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Elektroautos und Elektromobilität

12.933 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Akku, Elektroauto, Musk ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Elektroautos und Elektromobilität

05.06.2026 um 12:29
Zitat von TrailblazerTrailblazer schrieb:Aber ist man damit nicht auf Landstaraße oder Autobahn manchmal ein Verkehrshindernis?
Dazu kann ich dir sagen: wenn von hinten etwas kommt, gebe ich Gas. Ich bremse keine Leute aus, weil ich das selbst nicht mag.
Meine Strecke sind aber tatsächlich 24km durch die Walachei und gelegentlich klappt es da, dass ich keine anderen Verkehrsteilnehmer auf meiner Strecke habe. :-)


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Elektroautos und Elektromobilität

08.06.2026 um 11:59
Zitat von ForesterForester schrieb am 27.05.2026:Es ist wirklich unglaublich wie schnell die Chinesen lernen.
Die Herangehensweise ist eben eine grundlegend andere. Wenn solche Dinge der Staat weitgehend regelt, entstehen sehr schnell Ergebnisse. Jedenfalls sofern der Staat Interesse an so einem Ziel hat. Das war früher bei China nicht der Fall und heute eben schon.
Es ist aber auch gesellschaftlich gefährlich. Es kommt dann zu einem Wettstreit von Systemen, bei dem eines z.B. Menschenrechte, Rechte von Arbeitnehmern und auch Umwelteinflüsse nachrangig behandelt und damit natürlich einen Wettbewerbsvorteil hat.


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Elektroautos und Elektromobilität

12.06.2026 um 19:53
@CharlyPewPew
Mein Verbrauch mit einem sechs Jahre alten Zoe war letzte Woche bei der Fahrweise sogar noch ein kleines bisschen niedriger.

Aber durch die letzten Tage mit morgens nur rund 10 Grad, ist der Verbrauch nun eher wieder bei 11,6 - 11,7. Fahrprofil in etwa so wie du es bei dir auch beschreibst.

Was ich in diesem Zusammenhang besonders interessant finde:
Wenn wir auf die rund 11–12 kWh/100 km noch den Ladeverlust großzügig draufrechnen, landen wir bei ca. 14 kWh in diesem Beispiel.

Das entspricht fast genau 1,4 Liter Diesel-Äquivalent auf 100 km.
Typischerweise würde man aber eher 4–6 Liter Diesel für ein Auto in der Born/Golf-Klasse auf 100 km benötigen.

Dazu kommt: Bevor der erste Kilometer gefahren wird, steckt im Diesel bereits erhebliche Vorkettenenergie. Um 1 Liter Diesel in den Autotank zu bringen, müssen auf dem Weg vom Well-to-Tank zusätzlich etwa 3 kWh Energie eingesetzt werden (Laut Energeiaplus) – für Förderung, Transport, Raffinerie und Verteilung.

Rechnung für 6 Liter Diesel / 100 km:
Energieinhalt: 6 l × 9,6 kWh = 57,6 kWh
Bereitstellungsvorkette: 6 l × 3 kWh = +18 kWh
Gesamte Primärenergie: ~75,6 kWh für 100 km
Das EV benötigt dafür ~14 kWh – also rund Faktor 5 weniger – inklusive aller Ladeverluste bereits eingerechnet.

Quelle:

https://energeiaplus.com/2025/03/31/wieviel-strom-brauchts-fuer-die-bereitstellung-von-benzin-und-diesel/


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Elektroautos und Elektromobilität

12.06.2026 um 21:36
ich bin gerade mal wieder in Italien unterwegs. Mir sind die Tage zwei Dinge aufgefallen:

1. Jede Menge Norweger mit Elektroautos. Oft Tesla, aber auch BYD. Wer da ernsthaft von Problemen mit der Reichweite Schwurbelt, hat den Schuss echt nicht mehr gehört.
2. Vor nem Jahr hat man kaum mal nen Italiener mit Elektroauto gesehen. Gelegentlich vielleicht mal n Tesla. Die letzten Tage habe ich ständig BYD mit italienischem Kennzeichen gesehen. Mehrere am Tag, die scheinen sich hier zu verkaufen wie geschnitten Brot.


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13.06.2026 um 05:46
@alhambra
Was du da beschreibst ist bei fast 100 Prozent Marktdurchdringung völlig normal und wird in wenigen Jahren auch hier so sein.

