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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

260 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Zukunft, Technologie, Verbrennungs Motor ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

23.02.2026 um 10:05
Warum gibt es eigentlich fast nur für CO2 Ausstoß, grünen Strom und Flüge Zertifikate?

Ich vermisse für diverse andere Bereiche eine solche individuelle phantasievolle Möglichkeit.

Warum gibt es keine Sport+, Arbeits- oder Schlemmerzertifikate?

Ich schlemme und ein anderer nimmt dafür zu?

Ein anderer macht Sport und ich bekomme den Sport gutgeschrieben?

Ein anderer arbeitet nicht und ich schreibe ihm einfach meine Arbeitszeit Zertifikate gut, weil ich sowieso rund um die Uhr arbeite?

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt....🤣🙄


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

23.02.2026 um 10:57
Zitat von ForesterForester schrieb:Ein anderer arbeitet nicht und ich schreibe ihm einfach meine Arbeitszeit Zertifikate gut, weil ich sowieso rund um die Uhr arbeite?
Gibt es, nennt sich Geld (Gehalt) ;)

Prinzipiell ist das Zertifikatssystem ja nicht schlecht. Klar sind da auch immer ein paar drin die mogeln, aber grundsätzlich funktioniert es ja. Und es spricht auch nix dagegen die Zertifikate aus Neuseeland zu kaufen, wenn der erneuerbare Strom dort auch tatsächlich erzeugt wurde. Die Einnahmen aus den Zertifikaten führen doch zu einem Ausbau der erneuerbaren.


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

23.02.2026 um 12:02
@alhambra
Das durch die Zertifikate beschleunigte Ausbau ist sehr positiv und du hast recht, dass das System grundsätzlich schon funktioniert.

Ich kritisiere aber ganz konkret das Vorgehen Deutschlands, in vielen Bereichen anstatt noch mehr konkret mit selbst entwickelter und angewendeter Technologie umzusetzen, dann doch lieber so lange wie möglich bei der alten Technologie zu bleiben und im Ernstfall Ablasshandel zu betreiben oder einfach Zertifikate zu kaufen und dann die anderen die Technologie anzuwenden wozu wir nicht genug Mut haben.

Mit anderen Worten, wir bleiben beim Verbrennen von Erdöl und lassen die anderen lieber neue Technologien nutzen. Wir können uns ja den Ablasshandel leisten.

Ist natürlich nicht nur sie, aber bei vielen Bereichen.


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

23.02.2026 um 12:54
Zitat von ForesterForester schrieb:Ich kritisiere aber ganz konkret das Vorgehen Deutschlands, in vielen Bereichen anstatt noch mehr konkret mit selbst entwickelter und angewendeter Technologie umzusetzen, dann doch lieber so lange wie möglich bei der alten Technologie zu bleiben und im Ernstfall Ablasshandel zu betreiben oder einfach Zertifikate zu kaufen und dann die anderen die Technologie anzuwenden wozu wir nicht genug Mut haben.
Das ist richtig, das kritisiere ich ja auch immer gerne.


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

02.03.2026 um 19:07
Bahnbrechende technische Errungenschaften werden häufig mit großem Jubel begrüßt. Tausende Menschen feierten 1835 in Nürnberg die Fahrt der ersten Eisenbahn nach Fürth. Allerdings gehörten und gehören zu technischem Fortschritt immer auch jene Menschen, die vor ihm warnen oder ihn rundweg ablehnen. So waren sich im 19. Jahrhundert beispielsweise einige Experten sicher, dass Geschwindigkeiten jenseits der 30 Stundenkilometer dem menschlichen Gehirn einen einen unumkehrbaren Schaden zufügen würden.
Quelle:

https://schmalenstroer.net/blog/2025/01/haben-menschen-frueher-wirklich-geglaubt-dass-eisenbahnen-mit-geschwindigkeiten-von-ueber-30km-h-krank-machen/

Genauso ist es heute.

Wir warnen vor dem endgültigen zusammenbrechen des Stromnetzes, einer viel zu geringen Reichweite und der extrem erhöhten Brandgefahr.

Alles nachweislich nicht korrekt und faktisch falsch.

Aber wer's glaubt, ist dagegen. ,😳

Alles nur Brückentechnologie, China elektro Schrott und selbstverständlich der alten Verbrenner Technologie vollkommen unterlegen und besonders gefährlich 😂🫣🫣

Interessanterweise ist es beim Smartphone - was auch ständig geladen werden muss - alles nicht so schlimm.

Aber beim Auto geht es gar nicht.


