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Elektroautos und Elektromobilität

12.336 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Akku, Elektroauto, Musk ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Elektroautos und Elektromobilität

14.01.2026 um 22:56
Zitat von sevenheartseassevenheartseas schrieb:Kommen nicht die meisten Teile für unsere Autos nicht trotzdem auch aus China?
Das weiß ich nicht. Aber allein schon wegen fehlendem Werkstattnetz und mangelnder Langzeiterfahrungen bzgl Qualität wären die für mich schon raus. Auf Abenteuer für 30k hab ich keine Lust.

Korea, also Hyundai, Kia käme durchaus infrage, aber wenns Ernst wird in ein paar Jahren lande ich wohl wie ich mich kenne bei VW, Skoda oder Seat. Wenn die Akkus besser werden und sie was kleines mit grooooßer Reichweite rausbringen.


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Elektroautos und Elektromobilität

14.01.2026 um 22:57
Zitat von BluemeanieBluemeanie schrieb:Korea, also Hyundai, Kia käme durchaus infrage, aber wenns Ernst wird in ein paar Jahren lande ich wohl wie ich mich kenne bei VW, Skoda oder Seat. Wenn die Akkus besser werden und wie was kleines mit grooooßer Reichweite rausbringen.
Ich habe mir auch vor 2 Wochen meinen Skoda geholt.
Und nach dem Auto hoffentlich wird der Markt passen einen Stromer zu finden der zu meinen Anforderungen passt


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 10:01
Zitat von sevenheartseassevenheartseas schrieb:Naja das Hauptproblem ist das solche Auto wie der benannte Dacia für Pendler einfach nicht die Daten bringt die er besucht. Zu wenig Platz und zu wenig Reichweite....
Doch ja, gerade der Dacia Spring ist für Pendler geradezu ideal.

Was mir auf den letzten Seiten auffällt, ist, dass wir immer wieder Nischenthemen / -anforderungen in das Zentrum der Diskussion rücken.

Kann man natürlich machen, macht das Thema aber unattraktiv. Mich würden mehr die Vorstellung neuer Modelle oder Technologien interessieren.

Natürlich gibt es die Mitbürger, die morgens um 6:00 noch nicht wissen, ob sie um 8:00 zu einer 500km entfernten Arbeitsstätte fahren müssen und natürlich haben die dann auch besondere Anforderungen an ihr Fahrzeug, aber wieviele gibt es von diesen Mitbürgern in Deutschland? Ein paar hundert? Diese Mitbürger müssen dann das Auto mit der Technologie kaufen, die zu ihren Anfordeungen passt.
Das ist nicht unbedingt die Elektromobilität... muss sie aber auch gar nicht sein.

Der Durchschnittspendler legt täglich eine einfache Fahrtstrecke von 17,2 km zur Arbeitsstätte zurück. Der könnte das sogar mit meinem Kona mit 39 kWh - Batterie fünfmal die Woche machen, bevor er wieder an den Lader muss.

Hier muss ich dann aber lesen, dass ein 39kWh - Akku kein alltagstaugliches Fahrzeug ist, obwohl ich selbst seit nunmehr 5 Jahren so ein Auto bewege. Mit einer Jahreskilometerleistung von über 15.000 km.

Was, wenn jemand 40km einfach täglich pendeln muss? Ja dann kann er z.B. Mittwochs oder Donnerstags nach der Arbeit einen kurzen Zwischeneinkauf machen beim Lidl, Aldi, Rewe, o.Ä. machen und das Auto währenddessen 10 Minuten an den DC-Lader hängen.
Dann kommt er locker bis ins Wochenende.

"Oh mein Gott, dann muss ich das ja planen! Das will ich nicht!" ???

Oder mein Nachbar, der ein- oder zweimal im Jahr in die Toskana fährt und entrüstet feststellt, dass er dann ja vier- oder fünfmal unterwegs jeweils für 15-20 Minuten anhalten und laden müsste... "Unzumutbar!"

Mein Fazit:
Die Elektromobilität ist nicht für jeden Anwender die optimale Technologie. -> Das muss sie aber auch gar nicht sein!

