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Ritueller Missbrauch

Ritueller Missbrauch

19.09.2019 um 22:28
@AngelLost

Beleg bitte deine Behauptungen, wie du es angekündigt hast.


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19.09.2019 um 22:37
Photographer73 schrieb:@AngelLost

Beleg bitte deine Behauptungen, wie du es angekündigt hast.
Da ich in der Zwischenzeit gemerkt habe, dass hier keine Offenheit besteht auch nur in Erwägung zu ziehen, dass da Menschen Fachexpertise haben, mache ich mir diese Mühe nicht. Für die Tonne lange Ausführungen zu schreiben und mühevoll alles zusammen zu suchen, dafür hab ich keine Zeit. Went sich dazu in einem etwas weniger feindseligen Klima austauschen möchte, darf mich gerne anschreiben


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19.09.2019 um 22:46
@AngelLost

Verstehe, erst vollmundige Behauptungen, dann Belegverweigerung und stattdessen Mimimi. Wirklich überrascht bin ich nicht. Es bleibt also bei heißer Luft und bei unbelegten Unterstellungen.


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20.09.2019 um 10:57
@traces
Ich bin kein Psychologe, aber es fällt mir schwer zu glauben, dass jemand jahrelange oder auch monatelange, traumatische Erlebnisse dieser Kampfklasse komplett so verdrängt, dass sie erst durch Traumatherapie wieder auftauchen. Diese Geschichten überbieten sich ja in Scheusslichkeiten und wenn ein Mensch diese Dinge, die sich über einen so langen Zeitraum abspielen, komplett (!!!) verdrängt hat, müsste dies doch auch für etliche Kriegsteilnehmer, Folteropfer etc gelten. Gibt es das in den Bereichen, dass jemand quasi gar keine Erinnerung hat oder so dissoziiert ist?
Wobei ich nicht bestreite, dass es rituellen Missbrauch gibt, das ist aber hier nicht die Frage.


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Auchganznett
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20.09.2019 um 13:02
Ich hoffe ich kann hier was interessantes beitragen mit folgendem Link, bzw. Zitat.

***
Mehr als fünf Personen insgesamt, Männer und Frauen, dürfen keine Rituale veranstalten, noch dürfen unter ihnen mehr als zwei Männer [bzw.] mehr als drei Frauen [an den Ritualen] teilnehmen ohne [entsprechende] Genehmigung durch den Stadtprätor und den Senat, wie oben ausgeführt.
***

Zitat aus Wikipedia: Bacchanalienskandal

Dem Absatz

***
2. Senatus consultum de Bacchanalibus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bronzetafel aus Tiriolo mit dem Text des Senatus consultum de Bacchanalibus
Die zweite wichtige Quelle zu den Geschehnissen von 186 v. Chr. ist die Inschrift mit dem Text eines Senatsbeschlusses über die Bacchanalien, der Bestimmungen über dieser Zusammenkünfte enthält. Es wird darin deutlich, dass der Senat die Kultvereine als staatsbedrohend ansah und ihnen daher alle Vereinsrechte wie die Wahl eines Vorstands oder die Einrichtung einer Vereinskasse untersagte. Der Senat als Genehmigungsinstanz übernahm die vollständige Kontrolle. (ff)

***

Wer gräbt, der findet. Das zum Thema und auch um klar zu machen, wie alt diese Art der Rituale mindestens ist und wie lange schon im Untergrund gearbeitet wird. Mehr oder weniger im Untergrund. Weil ja immer wieder was durchschwappt.

Das mit dem verstecken von Persönlichkeiten bzw. der Programmierung der Menschen läßt sich hier anhand eines einfachen Selbstversuchs testen.

"Ich bin stolz ein Deutscher zu sein!"

"Du bist eine dumme Schlampe!"


