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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

1.855 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Atlantis, Eiszeit, Grewis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

21.02.2021 um 22:28
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Ich hab nur so meine Probleme mit dem freien Zusammenreimen von Szenarien, was an der Geschichte historisch zu sein habe und was erdacht sein müsse.
Das scheint mir ein allgemeines Problem zu sein bei diesem Thema oder solch ähnlichen.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

22.02.2021 um 09:58
@skagerak

Hallo @skagerak!
Zitat von skagerakskagerak schrieb:Ich hab nur so meine Probleme mit dem freien Zusammenreimen von Szenarien, was an der Geschichte historisch zu sein habe und was erdacht sein müsse.

Das scheint mir ein allgemeines Problem zu sein bei diesem Thema oder solch ähnlichen.
Da kann ich dir nur beipflichten.Aber dieses Problem wird uns noch lange, vielleicht für immer erhalten bleiben.

Gruss caligae168


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

22.02.2021 um 14:26
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Und warum nicht andersherum? Eine durch Regen verursachte Flut hat man erlebt, daß Wasser auch "von untern" her kam, ist das Hinzugedichtete. Ist doch total beliebig, so rum wie anders rum bei Dir.
Wasser kann auch spontan von unten her kommen, nämlich bei starken Erdbeben, wenn es Grundwasser aus dem Boden drückt.
Zitat von Vomü62Vomü62 schrieb:Zumal Gletscher nicht an einem Tag abschmelzen und dabei eine Überschwemmung auslösen.
Gletscher schmelzen zwar nicht schnell ab, aber zuweilen gibt es heftige Gletscherstürze, auch Felsstürze können in großem Umfang eintreten, wenn das Eis, das mürbe Felsen an der Küste bisher zusammenhielt, wegschmilzt. Beides hätte allerdings in der Antarktis passieren müssen, daß die Wassermassen sich Richtung Norden, Richtung Indischer Ozean/Mesopotamien ergießen. Beim großen Tsunami 2004 war immerhin so viel Wasser in Bewegung, daß der Tsunami von Indonesien aus noch am Horn von Afrika ein paar Fischerdörfer am Stand überspült und Menschenleben gefordert hat, das heißt die Tsunamiwelle ist über mehrere tausend Kilometer Ozean gelaufen.
Problem an der Sintflutgeschichte, bei einem Tsunami regnet es nicht, und es gibt auch keine Vorwarnung zwecks Archenbau, einen Tsunami bemerkt man erst dann, wenn sich das Meer kurz vorher wie bei Ebbe zurückzieht, und dann ist es längst zu spät. Außer man glaubt die Story vom vorwarnenden Gott.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

22.02.2021 um 14:38
Das einzige, was heftige Regenfälle "außerhalb der Reihe", also zur falschen Jahreszeit für die Regenzeit, gemischt mit Erdbeben/Wasser aus dem Boden und einer heftigen Springflut vom Meer her zusammen verursachen könnte, wäre ein Meteoriteneinschlag irgendwo weit entfernt im Ozean. Da würde das beim Einschlag verdampfte Wasser hinterher als wochenlanger Regenfall wieder herunterkommen, der erzeugte Tsunami an allen umliegenden Küsten bis weit ins Landesinnere und Flußtäler hoch ins Land auflaufen. In schmalen trichterförmigen Strukturen wie dem arabischen Meer würde sich das Wasser besonders intensiv fangen und hochstauen, mit Überschwemmung durch den ganzen persischen Golf bis rauf in die Flußtäler von Mesopotamien. Die Erdbeben entstehen, wenn der Meteorit wegen seiner hohen Geschwindigkeit bis zum Meeresboden durchbricht und aufschlägt.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

22.02.2021 um 14:46
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Wasser kann auch spontan von unten her kommen, nämlich bei starken Erdbeben, wenn es Grundwasser aus dem Boden drückt.
Ja, aber bestimmt nicht in Atlantis versenkenden Mengen.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

22.02.2021 um 14:56
Das Thema ist gerade die (biblische bzw. vorbiblische) Sintflut. Atlantis wurde der Plato-Geschichte nach von einem Vulkan "erledigt", das ist eine andere Hausnummer.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

22.02.2021 um 15:50
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Was für Schilfboote? Ich habs doch schon geschrieben, daß Utnapischtim Leute aus verschiedenen Handwerken anheuerte für den Bau seiner Arche. Zimmerleute, Bootsbauer. Als Baumaterial wird Holz ausdrücklich erwähnt.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb am 19.02.2021:einen Grundriß teilte ich neunfach ein.‘
Wasserpflöcke‘ schlug ich ihm ein in der Mitte.
"Wasserpflöcke in der Mitte", die sich als Kielschwerter lesen lassen (die gab es auch in Schilfbooten, siehe Thor Heyerdahl, helfen beim Manövrieren), und
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb am 19.02.2021:Für Schiffsstangen sorgt‘ ich, legte nieder den Bedarf:
"Schiffsstangen" hat auch ein Schilfboot, nämlich den stabilen Aufbau für den Mast und die Hütte.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb am 19.02.2021:Immer neue Stützhölzer brachten sie „oben und unten“,
Und es gab natürlich Stützhölzer ringsum, damit die Schiffbauer ringsherum hochklettern konnten, als der Bau wuchs.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb am 19.02.2021:Ihre Rede jedoch gab er einem Rohrhaus wieder:

>Rohrhaus, Rohrhaus! Wand, Wand!
Rohrhaus, höre, Wand, begreife!
Mann von Schuruppak, Sohn Ubara-Tutus!
Reiß ab das Haus, erbau ein Schiff,
Aber welchen Sinn sollte es haben, das "Rohrhaus" abzureißen, solange der Bau des Schiffes noch nicht fertig war? Irgendwo wollte Ut-Napischtim samt Familie ja wohl noch wohnen, und an Platzmangel dürfte man damals in den wenig übervölkerten Zeiten noch nicht gerade gelitten haben, daß die Wohnhütte hätte dran glauben müssen. Außer ... man hat das Material der Hütte, das "Rohr", mit zum Bau verwendet.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Selbst am Jordan wuchsen Bäume, die laut 2.Könige6,2 als Bauholz dienten. Auf der Ostseite des Jordans, gegenüber Benjamin, lag der "Wald Ephraims" (2.Samuel18,6.8.17). Westlich von Jerusalem, am Rand des Berglandes hin zur sich anschließenden Schefela, lag der Ort Kirjat Jearim, was Waldstadt heißt (eigentlich Wälderstadt). Heute sieht die Gegend übrigens so aus:
einstieg-den-emmaus-trail-bei-abu-gosch-Original anzeigen (0,3 MB)

Auch bei Bethel gab es Wald, und zwar groß genug für eine Bärenpopulation (2.Könige2,24). Daß das nördliche Gebirge Ephraim nahezu komplett bewaldet war, wußte man noch gut, wie Du Josua17,14-18 entnehmen kannst. Und aus 2.Chronik27,4 erfahren wir, daß es auch auf dem Gebirge Juda mehrere Wälder gab.
"Wald" nach dortigen Begriffen ist jedes dichtere Gebüsch, aber die Qualität der Bäume, vor allem deren Dicke, läßt sehr zu wünschen übrig, in trockenen und kargen Regionen bleiben Bäume über Jahrhunderte dünne Stangen. Das ist keine Vegetation wie im regenreichen Mitteleuropa, wo die Bäume über Jahrhunderte sehr dicken Umfang erreichen können und entsprechend gutes Bauholz abgeben.

Und die berühmten Zedern des Libanon waren schon damal sehr gesucht, sehr kostbar als duftendes Baumaterial für Tempel und Paläste und daher als Eigentum gehütet, kein Freiwild für jeden Holzfäller der einfach vorbeikam, die konnte sich ein armer Hirte garantiert nicht leisten, nicht mal den aufwendigen Transport erst über Land und dann Flößen von ihrem Standort bis zum Bauplatz. Geflogen sind die Baumstämme wahrscheinlich nicht bis zu ihm, oder hat die ein UFO dorthin gebeamt?
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Wo bittschön gehts denn auch nur andeutungsweise um einen Ruhm für den Archenbau? Bitte keine Zusammenphantasterei, diese Diskussion befindet sich im Bereich Wissenschaft und ist kein Wünschdirwas.
Selbstverständlich geht es um den Ruhm dieses ach so prominenten Ahnen, der immerhin die ganze Menschheit gerettet hat und die ganze Tierwelt noch dazu blabla. Wer hat denn die Geschichte von der Sintflut niedergeschrieben, das war nicht Noah, sondern seine selbsterklärten, entfernten Nachkommen. Die Semiten, egal ob Juden oder Araber, nennen sich ja bis heute stolz Nachkommen des Abraham, und selbstverständlich kennt jeder auch die Geschichte von Noah. Und ist stolz auf die (angebliche) Verwandtschaft. ... Obwohl es, wie schon dargelegt wurde, keine einheitliche weltweite Sintflut gab, und die heutigen nicht-semitischen Europäer sich wohl kaum auf einen nahöstlichen Noah zurückführen lassen, die Indianer nicht, die Chinesen nicht, die Afrikaner und Inder auch nicht, und die Vorfahren der Aborigines sind lange vor der (angeblichen) Zeit der Sintflut in Australien eingewandert.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

22.02.2021 um 22:19
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Wasser kann auch spontan von unten her kommen
Nur weil irgendetwas "so auch möglich ist", heißt das nicht, daß der Sintfluttext da auch historischerweise darauf fußt. So bastelt man, so rekonstruiert man nicht.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Problem an der Sintflutgeschichte, bei einem Tsunami
... sollte man auch richtig nah am Meer leben. Einen Chicxulub-Event innehalb der letzten paar Jahrtausende mal außen vor gelassen.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:In schmalen trichterförmigen Strukturen wie dem arabischen Meer würde sich das Wasser besonders intensiv fangen und hochstauen, mit Überschwemmung durch den ganzen persischen Golf bis rauf in die Flußtäler von Mesopotamien.
Wo kann man das nachlesen? Nach meinem Verständnis verliert eine Welle, die sowas wie den Persischen Golf entlangjagt, nämlich an den Seitenrändern über die gesamte Strecke ständig und gehörig an Kraft.