"Wir" sind lediglich viel später dran als Norwegen und das trotz der eher schlechten Umstände in Norwegen mit niedrigen Temperaturen und weiteren Strecken.
Norwegen Elektroautos: Warum 97 % der Neuwagen elektrisch fahren

Norwegen Elektroautos: Was der Vorreiter der Welt uns wirklich zeigt
Wer heute «Norwegen Elektroautos» googelt, findet eine Zahl, die alles sagt: 97,6 Prozent. So hoch lag der Anteil von Elektroautos an den Neuzulassungen im November 2025. Von 19.899 neu zugelassenen Pkw waren 19.427 rein elektrisch. Der Verbrenner ist dort längst zur Ausnahme geworden.

Kein anderes Land weltweit hat die Elektromobilität so konsequent umgesetzt. Schon über 30 Prozent aller 2,9 Millionen Fahrzeuge auf norwegischen Straßen fahren elektrisch. Elektroautos in Norwegen sind keine Nische mehr, sondern der neue Standard. Und das in einem Land, das für harte Winter, weite Distanzen und steile Gebirgspässe bekannt ist.

Doch was bedeutet das für Deutschland? Wer heute nach Norwegen schaut, blickt im Grunde auf das Europa von morgen. Die Elektromobilität funktioniert dort im Alltag, bei minus 20 Grad, auf langen Strecken.
Quelle:
https://www.go-electra.com/de/newsroom/norway-electric-cars-97-percent-new-registrations/

Der Link ist im übrigen von 2025 und auch Jahre habe ich schon mehrfach norwegische, englische und dänische Elektroautos in Süddeutschland, Italien und Österreich gesehen.



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Elektroautos und Elektromobilität

13.06.2026 um 07:54
@Forester
Jaja, das ist mir klar. Worum es mir geht: offensichtlich können die trotz Elektroauto 2000km von zuhause Urlaub machen. Also scheint Reichweite kein Problem zu sein


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Elektroautos und Elektromobilität

13.06.2026 um 11:10
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Jaja, das ist mir klar. Worum es mir geht: offensichtlich können die trotz Elektroauto 2000km von zuhause Urlaub machen. Also scheint Reichweite kein Problem zu sein
Reichweite wurde immer nur als Strohmann-Argument hergenommen, weil man einfach rückständig ist und nicht will. Diese Reaktionen auf dem Niveau von Kleinkindern der Krabbelgruppe der örtlichen KITA ist typisch für eine ganz bestimmte Klientel.

Das zieht sich übrigens schon seit Jahrhunderten durch die deutsche Geschichte.


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Elektroautos und Elektromobilität

13.06.2026 um 12:04
Boah ey, nicht der schon wieder...

Achso, ist ja Sonnabend


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Elektroautos und Elektromobilität

13.06.2026 um 18:58
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Forester
Jaja, das ist mir klar. Worum es mir geht: offensichtlich können die trotz Elektroauto 2000km von zuhause Urlaub machen. Also scheint Reichweite kein Problem zu
Wo soll da ein Problem sein?

Alle 400 km (4 Stunden) Pause, Kaffeepause, Pinkelpause, Essenspause, Schlafpause.

=

fertig


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Elektroautos und Elektromobilität

14.06.2026 um 08:27
Weil Norwegen gerne als Musterland zitiert wird, hier einige sehr subjektive Eindrücke.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Also scheint Reichweite kein Problem zu sein
Ich hätte schwören können, dass die Skandinavier und besonders auch die Norweger aufgrund der Geografie und ihrer Topografie eine deutlich geringere Fahrleistung pro Jahr haben als wir. Pustekuchen. Irrtum.
Jeder norwegische Pkw hat im Jahr 2023 durchschnittlich 11.274 Kilometer zurückgelegt. Das ist nach Angaben der norwegischen Statistikbehörde SSB eine Steigerung von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtfahrleistung von Pkw in Norwegen betrug damit 35.675,7 Millionen Kilometer, ein Anstieg von einem Prozent gegenüber 2022.
Quelle: https://businessportal-norwegen.com/2024/04/05/norweger-fahren-laengere-strecken-mit-elektroautos-als-mit-benzinern/

Bei den anderen Skandinaviern im erweiterten Sinne (Schweden, Dänemark und auch Finnland) sieht es vergleichsweise ähnlich aus. Null Problemo mit Reichweite.

