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Der Energiewende-Thread

3.764 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Energie, Klimawandel, CO2 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Energiewende-Thread

gestern um 16:08
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Brauchen vielleicht nich unbedingt, aber sinnvoll isses schon, da AKW am wirtschaftlichsten bei Nennlast durchlaufen. Deshalb wurden damals ja auch die Pumpspeicher in D, AT und CH gebaut, ebenso wie die Nachtspeicherheizungen.
Pumpspeicher machen ja auch Sinn, aber Batteriespeicher nicht.


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Der Energiewende-Thread

gestern um 16:19
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich lass mal Wiki antworten:
Was dir Wiki nicht sagt, ggf ist dies einfach kein Teil der Artbeschreibung eines Speichers, dass diese für Atomkraft unnütz sind.

Was soll ich Speichern oder puffern, wenn doch Preis und Energieoutput eines AKT stetig gleich sind.

Speicher sollen ja Lastwechsel anderer Energieträger speichern und puffern.

Speicher machen allgemein Sinn wenn diese abgestimmt auf die Energieerzeuger sind. Mir fällt lediglich bei AKW keine Sinnhaftigkeit ein.


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gestern um 16:22
Zitat von paxitopaxito schrieb:Pumpspeicher machen ja auch Sinn, aber Batteriespeicher nicht.
Warum das? Akkuspeicher kosten zwar heute noch nen Tick mehr als Pumpspeicher, haben aber nen besseren Wirkungsgrad und sind unabhängig von der Geografie einsetzbar.
Ich sehe da eher Vorteile bei Akku Speichern.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Was soll ich Speichern oder puffern, wenn doch Preis und Energieoutput eines AKT stetig gleich sind.
Was aber nich gleich is, is der Verbrauch.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Speicher machen allgemein Sinn wenn diese abgestimmt auf die Energieerzeuger sind. Mir fällt lediglich bei AKW keine Sinnhaftigkeit ein.
Deshalb hatte ich ja den Artikel verlinkt, da wird die Sinnhaftigkeit erläutert.

mfg
kuno


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gestern um 16:29
@gagitsch
AKWs laufen halt durch, es ist nicht wirtschaftlich die hoch und runter zuregeln. Darum produzieren auch dann Strom, wenn ihn keiner braucht - da macht das Speichern durchaus Sinn. Aber eben nicht mit Batterien. Pumpspeicher sind da schon im Gebrauch, sehr sinnvoll wären auch Wärmespeicher.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Warum das?
Hat mehrere Gründe. AKWs sind idR Großanlagen, die liefern wirklich viel Strom. Haben die ein Überangebot laufen Batterien viel zu schnell voll. Batterien sind auch eher wirklich kurzfristig sinnvoll, für Minuten bis ne Stunde, bei AKWs reden wir von mehreren Stunden - die sind halt träge. Da eignen sich andere Speicherformen einfach besser - sowohl was Menge, als auch Zeitraum angeht. Pumpspeicher gibt es schon, wärmespeicher sind ne Idee. Oder Druckluft vielleicht?
Und zum Schluss: Brandgefahr. Es wäre einfach nicht klug nen gigantischen Lithium Ionen Speicher neben ein AKW zu bauen.


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gestern um 16:32
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Was aber nich gleich is, is der Verbrauch.
Das wird dann aber durch sinkende Exporte ausgeglichen.

Die Netztrader wie zB 50 Hertz überwachen und planen das, dafür haben wir die. Wenn da ein oder 3 oder 8 AKW im Netz sind, weiß das jeder, deren Verbrauch weiß jeder. Und die Netzlast durch den Verbrauch kennt man auch, so ziemlich genau, schon einen Tag vorher.

Ein AKW muss also niemals gepuffert werden, das ist einfach im Stromnetz mit ggf 1/20 Stromanteil berücksichtigt gewesen.

Was aber zu speichern ist, wären dann Stromerzeugnisse die durch Wind oder Sonne ggf doch ein paar Megawatt mehr oder Weniger erzeugen als die Kalkulation vorhersagen.

Jetzt ist es eh obsolet, da wir keine AKW mehr im Netz haben über dessen Sinnhaftigkeit zu reden, aber der Rest bleibt, Kohle ist wenn man will ein konstanter Faktor, Wind und Sonne ist 24 Stunden vor sehr gut kalkulierbar. Speicher puffern die Mehrproduktion in die Abendnutzung.