Das war auch schon immer so! Wo waren denn die Heerscharen an Hausfrauen und -männer, die auf die Straße gegangen sind, weil es keine günstigen Diesel-Kleinstwagen gab? "Der Diesel muss für alle funktionieren!"
Die sind einfach ins Autohaus gegangen und haben sich einen Ford Fiesta oder einen Fiat Uno mit Benziner gekauft.

Viele sehen Probleme (für sich) in der praktischen Nutzung der Elektromobilität. -> Die sind aber nicht immer faktisch belegbar und außerdem: Es gibt doch Alternativen!

------

Viel interessanter:

Habt ihr schon die neuen Modell von XPeng beobachtet? Die laden jetzt mit bis zu 450 kW Ladeleistung. In rund 10-12 Minuten von 10 auf 80 Prozent.

Wahnsinn!


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 10:35
Zitat von TrailblazerTrailblazer schrieb:Viele sehen Probleme (für sich) in der praktischen Nutzung der Elektromobilität. -> Die sind aber nicht immer faktisch belegbar und außerdem: Es gibt doch Alternativen!
Und genau das ist aber der falsche Ansatz:

Viele sehen eben mehrere Einschränkungen und gleiche/ ähnliche Preise

Ich kann euer Erstaunen verstehen über die generelle Ablehnung, aber ein Überraschung, dass E Autos "nicht weggehen wie warme Semmel" ist doch nicht verwunderlich.
Zitat von TrailblazerTrailblazer schrieb:Der Durchschnittspendler legt täglich eine einfache Fahrtstrecke von 17,2 km zur Arbeitsstätte zurück. Der könnte das sogar mit meinem Kona mit 39 kWh - Batterie fünfmal die Woche machen, bevor er wieder an den Lader muss.
Und ich weiß nicht , ob es klug ist da mit Durchschnittswerten zu hantieren.

Ein Feuerzeug + Lüfter daneben mag im Durchschnitt 200 Grad haben ist aber ein ungeeignete Pizzaofen.

Verbrenner haben von Groß bis Klein kein Reichweitenproblem.

Bei uns im Dorf fährt alles... aber auch viele Kleinwagen....Ich fahre Kleinwagen, Nachbar... Ich komme da auf 20 Fahrzeuge....

Nachbar arbeitet in 12 km Entfernung, aber alle anderen: Entweder unterwegs oder weiter weg.

Wir müßten also größere Autos kaufen, weil das komfortmäßig und wahrscheinlich klassenmäßig besser passt ??

;)


Und anekdotisch:

Ich bin diese Woche nun das 3te mal heute nach dem zu Bett gehen der Kinder zuhause... Ich werde wohl Freitag es wieder schaffen meine Kinder ins Bett zu bringen.

Klar kann ich auxh noch die langen 3 Tage verlängern oder eben die 2 anderen Tage bei Lidl laden und einkaufen, was ich sonst nicht mache.

Es stört mich aber ungemein in meinem persönlichen Leben. Deutlich mehr als mein Diesel.

Verständlich... nö oder ??


Und Thema durchschnitt:

Hier ein alter E Auto, was im Schnitt ja gut benutzbar ist:

Im Schnitt nutzen es aber doch andere Nutzerkreise:

Ich sehe, dass die E Auto Fraktion, das Auto real bummeln 70 Tkm in 10 Jahren bewegt hat

Und die Verbrennerfaktion war 150tkm unterwegs.

Ja.... Einschränkungen schränken den Nutzen und damit die Benutzung ein.

Screenshot 20260115 102920 KleinanzeigenOriginal anzeigen (0,8 MB)

Screenshot 20260115 102906 KleinanzeigenOriginal anzeigen (0,9 MB)


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 10:48
Zitat von TrailblazerTrailblazer schrieb:Oh mein Gott, dann muss ich das ja planen! Das will ich nicht!" ???
Naja es gibt Menschen die bringen es nichteinmal auf die Kette den Geschirrspüler täglich ein und auszuschalten. Fahren auch Auto damit sie in die Arbeit kommen.
Ich kann mir schon vorstellen das für viele auch diese kleinen Einschränkungen schon zu wild sind. Und wie gesagt bei diese Billaladestation bei uns ist der Saft gewaltigt teuer. Warum sollte ich dann umsteigen?