Wir waren nun in Folge das 3. Mal in Norwegen, das letzte Mal war es eine Rundreise im März Norwegen nordwärts und durch Finnland wieder Richtung Süden, wobei ich im Norden gut nachvollziehen kann, wenn man vielleicht keinen Stromer fahren möchte oder einfach nicht kann. Wie auch immer, die haben dort oben ganz andere Probleme als den Verkehr und die paar Dieselmotoren für Autos.
Aus meiner Sicht liegen deren Probleme mit Dieselmotoren auf dem Wasser und weniger an Land.
(Nebenbemerkung: Dass wir als Touristen auch ein Teil des Problems sind, ist leider auch ein Teil der Probleme. Norwegen ist beliebt und muss jetzt eine Balance finden, um den zunehmenden Mengen Einhalt zu gebieten) zu werden. Zu viele Touris ist schlecht, zu wenige auch.

Ich fang mal mit Honningsvåg an. Das ist der Ausgangspunkt für das Nordkap, hat 2260 Einwohner und um die 200000 Kreuzfahrttouristen pro Jahr. Wenn ein Schiff wie die Mein Schiff 3 anlegt, dann sieht das so aus:


HonningsvagOriginal anzeigen (1,1 MB)

Achtet mal auf die Fahne aus dem Schornstein und das ist ja nur für die Versorgung der Bordsysteme. Als wir dort mit Hurtig waren, warteten auf dem Pier um die 13 Busse, 10 davon für die Mein Schiff 3 und 3 für uns. 12 Busse fuhren zum Nordkap, wir zur Insel Insel Magerøya.
Dabei war es noch nicht einmal Hauptsaison. Wobei die Touren zum Kap zu diesen Zeiten immer problematisch sind aufgrund der Schneeverwehungen. Was dann auch für andere Straßen gilt.
Pro Jahr zählt man 100 bis 170 Anläufe von Kreuzfahrern. Jetzt stellt euch einmal vor, welche Belastungen die Luft und die Einwohner nicht nur dort, sondern auch in den vielen anderen Fjords ertragen müssen. In denen gibt es nur einen eingeschränkten Luftaustausch. Fairerweise sei auch gesagt, dass vermehrt Landstromanlagen errichtet werden, was aber die Emissionen während der Fahrt nicht verringert.


Olden (um 500 Einwohner und um die 200000 Kreuzfahrtpassagiere pro Jahr)


OldenOriginal anzeigen (1,0 MB)

Wir waren damals mit 350 Passagieren dort. Gefühlt fuhren 250 bis 300 zur Talstation einer Seilbahn. Und wieder Busse, Busse ... Da kommen (oder kamen, es gibt mittlerweile Beschränkungen) in der Saison dann auch mal schnell 1000 bis 1500 Passagiere an.



Insel Magerøya
Die KI sagt zu der Anzahl der Einwohner:
Die Verteilung der Einwohner konzentriert sich stark auf folgende Punkte: Honningsvåg: Der Hauptort und das Verwaltungszentrum der Insel hat etwa 2.260 Einwohner und gilt als nördlichste Stadt Europas.Weitere Siedlungen: Die restlichen Bewohner verteilen sich auf kleinere, umliegende Fischerdörfer wie Skarsvåg, Gjesvær und Kamøyvær.
In einem Fischerdorf waren wir, da gibt es mehr Boote als Autos. :D

Insel Magerya  1Original anzeigen (0,9 MB)

Eine Momentaufnahme dieses Dörfchens:


V 2Original anzeigen (0,7 MB)

Das mit der Reichweite ist nach wie vor eine hiesige Luxusjammerei. Auch auf dieser kleinen Insel wird elektrisch gefahren. Allerdings kann ich nicht sagen, wie es bei den typischen kleinen und großen Nutzfahrzeugen so aussieht, aber die dort oben notwendigen Schneepflüge kann ich mir noch nicht elektrisch vorstellen. Im kleinen Maßstab gibt es das allerdings schon: https://www.alke.com/de-de/elektro-traktoren-schneepfluege

