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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

176 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Geld, 2012, Kultur ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

07.04.2011 um 19:10
Geld als Schuld:

Youtube: Geld als Schuld
Geld als Schuld



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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

07.04.2011 um 19:30
@roadricus

Danke für die Verfilmung meines Beitrages von heute, 14:52 :D

Aber das interessiert hier offenbar weder in Form von Text noch von Video.


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

07.04.2011 um 20:46
Zitat von roadricusroadricus schrieb:Wenn eine Bank ein Kredit aus dem Nichts vergibt und damit auch neues Geld schafft, dann ist es dem Kreislauf zugeführt, und zwar dem Kreditnehmer.
Banken vergeben keine Kredite aus dem Nichts.

Die Mindestkapitalanforderung laut Basel II beträgt 8 %. Das bedeutet, wenn Du jetzt 100 Euro zur Bank bringst, dann darf sie mir 92 Euro leihen. Damit ist das Kreditvolumen ausgeschöpft. Das windige Banker das umgehen konnten steht auf einem anderen Blatt und ist einer der Gründe für die Wirtschaftskrise.
Zitat von roadricusroadricus schrieb:Die Banken können das Vielfache erzeugen und mit jeder Kreditvergabe anhand der noch laufenden Kredite noch weitere vergeben, allerdings nicht mehr in der vollen höhe.
Tut mir leid, aber der Satz ergibt keinen Sinn. Meine Beispielrechnung siehe oben.
Zitat von roadricusroadricus schrieb:Damit das ganze nach einer Weile wieder in Schwung kommt wird vom staat eine minimale einlage gemacht, für die sie sogar zinsen erhalten.
Nein.
Zitat von roadricusroadricus schrieb:Das meiste Geld wird direkt bei Kreditvergabe erzeugt und ist SOFORT im Kreislauf, also bitte überdenk das nochmal
Ich habe diesen unerträglich langweiligen Kram sogar gelernt. So ganz offiziell. Ich kenne mich also ein bisschen aus mit VWL. Ich muss da nichts überdenken; ich fürchte nur, Du hast mein Beispiel mit der Geldumlaufgeschwindigkeit nicht verstanden. Ist Dir klar, das die Geldumlaufgeschwindigkeit unabhängig von der Geldmenge zu einer Inflation oder Deflation führen kann?
Zitat von roadricusroadricus schrieb:Völlig an meiner Aussage vorbeigegangen. Mal so eine Frage: Weisst du was das Geldschuldsystem ist? Ich habe hier so ein Anschein, dass du das nicht weisst.
Da mach Dir mal keine Sorgen.
Zitat von roadricusroadricus schrieb:Wenn sie 10.000 Euro von der Bank als Kredit für ein Jahr aufnimmt mit einem 5% Zins, dann muss sie 10.500 Euro zurückzahlen. Das blöde ist nur: Sie kann zwar Blumen pflanzen, aber kein Geld drucken. Verkauft sie Ihre blumen, so muss jemmand anders sein Geld abgeben.
Richtig. Und dieser jemand kriegt sein Geld woher? Von der Bank. Und was zahlt die ihm, damit er sein Geld dort anlegt? Zinsen. Und wie kommt die Kohle auf die Bank? Durch den Arbeitgeber. Und wo hat er sie her? Auch wieder von der Bank...
Zitat von roadricusroadricus schrieb:Alles erzeugte Geld sind Kredite, die irgendwer aufgenommen hat. Also irgendwo an irgendeiner Ecke fehlt dann das Geld - rein mathematisch. Der Staat hält das ganze halbwegs aufrecht indem er immer mehr in schulden eingeht, obwohl er selbst geld erzeugen könnte.
Die Schlussfolgerung ist ziemlich brüchig. Wenn alles auf Krediten beruht, dann kann ich genauso einwerfen, das alle Kredite auf Einlagen beruhen, also auf existenten Vermögen.