Alles läuft ja nur darauf hinaus teure Importe durch eigene Speicher zu reduzieren.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Deshalb hatte ich ja den Artikel verlinkt, da wird die Sinnhaftigkeit erläutert.
Meinst das zu den PSW oder einen andere Artikel? Wenn es um PSW dir geht, die machen Sinn, wenn Geologie und Erzeugeranbindung passen. Für mich schließt sich aber hier ein AKW automatisch aus.


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gestern um 16:34
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ein AKW muss also niemals gepuffert werden
Öhm, @gagitsch die wurden und werden dauernd gepufftert, eben weil die stumpf immer die gleiche Menge Strom liefern. Mit Pumpspeichern die teils nur dafür gebaut wurden. Das ist heute so und war auch schon immer so.


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gestern um 16:37
Zitat von paxitopaxito schrieb:AKWs sind idR Großanlagen, die liefern wirklich viel Strom. Haben die ein Überangebot laufen Batterien viel zu schnell voll.
Na das is doch bloß ne Frage der Menge, man muss eben entsprechend viele Akkuspeicher hinstellen.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Batterien sind auch eher wirklich kurzfristig sinnvoll, für Minuten bis ne Stunde, bei AKWs reden wir von mehreren Stunden - die sind halt träge.
Man kann ja auch mehrere Einheiten kaskadieren, beim laden und entladen. 10 Akkus werden jeweils eine Stunde geladen bzw. entladen, schon kommste auf 10h.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Und zum Schluss: Brandgefahr. Es wäre einfach nicht klug nen gigantischen Lithium Ionen Speicher neben ein AKW zu bauen.
Die müssen ja nich direkt neben dem AKW stehen, tun die Pumpspeicher ja auch nich.

mfg
kuno


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gestern um 16:44
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Na das is doch bloß ne Frage der Menge, man muss eben entsprechend viele Akkuspeicher hinstellen.
Ja, eine Frage der Menge. Aber ne erhebliche Frage. Der größte Speicher in D würde von einem Durchschnitts AKW in 30 Minuten komplett geladen werden.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Man kann ja auch mehrere Einheiten kaskadieren, beim laden und entladen. 10 Akkus werden jeweils eine Stunde geladen bzw. entladen, schon kommste auf 10h.
Macht die Anlagen noch größer.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Die müssen ja nich direkt neben dem AKW stehen
Das war aber @Marfrank Idee. Die in der Nähe zu bauen. Gäbe sogar die Synergie das man Hochspannungsinfrastruktur nutzen kann. Irgendwo einen Batteriespeicher hinbauen und bei Überschüssen zu laden und bei Spitzen zu entladen macht immer Sinn, egal wo der Strom nun herkommt. Aber nochmal: bei dem gewaltigen Strommengen die ein AKW liefert sind Pumpspeicher einfach sinnvoller. Oder Wärmespeicher, bei denen man die Wärme des AKWs mitnutzen kann.


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gestern um 16:46
Zitat von paxitopaxito schrieb:Es wäre einfach nicht klug nen gigantischen Lithium Ionen Speicher neben ein AKW zu bauen.
Nee, da würde man Natrium statt Lithium nehmen, das ist auch viel unproblematischer. Lithium nimmt man weil klein, aber das ist ja in diesem Anwendungsfall nicht relevant.

Grüße
Omega Minus


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gestern um 16:48
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Nee, da würde man Natrium statt Lithium nehmen
Die sind auch brennbar, ich glaube nicht so schlimm wie Lithium. Ändert aber nix, ausgerechnet neben ein AKW stellt man einfach keine Großanlage die brennen oder explodieren kann.


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gestern um 16:50
Zitat von paxitopaxito schrieb:AKWs laufen halt durch, es ist nicht wirtschaftlich die hoch und runter zuregeln.
Richtig! Das wollte ich auch nicht sagen. Weil die immer gleich laufen muss man die aber auch nciht puffern mit irgendwelchen Speicheranlagen egal welcher Couleur. Speicher nutzt man nur sinnvoll da wo Überkapazitäten gepuffert werden müssen, also bei nicht gleichbleibenden Erzeugern.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Darum produzieren auch dann Strom, wenn ihn keiner braucht - da macht das Speichern durchaus Sinn. Aber eben nicht mit Batterien. Pumpspeicher sind da schon im Gebrauch, sehr sinnvoll wären auch Wärmespeicher.
Nein, da muss ich dir aus der Praxis heraus wiedersprechen.

Dein Verständnis ist ggf so allgemein, es wird immer Strom produziert, aber ggf Abend oder Nachts weniger verbraucht?! So einfach ist das nicht.

Die Netztrader arbeiten hier in Kontingenten im Mega- und Giga- und Terawattbereich je Netzregion. Dieses wird verteilt im Netz, hier sind gleichbleibenden Quellen und partielle Quellen berücksichtigt.