@abbacbbc
Mich würde interessieren was so ein Renault nach 10 Jahren noch für eine Laufleistung hat.


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 11:15
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Ich sehe, dass die E Auto Fraktion, das Auto real bummeln 70 Tkm in 10 Jahren bewegt hat

Und die Verbrennerfaktion war 150tkm unterwegs.

Ja.... Einschränkungen schränken den Nutzen und damit die Benutzung ein.
Die andere Variante ist, dass es Menschen gibt, die ihre Fahrstrecken überdenken und unnötige Strecken vermeiden.

Als Anekdote unsere Nachbarin: Mehl vergessen -> 12 km mal eben zum Einkauf (hin und zurück), 10 Minuten später: die Hefe fehlt ja noch -> die nächsten 12 km... So kann man auch Kilometer sammeln.
Zu ihrer Ehrenrettung: Sie macht das schon länger nicht mehr. Die Optimierung der eigenen Fahrten sind für mich keine Einschränkung der Nutzung. Dein Beispiel sind eben nur Zahlen ohne Kontext und damit ein falscher Ansatz.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Ich kann euer Erstaunen verstehen über die generelle Ablehnung, aber ein Überraschung, dass E Autos "nicht weggehen wie warme Semmel" ist doch nicht verwunderlich.
Die Ablehnung verwundert mich nicht, da die Politik einen exorbitanten Schlenkerkurs gefahren ist, im echten Leben wäre eine Alkoholprobe angesagt gewesen und der Entzug der Fahrerlaubnis, die einschlägige Lobby hat diesen Kurs ihrerseits noch weiter verschärft.
Dazu noch dieses unsägliche "VERBRENNERVERBOT" in Kombination mit "DAS WAREN DIE GRÜÜÜÜÜNEN!!!!" und schon haben wir mit eine der Ursachen, warum es nicht so flutscht wie gewünscht. Spätestens dann waren auch die verunsichert, die sich ohne Probleme schoon früher ein BEV hätten leisten können und vielleicht sogar gewollt hätten. Was dann weiterhin dazu führt, dass der Nachschub an gebrauchten BEV auch nicht so ins Rollen kam.

Auch ist es alles andere als optimal, nur Kaufpreise in den Ring zu werfen, cost of ownership sollte spätestens seit der Erfindung der teuren Druckerpatronen und der dazugehörigen billigsten Drucker bekannt sein. Oder etwa nicht?


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 11:23
Zitat von TrailblazerTrailblazer schrieb:Hier muss ich dann aber lesen, dass ein 39kWh - Akku kein alltagstaugliches Fahrzeug ist, obwohl ich selbst seit nunmehr 5 Jahren so ein Auto bewege. Mit einer Jahreskilometerleistung von über 15.000 km.
Ok meine Arbeitskollegin fährt einen Mini Cooper SE mit 187PS. Sie kann zu hause laden mit 11kW. Sie fährt 40km einfache Strecke zur Arbeit.
Sie hat gestern zu mir gesagt: Beim nächsten Auto achtet sie in jedem Fall auf einen größeren Akku und damit mehr Reichweite, weil unvorhergesehene Fahrten nach der Arbeit einfach nicht problemlos drin sind im Winter.
Hier in der Pampa ist jede größere Stadt viele km entfernt, also kann ich nicht mit 100km Restreichweite mal eben schnell nach Magdeburg fahren, weil sich xyz während der Arbeitszeit ergeben hat. Ich müsste erst nach Hause, dort ein zwei Stündchen laden und kann dann erst los.

Also kann ich nur wieder für die strukturschwachen Regionen in Ostdeutschland sprechen: Ein E-Klein(-st)wagen mit Zwergakku ist nicht nur eine Frage der Gewöhnung sondern Strukturell meist unbrauchbar. Gerade für unvorhergesehenes ist hier Reichweite eben doch in gewissem Rahmen ein Thema.
Das man keine 700km braucht ist mir durchaus bewusst.

Dieses kurze Gespräch hat mir zumindest gereicht, dass ich mindestens den 58kWh Akku haben will, wenn es denn ein MEB Fahrzeug wird (Born oder ID3, bin mir noch nicht sicher).


