Vorab, in diesem Post wird einiges "Off-Topic" sein.
Ich will aber auch entsprechende Antworten verfassen.
@Frankkp
Frankkp schrieb:In dem von die verlinkten Text des Umweltbundesamt steht auf Seite 59/60:Unter Berücksichtigung der Umsatzsteuer beträgt die steuerliche
Begünstigung des Dieselkraftstoffes sogar 21,9 Cent/l. Dies verschafft Pkw mit Dieselmotoren
einen deutlichen Wettbewerbsvorteil.
und weiterLegt man, derart konservativ betrachtet, den Steuersatz für Benzin
(Ottokraftstoff) als Referenz an, dann ergibt sich bei einem Dieselkraftstoffverbrauch von ca.
44,6 Mrd. Liter im Jahr 2018 ein jährlicher Steuerausfall in Höhe von
8,2 Mrd. EUR.
Quelle: dein Link
Vielleicht ist eine "steuerliche Begünstigung" gegenüber Benzin keine direkte Subvention aber ich denke das ist Wortklauberei.
Kannst du kurz aufzeigen wo deine
synandy schrieb:Aber was sagst du zur Diesel-Subventionierung von 3,5 Mrd €?
genau herkommen, habe jetzt keine Lust, aus deinem Link, mir deine Argumente zusammensuchen suchen zu müssen
Diese Aussage stützt dein Link übrigens auch nicht:
synandy schrieb:Und wenn die Regierung "umweltschädliche" Subventionen abschaffen würde wäre das der absolute Horror für die Volkswirtschaft.
Das Umweltbundesamt dazu:Umweltschädliche Subventionen gefährden die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des
Wirtschaftsstandorts Deutschland: Indem umweltschädliche Subventionen die Entwicklung
und den Umstieg auf ressourcenschonende, klimafreundliche Produkte und Techniken
hemmen, behindern sie die Entwicklung grüner Zukunftsmärkte, die für die
Wettbewerbsfähigkeit von zentraler Bedeutung sein werden.
OK. Zu "Seite 59/60".
Ich habe die Daten von diesem Link:
https://irgendwelchefragen.de/wird-kraftstoff-subventioniert/ Von diesem Link kommt auch die Diesel-Subvention für
PKW von 3,5 Mrd. €.
Da ich Daten für PKW´s haben wollte war das die einzige Quelle wo man diesen Wert findet.
Die 7,8 Mrd. (mein Link) bzw. 8,2 Mrd. beziehen sich auf alle Fahrzeuge welche Diesel als Treibstoff nutzen.
Zum Thema "Steuerliche Begünstigung" oder "Subvention". Geb dir recht, das ist Wortklauberei. Ich habe eben lediglich gebräuchliche Namen verwendet. "Dieselprivileg" hab ich bewusst nicht benutzt.
Zum Thema "Abschaffung von umweltschädlichen Subventionen". OK. Dann schaffen wir die Subventionen für "Energiebereitstellung und Nutzung", "Verkehr", "Bau- und Wohnungswesen" und "Land- und Forstwirtschaft, Fischerei" ab.
Menschen die glauben daß eine Abschaffung dieser Subventionen die Volkswirtschaft nicht schädigt, kann ich nicht ernst nehmen.
@alhambra
alhambra schrieb:
Forester schrieb:Der Verbrenner bietet volkswirtschaftlich viele Vorteile hinsichtlich Steuereinnahmen, Beschäftigung und Komplexität.
Was ich mal als "ist deutlich teuerer" übersetzen würde ;)
Interessante Ansicht. Aber nein. Alleine was Steuereinnahmen angeht. Nochmals, 33,5 Mrd. Kraftstoffsteuer & 9,6 Mrd. KFZ-Steuer.
alhambra schrieb:
synandy schrieb:Wie hoch die Steuereinnahmen aus E-Autos, gerade bei einer durchaus hohen Subventionierung, sein werden?
Kommt drauf an welche Steuern du konkret meinst. KFZ Steuer kann man ja auf gleichem Niveau erheben, wie bei den Verbrennern auch. Muss mn sich halt ein neues System überlegen, weil das alte mit Hubraum und Schadstoffklasse nicht mehr funktioniert. Also wahrscheinlich, so wie @Forester
vorschlagen hat, was Gewichtsbasiertes.
Bei den Kraftstoffen ist es immer noch so, das Strom pro kwh deutlich stärker besteuert wird. Wenn man das gleichziehen würde, dann wäre fossiler Kraftstoff bei 2.50-3,00€ oder alternativ würde Strom 1/3 billiger. Jedenfalls wäre das der Durchbruch sowohl von E-Autos als auch von Wärmepumpen. Natürlich würden dem Staat dann 2/3 der Steuereinnahmen in dem Bereich flöten gehen, weil Strom sehr viel effizienter genutzt wird.
