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Freimaurer

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Freimaurer

Freimaurer

27.09.2017 um 06:15
Rosenkreuz
Aus Freimaurer-Wiki
Rosenkreuz
Quelle: Lennhoff, Posner, Binder
Vectorrosenkreuz.jpg
Die Rose als Wiedergeburtssymbol in Verbindung mit dem Kreuz, wobei die Vorstellung von der Kreuzigung und der Auferstehung mitschwingt, ist ein spezifisch christlich-esoterisches Symbol. Alle auf dem Rosenkreuz beruhenden freimaurerischen Hochgrade haben ursprünglich auch diese Bedeutung.

http://freimaurer-wiki.de/index.php/Rosenkreuz


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Freimaurer

27.09.2017 um 08:08
@Mondi
Ich hab in Hinsicht auf kultische Totenverehrung keinen Fetisch,ansonsten wuensch ich noch erholsame Urlaubstage in Vulgarien


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Freimaurer

27.09.2017 um 13:39
Mondi schrieb:Ich halte es für äusserst unwahrscheinlich das bei eineem heiligen Text einfach geschlampt wurde.
Du hältst es also für wahrscheinlicher, daß jemand einen heiligen Text absichtlich statt versehentlich ändert? Wattene Logik!

Aber zu Deiner Information, Abschreibfehler sind nicht nur bezeugt, sondern auch kategorisiert. Diese Fehlerkategorien finden sich in Bibelhandschriften wie in allen anderen alten Texten; man kann sogar erkennen, ob es Lesefehler (ein Schreiber kopiert eine Vorlage) oder ein Hörfehler ist (mehrere Schreiber kopieren eine Vorlage, indem einer sie vorliest), nämlich wenn ähnlich aussehende oder wenn ähnlich klingende Buchstaben/Laute verwechselt werden. Mithilfe solcher Abschreibfehler lassen sich sogar die verschiedenen Handschriften zu einem alten Text in eine Art Stammbaum sortieren, weil Abschreibfehler bei späterem Abschreiben ja oft weitergetragen werden (wenn man sie nicht erkennt).

Hinzu kommt, daß die heutige Heiligkeit der Texte diesen erst nach und nach zugewachsen ist. Als die Texte entstanden und dann kopiert wurden, waren sie es noch nicht, erst mit der Zeit und ihrer wachsenden Bedeutung für die Leserschaft wurden sie auch inhaltlich bedeutsamer. Dann freilich passierten in der Tat seltener Abschreibfehler. In den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung pflegten die Massoreten die treue Überlieferung des Tanakh-Textes; stellte man nach dem Abschreiben der hebräischen Bibel in der Kopie Fehler fest, so wurde die ganze Kopie entsorgt. Um Fehler zu finden, führten die Massoreten sogar ein ganzes Sstem ein, die Massorah am Ende jedes biblischen Buches wie am Ende der Bibel insgesamt. Darin wurden Sachen angegeben, wie viele Wörter das Buch besitzt, welches Wort exakt in der Mitte steht...

In der Tat sind die massoretischen Bibelhandschriften extrem fehlerarm. Selbst heutzutage gedruckte wissenschaftliche Bücher haben oft eine längere Corrigenda-Liste beigefügt, als es Abschreibfehler in manchen massoretischen Bibeln gibt. Und selbst in den Jahrhunderten vor den Massoreten wurde die Zahl der Abschreibfehler bereits minimiert. So ist die Textgrundlage für heutige kritische (und religiöse) Bibelausgaben des AT der Codex petropolitanus von kurz nach 1000 n.Chr. Vergleicht man dessen Jesajatext mit der Jesajaschriftrolle aus QUmran, die aus dem 2.Jh. v.Chr. stammt, finden sich abgesehen von einer veränderten Rechtschreibung (Portemonnaie ---> Portmonee) gerade mal 70 Abweichungen, also Buchstabenverwechslungen, ausgefallene Wörter, Verwendung synonymer Vokabeln... Angesichts von 66 Buchkapiteln sind das gerade mal eine Abweichung pro Kapitel (und in vier Kapiteln auch mal zwei), und zwar in einem Abschreibzeitraum von über 1100 Jahren!

