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Der Energiewende-Thread

2.082 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Energie, Klimawandel, CO2 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Energiewende-Thread

11.08.2025 um 12:33
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:So macht man keine Energiewende, mit Verlieren und Gewinnern, aber am Ende muss jeder an sich denken. Stadtwerke, Gemeinderat, Nutzer
Zitat von SyndromSyndrom schrieb:Was ist beim Rückbau so teuer?
Das Kernproblem ist halt, dass es keine rechtlichen Vorgaben für die Rückbaukosten gibt. Da kann jeder Betreiber verlangen was er will und der Verbraucher kann sich nicht wehren. Und natürlich nutzen einige das aus, um die Verbraucher so zu erschrecken, das die sich das noch mal anders überlegen und dann schön in der fossilen Abhängigkeit bleiben.

Ob man das Netz wirklich aktiv Zurückbauen muss, oder ob es nicht wirklich reicht erst mal die Anschlüsse in den Häusern stillzulegen, dann irgendwann ganze Strassenzüge abzudrehen und bei der nächsten Generalsanierung der Strasse in ein paar Jahren dann eben auszubuddeln, das wäre auch auch mal ne politische Entscheidung.


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11.08.2025 um 13:59
Imho gibt es auch keinen rechtlichen Rahmen, das Rohr abzunabeln und im Erdreich zu belassen.


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Der Energiewende-Thread

11.08.2025 um 14:11
@abbacbbc
Ja, das meine ich ja. Die Politik müsste das mal klären und die rechtlichen Rahmen setzen. Im Moment macht jeder was er will und zu Kosten die er will. Und als Verbraucher kannste dich nicht wehren


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Der Energiewende-Thread

14.08.2025 um 19:56
Zitat von VespafahrerVespafahrer schrieb am 08.08.2025:Ich werde die entsprechende Belege liefern.
Wann soll das große Ereignis denn stattfinden, wenn die Nachfrage gestattet is?

kuno


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Der Energiewende-Thread

25.08.2025 um 17:49
@Vespafahrer
@Gildonus
@Röhrich

Ich hab noch einen für euch AKW Fans. Uns geht das Uran aus.

Die Studie untersuchte zwei Szenarien. In einem steigt die Stromproduktion von jetzt 390GW auf 574 GW bis 2050 (low). In dem anderen bis 2050 auf 900GW (high)

und das Ergebnis ist: (Trommelwirbel)
In the near term, if existing and committed mines operate near their stated production
capacity, primary production is expected to meet low-demand scenarios through 2031. However,
under high-demand scenarios, a production shortfall is anticipated by around 2027
Quelle: https://www.oecd-nea.org/upload/docs/application/pdf/2025-04/7683_uranium_2024_-_resources_production_and_demand_2025-04-22_14-29-2_928.pdf

und:
Beyond 2050, however, even if nuclear capacity remains at 2050 levels,
cumulative uranium requirements would surpass 100% of the current total identified resource
base in the highest cost category by the 2080s under high demand or by the 2110s under low
demand.
Quelle: s.o.

Ich übersetze das mal für euch:

Wenn man sich auf einen solchen Ausbaupfad begeben würde, dann können wir spätestens 2031 nicht mehr genug Uran fördern um die Dinger zu beladen.

Natürlich könnte man die Förderung steigern. Dann kommt man über den Engpass drüber, aber dann geht uns in den 80ern das Uran ganz aus.

Ich frage mich, wie ihr unter solchen Bedingungen eine Renaissance der Kernenergie organisieren wollt.

Die Studie ist übrigens von IAEA und der OECD. Also eigentlich Organisationen die pro Kernenergie eingestellt sind. Also kein grünes Kampfblatt oder so. Also geht lieber mal davon aus das die Annahmen noch zu optimistisch sind.


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Der Energiewende-Thread

25.08.2025 um 17:57
Das Uran wird man in Zukunft mit Ionenaustauschern aus Meerwasser in Gebieten mit großen Gezeitenhub gewinnen. Ist im Übrigen sogar umweltfreundlicher, weil man keine Zerfallsprodukte anreichert.