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07.04.2011 um 21:02
Ach, verdammt, schon wieder das @ vergessen @roadricus ^^


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

07.04.2011 um 21:07
ich sag mal, mehr Bücher zum Thema lesen, weniger Youtubefilmchen schauen

Manche sind auch mit der Zentralbank und ihre Arbeitsweise nicht vertraut.


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

07.04.2011 um 21:11
@moredread
Zitat von moredreadmoredread schrieb: Banken vergeben keine Kredite aus dem Nichts.

Die Mindestkapitalanforderung laut Basel II beträgt 8 %. Das bedeutet, wenn Du jetzt 100 Euro zur Bank bringst, dann darf sie mir 92 Euro leihen. Damit ist das Kreditvolumen ausgeschöpft. Das windige Banker das umgehen konnten steht auf einem anderen Blatt und ist einer der Gründe für die Wirtschaftskrise.
Basel II betrifft doch nur die Menge an Eigenkapital welches eine Bank vorhalten muss und nicht die Mindestreserve für die Kreditvergabe. Die Kreditvergabe wird durch die Mindesteinlage bei der Zentralbank reguliert und die beträgt bei der EZB 2%. Also aus 2000 Euro Zentralbankgeld schöpft eine Geschäftsbank im Euroraum 100000 Euro Kredit. Das ist natürlich Buchgeld (Giralgeldschöpfung halt) und was ganz anderes als Zentralbankgeld.
Man kann zwar sagen das Geld aus dem "nichts" entsteht, aber gleichzeitig geht der Kreditnehmer natürlich eine Verbindlichkeit gegenüber der Bank ein. Sprich: durch Rückzahlung wird die Geldmenge wieder vernichtet, einfach gesagt. ;)


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

07.04.2011 um 23:00
@Fedaykin
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:ich sag mal, mehr Bücher zum Thema lesen, weniger Youtubefilmchen schauen
Ach, das Video ist gar nicht mal schlecht. Ich kenne es, die Behauptungen sind nicht völlig aus der Luft gegriffen. Arge Probleme habe ich mit den Rückschlüssen, die dort daraus gezogen werden. Das der Staat selbst die Geldmenge bestimmen soll (dadurch, das er Geld druckt wenn er's braucht), klingt ja gar nicht mal schlecht. Bis auf die Kleinigkeit, das eine einzige dämliche Regierung reicht, um den Karren übel in den Mist zu reiten. Zum Ende hin wird das Video dann ziemlich arg, den Sprung von der Bankengeschichte bis zur Weltregierung war dann doch ein bisschen viel.


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

07.04.2011 um 23:12
@porphyre
Zitat von porphyreporphyre schrieb:Basel II betrifft doch nur die Menge an Eigenkapital welches eine Bank vorhalten muss und nicht die Mindestreserve für die Kreditvergabe.
Achja, stimmt, da war ja was ^^. Ändert aber natürlich letztlich nichts am System bzw. an meiner Kritik zur Kritik :D. Ob ich das Geld direkt verleihe oder mir darüber selbst einen Kredit besorge ändert ja nichts daran, dass das Geld nicht wirklich aus der Luft geschaffen wird. Und wie Du so schön sagtest...
Zitat von porphyreporphyre schrieb:Sprich: durch Rückzahlung wird die Geldmenge wieder vernichtet, einfach gesagt.



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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

08.04.2011 um 09:16
porphyre schrieb:
Sprich: durch Rückzahlung wird die Geldmenge wieder vernichtet, einfach gesagt.
Wie beruhigend,
wenn man ausblendet, dass Rückzahlungen in den wirklich relevanten Mengen und Fällen nur Teil von Umschuldungen sind.