Was hier gepuffert wird sind nicht die "gleichmäßigen Erzeuger" sondern die Zusatz- bzw Übererzeuger.

Das ist mein Stand wie er vor 5 Jahren war und dieser wurde vor ca 7 Wochen mir bestätigt, von einem guten Bekannten der genau das beruflich in Berlin bei 50Hrz macht.


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Der Energiewende-Thread

gestern um 16:51
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das wird dann aber durch sinkende Exporte ausgeglichen.
Nachts wird auch im Ausland weniger Strom gebraucht.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ein AKW muss also niemals gepuffert werden, das ist einfach im Stromnetz mit ggf 1/20 Stromanteil berücksichtigt gewesen.
Es gibt eben verschiedene Möglichkeit Leistung und Last im Netz zu synchronisieren. Man kann zB. nur so viele Großkraftwerke laufen lassen, wie es Grundlast gibt und die Spitzenlast dann durch schnell zuschaltbare Kraftwerke decken oder man hat etwas mehr Leistung aus Großkraftwerken und installiert zusätzlich Speicher, die dann bei Schwachlast geladen und bei hoher Last entladen werden.
In der Realität isses eine Mischung aus beidem.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Alles läuft ja nur darauf hinaus teure Importe durch eigene Speicher zu reduzieren.
Ne, nich wirklich. Es geht vor allem darum Leistung und Lasten zu synchronisieren.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Meinst das zu den PSW oder einen andere Artikel? Wenn es um PSW dir geht, die machen Sinn, wenn Geologie und Erzeugeranbindung passen. Für mich schließt sich aber hier ein AKW automatisch aus.
Pumpspeicher sind Kurzzeitspeicher, ebenso wie Akkus. Pumpspeicher wurden mit der Einführung von Großkraftwerken sinnvoll.

kuno


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gestern um 16:51
Zitat von paxitopaxito schrieb:Öhm, @gagitsch die wurden und werden dauernd gepufftert, eben weil die stumpf immer die gleiche Menge Strom liefern. Mit Pumpspeichern die teils nur dafür gebaut wurden. Das ist heute so und war auch schon immer so.
Das halte ich nur für die Zeit als wir die maximalzahl an AKWs am Netz hatten wir realistisch. Zu der Zeit waren auch gleichzeitig wohl deutlich weniger Wasser, Wind und Solarerzeuger am Netz.


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gestern um 17:01
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ja, eine Frage der Menge. Aber ne erhebliche Frage. Der größte Speicher in D würde von einem Durchschnitts AKW in 30 Minuten komplett geladen werden.
Was ja nich bedeutet, man könnte keine größeren Speicher bauen.

Is ja auch nich so, dass ich jetz unbedingt riesige Akkuspeicher neben Großkraftwerken bauen will, zumal die AKW ja inzwischen wech sind und die Braunkohle Kraftwerke demnächst auch verschwinden werden, außerdem gibts ja auch schon jede Menge Pumpspeicher, die die Speicherung im Tagesverlauf übernehmen können.
Es ging nur darum, ob ein AKW mit Speicher grundsätzlich sinnvoll is und das is eben der Fall.

mfg
kuno


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gestern um 17:04
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Weil die immer gleich laufen muss man die aber auch nciht puffern mit irgendwelchen Speicheranlagen egal welcher Couleur.
Doch genau deswegen musst du die „Puffern“ eben weil du die nicht an den Verbrauch anpassen kannst. Genau deshalb ist es notwendig. Was du nicht Puffern musst, sind Anlagen die du hoch und runter regeln kannst. Und genau deswegen passen AKW und Erneuerbare so überhaupt nicht zusammen.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Speicher nutzt man nur sinnvoll da wo Überkapazitäten gepuffert werden müssen, also bei nicht gleichbleibenden Erzeugern.
Das gilt für Erneuerbare, die sind „nicht gleichbleibend“ und nicht regelbar (okay man kann sie abregeln). Bei AKWs kannste nicht mal das. Darum Speicher, schon lange vor den Erneuerbaren und lange vor den großen Batteriespeichern.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Nein, da muss ich dir aus der Praxis heraus wiedersprechen.
Dein Verständnis ist ggf so allgemein, es wird immer Strom produziert, aber ggf Abend oder Nachts weniger verbraucht?! So einfach ist das nicht.
Ist kein allgemein Verständnis sondern Realität. Nochmal: Es wurden und werden extra wegen den AKWs Pumpspeicher gebaut. Beispiele? Waldeck II, Schluchseewerk, Pumpspeicher Erzhausen, Pumpspeicher Langenprozelten.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Was hier gepuffert wird sind nicht die "gleichmäßigen Erzeuger"
Es gibt nur einen gleichmäßigen Erzeuger, AKWs. Erneuerbare fluktuieren, andere Kraftwerke werden geregelt. Klassischer Tages Ablauf für ein Gaskraftwerk in D, niedrig zwischen 0 - 5, Morgenspitze 6 - 8, Solartal 9 - 16, 17-21 Abendspitze.
Gaskraftwerke laufen in D nicht gleichmäßig, auch Kohlekraftwerke nicht. Und genau das kann ein AKW nicht liefern.


