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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

22.764 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Psiram, Homöopathie, Pharmaindustrie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

03.03.2023 um 07:55
Zitat von emanonemanon schrieb:[Zitat Otte] Wenn wir es also etwas humorvoll zusammenfassen wollen: Homöopathie heilt Menschen, und keiner weiß warum.
Die Homöo-Paten und ihre Mietmäuler sind wohlbekannt für ihre abgrundtiefe Verlogenheit; und hier demonstrieren sie erneut, daß der anhaltende "Erfolg" ihrer Heilslehre lediglich auf der systematischen Täuschung ihrer Kundschaft basiert. Denn selbstverständlich glaubte der Erfinder dieses lukrativen Betrugssystems sehr genau zu wissen, warum seine Homöopathie heilsam sein soll, und teilte dies der Welt auch mehrfach unmissverständlich mit, u.a. in diesem Pamphlet:

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Die spinnerte Idee, dass ein Organismus "wegen Einheit seines Lebens, nicht von zweien ähnlichen, allgemeinen Verstimmungen zugleich leiden kann, sondern die vorhergegangene dynamische Affection (Krankheit) fahren lassen muss, sobald eine, ihn umzustimmen fähigere, zweite dynamische Potenz (Arznei) auf ihn wirkt" ist der Schlüssel zum Verständnis der Homöopathie und selbstverständlich jenseits aller Realität, weshalb sie heutzutage nicht nur schamhaft verschwiegen, sondern bereits ihre bloße Existenz aktiv geleugnet wird. Stattdessen wird die (ohnehin an jedem Therapieerfolg beteiligte) Placebowirkung zur spezifischen Wirkung der verabreichten Globuli deklariert und jeder mögliche Verlauf der Krankheit homöopathiekonform interpretiert: Geht es dem Kranken danach besser waren es die richtigen Globuli, ändert sich nichts heißt es abwarten, und selbst wenn die Symptome schlimmer werden ist das "ein gutes Zeichen", denn auch diese "Erstverschlimmerung" zeigt: es waren die richtigen Globuli und man muss lediglich abwarten.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

03.03.2023 um 09:39
@geeky

Das ist eben Naturwissenschaft nach Art der Verschüttler:

A) Eine Besserung tritt ein: Alles super, Homöopathie hat geholfen.
B) Es tut sich nichts: Geduld bewahren, alles super
C) Verschlechterung ist eine Erstverschlechterung, also auch ein gutes Zeichen.

Nach der Methode ist ja jeder Verlauf nach einer Globuli Einnahme ein Riesenerfolg, der auch mit Menthos oder Fisherman's Friend oder einem McRib oder 'Kleiner Feigling' 1:1 reproduzierbar wäre.

Geiles Weltbild.

Ginge s nicht gerade um gesundheit, würde ich ja sagen: Selbst schuld, wer die Scheisse glaubt, so wie beim per spam mail vermittelten Investition ins nigerianische Öl Geschäft. Aber bei der eigenen Gesundheit dürfen Menschen irrational sein und daher sollten Ärzte, KK und Apotheken sie schützen, statt diese Hundescheisse mitzumachen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