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13.03.2026 um 07:22
Tja, neuer Artikel: "E-Fuels auch 2050 kaum bezahlbar"

Ein Schweizer Institut hat die Glaskugel angeworfen und geschaut wie sich die Preise für E-Fuels langfristig entwickeln. Der Fokus lag auf Kerosin, also der Luftfahrt. Aber die gleichen Ergebnisse gelten auch für Benzin und Diesel.

Ergebnis:
Synthetisches Flugbenzin läge bei 15 bis 18 Cent und biobasierte Kraftstoffe kämen auf 14 bis 20 Cent. Die Beträge gelten je Kilowattstunde, weshalb der Preis für einen Liter künstliches Flugbenzin umgerechnet bei 1,50 bis 2,50 Euro liegen dürfte, ohne Steuern und Abgaben. Aktuell kostet Kerosin etwa 0,70 Euro je Liter, vor dem Irankrieg waren es 0,50 Euro.
Quelle: https://www.golem.de/news/synthetischer-kraftstoff-e-fuels-auch-2050-kaum-bezahlbar-2603-206424.html

Also: wer dann noch Verbrenner fahren will, der braucht tiefe Taschen.


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13.03.2026 um 14:49
Achtung: Es kann auch passieren, dass wer E Fahren will jemand volle Taschen braucht.

Und nein das ist kein Kontrapunkt gegen deinen, sondern der Hinweis, das teures Verbrennerfshren nicht bedingt, dass das E Fahren dann billig ist.


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

13.03.2026 um 15:32
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Und nein das ist kein Kontrapunkt gegen deinen, sondern der Hinweis, das teures Verbrennerfshren nicht bedingt, dass das E Fahren dann billig ist.
Da steckt aber ein kleiner Logikfehler drin. Die Kosten für E-Fahrer hängen vom Strompreis ab. Die Kosten für E-Fuels hängen vom Strompreis ab. Wird es also für E-Fahrer teurer, dann werden auch E-Fuels noch teurer. Oder man muss sie halt am Arsch der Welt produzieren und herkarren, was auch wieder Geld kostet.

Aber prinzipiell hast du natürlich recht, nur weil irgendwas sehr teuer wird, impliziert das nicht automatisch das irgendwas anderes deswegen billig sein muss.

Die genannten Preise sind auch explizit Herstellkosten, also wird der Liter E-Fuel an der Tanke Kaum unter 4-5€ zu haben sein.


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

15.03.2026 um 18:18
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Achtung: Es kann auch passieren, dass wer E Fahren will jemand volle Taschen braucht.
Ja, dann solltest du sicherheitshalber deinen Verbrenner weiter fahren.

Alles Gute für dich!


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

28.03.2026 um 13:17
Zitat von alhambraalhambra schrieb am 13.03.2026:Die genannten Preise sind auch explizit Herstellkosten, also wird der Liter E-Fuel an der Tanke Kaum unter 4-5€ zu haben sein.
Der Witz an E-Fuels soll ja sein dass die mit nahezu kostenlosem Überschussstrom aus erneuerbaren Quellen hergestellt werden soll. Dazu bräuchte man aber eben genug regenerative Erzeugungskapazität ÜBER dem Bedarf. Was aber nicht gebaut wird da ja die E-Fuel Befürworter sagen man brauche diese regenerative Erzeugung in diesem Maßstab nicht, da der Bedarf ja schon vorher gedeckt ist.


Wer jetzt glaubt einen Fehler in der Argumentation entdeckt zu haben irrt sich, das ist kein Fehler, das ist genau so gewollt.


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

28.03.2026 um 13:49
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Der Witz an E-Fuels soll ja sein dass die mit nahezu kostenlosem Überschussstrom aus erneuerbaren Quellen hergestellt werden soll.
Ja, die Geschichte kenne ich. Die hat aber ein Loch. Und zwar ein großes. Weil man die Kapitalkosten wegläßt. es gibt doch zwei Varianten:

a) die Anlage läuft 24h am durch. Dann hat sich das mit kostenlosem Überschussstrom erledigt und man muss den Strom ganz normal einkaufen. Efuel => teuer
b) die Anlage läuft nur, wenn kostenloser Überschussstrom da ist. Dann hat man toll niedrige Energiekosten. Aber dann verteilen sich die Kapitalkosten, um die Anlage zu errichten, auf ein paar wenige Liter. Efuel => teuer
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Was aber nicht gebaut wird da ja die E-Fuel Befürworter sagen man brauche diese regenerative Erzeugung in diesem Maßstab nicht, da der Bedarf ja schon vorher gedeckt ist.
und der Irrsinn kommt dann auch dazu....


