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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

697 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Urknall, Lichtgeschwindigkeit, Schwarzes Loch ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

14.07.2026 um 06:46
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Was vor dem Urknall war ist eben nicht völlig egal.
Was vor dem Urknall war ist vielleicht nicht egal, aber wir wissen es halt nicht. Zu unseren Lebzeiten werden wir es wahrscheinlich auch nicht rausfinden, und vielleicht werden wir es auch nie erfahren. Aber: wir können den Zustand des Universums ab 10-43s nach dem Urknall lückenlos beschreiben. Und das reicht erstmal um das zu erklären was wir sehen.


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

14.07.2026 um 07:38
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Irgend etwas muss es gegeben haben. Ansonsten es auch kein Urknall gegeben hätte.
Das gehört aber eher in den Bereich Theologie/Philosophie/Schwurbelogie da niemand dazu eine belastbare Aussage treffen kann. Selbst die Logik versagt an dem Punkt da wir nichts über eine eventuelle äussere Natur unseres eigenen Universums wissen.


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

14.07.2026 um 08:44
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Was vor dem Urknall war ist eben nicht völlig egal. Irgend etwas muss es gegeben haben.
Dieses simplifizierende Modell ist aber in dieser Form nicht brauchbar.
Das merkst du spätestens in dem Moment, in dem du deine Begriffe wissenschaftlich sauber definieren musst. Da zerbröselt dir alles vor deinen Augen. Vorher/nachher; Existenz per se. All das sind nur Begriffe aus unserem Alltagsgebrauch, die hier nicht weit führen und auch kein vertieftes Verständnis ermöglichen, nicht zur Erkenntnis führen können.

Allein schon einen zeitlich/räumliche Koexistenz, ein Angrenzen von "Nichts" und "Etwas" ist nicht denkbar. ... ... ...

Edit: "glaube ich zu meinen", füge ich mal lieber an. Bevor ich hier noch einen Beweis führen muss :nerd:


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

14.07.2026 um 09:40
Prinzipiell ist nicht mal klar, was "vorher" im Bezug auf den Urknall überhaupt bedeuten soll. Wenn die Raumzeit mit dem Urknall überhaupt erst zu existieren begonnen hat, ist der Begriff "vorher" nicht mal definierbar.


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

14.07.2026 um 10:31
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Für die Urknallhypothesen hingegen schon.
Also kann jeder ein Hypothese aufstellen. Belegen muss sie gar nichts. Welchen Sinn soll das haben?
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Selbst die Logik versagt an dem Punkt da wir nichts über eine eventuelle äussere Natur unseres eigenen Universums wissen.
Heisst aber nicht, dass es diese äussere Natur nicht gegeben hat. Von daher Schwurbelogie ade.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Aber: wir können den Zustand des Universums ab 10-43s nach dem Urknall lückenlos beschreiben.
Das ist eine unvorstellbar grosse Zahl, dass man sich fragt, warum es nicht gelingt den Urknall zu beweisen. Eben, vielleicht weil es ihn nicht gegeben hat. Zumindest nach dem Standartmodel nicht.

@Nemon

Eigentlich kritisierst du nur die Ausdrucksform. Mit dem Vermerk, dass dies nicht Wissenschaftlich ist.
Zitat von NemonNemon schrieb:Allein schon einen zeitlich/räumliche Koexistenz, ein Angrenzen von "Nichts" und "Etwas" ist nicht denkbar. ... ... ...
Beweisen musst du gar nichts. Und kannst du auch nicht. Wie die Wissenschaft auch nicht. Aber warum von Nichts und Etwas nicht denkbar ist, kannst du wohl begründen. Bzw. deine Meinung äussern.