Auch muss noch gesagt werden, dass aufgrund der Fischerboote und der Kreuzfahrer die Entwicklung von entweder rein elektrisch betriebenen Booten oder Hybridantrieben vorangetrieben wird. Möglicherweise passt die den Norwegern zugeschriebene Mentalität besser zur Elektromobilität.
Die KI sagt dazu:
Der norwegischen Mentalität werden Eigenschaften wie Tiefe Naturverbundenheit, Egalitarismus, Gelassenheit und ein starkes Gemeinschaftsgefühl zugeschrieben. Das soziale Miteinander ist stark vom sogenannten Janteloven (Jantegesetz) geprägt, welches Bescheidenheit einfordert und das Streben nach individuellem Status über andere ablehnt.
Die wichtigsten Facetten im Überblick:
Natur und „Friluftsliv“: Die Natur ist ein zentraler Identifikationsort. Friluftsliv (das Leben im Freien) beschreibt die tiefe Liebe zum Wandern, Skifahren oder Angeln. Dementsprechend schätzen Norweger persönliche Freiheit, Weite und Unabhängigkeit.
Gemütlichkeit („Kos“): Ähnlich dem dänischen Hygge hat es in Norwegen einen hohen Stellenwert, das Leben zu genießen, es sich mit der Familie oder Freunden gemütlich zu machen und den Moment wertzuschätzen.
Egalitäres Denken: Norweger pflegen flache Hierarchien – im Berufsleben wie auch privat. Ein respektvoller, gleichberechtigter Umgang auf Augenhöhe ist selbstverständlich.
...
Gelassenheit und Pragmatismus: Im Arbeitsleben und im Alltag strahlen Norweger viel Ruhe und Entspannung aus. Ein pünktlicher Feierabend zur Erholung und Zeit für Hobbys genießen oberste Priorität.
Quelle: KI von Google
Ein Auto ist dort kein Statussymbol, im Gegensatz zu uns. Nein, auch die sind keine Heiligen und keine Engel. Aber sie sind deutlich gelassener im Straßenverkehr, was sich wahrscheinlich auch dadurch bemerkbar macht, dass sie auf die Elektromobilität setzen, um ihre Umwelt möglichst zu schonen. Natürlich sind auch die staatlichen Subventionen willkommen, keine Frage.
Wobei es einen Wermutstropfen gibt, den Überlandverkehr. Es gibt nur vergleichsweise wenige Eisenbahnlinien, aber vergleichsweise viele Regionalflughäfen. Das ist der Topografie und auch den Wetterbedingungen geschuldet, im Winter kann es zu Ausfällen der Eisenbahn aufgrund der Schneeverwehungen und Erdrutschen kommen. Gerade an der Küste leben in einem rund 10 km breiten Bereich rund 80% der Norweger. Daher kann es sein, dass du das Nachbardorf zwar sehen kannst, du aber wegen des Fjords eine dreistellige Entfernung als Autofahrer zurücklegen musst.

Es gibt noch einen weiteren Grund für diese Flughäfen, die bei uns eher Unfug sind.
Staatliche Subventionen:
Der norwegische Staat subventioniert Inlandsflüge stark, um die Abwanderung aus ländlichen Gebieten zu verhindern und eine flächendeckende Grundversorgung (die sogenannte Distriktspolitik) für alle Bürger zu gewährleisten.
Quelle: KI von Google
Wenn der Staat nicht helfen würde, dann wären die nördlichen Bereich noch menschenleerer, als sie es ohnehin schon sind. Wie auch immer, dort werden Stromer einfach so genutzt, man fährt damit und Thema erledigt. Man stelle sich das einmal vor. :D


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14.06.2026 um 08:53
@Total_Recall
Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht und die verschiedenen Blickwinkel die du hier mit einbringst.

Das ist sehr interessant und wenn ich zu deinen Ausführungen vielleicht noch etwas beitragen kann:

Es gibt seit vielen Jahren einen YouTube Kanal von Björn Nyland aus Norwegen der sehr beliebt ist.

Er testet nahezu alle Elektroautos (auch deutsche) ausführlich, macht 1000 km challenges und das unter teilweise sehr sehr schlechten Wetterbedingungen.(kalt und stürmisch).

Ein großer Punkt in seinen Videos ist immer das Laden, die Reichweite und somit auch die Infrastruktur und die Straßenverhältnisse in Norwegen und seine ganz individuelle Herangehensweise.