Man stelle sich nur mal vor, wie viele Bibelhandschriften es zu ein und der selben Zeit gab, sagenwirmal um 200 n.Chr., als die Juden im ganzen römischen Reich verteilt lebten, und natürlich auch außerhalb des Imperiums. In wenigstens jeder Synagoge gab es eine Abschrift. Auch in den christlichen Gemeinden war das AT Heilige Schrift, existierte auch hier. Und in mehreren Christenverfolgungen wurden deren Heilige Schriften regelmäßig konfisziert und zerstört, sodaß ständig neue Handschriften konfisziert wurden. Bei den Juden wurden die durch ständige Benutzung lädierten Exemplare ehrenvoll "beerdigt", sodaß sie besonders oft neue Exemplare benötigten. In den Jahrhunderten vor dem Buchdruck wurden womöglich zehntausende Bibelhandschriften angefertigt.

Es mag sein, daß auch eine mittelalterliche Bibelhandschrift aus Spanien nur 70 Abweichungen von dem Qumran-Jesaja aufweist, aber die Abweichungen, die beim jahrhundertelangen Kopieren in Spanien aufgetreten sind, werden zuallermeist andere sein als die im Codex Petropolitanus, sie werden auch zumeist an anderen Stellen im Jesajatext aufgetreten sein. Und wenn sich ab dm Frühmittelalter in Spanien eine nordspanische und eine südspanische separate Tradition des Bibelkopierens herausgebildet hat, dann werden diese beiden Handschriftentraditionen sich zur Zeit der Erfindung des Buchdrucks bereits an 35 Stellen voneinander unterscheiden, beziehungsweise zusammen vom Qumran-Jesajatext in knapp 105 Stellen unterscheiden. Wir haben heute noch hunderte solcher Handschriften, einen kläglichen Rest von insgesamt zehntausenden Handschriften. Aber was die Gesamtzahl aller Abweichungen betrifft, die so zusammenkommen, ist die Zahl selbst bei extrem genauem Abschreiben doch immens groß. Das läßt sich gar nicht vermeiden.

Klar gibt es auch absichtliche Textänderungen. Zumeist sind dies frühe Konjekturen. Eben wenn beim Abschreiben eine Textpassage (tatsächlich oder vermeintlich) korrupt geworden war, konnte es passieren, daß ein Kopist einen Vorschlag einbrachte, wie der ursprüngliche Text wohl ausgesehen haben mag. Zuweilen wurde dies auch eigens angemerkt. Zum Beispiel heißt es im 1.Mose zum Besuch Gottes bei Abraham in Mamre einmal, als Abraham mit Gott um das Schicksal Sodoms feilschte, daß Gott vor Abraham stand. Die Massoreten sagten, das könne nur eine korrupte Stelle, ein Abschreibefehler sein, denn ein Mensch könne nur vor Gott stehen, aber nicht Gott vor einem Menschen. Sie änderten dies, aber bis heute ist diese Konjektur auch als solche ausgewiesen in den Anmerkungen der Massorah in jeder hebräischen Bibel.

In vormassoretischer Zeit werden solche Änderungen sicher auch ohne Kommentar eingeschrieben worden sein. Doch schon aus dieser Zeit gbesitzen wir mit den Handschriften der griechischen AT-Übersetzung (Septuaginta) Vergleichsexemplare, um solche Abänderungen aufspüren zu können. Klar ist hier dann die Frage, welche der voneinander abweichenden Textversionen denn nun die abgeänderte ist und welche die ursprüngliche, doch auch dafür gibt es wissenschaftliches Handwerkszeug.