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

08.04.2011 um 09:48
@eckhart
Zitat von eckharteckhart schrieb: Wie beruhigend,
wenn man ausblendet, dass Rückzahlungen in den wirklich relevanten Mengen und Fällen nur Teil von Umschuldungen sind.
Das stimmt natürlich. Schulden werden nicht zurückgezahlt, es werden Kredite bedient, meist natürlich durch Aufnahme von neuen Schulden. Das dass Geldsystem einige Charakterzüge eines Schneeballsystems aufweist sollte nach der letzen Blase ja wohl den meisten klar sein. Und solange die Nachschuldnerkette nicht abreisst funktioniert das ja auch :p


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

08.04.2011 um 10:34
Zitat von porphyreporphyre schrieb:Das dass Geldsystem einige Charakterzüge eines Schneeballsystems aufweist sollte nach der letzen Blase ja wohl den meisten klar sein.
Das ist der springende Punkt!
Und der trägt die potentielle Endlichkeit in sich.

Die an der Spitze von Schneeballsystemen brauchen sich freilich nie Gedanken darüber zu machen.


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

08.04.2011 um 11:05
@endgame
Zitat von endgameendgame schrieb:fish widerspricht sich selber, - schau doch mal!
Endgame, ich habe Dir erklärt warum deine aussage:
Zitat von endgameendgame schrieb:"Deswegen kann jedes Zinseszinssystem auf Papiergeldbasis (Schuldgeld)
nur für eine gewisse Zeit existieren.
falsch ist.

Ich habe Dir auch dargestellt das per definition ein zinseszinssystem auf papiergeldbasis aus systemtheoretischer sicht ewig bestehen kann.

Dann habe ich Dir auch noch dargestellt, warum es in der praxis anders aussieht. Das heißt es liegt nicht am system, sondern an dessen handhabung. Daher sind Deine aussagen schlichtweg falsch.

Das wäre genauso wie wenn Du sagen würdest, das gaspedal im auto ist der beweis, dass autó´s dem untergang geweiht sind. Jedes auto endet immer mit einem totalcrash und toten. Sie sind daher als fortbewegungsmittelvöllig völlig ungeeignet und sollten abgeschafft werden.

Es gibt aber dann auch leute die, so wie ich, sagen, wir sollten auto´s nicht abschaffen, sondern verkehrsregeln, geschwindigkeitsbegrenzungen und verkehrskontrollen einführen. Zudem sollten wir die sicherheitseinrichtungen erhöhen und deren funktion regelmäßig überprüfen. Aber nicht das auto abschaffen und wieder zu fuß gehen.

Wenn hingegen jemand ein neues fortbewegungsmittel erfindet, dass schneller ist, unfälle unmöglich macht, die umwelt nicht belastet und komfortable fortbewegung gewährleistet, dann bin auch ich für die abschaffung des auto´s.

Kennst Du im falle unseres geldsystem´s gangbare durchdachte alternativen ? Aber komm mir jetzt bitte nicht mit freigeld, schwundgeld, zinsfreie währungssysteme. Die gibt es ja bereits seit jahren im kleinen umfang. Sie haben sich aber nicht durchgesetzt und werden in keinem staat dieser erde durchgängig verwendet. Und das aus gutem grunde.


Btw., nicht auf meine posting´s einzugehen und beiläufig zu erwähnen, dass sie widersprüchlich sind, finde ich für einen diskussionsleiter unhöflich. Wenn Du mich zu dumm für die diskussion hier findest, sage es mir. Ich habe in diesem fall kein problem damit.
Schön wäre es aber, wenn Du irgendwo einen widerspruch in meinen aussagen ortest, dass du ihn mir erklärst.


Ich möchte Dir diesbezüglich auch empfehlen meinen thread
Die Vorteile unseres Geld- und Zinssystems
zu lesen.


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

08.04.2011 um 18:38
Sehe ich ähnlich

der Dollar existiert sogar über Jahrhunderte,


wo soll ich anfange. Texte ich das Komplette Kapitell über Geldschöpfung hier rein?

Ich sag mal 60 Jahre hat die DM schon mal gut überlebt mit Zinseszins usw.