Wellen breiten sich bekanntlich kreisförmig aus. Auf offenem Meer nähert sich der Kreisbogen immer mehr der Gerade an. Würde man von soeinem Kreisbogen alles bis auf ein schmales Stück "wegschneiden", könnte die Welle anders als bisher sich wieder ungehindert auch zur Seite hin ausbreiten, und es entstünde eine neue kreisförmige Ausbreitung. In einem länglichen Meer würde eine Tsunamiwelle also ständig seitlich aufs Ufer treffen und sich abbauen, und der mittlere Bereich würde kontinuierlich Kraft in die Randbereiche abtreten, wo die Wellen erneut ans Ufer gingen und ihre Kraft dort ließen. Je länger, desto schwächer würde also ein Tsunami.

Hier mal ne im Net gefundene Darstellung dieses Effektes Nicht ganz passend, zeigt aber deutlich den angesprochenen Effekt):

Wellen-Beugung
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Atlantis wurde der Plato-Geschichte nach von einem Vulkan "erledigt"
Wo steht das? Ich kenn nur Timaios25c-d)
Späterhin aber entstanden gewaltige Erdbeben und Überschwemmungen, und da versank während eines schlimmen Tages und einer schlimmen Nacht das ganze streitbare Geschlecht bei euch scharenweise unter die Erde, und ebenso verschwand die Insel Atlantis, indem sie im Meere unterging.
Weder steht da was von einem Vulkan, noch passen die Ereignisse (especially der Insel-Untergang) wirklich zu so einem. Allenfalls läßt Vulkanismus Inseln entstehen, und diese können dann durchaus relativ schnell wieder verschwinden. Doch daß ne bestehende Insel durch nen Vulkan untergeht - kennst Du da was zu?
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:"Wasserpflöcke in der Mitte", die sich als Kielschwerter lesen lassen (die gab es auch in Schilfbooten
[...]
"Schiffsstangen" hat auch ein Schilfboot
Läßt sich beides aber genauso gut bei anderen Bootsarten verstehen. Meine Frage war, wo da denn nun Schilfboote vorkommen. Das war Deine Behauptung, und dafür darfst Du gerne Hinweise erbringen. Daß etwas auch zu Schilfbooten passen könnte, ist dafür nichts wert.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Aber welchen Sinn sollte es haben, das "Rohrhaus" abzureißen, solange der Bau des Schiffes noch nicht fertig war?
Reiß jede Verbindung zu der alten Welt ab, widme Dich ganz der neuen. Das ist so ausdrucksstark, also ich versteh den Sinn sofort.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Irgendwo wollte Ut-Napischtim samt Familie ja wohl noch wohnen
Die Frage stellt man sich, wenn man mit einem realen Geschehen rechnet oder neuzeitliche Ansprüche an eine "stimmige" Erzählung anlegt. Kannst genauso fragen, wie sinnig ein würfelförmiges Boot in einem Flutgeschehen sein kann. Völlig idiotisch, aber um solche Realitäts-Fragen ging es schlicht nicht. Oder auch: warum teilt die Bibel nicht mit, wieso Gott das Opfer des Abel toll fand, aber das Opfer des Kain nicht ansah? Das scherte damals keinen Hörer / Leser einer solchen Story, aber in unserer Zeit und Kultur stellt man diese Art Fragen automatisch. Aber mit solchen Realitäts-Fragen kann man eben keine antiken Texte "knacken", die folgen anderen Regelungen und beziehen aus anderen Fragestellungen ihre Stimmigkeit oder Sinnigkeit. Deswegen: Klar beendet er erst das Alte radikal, bevor er sich dem Neuen zuwendet. So sagt dann auch Jesus "Wer Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes". Oder auf die Bitte eines Jüngers, der ihm nachfolgen will "Laß mich zuerst meinen Vater und meine Mutter beerdigen", antwortet er "Laß die Toten ihre Toten begraben; Du aber folge mir". Wenn etwas sehr essentiell Neues auf dem Spiel steht, wird das Alte radikal abgewiesen, wie sinnvoll ein "gewisses Beibehalten" uns auch erscheinen mag.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Außer ... man hat das Material der Hütte, das "Rohr", mit zum Bau verwendet.
Und zwar als was? Als Strohunterlage zum drauf schlafen? Wir reden hier von einem Boot, das 120 Ellen lang, 120 Ellen breit und 120 Ellen hoch ist, ein Würfel von rund 60 Metern Kantenlänge, mit sieben Etagen. Und da soll eine einzelne mitverbaute Schilfhütte klarstellen, aus welchem Material dieses Boot gebaut worden sein soll??? Also irgendwie erschließt sich mir die Logik nicht.

Zumal nirgends dasteht oder auch nur angedeutet wird, daß der Abriß des "Rohrhaus" irgendwas mit einer Materialbeschaffung für den Bootsbau zu tun haben soll. Auch sonst glänzt die Story nämlich nicht gerade damit, die Materialherkunft in irgendeinerweise zu thematisieren.

Wenn wir etwas über das verbaute Material erfahren wollen, müssen wir schon hinsehen, was denn nun wirklich über den Bau des Schiffes an Details mitgeteilt wird. Na und da haben wir die holzverarbeitenden Berufe.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:"Wald" nach dortigen Begriffen ist jedes dichtere Gebüsch
Heißt das etwa auch andersrum, jeder Wald sei nur dichteres Gebüsch? Die Bibel erwähnt diverse verschiedene Baumarten, von denen einige in der Tat eher strauchartig waren (viele Terebinthen, die gemeine Eiche, der Styraxbum u.a.m.), andere aber durchaus stämmige bis hohe Bäume (viele Terebinthen, die Taboreiche, die Pinie, die Sykomore (Maulbeerfeigenbaum) u.a.m). Von Abschalom wird berichtet, wie der nach der Niederlage im Wald von Ephraim auf einem Esel flüchtet und dabei mit den Haaren im Geäst eines Baumes hängenbleibt, sodaß er nicht mehr mit den Beinen den Boden berührt. Mach das mal an nem Gebüsch. Also nicht das mit dem Esel, sondern das mit dem Hängen an nem Strauchzweig, ohne diesen durch Dein Gewicht runterzubiegen., daß Du stehen kannst. Hier wird kein "Gebüsch" beschrieben, sondern ein "Baum".

Nee Du, so kriegst Du die Bäume nicht aus Palästina raus.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Und die berühmten Zedern des Libanon waren schon damal sehr gesucht, sehr kostbar als duftendes Baumaterial für Tempel und Paläste und daher als Eigentum gehütet, kein Freiwild für jeden Holzfäller der einfach vorbeikam, die konnte sich ein armer Hirte garantiert nicht leisten, nicht mal den aufwendigen Transport erst über Land und dann Flößen von ihrem Standort bis zum Bauplatz. Geflogen sind die Baumstämme wahrscheinlich nicht bis zu ihm, oder hat die ein UFO dorthin gebeamt?
Jetzt wirds aber ein bisserl arg albern. Es ging um Dein
Zitat von T.RickT.Rick schrieb am 19.02.2021:Eine andere interessante Frage, wo will Noah das Holz für seine Riesen-Arche herbekommen haben? Der lebte nicht im Bayrischen Wald, und in seiner Region waren große, gute Bäume schon damals ein sehr knappes und kostbares Gut.
Und daß Noah ein "jeder Holzfäller, der einfach vorbeikam" oder "ein armer Hirte" war, das kannste gerne erst mal aufzeigen. Oder daßzur Zeit des Noah die Zedernzahl schon rückläufig gewesen sei.

Vor allem hast Du noch immer nicht gezeigt, wo Noah denn nun gelebt hat laut Erzählung, sodaß er Ufos zum Antransport brauchte.

Halt Dich mal ein Bißchen zurück mit solchem Unfug, bleib bei der Sache, um die es ging.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Selbstverständlich geht es um den Ruhm dieses ach so prominenten Ahnen
Durch den Bootsbau??? Nee Du, da bleibste den Aufweis aber kräftigst schuldig! Mit so billigen Allgemeinplätzen, daß der Noah nun mal der Held der Geschichte insgesamt ist, kriegste Deine Behauptung (Ruhm für den Archenbau) nicht gerettet.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Und ist stolz auf die (angebliche) Verwandtschaft.
Mit Noah??? "Kind, Du fieberst." Mit Noah ist laut der Story schließlich jeder verwandt, und zwar jeder gleichermaßen "eng", niemand enger als wer anderes.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Obwohl es, wie schon dargelegt wurde, keine einheitliche weltweite Sintflut gab
Dann gab es überhaupt keine Sintflut.
Das deutsche Wort „Sintflut“ ging aus mittelhochdeutsch sin(t)vluot, althochdeutsch sin(t)fluot hervor, das so viel wie „umfassende Überschwemmung“ bedeutet.
Wikipedia: Sintflut
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:und die heutigen nicht-semitischen Europäer sich wohl kaum auf einen nahöstlichen Noah zurückführen lassen
Du hast echt keine Ahnung. Sem ist nur einer der drei Söhne Noahs. Die Völker, die als Nachkommen des Noahsohnes Japhet genannt werden, sind Völker im Norden und Nordwesten von Palästina, es handelt sich (auch) um indogermanische Völkerschaften. Die genealogische Zuordnung ist natürlich nicht identisch mit tatsächlichen historischen Entwicklungen, und selbstverständlich kannte man damals bei Erstellen der Völkertafel nur einen relativ kleinen Ausschnitt der gesamten Welt, sodaß natürlich viele Menschengruppen schlicht fehlen. Dennoch aber kommt praktisch die "gesamte bekannte Menschheit" vor, beileibe nicht "nur die Semiten". Alle sind gleichermaßen Noahs Kinder, das ist die Botschaft, keiner ist nicht Noahs Nachkomme.

