Raffi es 14 Jahre lang vermied geheilt zu werden. Dito beim Piloten, der wahrscheinlich Raucher ist und eine Kriegsneurose hat.
Könnte man manchen, aber wozu? Die Rahmenbedingungen ändern sich, damit auch alle Voraussetzungen.. damit eröffnen sich eben auch viele neue Möglichkeiten die TNG evtl so noch nicht hatte. Ich halte das durchaus für konsistent.
Es ist durchaus löblich das ST auch schwierige Themen wie Sucht anpacken will. Aber über dieses grundsätzlich noble Anliegen darf man nicht den Serien-Hintergrund vergessen.
Ja, der Hintergrund ist da schon flexibel genug, meine ich.. zumindest erkenne ich bis jetzt keine wirklich zwingenden Argumente dagegen.


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09.02.2020 um 10:51
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Heilverfahren
Eine körperliche Abhängigkeit wird man sicher heilen können.
Aber die Gründe, warum man Drogen nimmt, werden nicht verschwinden.


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09.02.2020 um 11:20
Zitat von KybelaKybela schrieb:Aber die Gründe, warum man Drogen nimmt, werden nicht verschwinden.
Es existieren keine Gründe Drogen zu nehmen, abgesehen von Schmerztherapien. Es gibt nur unzählige Gründe keine Drogen zu nehmen.


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09.02.2020 um 12:08
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:. Es gibt nur unzählige Gründe keine Drogen zu nehmen.
es gibt auch keine Gründe für Suizid, Betrug und Mord.
aber vermutlich gibt es das alles auch nicht mehr.


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09.02.2020 um 12:18
Zitat von KybelaKybela schrieb:aber vermutlich gibt es das alles auch nicht mehr.
Doch, das gibt es leider alles, hat auch niemand geleugnet. Man darf aber nicht so tun, als gäbe es Gründe, die dies rechtfertigen würde, denn die gibt es nicht.

Nahezu jeder Mensch hat Probleme in seinem Leben, seien es berufliche, gesundheitliche, zwischenmenschliche oder auch nur eine allgemeine Unzufriedenheit. Es wird jedoch kein einziges dieser Probleme damit gelöst, indem man anfängt Drogen zu konsumieren, man hat hinterher nur ein massives Problem mehr am Hals.

Ich will da auch gar nicht weiter drauf eingehen, mir ist dieses Thema eh zuwider, aber wenn ich irgendwo höre oder lese, dass es Gründe für einen Drogeneinstieg gibt, dann wächst mir die Lynchdrüse.


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09.02.2020 um 19:04
Zitat von KybelaKybela schrieb:was hat man denn schon von der Zivilbevölkerung gesehen?
ein paar kleine Krümmel ...
Na ja, die werden ja kaum im Elend leben. Die meisten Alkoholiker der realen Welt haben entweder keinen Zugang zu bezahlbaren Therapien und/oder diese würde sehr lange dauern. Diese Hindernisse gibt es in Star Trek nicht. Zumindest nicht auf der Erde.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Das ist mir zu linear gedacht. Wie ich in meinem letzten Beitrag geschrieben hatte, geht es um eine größere evolutionäre Entwicklung im ST Universum, so wie ich Picard bis jetzt verstehe, und da müssen die alten Regeln auch nicht mehr gelten. Das kann man von einer traditionalistischen Position aus durchaus kritisieren, aber man muss nicht.
Der Bevölkerung wird sicher nicht der Zugang zu medizinischen Einrichtungen verwehrt. Geld gibt es scheinbar immer noch nicht. Zumindest musste Picard noch nirgendwo irgendwas bezahlen. Die Medizin ist höher entwickelt als heute, während Reisen sehr einfach sind. Man beamt halt einfach hin. Die allermeisten heutigen Hindernisse medizinische Einrichtungen und Therapien in Anspruch zu nehmen fallen also weg.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Das ist eben nicht wirklich klar, ob das alles so einfach ist. Zum einen weiß man gar nicht, was die Ursache hier ist, damit ist auch nicht klar, welche Heilverfahren gefragt wären, und wie einfach sie tatsächlich zu leisten sind.
Genetische Faktoren fallen ja wahrscheinlich weg, denn Raffi war 14 Jahre vorher ja nüchtern. Bleiben also soziale und/oder psychologische Faktoren übrig. Beides ist sogar heute recht gut therapierbar. Und auch den Alkoholentzug bekommen wir schon heute, unter mediz. Aufsicht, sehr gut hin. ST spielt rund 400 Jahre in der Zukunft. Da sollte Alkoholentzug und Therapie dann noch deutlich schneller gehen und effektiver funktionieren.