09.03.2023 um 09:42
Vielleicht sehe ich es etwas zu eng, aber diverse Formulierungen in diesem Artikel stoßen mir doch übel auf.
Darum geht es https://www.echo24.de/leben/verbraucher/homoeopathie-globuli-streu-kuegelchen-schuessler-salze-tropfen-bachblueten-heilung-medizin-begriff-placebo-92110470.html
Verbraucher sollen aufgeklärt werden.
Über die Autorin:
Verbraucher-Themen liegen ihr sehr am Herzen, deshalb gibt Juliane immer wieder wertvolle Tipps – zum Beispiel rund um das Thema Energie sparen, für den Einkauf bei Kaufland und Lidl oder Autofahrer. Bei ausgedehnten Ausritten in den Weinbergen der Region deutet Juliane gerne Sternenbilder und wünscht sich, eines Tages Astronomie besser zu verstehen.
Mehr unter: https://www.echo24.de/autoren/18616/
Die Gesundheitsteht an erster Stelle: Nur wer fit und glücklich ist, der kann sein Leben auch so meistern, wie er es gerne möchte. Doch Krankheiten werden in der Schulmedizin häufig mit chemisch hergestellten Medikamenten aus der Pharma-Industrie behandelt, die wiederum Nebenwirkungen haben können. Eine andere, allerdings vielfach umstrittene Methode der Genesung ist die Homöopathie.
Homöopathie ist also ein "Methode der Genesung"?
Den Nachweis bleiben die Homöopathen doch seit Jahrhunderten schuldig.
Ist das hinter den 7 Weinbergen noch nicht angekommen?
Die Homöopathie gilt als durchaus unbedenklich Alternative, die jedoch häufig vor allem deshalb Diskussionen auslöst, weil sich Befürworter und Gegner darüber uneins sind, ob die Methoden der Homöopathie wirklich helfen.
Krass. Die Homöopathie ist unbedenklich?
Die Homöopathie ist eine Alternative?
Wofür denn, Frau Reyle? Für sinnvolle Therapien? Wenn es nicht so traurig wäre, man könnte darüber lachen.
Richtig angewendet ermöglicht das Ähnlichkeitsprinzip die Auswahl des geeigneten homöopathischen Arzneimittels, das nach Gabe den Reiz für eine drauffolgende Regulation geben soll.
Tatsächlich? Auch den Beleg hierfür bleiben die Homöopathen seit Jahrhunderten schuldig. Da sind wir wieder bei den 7 Weinbergen.^^
Neben der Homöopathie existieren noch weitere, alternative Heilmethoden. Alternative Heilmethoden sind alle Behandlungsmethoden, die nicht zur konventionellen Medizin gehören.
Auch hier die Frage: Alternative wozu?
Auch die Akupunktur, Aromatherapie, Massage und Ernährungstherapie gehören zu den alternativen Heilungsmethoden. Viele alternative Heilmethoden werden als Komplementärmedizin bezeichnet und können auch in Kombination mit konventionellen Behandlungsmethoden verwendet werden, ebenso wie Hausmittel.
Das zeugt für mich von einer flächendeckenden Ahnungslosigkeit, das Thema betreffend. Vielleicht nimmt sich die Online-Volontärin die Zeit, sich mal mit dem Thema auseinanderzusetzen, bevor sie die nächste Verbraucherinformation abliefert.
Zwar kein homöopathisches Mittel, aber dennoch eine Form der alternativen Heilung, sind Bachblüten.
Peinlich, man könnte hier schon mit Textblöcken arbeiten. S. o.
Die Wirkung von Homöopathika auf die Gesundheit ist allerdings noch nicht wissenschaftlich belegt.
Völlig richtig. Allerdings ist das die zentrale Information und so sollte sie auch im Artikel platziert sein.

Unterm Strich ein Artikel aus der Serie "den hätte man sich schenken können".
Guter Journalismus sieht anders aus.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

09.03.2023 um 09:54
Zitat von emanonemanon schrieb:Guter Journalismus sieht anders aus.
Sie ist noch Volontärin. Schick ihr doch zur Weiterbildung den Link hierher ;)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

09.03.2023 um 09:55
Ich habe sie angeschrieben, mal schauen, was zurückkommt.


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09.03.2023 um 10:36
@emanon

Wer seine medizinischen Infos von einer Praktikantin eines echo24 bezieht, muss sich aber auch schon selbst aufgegeben haben, während er gerade einen Methanol Drink zu sich nimmt, der gut zu der Asbest Zigarette passt.

Dennoch ärgerlich, dass hier ein Hauch von Seriösität vorgetäuscht wird.