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 11:26
Zitat von Total_RecallTotal_Recall schrieb:Dazu noch dieses unsägliche "VERBRENNERVERBOT" in Kombination mit "DAS WAREN DIE GRÜÜÜÜÜNEN!!!!
Ich weiß ja nicht was in Deutschland abgeht. Aber in meinen Freundeskreis sind das beides keine Argumente warum praktisch jeder Verbrenner fährt.

Sondern eher ein Zusammenspiel aus verschiedenen Gründen. Und bei manchen auch die Emotionalität und die Schwierigkeit solche Autos selber zu reparieren.


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 11:31
Zitat von CharlyPewPewCharlyPewPew schrieb:Also kann ich nur wieder für die strukturschwachen Regionen in Ostdeutschland sprechen: Ein E-Klein(-st)wagen mit Zwergakku ist nicht nur eine Frage der Gewöhnung sondern Strukturell meist unbrauchbar. Gerade für unvorhergesehenes ist hier Reichweite eben doch in gewissem Rahmen ein Thema.
Das man keine 700km braucht ist mir durchaus bewusst.
Wobei ich gestehen muss, das einiges davon an der unterirdischen Ladeinfrastruktur hier liegt. Ansonsten könnte man für solche Fälle in der Mittagspause am NP kurz an den Schnelllader o.ä. ... gibts hier aber nicht... auf 532km² exakt 0 Ladepunkte ist schon ein echtes Armutszeugnis.


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 11:32
Zitat von CharlyPewPewCharlyPewPew schrieb:Wobei ich gestehen muss, das einiges davon an der unterirdischen Ladeinfrastruktur hier liegt.
Genau das beklage ich auch. Ich wünsche mir eine bessere Infrastruktur


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 11:45
Zitat von CharlyPewPewCharlyPewPew schrieb:Hier in der Pampa ist jede größere Stadt viele km entfernt, also kann ich nicht mit 100km Restreichweite mal eben schnell nach Magdeburg fahren, weil sich xyz während der Arbeitszeit ergeben hat. Ich müsste erst nach Hause, dort ein zwei Stündchen laden und kann dann erst los.
Könnte man nicht unterwegs an nen schnelllader ran? Wäre jedenfalls meine strategie.

Ich meine ich bin mit meinem fahrprofil auch kein kunde für aktuelle klein(st)elektroautos. Ich pendel 100km am tag 5 tage die woche und kann aktuell noch nicht zu hause laden. Wann sich das ändert steht in den sternen. Da hätte ich schon gerne ein bisschen reichweite, bei der ich nicht alle 2 tage oder jeden tag an der dose hänge. In meinem wohnort gibts keinen ladepunkt, der örtliche rewe hat auch noch nichts, daher fällt auch das laden beim einkaufen flach und mein arbeitgeber hat auch nix. Ich müsste also extra irgendwo ran, was sich im alltag wieder problematisch gestaltet, da kind aus kindergarten pünktlich abzuholen ist. Ich brauch also was bezahlbares mit reichweite und vermutlich wird es auf einen gebrauchten tesla hinauslaufen. Stand jetzt zumindest.


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 11:49
Zitat von CharlyPewPewCharlyPewPew schrieb:Gerade für unvorhergesehenes ist hier Reichweite eben doch in gewissem Rahmen ein Thema.
Das man keine 700km braucht ist mir durchaus bewusst.
Okay, wenn man irgendwo in der brandenburgischen Wüste lebt, ist das ein Thema. Sobald aber irgendwo n Schnelllader in der Nähe ist aber nicht mehr.

Warum ich das jetzt ratsgezerrt habe ist folgendes:

Ich hatte am Anfang die Diskussion mit meiner Frau auch "Bäh, lad das Auto auf, was ist denn wenn mit meinen Eltern was ist und wir da schnell hinmüssen????". Vielen* die mit diesem Argument kommen ist einfach nicht bewusst, das man halt auch einfach mal kurz an ne Schnellladesäule gehen kann. Deswegen habe ich meiner Frau auch mehrfach gesagt, dass es reicht wenn noch 1km Reichweite drin ist, das wir bis zur Shell kommen. Klar verzögert sich dann die Abfahrt vielleicht um 10 min. Aber wenn die Schwiegereltern ein Problem haben das keine 10min Aufschub duldet, sollten sie lieber die 112 wählen.