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gestern um 17:06
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das halte ich nur für die Zeit als wir die maximalzahl an AKWs am Netz hatten wir realistisch.
Naja, heute haben wir überhaupt keine AKW mehr und darum auch keine Speicherung von Atomstrom. Das is ja irgendwie klar :)


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gestern um 17:14
Zitat von paxitopaxito schrieb:Es gibt nur einen gleichmäßigen Erzeuger, AKWs.
War Quatsch, gibt noch Wasserkraft und Biogasanlagen. Die hatte ich vergessen. Und bestimmt noch andere Nischen, Geothermie zB.


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gestern um 17:15
Zitat von paxitopaxito schrieb:Die sind auch brennbar, ich glaube nicht so schlimm wie Lithium.
Das auch.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ändert aber nix, ausgerechnet neben ein AKW stellt man einfach keine Großanlage die brennen oder explodieren kann.
Das allerdings. Mir ging es wirklich nur darum, dass Natrium (sicherer, költebeständiger, wesentlich billiger) auf dem Vormarsch ist.

Ich würde nix neben ein AKW stellen wollen, ich will auch keine AKWs (allerdings ist die Technik faszinierend). Die Politik hat - sagen wir mal, um das Verb 'verarschen' zu umgehen - eine etwas erratische Handlungsweise an den Tag gelegt: AKW, politisch gewollt, Endlager, irgendwie nicht auf die Kette gekriegt. Das erstere (AKW) hätte es auf Dauer nie ohne letzteres (Endlager) geben dürfen.

Kein Problem, wir transportiern Atommüll nach Russland, wo er in Fässern unter freiem sibirischen Himmel lagertin Fässern, die langsam verwittern. Was soll da schon passieren!?

Grüße
Omega Minus


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gestern um 17:21
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Nachts wird auch im Ausland weniger Strom gebraucht.
Jein. Europa zieht sich durch verschiedene Zeitzonen, was beim Netz im- und Export dann auch genutzt wird. Stromhauptverbraucherzeiten also so 17-22 Uhr denen sich durch die Zeitzonen nochmal.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Es gibt eben verschiedene Möglichkeit Leistung und Last im Netz zu synchronisieren. Man kann zB. nur so viele Großkraftwerke laufen lassen, wie es Grundlast gibt und die Spitzenlast dann durch schnell zuschaltbare Kraftwerke decken oder man hat etwas mehr Leistung aus Großkraftwerken und installiert zusätzlich Speicher, die dann bei Schwachlast geladen und bei hoher Last entladen werden.
In der Realität isses eine Mischung aus beidem.
Da hast du Recht. Wir haben eine recht starken Erzeugermix in Deutschland. Auch einen starken Erzeuger-Import-mix.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ne, nich wirklich. Es geht vor allem darum Leistung und Lasten zu synchronisieren.
Auch da würde ich Jein sagen. Vor allem kann ich nicht mitgehen. Leistung und Lasten sind immer auszugleichen. Grundsätzlich hast du da recht, aber in Bezug auf meinen Satz der bewusst Speicher benennt stimmt er nicht mehr zu 100%. Mehr eigene Speicher bedeuten einfach weniger Abhängigkeit von teuren Importen. Netzstabilität ist ein sehr wichtiger Faktor. Strompreise sind aber ebenso wichtig. Beides wird bei den Netztradern überwacht.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Pumpspeicher sind Kurzzeitspeicher
Wer sagt denn das? Das habe ich ja noch nie gehört oder gelesen. Vor allem der Vergleich zu Akkus hinkt etwas.

Pumpspeicher nehmen Überschuss auf, ja. Sie können kurzfristig Strom erzeugen durch die Kinetische Rückgewinnung, aber so konzipiert oder als Kurzeitsnutzer sind sie nicht gemacht worden.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:ebenso wie Akkus
Akkus haben im Gegensatz zu anderen Speichern sogar Nachteile beim Langzeitspeichern, zumindest chemische Akkus, von daher ist ein PSW nicht mit einem Akku zu vergleichen.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Pumpspeicher wurden mit der Einführung von Großkraftwerken sinnvoll.
Die wurden ja nur sinnvoll, weil es die einfachste und technisch beste Lösung zu der Zeit war, aber nicht speziell weil man Großkraftwerke hatte.