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

14.07.2026 um 10:54
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Das ist eine unvorstellbar grosse Zahl, dass man sich fragt, warum es nicht gelingt den Urknall zu beweisen.
Diese kleine Zahl.
Beweisen kann auch den Urknall niemand. Man kann aber das Universum beobachten und so weit zurück rechnen wie es die Physik hergibt, dann landet man eben bei bei diesem Zeitpunkt nach dem Entstehen unseres Universums.
Es geht noch ein bisschen weiter zurück

Wikipedia: Urknall
Bisherige Theorien des Urknalls extrapolieren von t=10^-4 s weiter zurück bis etwa eine Planck-Zeit (t≈10^-43s). Auch sie beschreiben also nicht den allerersten Anfang des Universums selbst, sondern das sehr frühe Universum in seiner zeitlichen Entwicklung.


Dazu was vor dieser Zeit war oder nicht war kann niemand eine Aussage treffen. Wer für sich in Anspruch nimmt das zu wissen gehört meiner Meinung nach eben zu der Gruppe Theologe/Philosoph/Schwurbler. Das ist ja per se keine Wertung.


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

14.07.2026 um 11:37
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Für die Urknallhypothesen hingegen schon.
Also kann jeder ein Hypothese aufstellen. Belegen muss sie gar nichts. Welchen Sinn soll das haben?
Ne Hypothese wird aufgestellt zu etwas. Zu einem "Phänomen", welches von dieser Hypothese beschrieben, "erklärt" werden soll. Die Urknalltheorie ist die Erklärung für "die Entstehung des Universums". Sie (bzw. ihre verschiedenen Hypothesen, gibt ja nicht nur eine) beschreibt das Wie der Entstehung. Und da brauchts Belege, da gibts auch Belege (genauer, Bestäigungen), und das ergibt sehr wohl Sinn.

Genau, wie die Evolutionstheorie (bzw. deren Hypothesen, gibt ja mehrere) die Entfaltung des Lebens vom Anfang bis heute beschreibt, so beschreibt die Urknalltheorie die "Entfaltung" des Universums vom Anfang an. Der Anfang aber selbst, bei beiden Theorien, also "wie kam es zu diesem Anfang", dies ist NICHT Teil der Theorie, dafür bräuchte es ne andere. Im Falle des Lebens ist dies die Chemische Evolution, die Abiogenese. Im Falle des Urknalls hingegen verläßt man den Raum wissenschaftlicher Aussagbarkeit, weil dieses "Phänomen" nicht mit einer "Innenansicht" des Universums beschreibbar ist. Dafür muß das Universum (Welt-All, also: alles, was ist), "von außen" betrachtet werden. Da geht es um einen Zustand, der nicht mehr "Physik" ist (weil alle Objekte und Gesetze der Physik ja erst AB Urknall existieren). Per definitionen also Meta-Physik. Philosophie, Religion, Esoterik, weltanschaulicher Glaube.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Selbst die Logik versagt an dem Punkt da wir nichts über eine eventuelle äussere Natur unseres eigenen Universums wissen.
Heisst aber nicht, dass es diese äussere Natur nicht gegeben hat. Von daher Schwurbelogie ade.
Nee, das heißt, daß jedes Reden von dieser "äußeren Natur", wenn es sich den Anschein von wissenschaftlich gibt, Schwurbelogie ist.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Das ist eine unvorstellbar grosse Zahl, dass man sich fragt, warum es nicht gelingt den Urknall zu beweisen. Eben, vielleicht weil es ihn nicht gegeben hat.
1) Das ist ein unvorstellbar kleiner Wert.
2) Noch kleinere Zeiträume sind grundsätzlich nicht erfaßbar, weswegen es unmöglich ist, über einen Zeitpunkt sagenwirmal 10-44s ab Urknall Aussagen zu treffen. Das hängt damit zusammen, wie Planck die Plancklänge und die Planckzeit bestimmt hat: Plancklänge ist die Distanz, bei bzw. unterhalb der jedes Objekt nicht mehr größer als sein eigener Schwarzschildrand sein kann, sodaß nichts, was so klein oder kleiner ist, beobachtbar sein kann. Die Planck"sekunde" ist der Zeitraum, den Licht benötigt, um die Strecke einer Plancklänge zu überwinden. Ergo läßt sich auch über Plancksekunde oder kürzer nichts mehr aussagen.
3) Wissenschaft beweist nichts. Nie. Was Du letztlich sogar selber weißt - siehe Deine letzte Entgegnung an Nemon. Hier aber forderste dann doch ne Beweisbarkeit ein bzw. bemängelst etwas, wenn dies keine Beweise liefert. Mißachtest Du Deine eigene Argumentation je nach dem, wie es Dir gerade zugute paßt?
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Zumindest nach dem Standartmodel nicht.
Seit wann denn das? Wo schließt das Standardmodell den Urknall aus oder kommt auch nur ohne ihn aus?