* Du bis da ausdrücklich ausgenommen.


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 11:56
Zitat von sevenheartseassevenheartseas schrieb:Ich weiß ja nicht was in Deutschland abgeht.
Kurz OT:
Den Grünen in D hat man in einigen Gesellschaftsschichten versucht, nahezu alles anzuhängen, was irgendwie unpassend war. Das gibt es diese komische Zeitung ... Ich möchte die nicht pauschal in Schutz nehmen, da manches wirklich suboptimal war, schlecht kommuniziert wurde oder sogar besch...

Heizungsgesetz und Habek sind so ein Thema. Und ja, ein wenig übertrieben habe ich schon. Asche ...

End of OT


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 12:03
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Okay, wenn man irgendwo in der brandenburgischen Wüste lebt
Oder MV, oder SA oder Sachsen ;-)

Ich bin mittlerweile selbst mehr als überzeugt von BEV, aber ich kann auch immer besser einige Einwände verstehen.
Die Leute hier müssten ein Sicherheitsgefühl opfern, welches sicherlich in den meisten Fällen irrational sein könnte, aber durchaus vorhanden ist.
Bei uns ist Reichweite eben nicht der Arbeits-/Einkaufsweg, sondern unser kompletter Aktionsradius. Hier kann "niemand" zu Fuß zum Friseur gehen... die nächste Drogerie ist oft 20km+ entfernt, Kino? Nur in den Kreisstädten (bis zu 50km!!! Weg), etc. pp.
Kleines Beispiel: Hab mir ein Fahrrad gekauft, welches ich selbst vom Spediteur abholen musste. Also bin ich nach der Arbeit direkt los, mit Anschlusstermin war die Zeit knapp kalkuliert, aber machbar. Das waren mal schnell 160km Umweg, weil ich bis in die Börde eiern musste. Ich weiß, sowas kommt sehr selten vor, aber definitiv häufiger als du denkst. Und das soll kein Angriff sein... du müsstest hier leben um zu verstehen was ich meine :D


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 12:44
Mal allgemein in die Runde: Ich persönlich halte das Reichweitenthema für das am meisten überschätzte Thema der Elektromobilität. Es mag Ausnahmen geben, wenn man in der brandenburgischen Wüste wohnt oder ein Auto mit nur 150km Reichweite hat.

Was wäre wenn mich jetzt der Kunde anruft und ich heute noch unbedingt nach Verona muss? Ich würde mir ne Tasche Packen und ohne nachdenken losfahren. Ich habe das Auto gerade gefragt wie es unter den aktuellen Wetter und Verkehrsbedingungen fahren würde. Es ist jetzt 56% geladen und deshalb bräuchte ich jetzt 4 anstatt 3 Ladestops. Wow. Würde ich den ersten nutzten um noch schnell n Hotelzimmer zu buchen und den zweiten um die Maut für Österreich und den Brenner zu bezahlen...

Aber ich würde doch nie über Reichweite oder sonst was nachdenken. Das Auto macht das schon alles klar.
Zitat von gastricgastric schrieb:Ich pendel 100km am tag
Zitat von gastricgastric schrieb:vermutlich wird es auf einen gebrauchten tesla hinauslaufen.
Idealfall:

Du hast entlang der Strecke einen Tesla Supercharger. Dann läuft das ganze so: Du teilst dem Tesla deine Heimatadresse mit und die Adresse deiner Arbeit. Und wenn du relativ regelmäßig morgens aus dem Haus gehst bzw. Feierabend machst, dann kannst du dem Auto auch diese Zeiten mitteilen. Dann passiert folgendes:

Du gehst morgens aus dem Haus. Im Winter ist das Auto dann schon enteist und warm, im Sommer kalt. Reinsetzen, losfahren. Der Tesla wird automatisch davon ausgehen das du zur Arbeit willst, und wird die Navigation dorthin aktivieren. Dann führt er dich schon mal um alle Staus herum. Abends das gleiche: Das Auto ist im Winter warm und im Sommer kalt. Wenn du losfährst wird die Navigation nach Hause aktiviert, Staus umfahren. Sollte auf einer der Strecken die Reichweite nicht ausreichend sein, dann führt dich das Auto automatisch zum Supercharger und bereitet das Auto zum laden vor.