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

28.03.2026 um 13:56
Zitat von alhambraalhambra schrieb:b) die Anlage läuft nur, wenn kostenloser Überschussstrom da ist. Dann hat man toll niedrige Energiekosten. Aber dann verteilen sich die Kapitalkosten, um die Anlage zu errichten, auf ein paar wenige Liter. Efuel => teuer
natürlich könnte man sagen man baut noch einen Stromspeicher dazu. Aber damit gehen die Kapitalkosten halt auch nach oben. Als Beispiel mal den Hubspeicher. Könnte man neben den Syntheseanlagen bauen. Aber das kostet.



Egal wie man es dreht und wendet, e-fuels wirds nur fürs Militär geben. Vielleicht noch steuer-bezuschusst für Bestandsfahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr, der technischen Hilfswerks, etc. Aber nie, nie, niemals für die breite Masse.


2026-03-28 13-54-47 Screenshot
Wikipedia: Hubspeicherkraftwerk


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

28.03.2026 um 14:40
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:gal wie man es dreht und wendet, e-fuels wirds nur fürs Militär geben.
Flugzeuge, Schiffe... Halt da wo man mit Strom alleine nicht zurande kommt.
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Vielleicht noch steuer-bezuschusst für Bestandsfahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr, der technischen Hilfswerks
Eigentlich sind das gute Beispiele für Fahrzeuge die auch mit Batterien fahren können. Viel Standzeit, wenig Strecke. unsere freiwillige Feuerwehr fährt pro Einsatz meistens nur 2-3km, wenn sie einem der Nachbardörfer aushelfen muss, dann werden es vielleicht mal 20km.
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Aber nie, nie, niemals für die breite Masse.
Nein. Zumal ja auch die Produktion immer noch fehlt. Was derzeit an weltweit bis 2035 an EFuel Produktion geplant ist, kann 10% des deutschen Verbrauchs decken. Davon ist aber bei weniger als 2% die Finanzierung gesichert. Was wir also absehen können, bedeutet das wir 2035 0,x% des deutschen Benzinbedarfs mit Efuels decken können. Und dafür muss man halt jeden Tropfen weltweit aufkaufen.


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

28.03.2026 um 14:45
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Viel Standzeit, wenig Strecke. unsere freiwillige Feuerwehr fährt pro Einsatz meistens nur 2-3km,
ich sagte extra "Bestandsfahrzeuge". Den darum geht es. Ne freiwillige Feuerwehr hat kein Geld um der aktuellen Technologie hinterher zu kaufen. Wenn die ein Fahrzeug gespendet bekommen, ist das ev. schon Jahrzehnte alt und wird weitere Jahrzehnte benützt. Das ist KEINE Consumer-tech.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Flugzeuge, Schiffe... Halt da wo man mit Strom alleine nicht zurande kommt.
Schiffe werden eher auf Methangas oder sonstige Stoffe umsteigen. Da spielt Gewicht und Volumen nur ne untergeordnete Rolle, der Preis ist das Wichtigste. Die haben dadurch ganz andere Möglichkeiten als sämtliche anderen Fahrzeuge.


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

28.03.2026 um 15:00
Ach, isses nicht schön.

Ich habe mich eh schon gefragt warum es keine Tragflächenboote mehr gibt. In den 60ern waren die der letzte Schrei und voll in Mode

https://www.euronews.com/next/2022/06/28/worlds-fastest-electric-flying-ferry-to-make-commuting-in-stockholm-faster-than-cars-and-m

2026-03-28 14-59-23 ScreenshotOriginal anzeigen (0,5 MB)

https://www.euronews.com/2026/02/17/quiet-comfortable-and-low-emissions-how-this-flying-ferry-is-transforming-stockholms-water


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

28.03.2026 um 16:25
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Bestandsfahrzeuge
Ah, das hab ich überlesen....


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

28.03.2026 um 20:29
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Ne freiwillige Feuerwehr hat kein Geld um der aktuellen Technologie hinterher zu kaufen. Wenn die ein Fahrzeug gespendet bekommen, ist das ev. schon Jahrzehnte alt und wird weitere Jahrzehnte benützt.
Hier kann ich gern mal die Sicht aus der Verbandsgemeinde einwerfen, in der ich arbeite.