Na jedenfalls verzettelst Du Dich und diese Diskussion in immer weitere Nebenthemen. Bleib Doch erst mal bei der Verteidigung Deiner früheren Behauptungen (oder erklär, daß es halt Quatsch war, was Du da gesagt hast), bevor Du die nächsten Themen aufbringst.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

23.02.2021 um 05:00
Hallo!
Ich hoffe dass ich ich es in den Texten hier nicht übersehen habe, aber man sollte nicht vergessen, dass die ägyptischen Priester, von denen die Informationen stammten,nicht nur von einer Flut erzählt haben.

Ist schon eine Weile her dass ich den Kritias gelesen habe, aber ich glaube mich zu erinnern, dass die Priester keine exakte Zahl nannten.
caligae168

PS: Interessant wäre auch wo diese Priester ihre Informationen her hatten.Denn das geschilderte Ereignis war auch schon bei ihnen Jahrtausende her.Und die Infotmationen sind doch sehr detailiert.
Vielleicht lassen sich daraus Schlüsse auf die Authenzität ziehen.Ich weiss allerdings im Augenblick noch nicht in welcher Richtzng.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

23.02.2021 um 15:33
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Wo kann man das nachlesen? Nach meinem Verständnis verliert eine Welle, die sowas wie den Persischen Golf entlangjagt, nämlich an den Seitenrändern über die gesamte Strecke ständig und gehörig an Kraft.

Wellen breiten sich bekanntlich kreisförmig aus. Auf offenem Meer nähert sich der Kreisbogen immer mehr der Gerade an. Würde man von soeinem Kreisbogen alles bis auf ein schmales Stück "wegschneiden", könnte die Welle anders als bisher sich wieder ungehindert auch zur Seite hin ausbreiten, und es entstünde eine neue kreisförmige Ausbreitung. In einem länglichen Meer würde eine Tsunamiwelle also ständig seitlich aufs Ufer treffen und sich abbauen, und der mittlere Bereich würde kontinuierlich Kraft in die Randbereiche abtreten, wo die Wellen erneut ans Ufer gingen und ihre Kraft dort ließen. Je länger, desto schwächer würde also ein Tsunami.
Tsunami in engen Flußtälern oder Fjorden sind verheerend: https://www.handelsblatt.com/technik/energie-umwelt/monsterwelle-in-alaska-mega-tsunami-durch-180-millionen-tonnen-fels/23017454.html?ticket=ST-3983590-qStHTSpfKRDicg4D9gXe-ap1

Ein Tsunami ist ja keine normale Welle, die sich nur an der Oberfläche austobt, da ist das gesamte Meer, die ganze Wassersäule bis runter zum Meeresgrund in Bewegung, und das ist Wasser in riesigen Mengen und eine unglaubliche Kraft, die darin steckt. Die Meeresbewegung in 2004 hatte so viel Kraft, daß sogar an der afrikanischen Küste noch Wellen bis (stellenweise) 9 Meter Höhe auflaufen konnten, tausende von Kilometern vom Ursprung (dem Riß auf dem Meeresboden vor Sumatra) entfernt. Wikipedia: Erdbeben im Indischen Ozean 2004
Auf hoher See, wo das Meer sehr tief ist, bemerkt man so einen Tsunami übrigens nicht, das ist dort nur eine etwas höhere Welle von maximal einem Meter oder so, die vielleicht außerhalb des normalen Wellentakts oder aus einer falschen Richtung kommt, aber die Besatzung eines modernen größeren Bootes würde das kaum wahrnehmen.
Erst wenn die Welle in flache Bereiche kommt, türmt sich das Wasser - nicht nur die Oberfläche, sondern das ganze gestaute Wasser des Ozeans bis ganz runter! hoch auf zu der berüchtigten Monsterwelle.
Vielleicht gibt es ein bißchen Abbau per "schräger" Reibung an Küsten, die ja nicht glatt sind sondern rauh, mit Buchten und Felsen und wasnoch, so daß sich dort Wirbel bilden, die ein wenig von der Wucht wegnehmen, aber der Löwenanteil dieses gestauten Wassers geht weiter, ganz besonders wenn es durch natürliche Formationen in eine Art Trichter geleitet wird, und trifft dann als entsprechend viel höhere Welle aufs Land. Oder rein in ein flaches Flußtal. Und da bleibt dann auf weite Strecken nichts mehr stehen, bis das Meer sich irgendwann totgelaufen hat.

Eine Flut, die durch und über den Persischen Golf (samt umliegender Ufer) bis rauf in die Flüsse Mesopotamiens laufen konnte, muß verdammt viel Kraft gehabt haben. Ursache: irgendein Mega-Fels/Eis-Abbruch in der Antarktis? Oder der Ausbruch irgendeines unterseeischen Supervulkans in dieser Zeit? (Manche liegen unbemerkt und unbekannt auf dem Meeresboden). Oder eben ein Meteoriteneinschlag irgendwo im Indischen Ozean.
Alle diese Ereignisse allerdings haben gemeinsam, daß sie ohne Vorwarnung kommen. Also keine Zeit für irgendeinen Noah, noch rechtzeitig eine Arche zu bauen - außer da waren mindestens Hellseher, oder eben Götter, am Werk, die das im Voraus wußten.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Durch den Bootsbau??? Nee Du, da bleibste den Aufweis aber kräftigst schuldig! Mit so billigen Allgemeinplätzen, daß der Noah nun mal der Held der Geschichte insgesamt ist, kriegste Deine Behauptung (Ruhm für den Archenbau) nicht gerettet.
Warum wird die Story dann bis heute erzählt? Etwa wegen einer Moral die überflüssig geworden ist, weil die Götter von Ut-Napischtim oder der Singlegott von Noah ja hinterher alle versprachen, sowas nie wieder zu machen?
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Mit Noah??? "Kind, Du fieberst." Mit Noah ist laut der Story schließlich jeder verwandt, und zwar jeder gleichermaßen "eng", niemand enger als wer anderes.
"Jeder" der entfernte Vorfahren im Nahen Osten hat vielleicht. Aber die Vorfahren der heutigen Chinesen saßen zum Zeitpunkt der angeblichen Sintflut schon längst in Ostasien, die der Indianer in Amerika, die der Aborigines in Australien, und alles was an Afrikanern südlich oder westlich der Sahara lebte, wurde auch nicht davon betroffen. Davon wußten die Autoren des AT nur nichts, die waren auf ihren kleinen Teil der Welt beschränkt und schrieben ihre Geschichten aus ihrem Blickwinkel.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Du hast echt keine Ahnung. Sem ist nur einer der drei Söhne Noahs. Die Völker, die als Nachkommen des Noahsohnes Japhet genannt werden, sind Völker im Norden und Nordwesten von Palästina, es handelt sich (auch) um indogermanische Völkerschaften.

Die Indogermanen stammen aber nach Meinung der Wissenschaftler aus der Gegend Kaspisches/Schwarzes Meer und somit nicht von irgendwem ab, der viel weiter südlich (?) irgendeiner alten Überlieferung nach eine Überflutung überlebt hat. Falsche Richtung. Außer man setzt doch die Überflutung des Schwarzen Meers am Ende der Eiszeit mit der Grundlage für die Sintflutsage gleich, und verbannt den biblischen Noah ganz ins Reich der viel später dazuerfundenen Märchen.
Wikipedia: Indogermanen Da sind die Völker Palästinas aus dem Norden eingewanderte Indogermanen. Nicht umgekehrt, die heutigen Westeuropäer als ausgewanderte Semiten und Noahs Nachkommen, Europa war zu dieser Zeit auch schon von "Ur-Europäern" besiedelt. Kollision religiöse Legende ./. Wirklichkeit.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Alle sind gleichermaßen Noahs Kinder, das ist die Botschaft, keiner ist nicht Noahs Nachkomme.
Eben. Religiöse "Botschaften" mag man glauben oder nicht. Die Wissenschaft sagt was anderes: https://www.spektrum.de/news/indoeuropaeisch-kommt-aus-der-steppe/1335235