Diese Sätze können eine ganze Serie von Emotionen und Gedanken, bei sehr vielen Menschen erzeugen. Im normalen Leben spielt das keine oder eine untergeordnete, versteckte Rolle.
Ein Wissender jedoch, kann auf einem solchen eingebuddelten Klavier spielen und Menschen relativ subtil und unbemerkt steuern.
Meiner Meinung nach, und die ist auch das Resultat einer kritischen Selbstbeobachtung, schlummern eine ganze Reihe von fertigen Programmierungen in den "hier bitte das entsprechende Wort einfügen" der einzelnen Menschen.

Oft glaubte ich, dass ich das bin, was ich denke. Und wenn ich dem auf den Grund gehe, stelle ich mitunter fest, dass das nicht der Fall ist. Dazu gehört jedoch ein offener "Mind" und die grundsätzliche Bereitschaft zu lernen.


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25.09.2019 um 12:21
@Auchganznett Was haben die Bacchanalien mit rituellem Missbrauch in der Neuzeit zutun? Kulte und geheime Gruppen gab es schon immer. Absurde Gerüchte darüber, was dort alles geschieht, ebenso. Und Orgien auch.


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Auchganznett
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25.09.2019 um 12:35
Ehrlich gesagt, ich bin in der Szene nicht so drinnen.

Kann ich dir also nicht beantworten, so wirst du vielleicht nicht zufrieden sein.

Warum ich allerdings diese Verbindung mit rein gebracht habe, kann ich dir natürlich schon sagen.

Weil mich sowohl Bacchanalien, als auch Dutroux beim Lesen ähnlich geschüttelt haben.

Schienesiologisch so 2 say...


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25.09.2019 um 14:16
abberline schrieb am 20.09.2019:ch bin kein Psychologe, aber es fällt mir schwer zu glauben, dass jemand jahrelange oder auch monatelange, traumatische Erlebnisse dieser Kampfklasse komplett so verdrängt, dass sie erst durch Traumatherapie wieder auftauchen.
Sie kommen nicht erst durch Therapie wieder. Sie sind ständig da, sind nur eben abgespalten. Es handelt sich um einen Überlebensmechanismus. Bei meinen Fortbildungen dachte ich immer wieder was für wundervolle Mechanismen unsere Psyche vollbringen kann. Deshalb bin ich froh, dass man heute nicht mehr von multipler Persönlichkeitsstörung sondern Persönlichkeitsstruktur spricht.


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25.09.2019 um 14:17
@Aloceria
Bleibt die Frage, wo die Neuzeit anfängt? Boullan und seine okkult Marienwerktruppe? Oder doch erst in den letzten Jahren? Oder wirklich nur die letzten Jahrzehnte? Interessant ist halt, dass die ganze Geschichte erst in den 80ern wieder richtig aufkam...


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traces
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25.09.2019 um 18:30
AngelLost schrieb:Sie kommen nicht erst durch Therapie wieder. Sie sind ständig da, sind nur eben abgespalten.
"Abgespalten" ist immer so ein schöner technischer Begriff, bei dem man meint, diese traumatischen Erfahrungen fristeten ihr Dasein in einem abgeschlossenen Raum des Hirns. Das tun sie eben nicht. Sie sind nicht "integriert", was meint, dass sie nicht in den Part unseres Hirns übertragen werden, der es uns ermöglicht, eigenständig darauf zuzugreifen, wann immer man es möchte - so, wie das bei Erinnerungen der Fall ist. Und die Eigenart solcher nicht-integrierten, fragmentarischen Erlebnisfetzen, die nicht encodiert werden konnten, besteht ja darin, dass sie eben DURCH die mangelnde Encodierung jederzeit durch Trigger, ungewollt und unwillkürlich brachial ins Bewusstsein treten können.
Bei traumatischen Erfahrungen gibt es i.d.R. eine sehr große Anzahl von Triggern: Lichtverhältnisse, Gerüche, Geräusche, Gefühle, Worte, bestimmter Gedanken, Stimmlagen, Töne, Farben, taktile Reize, Temperatur und dergleichen mehr, so dass es faktisch unmöglich ist, jahrelang an ihnen vorbeizukommen, so dass der Betroffene irgendwann "vergisst" (verdrängt), dass es ein Trauma gegeben hat.