Eine FFW ist nicht komplett auf sich allein gestellt. Die Vereine die da dran hängen sind oft nur Traditionsvereine und strikt von der öffentlich-rechtlichen Institution getrennt. Für die Fahrzeuge ist idR der Träger der FFW zuständig, welcher die Gemeinde/Stadt ist. Diese ist auch verpflichtet die Leistungsfähigkeit der FW sicherzustellen, weshalb es
unüblich ist, dass Fahrzeuge gespendet werden. Und oft ist es auch alles andere als wirtschaftlich ein uralt Fahrzeug in den Bestand mit aufzunehmen, weil für die Einsatzfähigkeit Normen eingehalten werden müssen. Sowohl für das Fahrzeug selbst, den Einsatzzweck und der Beladung/Aufbauten. Da kann es ganz schnell mal richtig ins Geld gehen, wenn nur die Beladung schon nicht mehr geprüft ist.


Feuerwehrfahrzeuge bleibe idR 30 Jahre. Bzw. Wird damit bei uns abschreibungstechnisch kalkuliert. Wir haben 38 Wehren und 3 Löschgruppen mit insgesamt über 60 Fahrzeugen. Ich kann aber sagen, dass keines unserer neu angeschafften Fahrzeuge in den letzten drei Jahren ein E war und bis 2030 auch kein E dabei sein wird. Die beiden Diesel HLF-20 die wir in den letzten zwei Jahren angeschafft haben, haben je ~430.000€ gekostet. Das eHLF der gleichen Firma kostet ~1,2mio €. Das kann und will eine Kommune mit historisch gewachsener Feuerwehr Struktur einfach nicht stemmen, wenn es eh an allen Ecken und enden mangelt.
Mal ganz davon ab, dass dann teilweise noch die Gerätehäuser angepasst werden müssten etc.

In den Großstädten sieht das vermutlich alles anders aus, aber wie man an dieses Problem auf dem Land herangehen will… dazu habe ich noch nirgends was gelesen. Weil, wenn alles so bleibt wie es ist, dann haben wir bis mindestens 2060+ Dieselfahrzeuge auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde im Einsatz.


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

30.03.2026 um 10:42
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Ich habe mich eh schon gefragt warum es keine Tragflächenboote mehr gibt. In den 60ern waren die der letzte Schrei und voll in Mode
Tragflächenboote waren nie ganz verschwunden, ihr Hauptnachteil ist aber der hohe Tiefgang in Ruhelage - das funktioniert in vielen Binnenhäfen und auf vielen Flüssen nicht, wo normale Rümpfe noch problemlos zurechtkommen. Die Personenschiffahrt braucht dafür eher breite, entsprechend flache Unterwasserschiffe ohne hervorstehende Anhänge.

Der Nachteil von Tragflächenbooten auf dem Meer ist dann wiederum ihr kaum berechenbares Verhalten im starken Seegang, denn in Tragflächenfahrt soll der Hauptrumpf möglichst konstant oberhalb der Wellen bleiben. Zu hohe Wellen bedeuten dabei auch, dass das Boot garnicht erst "freikommen" kann.
Entweder fährt man mit Tragflächen auf dem Meer also nur bei möglichst gutem, windstillen Wetter, oder muss die ganze Konstruktion übermäßig hoch und stabil machen, was wieder andere Nachteile hat. In Normalfahrt erzeugen die Anhänge unterm Rumpf dann so viel Widerstand, dass aus dem Vorteil ein übergroßer Nachteil wird (Geschwindigkeit, Verbrauch).

Generell gilt aber auch: Um überhaupt auf die Tragflächen zu kommen, braucht so ein Boot abartig viel Leistung.
Wenn es dann erstmal fährt, sieht das zwar wieder anders aus, aber zumindest bei konventionellen Antrieben bedeutet das immer auch deutlich höhere Kosten, Gewichte, Platzbedarfe. Ein Tragflächenboot wird also in erster Linie schon teuer, bevor es überhaupt fährt.

Dagegen gilt gerade im Schiffsverkehr auf mittleren und langen Strecken, dass sich weniger Geschwindigkeit und/oder größere Wasserlinienlänge beim Vebrauch überproportional bezahlt machen: Eine typische, kleine bis mittelgroße Privatyacht, die bei Vollgas nicht ganz ins Gleiten kommt, verbraucht dabei gut das Zehnfache gegenüber ihrer idealen Reisegeschwindigkeit und frisst den Vorteil der kürzeren Reisedauer dann durch die nötigen Tankpausen wieder auf.
Das heißt aber auch: Legt man so ein "Zubringer- und Reiseboot" von Anfang an darauf aus, einen Geschwindigkeitsgrad ("Rumpfgeschwindigkeit") von ca. 5 oder noch besser 3,5 nicht zu überschreiten, kommt man mit einem Bruchteil der Antriebsleistung und des Verbrauchs zurecht. Außerhalb der Spaß- und Sportbootwelt sind deshalb die Betriebskosten weitaus interessanter, als die Geschwindigkeit.