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

23.02.2021 um 16:29
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:nd zwar als was? Als Strohunterlage zum drauf schlafen? Wir reden hier von einem Boot, das 120 Ellen lang, 120 Ellen breit und 120 Ellen hoch ist, ein Würfel von rund 60 Metern Kantenlänge, mit sieben Etagen. Und da soll eine einzelne mitverbaute Schilfhütte klarstellen, aus welchem Material dieses Boot gebaut worden sein soll??? Also irgendwie erschließt sich mir die Logik nicht.
Hast Du eine Ahnung, wie stabil ein Schiff von 60 Meter Breite (bei gleicher Länge) sein müßte, um den Kräften des Meeres zu widerstehen? Moderne Containerschiffe mögen diese Breite erreichen, aber die werden aus massivem Stahl geschweißt!
Für die damalige Technologie war so ein Bau aus Holz, wo die Planken nur gedübelt und zusammengenäht wurden (denn Nägel aus Eisen gab es noch nicht, und Bronzenägel in der nötigen Menge wären unerschwinglich gewesen) schlicht unmöglich gewesen.
Ein Schiff unterliegt ganz anderen Belastungskräften als ein Holzhaus, das still auf festem Boden steht, es muß viel stabiler gebaut ein, vor allem wenn es nicht ein flacher Eindecker ist wie ein Wikingerboot (Meisterwerke der Bootbaukunst), sondern mehrere Etagen hoch sein soll.
Bei der angegebenen Größe und Form ist in der Tat ein Schiff aus Schilf (in langen Bündeln zusammengebunden und in mehreren abwechselnden Schichten übereinandergelegt für den unteren Rumpf) die einzige glaubwürdige Bauweise. Lediglich die inneren Stockwerke werden dann aus Holzplanken bestanden haben, die Bordwände wurden ebenso aus Schilfbündeln hochgezogen, mit Schnüren so hart zugedrillt daß sie fest wie Holz waren. So wie auf diesen Bildern: https://www.google.de/search?source=univ&tbm=isch&q=schilfh%C3%BCtte+sumpfaraber&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwi99JfIooDvAhUNyIUKHaYsBKsQjJkEegQIARAB&biw=1920&bih=1030#imgrc=qHWXk62lbAj_SM
Die Bautechnik hat Thor Heyerdahl in seinen Büchern beschrieben, seine Schilfboote Ra und Tigris waren so gebaut, eine ebenso uralte wie narrensichere Technik, die nicht nur für Häuser oder Boote benutzt werden kann, sondern ganze Inseln als "schwimmende Gärten" wurden so gebaut, von den "Sumpfarabern" des Irak genauso wie bei den Indios des Titicaca-Sees oder auf dem Texcoco-See Wikipedia: Chinampain , überall wo es viel Wasserfläche und Schilf gab und die Bauern mehr Platz für Anbauflächen haben wollten.
Also macht es Sinn, die im gleichen Stil gebaute Hütte abzureißen, und die Schilfbündel einfach neu zu verbauen. Das ersparte ein paar Tage Arbeit, und das Zeitfenster für die Fertigstellung - laut warnendem Gott - war ja knapp, für die Zeit hauste man dann wohl in einem Zelt.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Weder steht da was von einem Vulkan, noch passen die Ereignisse (especially der Insel-Untergang) wirklich zu so einem. Allenfalls läßt Vulkanismus Inseln entstehen, und diese können dann durchaus relativ schnell wieder verschwinden. Doch daß ne bestehende Insel durch nen Vulkan untergeht - kennst Du da was zu?
Krakatau, von der Insel blieb nicht viel übrig. Genug für die Definition "Untergang", denn alles Leben war erst mal ausgelöscht. Santorin dito. Eine Insel muß nicht komplett absaufen, es reicht wenn die Menschen dort "untergehen", zugrundegehen. Und das sind sie, in beiden Fällen. Keine Überlebenden am Schauplatz.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

23.02.2021 um 18:00
noch eine Anekdote aus meiner Marinezeit, die zeigt wie elastisch Stahl sein kann und was für Kräfte auf See da wirken können:
auf unseren Minentransportern (ca. 110m lang) lagen die Unteroffiziers- und Mannschaftsdecks auf Höhe des Hauptdecks, längs lief da ein Gang, ca 50m lang und etwas mehr als 2m hoch. Ich hab's erlebt, daß, vom achteren Niedergang kommend um zum Komanndostand zwei Decks höher zu gelangen, ich von achtern den Gang langschaute und vom vorderen Niedergang nur noch die unterste Stufe sah die schon "in der Decke verschwand". Der Rest war nach oben verbo(r)gen.
Also, da können schon Kräfte auftreten, die aus aus einem 60m Wüfel Streichhölzer machen können.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

23.02.2021 um 18:26
Zitat von Cpt_voidCpt_void schrieb:Also, da können schon Kräfte auftreten, die aus aus einem 60m Wüfel Streichhölzer machen können.
Absolut korrekt. Die berühmten Wikingerschiffe, als Beispiel, waren nicht völlig starr gebaut, sonst hätten die Wellen des Ozeans sie ziemlich schnell zerschlagen, sondern ziemlich beweglich, mit überlappenden Planken wo immer ein bißchen Spielraum war, das Holz konnte bei Belastung nachgeben ohne zu brechen oder leck zu werden.
Ganz stark ist die Beweglichkeit aber tatsächlich bei Schilfbooten, wie Thor Heyerdahl bei seinen Atlantiküberquerungen feststellte, sein erstes Papyrusboot erreichte von der Länge rein zufällig, wie er später merkte, den "goldenen Schnitt" von Schilfbooten, die exakt richtige Länge, und "wand sich durch die Wellen wie eine Seeschlange", so hat er es in seinem Buch "Expedition RA" beschrieben. Die zweite Ra war um ein paar Meter kürzer und verfehlte daher diese Ideallänge, wodurch sie regelrecht über die Wellen "hoppelte", was eine sehr unangenehme Reise war. Antike Schilfbootbauer hätten diese Fehler natürlich nicht gemacht, aber leider wurden zu Heyerdahls Zeiten schon seit ein paar tausend Jahren keine hochseegängigen Schilfboote mehr gebaut.
Auch für einen 60-Meter-Kubus aus Schilf hätte diese innere Beweglichkeit gegolten, deshalb war es wirklich egal, wie lang und breit das Ding war, es schwamm allein wegen des Materials, des zusammengeschnürten Schilfes, wie eine moderne Boje, es war praktisch unsinkbar und konnte Wellen überstehen, die jedes vergleichbare Holzschiff (von einem Hirten ohne Schiffsbaukenntnisse als simpler "Kasten" zusammengestückelt) zertrümmert hätten.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

23.02.2021 um 21:58
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Tsunami in engen Flußtälern oder Fjorden sind verheerend
Entschuldige mal, aber hier reden wir von relativ kurzen Strecken, in denen der Abbau der Wucht natürlich noch nicht weit fortgeschritten ist. Der Golf vor Mesopotamien ist ein bisserl länger.

Wie wäre es mal mit was Qualifizierterem? Das ermüdet und nervt nämlich nur noch.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Ein Tsunami ist ja keine normale Welle, die sich nur an der Oberfläche austobt, da ist das gesamte Meer, die ganze Wassersäule bis runter zum Meeresgrund in Bewegung, und das ist Wasser in riesigen Mengen und eine unglaubliche Kraft, die darin steckt.
Das ist zwar richtig, erklärt aber eben nur einen jeden Tsunami an sich im Gegensatz zu bloßen Wellen. Es erklärt jedoch nicht ansatzweise, wieso ein Tsunami durch den Golf dann so weit ins mesopotamische Hinterland hinein wüten sollte, wie es andere Tsunamis ohne Chicxulub-Event eben nicht hinbekommen.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Vielleicht gibt es ein bißchen Abbau
Jeder Abbau macht einen Tsunami schwächer als einen Tsunami ohne solchen Abbau.

Und Dein "ein bißchen" klingt nicht sonderlich nach "basiert auf Sachkenntnis", wenn direkt im Anschluß der Kraftverlust an den seitlichen Ufern erklärst als
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Abbau per "schräger" Reibung an Küsten, die ja nicht glatt sind sondern rauh
Entschuldige, aber da fällt mir echt nichts zu ein (ok, stimmt nicht, ich bin nur sprachlos).
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Eine Flut, die durch und über den Persischen Golf (samt umliegender Ufer) bis rauf in die Flüsse Mesopotamiens laufen konnte, muß verdammt viel Kraft gehabt haben.
Definitiv nicht.

Eine Tsunamiwelle, die in den Persischen Golf gelangen will, die muß erst durch den Golf von Oman. Der beginnt im Südosten zwischen der Südspitze der Ostküste Omans und der westlichen Meeresgrenze Pakistans. Der Golf von Oman ist in der Tat deutlich trichterförmig, und das Verhältnis der Länge der seitlichen Küstenlinien zur Breite des Golfes ist so, daß in der Tat nur ein geradezu vernachlässigbarer Teil der Kraft des Tsunamis hier verloren geht, weit weniger, als durch die Trichterwirkung sowie durch die Abnahme der Meerestiefe an Kraft pro Kilometer Buglinie gewonnen wird. Das Dumme aber: Die Ausrichtung des Golfes von Oman, seiner Ufer und selbst seines Bettes, führt dazu, daß de Hauptkraft eines hier durchgehenden Tsunamis fast exakt nach Norden ausgerichtet ist. Diese Hauptkraft geht in der an der engsten Stelle bis unter 40 km engen Straße von Hormuz mit voller Wucht an die persische Küste, die hier ein große Bucht ist, keine gerade Linie. Hier auf diese Küste knallt jeder vom Arabischen Meer eindringende Tsunami voll aufs Land und gibt seine Hauptkraft just hier ab. Nur Reste des Tsunamis, die zum einen nördlich der Halbinsel Musandam von der Hauptwelle nun wieder kreisförmig abgehen, und zum anderen nach dem Aufprall auf die persische Küste zurückgeworfen werden, nur diese Reste breiten sich nun in südwestliche Richtung in den südichen Persischen Golf aus.

