schluesselbund schrieb:
perttivalkonen schrieb:Für die Urknallhypothesen hingegen schon.
Also kann jeder ein Hypothese aufstellen. Belegen muss sie gar nichts. Welchen Sinn soll das haben?
Ne Hypothese wird aufgestellt zu etwas. Zu einem "Phänomen", welches von dieser Hypothese beschrieben, "erklärt" werden soll. Die Urknalltheorie ist die Erklärung für "die Entstehung des Universums". Sie (bzw. ihre verschiedenen Hypothesen, gibt ja nicht nur eine) beschreibt das Wie der Entstehung. Und da brauchts Belege, da gibts auch Belege (genauer, Bestäigungen), und das ergibt sehr wohl Sinn.
Genau, wie die Evolutionstheorie (bzw. deren Hypothesen, gibt ja mehrere) die Entfaltung des Lebens vom Anfang bis heute beschreibt, so beschreibt die Urknalltheorie die "Entfaltung" des Universums vom Anfang an. Der Anfang aber selbst, bei beiden Theorien, also "wie kam es zu diesem Anfang", dies ist
NICHT Teil der Theorie, dafür bräuchte es ne andere. Im Falle des Lebens ist dies die Chemische Evolution, die Abiogenese. Im Falle des Urknalls hingegen verläßt man den Raum wissenschaftlicher Aussagbarkeit, weil dieses "Phänomen" nicht mit einer "Innenansicht" des Universums beschreibbar ist. Dafür muß das Universum (Welt-All, also: alles, was ist), "von außen" betrachtet werden. Da geht es um einen Zustand, der nicht mehr "Physik" ist (weil alle Objekte und Gesetze der Physik ja erst
AB Urknall existieren). Per definitionen also Meta-Physik. Philosophie, Religion, Esoterik, weltanschaulicher Glaube.
schluesselbund schrieb:
JoschiX schrieb:Selbst die Logik versagt an dem Punkt da wir nichts über eine eventuelle äussere Natur unseres eigenen Universums wissen.
Heisst aber nicht, dass es diese äussere Natur nicht gegeben hat. Von daher Schwurbelogie ade.
Nee, das heißt, daß jedes Reden von dieser "äußeren Natur", wenn es sich den Anschein von wissenschaftlich gibt, Schwurbelogie
ist.
schluesselbund schrieb:Das ist eine unvorstellbar grosse Zahl, dass man sich fragt, warum es nicht gelingt den Urknall zu beweisen. Eben, vielleicht weil es ihn nicht gegeben hat.
1) Das ist ein unvorstellbar kleiner Wert.
2) Noch kleinere Zeiträume sind grundsätzlich nicht erfaßbar, weswegen es unmöglich ist, über einen Zeitpunkt sagenwirmal 10
-44s ab Urknall Aussagen zu treffen. Das hängt damit zusammen, wie Planck die Plancklänge und die Planckzeit bestimmt hat: Plancklänge ist die Distanz, bei bzw. unterhalb der jedes Objekt nicht mehr größer als sein eigener Schwarzschildrand sein kann, sodaß nichts, was so klein oder kleiner ist, beobachtbar sein kann. Die Planck"sekunde" ist der Zeitraum, den Licht benötigt, um die Strecke einer Plancklänge zu überwinden. Ergo läßt sich auch über Plancksekunde oder kürzer nichts mehr aussagen.
3) Wissenschaft beweist nichts. Nie. Was Du letztlich sogar selber weißt - siehe Deine letzte Entgegnung an Nemon. Hier aber forderste dann doch ne Beweisbarkeit ein bzw. bemängelst etwas, wenn dies keine Beweise liefert. Mißachtest Du Deine eigene Argumentation je nach dem, wie es Dir gerade zugute paßt?
schluesselbund schrieb:Zumindest nach dem Standartmodel nicht.
Seit wann denn das? Wo schließt das
Standardmodell den Urknall aus oder kommt auch nur ohne ihn aus?