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Elektroautos und Elektromobilität

12.766 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Akku, Elektroauto, Musk ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Elektroautos und Elektromobilität

um 10:49
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Hatte damals ein E-Fahrzeug vielleicht 10-20PS und damit genug Leistung und Drehmoment für die damaligen Straßen, so sind es heutzutage mindestens 10mal, gerne auch 20-30mal soviel.
Kurzum, die damaligen PKW wurden nach Regeln gebaut, die heutzutage nur noch bei LKW, Bahnen, etc. angewendet werden. Also "soviel wie nötig, nicht soviel wie möglich"
Die Frage die sich stellt ist: in wie weit war das Designentscheidung und in wie weit schlichte technische Limitierung. Noch in den 80er Jahren war ein 1 MW Elektromotor ein Bauteil, das so groß war wie ein VW Bus. Heute ist das schon fast eine übliche PKW Motorisierung ;)

Und auch das Ford T-Modell (1908) hatte nur 14KW aus 2,9l Hubraum. Auch hier war doch wahrscheinlich das Problem, das die Technik einfach nicht mehr Power hergab.


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Elektroautos und Elektromobilität

um 11:01
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Die Frage die sich stellt ist: in wie weit war das Designentscheidung und in wie weit schlichte technische Limitierung. Noch in den 80er Jahren war ein 1 MW Elektromotor ein Bauteil, das so groß war wie ein VW Bus. Heute ist das schon fast eine übliche PKW Motorisierung ;)
Das kommt durch die Entwicklung der heutigen Permanentmagnetmaterialien. Ein Supermagnet ist halt viel, viel kleiner als ne Erregerspule.

Bei Elektromotoren macht man aber oft den Fehler auf die Leistung, anstelle das Drehmoment zu achten und das dann mit einem Verbrenner zu vergleichen. Nun hat ein z.B. Gleichstrommotor keine Drehmomentkurve, sondern eine Drehmomentgerade. Man hat also vom Stillstand bis zur Maximaldrehzahl ein konstantes Drehmoment das NUR vom Strom, aber NICHT von der Drehzahl abhängig ist (falls du ne Stromquelle hast die einen konst. Strom liefern kann).
Dementsprechend kann man mit scheinbar lächerlich kleiner Leistung, ein Fahrzeug durchaus komfortabel bewegen.

aber natürlich hast du recht, die heutigen Materialien und Fertigungsmethoden sind besser und die Beherschung der Magnetfelder erlauben heutzutage kompaktere Motoren.
Allerdings ist der Unterschied alt/neu längst nicht so groß wie bei Verbrennungsmaschinen. Was man daran sieht das es durchaus Generatoren gibt die über 100 Jahre im Einsatz waren/sind, aber du keinen Verbrenner findest der so lange betrieben wurde.


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Elektroautos und Elektromobilität

um 11:14
Bei dem Thema muss man auch noch die Strassen bedenken. In der Zeit vor dem ersten Weltkrieg gab es vor allem Feldwege und bestenfalls ne gepflasterte Strasse. Ein hochgezüchtetes modernes Auto würde auf solchen Strassen vermutlich schnell Auseinanderfallen, weil es eben für glatte geteerte Strassen gebaut wurde. Die Autos vor 120 Jahren hatten dagegen alle ein Fahrwerk wir ein Hollandrad, um den unebenen Untergrund auszubügeln.

Das Strassen Argument würde also eher dafür sprechen, lieber solide und langsamere Autos zu bauen, damit den Insassen nicht das kotzen kommt.

Mir fällt es immer noch schwer zu entscheiden: konnten die damals nicht mehr, oder wollten sie nicht. Wahrscheinlich irgendwie ne Mischung aus beidem.
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:aber natürlich hast du recht, die heutigen Materialien und Fertigungsmethoden sind besser und die Beherschung der Magnetfelder erlauben heutzutage kompaktere Motoren.
Allerdings ist der Unterschied alt/neu längst nicht so groß wie bei Verbrennungsmaschinen. Was man daran sieht das es durchaus Generatoren gibt die über 100 Jahre im Einsatz waren/sind, aber du keinen Verbrenner findest der so lange betrieben wurde.
Zwischen 1900 und ca. 2000 ist bei Elektromotoren tatsächlich nicht viel passiert. Seit dem sind die eine Größenordnung performanter geworden. Und ja, das kommt im wesentlichen vom Übergang fremd erregt zu permanent erregt. Das ist glaube ich nicht weniger als bei den Verbrennern, nur das des bei Verbrennern sehr viel Gleichmäßiger lief. Da wurde es einfach von Jahr zu Jahr effizienter.