DAS ist der Kern der Kritik an Konzepten der aufdeckenden Psychotherapie. Ein Mensch, der keinerlei Ahnung hat, dass etwas traumatisches vorgefallen sein könnte und erst durch PT plötzlich zu Bewusstsein kommt, dass da was war, produziert m.M.n. mit äußerst hoher Wahrscheinlichkeit Pseudoerinnerungen.
Deshalb bin ich froh, dass man heute nicht mehr von multipler Persönlichkeitsstörung sondern Persönlichkeitsstruktur spricht.
Das ist so nicht korrekt. Man spricht bei multipler Persönlichkeit gegenwärtig von "dissoziativer Identitätsstörung".


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26.09.2019 um 07:31
Auchganznett schrieb:Warum ich allerdings diese Verbindung mit rein gebracht habe, kann ich dir natürlich schon sagen.
Weil mich sowohl Bacchanalien, als auch Dutroux beim Lesen ähnlich geschüttelt haben.
Na, dann lies lieber nichts über den Kybele-Kult und ihre Priester, die Galloi ;)
(Wer es tun möchte: Wikipedia: Galloi )

Mir erschließt sich trotzdem logisch der Zusammenhang nicht?! Was hat ein antik römisches Fest (vor 2200 Jahren!) mit heutigem rituellen Missbrauch zutun? Missbrauch gab es immer, leugnet keiner. Und Orgien einvernehmlicher erwachsener Teilnehmer - meine Güte?!
abberline schrieb:Bleibt die Frage, wo die Neuzeit anfängt?
Wenn ich klugscheißen wollen würde: Für Historiker ab etwa 1500 (mit Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern) begann die Frühe Neuzeit; ich hätte auch "Moderne" schreiben können, also ab ca 1800, mit Beginn der Industrialisierung. Oder meinetwegen "Gegenwart" - dann hätten wir die Zeit ab dem Ende des 2. Weltkriegs.

Ist aber im Grunde auch alles irrelevant: Bleibt die Frage, wieso man aus einem Fest von 200 v. Chr. irgendwelche Schlüsse auf Sekten/Missbrauchsringe/Geheimgruppen oder wen auch immer aus den letzten 50, 70, 100 Jahren ziehen will?! Das erscheint mir einfach wenig sinnvoll.


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26.09.2019 um 08:33
@Aloceria
Naja das Thema an sich heisst ja nur ritueller Missbrauch, bei so alten Kamellen muss man natürlich vorsichtig sein, ob den Leuten nicht einfach nur was untergejubelt wurde.
Die Kapuzenheinis von heute sind ja irgendwie erst in den 80ern durch diverse Fake Bücher hip geworden. Michelle Remembers war, glaub ich, das erste. In Deutschland folgten dann so Sachen wie "Lukas", die genauso wenig echt waren.
Vor ca 15 Jahren kam dann ein TV Bericht über eine angebliche, satanische Kannibalentruppe aus Trier, da hat die Polizei sogar ermittelt. Ergebnis:Null... das war gar nix.


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Auchganznett
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26.09.2019 um 09:31
Jetzt weiss ich wieder, warum ich mir das dachte. Danke @Aloceria
im
Diese Feste wurden verboten. Ja warum wurden sie das ?

Ich kam erstmals über A. Crowley und Sexualmagie zu diesem Wikipedia Eintrag.
Da wurde mir klar, dass Orgien - meine Güte, das war schon was anderes. Das steht aber schon im verlinkten Wiki - Beitrag.

@abberline

Bei historischen Geschichten ist es oft mühsam den Wahrheitsgehalt festzustellen. Vielleicht auch unmöglich. In diesem Falle hatten sie aber Steintafeln hergestellt.

Naja. E-mail gabs dermal ja nicht.

Übrigens wenn ich die Ausführung zu Neuzeit lese, frage ich mich tatsächlich, ob wir in der Neuzeit schon angekommen sind, oder ob es nur ein neuer Name für "the same shit" ist.