Allesin allem bleiben genügend Stellen mit ihren alternativen Lesarten unsicher, ja gänzlich ungeklärt. Aber weder zeigen diese Varianten Mutwillen (gar böswilligen) an, noch handelt es sich um wirklich  bedeutsame inhaltliche Unterschiede.
Mondi schrieb:Genauso unwahrscheinlich halte ich es, das Luther der Rose keine Bedeutung zugemessen hat.
Ich zitier mal aus Wikipedia: Lutherrose
Luther betrachtete es als Ausdruck bzw. Zusammenfassung seiner Theologie und seines Glaubens.
[...]
In einem Brief vom 8. Juli 1530 schrieb Luther an Lazarus Spengler, die Lutherrose sei
   „ein Merkzeichen meiner Theologie. Das erst sollt ein Kreuz sein, schwarz im Herzen, das seine natürliche Farbe hätte, damit ich mir selbst Erinnerung gäbe, daß der Glaube an den Gekreuzigten uns selig machet. Denn so man von Herzen glaubt, wird man gerecht. Ob’s nun wohl ein schwarz Kreuz ist, mortifizieret und soll auch wehe tun, dennoch läßt es das Herz in seiner Farbe, verderbt die Natur nicht, das ist, es tötet nicht, sondern erhält lebendig … Solch Herz aber soll mitten in einer weißen Rosen stehen, anzuzeigen, daß der Glaube Freude, Trost und Friede gibt, darum soll die Rose weiß und nicht rot sein; denn weiße Farbe ist der Geister und aller Engel Farbe. Solche Rose stehet im himmelfarben Felde, daß solche Freude im Geist und Glauben ein Anfang ist der himmlische Freude zukünftig, jetzt wohl schon drinnen begriffen und durch Hoffnung gefasset, aber noch nicht offenbar. Und in solch Feld einen goldenen Ring, daß solch Seligkeit im Himmel ewig währet und kein Ende hat und auch köstlich über alle Freude und Güter, wie das Gold das höchste, köstlichste Erz ist.“
– WA, Luthers Briefwechsel, 5. Band, S. 444f (Nr. 1628)
Siehst Du da irgendeine Bedeutsamkeit der Rose selbst als ein Symbol? Ich sehe nur das Weiß der Rose als etwas Bedeutsames.
Mondi schrieb:Google übersetzt also fehlerhaft.
Google-Übersetzungen sind ja schon deutlich besser geworden, aber verlassen kann man sich da noch laaaaange nicht drauf!
Mondi schrieb:Die Rose als Wiedergeburtssymbol in Verbindung mit dem Kreuz, wobei die Vorstellung von der Kreuzigung und der Auferstehung mitschwingt, ist ein spezifisch christlich-esoterisches Symbol. Alle auf dem Rosenkreuz beruhenden freimaurerischen Hochgrade haben ursprünglich auch diese Bedeutung.
Das können Freimaurer und Rosenkreuzer gerne so sehen, wenn sie das wollen. Aber das Christentum besitzt keine esoterischen Lehren, die sind alle exoterisch. Wenn also die Rose mit dem Kreuz ein solches esoterisches Symbol ist, dann nicht im Christentum. Und eine offizielle Bedeutung der Rose in diesem Sinne ist mir nicht bekannt.


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Freimaurer

27.09.2017 um 19:44
Wolle Rose?
perttivalkonen schrieb:Du hältst es also für wahrscheinlicher, daß jemand einen heiligen Text absichtlich statt versehentlich ändert? Wattene Logik
warum nicht?
perttivalkonen schrieb:. Bei den Juden wurden die durch ständige Benutzung lädierten Exemplare ehrenvoll "beerdigt", sodaß sie besonders oft neue Exemplare benötigten.
Hm. In der Genisa.
perttivalkonen schrieb:Siehst Du da irgendeine Bedeutsamkeit der Rose selbst als ein Symbol? Ich sehe nur das Weiß der Rose als etwas Bedeutsames
Find ich auch interessant weil die Farbe weiss sowwit mir bekannt bei modernen Rosenkreuzern wie den Chaosmagiern gar keine Rolle spielt.
perttivalkonen schrieb:Google-Übersetzungen sind ja schon deutlich besser geworden, aber verlassen kann man sich da noch laaaaange nicht drauf
Klar, aber besser als nix und sehr genial für fremde Schriftsysteme wie japanisch, singhalesisch oder eben hebräisch.
perttivalkonen schrieb:Das können Freimaurer und Rosenkreuzer gerne so sehen, wenn sie das wollen. Aber das Christentum besitzt keine esoterischen Lehren, die sind alle exoterisch
Ich halte grosse Teile des NT für kryptisch und unverständlich was für Apokryphen wie z. B. das Thomasevangelium welches zu den ältesten christlichen Schriften zählt genauso gilt. Wenn sich der Sinn eines Textes auch mit Kenntnis des historischen Kontextes nicht erschliesst gehe ich von einer verborgenen nur Insidern zugänglichen Bedeutung aus. Das ist die Definition von Esoterik. Aber jetzt wirds langsam OT.