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14.07.2026 um 13:03
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Eigentlich kritisierst du nur die Ausdrucksform. Mit dem Vermerk, dass dies nicht Wissenschaftlich ist.
Nein, das geht tiefer. Ich weise auf die grundlegende philosophisch-epistologische Problematik hin, dass man, um um zur Klärung einer Frage kommen zu können, diese überhaupt erst mal so stellen muss, dass sie beantwortbar ist. Was in deinem Fall nicht gegeben ist. Du kannst auf diese Weise keine Erkenntnisse erwarten, die über das hinausgehen, was deine alltagssprachliche, simplifizierte Fragestellung eingrenzt. Du wirst dich so immer im Kreis drehen, aber nicht weiter kommen.


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

14.07.2026 um 13:30
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Irgend etwas muss es gegeben haben. Ansonsten es auch kein Urknall gegeben hätte.
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Das gehört aber eher in den Bereich Theologie/Philosophie/Schwurbelogie da niemand dazu eine belastbare Aussage treffen kann. Selbst die Logik versagt an dem Punkt da wir nichts über eine eventuelle äussere Natur unseres eigenen Universums wissen.
Nö, darauf können und wurden bereits durchaus wissenschaftliche Antworten gegeben - Stichwort Ewige Inflation (Andrei Linde) etwa. Der physikalische Grund für den Urknall ist dort schlicht und ergreifend das Ende der Inflation in unserer Raumregion, wodurch die Energie des Inflationsfeldes freigesetzt wird, so dass es erneut zum Urknall kommt. Warum es denn überhaupt ein Inflationsfeld gibt, beantwortet das Modell aber natürlich nicht...
Ein weiteres Modell wäre etwa die Conformal Cyclic Cosmology (Roger Penrose). Dort gibt es keine Inflationsblase, die "platzt", sondern der Urknall ist dort quasi der "geometrische Übergang" (konforme Fortsetzung der Raumzeit) vom unendlich ausgedehnten Ende eines früheren Universums zum Anfang eines neuen. Aber natürlich beantwortet auch dieses Modell nicht die Frage, warum es denn überhaupt ein Universum gibt, welches zeitlich unbegrenzt existiert und sich unendlich oft wiederholende Zyklen durchläuft...


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

14.07.2026 um 15:20
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Nö, darauf können und wurden bereits durchaus wissenschaftliche Antworten gegeben - Stichwort Ewige Inflation (Andrei Linde) etwa. Der physikalische Grund für den Urknall ist dort schlicht und ergreifend das Ende der Inflation in unserer Raumregion, wodurch die Energie des Inflationsfeldes freigesetzt wird, so dass es erneut zum Urknall kommt. Warum es denn überhaupt ein Inflationsfeld gibt, beantwortet das Modell aber natürlich nicht...
Ein weiteres Modell wäre etwa die Conformal Cyclic Cosmology (Roger Penrose). Dort gibt es keine Inflationsblase, die "platzt", sondern der Urknall ist dort quasi der "geometrische Übergang" (konforme Fortsetzung der Raumzeit) vom unendlich ausgedehnten Ende eines früheren Universums zum Anfang eines neuen. Aber natürlich beantwortet auch dieses Modell nicht die Frage, warum es denn überhaupt ein Universum gibt, welches zeitlich unbegrenzt existiert und sich unendlich oft wiederholende Zyklen durchläuft...
Und wo versteckt sich da jetzt eine belastbare Aussage zu dem was vor unserem Universum war oder was zur Existenz unseres Universums führte.
Es sind Annahmen, es wird angenommen unser Universum ist eines das bereits andere Universen hinter sich hat.
Wir können aber auch genauso gut das erste Universum sein und wissen immer noch nicht ob uns andere Universen folgen werden.