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traces
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26.09.2019 um 19:19
abberline schrieb am 20.09.2019:wenn ein Mensch diese Dinge, die sich über einen so langen Zeitraum abspielen, komplett (!!!) verdrängt hat, müsste dies doch auch für etliche Kriegsteilnehmer, Folteropfer etc gelten. Gibt es das in den Bereichen, dass jemand quasi gar keine Erinnerung hat oder so dissoziiert ist?
Sorry, ich hatte die Frage in deinem Posting überlesen. Ja, es gibt Amnesien, die sich häufig jedoch nicht unbedingt auf ein komplettes Ereignis beziehen, sondern auf Teile der traumatischen Situation. Die Amnesie fungiert dann als Schutzmechanismus der Psyche, als eine Strategie, um belastende Aspekte zu vermeiden. Der Aspekt, über den Amnesie herrscht, ist dem Betroffenen auch nicht zugänglich, d.h. er "weiß" davon nichts, außer, dass er eine "Erinnerungslücke" hat. Trotzdem ist i.d.R. auch hier zu beobachten, dass Aspekte, über die Amnesie herrscht, angetriggert werden können und dann zu dissoziativen Zuständen führen: meistens Körperliche/ motorische/ psychische Erstarrung (Stupor), spontaner Brechreiz, ausgeprägte Panikattacke aus dem Nichts, Zitteranfälle o.Ä. . Auch währenddessen kommt den Betroffenen der Teilaspekt oftmals nicht klar ins Bewusstsein, da der dissoziative Zustand genau das vermeiden soll. Also werden die Ur-Instinkte aktiviert, um den Betroffenen davor zu schützen:
Totstellreflex (=Erstarrung), Fluchtreflex (daher auch "dissoziative Fugue") und Angriffsreflex (Ausrasten, impulsiver, apathischer Gewaltausbruch).

Wenn ein solcher Zustand spontan (!) ausgelöst werden kann und der Betroffene dissoziiert (sich also in einem der o.g. Zustände befindet - was man von außen sehr gut sehen kann, da er auch mit Ansprache meist nicht mehr erreichbar ist), ist die Wahrscheinlichkeit des Vorliegens einer sehr frühen oder einer extrem intensiven traumatischen Erfahrung sehr hoch. Ausgeschlossen werden muss dabei aber früherer oder aktueller Drogenkonsum, neurologische Erkrankung, psychotische Erkrankung - weil das Umstände sind, die diese Zustände ebenfalls auslösen können.

Auch wenn Amnesien über traumatische Erfahrungen vorliegen, gibt es dennoch im Leben und Verhalten des Betroffenen i.d.R. Auffälligkeiten, die v.a. in Vermeidungsverhaltensweisen bestehen. Sehr oft z.B. unerklärliche Aversion gegen Gewässer (Badeunfall im Kleinkindesalter). Das bedeutet: auch wenn ein Betroffener keinerlei Erinnerungen an ein traumatisches Ereignis hat, ein solches aber vorliegt, wird es beobachtbare Auffälligkeiten im Alltagsleben geben ebenso wie Triggerreaktionen.

Untypisch wäre, wenn ein Mensch erst im Rahmen einer Psychotherapie beginnt, plötzlich auf Trigger zu reagieren, die zuvor neutrale Reize in seinem Alltag waren, wenn immer mehr Trigger hinzukommen, die zuvor irrelevant waren oder wenn dissoziative Zustände erst und nur in der Therapiesitzung selbst auftreten. Dann ist Skepsis angebracht.