Hier nun wandert der Tsunami in den Südteil des Persischen Golfes hinein, und seine Hauptkraft verläuft in westsüdwestliche Richtung, sodaß die verbliebene Hauptkraft schließlich hauptsächlich auf die Südküste trifft, also auf die arabische Halbinsel. Und wieder geht nur ein kleinerer Teil der Kraft des restlichen Tsunamis hinter den beiden persischen Kaps Ra's-e Shenaz und Ra's-e Bostaneh kreisförmig ausbreitend in Richtung des nordwestlichen Teils des Persischen Golfes. Und der Rest der Tsunamikraft, der beim Auftreffen auf die arabische Küste trifft, kann sich diesmal nicht überwiegend ein ein und die selbe Richtung ausbreiten. Egal, in welche Richtung von hier aus eine Welle zurückgeworfen wird, die meisten Richtungen führen hauptsächlich zu zu irgendeinem Punkt der persischen Küste im Norden oder zu einem erklecklichen Teil zur Ostküste Katars, der Insel, die auf der arabischen Seite den beckenförmigen Südwestteil des Persischen Golfes vom schmaleren länglichen Nordwestteil des Golfes abgrenzt. Nur sehr wenige zurückgeworfene Wellen vermögen es, in direkter Linie durch den Golf in Richtung Mesopotamien zu verlaufen.

Von dem Tsunami, der durch den Golf von Oman geht, wandert nur noch ein kläglich schwacher Rest durch den nördlichen Bereich des Persischen Golfes. Und dieser ist überhaupt nicht trichterförmig. Dafür aber recht lang gemessen an seiner Breite, sodaß schon ein nennenswerter Teil seiner Rest-Kraft sich an den seitlichen Ufern abbauen kann. Dies umso mehr, als daß der Golf im nordwestlichen Teil besonders flach ist (die mittlere Tiefe des gesamten Golfes liegt nur bei 26 Metern, im östlichen Bereich ist er noch am tiefsten, bis 100m). Das bedeutet, daß ein enorm großer Teil der Kraft der Tsunamiwelöle nicht mehr in größeren Tiefen ruhig am Ufer entlang strömen kann, ohne an Land geworfen zu werden, sondern daß ein erheblicher Teil durch Überflutung der seitlichen Ufer abgeleitet wird.

Bei nem Tsunami möchte ich trotzdem nicht an der Euphratmündung stehen. Aber ein paar Kilometer weiter landeinwärts , da würd ich mir keine Sorgen machen. Womöglich nicht mal bei nem Chicxulub-Tsunami, der all diese Hürden nehmen muß.

Ein aus dem arabischen Meer kommender Tsunami hat übrigens zwischen Arabien und Pakistan, also noch vor Erreichen des Golfes von Hormuz, seine Hauptausrichtung und Hauptkraft grob in westnordwestliche Richtung. Beim Erreichen des Golfes von Oman diese Hauptkraft voll auf die von Arabien ausgehende hornartige Halbinsel, die diese Richtung auf der gesamten Breite abriegelt. Schon hier, im Golf von Oman, würde also ein Tsunami seine Kraft großenteils verlieren, und nur ein Rest ginge dann durch den Golf in nördliche Richtung weiter. Schon hier also setzt der Kraftverlust ein.

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Rechts der Ausläufer des Arabischen Meeres, rechts vom arabischen "Horn" der Golf von Oman, nördlich seiner Spitze die Straße von Hormuz, links davon fängt der Persische Golf an.

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Hier sieht man gut die Zweiteilung des Persischen Golfes. Der südöstliche Teil ist abgesehen vom Ostende fast genau so hoch (NS-Richtung) wie breit (OW-Richtung). Der Südteil bildet duch die Halbinsel im Osten und die Insel im Westen eine riesige Bucht. Von deren Südküste aus verläuft nur ein kleiner Teil von der Küste an gezogener gerader Linien zwischen Katar und der persischen Küste hindurch bis zum Mündungsbereich von Euphrat und Tigris.Wellen, die von hier ins Meer zurückgeworfen werden, gehen also zuallermeist gegen die Küste Persiens und Katars. Auch sieht man gut, daß der nordwestliche Golf sehr flach ist, und daß er sich nicht trichterförmig verjüngt.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Warum wird die Story dann bis heute erzählt?
Nicht, weil der Bootsbau ne super Leistung von Noah, dem tollen Hecht, war.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Etwa wegen einer Moral die überflüssig geworden ist, weil die Götter von Ut-Napischtim oder der Singlegott von Noah ja hinterher alle versprachen, sowas nie wieder zu machen?
Du wirst lachen - genau das ist die Hauptaussage des priesterschriftlichen Sintflutberichts. Und zwar von Anfang an. Natürlich werden auch noch Vorstellungen dder göttlichen Weltordnung transportiert, die Grundlage für die spätere Struktur der "politischen Lankarte" gesetzt (hethitisches Großreich - Japhetiten-Völker; assyrisches Großreich - Semiten-Völker; ägyptische Machtsphäre - Hamiten-Völker), die Noachitischen Gesetze für die Menschheit werden verkündet, im sog. jahwistischen Bericht kommt auch zum ersten Mal kultische Reinheit, zum zweiten Mal die einrichtung des Kultes zum Tragen. Gründe für die Aufnahme der Sintflut gibt es viele. Und anders als die tolle Leistung des Archenbaus werden diese Themen sogar wirklich sprachlich realisiert.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:"Jeder" der entfernte Vorfahren im Nahen Osten hat vielleicht.
Jeder, von ddem (von dessen Volk) die Leute damals je was vernommen haben. Also "die ganze Welt", auch wenn die Damaligen halt nicht wirklich die ganze Welt kannten.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Aber die Vorfahren der heutigen Chinesen saßen zum Zeitpunkt der angeblichen Sintflut schon längst in Ostasien
Schön für sie. Wußte in Kanaan nur keiner was von denen. Hätten sie das gewußt, hätten sie die Chinesen da mit eingearbeitet als Nachkommen Noahs. Denn es ging genau darum: alle Nachsintflutler sind Nachkommen Noahs. Es wird doch ausdrücklich gesagt in 7,21-22:
Da kam alles Fleisch um, das sich auf der Erde regte, [alles] an Vögeln und an Vieh und an Tieren und an allem Gewimmel, das auf der Erde wimmelte, und alle Menschen; alles starb, in dessen Nase ein Hauch von Lebensodem war, von allem, was auf dem trockenen Land [lebte]
Und ebenso ausdrücklich wird am Ende von V. 23 gesagt:
Nur Noah blieb übrig und das, was mit ihm in der Arche war.
Was daran übersteigt denn nun Deinen Verstehenshorizont zu kapieren, daß Chines und Aztek nur deswegen in der späteren Völkerauflistung fehlen, weil die Erzähler nichts von denen wußten? Der Text läßt daran doch keinen Zweifel: Was nach der Sintflut lebt, ist Nachkomme von dem, was auf der Arche die Sintflut überlebt hat. Alles, was an Menschen lebt, sind Nachkommen Noahs je einem der drei Noah-Söhne patrilinear zuordenbar. Es! Geht! Nicht! Anders!
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Die Indogermanen stammen aber nach Meinung der Wissenschaftler aus der Gegend Kaspisches/Schwarzes Meer
Oh mann, was hat das denn damit zu tun? Reineweg nichts. De biblische Völkertafel drückt eine Vorstellung aus, keine echten historischen Entwicklungen.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:und somit nicht von irgendwem ab, der viel weiter südlich (?) irgendeiner alten Überlieferung nach eine Überflutung überlebt hat. Falsche Richtung.
Putzigerweise lassen sich die japhetitischen Völker ein einem Großraum lokalisieren, der sich von Griechenland (Jawan-Ionien) über die Türkei, südlich von Schwarzem und Kaspischem Meer entlang bis in den Osten Persiens (Madai-Medien) hinzieht. Würde also sogar primstens passen. Also die "indogermanische Urheimat" sowie der frühe westliche Ausbreitungsstrang. Aber wie gesagt, damit hat das nicht mal was zu tun. Habs dennoch angemerkt, da es immerhin zeigt, wie Du ohne Ahnung hier Unsinn erzählst.