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Freimaurer

27.09.2017 um 20:17
Mondi schrieb:Ich halte grosse Teile des NT für kryptisch und unverständlich was für Apokryphen wie z. B. das Thomasevangelium welches zu den ältesten christlichen Schriften zählt genauso gilt.
Naja, was heißt zu den "ältesten christlichen Schriften". Um die Zeit Jesu rum wird zwar als frühstmöglicher Entstehungszeitpunkt des Thomasevangeliums für möglich gehalten, genauso gut kann es aber auch erst um das Jahr 200 rum entstanden sein womit es schon wieder deutlich älter wäre als die synoptischen Evangelien und dem was sonst noch im neutestamentlichen Kanon Eingang gefunden hat.
Mondi schrieb:Wenn sich der Sinn eines Textes auch mit Kenntnis des historischen Kontextes nicht erschliesst gehe ich von einer verborgenen nur Insidern zugänglichen Bedeutung aus. Das ist due Definition von Esoterik.
Da es bis heute weder im wissenschaftlichen noch im alltäglichen Sprachgebrauch eine einheitliche Definition für den Esoterik-Begriff gibt lässt sich das nicht abschließend klären. Das was Du offenbar meinst im Sinne einer "Geheimlehre" wäre der alltägliche Sprachgebrauch. In den Religions- und Geisteswissenschaften differenziert man dagegen schon wieder spezifischer.

Es gibt viele die besonders beim Johannesevanglieum der Meinung sind, daß es aufgrund einiger seiner textgestalterischer Besonderheiten und Abweichungen von den Synoptikern "esoterische" Züge trage. Solange jedoch der Esoterik-Begriff selbst so schwammig ist wie man es "esoterischen Lehren" oft nach sagt ist diese Ansicht jedoch äußerst streitbar.


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Freimaurer

27.09.2017 um 20:30
Libertin schrieb:Naja, was heißt zu den "ältesten christlichen Schriften". Um die Zeit Jesu rum wird zwar als frühstmöglicher Entstehungszeitpunkt des Thomasevangeliums für möglich gehalten, genauso gut kann es aber auch erst um das Jahr 200 rum entstanden sein womit es schon wieder deutlich älter wäre als die synoptischen Evangelien und dem was sonst noch im neutestamentlichen Kanon Eingang gefunden hat.
Es gehörz zu den ältesten Schriften, genau.
Libertin schrieb:Es gibt viele die besonders beim Johannesevanglieum der Meinung sind, daß es aufgrund einiger seiner textgestalterischer Besonderheiten und Abweichungen von den Synoptikern "esoterische" Züge trage. Solange jedoch der Esoterik-Begriff selbst so schwammig ist wie man es "esoterischen Lehren" oft nach sagt ist diese Ansicht jedoch äußerst streitbar
Bei der Offenbarung gibt es drei Möglichkeiten: Trip auf Halluzinogenen, Bullshit, Rätselstunde oder Code für Eingeweihte.

Gerade die kryptische "esoterische" Apokalypse ist aber absolut wegweisend für die künstlerische Vermittlung der Inhalte des Christentums. Siehe x-tausende Mondsichelmadonnen.

Soviel zum Thema keine esoterischen Inhalte...

Science-Fiction...


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Freimaurer

27.09.2017 um 20:38
Mondi schrieb:Es gehörz zu den ältesten Schriften, genau.
Wie gesagt, müsste dazu erstmal ein wesentlich früherer Entstehungszeitpunkt belegt werden.
Mondi schrieb:Bei der Offenbarung gibt es drei Möglichkeiten: Trip auf Halluzinogen, Bullshit, Rätselstunde oder Code für Eingeweihte.
Je nach dem wie weit man "esoterisch" ausdehnt, könnte man dies dann im Grunde auf jede Botschaft etikettieren die auch nur im Ansatz "kryptisch" wirken kann. Auch hier wie gesagt, ohne eine allgemein anerkannte Definition bleibt es streitbar.