OK. Zum Thema "KFZ-Steuer" bei E-Autos. Falls du meinen Post richtig gelesen hättest wäre dir evtl. aufgefallen daß ich korrekterweise schon geschrieben habe daß die KFZ-Steuer bei E-Autos über Gewicht berechnet wird.
Zum Thema "Strom wird deutlich stärker besteuert". Stimmt. Trotzdem:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiewende-bund-subventioniert-strompreise-2026-mit-295-milliarden-euro/100182362.html Soviel zur Subventionierung von Strom.
alhambra schrieb:
synandy schrieb:Und wenn die Regierung "umweltschädliche" Subventionen abschaffen würde wäre das der absolute Horror für die Volkswirtschaft.
Warum? Man muss halt gleichzeitig die Transition in die neue Welt schaffen, dann ist das kein Problem. Das ganze ist nur ein Problem für alle, die mit Gewalt an der alten fossilen Welt festhalten wollen.
Da stelle ich mir die Frage was du unter "neue Welt" verstehst. Und warum sollten nur Menschen die "mit aller Gewalt an der alten fossilen Welt festhalten wollen" damit ein Problem haben? Volkswirtschaft betrifft uns alle, somit auch eine Schädigung an selbiger.
Und wie ich schon weiter oben geschrieben habe:
synandy schrieb:Zum Thema "Abschaffung von umweltschädlichen Subventionen". OK. Dann schaffen wir die Subventionen für "Energiebereitstellung und Nutzung", "Verkehr", "Bau- und Wohnungswesen" und "Land- und Forstwirtschaft, Fischerei" ab.
Menschen die glauben daß eine Abschaffung dieser Subventionen die Volkswirtschaft nicht schädigt, kann ich nicht ernst nehmen.
alhambra schrieb:ich bin jetzt nach 15 Jahren mit meiner privaten Energiewende fertig. Ich spare jetzt etwa 400€ pro Monat gegenüber einem rein fossilen Zustand. Natürlich sind da bei jedem die Vorraussetzungen anders. Als Eigenheimbesitzer haben ich andere Möglichkeiten als jemand in der ein Zimmer Wohnung im 11 Stock. Aber es zeigt: Wenn man sich aktiv nen Plan macht und Stück für Stück umsetzt kann man viel Geld sparen. Leider ist aber in der Wirtschaft (und auch bei vielen privat) nicht bewegen und lieber jammern angesagt.
Das freut mich wirklich für dich.
alhambra schrieb:
abbacbbc schrieb:Die Insellösungen mit PV , Batterie und Eigenheim wird nicht das neue "Normale" werden , sondern Besserverdienenden vorbehalten sein.
Ungefähr 47% der Bevölkerung lebt in einem Eigenheim, denen steht der Weg in jedem Fall offen.
Ich kenne aber auch Projekte mit Mehrfamilienhäusern, die mit PV, Wärmepumpe und Wallbox ausgerüstet wurden. Also auf eine Art und Weise, die den Mietern zu Gunsten kommt. Hier hat es aber der Bewohner nicht selber in der Hand, sondern ist auf den Vermieter angewiesen.
Die Sache mit den "47% Eigenheimen" wollte ich auch schonmal schreiben. Hab es aber gelassen da nirgends ersichtlich ist wieviel davon wirklich auch Häuser sind.
Und natürlich wäre es optimal wenn auch Miethäuser, auch Häuser mit Wohnungen, mit PV, Wärmepumpe und Wallbox ausgerüstet würden.
alhambra schrieb:
abbacbbc schrieb:Und so ist das auch eine Mär "E Autos werden günstiger und günstiger" denn meine Prognose:
Nicht absolut günstiger, sondern günstiger als Verbrenner. Tatsächlich gab es aber auch in den letzten Jahren immer wieder Preissenkungen bei Elektroautos.
Tatsächlich bewegen wir uns durchaus in eine Welt, in der sich nicht mehr jeder individuelle Mobilität leisten kann. Kann man nur hoffen, dass Robotaxis rechtzeitig auf den Markt kommen zum das ein Stückweit abfangen zu können. Wahrscheinlich wird in 10-15 Jahren keiner mehr ein eigenes Auto besitzen.
Preissenkungen habe ich bisher nicht mitbekommen, habe aber ehrlicherweise auch nicht darauf geachtet.
Individuelle Mobilität ist eben so ne Sache. Eben, wer es sich leisten kann wird diese auch weiterhin haben. Und das auch in 10-15 Jahren.
Zu Robotaxis. Gute Idee, kann aber eben nicht den gesamten Personenverkehr abdecken.