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25.08.2025 um 17:59
@Marfrank
Ja, ganz sicher wird es das. Augenroll.

Magst du mal fix durchrechnen wieviel Meerwasser du da filtern musst, bis du ausreichend Uran zusammenhast? Und was das Uran dann gekosttet hat?


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Der Energiewende-Thread

25.08.2025 um 18:26
Um die große Menge Meerwasser durch den Ionenaustauscher zu drücken nutzt man Gezeitenströmungen aus.


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25.08.2025 um 18:32
@Marfrank
Wir haben noch nicht Weihnachten. Du musst trotzdem jede Menge Wasser filtern. Die Gezeiten ersparen dir höchstens ne Pumpe. Du brauchst aber doch trotzdem die Anlagen, und alle technischen Einrichtungen zum Filtern. Und die nutzen sich wahrscheinlich auch ab, also je mehr Wasser du da durch leierst umso teuerer.

Ausßerdem ist es immer mal ganz sinnvoll die Größenordnungen abzuschätzen, um herauszufinden ob das was man vorhat realistisch ist.

Also: Wieviel Wasser brauchst du um einen Reaktor zu beladen. Und was kostet das?


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Der Energiewende-Thread

25.08.2025 um 20:23
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:um 18:26
Um die große Menge Meerwasser durch den Ionenaustauscher zu drücken nutzt man Gezeitenströmungen aus.
Das klingt nach Feenstaub aus dem Mondbrunnen. Deine Antwirt ist der lebende Beweis, warum wir kein attraktiver Wirtschaftsstandort mehr sind - Fachkräftemangel 🤷🏻‍♂️


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Der Energiewende-Thread

25.08.2025 um 20:33
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Das klingt nach Feenstaub aus dem Mondbrunnen.
Das ist Feenstaub aus dem Mondbrunnen.

@Marfrank
Ich helfe dir mal, ich habe ja ein großes Herz.

In so nem Reaktor sind 300t Uran drin. Nehmen wir mal an, du willst ne Anreicherung von 5% erreichen. Dann musst du etwa 3000t Uran aus dem Meerwasser rausfiltern.

Bei den üblichen Konzentrationen brauchst du dafür 942 Milliarden Tonnen Meerwasser.

Klingt das für dich irgendwie praktikabel?


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Der Energiewende-Thread

27.08.2025 um 10:20
Hey zusammen,

ich fand eure Diskussion über Uran aus Meerwasser echt spannend. Wenn man bedenkt wie viele Milliarden Tonnen Wasser man dafür bewegen müsste wirkt das Ganze ziemlich unrealistisch. Für mich zeigt das nur wie wichtig es ist über andere Ansätze nachzudenken. Gerade intelligente Lösungen für Verbrauchssteuerung und flexible Tarife könnten viel bringen um Netze zu entlasten. Bei TimeSales habe ich dazu ein paar interessante Ideen gesehen: https://timesales.de/

Vielleicht ist das ja ein Ansatz über den man hier auch diskutieren kann.


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27.08.2025 um 11:15
Zitat von FelixWesselsFelixWessels schrieb:Wenn man bedenkt wie viele Milliarden Tonnen Wasser man dafür bewegen müsste wirkt das Ganze ziemlich unrealistisch
Und das wäre ja nur um einen Reaktor einmal zu beladen. Die Brennelemente müssen ja regelmäßig getauscht werden. Und wir es gibt ja ein paar hundert Reaktoren. Dann ist das schon nicht mehr unrealistisch, sondern geradezu absurd.
Zitat von FelixWesselsFelixWessels schrieb:Vielleicht ist das ja ein Ansatz über den man hier auch diskutieren kann.
Gerne. Leider sind wir in dieser Hinsicht auch mal wieder ein Industriemuseum. Flexible Tarife erfordern Smart-Meter. Und leider bekommen wir die mal wieder nicht ausgerollt. Meines Wissens nach haben gerade mal 2% der Haushalte Smart-Meter. Deprimierend. Und damit kann man aktuell leider nix reißen.