Wie man es dreht und wendet, Raffi müsste sich schon proaktiv 14 Jahre lang jeglicher Behandlung widersetzen. Und das ist dann auch reichlich unwahrscheinlich. Immerhin kann man nicht 14 Jahre an der Flasche hängen ohne Folgeerkrankungen zu erleiden. Früher oder später würde Raffi so oder so in einem Krankenhaus landen.

Kennst du "Master and Commander – Bis ans Ende der Welt"? In dem Film gibt es eine Szene in der man eine Schusswunde peinlich genau reinigen muss. Es geht darum auch noch den kleinesten Stoffetzen aus der Wunde zu holen. Das ist immens wichtig, denn Infektionen konnten damals nicht wirksam bekämpft werden. In diesem Film natürlich sehr passend. Aber dieselbe Szene würde in einem "Tatort" keinen Sinn ergeben, denn heute haben wir ja Antibiotika. Wundsäuberung ist trotzdem noch wichtig, aber es geht dabei nicht mehr um Leben und Tod. Manche Geschichten funktionieren eben nur in einer gewissen Umgebung oder einer gewissen Zeit.


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09.02.2020 um 19:17
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Beides ist sogar heute recht gut therapierbar.
bei manchen ja, bei manchen nein.
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:soziale und/oder psychologische Faktoren
wenn jemand sich wegen Einsamkeit betäubt, reicht es oft nicht, ihn einfach in eine WG zu stecken.

Eigentlich müsste auch niemand in D Suizid verüben, trotzdem wird das getan.
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:. Da sollte Alkoholentzug und Therapie dann noch deutlich schneller gehen
das entfernt aber nicht den Grund, warum man sich betäuben möchte.


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09.02.2020 um 19:18
@Ahmose
Gut, ich könnte dir jetzt irgendeine Geschichte zurecht spinnen, die von außerirdischen Viren handelt, gegen die man nichts hat, oder von irgendwelchen Subraum-Geistern, die sie plagen, oder von irgendwelchen sehr exotischen Vergiftungen, usw. All das würde ziemlich gezwungen aussehen, und das braucht es nicht. Was es aber braucht, um so ein Thema anzugehen, ist jemand der Trinkt, egal aus welchem Grund. Die Rahmenbedingungen von ST sind so flexibel, dass sie auch dieses Szenario halbwegs gut erklären könnten, denke ich, und das reicht mir persönlich schon, um die Geschichte einfach mal so ohne einen großen negativen Kommentar akzeptieren zu können.

Der Vergleich mit dem Tatort finde ich etwas schlecht gewählt, denn im Tatort weiß man schon ziemlich genau, was geht und was nicht. Nämlich der heutige Stand der Dinge, der ziemlich klar umrissen ist. Im ST Universum ist es aber gar nicht so klar, denn das ist in der neuen Serie ziemlich offen, und war ohnehin nie wirklich abgeschlossen. Die Galaxis ist groß, die Bedrohungen vielfältig, die Menschheit aber noch lange nicht allmächtig.


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09.02.2020 um 21:57
Zitat von KybelaKybela schrieb:wenn jemand sich wegen Einsamkeit betäubt, reicht es oft nicht, ihn einfach in eine WG zu stecken.

Eigentlich müsste auch niemand in D Suizid verüben, trotzdem wird das getan.
Schon richtig. Nur spielt ST nochmal 400 Jahre in der Zukunft. Bedenke mal welche Fortschritte man in Sachen Therapien und Suchtbehandlung in den letzten 400 Jahren gemacht hat. Es ist einfach zu antiquiert und zu konstruiert in ST Alkoholismus und Drogensucht zu zeigen. Das passt nicht in dieses Zeitalter und auch nicht in diesen Serien-Universum.

Das soll ja nicht heißen das man um das Thema "Suchtverhalten" einen Bogen machen soll. Aber man kann es doch soweit adaptieren, das es halbwegs zum 24. Jahrhundert passt. Da wird des Autoren doch sicher was einfallen.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Gut, ich könnte dir jetzt irgendeine Geschichte zurecht spinnen, die von außerirdischen Viren handelt, gegen die man nichts hat, oder von irgendwelchen Subraum-Geistern, die sie plagen, oder von irgendwelchen sehr exotischen Vergiftungen, usw. All das würde ziemlich gezwungen aussehen, und das braucht es nicht. Was es aber braucht, um so ein Thema anzugehen, ist jemand der Trinkt, egal aus welchem Grund. Die Rahmenbedingungen von ST sind so flexibel, dass sie auch dieses Szenario halbwegs gut erklären könnten, denke ich, und das reicht mir persönlich schon, um die Geschichte einfach mal so ohne einen großen negativen Kommentar akzeptieren zu können.

