de-Ox schrieb:Zum Thema Landwirtschaft es gibt in den Niederlanden bereits einen Fendt-Händler der seit 2022 die Fendt Vario 720 (One) in Kleinserie auf Elektro umbaut, so sind mit einem 2 Akkupack (wovon eines Frontgewicht als dient, während das 2.te geladen wird) arbeiten 24/7 möglich.
https://www.fendtfarming.nl/producten/elektrische-tractor/
Es gibt auch noch den kleineren Fendt Vario 300 als E-Variante
https://www.agrarheute.com/technik/traktoren/fendt-elektro-traktor-serienreif-604440
Forester schrieb:Grundsätzlich wäre zwar eine Umstellung auch jetzt schon möglich
Hier kann ich tatsächlich mit etwas Fachwissen glänzen, weil ich neben einer Fachinformatiker Ausbildung auch eine zum Landwirt habe (fragt nicht):
Die Kleinsschlepper der Gemüsebauern sind eine Sache, die großen 500PS+ Traktoren, die schweres Gerät ziehen, eine andere. Ich hatte mal mit einer John Deere Raupe einen Verbrauch von 120L Diesel pro Stunde beim Grubbern. Da hieß es alle 7-8 Stunden tanken fahren (~1000L Tankinhalt), bzw. kam die mobile Tankstelle zum Feld. Wir reden da von irgendwas um die 500kW Dauerlast. Diese Leistung batterie-elektrisch zu lösen ist annährend unmöglich.
synandy schrieb:Wie du sagst, aktuell ist dieses Konzept, zumindest für die Feldarbeit, noch nicht so geeignet.
Auch zukünftig ist das Konzept nicht geeignet.
Man kann und wird nicht einfach alle leistungsstarken Landmaschinen elektrifizieren.
Bei einem großen Häcksler z.B. mit 700kW bräuchtest du riesige Akkus mit 15 Tonnen plus Gewicht, wenn der ein paar Stunden ohne laden arbeiten soll. Oder anders: Selbst ein MWh-Akku müsste alle 1,5 Stunden für eine ganze Stunde mit 1MW geladen werden.
Man muss in der Landwirtschaft insgesamt langfristig umdenken und alternative Verfahren erproben. Man muss weg von Geräten mit immer höherer Leistung, hin zu effizienten, minimalinvasiven Prozessen. Warum müssen wir Meter breit und 40cm tief mechanisch reißen? Oder warum müssen wir eine ganze Fabrik auf Rädern mit 1000PS durch die Gegend fahren, die nicht nur erntet, sondern gleich zerkleinert, sortiert, reinigt, trennt, bunkert etc. und dabei den Boden verdichtet, also die Probleme verursacht, die wir mit "mechanischem Reißen" (Grubbern, Pflügen, etc.) wieder ausbügeln müssen.
Ihr erkennt das Problem?
:DEs klingt wie "back to the roots"... stationäre Drescher, statt alles auf dem Feld machen... ist vermutlich aber langfristig eine sinnvolle Sache und mit Automatisierung, Drohnen, Roboter, sprich autonomen "Kleingeräten" eventuell auch einzig sinnvoll. Diese könnten dann auch in jedem Fall batterie-elektrisch sein.