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

14.07.2026 um 15:31
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Und wo versteckt sich da jetzt eine belastbare Aussage zu dem was vor unserem Universum war oder was zur Existenz unseres Universums führte.
Wenn Du sie findest, gewinnst Du eine Fahrkarte nach Stockholm, wie man so schön sagt. :-)
(Bedeutung: eine Erkenntnis dieser Art wäre, wenn sie denn den Stauts 'Theorie' bekommt, nobelpreiswürdig.)

Und wenn wir die Begründung dafür gefunden haben (die azyklisch selbstentropierende höherdimensionale Nullpunkts-Singularität) haben wir auch die nächste Frage: Wo kommt die azyklisch selbstentropierende höherdimensionale Nullpunkts-Singularität denn her!?

Das alte 'Warum!?'-Spiel. Kann - je nach Dosis und Behandlung - zu Erkenntnis, Ruhm, Selbisolation oder Wahnsinn führen, mit verschiedenen Anteilen.

Grüße
Omega Minbus

PS:
Aber, warum eigentlich!?


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

14.07.2026 um 15:53
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:(Bedeutung: eine Erkenntnis dieser Art wäre, wenn sie denn den Stauts 'Theorie' bekommt, nobelpreiswürdig.)
Nobelpreis-Garantie dürfte es eher treffen.

Ist das gleiche wie mit der Gravitation, die kann man auch nicht so richtig erklären. Dazu hat der Lesch mal sinngemäß gesagt: wenn ich das erklären könnte, würde ich es aufschreiben und auf den Anruf aus Stockholm warten.

Apropos: das mit der Gravitation ist eigentlich ein super Beispiel. Man kann sie nicht vollumfänglich erklären, offensichtlich existiert sie aber und wir können physikalisch/mathematisch damit arbeiten. Und hier würde keiner daran zweifeln ob sie tatsächlich existiert. Und beim Urknall kommen plötzlich Zweifel auf, obwohl die Theorie zumindestens nicht falsch ist.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Das alte 'Warum!?'-Spiel. Kann - je nach Dosis und Behandlung - zu Erkenntnis, Ruhm, Selbisolation oder Wahnsinn führen, mit verschiedenen Anteilen.
Das ist halt Wissenschaft. Jede Antwort erzeugt nur noch mehr Fragen.


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14.07.2026 um 15:57
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Es sind Annahmen, es wird angenommen unser Universum ist eines das bereits andere Universen hinter sich hat.
Stimmt, aber was hat das mit "Theologie/Philosophie/Schwurbelogie" zu tun? Kosmologische Modelle wie die ewige Inflation oder die CCC sind mathematisch formulierte physikalische Hypothesen. Sie sind zwar größtenteils spekulativ, bleiben aber Teil der theoretischen Physik, und sind nicht etwa Gegenstand von Philosophie oder gar Theologie (oder "Schwurbelogie").