Der Vergleich mit dem Tatort finde ich etwas schlecht gewählt, denn im Tatort weiß man schon ziemlich genau, was geht und was nicht. Nämlich der heutige Stand der Dinge, der ziemlich klar umrissen ist. Im ST Universum ist es aber gar nicht so klar, denn das ist in der neuen Serie ziemlich offen, und war ohnehin nie wirklich abgeschlossen. Die Galaxis ist groß, die Bedrohungen vielfältig, die Menschheit aber noch lange nicht allmächtig.
Wenn sie Raffi auf einer vergammelten und versifften Kolonie am anderen Ende der Galaxie aufgelesen hätten, würde ich auch nichts sagen. Aber die wohnt in Vasquez Rocks. Das ist praktisch direkt vor den Toren von Los Angeles. Und auch San Franzisco ist nur rund 500 km entfernt. Das sind in ST keine Entfernungen mehr.

Aber ok, dann ist sie eben absichtlich Alkoholikerin. Wir werden ja sehen ob das Thema ordentlich aufgearbeitet wird oder ob es nur eine Art Charakterzug von ihr ist der unverändert bestehen bleibt.


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10.02.2020 um 05:36
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Wir werden ja sehen ob das Thema ordentlich aufgearbeitet wird oder ob es nur eine Art Charakterzug von ihr ist der unverändert bestehen bleibt.
Keine Ahnung. So richtig viel wird da wohl auch nicht passieren können in einpaar Folgen. Wenn, dann müsste man das über einen längeren Zeitraum strecken, denke ich, so dass es eher beiläufig daher käme.

Aber immerhin gab es schon mal den Impuls, dass wir hier im Forum drüber quatschen.
Das ist auch schon nicht nichts. Da werden sich sicher noch mehr Leute getriggert fühlen, lang und breit darüber zu reden, und so kommt schon auch etwas Bewusstsein in die Köpfe.
Gerade bei der Jugend, welche wohl die Hauptzielgruppe ist, und wo das durchaus noch ein ernsteres Thema ist.


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10.02.2020 um 07:06
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:lang und breit darüber zu reden
http://blog.trekcore.com/2020/02/michael-chabon-answers-star-trek-picard-fan-questions/
Smoking. Vaping. Snakeweed. Alcohol abuse. Swear words! That Admiral lady used the F-word! Chabon, what the f–

CHABON: Listen. No human society will every be perfect, because no human will ever be perfect. The most we can do — and as Star Trek ever reminds us, must do — is aspire to perfection, and work to make it so. Norkon forden perfectunun, as a wise Yang once said.

Until that impossible day, shit is going to continue to happen, And when it does, humans are going to want to swear. The absence of swear words in Star Trek was never a matter of Federation principle, it was a matter of FCC rules.



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10.02.2020 um 07:19
Zitat von KybelaKybela schrieb:The most we can do — and as Star Trek ever reminds us, must do — is aspire to perfection, and work to make it so.
So hab ich das auch immer verstanden. Als Prozess, der niemals abgeschossen werden kann, weil einfach immer wieder Störfaktoren auftauchen werden.


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10.02.2020 um 10:14
Star Trek Picard - Episode 4 "Absolute Candor" - Sneak peek

Youtube: Star Trek Picard - Episode 4  "Absolute Candor" - Sneak peek
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Youtube: Star Trek: Picard - Episode 4 - "Absolute Candor" Trailer
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10.02.2020 um 15:02
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Keine Ahnung. So richtig viel wird da wohl auch nicht passieren können in einpaar Folgen. Wenn, dann müsste man das über einen längeren Zeitraum strecken, denke ich, so dass es eher beiläufig daher käme.

Aber immerhin gab es schon mal den Impuls, dass wir hier im Forum drüber quatschen.
Das ist auch schon nicht nichts. Da werden sich sicher noch mehr Leute getriggert fühlen, lang und breit darüber zu reden, und so kommt schon auch etwas Bewusstsein in die Köpfe.
Gerade bei der Jugend, welche wohl die Hauptzielgruppe ist, und wo das durchaus noch ein ernsteres Thema ist.
Dazu müssten aber sowohl negative Folgen der Sucht gezeigt werden sowieso Therapieangebote gemacht werden. Aber nicht mal Picard versucht Raffi zu einer Therapie zu überreden. Und Pilot Rios soll wohl einfach nur cool rüberkommen. Beides meiner Meinung nach keine idealen Bedingungen um der Jugend oder sonstwem was beizubringen.

Aber ich stimme zu: Wir setzen uns mit dem Thema auseinander. Das ist schon mal besser als nichts.


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