Das einzige was Kritisch ist , das der Staat seine Schulden nicht abbaut.


Aber fürs erste sollten wir vielleicht die Unterschiede zwischen FED und EZB aufzeigen


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

08.04.2011 um 18:49
@Fedaykin

wenn du was schreiben möchtest dann schreib das richtig aus. So sätze, wie:
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:wo soll ich anfange. Texte ich das Komplette Kapitell über Geldschöpfung hier rein?
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Aber fürs erste sollten wir vielleicht die Unterschiede zwischen FED und EZB aufzeigen
interessieren keinen. Das kann ich auch sehr einfach, wird eine lustige Unterhaltung... Dollar existiert sogar über Jahrhunderte. Und? Was willst du damit sagen? Dollar hatte auch ursprünglich eine konkrete gegenübergestellte Wertung in Silber, die darauf notiert war, heute nicht mehr. Die Geschichte ändert sich. Aber hier wird man wieder in eine Richtung gezehrt von 0-Inhalt-Aussagen, damit man den umfangreichen Beitrag als ganzes ignorieren und nicht beantworten muss. Allein schon diese Antwort von mir bietet Fressen um weiter darauf rumzuhacken und der Beitrag und Argumente meines vorherigen werden einfach untergehen so läuft das. Wie wärs, wenn du dich damit etwas besser auseinandersetzt? Vielleicht auch was zu den Zitaten sagst.


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

08.04.2011 um 19:39
Na vielleicht sollten wir bei den Grundlagen anfangen


Wie du hier siehst kann das so nicht ewig laufen und sie können irgendwann nur nur noch sehr kleine Kredite vergeben. TextDer Druckt wieder 1.000 EUR und legt diese gegen Zins bei der Bank ab.
-----------------------------------------------------


Der Staat druckt das Geld nicht. Zumindest nicht beim Zentralbanksystem.


wollen wir als die Mittel der Geldpolitik durchkauen?


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

08.04.2011 um 19:51
Vielleicht sollte ich das besser differenzieren:

In EU nicht, jedoch ist das Prinzip Geld als Schuld genauso hier in EU, wie in den USA geltend. Sprich der Staat nimmt eine Schuld auf und zahlt Zinsen (was sich in Steuern auf uns überträgt).
Wenn alles Geld also Schulden sind, dann kann man nur noch von "mehr oder weniger" Schulden sprechen, nicht mehr von einer positiven Billanz. Denn wenn alle Schulden abbezahlt wären, gäbe es kein Geld. Das ist übrigens kein Geheimnis der Verschwörungsecke, wie WTC etc. Alles Geld, was im Umlauf ist, ist eine Schuld, für die noch zusätzlich Zinsen gezahlt werden müssen. In diesem Fall ist es schlicht und ergreifend nicht möglich die Schulden jemals abzubezahlen. Die Zinssätzen für Einlagen sind immer niedriger als die Zinsen für Kredite, ferner kann nicht alles Geld (also alle Schulden) Eingelegt werden, weil man sich sonst kein Kredit leihen bräuchte, wenn man das Geld dann wieder auf die Bank legt. Man ist angewiesen ein Teil aktiv zu nutzen.


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

08.04.2011 um 20:38
@fish:
Wikipedia: Zinseszins

Siehe "Rechtsgrundlagen".
Der Zinseszins birgt also eine reelle Gefahr, wenn man nicht mit Gesetzen bestimmte Dinge einschränkt oder verbietet.
Klar kann man neben ein Gaspedal eine Bremse setzen und die StVO wirken lassen, aber es ging ja um den Zinseszins als solchen.

@endgame:
Die Gefahr eines Landes, sich immer mehr und mehr zu verschulden, kann dadurch verringert werden, indem es Kredite aus landeseigenen Unternehmen aufnimmt, welche ja verpflichtet sind, Steuern zu zahlen, welche ja wiederum vom Einkommen (oder Umsatz?!) abhängen, etc.