Null nachdenken, nur fahren.

Worst-Case:

unregelmäßige Arbeitszeiten: Dann musst halt ne Viertelstunde bevor du loswillst mal das Handy aus der Tasche nehmen und die Vorklimatisaerung manuell aktivieren.

kein Supercharger an der Strecke: okay, dann musst du leider einmal schauen wo du entlang der Strecke laden kannst und die Säule dann von Hand als Zwischenziel reinnehmen. Das Auto wird dann trotzdem automatisch vorbereitet.
Zitat von CharlyPewPewCharlyPewPew schrieb:Bei uns ist Reichweite eben nicht der Arbeits-/Einkaufsweg, sondern unser kompletter Aktionsradius.
Ja, das ist mir klar. In diesen Gegenden braucht man halt eher ein Auto mit etwas größerer Reichweite um Reserven zu haben. Die dann halt auch was teurer sind. Früher bin ich öfter die A14 Baustelle zur Ostsee gefahren. Also da wo sie schon fertig ist halt Autobahn und dazwischen Bundesstrasse. mache ich jetzt auch nicht mehr, weil ich nicht wüsste wo man da laden soll. Magdeburg geht, dahinter bis zur Ostsee ist quasi nix mehr. Aber diese Lücke sind halt nicht repräsentativ und wachsen sich jetzt auch zu.


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 13:06
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Aber ich würde doch nie über Reichweite oder sonst was nachdenken. Das Auto macht das schon alles klar.
Klar machts das schon alles, daher liebäugle ich ja auch mit nem gebrauchten tesla :D . Ich denke auch nur über reichweite nach, weil ich keinen bock habe täglich oder alle 2 tage an nen schnellader zu müssen gerade im winter und bei meiner fahrweise. Ist in meinem fall pure bequemlichkeit. Einmal oder zweimal die woche am supercharger auf halber strecke anhalten und für 50cent/kwh laden, geht klar. Daher große batterie bitte :Y:


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 13:15
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Aber diese Lücke
Ist meine Heimat. :D
Zitat von alhambraalhambra schrieb:wachsen sich jetzt auch zu
Teilweise... unserem Bauamt liegt fürs gesamte VG-Gebiet kein einziger Antrag für einen Ladepunkt vor. 532km²... wie bereits erwähnt.

Wie soll das auch funktionieren. Kaum E-Autos -> Unrentabel -> kein Ladepunkt -> keiner kauft ein E-Auto, weil keine Lademöglichkeit

Ist irgendwie ein Teufelskreis.

Ich weiß, dass sich das in Zukunft ändern wird, aber momentan ist der Unmut teilweise berechtigt.


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 13:26
Zitat von Total_RecallTotal_Recall schrieb:Die andere Variante ist, dass es Menschen gibt, die ihre Fahrstrecken überdenken und unnötige Strecken vermeiden.

Als Anekdote unsere Nachbarin: Mehl vergessen -> 12 km mal eben zum Einkauf (hin und zurück), 10 Minuten später: die Hefe fehlt ja noch -> die nächsten 12 km... So kann man auch Kilometer sammeln.
Zu ihrer Ehrenrettung: Sie macht das schon länger nicht mehr. Die Optimierung der eigenen Fahrten sind für mich keine Einschränkung der Nutzung. Dein Beispiel sind eben nur Zahlen ohne Kontext und damit ein falscher Ansatz
Eben nicht:

Du machst wieder den falschen Ansatz:

Fahrten halbieren und dann Kosten halbieren und Zeitaufwand halbieren = Umplanen = OK

Ist das Gleiche wie:

ZusatzFahrten und zusätzliche Zeit aufbringen bei eingeschränkter Reichweite = Umplanung = genauso OK

Sie hat ihre Fahrten nun eingeschränkt, weil sie was davon hat.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Was wäre wenn mich jetzt der Kunde anruft und ich heute noch unbedingt nach Verona muss?
Wenn mich ein Kunde anruft und ich nach Verona muss.... dann nehme ich auf Firmenkosten das Flugzeug und bin schnell da

Ich glaube ihr kapiert es nicht.