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27.09.2019 um 09:14
abberline schrieb:Naja das Thema an sich heisst ja nur ritueller Missbrauch
Als Schlüsselwort ist "Satanismus" angegeben ;) Und die übliche Geschichte ist ja die von Pseudosatanistenkapuzenheinis, die Schwarze Messen feiern, Jungfrauen schänden und Kinderblut trinken. Oder so. Ich finde, da passt es nicht, nun irgendwelche antik römischen oder antik griechischen Feste zu damaligen anerkannten Gottheiten(!) mit reinzuziehen, nur, weil sie aus heutiger mitteleuropäischer Sicht seltsam wirken.
Auchganznett schrieb:Diese Feste wurden verboten. Ja warum wurden sie das ?
Die Leute haben sich bei den Bacchusfesten (Bacchus war der Gott des Rausches) verkleidet, hemmungslos zugesoffen, zugedrogt und Sexorgien gehabt (so ne Art Extremform von Karneval...). Die haben, wenn ich das so deutlich formulieren darf, auf sämtliche gesellschaftlichen Regeln geschissen und sich ausgelebt. Ist doch klar, dass das Politikern, die Recht und Ordnung wollten, die konservative Werte vertraten (aus damaliger Sicht - schon damals gab es konservative und eher progressive Philosophen und Politiker), nicht passte. Der offizielle Grund der Reglementierung war dann auch "Gefährdung der gesellschaftlichen Ordnung". Und ist doch klar, dass man das dann gern auch mal in Erzählungen aufgebauscht hat, um das "Verbot" zu rechtfertigen. Von wegen Mord und Totschlag.

Und wirklich verboten wurden sie außerdem auch gar nicht. Sondern es wurden Regeln aufgestellt und die Feste mussten erstmal genehmigt werden. Also nix mehr mit Komasaufen und Gruppensex, sondern nur noch geordnetes Trinken und Lustigsein.

Ich weiß immernoch nicht, was das mit angeblich Kinder missbrauchenden Satanisten zutun hat...
Auchganznett schrieb:Ich kam erstmals über A. Crowley und Sexualmagie zu diesem Wikipedia Eintrag.
Da wurde mir klar, dass Orgien - meine Güte, das war schon was anderes.
Was Crowley gespielt hat, war weder vom Umfang noch vom Inhalt her mit den Bacchusfesten vergleichbar. Die Bacchanalien waren ein gesellschaftliches Großereignis. Crowleys Theorien sind vielleicht seltsam - aber anders, und nie in großem Ausmaß ausgelebt worden. Ermordet hat er auch niemanden. Falls Du Dich auf den Begriff des "Kindesopfers" beziehst, den er paarmal in seinen Schriften erwähnt - damit meinte er keine lebenden Kinder. Das war einfach nur Spott auf die Christen, die ja aussagen, Sex soll nur zum Zeugen von Nachkommen dienen. "Kinderopfer" bedeutete in dem Fall, Sex, ohne ein Kind dabei zu zeugen. Spermaverschwendung quasi - für Christen damals eine Sünde.

Dass der Typ ein Spinner war und mit Menschen in seinem Umfeld nicht wirklich verantwortungsvoll und sozial umging, auch mit seinen Partnerinnen nicht, ist eine andere Sache. Das basiert aber auch nicht auf Satanismus oder irgendwelchen rituellen Gedanken, sondern der Typ war einfach ein verantwortungsloser mieser Charakter.
Auchganznett schrieb:Bei historischen Geschichten ist es oft mühsam den Wahrheitsgehalt festzustellen. Vielleicht auch unmöglich. In diesem Falle hatten sie aber Steintafeln hergestellt.
Und alles, was irgendwo geschrieben steht, muss wahr sein? ;)
Auchganznett schrieb:Übrigens wenn ich die Ausführung zu Neuzeit lese, frage ich mich tatsächlich, ob wir in der Neuzeit schon angekommen sind, oder ob es nur ein neuer Name für "the same shit" ist.
Menschen ändern sich doch niemals wirklich. Dieselben Triebe, dieselbe Verlogenheit, dieselben Laster - seit tausenden von Jahren. Nur die Technik ändert sich.