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Freimaurer

27.09.2017 um 20:50
Wäre interessant mal herauszusuchen wann Eso- und Exoterik in den allgemeinen deutschen Sprachgebrauch eingegangen sind. Im Grimmschen Wörterbuch stehen die Begriffe noch nicht. Ich vermute erst in Folge von Theosophie um 1900 oder eher nich später. Ich verstehe unter Esoterik keine Bücher über Gänseblümchenorake oder sin Käse sondern ne Lehre für Eingeweihte. Inner Circle halt. Der intellektuelle des Klerus im Mittelalter hat sich auch mit Dingen beschäftigt die nix mit der äusseren Lehre zu tun hatte die gepredigt wurde.


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Freimaurer

27.09.2017 um 23:02
Mondi schrieb:warum nicht?
Wegen der Heiligkeit dieser Schriften sind versehentliche Änderungen für Dich unwahrscheinlich. Offensichtlich scheint die Ehrfurcht vor diesen Schriften jeden Kopisten dazu zu bringen, nur ja keine Fehler beim Kopieren zu machen. Aber absichtliche Änderungen, die nehmen diese Kopisten dann vor, da versagt die Ehrfurcht, ja? Wo issn da die Logik?

Fehler passieren, wie ehrfürchtig man auch vorgeht. In all den Handschriften, die wir zum AT-Text haben, sind zahlreiche Belege für solche Abschreibfehler vorhanden. Jede kritische wissenshaftliche Bibelausgabe im Originaltext bietet diemeisten dieser Textabweichungen im sog. kritischen Apparat, meist am unteren Rand jeder Textseite. Und jeder, der diesen kritischen Apparat lesen kann (also der althebräisch kann), weiß, daß die allermeisten Textabweichungen simple Abschreibefehler sind. Darüber müssen wir nicht diskutieren, das ist keine Frage des "könnte doch sein, warum nicht". Wir reden über Fakten.
Mondi schrieb:Find ich auch interessant weil die Farbe weiss sowwit mir bekannt bei modernen Rosenkreuzern wie den Chaosmagiern gar keine Rolle spielt.
Noch ein Hinweis, daß das nichts mit der Lutherrose zu tun hat.
Mondi schrieb:Ich halte grosse Teile des NT für kryptisch und unverständlich
Was Du hältst, ist Deine Privatsache. Wer griechisch an der Schule hatte, wird das Koinê des Neuen Testaments zu schätzen wissen, wenn er die Wahl hat, solch einen Text oder einen philosophischen Text geschrieben in der Hochsprache des klassischen Griechisch übersetzen zu müssen. Unter Texten aus jener Epoche ist das Neue Testament mit am einfachsten verständlich.
Mondi schrieb:das Thomasevangelium welches zu den ältesten christlichen Schriften zählt
Das Thomasevangelium wird von den Kirchenvätern des 2.Jh. nicht erwähnt, obwohl die sich mit zahlreichen sogenannten Ketzern und deren Schrifttum auseinandersetzen und jene Werke beim Namen nennen sowie daraus zitieren. Unter den erwähnten und zitierten anerkannten Schriften taucht es ebenfallsnicht auf. Erst am Anfang des dritten Jahrhunderts wird es kritisch erwähnt. Das spricht gegen eine frühe Entstehung. Allgemein wird seine Entstehungszeit mit "Mitte des 2.Jh." angegeben. In der Tat halten einige die Schrift für älter, manche sogar für älter als die Evangelien des NT. Doch ist dies nicht nur eine randständige Auffassung, sondern auch sachlich nicht haltbar.