@all:
Allgemeiner würde ich formulieren, dass eine Wirtschaft, die auf stetes Wachstum ausgerichtet ist, nicht ewig existieren kann. Es MUSS einen Punkt geben, wo Wachstum und Schwund im Gleichgewicht stehen, sonst wird die Wirtschaft "aussterben", weil - eben wie bei den Wölfen und Hasen (meinetwegen auch andere Tiere, es geht um Jäger-Beute ;) ), sonst die Wölfe eben sterben, weil keine Hasen mehr da sind.


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

08.04.2011 um 20:41
@Fedaykin
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:ich sag mal, mehr Bücher zum Thema lesen, weniger Youtubefilmchen schauen
Manche sind auch mit der Zentralbank und ihre Arbeitsweise nicht vertraut.
Und ich sage, weniger subjektive Kommentare, mehr objektive Argumente. Behaupten kann jeder. Vor deiner Antwort hättest du dir das Video ansehen sollen. Aber deine Arroganz verwehrt es dir diesen "Müll" anzuschauen, dein Superman-Blick machts schon.
Wenn du SELBER etwas mehr Bücher darüber lesen würdest, dann würdest du erkennen, dass dieses Problem von vielen Präsidenten, gar von Bankiers selbst bestätigt werden und das seit über 100 Jahren. Und gerade diese würdest du in dem Video wiederfinden.
Es ist von vielen "Geld als Schuld" Videos wohl das beste, dass ich kenne. Viele andere Videos, die das Thema behandeln enthalten eine menge Müll. Aber das stellt man erst fest, wenn man es sich anschaut.

@moredread
Zitat von moredreadmoredread schrieb:Banken vergeben keine Kredite aus dem Nichts.
Doch, das funktioniert genau wie in den USA und das geben/gaben sogar Federal Reserve Bankiers zu, die nicht gerade die Aufgabe haben dort den Boden zu wischen. Dazu siehe Video. Belegen lässt sich das mit geringem Aufwand und einer kleinen Google Suche. Es wird nicht behauptet Dieser und Jeder hätte das gesagt. Lässt sich alles ohne großen Aufwand gegenprüfen.

Ich schrieb:
Zitat von roadricusroadricus schrieb:Die Banken können das Vielfache erzeugen und mit jeder Kreditvergabe anhand der noch laufenden Kredite noch weitere vergeben, allerdings nicht mehr in der vollen höhe.
Deine Antwort darauf war:
Zitat von moredreadmoredread schrieb:Tut mir leid, aber der Satz ergibt keinen Sinn. Meine Beispielrechnung siehe oben.
Die Banken können das Vielfache der realen Einlage, die sie als Absicherung haben erzeugen. Wenn wir ein 1:10 Verhältnis haben, dann würden sie bei 1000 EUR Einlage 10.000 EUR als Kredit vergeben können. Haben sie die 10.000 EUR als Kredit vergeben. 9.000 EUR wurden erschaffen. Ohne auf die Rükzahlung warten zu müssen können sie jetzt diese neuen 9.000 als Grundlage nutzen um weitere Kredite zu vergeben. Aber es muss das 1:10 Verhältnis eingehalten werden. Das bedeutet, dass von den neuen 9.000 EUR nur noch 8.100 EUR als Kredit vergeben werden können. Sofort nachdem der erste Kredit von 10.000 EUR vergeben wurde. Wie du hier siehst kann das so nicht ewig laufen und sie können irgendwann nur nur noch sehr kleine Kredite vergeben. Hier kommt das gerne in Videos propagierte Gelddrucken ins Spiel. Das macht der Staat. Der Druckt wieder 1.000 EUR und legt diese gegen Zins bei der Bank ab. Die Bank kann wieder nach dem 1:10 Verhältnis Geld schaffen. So funktioniert das.