Ein Schlüssel zur Kostenersparnis auf langen Strecken im offenen Meer ist nach wie vor der Wind. Erste Umsetzungen in der Art sehen wir ja seit einigen Jahren wieder. Für die küstennahe Personenschiffahrt lohnt sich das natürlich aus verschiedenen Gründen nicht.


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

30.03.2026 um 12:38
@CharlyPewPew
@Dobie

Also zuerst mal Danke an euch Beiden für die Infos, war mir alles so nicht bekannt.
Zitat von DobieDobie schrieb:Tragflächenboote waren nie ganz verschwunden, ihr Hauptnachteil ist aber der hohe Tiefgang in Ruhelage - das funktioniert in vielen Binnenhäfen und auf vielen Flüssen nicht, wo normale Rümpfe noch problemlos zurechtkommen.
Zitat von DobieDobie schrieb:Entweder fährt man mit Tragflächen auf dem Meer also nur bei möglichst gutem, windstillen Wetter, oder muss die ganze Konstruktion übermäßig hoch und stabil machen, was wieder andere Nachteile hat. In Normalfahrt erzeugen die Anhänge unterm Rumpf dann so viel Widerstand, dass aus dem Vorteil ein übergroßer Nachteil wird
Die Tragflächenboote sind also vor Allem, wie in dem Beispiel, für Fluss und Hafen- bzw. Fährfahrten interesant. Wo Geschwindigkeit wichtiger als Treibstoffverbrauch ist und der Wellengang langfristig gering und vorhersehbar.

ich fragte mich ja oft aber warum es die Tragflächen nicht ausklappbar / ausfahrbar gibt? Sollte ja kein Problem sein die Tragflächen am Rumpf anzulegen und bei Bedarf zur Seite und hydraulisch nach unten auszufahren. Aber klar, ist wieder teuer und schwer und wie du sagtest, wirtschaftlich nicht sonderlich erstrebenswert.


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Die Zukunft und die Vorteile des Verbrennungsmotors

30.03.2026 um 14:05
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:ich fragte mich ja oft aber warum es die Tragflächen nicht ausklappbar / ausfahrbar gibt? Sollte ja kein Problem sein die Tragflächen am Rumpf anzulegen und bei Bedarf zur Seite und hydraulisch nach unten auszufahren. Aber klar, ist wieder teuer und schwer und wie du sagtest, wirtschaftlich nicht sonderlich erstrebenswert.
Das gibt es wirklich beides, einziehbar und anklappbar!
Komplett einziehbare Tragflächen, die komplett im Rumpf verschwinden sind technisch so eine Sache, wenn das Boot insgesamt nicht allzu hoch ist, weil sie dann eingezogen irgendwo im wasserdichten "Wohnraum" stehen - also in einer Art geschlossener Säule. Candela macht(e) das bei einigen Modellen so.
Für große Schiffe gibt es schon seit ca. den 50er Jahren einziehbare Schlingerflossen, die zwar eine andere Aufgabe haben, aber zeigen: Solche Konstruktionen werden sehr viel einfacher, wenn sie nicht völlig wasserdicht sein müssen, also auch die eingezogenen Flossen unterhalb der Wasserlinie in wassergefüllte "Kästen" schwenken.
So gesehen wird es auch bei Tragflächen sinnvoller, sie eher anzuklappen, statt komplett einzuziehen. Dabei verschwindet die vordere Fläche in Fahrtrichtung rückwärts in einer Vertiefung des Rumpfs, die sie dadurch ausfüllt, während die hintere Fläche z.B. samt Antriebsschraube ein Stück hochgezogen und dann hinterm Rumpf nach oben geschwenkt wird. Gibt es auch, weiß aber gerade nicht, wo.

Richtig interessant finde ich seitlich anlegbare Vorderflossen, die weniger besondere Baumaßnahmen erfordern oder sogar nachrüstbar sein können.
Wenn man in Tragflächenfahrt eine etwas seltsame Trimmlage akzeptieren kann, weil man z.B. stehend in einem Schlauchboot auch dann noch genug sieht, kann die Schraubenlage sogar unverändert bleiben (Außenborder, zweites Beispiel).
Für wirklich hohe Belastungen ist das aber eher nichts.

https://foiler.com/page/technology
https://www.ribandhsc.com/inner-category/15/96/1304/


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