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09.03.2023 um 13:23
Nur wer fit und glücklich ist, der kann sein Leben auch so meistern, wie er es gerne möchte.
Das halte ich übrigens auch für eine Aussage die man so nicht stehen lassen kann, ab einem gewissen Lebensalter, bei chronischen oder chronifizierten Beschwerden oder auch bei psychischen Erkrankungen kommt es in der Regel auch irgendwann darauf an, mit den Einschränkungen leben zu lernen und sich in einem erfüllten Leben trotz Erkrankung einzurichten, mit diesem 'nur wer fit und glücklich ist' treibt man Patienten eher noch zusätzlich in die Depression.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

09.03.2023 um 13:49
Zitat von emanonemanon schrieb:Das zeugt für mich von einer flächendeckenden Ahnungslosigkeit, das Thema betreffend.
Nicht nur der Glaube, dass Humbug Medizin wäre, sondern vor Allem die stets auftauchende falsche Aussage, "Schulmedizin" hätte nur deshalb Nebenwirkungen, weil sie aus "chemischen" Stoffen hergestellt würde.

Das ist so falsch, dass man nicht weiß, wo man mit dem Richtigstellen anfangen sollte. Zum Eine zeigt es, dass hier ganz offenbar HP mal wieder mit Pflanzenkunde verwechselt wird und dass Pflanzenkunde als natürlich, daher lieb und süß und Menschen wohlwollend betrachtet wird. Natürlich ohne Nebenwirkungen und vor Allem ohne "Chemie". Mehr Ahnungslosigkeit vom Thema kann man wohl nicht demonstrieren.

Traurig, aber wahr, die meisten HP Fans haben auch von HP keine Ahnung. Sie kennen nicht die behaupteten Prinzipien und erkennen daher auch nicht, wie dumm, falsch, betrügerisch und gerade deshalb nicht ungefährlich diese sind.
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:mit diesem 'nur wer fit und glücklich ist' treibt man Patienten eher noch zusätzlich in die Depression.
Erinnert irgendwie an gewisse Werte á lá "gesunde Rasse".


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

10.03.2023 um 10:49
@off-peak
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Das ist so falsch, dass man nicht weiß, wo man mit dem Richtigstellen anfangen sollte. Zum Eine zeigt es, dass hier ganz offenbar HP mal wieder mit Pflanzenkunde verwechselt wird und dass Pflanzenkunde als natürlich, daher lieb und süß und Menschen wohlwollend betrachtet wird. Natürlich ohne Nebenwirkungen und vor Allem ohne "Chemie". Mehr Ahnungslosigkeit vom Thema kann man wohl nicht demonstrieren.
Tatsächlich stammen die allermeisten hochpotenten Medikamente letzten Endes aus Mutter Natur. Ist ja auch logisch, unser ganzer Körper ist voll mit biochemischen Reaktionen.

Und der Sinn einer pharmakologischen Zubereitung von reineren Substanzen ist eine bessere Dosierbarkeit und eine Isolierung von Einzelstoffen. Damit wurde Patientensicherheit gegenüber romantisch wirkenden Kräutertinkturen erhöht, obwohl auch viele von denen eine Wirkung hatten.

Den Unfug der Grundidee, Stoffe aus der Natur wären alle besonders mild und gut verträglich, kann man ja am Knollenblätterpilz oder der Tollkirsche sehen oder am Biss der Trichternetzspinne oder an einer Begegnung mit der Würfelqualle.

HP hat halt noch eine andere Dimension, nämlich das Verdünnen und Verschütteln. Es hat somit nichts mehr von Medizin oder Naturheilkunde, es ist reiner Aberglaube.