Ich schrieb:
Zitat von roadricusroadricus schrieb:Damit das ganze nach einer Weile wieder in Schwung kommt wird vom staat eine minimale einlage gemacht, für die sie sogar zinsen erhalten.
Deine Antwowrt darauf:
Zitat von endgameendgame schrieb:nein
Doch
Zitat von moredreadmoredread schrieb:Ich habe diesen unerträglich langweiligen Kram sogar gelernt. So ganz offiziell. Ich kenne mich also ein bisschen aus mit VWL. Ich muss da nichts überdenken; ich fürchte nur, Du hast mein Beispiel mit der Geldumlaufgeschwindigkeit nicht verstanden. Ist Dir klar, das die Geldumlaufgeschwindigkeit unabhängig von der Geldmenge zu einer Inflation oder Deflation führen kann?
Das Problem ist nur, dass das ganze wackelige Gerüst dahinter nicht zum Lehrplan gehört. Mir ist klar, dass die Verzögerung sich mit der vorhandenen Warenmenge nicht wirklich synchronisieren lässt, sodass es zu Ungleichgewicht kommt.
Du hast das aber mit dem Beispiel untermauert, dass das erzeugte Geld vom Produzenten direkt zerstört wird. Ein Kreditnehmer kann den Kredit aber nicht zerstören.

Ich schrieb:
Zitat von roadricusroadricus schrieb:Wenn sie 10.000 Euro von der Bank als Kredit für ein Jahr aufnimmt mit einem 5% Zins, dann muss sie 10.500 Euro zurückzahlen. Das blöde ist nur: Sie kann zwar Blumen pflanzen, aber kein Geld drucken. Verkauft sie Ihre blumen, so muss jemmand anders sein Geld abgeben.
Deine Antwort darauf:
Zitat von moredreadmoredread schrieb:Richtig. Und dieser jemand kriegt sein Geld woher? Von der Bank. Und was zahlt die ihm, damit er sein Geld dort anlegt? Zinsen. Und wie kommt die Kohle auf die Bank? Durch den Arbeitgeber. Und wo hat er sie her? Auch wieder von der Bank...
Wenn du Geldschuldsystem verstehen würdest, würdest du das nicht schreiben. Alles Geld ist als Schuld entstanden, bis auf die minimale Einlage des Staates, die aus meiner vorherigen Beschreibung ersichtlich gering ist. Wenn du also Geld auf die Bank legst, dann ist das die Schuld von entweder dir oder jemand anders. Das Problem ist nur, dass die Einlagezins höher ist als die Kreditzins. Du kannst es also schieben solange du willst, aber es kommt am Ende auf das Selbe hinaus.


