Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich hab mir damals meine Anlage selbst aufs Dach getackert
Fühle dich beneidet. :D
Für uns war das keine Option, wir selber gehören schon länger nicht mehr dem Team Eichhörnchen an und als Selbstständiger gilt für mich "Hast du keine Zeit, kauf dir welche.".
Auch wenn wir familiären Zugriff auf Handwerker gehabt hätten, wären die aus verschiedenen Gründen keine Option gewesen, bis auf einen Solo Elektromeister. Der besorgte uns ein Angebot eines Großhändlers (nur Material), parallel dazu lief eine Anfrage bei einem PV Unternehmen in unserer Nähe. Einen Aufbau konnte der Meister nicht anbieten.
Letztlich lag die Differenz zwischen Bausatz und der kompletten Anlage bei rund 4000 Euro. Unter den damaligen Umständen wie der Beginn des Ukraine Krieges und der zum Teil eventuell nicht lieferbaren Komponenten wäre das kaum rechenbar gewesen. Auch gehören unsere Handwerker dem Typ Dampfplauderer an, deren Termintreue und handwerkliche Qualität ist mehr oder weniger überschaubar und sie haben zudem die Eigenschaft, an nichts schuld sein zu wollen, es sind immer nur die anderen. Für kleinere Dinge ist das okay, aber auf dem Dach befindet sich eine Anlage im Wert eines VW Golf. Grob.

Das Unternehmen versicherte uns auch, alle Komponenten liefern zu können. Viel Auswahl hatten wir somit nicht.
Zumal wir pro Monat um die 300 Euro Stromkosten hatten (Haus, Elektroautos und Wärmepumpe), da muss man sich beeilen, denn der Preis stieg damals von um die 30 Cent pro kwh auf 60 bis 90. Jeder versemmelte Monat wird dann unnötig teuer und das Risiko stand im Raum, pro Monat 600 bis 900 Euro an Strom bezahlen zu müssen. Die Opportunitätskosten waren nicht zu unterschätzen.
In dieser speziellen Situation war das für uns die einzige Möglichkeit. Es kam dann etwas später auch zu irrsinnigen Preise, von 2 Nachbarn habe ich vernommen, dass in der Anfangsphase des Krieges bis zu 5000 Euro pro kWp aufgerufen wurden. Das kann sich nicht rechnen. Es kam dann später zu den Auswirkungen des Schweinezyklus, in China hatten sie die Produktion extrem hochgefahren und es gab Überkapazitäten mit der Folge, dass die Modulpreise in den Keller gingen und die PV Unternehmen teilweise in Schieflage oder Insolvenz gerieten. Die hatten noch teure Module gekauft, der Marktpreis war aber schon in den Keller gerutscht.

Genug OT.