Bei dem Reichweitenthema geht es doch nicht darum , dass man irgendwo stehen bleibt.

Es geht darum, wie weit ich meinen Alltag verbiegen um.... ja genau was zu bekommen ??

Das Privileg E Autofahren ??

Klar können wir alle mit E Autos mit 100km Reichweite fahren. Man muss halt täglich oder mehrfach am Tag laden.

Mache wir das Gesetz, das E Auto Laden unter die Arbeitszeit fällt, wie die Fahrt nach Verona...

0 Problemo. Komme ich morgens später... bin in der Mittagspause weg.... fahre Abends früher los.

Nur einer zahlt... entweder in Geld oder privat in Zeit.

Und sry... letzteres ist mir lieb und teuer ;)

Und wenn du mich dann lockst "Komm abba....1-2 x die Woche 10min Umweg und 10 Min bei Lidl stehen, dann kannst du 10% deiner Verbesuchskosten sparen.... bei aktuell hohen Dieselpreisen....

Vor 4 Wochen darfst du noch 2x zum Lidl und draufzahlen, dafür dass du zuhause 40 min in der Woxhe fehlst....

"

Damit lockt man keinen.... verwunderlich??


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 13:32
Zitat von gastricgastric schrieb:Daher große batterie bitte
schwierig gebraucht. :) Die Akkugrößen steigen erst so richtig seit den jeweiligen Facelifts.... Und die sind als gebrauchte noch so teuer, da kannste auch nen neuen kaufen.
Zitat von CharlyPewPewCharlyPewPew schrieb:Ist meine Heimat. :D
tschuldigung :)
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Es geht darum, wie weit ich meinen Alltag verbiegen um....
Ich verstehe nicht, wo ich mich im Alltag verbiegen muss. Ich fahre ganz normal Auto, wie vorher auch.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Klar können wir alle mit E Autos mit 100km Reichweite fahren. Man muss halt täglich oder mehrfach am Tag laden.
Das ist ja Quatsch. So würde ja auch niemand glücklich werden. Aber mit dem was heute so üblich ist, sind die meisten doch an Punkt an dem man einmal die Woche laden muss. Härtefälle wie @gastric , die 500km+ abspulen, dann halt zweimal.


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Elektroautos und Elektromobilität

15.01.2026 um 13:48
Ich kann die hier gegebenen Beispiele von Regionen praktisch ohne jede Lademöglichkeit natürlich nur hinnehmen. Leider rückte bisher ja niemand damit heraus, wo es eine solche Region geben soll. Daher kann man das auch nicht überprüfen.

Mein letzter Urlaub führte mich an die Ostsee in ein Kaff namens Rerik. Dort ist wirklich nur plattes Land. Aber selbst dort gab es Ladestationen und unsere anfängliche Skepsis erwies sich als unbegründet.

Außerdem gab es praktisch nur kleine Ein- oder Zweifamilienhäuschen. Also hätte jede eigentlich zuhause laden können. Und das dürfte doch in den meisten lländlichen Regionen so sein.

Ich frage mich immer, wo denn diese Landstriche sind, wo es überhaupt keine Infrastruktur gibt, dafür die Menschen aber in Hochhäusern und großen Mehrfamilienhäusern leben?

Letzenendes geht es aber nicht darum! Natürlich gibt es einzelne Anwendungsfälle, wo die Elektromibiltät noch nicht ganz optimal einsetzbar ist oder im Einzelfall sogar hinderlich wäre... aber wieviele menschen leben dort? Hundert? Tausend?

Wieviele menschen leben im Rhein-Main-Gebiet? Annähernd 6 Millionen! Wieviele Eektroautos gibt es dort?

Dafür langweilen sich die Ladestationen... Gerade mal durchgeschaut in meiner Umgebung zuhause:

Ionity Rosbach: 5 von 6 frei
EnBW Rosbach: 1 von 1 frei
Shell-Recharge Rosbach: 2 von 2 frei
Rewe Friedberg: 2 von 2 frei
Aldi Friedberg: 2 von 2 frei
Ionity Bad Nauheim: 6 von 8 frei
Aldi Florstadt: 2 von 2 frei

Und das sind nur die DC-Lader


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