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27.09.2019 um 09:55
@Aloceria
Oh wir diskutieren Crowley? 😊 So unerträglich war der am Anfang gar nicht, eher sportlich (Bergsteigen) und sogar sehr humorvoll. Allein sein Aiwass (I Was im Gegensatz zu Jahwe, I Am) und diverses andere zeugt von Humor.
Ihm waren die normalen Rosenkreuzer einfach zu prüde, da sollte mehr Pep rein... Ich fand die Idee von James Bond Erfinder Fleming übrigens witzig, dass man Crowley als Doppelagenten dem Rudolf Hess als Guru unterjubelt, das fand Churchill aber nicht so geil.
Jedenfalls hat Crowley keine kleinen Kinder gegessen, sondern einfach ein paar Drogen zu viel genommen, das hat sich in späteren Jahren etwas... äm... bemerkbar gemacht. Da war der einfach völlig durch.
Einige Filme von Kenneth Anger sind recht Crowley beeinflusst.
Was die Kapuzenheinis angeht.. geben tut es die, allein schon, weil inzwischen sicher manche Perversen denken, das müsse so sein. Es gibt sicherlich auch Netzwerke. Nur rituell ist da wohl eher nix.


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Auchganznett
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27.09.2019 um 10:21
Aloceria schrieb:Falls Du Dich auf den Begriff des "Kindesopfers" beziehst
Dein Wissen ist beachtlich. Es übersteig das meine wahrscheinlich um Welten. Wenn du jedoch schneller googelst als der Rest der Welt, dann ist das Wikipedia in Reinform.

Den Begriff "Kindesopfer" habe ich nicht benutzt. Weder bei den "röm. Orgien" noch beim Crowley. Durch die Art und Weise, wie du argumentierst, entsteht jedoch ein ganz anderes Bild, als es in meinem Kopf herum schwirrt.

Ich werde das mal wirken lassen.

Große Widersprüche oder Widerstände habe ich jedoch jetzt schon, weil

1. du vertrittst schon tendenziell die Standart - Meinung und hast einen sehr distanziert, erwachsenen Ton, mit dem Tenor, "das ist schon alles nicht so schlimm"

2. was ich so von z.B. golden dawn gehört habe, geht weit über das hinaus, was wikipedia so verbreitet.

Belege: Nein, sorry. Leider nicht möglich. Ich denke erstmal nach.


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27.09.2019 um 11:24
abberline schrieb:Oh wir diskutieren Crowley? 😊 So unerträglich war der am Anfang gar nicht, eher sportlich (Bergsteigen) und sogar sehr humorvoll.
abberline schrieb:Jedenfalls hat Crowley keine kleinen Kinder gegessen, sondern einfach ein paar Drogen zu viel genommen, das hat sich in späteren Jahren etwas... äm... bemerkbar gemacht. Da war der einfach völlig durch.
Anfangs ja - aber der spätere psychische Knacks ist ja nicht zu übersehen, und da war sein Umgang mit seinen Mitmenschen ja nun echt nicht mehr feierlich. Wobei man sagen muss, was frauenverachtendes Verhalten betrifft, dürften viele Auffassungen wohl einfach der damaligen Zeit geschuldet sein. Da galt ja noch ganz allgemein in der Gesellschaft: Mann wirkt, Frau macht ihm schön den Haushalt, kocht, und bringt abends die Pantoffeln. Und das mit dem "Frau hat dem Mann Untertan zu sein" steht ja sogar in der christlichen Bibel. Also, im Vergleich zu anderen, nicht satanistischen, Zeitgenossen war Crowley in der Sache auch nicht übermäßig schlimm.
abberline schrieb:Was die Kapuzenheinis angeht.. geben tut es die, allein schon, weil inzwischen sicher manche Perversen denken, das müsse so sein. Es gibt sicherlich auch Netzwerke. Nur rituell ist da wohl eher nix.
Ja, eben, pädophile Triebtäter, die ihrem Treiben einen "Ritualanstrich" verpassen, um das Klischee durchzuspielen, oder aus einem persönlichen Fetisch heraus. Aber - wie Du ja auch schreibst - keine echten Satanisten, kein echter religiöser oder philosophischer Hintergrund als Motivator - und damit eben kein ritueller Missbrauch (also Missbrauch, um einer Religion/Gottheit/o.ä. zu dienen oder religiösen Regeln zu folgen). Ein großer Unterschied.
Auchganznett schrieb:Dein Wissen ist beachtlich. Es übersteig das meine wahrscheinlich um Welten.
Jahrelange Beschäftigung mit dem Thema. Und was das Geschichtliche betrifft, bez. Rom und Co: Bin studierter Historiker.
Auchganznett schrieb:du vertrittst schon tendenziell die Standart - Meinung und hast einen sehr distanziert, erwachsenen Ton, mit dem Tenor, "das ist schon alles nicht so schlimm"
Wie soll ich denn sonst über Geschichte schreiben, wenn nicht sachlich? Das ist mein Beruf. Ob meine "Meinung" (ich dachte, es geht um Fakten?!) Standard ist, oder nicht, ist mir egal. Bei meinem geschichtlichen Wissen richte ich mich nach Fachliteratur und archäologisch vorliegenden Quellen, und mache mir daraus ein Bild, das mir persönlich plausibel erscheint.