Ein hohes Alter des Thomasevangeliums wird gerade mit jenen Jesusworten begründet, die sehr engeParallelen zu den Jesusworten der neutestamentlichen Evangelien besitzen. Mehrere dieser Worte scheinen in der Version des Thomasevangeliums tatsächlich ursprünglicher. Schaut man sich hingegen jene Jesusworte an, die nur noch entfernte Parallelen in den NT-Evangelien besitzen, so zeigen diese erstens eine stärkere Reflektion an, sind also jünger, sind weitergebildet worden. Und zweitens passen gerade diese Weiterentwicklungen zum Duktus der übrigen Jesusworte, welche keine neutestamentlichen Entsprechungen besitzen.  Die Jesusworte des Thomasevangeliums sind also insgesamt spätere Bildungen mit einer theologischen Ausrichtung, eben der des Thomasevangeliums, aber zugleich finden sich in ihm auch altüberlieferte Jesusworte, von denen einige der Theologie des Thomasevangeliums angepaßt wurden, einige aber auch unverändert aufgenommen wurden. Damit aber ist das Thomasevangelium nicht uralt, sondern höchstens die Quelle, aus der der Verfasser geschöpft hat.

Ein gutes Beispiel für ein Logion, das auch im NT vorkommt, aber in deutlicher Abänderung und in dieser Abänderung dem sonstigen Duktus dieser Schrift entspricht, findet sich hier: Wikipedia: Thomasevangelium
Jesus spricht: ‚Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er bestürzt sein. Und wenn er bestürzt ist, wird er erstaunt sein. Und er wird König sein über das All.
Mondi schrieb:Wenn sich der Sinn eines Textes auch mit Kenntnis des historischen Kontextes nicht erschliesst gehe ich von einer verborgenen nur Insidern zugänglichen Bedeutung aus. Das ist die Definition von Esoterik.
Wer sollen denn bittschön die Insider sein, und welches Geheimwissen hilft denen, die Texte besser zu verstehen als Du es vermagst? Es ist doch einfach nur absurd, wie Du hier eine christliche Esoterik zu konstruieren versuchst.
Mondi schrieb:Bei der Offenbarung gibt es drei Möglichkeiten: Trip auf Halluzinogenen, Bullshit, Rätselstunde oder Code für Eingeweihte.
Nach Adam Ries komme ich bei Deiner Aufzählung aber auf vier. Die ersten drei genannten Möglichkeiten scheinen freilich weniger über die Offenbarung des Johannes auszusagen als über Deine Einstellung zu diesem Buch.

Die vierte Möglichkeit schließlich ist, wie soll ich sagen, etwas unlogisch. Denn der Code für Eingeweihte ist doch das, womit man etwas Codiertes decodiert. Also etwas Unverständliches verständlich macht. Wenn Du aber meinst, die Offenbarung sei unvertändlich, dann ist sie nicht der Code zum Vertändlich machen. DIe "Eingeweihten" müßten den Code ja zusätzlich besitzen, um die für die Allgemeinheit unvertändliche Offenbarung für sich selbst in Verständliches zu überführen. Aber was soll ich sagen: Entweder sind wir Christen so dermaßen effiziente Esoteriker, daß die Nichtchristen bis heute nicht mitbekommen haben, daß wir diesen Code besitzen und benutzen. Oder aber es gibt keinen extra Code zum Entschlüsseln für die Offenbarung, und wir Christen sind keine Esoteriker. Rate mal, was zutrifft!


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Freimaurer

02.10.2017 um 16:24
Ja ja, die Freimaurer.
Ganz ganz feine Herren, sehr edel, sehr human und schützen Ihre Brüder, in guten und in schlechten Zeiten ;)


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Freimaurer

02.10.2017 um 17:24
@Apnoetaucher
Die Ergänzung dazu, dass FreimaurerInnen ausschließlich Menschen mit gutem Ruf sein sollen!
Nur die immer neue Frage: Wer entscheidet das? Die schwarz/weißen Kugeln? Oder?

Wie man so schön sagt: Es wird nicht die Katze im Sack gekauft!


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Freimaurer

02.10.2017 um 17:30
@Hahnundhenne
Unsere lieben Freimaurer haben doch nur gutes im Sinn. Sie werden sich schon richtig entscheiden. Die weisen Herren.