Andererseits sind HP Gläubige für selbsternannte Heiler einfach ideale Kunden: Wer die Scheisse glaubt, glaubt einfach alles. Und dann gilt der alte Grundsatz:

Produkte für den Glauben haben ihren Preis - wahre Gläubige des Herzens kaufen jeden Scheiss.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

10.03.2023 um 14:54
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Tatsächlich stammen die allermeisten hochpotenten Medikamente letzten Endes aus Mutter Natur. Ist ja auch logisch, unser ganzer Körper ist voll mit biochemischen Reaktionen.
Das ist für meinen Sinn für Humor ja der eigentlich beste Witz an dieser naiv-dümmlichen Argumentation. Da ihn die Homöopathen nicht verstehen, bleibt er leider nur ein Insiderwitz.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:wahre Gläubige des Herzens kaufen jeden Scheiss.
Oh ja. Sah erst neulich eine sogenannte (Berg)Kristalllichtheilliege. Bunte LED Lämpchen über einer ordinären Liege, die Chakras und Auras heilen sollen. Schon ab schlappen € 3000,- zu haben.

Dieses Beispiel zeigt aber, wie wahnhaft vernetzt der Unsinn ist. Hier soll etwas, das es nicht gibt, mit etwas geheilt werden, dessen physikalischen Wirkungsweisen null verstanden werden, und das auch im Fall des Verstehens dennoch nichts heilen könnte, weil die angenommenen kranken Ursachen weder erkrankt und schon gar nicht vorhanden sind. Fehlt eigentlich nur noch die Anleitung, die Liege in Familienaufstellung zu bringen, das Licht nur homöopathisch einzuschalten und dazu Lieder der NGM zu singen, während man Pfirsichkerne kaut.
Besonders Versnobte leisten sich dazu einen um die Liege tanzenden, deutsch-blonden Schamanen aus Bielefeld.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

10.03.2023 um 23:23
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Oh ja. Sah erst neulich eine sogenannte (Berg)Kristalllichtheilliege. Bunte LED Lämpchen über einer ordinären Liege, die Chakras und Auras heilen sollen. Schon ab schlappen € 3000,- zu haben.

Dieses Beispiel zeigt aber, wie wahnhaft vernetzt der Unsinn ist. Hier soll etwas, das es nicht gibt, mit etwas geheilt werden, dessen physikalischen Wirkungsweisen null verstanden werden, und das auch im Fall des Verstehens dennoch nichts heilen könnte, weil die angenommenen kranken Ursachen weder erkrankt und schon gar nicht vorhanden sind. Fehlt eigentlich nur noch die Anleitung, die Liege in Familienaufstellung zu bringen, das Licht nur homöopathisch einzuschalten und dazu Lieder der NGM zu singen, während man Pfirsichkerne kaut.
Besonders Versnobte leisten sich dazu einen um die Liege tanzenden, deutsch-blonden Schamanen aus Bielefeld.
Oh man 😏 genau deshalb spüre ich immer bei sowas einen gewissen Reiz, genau sowas auszunutzen. Nur ein Mal in fünf Minuten 3000€ machen. Ich brauche ja nur irgend 'so´n sch..ß schreiben wie „Energie, Mensch, Natur, Kräuter, Chemie böse, altes Wissen, "wenn‘s aber hilft“, Bachblüten, „weiß ja bis heute keiner wo Atlantis lag!“, weil „die Erde ja in Wahrheit flach ist“ und so...wenn ich nur nicht solch (wohlangezogenen) Skrupel hätte 😏


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13.03.2023 um 15:51
@skagerak

Da fehlt einem wahrscheinlich die street credibility eigener Verstrahltheit. Sich so eine Scheisse auszudenken, ist ja das eine. Das glaubwürdig und todernst an den Mann zu bringen, ist eine andere Herausforderung.

Wer weiss, ob der Hahnemann sich nicht jeden Abend schlapp gelacht hat über die Idioten, die seine Spässken nachturnen oder das verschüttete Leitungnswasser auch noch kaufen.

Paramedizin und Garagenverkäufe existieren auf der Grundlage, dass es immer noch einen dümmeren Idioten gibt als einen selbst.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

20.03.2023 um 15:30
Notfall in der Silvretta Arena, Sanitäter werden zu einem Unfall gerufen – Verdacht auf Halsverletzung, Kreuzbandriss und Bruch der Visa-Gold-Karte. Sie heben das Opfer hoch, es schreit, verdreht die Augen nach hinten und läuft blau an. Die Helfer nicken: „Homöopathische Erstverschlimmerung… nach nur zwei Sekunden. Beeindruckend.“
https://dietagespresse.com/durchbruch-fuer-medizin-erste-homoeopathische-halskrause-praesentiert/

Nicht jeder Witz zündet, aber bei einem Thema, dass ja an sich schon lächerlich ist, dürfte das auch schwer werden.