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

14.07.2026 um 17:29
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Stimmt, aber was hat das mit "Theologie/Philosophie/Schwurbelogie" zu tun? Kosmologische Modelle wie die ewige Inflation oder die CCC sind mathematisch formulierte physikalische Hypothesen. Sie sind zwar größtenteils spekulativ, bleiben aber Teil der theoretischen Physik, und sind nicht etwa Gegenstand von Philosophie oder gar Theologie (oder "Schwurbelogie").
Ich denke niemand aus der von dir angedachten seriösen Wissenschaftscommunity beansprucht die Wahrheit für sich und seine Theorien gepachtet zu haben.
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Wer für sich in Anspruch nimmt das zu wissen gehört meiner Meinung nach eben zu der Gruppe Theologe/Philosoph/Schwurbler. Das ist ja per se keine Wertung.



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14.07.2026 um 21:01
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Und wo versteckt sich da jetzt eine belastbare Aussage zu dem was vor unserem Universum war oder was zur Existenz unseres Universums führte.
Es sind Annahmen, es wird angenommen unser Universum ist eines das bereits andere Universen hinter sich hat.
Selbst die "eternal inflation" geht von einem Anfang aus, sie wird nur für die Zukunft ewigwährend angenommen. Es gibt zwar auch welche, die eine "past eternal Inflation" haben möchten, doch kommt das über Speulation nicht hinaus. Ne Diskussion hierzu gabs vor kurzem ab hier: Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution? (Seite 2334) (Beitrag von Neustarter) Bin da allerdings sehr schnell wieder aus der "Diskussion" ausgestiegen.


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15.07.2026 um 03:35
Zitat von butchermgbutchermg schrieb:Prinzipiell ist nicht mal klar, was "vorher" im Bezug auf den Urknall überhaupt bedeuten soll. Wenn die Raumzeit mit dem Urknall überhaupt erst zu existieren begonnen hat, ist der Begriff "vorher" nicht mal definierbar.
Warum soll das Vorher nicht klar sein? Wenn Raum und Zeit erst mit den Urknall zu existieren begann, kann bzw. muss es ein Vorher gegeben haben. Weil aus dem Nichts kein Urknall möglich ist.
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Diese kleine Zahl.
Nun ich bin nicht Mathematiker oder Astronom.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:10-43s
heisst doch ganz klar nach dem Urknall. Und die Wissenschaft nennt das Alter des Weltalls mit 13.8 Milliarden Jahre vor heute.
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Dazu was vor dieser Zeit war oder nicht war kann niemand eine Aussage treffen.
Womit sich das erledigt, weil niemand eine Aussage treffen kann.
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:
Bisherige Theorien des Urknalls extrapolieren von t=10^-4 s weiter zurück bis etwa eine Planck-Zeit (t≈10^-43s). Auch sie beschreiben also nicht den allerersten Anfang des Universums selbst, sondern das sehr frühe Universum in seiner zeitlichen Entwicklung.
Interessant hier bei ist, dass von einer Entwicklung gesprochen wir. Was klar auf ein Vorher deutet. Kurzum vor dem Urknall. Ganz gleich wann diese Ereignis eingetreten ist.
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:gehört meiner Meinung nach eben zu der Gruppe Theologe/Philosoph/Schwurbler. Das ist ja per se keine Wertung.
So was ist es dann?


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

15.07.2026 um 06:27
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Womit sich das erledigt, weil niemand eine Aussage treffen kann.
So sehe ich das auch. Es gibt hier eine Grenze der Erkenntnis. Wir können nichts darüber sagen was über unser eigenes Universum hinaus geht, wir haben ja schon Verständnisprobleme mit dem was wir in unserem Universum beobachten. Als Beispiel nenne ich mal die Materie, je näher wir sie betrachten um so mehr erkennen wir das zwischen den Teilchen die Räume immer grösser werden bis hin zu den kleinsten Teilchen die eigentlich Punktförmig sind und gar keinen Raum einnehmen und doch ist die Materie da. Das ist schon ein Ding darüber nachzudenken.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:So was ist es dann?
Auch Theologie und Philosophie haben ihren Platz wenn wir über ein "Davor", "Danach" oder "Ausserhalb" nachdenken wollen. Ihre Denkanstösse sind auch ein willkommener Teil in der Kosmologie. Wir Menschen sind Teil des Universums und streben nach Antworten die niemand beantworten kann. Zum Beispiel die Fragen nach dem eigenen Tod die einen Menschen sein ganzes Leben begleiten, das Leben selbst und den Platz der eigenen Existenz in der Welt.
Ob Theologie und Philosophie nun allgemeingültige Antworten liefern sei mal dahin gestellt aber für manchen Menschen wirken sie beruhigend im Angesicht des Irrsinns der kurzen Existenz.