Und das E-Motoren ewig halten ist natürlich dem Aufbau geschuldet. Außer den Lagern und ggfs. Kohlen gibt es halt einfach keine Verschleißteile. Das ist bei nem Verbrenner deutlich anders.


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Elektroautos und Elektromobilität

um 11:14
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Und auch das Ford T-Modell (1908) hatte nur 14KW aus 2,9l Hubraum. Auch hier war doch wahrscheinlich das Problem, das die Technik einfach nicht mehr Power hergab.
Ja, das war ein Metallurgisches und Gewinn-Problem. Es gab einfach keine Ventile die haltbar waren. Weswegen man die Ventile nicht über dem Zylinder, sondern daneben anbrachte. Damit diese, wenn der Ventilschaft brach, nicht in den Zylinder fielen und da den ganzen Motor zerhackten. Was aber wiederum zu einem miesen Gasaustausch und damit zu wenig Leistung führte.
Von der geringen Kompression aufgrund der schlechten Spritqualität noch gar nicht angefangen. Um die Leistung eines Serienmotors zu erhöhen, brauchte man also zuerst mal billigen, hochoktanigen Sprit. Das hätte man zwar z.B. auch durch Zumischung von Methanol erreichen können, aber da hatten die Ölkonzerne was dagegen. Das hätten sie von den Farmern aus der Landwirtschaft zukaufen müssen, was ihre Gewinne geschmälert hätten


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Elektroautos und Elektromobilität

um 11:30
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Bei dem Thema muss man auch noch die Strassen bedenken. In der Zeit vor dem ersten Weltkrieg gab es vor allem Feldwege und bestenfalls ne gepflasterte Strasse. Ein hochgezüchtetes modernes Auto würde auf solchen Strassen vermutlich schnell Auseinanderfallen, weil es eben für glatte geteerte Strassen gebaut wurde. Die Autos vor 120 Jahren hatten dagegen alle ein Fahrwerk wir ein Hollandrad, um den unebenen Untergrund auszubügeln.
Absolut, was auch ein großes Argument gegen die schweren Elektrofahrzeuge war. Und auch der Grund warum Elektrofahrzeuge vor allem in den Städten, mit ihren besseren Straßen, verbreitet waren.

Für einen Bleiakku sind Erschütterungen pures Gift. Der zerbröselt schlichtweg und/oder der Bleischlamm schließt die Zellen kurz. Weswegen heutzutage Bleiakkus in Fahrzeugen fast nur noch bei Flurfahrzeugen und kleinen Stadtfahrzeugen eingesetzt werden. Gerade bei Flurförderfahrzeugen, wo es keine Erschütterungen gibt und das hohe Gewicht ev. sogar gewünscht ist (Gabelstapler) sind deshalb Bleiakkus auch heutzutage noch konkurenzfähig.


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Elektroautos und Elektromobilität

um 11:35
Zitat von alhambraalhambra schrieb:konnten die damals nicht mehr, oder wollten sie nicht. Wahrscheinlich irgendwie ne Mischung aus beidem.
Können, konnten se schon. Der Weltgeschwindigkeitsrekord für Straßenfahrzeuge wurde einige Jahre lang von Elektrofahrzeugen gehalten.


2026-04-20 11-33-50 Screenshot


Jamais contente
Wikipedia: La Jamais Contente


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Elektroautos und Elektromobilität

um 12:05
Erst die Erfindung des modernen Wechselrichters erlaubte wirklich kompakte, hochdynamische und -effiziente Antriebe und diese Geräte gibt es noch har nicht so lange.

Davor konnte man m.W. mit Gleichstrom nur den Kommutatormotor - mit all seinen Nachteilen - einsetzen.


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Elektroautos und Elektromobilität

um 12:59
Zitat von TrailblazerTrailblazer schrieb:Erst die Erfindung des modernen Wechselrichters erlaubte wirklich kompakte, hochdynamische und -effiziente Antriebe und diese Geräte gibt es noch har nicht so lange.
Naja, ich habe ja unsere alte Straßenbahn geliebt. Mit der Widerstandskaskade und Feldschwächung war die durchaus gut steuerbar. Und wenn der Fahrer sich verschaltet hat, dann hats halt die magnetische Hauptsicherung gefetzt. Die war direkt über seinem Kopf eingebaut, da hat er dann hochgelangt, der großen Hebel gedreht und weiter gings :-)

Ja, ich weiß. Ich bin da nicht unparteisch. Ich hab den Mist mal vor Ewigkeiten studiert und liebe einfach alles elektro-mechanische. Ich hab mich einfach in die Kombination von dicken Hammer und Uhrmacherkunst verliebt :-)


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