Und wie Sie uns hier schön aufklären über ihren edlen Bund. Ich bin begeistert von dieser Eloquenz und Wahrheit. Wirklich beneidenswert.


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Freimaurer

02.10.2017 um 17:34
@Apnoetaucher
Wie ich dich einschätze, bist du bestimmt auch bestens im Bilde über die Bilderberger, JFK, 9/11, Mondlandung, flat earth..... ;)


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Freimaurer

02.10.2017 um 17:37
@Aniara
Hat jemand was gesagt? Ich habe nur Oink Oink verstanden.


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Freimaurer

02.10.2017 um 18:40
@Apnoetaucher


Joah. Den Zweck eines Diskussionsforum haste voll kapiert.

Jungejunge....


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Freimaurer

02.10.2017 um 18:41
Wieso ich sag doch nur wie toll ich das finde :)
Du auch?


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Freimaurer

02.10.2017 um 19:36
@Apnoetaucher
Sind schon wieder Herbstferien oder haben sie dich von deiner Trollwiese runtergescheucht?


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Freimaurer

03.10.2017 um 21:22
perttivalkonen schrieb:s, aber zugleich finden sich in ihm auch altüberlieferte Jesusworte, von denen einige der Theologie des Thomasevangeliums angepaßt wurden, einige aber auch unverändert aufgenommen wurde
Was ist denn die Theologie des Thomasevangeliums?
perttivalkonen schrieb:Nach Adam Ries komme ich bei Deiner Aufzählung aber auf vier. Die ersten drei genannten Möglichkeiten scheinen freilich weniger über die Offenbarung des Johannes auszusagen als über Deine Einstellung zu diesem Buch.
Ähm, hab noch was ergänzt und eigentlich mit Science-Fiction sogar noch auf fünf erhöht.


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Freimaurer

04.10.2017 um 14:13
Mondi schrieb:Was ist denn die Theologie des Thomasevangeliums?
Im Thomasevangelium wimmelt es geradezu von den Vokabeln Wissen, Erkennen, blind, sehend, Auge, Ohr, verborgen, offenbar, Licht, Finsternis, erleuchten usw. Ein Hauptthema ist also die rechte Erkenntnis, das Aufnehmen von Wissen. Von Erlösen oder Erretten hingegen ist an keiner einzigen Stelle die Rede, und das "Vergeben" kommt (dreimal) nur im Logion 44 vor, einem Logion, das eine neutestamentliche Parallele hat. Die Frage, wie Menschen zu Gott kommen, wird also nicht durch einen Akt der Erlösung durch Gott beantwortet, sondern durch Erkenntnis, griechisch gnôsis. Das ist typisch gnostische Theologie.

Dabei haben nicht alle die Möglichkeit, dies zu erlangen. Im Thomasevangelium ist die Rede von den Toten und den Lebenden, vom Fleisch (griechisch sarx)/Leib und vom Geist (griechisch pneuma). Dabei können Tote nicht lebendig werden und Lebende nicht sterben. Damit ist nicht ein leiblicher Tod gemeint, sondern der Unterschied zwischen Leib/Fleisch und Geist. Die Menschen sind bereits entweder nur fleischlich oder geistlich. Nur die geistlichen (Logion 19: "selig ist, wer war, ehe er wurde") können die Erkenntnis erlangen und zum Vater kommen. Von ihnen heißt es mehrfach, daß sie ihre Kleider ablegen werden. Ihre Hülle, griechisch hylê. Auch das ist typisch gnostische Theologie. Dort werden die einen Menschen Pneumatiker genannt, die also, die den göttlichen Funken in sich tragen, und andere heißen Sarkiker oder Hyliker, die also ganz auf der körperlichen Ebene angesiedelt sind und nie in die göttliche Sphäre gelangen. Diese sind schon im Leben tot, während die Pneumatiker nicht sterben können, nur ihre fleischliche Hülle ablegen.

Die Theologie des Thomasevangeliums ist also zumindest eine protognostische.


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Freimaurer

04.10.2017 um 15:07
Mir fehlt hier momentan der Bezug zu den Freimaurern.
Bitte stellt den erkennbar her oder kehrt zum Thema zurück.


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