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15.07.2026 um 06:35
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Warum
Keine naturwissenschaftliche Theorie oder Hypothese beantwortet eine Warumfrage. Naturwissenschaften beschreiben, was passiert, mehr nicht.


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Das Märchen vom Urknall - die Urknalllüge

15.07.2026 um 07:06
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Warum soll das Vorher nicht klar sein?
"Wir haben doch keine Zeit!", wie schon Stafan Raab sehr richtig erkannte.

Grüße
Omega Minus


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15.07.2026 um 07:13
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Wenn Raum und Zeit erst mit den Urknall zu existieren begann, kann bzw. muss es ein Vorher gegeben haben.
Ähm, Dein "ein Vorher" impliziert Zeit. Wenn aber "...Zeit erst mit dem Urknall zu e4xistieren begann", ist das Reden von "vorher" doch irgendwie ar***los.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Weil aus dem Nichts kein Urknall möglich ist.
Ach, ist das so? Aufgrund welches Naturgesetzes?

Denkbar wäre der Energieerhaltungssatz. Also daß Energie stets gleich viel bleibt. Energie kann von einer Form in eine andere umgewandelt werden, aber weder vergehen noch neu entstehen. Unumstößlich. Unumstößlich? Nicht seit der Dunklen Energie und der beschleunigten Expansion des Universums. Letzteres wird mit besagter DE erklärt- und zwar so, daß in einem gleich großen Raumbereich stets die gleiche Menge an DE vorkommt, sie also bei Expansion des Raumes nicht ausdünnt wie sonst jede "normale" Form von Energie es tut, ja tun muß (Energieerhaltungssatz). Wenn DE pro Raumsektor stets gleich viel bleibt, dann gibts in nem auf doppelte Größe expandierten Universum auch doppelt so viel DE. Entstehung aus dem Nichts???
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:
Zitat von JoschiXJoschiX schrieb:Dazu was vor dieser Zeit war oder nicht war kann niemand eine Aussage treffen.
Womit sich das erledigt, weil niemand eine Aussage treffen kann.
Klingt nach "Das Innere eines Schwarzen Lochs hat sich erledigt, weil niemand eine Aussage dazu treffen kann".
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Interessant hier bei ist, dass von einer Entwicklung gesprochen wir. Was klar auf ein Vorher deutet. Kurzum vor dem Urknall. Ganz gleich wann diese Ereignis eingetreten ist.
Daß eine Entwicklung, die ab Punkt X losgeht, dann auch ab Punkt X losgeht und nicht erst ab jenem erstmals beobachtbaren Punkt irgendwann danach, ist man klar. Auch wenn ich aufwache, bemerke ich erst wenige Millisekunden nach dem Aufwachpunkt, daß ich aufgewacht bin. Daß ich die allererste Nanosekunde nicht bemerke., liegt in der Natur des Aufwachens; auch ohne "Beobachtbarkeit" weiß ich, daß es jenes im Aufwachen liegende Vorher gibt.

Klar gibt es dieses Vorher vor dem erstmöglichen Beobachtbarkeits-Zeitpunkt. Und klar gehören die Ereignisse dieses davorliegenden kurzen Zeitraums schon zur Entwicklung des Aufwachens dazu. So auch beim Urknall, für den wir für die allererste Planck-"Sekunde" keine Aussagen treffen können; auch diese allererste winzige Zeitspanne ist Teil der "Entwicklung des Universums ab Urknall".


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