Und ja - was ist an den Bacchanalien schlimm? Was ist an Orgien unter einvernehmlich teilnehmenden Erwachsenen schlimm? Das musst Du mir mal erklären. Jeder kann mit seinem Körper erstmal machen, was er will. Schlimm wird es, wenn Menschen gegen ihren Willen Schaden nehmen - zB Tiere und Kinder, weil die nicht einwilligen können, weil sie dazu nicht die Mündigkeit haben, die Erwachsene im Allgemeinen besitzen. Oder, wenn sexuelle Gewalt ausgeübt wird, gegen Erwachsene, die nicht teilnehmen möchten - auch das ist kriminell. Aber freiwillig können Menschen machen, was sie wollen. Und gerade bei Dingen aus anderen Epochen sollte man immer die damaligen moralischen Auffassungen als Richtlinie nehmen (und auch das, was damals in der jeweiligen Kultur als normal galt), nicht das, was hier und heute üblich ist. Sonst interpretiert man Dinge gerne falsch, nämlich aus heutiger Sicht - die von der damaligen oft meilenweit entfernt liegt.
Auchganznett schrieb:was ich so von z.B. golden dawn gehört habe, geht weit über das hinaus, was wikipedia so verbreitet.
"Gehört". Wer sagt Dir, dass das der Wahrheit entspricht?


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Auchganznett
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28.09.2019 um 00:01
@Aloceria

Super, darf ich dir das mal kurz zur Ansicht rüberreichen.

Wikipedia: Mysterien_von_Eleusis

Kannst du das mit dem Sachverhalt verbinden ?

Bei Plausibilität, ebenso auch eines meiner Lieblingswörter, und dem Thema Ritueller Missbrauch, steht (wenn gemeinsam abgesteckt worden ist, was man damit meint) im Vordergrund die Frage, warum !

Abgrenzung :

Ich spreche von Tätern, die

in erster Linie das wegen der Erhöhung ihrer Energie tun.

Sicherlich ist das Thema Komplizenschaft und Erpressung anteilig.

Jedoch die Erhöhung der eigenen Energie steht im Vordergrund.

Außer Zweifel.


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Ritueller Missbrauch

28.09.2019 um 11:46
Und was möchtest Du mir damit sagen? Ja, es gab im Altertum - und zu allen anderen Zeiten der Menschheitsgeschichte - Kulte, und auch Verschwiegenheitserklärungen für die Teilnehmer. Bezweifelt doch keiner. Wobei ja im Grunde schon jeder Praktikant bei nem Firmenpraktikum eine Verschwiegenheitserklärung ausfüllen muss, keine Firmeninterna auszuplaudern (okay, nicht unter Todesdrohungen ;) ) - auch alles Geheimkulte? ;)

Was hat das nun bitte mit "satanisch-rituellem Missbrauch" in der Moderne zutun?
Auchganznett schrieb:Jedoch die Erhöhung der eigenen Energie steht im Vordergrund.
Oh, ich erahne, das wird Esoterik-Geschwurbel. Wenn Du glaubst, durch Rituale irgendwelche "Energien" aus dem Himmel, von Gottheiten oder Dämonen entziehen zu können, dann tust Du mir ehrlich leid. Oder verstehe ich das jetzt falsch?

Abgesehen davon hat das absolut gar nichts mit dem Threadthema zutun.


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