Dazu einige interessante Zitate:
Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.
Henry Ford (1863-1947), Gründer der Ford Motor Company
Gold ist Geld, alles andere ist Kredit
- John Pierpont Morgan (1837-1913), US-Bankier, Architekt des Federal Reserve Systems
Wir sind komplett von den Banken abhängig. Jeder einzelne Dollar im Umlauf wurde zuvor von irgendwem geborgt, bar oder als Buchgeld. Wenn die Banken für genügend synthetisches Geld sorgen, geht es uns gut, wenn nicht, leiden wir Not
Robert H. Hemphill, Kreditmanager, Federal Reserve Bank Atlanta, 1935
Eine große Industrienation wird von ihrem Kreditsystem kontrolliert. Unser Kreditsystem liegt konzentriert in den Händen einiger Weniger. Wir sind zu einer der schlecht regiertesten, eine der am meist kontrollierten und dominierten Regierung der Welt geworden. Nicht länger eine Regierung der freien Meinung, nicht länger eine Regierung der Überzeugung und Wahlen der Mehrheit, sondern eine Regierung der Meinung und Zwang einer kleinen Gruppe dominierender Menschen.
- Theodore Roosevelt (1858-1919), 26. Präsident der USA, im Jahre 1912
Ich denke, dass Bankinstitute gefährlicher als stehende Armeen sind. [...] Wenn die amerikanische Bevölkerung es zulässt, dass private Banken ihre Währung herausgeben, dann werden die Banken und Konzerne die so entstehen werden das Volk seines gesamten Besitzes rauben bis eines Tages ihre Kinder obdachlos auf dem Kontinent aufwachen, den ihre Väter einst eroberten
- Thomas Jefferson (1743-1826), 3. Präsident der USA
Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.
- Gebrüder Rothschild, London, am 28.Juni 1863 an US-Geschäftspartner
Ich bin ein höchst unglücklicher Mann. Ich habe unbeabsichtigter Weise mein Land ruiniert. Eine große Industrienation wird nun von ihrem Kreditsystem beherrscht. Unsere Regierung basiert nicht länger auf der freien Meinung, noch auf der Überzeugung und des Mehrheitsbeschlusses, es ist nun eine Regierung, welche der Überzeugung und dem Zwang einer kleinen Gruppe marktbeherrschender Männer unterworfen ist.
- Woodrow Wilson (1856-1924), 28. Präsident der USA, unterschrieb den Federal Reserve Act
Derjenige muss in der Tat blind sein, der nicht sehen kann, dass hier auf Erden ein großes Vorhaben, ein großer Plan ausgeführt wird, an dessen Verwirklichung wir als treue Knechte mitwirken dürfen.
- Winston Churchill (1874-1965), Britischer Premierminister
Sehr interessant ist, JFK hatte eine Verfügung erlassen, die dem Staat die Möglichkeit gibt eigenes Geld zu produzieren und hier ein Zitat von ihm:
Denn wir stehen rund um die Welt einer monolitischen und ruchlosen Verschwörung gegenüber, die sich vor allem auf verdeckte Mittel stützt, um ihre Einflussspähre auszudehnen. Auf Infiltration, anstatt Invasion. Auf Unterwanderung, statt Wahlen. Auf Einschüchterung, statt freier Wahl. Auf nächtliche Guerilla-Angriffe, statt auf Armeen bei Tag.
- John Fitzgerald ?Jack? Kennedy (1917-1963), 35. Präsident der USA
Und hier mit genauen Quellenangaben und sogar fotokopien der Protokolle und Dokumente:
http://www.finanzkrise-politik.de/federal_reserve_system_die_fed.html (Archiv-Version vom 19.01.2011)


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

08.04.2011 um 23:23
@mastermind
Glaub mir mastermind, ich kenne mich recht gut aus mit zinseszinsrechnung.

Aber ein zinseszinssystem bedingt nicht unbedingt eine stetig steigende geldmenge, sowie das in pseudowissenschaftlichen internetvideos verbreitet wird.
Das heißt eine notenbank, hat werkzeuge, um das sich im umlaufbefindliche geld, respektive die kredite zu verknappen, also die geldmenge zu reduzieren.
Genausowenig bedingt ein zinseszinssystem, von der systemtheorie her, unbedingt wirtschaftswachstum.


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Der Zinseszins als Beweis für die Endlichkeit von Systemen

08.04.2011 um 23:58
Zitat von fishfish schrieb:Aber ein zinseszinssystem bedingt nicht unbedingt eine stetig steigende geldmenge, sowie das in pseudowissenschaftlichen internetvideos verbreitet wird.
Da habe ich wahrscheinlich vie zu wenige Internetvideos gesehen.

Bernd Senf zB. behauptet, dass durch den Zinseszinseffekt sowohl Guthaben exponentiell wachsen, wie auch Schulden exponentiell wachsen,
Das bedeutet ja geradezu , dass die Geldmenge im Prinzip gleich bleibt.
Nur die Ungleichverteilung wächst.

Und Bernd Senf wird pseudowissenschaftlichkeit unterstellt.

Exponentielles Wachstum ist in höchstem Maße endlich.



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