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22.03.2023 um 18:20
Ich finde schade, wenn man den Placebo-Effekt gänzlich verteufelt, denn hinsichtlich bestimmter, psychischer Erkrankungen oder Problematiken, ist dieser manchmal vom Vorteil in Verbindung mit einer Verhaltenstherapie, oder anderweitig spezifischen Therapie. :)

Ein richtiges Medikament sollte diesbezüglich hingegen nur die Alternative sein, wenn es ganz schlimm ist und nichts anderes mehr hilft.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

22.03.2023 um 18:27
Zitat von KephalopyrKephalopyr schrieb:Ich finde schade, wenn man den Placebo-Effekt gänzlich verteufelt, denn hinsichtlich bestimmter, psychischer Erkrankungen oder Problematiken, ist dieser manchmal vom Vorteil in Verbindung mit einer Verhaltenstherapie, oder anderweitig spezifischen Therapie.
Wer verteufelt denn den Placebo-Effekt?
Macht doch gar keiner.
Der Placebo-Effekt ist immer mit im Boot, auch bei sinnvollen Therapien.
Zitat von KephalopyrKephalopyr schrieb:Ein richtiges Medikament sollte diesbezüglich hingegen nur die Alternative sein, wenn es ganz schlimm ist und nichts anderes mehr hilft.
Die sinnvolle Therapie ist immer vorzuziehen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

22.03.2023 um 18:30
Zitat von KephalopyrKephalopyr schrieb:Ich finde schade, wenn man den Placebo-Effekt gänzlich verteufelt,
Wer verteufelt ihn denn? Man sollte ihn nur nicht mit medizinisch wirksam verwechseln.

Und da er das auch nicht ist, man auch nicht weiß, bei wem er tatsächlich in welchem Ausmaß auftreten wird, lässt er sich eben nicht als zuverlässige Medikamentation anwenden.

Abgesehen davon, geben ja Homöopathen & Co gerade eben nicht zu, dass ihre wenigen Erfolge durch den Placebo-Effekt bedingt wären. Sie behaupten ja, ihre Mittelchen würden unmittelbar medizinisch wirken. Nur tun die das aber so gar nicht.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

22.03.2023 um 19:48
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Abgesehen davon, geben ja Homöopathen & Co gerade eben nicht zu, dass ihre wenigen Erfolge durch den Placebo-Effekt bedingt wären. Sie behaupten ja, ihre Mittelchen würden unmittelbar medizinisch wirken.
Da bin ich mir nicht so sicher. Ich habe den Eindruck, die nehmen, was sie kriegen können an Scheinargumenten. Das läuft doch zum Teil auch einfach nur über die Schiene „Placebo ebenbürtig bis über Placebo hinaus.“ Dann heißt es, man müsse mehr Forschung leisten, um diese unfassbaren Erfolge, die vor allem mit „bei vielen Menschen sehr beliebt“ untermauert werden, erst noch richtig zu verstehen. Aber die Forschungsgelder landen ja alle bei Big Pharma, wodurch man vom Mainstream immer kleingehalten wird. 🤷🏼‍♂️


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22.03.2023 um 23:16
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Man sollte ihn nur nicht mit medizinisch wirksam verwechseln.
Wenn er mit Erfolg hinsichtlich einer psychischen Erkrankung, oder auch anderweitig hinsichtlich Schmerztherapie eingesetzt wird, IST er medizinisch wirksam. Interessant ist die Tatsache, wie leicht sich das Hirn selbst veräppelt:
Besonders gut erforscht ist der Placebo-Effekt in der Schmerztherapie. Die Scheinpräparate aktivieren im Gehirn genau die gleichen Botenstoffe, die auch durch echte Schmerzmedikamente ausgeschüttet werden. Die Placebo-Wirkung ist also keine Einbildung.