Ansonsten wäre das eine super Methode um die Netze zu entlasten. Und das könnte uns Milliarden sparen. Man muss aber eben in der Lage sein seine Last verschieben zu können.

Dazu bräuchte z.b. ein Mieter einen kleinen Speicher den er einmal am Tag, wenns billig ist füllt und dann den Rest des Tages aus dem Speicher lebt.

Besonders krass wird es wenn du Lasten hast, die du problemlos verschieben kannst. Z.b. das Laden eines Elektroautos. Dann kannst du nicht nur deutlich sparen, sondern auch wirklich das Netz entlasten. Tibber z.b. hat ein Plugin mit dem sich das laden von Autos auf die Bereiche mit niedrigen Kosten schieben läßt. Vollautomagisch also.


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Der Energiewende-Thread

27.08.2025 um 11:42
Achso, was mir gerade noch einfällt:

Besonders dumm ist ja, das ich z.b. aus meiner PV Anlage ins Netz einspeisen darf, aber nicht aus dem Speicher.

Gerade jetzt im Sommer habe ich morgens noch 6-7 kwh im Speicher drin. Die könnte ich doch eigentlich ins Netz geben um das Netz in der Zeit von 6-8 Uhr, wenns besonders belastet ist zu entlasten. Und dann den Speicher über Tag wieder vollmachen.

Wenn Millionen PV Anlagen das so machen würden, dann könnten wir die morgendliche Lastspitze locker glatt bügeln. Aber leider verbietet es mir der Netzbetreiber. Fasst man sich auch an den kopf.


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27.08.2025 um 17:46
@alhambra
Sehe ich irgendwie sehr ähnlich.

Der Netzbetreiber ist immer der erste der schreit: " mein Netz ist überlastet".

Kann mir mal irgendjemand erklären, wie das zusammenpasst? Speicher anschaffen als Netzbetreiber? Nein.

Speicher im privaten Bereich zulassen für Einspeisung? Nein.

Sobald jemand ne 22 KW Wallbox beantragt wird rumgeheult und wehe eine Firma beantragt 100 KW CCS.... Geht garnicht.

Aber selbst irgendwie aktiv werden und seine Arbeit bzw Auftrag als Netzbetreiber wahrnehmen?

Und duck und weg.


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27.08.2025 um 18:36
Wieso.

Sein Auftrag als Netzbetreiber ist nicht die maximale Auslastung der Leitungen.

Da er damit nichts gewinnt, was bringt ein Speicher ??


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27.08.2025 um 18:44
@abbacbbc
Nein, die Aufgabe des Netzbetreibers ist es die angeforderte Leistung zum Kunden zu bringen und das zu minimalen Kosten.

Speicher könnten ihm dabei helfen. Meinen würde ich ja sogar quasi kostenlos zur Verfügung stellen. Solche Möglichkeiten werden aber pauschal abgelehnt.


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27.08.2025 um 19:01
Zitat von alhambraalhambra schrieb:@abbacbbc
Nein, die Aufgabe des Netzbetreibers ist es die angeforderte Leistung zum Kunden zu bringen und das zu minimalen Kosten
Und wenn der Speicher eine 0 Nummer ist und er den Kabelneubau ablehnen kann, was dann ???

Den Netzbetreiber interessieren keine Steuern.

Was für dich privat super ist (fehlende 9 CT einspeichern und in der Nacht 30ct sparen, macht auch bei 5-10ct Speicherkosten Sinn)

Während der Betreiber für 0-10ct einkauft und dann mit 5-10 CT Speicherkosten + Wartung und Co eben kaum "Profit generiert"


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Der Energiewende-Thread

28.08.2025 um 00:14
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Sein Auftrag als Netzbetreiber ist nicht die maximale Auslastung der Leitungen.
Das soll ja grade durch regionale, dezentrale Speicher verhindert werden.


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Der Energiewende-Thread

28.08.2025 um 00:17
Ja ja wir sollen uns auch alle gesund ernähren.... Und wenn wir alle Kleinwagen und maximal 120 fahren würden, wäre alles besser.

Aber ohne Anreize passiert halt nüscht


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