Technisch gesehen sind die PSw immer noch toll, aber das völlig unabhängig vom Energiemedium.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Doch genau deswegen musst du die „Puffern“ eben weil du die nicht an den Verbrauch anpassen kannst. Genau deshalb ist es notwendig. Was du nicht Puffern musst, sind Anlagen die du hoch und runter regeln kannst. Und genau deswegen passen AKW und Erneuerbare so überhaupt nicht zusammen.
Entweder reden wir komplett aneinander vorbei oder ich weiß nicht. Da du mir nicht glaubst, frag mal die KI, meine sagt Zitat:
Nein, Atomkraftwerke (AKW) müssen nicht per se durch externe Speicher gepuffert werden, um Strom ins Netz einzuspeisen. Allerdings erfordert ihr Betrieb im modernen Stromnetz andere, flexible Kraftwerke oder Speicher, die die Netzstabilität ausgleichen (puffern).
Quelle: Google-KI

Fazit, ein AKW benötigt keine Puffer. Das Netz schon. Da ich nicht bestritten haben, dass das Netz Puffer in irgend einer Form benötigt, kannst du gern erläutern ob du mit Puffer ggf etwas anderes meinst als ich ggf?
Zitat von paxitopaxito schrieb:Das gilt für Erneuerbare, die sind „nicht gleichbleibend“ und nicht regelbar
Richtig. Nicht regelbar heißt aber dennoch kalkulierbar. Das macht unter anderem 50Hz für uns.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Bei AKWs kannste nicht mal das. Darum Speicher, schon lange vor den Erneuerbaren und lange vor den großen Batteriespeichern.
Brauchst du auch nicht. Weil die Erzeugung bekannt ist. Jede Sekunde, jede Minuten usw. Also ist nichts zu puffern. Ab zum Umspannwerk und rein ins Netz. Das Netz an sich wir dann stabil gehalten und die Importe/Exporte und Speicher werden kalkuliert, meist 24 Stunden vorher. Das klappt seit Jahrzehnten so, ohne AKW-Puffer.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Beispiele? Waldeck II
Ich halte dich für klug und eloquent, aber du hast wirklich einen Gedankenfehler bei den PSW in Bezug auf Großerzeugeranlagen. Ich nehme mal Waldeck 2 direkt als Beispiel um dich zu entkräften.
Die Pumpspeicherkraftwerke Waldeck wurden erbaut, um zu Schwachlastzeiten überschüssigen elektrischen Strom zum Pumpen von Wasser in die hochgelegenen Oberbecken zu nutzen und zu Spitzenlastzeiten Wasser aus den Oberbecken zur Stromerzeugung zu nutzen. Dies geschieht in Waldeck I und Waldeck II.

Dazu wird in den beiden Pumpspeicherkraftwerken, die als Spitzenlastkraftwerke fungieren, Ederwasser aus dem Affolderner See durch die von den Generatoren angetriebenen Speicherpumpen über die Druckrohrleitungen (Pipelines) in die zwei Oberbecken gepumpt.
Quelle: Wikipedia: Pumpspeicherkraftwerk Waldeck

Ein PSW puffert das Netz völlig unabhängig ob da ein AKW oder ein KKW oder 300.000 Windräder stehen. PSW Gelten als Netzpuffer und gleichzeitig als Großerzeuger wenn benötigt.

Die haben rein garnichts mit anderen Kraftwerken zu tun, ABER die haben wohl etwas mit der Netzstabilität zu tun. Also sind die einfach nur ein Speicher.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Es gibt nur einen gleichmäßigen Erzeuger, AKWs
Gab, aber ja. Gleichbleibende Erzeuger müssen niemals gepuffert werden. Denn die sind in der Netzlast immer mit dessen Last einkalkuliert. Gleichbleibenden Erzeugen werden immer als ersten eingepreist weil das so einfach ist, die zu benennen und die Last einzuberechnen.
Zitat von paxitopaxito schrieb:War Quatsch, gibt noch Wasserkraft und Biogasanlagen. Die hatte ich vergessen. Und bestimmt noch andere Nischen, Geothermie zB.
Egal, auch Biogas unterliegt Schwankungen. AKW wären aus meiner Sicht stabil die einzige gleichbleibend kalkulierbare Quelle.

Wenn man Gezeitenkraftwerke hätte, wäre das noch ähnlich verlässlich.


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