Experten schätzen, dass der Placebo-Effekt bei Schmerzmedikamenten rund ein Drittel der Wirksamkeit ausmacht. Entscheidend ist, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers angestoßen werden. Allerdings sind nicht alle Menschen gleich stark empfänglich für die Mechanismen des Placebo-Effektes.
Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Medizin-ohne-Wirkstoff-Wie-Placebos-wirken,placebo277.html

Medizinisch wirksam ist alles, was einen Patienten von seinem Leiden kuriert/heilt. In der Regel geht es um psychische Erkrankungen, bei denen es ganz individuell sein kann, aber bemerkenswert ist, dass der Placebo auch physischen Einfluss auf den Körper haben kann, wie im Artikel zu lesen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

23.03.2023 um 00:08
Zitat von KephalopyrKephalopyr schrieb:Medizinisch wirksam ist alles, was einen Patienten von seinem Leiden kuriert/heilt.
Das Problem beim Placeboeffekt ist leider, dass man ihn nicht gezielt nutzen kann. Hier bestreitet ja niemand, dass der Placeboeffekt wirksam sein kann. Aber er kann eben nicht gezielt hervorgerufen werden und deswegen sollte man auch nicht als Therapieform allein auf den Placeboeffekt setzen.

Die Kritik an alternativen Heilmethoden wie beispielsweise der Homöopathie ist ja keine alleinige Kritik am Placeboeffekt. Vielmehr werben die Hersteller und Anwender von eben Homöopathie damit, ohne einen Wirkstoff in nachweisbarer Menge eine Wirkung zu erzielen, die über den Placeboeffekt hinausgeht.
Deswegen geht es Kritikern alternativer Heilmethoden ohne wissenschaftliche Evidenz darum, Aufklärungsarbeit zu leisten. Würden Hersteller von Homöopathika oder Heilpraktiker klar sagen, dass ihre Methoden keinerlei nachweisbare Wirkung über Kontexteffekte wie den Placeboeffekt hinaus haben, wäre ja alles gut. Aber es werden ja andauernd Heilsversprechen gemacht, die dazu führen, dass einige Patienten auch mit schweren Krankheiten alternative Heilmethoden der evidenzbasierten Medizin vorziehen und das kann sehr gefährlich werden.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

23.03.2023 um 00:15
Zitat von DerHildenDerHilden schrieb:Aber er kann eben nicht gezielt hervorgerufen werden und deswegen sollte man auch nicht als Therapieform allein auf den Placeboeffekt setzen.
Das weiß ich, wie ja auch in dem von mir verlinkten Artikel einsehbar ist, darum ging es jedoch nicht. Sondern, dass der Placebo medizinisch nicht wirksam wäre.
Zitat von DerHildenDerHilden schrieb:Würden Hersteller von Homöopathika oder Heilpraktiker klar sagen, dass ihre Methoden keinerlei nachweisbare Wirkung über Kontexteffekte wie den Placeboeffekt hinaus haben, wäre ja alles gut. Aber es werden ja andauernd Heilsversprechen gemacht, die dazu führen, dass einige Patienten auch mit schweren Krankheiten alternative Heilmethoden der evidenzbasierten Medizin vorziehen und das kann sehr gefährlich werden.
Ich mag es nicht, wenn man alle über einen Kamm schert, denn es gibt durchaus Homöopathika, die darauf hinweisen. Sowie auch nicht jeder Heilpraktiker keine Ahnung von Medizin hätte oder so. Es ist doch schön, wenn es ein paar Menschen gibt, denen natürliche Mittel bereits schon helfen und auch ein paar Heilpraktiker eben nicht in die Schublade passen, in die manch einer sie vielleicht gern allesamt zu stecken versucht. :)


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