Bei dem Thema muss man auch noch die Strassen bedenken. In der Zeit vor dem ersten Weltkrieg gab es vor allem Feldwege und bestenfalls ne gepflasterte Strasse. Ein hochgezüchtetes modernes Auto würde auf solchen Strassen vermutlich schnell Auseinanderfallen, weil es eben für glatte geteerte Strassen gebaut wurde. Die Autos vor 120 Jahren hatten dagegen alle ein Fahrwerk wir ein Hollandrad, um den unebenen Untergrund auszubügeln.
Das Strassen Argument würde also eher dafür sprechen, lieber solide und langsamere Autos zu bauen, damit den Insassen nicht das kotzen kommt.
Mir fällt es immer noch schwer zu entscheiden: konnten die damals nicht mehr, oder wollten sie nicht. Wahrscheinlich irgendwie ne Mischung aus beidem.
UffTaTa schrieb:aber natürlich hast du recht, die heutigen Materialien und Fertigungsmethoden sind besser und die Beherschung der Magnetfelder erlauben heutzutage kompaktere Motoren.
Allerdings ist der Unterschied alt/neu längst nicht so groß wie bei Verbrennungsmaschinen. Was man daran sieht das es durchaus Generatoren gibt die über 100 Jahre im Einsatz waren/sind, aber du keinen Verbrenner findest der so lange betrieben wurde.
Zwischen 1900 und ca. 2000 ist bei Elektromotoren tatsächlich nicht viel passiert. Seit dem sind die eine Größenordnung performanter geworden. Und ja, das kommt im wesentlichen vom Übergang fremd erregt zu permanent erregt. Das ist glaube ich nicht weniger als bei den Verbrennern, nur das des bei Verbrennern sehr viel Gleichmäßiger lief. Da wurde es einfach von Jahr zu Jahr effizienter.
Und das E-Motoren ewig halten ist natürlich dem Aufbau geschuldet. Außer den Lagern und ggfs. Kohlen gibt es halt einfach keine Verschleißteile. Das ist bei nem Verbrenner deutlich anders.