Wo auch immer Noah nun gelebt haben mag (laut Bericht strandete er nach der Sintflut irgendwo in der Nähe des heutigen Berges Ararat (grob südlich des Kaukasus)), so werden als seine Nachkommen Völker aufgezählt, die zur Zeit des Erzählers in voneinander doch recht weit entfernten Regionen lebten, Griechenland im Nordwesten, Medien im Nordosten, Jemen am Südende der Arabischen Halbinsel (Saba), ja sogar im Norden Schwarzafrikas (Kusch). Egal, wo Du Noah hinsetzen willst, die Bibel kennt also durchaus Noahnachkommen-Völker, die tausende Kilometer davon entfernt leben.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Außer man setzt doch die Überflutung des Schwarzen Meers am Ende der Eiszeit mit der Grundlage für die Sintflutsage gleich
Wüßte nicht wieso. Mit der Logik müßteste die Überflutung genauso in die Region von Jemen und dem Südsudan / Äthiopien verlagern. Das ergibt doch keinen Sinn.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Da sind die Völker Palästinas aus dem Norden eingewanderte Indogermanen.
Wo soll das denn bittschön da stehen? Ich kann da nichts finden. Allenfalls finde ich dort Hinweise, daß eine Kultur im Großraum des nördlichen Schwarzmeerbereich kulturelle Spuren in vielen Gegenden hinterließ, in denen Völker indogermanischer Sprache leben, aber ebenso auch im Syrisch-palästinischen Großraum. Ob das durch Kulturaustausch oder ethnische Ausbreitung erfogte, ist dem nicht zu entnehmen. Ebenso nicht, ob diese Gruppe nun "Urindogermanen" waren oder nur in verschiedenen Völkern aufgingen, zumeist eben indogermanischen. Dann find ich eine ähnliche Sache zu einer Gruppe, die am Kaspischen Meer und in Ostanatolien ihren Ursprung gehabt hat, und die genetische Spuren in vielen Regionen von Völkern indogermanischer Zunge hinterließen, ebenso auch bei Menschen des syrisch-palästinischen Großraums. Aber auch hier ist wieder die Frage, ob es sich um "die Urindogermanen" handelte, oder ob diese Gruppe sich nur mit diesen vermischte, separat dazu aber auch mit vorderasiatischen Volksgruppen. Deren Gene finden sich freilich bei diversen indogermanischen Völkern kaum oder gar nicht. In Skandinavien zum Bleistift findet sich die Y-DNA-Haplogruppe J2 nur in sehr geringem Maße, nur im Süden. Da sie auf Island praktisch komplett "unter Radar" liegt, kann diese Haplogruppe also erst in den letzten 1000 Jahren nach Nordeuropa gelangt sein und hat nichts mit einer indogermanischen Ausbreitung zu tun, sondern ist erst sekundär in diese eingedrungen.

Selbst die Wikipedia weiß über solche "Gleichsetzungen" zu sagen:
Mit diesen Erkenntnissen kann jedoch kein Beweis zur tatsächlichen Herkunft der indogermanischen Sprache erbracht werden.
Wie ich schon sagte, sowohl die kulturellen als auch die genetischen Spuren einer konkreten Gruppe, die sich vermehrt in Regionen von Völkern mit indogermanischer Sprache wiederfinden, kann eben nicht nur als Beleg der Ursprungsgruppe jener Indogermanen gedeutet werden, sondern als Ergebnis einer Vermischung mit selbigen zu irgendeiner, gern auch frühen, Zeit. Daher können Spuren davon, die sich auch bei semitischen Gruppen finden, entweder von Indogermanen stammen oder von jener anderen Gruppe, die nur eben auch die Indogermanen beeinflußt hat.

Nebenbei war der syrisch-püalästinische Großraum schon im Neolithikum ein Durchgangs- und Kontaktraum zahlreicher Völkerschaften. So heiratet zum Bleistift König David laut Bibel die Batscheba, Witwe "Urias, des Hethiters", eines Offiziers aus Davids Heer. Hethiter waren ein Volk bzw. eine Völkergruppe in Kleinasien, die in der Spätbronzezeit ein Großreich stellten (Troja gehörte auch dazu). Die Hethiter streckten damals ihre Fühler auch nach Syrien und Palästina aus.. Und klar blieben dann auch etliche dort kleben und gingen schließlich in der heimischen Bevölkerung auf. Hethiter sprachen übrigens eine indogermanische Sprache (Watar heißt Wasser). Das ist dann aber sekundärer Einfluß und nicht Urbevölkerung Palästinas.

Und ganz nebenbei war Syrien-Palästina schon weit länger Duchgangs- und Kontaktregion. Hier fand man sowohl frühe Homo-sapiens-Fossilien als auch Neandertaler (zum Teil in der selben Höhle). Hier dürften auch die Vermischungen stattgefunden haben, die sämtlichen Außerafrikanern das nachgewisene Neandertaler-Erbgut einbrachten. Und die mit fast 2 Millionen Jahren rund 20 mal älteren Funde zum Homo (erectus) georgicus im georgischen Dmanisi zeigen, daß Homininen schon weit früher durch Palästina und Syrien gewandert sein müssen.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Nicht umgekehrt, die heutigen Westeuropäer als ausgewanderte Semiten
Ähm, was ist denn das für ein Humbug?
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Nicht umgekehrt, die heutigen Westeuropäer als ausgewanderte Semiten und Noahs Nachkommen
Wieso? Im Sinne eines "als Nachkommen des letzten gemeinsamen Vorfahren" bleibt das doch stets korrekt. Die Bibel nennt diesen letzten gemeinsamen Vorfahren eben Noah.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Eben. Religiöse "Botschaften" mag man glauben oder nicht. Die Wissenschaft sagt was anderes
Nur kommt sich das beides auch nicht notwendig ins Gehege.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Hast Du eine Ahnung, wie stabil ein Schiff von 60 Meter Breite (bei gleicher Länge) sein müßte, um den Kräften des Meeres zu widerstehen? Moderne Containerschiffe mögen diese Breite erreichen, aber die werden aus massivem Stahl geschweißt!
Du weißt das, ich weiß das. Was wußten hingegen damalige Erzähler? Konnten die sich ein so großes Boot aus Schilf vorstellen? Ganz sicher nicht. Konnten sie es mit dem Material Holz? Da hab ich keine Zweifel. Bäume gelten in vielen Kulturen als Symbol der Stärke und Festigkeit. Daß damit dennoch nicht alles stabil zu bauen ging wie etwa so ne Riesenarche - wie hätten die das wissen sollen?
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Bronzenägel in der nötigen Menge wären unerschwinglich gewesen
Das ist schon wieder eine zu historisierende Überlegung. Die Frage, wie teuer sowas wäre, stellt doch keiner. Und wenn doch, hätte sicher wer gesagt "Das war zu ner völlig anderen Zeit, vor der Sintflut, als die Leute bis 1000 Jahre alt wurden. Damals waren die Bedingungen besser, man besaß mehr, alls gabs im Überfluß". So stellten sich diverse Kulturen tatsächlich die Frühzeit kurz nach Schöpfung vor. Manche meinten sogar, die Menschen seien damals alle sehr viel größer gewesen (bis 100 Meter und solche Scherze).
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Bei der angegebenen Größe und Form ist in der Tat ein Schiff aus Schilf (in langen Bündeln zusammengebunden und in mehreren abwechselnden Schichten übereinandergelegt für den unteren Rumpf) die einzige glaubwürdige Bauweise.
WAAAASS?????? Belege!
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:So wie auf diesen Bildern
Die größten dort zu sehenden Hütten gehen kaum über fünf Meter Höhe hinaus. Der tragende Boden ist der Untergrund, nicht Schilf odgl. und irgendwelche Scher- und sonstigen Kräfte durch Fahren auf bewegtem Wasser treten da auch nicht auf. Und Holzetagen, die vom Schilf gehalten werden müssen, konnte ich auch keine erkennen. Die Logik ist ungefähr die: Wenn ich aus Strohhalmen ne Brücke bauen kann und die stabil bleibt, wenn ich meine Spielzeug-Indianer da rauf stelle, dann können wir auch ne Autobrücke übern Rhein aus einlagigem Stroh bauen.

Weia!

Und nein, auch ganze Strohsiedlungen von Arabien bis Titikaka sind kein Vergleich, auch Heyerdahls Ra und Tigris nicht, die wären allenfalls kleine Rettungsboote einer Arche Utnapischtim. Du vergleichst hier echt Äpfel mit Glühbirnenverpackungen.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Also macht es Sinn, die im gleichen Stil gebaute Hütte abzureißen, und die Schilfbündel einfach neu zu verbauen.
Nicht nach Deinen bisherigen Ausführungen vom besten Baustoff Stroh und von Tigris fuhr ja auch usw.

Und vor allem warte ich noch immer darauf, daß Du mal zeigst, wo da nun irgendwas von einem Schilfboot steht. Du versuchst hier gerade nur, irgendwelche Wahrscheinlichkeiten zu basteln, daß es ein Schilfboot gewesen sein könnte (und nicht mal das gelingt Dir).Aber selbst das deckt nicht Deine "Tatsache" ab
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Atlantis wurde der Plato-Geschichte nach von einem Vulkan "erledigt"
?
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Genug für die Definition "Untergang"
Für eine Bezaichnung "Untergang von Atlantis" würde eine partielle Zerstörung, und erst recht eine komplette Vernichtung des Lebens, durchaus reichen. Wenn aber gar nicht von "Untergang" die Rede ist, sondern von "ging im Meer unter", dann sieht das schon anders aus. Weißt ja:
ebenso verschwand die Insel Atlantis, indem sie im Meere unterging.
Das klingt dann doch verdammt nach einem Versinken im Meer, auch schwerlich nur nach einem partiellen.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

25.02.2021 um 14:49
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Die größten dort zu sehenden Hütten gehen kaum über fünf Meter Höhe hinaus. Der tragende Boden ist der Untergrund, nicht Schilf odgl. und irgendwelche Scher- und sonstigen Kräfte durch Fahren auf bewegtem Wasser treten da auch nicht auf. Und Holzetagen, die vom Schilf gehalten werden müssen, konnte ich auch keine erkennen. Die Logik ist ungefähr die: Wenn ich aus Strohhalmen ne Brücke bauen kann und die stabil bleibt, wenn ich meine Spielzeug-Indianer da rauf stelle, dann können wir auch ne Autobrücke übern Rhein aus einlagigem Stroh bauen.

Weia!

Und nein, auch ganze Strohsiedlungen von Arabien bis Titikaka sind kein Vergleich, auch Heyerdahls Ra und Tigris nicht, die wären allenfalls kleine Rettungsboote einer Arche Utnapischtim. Du vergleichst hier echt Äpfel mit Glühbirnenverpackungen.