Die Videos sind alle in gut verständlichem Englisch und weil er weiß, dass er viele deutsche Fans hat, wirft er manchmal auch ein paar deutsche Wörter und Sätze ein 😂

Da er seit vielen Jahren erfolgreich ist, bekommt er seit langem von sämtlichen Herstellern weltweit die Autos in einem sehr frühen Stadium, also quasi bevor die Autos zu den Händlern kommen, obwohl er auch Nachteile klar beim Namen nennt.

Falls das jemand interessiert, es ist aus meiner Sicht sehr interessant. Ganz besonders dann wenn man sich evtl noch unsicher ist, ob einem ein bestimmtes Modell gefällt:

https://youtube.com/@bjornnyland?si=GZ6LFMVvnFlW4haj


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Elektroautos und Elektromobilität

14.06.2026 um 11:37
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Reichweite wurde immer nur als Strohmann-Argument hergenommen, weil man einfach rückständig ist und nicht will.
Nein, weil es bessere Alternativen gibt und brauchbare Reichweiten erst jetzt verfügbar werden. Dazu kommt, dass vor allem Norwegen lange Zeit die Strafsteuer auf den Kauf eines Autos, die dort anfällt, für E-Autos nicht erhoben hat, so dass dort schon vor Jahren ein E-Auto in der Anschaffung billiger war als ein Verbrenner. Strom ist dort ebenfalls billiger. Die Frage, ob es sich rechnet oder nicht, stellte sich dort also gar nicht.

Bei uns dagegen war lange Zeit die Frage, ob man die vielen Nachteile eine E-Autos in Kauf nehmen will, und dann auch noch mehr dafür bezahlen soll.

Das nächste ist: Allein so etwas:
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Diese Reaktionen auf dem Niveau von Kleinkindern der Krabbelgruppe der örtlichen KITA ist typisch für eine ganz bestimmte Klientel.
macht dein Argument unglaubwürdig, sogar dann, wenn etwas dran wäre. Selbst dann, wenn du gewusst hättest, dass E-Autos in Norwegen schon lange auch in der Anschaffung billiger waren als Verbrenner, und dass man die geringe Reichweite deswegen einfach in Kauf genommen hat, hätten viele auf Grund des niedrigen Niveaus deiner Argumentation aufgehört zu lesen.


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Elektroautos und Elektromobilität

14.06.2026 um 13:30
@SvenLE
@alexnoe

Da ist leider viel Wahres dran. Reichweite war bei vielen nie das echte Hindernis – das hätte sich längst erledigt. Es geht um etwas anderes: Gewohnheit, Identität, vielleicht auch die Angst, früher falsch gelegen zu haben. Das historische Muster stimmt auch – neue Technologien haben in Deutschland oft erst dann Akzeptanz gefunden, wenn es keine andere Wahl mehr gab.

Besonders interessant finde ich das Argument mit den fehlenden Ladesäulen – das höre ich tatsächlich von Leuten aus Großstädten, neulich sogar aus Frankfurt. Die Infrastruktur ist in vielen Regionen längst deutlich besser als ihr Ruf – das Problem ist eher, dass sich das alte Bild von 2018 hartnäckig in den Köpfen hält, auch hinsichtlich der Preise.Dazu kommt, dass die Beschilderung zu Ladesäulen oft tatsächlich noch zu wünschen übrig lässt – das macht es nicht einfacher, die Realität vor Ort wahrzunehmen.
Die Versorgung mit E-Ladeinfrastruktur in Frankfurt entwickelt sich dynamisch. Aktuell sind bei der Bundesnetzagentur rund 2133 öffentlich zugängliche Ladepunkte im Stadtgebiet gelistet – davon 1890 Wechselstrom- (AC bis 22 Kilowatt) und 243 Schnell-Ladepunkte (DC). Zwischen Januar 2023 und Januar 2026 hat sich damit die Zahl der öffentlich zugänglichen AC-Ladepunkte in Frankfurt um über 350 Prozent erhöht. Reine Elektrofahrzeuge haben aktuell in Frankfurt einen Anteil von sechs Prozent, Plug-In-Hybride einen Anteil von fünf Prozent.
Quelle:

https://www.rheinmainverlag.de/2026/02/25/frankfurt-startet-die-naechste-ausbauphase-fuer-e-ladeinfrastruktur-auf-oeffentlichem-grund/


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Elektroautos und Elektromobilität

14.06.2026 um 18:22
@Forester
Exakt, du hast verstanden worauf ich anspiele. Diese rückständigen Diskussionen gibt es bei vielen Technik-Themen.
Zitat von alexnoealexnoe schrieb:Nein, weil es bessere Alternativen gibt und brauchbare Reichweiten erst jetzt verfügbar werden.
Es ging nie um die Reichweite! Das war immer vorgeschoben. Es geht immer um die Angst vor Veränderungen und das zeigt sich dann in kleinkindlichen Verhalten.