Zitat von T.RickT.Rick schrieb:
Also macht es Sinn, die im gleichen Stil gebaute Hütte abzureißen, und die Schilfbündel einfach neu zu verbauen.

Nicht nach Deinen bisherigen Ausführungen vom besten Baustoff Stroh und von Tigris fuhr ja auch usw.

Und vor allem warte ich noch immer darauf, daß Du mal zeigst, wo da nun irgendwas von einem Schilfboot steht. Du versuchst hier gerade nur, irgendwelche Wahrscheinlichkeiten zu basteln, daß es ein Schilfboot gewesen sein könnte (und nicht mal das gelingt Dir).Aber selbst das deckt nicht Deine "Tatsache" ab
Du schreibst jetzt selber eine Menge Unfug.
Erstens mal, Schilf ist kein Stroh! Sondern von Natur aus wasserfest imprägniert, das Zeug wächst ja von Natur aus in Sümpfen und an Uferrändern, wo es ständig feucht und schlammig ist und des öfteren natürliche Überschwemmungen stattfinden, und die Pflanzen gehen trotzdem nicht zugrunde, indem sie im schlammigen Wasser verfaulen, was den meisten reinen Landpflanzen dann passieren würde.
In einer bestimmten Jahreszeit (laut dem was Heyerdahl erfuhr) enthalten die Stengel sogar bestimmte Stoffe, die sie für längere Zeit sogar gegen Salzwasser immun machen, was vergleichbares kennt man auch von europäischen Bäumen, deren Holz als besonders widerstandsfähig gilt, wenn es zu einer bestimmten Zeit im Winter geschlagen wird.
Das Schilf (jedenfalls die Sorte, die im Nahen Osten verbreitet ist) stellt sich anscheinend von Natur aus darauf ein, auch mal mit Salzwasser überflutet zu werden, wenn nach einer Trockenzeit der Zufluß von Süßwasser zu wünschen übrig läßt und potentiell Meerwasser von den Flußmündungen her zuströmt.

Und zweitens, nur weil die Völker, die bis heute so bauen, nur ziemlich kleine Objekte wie Heyerdahls Schiffe, die viel kleineren "Pferdchen" ("Caballitos") der Indios oder ihre eigenen Wohnhäuser errichten, heißt das nicht, daß man mit diesem Material nicht auch größer bauen könnte, denn der Länge und Dicke der zusammengedrillten Schilf"würste" ist keine Grenze gesetzt, die könnte man auch 200 Meter lang oder länger machen bei einer Dicke von einem Meter und mehr, wenn jemanden der Trieb drückt. Und wenn die wirklich gut zusammengeschnürt sind, ist so eine Schilf"wurst" so starr und hart wie ein Baumstamm. Da kriegt man keine Messerspitze mehr zwischen die einzelnen Schilfstengel.

Die Zeitgenossen von Ut-Napischtim werden sich verschärft an die Stirn getippt haben, als der einen Bau von 60 Metern Länge und Breite und mit etlichen Stockwerken in Angriff nahm, was für damalige Zeiten die Ausmaße eines mittleren Palastes waren. Größenwahnsinnig werden sie ihn genannt haben. Aber technisch war es machbar, alle Mittel vorhanden, alle Bautechniken von den kleineren Einheiten her bekannt, das Material (Schilf und Stricke) problemlos in großen Mengen zu bekommen, und alles was man dann noch brauchte waren starke Kerle, die alles zusammenschnürten.
Alles verfügbar, alles machbar. Könnte man heute immer noch, wenn man noch genug Schilf zusammenbrächte, denn die meisten Bestände davon sind längst der Landwirtschaft entlang der Flüsse und der Urbarmachung der Sumpfgebiete zum Opfer gefallen - Heyerdahl mußte sich seinen Papyrus für seine Ra-Boote von weither kommen lassen, weil es entlang der Ufer des Nils schon lange keine ausreichenden Bestände davon mehr gab.
Nachbauten der Noah-Arche gibt es bekanntlich von eifrigen Bibelgläubigen (ob die Dinger aber tatsächlich einer Flut standhalten täten ... andere Geschichte.) Bin gespannt, wann sich jemand mal für die Arche des Ut-Napischtim interessiert.


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Atlantis – prähistorische Hochkultur oder frühester Science Fiction?

25.02.2021 um 15:19
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Wieso? Im Sinne eines "als Nachkommen des letzten gemeinsamen Vorfahren" bleibt das doch stets korrekt. Die Bibel nennt diesen letzten gemeinsamen Vorfahren eben Noah.
Wenn Bibel, dann ganz oder gar nicht. Bekanntlich gibt es da auch die Abstammungslisten "A zeugte B, B zeugte C" etc., was es einem Bischof mal ermöglichte, den Zeitpunkt der Schöpfung auf irgendwas 4004 vor Christus zurückzuberechnen, das ergibt mit den 2000 Jahren ab Christus diese ominösen 6000 Jahre, die die Welt laut überzeugten Kreationisten insgesamt nur alt sein soll, und Noah lebte natürlich nochmal einige Zeit nach dieser angeblichen Schöpfung.
Zu dieser Zeit war aber längst die ganze Welt von Menschen besiedelt, deren Vorfahren alle miteinander schon lange vor der (errechneten) Zeit des "biblischen" Noahs in ihre jeweiligen Wohnorte gelangt waren. Deshalb war das mesopotamische Flutereignis auch nur ein regionales, genauso wie das griechische (anderer Ozean, nämlich Mittelmeer), die indianischen, chinesischen oder sonstigen Flutüberlieferungen. Und dieser biblische Noah hat sich vielleicht regional in seinen Erben verbreitet, nämlich hauptsächlich den semitischen Völkern (die angeblich von seinen Söhnen abstammen, aber selbst das ist wahrscheinlich nur fromme Legende), aber eben nicht im Rest der Welt, denn der war längst vorher schon besiedelt.

Sicher gibt es irgendeinen gemeinsamen Vorfahren aller heutigen Völker, der vor 10.000 oder länger lebte (wenn man die Vermischung mit Neandertaler noch einbezieht, sogar vor mehr als 40.000 Jahren), aber das war dann eben kein Noah. Kein Sintflutbezwinger irgendeiner Art oder eine andere Berühmtheit, von dem die Nachfahren noch erzählt hätten. Genauso wie niemand jemals von der "Ur-Eva" erzählt hat, bevor die moderne Wissenschaft ihre Existenz in den Raum stellte: Wikipedia: Mitochondriale Eva Und die hat angeblich schon zwischen 100.000 und 200.000 Jahre auf dem Buckel. Lange vor allen biblischen Zeiten also, und auch noch am falschen Fleck, nämlich mitten in Afrika. Eine "schwarze" Eva - geht ja gar nicht. Oder?


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25.02.2021 um 16:56
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Erstens mal, Schilf ist kein Stroh!
Whow, Du hast mal was Richtiges geschrieben. Ist zwar völlig irrelevant, weil es sich hier nur um ungenaue Vokabelverwendung handelt, aber naja, Du mußt schließlich alles mitnehmen, was Du überhaupt mal kriegst.
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:[...] In einer bestimmten Jahreszeit (laut dem was Heyerdahl erfuhr) enthalten die Stengel sogar bestimmte Stoffe, die sie für längere Zeit sogar gegen Salzwasser immun machen [...]
Auch ich kann die Wikipedia lesen. Aber Du bastelst noch immer nur daran, wieso Schilf beim Verbauen auch Vorteile haben kann und nicht daran, daß Utnapischtim ein Bambusboot* gebaut hat. *[Spoilersiehst Du, ich geb Dir noch ein Erfolgserlebnis mit auf den Weg, ich hab schon wieder "ne Menge Unfug" geredet und liege ja tooootaaaal falschstens]
Zitat von T.RickT.Rick schrieb:Und zweitens, nur weil die Völker, die bis heute so bauen, nur ziemlich kleine Objekte wie Heyerdahls Schiffe, die viel kleineren "Pferdchen" ("Caballitos") der Indios oder ihre eigenen Wohnhäuser errichten, heißt das nicht, daß man mit diesem Material nicht auch größer bauen könnte, denn der Länge und Dicke der zusammengedrillten Schilf"würste" ist keine Grenze gesetzt, die könnte man auch 200 Meter lang oder länger machen bei einer Dicke von einem Meter und mehr, wenn jemanden der Trieb drückt. Und wenn die wirklich gut zusammengeschnürt sind, ist so eine Schilf"wurst" so starr und hart wie ein Baumstamm. Da kriegt man keine Messerspitze mehr zwischen die einzelnen Schilfstengel.
Jenau, und wenn man die Brücke nur dick genug baut, kann man auch ne 1000km lange Granitbrücke bauen, die nur an den Enden auf Stützen steht. Nee, geht nicht. Bei 1000km werden selbst Himmelskörper zu (Nahezu-)Kugeln. So gibt es für alles Obergrenzen, das ist schlicht Physik. Weswegen Insekten dank Chitin-Exoskelett und Tracheen-Atmung keine schweren und voluminösen Körper hervorbringen können, sondern mit ihren karbonzeitlichen Riesenformen tatsächlich nahe am Limit gewesen sind. Auch mit Wirbeltierskelett und unserem Herz-Kreislauf-System sind 10...20m hohe Riesentiere nicht machbar. Quasi "jeder Stoff hat seine eigenen Limits".