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Elektroautos und Elektromobilität

14.06.2026 um 18:39
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Es ging nie um die Reichweite!
Genauer ging es primär eher um die nachladbaren Kilometer pro Stunde Ladezeit. Allerdings korreliert das schon etwas mit der Reichweite, weil ein Akku größerer Kapazität in ähnlicher Zeit wie ein Akku kleinerer Kapazität aufgeladen werden kann, wenn es die gleiche Zelltechnologie ist.


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14.06.2026 um 18:54
Zitat von ForesterForester schrieb:Norwegen
Ja, aber dann sollte man sich noch paar Sachen anschauen:
- bis 500.000 NOK, zahlt man keine MwSt. und keine anderen Steuern, ein Tesla Y kommt bei ca. 470.000 NOK raus.
Ich habe den X3 2 Liter Diesel ausgesucht, dieser kostet mit Zulassung, MwSt. bla bla 830.000 NOK, beinahe das Doppelte.

Wenn der Markt einen Kipppunkt erreicht hat, werden auch die E Autos ähnlich besteuert.
Botschaft: die Nachfrage ist künstlich und nicht unbedingt vergleichbar mit Deutschland, der europäische Topperformer der sich keine Steuersenkungen leisten kann.


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Elektroautos und Elektromobilität

14.06.2026 um 20:05
Zitat von ForesterForester schrieb:Dazu kommt, dass die Beschilderung zu Ladesäulen oft tatsächlich noch zu wünschen übrig lässt – das macht es nicht einfacher, die Realität vor Ort wahrzunehmen.
Glaube kaum, dass es auch nur einen E-Fahrer gibt, der keine App nutzt, wo man Standorte von Ladesäulen abrufen kann.


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Elektroautos und Elektromobilität

14.06.2026 um 20:17
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Glaube kaum, dass es auch nur einen E-Fahrer gibt, der keine App nutzt, wo man Standorte von Ladesäulen abrufen kann.
Und das Navi in E-Autos zeigt auch an, wo welche Ladepunkte wie belegt sind.


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Elektroautos und Elektromobilität

14.06.2026 um 21:42
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Botschaft: die Nachfrage ist künstlich und nicht unbedingt vergleichbar mit Deutschland, der europäische Topperformer der sich keine Steuersenkungen leisten kann.
Falsch - die Botschaft der Regierung ist eine andere. Niemand braucht Verbrenner und der Umstieg sollte eben beschleunigt werden. Der Markt ist jetzt durch und es ha niemanden weh getan.
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Glaube kaum, dass es auch nur einen E-Fahrer gibt, der keine App nutzt, wo man Standorte von Ladesäulen abrufen kann.
Die Navis sollten die Stationen alle kennen, aber das dürfte wohl auch ein Thema je nach Preisklasse des Autos sein.
Zitat von FichtenmopedFichtenmoped schrieb:Und das Navi in E-Autos zeigt auch an, wo welche Ladepunkte wie belegt sind.
Klappt leider nicht immer. Hängt auch vom Anbieter ab. Shell und ionity sind mir eher negativ aufgefallen und vor allem nervt, wenn man nicht sieht, warum Ladesäulen nicht verfügbar sind, weil sie außer Betrieb sind. Damit weiß man also nicht, ob der Belegungsstatus nur temporär so ist oder eben dauerhaft.


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14.06.2026 um 22:06
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Die Navis sollten die Stationen alle kennen, aber das dürfte wohl auch ein Thema je nach Preisklasse des Autos sein.
Jo, könnte auch sein, dass die Straße zur Ladestation grad gebaut wird und gesperrt ist. Könnte auch sein, dass grad ne Katze davor sitzt und scheißt.


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