Wo das Limit für grashalmbasierten Großschiffbau* liegt, darfst Du gerne erst mal aufzeigen, bevor Du Utnapischtim noch übertrumpfen willst. *[Spoilersiehst Du, schon wieder, extra für Dich]

Mit Deinem "keine Grenze gesetzt" hast Du also nur eines gezeigt: Du faselst haltlos rum.

Deswegen beende ich es hier. Dein hiesiges Gewäsch hat schlicht Null Belang, Deine Beiträge sind inhaltlich wrdlbrmpft, Hintergrundrauschen aus Buchstaben. Komm wieder, wenn Du Substanz hast.

Und tschüß!


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25.02.2021 um 17:50
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Was daran übersteigt denn nun Deinen Verstehenshorizont zu kapieren, daß Chines und Aztek nur deswegen in der späteren Völkerauflistung fehlen, weil die Erzähler nichts von denen wußten? Der Text läßt daran doch keinen Zweifel: Was nach der Sintflut lebt, ist Nachkomme von dem, was auf der Arche die Sintflut überlebt hat. Alles, was an Menschen lebt, sind Nachkommen Noahs je einem der drei Noah-Söhne patrilinear zuordenbar. Es! Geht! Nicht! Anders!
Klar, weil diese Story ein Märchen ist. Aus dem sehr beschränkten Wissen und Vorstellungsvermögen bronzezeitlicher Bewohner des Nahen Ostens entstanden. Hab ich etwas anderes behauptet? Wer alles in der Bibel wörtlich nehmen möchte wie manche Fanatiker, der scheitert sehr schnell an der historischen Realität.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Bei nem Tsunami möchte ich trotzdem nicht an der Euphratmündung stehen. Aber ein paar Kilometer weiter landeinwärts , da würd ich mir keine Sorgen machen. Womöglich nicht mal bei nem Chicxulub-Tsunami, der all diese Hürden nehmen muß.

Ein aus dem arabischen Meer kommender Tsunami hat übrigens zwischen Arabien und Pakistan, also noch vor Erreichen des Golfes von Hormuz, seine Hauptausrichtung und Hauptkraft grob in westnordwestliche Richtung. Beim Erreichen des Golfes von Oman diese Hauptkraft voll auf die von Arabien ausgehende hornartige Halbinsel, die diese Richtung auf der gesamten Breite abriegelt. Schon hier, im Golf von Oman, würde also ein Tsunami seine Kraft großenteils verlieren, und nur ein Rest ginge dann durch den Golf in nördliche Richtung weiter. Schon hier also setzt der Kraftverlust ein.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Hier sieht man gut die Zweiteilung des Persischen Golfes. Der südöstliche Teil ist abgesehen vom Ostende fast genau so hoch (NS-Richtung) wie breit (OW-Richtung). Der Südteil bildet duch die Halbinsel im Osten und die Insel im Westen eine riesige Bucht. Von deren Südküste aus verläuft nur ein kleiner Teil von der Küste an gezogener gerader Linien zwischen Katar und der persischen Küste hindurch bis zum Mündungsbereich von Euphrat und Tigris.Wellen, die von hier ins Meer zurückgeworfen werden, gehen also zuallermeist gegen die Küste Persiens und Katars. Auch sieht man gut, daß der nordwestliche Golf sehr flach ist, und daß er sich nicht trichterförmig verjüngt.
Flach ist das Stichwort, und damals waren viele Gebiete noch flacher als heute, weil sich die Topographie der Gegend im Lauf der letzten Jahrtausende verändert hat, was man beachten muß.
Das ist tektonisch aktives Gebiet, das sich seit Jahrtausenden anhebt - die zahlreichen Salzsümpfe auf dem Ostrand Arabiens (in der Gegend von Bahrain z. B.) waren noch vor 3000 Jahren mit dem Meer verbundene Buchten und Inlandsseen, dort hat sich um diese Zeit das Land um mehrere Meter angehoben, und vom Ararat-Gebiet wurde (in einem Bericht, der sich mit der angeblichen Arche dort befaßte) sogar eine Hebung um mehr als 1000 Meter in den letzten 5000 Jahren behauptet.
Aber alles was flach ist, nur wenige Meter über dem Meeresspiegel, ist für einen Tsunami gefundenes Fressen. Was passiert denn, wenn man einen Wasserstrahl - aus einem Wasserschlauch, der den Tsunami simuliert - gegen ein festes Hindernis - egal ob Wand oder Küste - lenkt, löst sich das Wasser beim Aufprall etwa in Luft auf?
Keineswegs, es wird vom Hindernis abgelenkt und sucht sich seinen Weg eben seitwärts. Kleinere Hindernisse wie einzelne Felsen oder Berge entlang der Küsten können dieses Wasser nicht stoppen, nur umlenken überall dorthin, wo das Land flacher ist, wo sich das Wasser über weite Strecken totlaufen kann.
Tsunami-Höhen von bis zu 20 Metern erreichte schon der Tsunami von 2004, der Krakatau-Ausbruch verursachte an den angrenzenden Küsten Wasserwände von stellenweise 30 Metern Höhe. Die Höhe ist jeweils abhängig davon, wie der Meeresboden kurz vor der Küste gestaltet ist, tief oder seicht, und kann daher leicht um 10 Meter hin und her differieren. Bei einer Wellenhöhe von 20 Metern ist alles an Land, was tiefer liegt als 20 Meter über dem Meeresspiegel, erledigt. Zuerst kommt die Riesenwelle, dann setzt der Rücksog ein, der alles mit hinaus ins Meer schleift, was das Wasser losgerissen hat, und dann kommt häufig noch eine zweite und eine dritte Welle, weil die erste Welle nur die vorderste Stoßfront ist, hinter der der Rest des bewegten Ozeans nachfolgt.

Wenn man sich die Tiefenangaben der Meere im Bereich Arabisches Meer/Indischer Ozean anschaut samt Ränder der Kontinentalplatten, z.B. hier: Wikipedia: Plattentektonik#/media/Datei:Plate tectonics map.gif
sieht man, daß in der Region, wo die Flutwelle hergekommen sein könnte, so ein Plattenrand liegt. Ein Ort, der anfällig ist für heftige Aktivitiäten. Westlich neben Südindien sieht man eine lange unterseeische Bergkette, die eine aus dem Süden oder Westen (vom Plattenrand) kommende, tiefreichende Meeresbewegung Richtung Norden umgelenkt hätte wie ein Gleichrichter.
Nach allen Seiten gleichermaßen ausbreiten kann sich eine Tsunami-Welle nur dann, wenn der Weg frei ist, sollte klar sein. Reihen von unterseeischen Erhebungen oder andere langgestreckte Hindernisse allerdings wirken wie eine Umleitung, die den größten Teil der Bewegung in eine neue Richtung lenkt.
Wenn die Welle dann beim heutigen Pakistan auf die Küste prallt, läuft sich das Wasser dort nicht tot, sondern wird seitlich weitergeleitet, hinein in den Trichter des Arabischen Meers. In der Straße von Hormus, eine hoch aufragenden Engstelle, dürfte gründlich ausgeputzt worden sein, weil sich die Wassermassen dort wieder hochstauten, bevor sie den persischen Golf bis hinauf in die (damals tiefer liegenden und etliche Kilometer kürzeren - weniger Ablagerungen!) Flußtäler strömten.
Man darf nie vergessen, ein Tsunami ist keine normale Oberflächen-Welle, wo sich schon 10 Meter unter der Oberfläche nichts mehr bewegt, da drückt der ganze Ozean nach, mit entsprechend großen Mengen an Wasser. Genug um den relativ engen persischen Golf samt einmündender Flußsysteme katastrophal zu fluten.

Einziger Fehler am Szenario: keine Vorwarnzeit. Keine Zeit für jemanden, eine Arche zu bauen. Und bei einem reinen Tsunami (wegen Seebeben wie 2004) gibt es auch keine heftigen Regenfälle. Außer es wurden durch unbemerkte weil unterseeische Lavaausbrüche am Plattenrand gewaltige Mengen Wasser verdampft, die anderswo abregnen mußten.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:enau, und wenn man die Brücke nur dick genug baut, kann man auch ne 1000km lange Granitbrücke bauen, die nur an den Enden auf Stützen steht. Nee, geht nicht. Bei 1000km werden selbst Himmelskörper zu (Nahezu-)Kugeln. So gibt es für alles Obergrenzen, das ist schlicht Physik. Weswegen Insekten dank Chitin-Exoskelett und Tracheen-Atmung keine schweren und voluminösen Körper hervorbringen können, sondern mit ihren karbonzeitlichen Riesenformen tatsächlich nahe am Limit gewesen sind. Auch mit Wirbeltierskelett und unserem Herz-Kreislauf-System sind 10...20m hohe Riesentiere nicht machbar. Quasi "jeder Stoff hat seine eigenen Limits".

Wo das Limit für grashalmbasierten Großschiffbau* liegt, darfst Du gerne erst mal aufzeigen, bevor Du Utnapischtim noch übertrumpfen willst. *Spoiler

Mit Deinem "keine Grenze gesetzt" hast Du also nur eines gezeigt: Du faselst haltlos rum.
Bei so viel Sarkasmus bekomme ich den Eindruck, daß Dir jedesmal ein Zacken aus der Krone fällt, wenn Du merkst, daß Du auch noch nicht allwissend bist. Die alten Weisen wußten noch den "bescheidenen" Schilfhalm zu würdigen, der sich biegt, während die stolze und starke Eiche im Sturm bricht.


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