CharlyPewPew schrieb:Bsp: Bitcoin ist Weltwährung. Ein früher Investor hält 2mio Bitcoin, also Pi mal Daumen 10% des ganzen Geldes der Erde.
Was passiert wohl, wenn der sagt "YOLO... ich hau jetzt alles aufn Kopp!"?
Das ist etwas, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, denn die max. 21 Mio müssten ja im gleichen Verhältnis, wie heute die Vermögenswerte verteilt sind, verteilt werden. Das könnte eine Währungsreform abbilden. Ansonsten werden sich die, die heute über ein Vermögen außerhalb von BTC verfügen, bitterlich beklagen - und mehr.
wirklich mal ganz naiv ausgedrückt.
Eine derartige Machtverschiebung würde keiner hinnehmen. Wie auch immer, ein heute mehr oder weniger großes Vermögen in BTC wird so nicht bestehen bleiben können. Es ist wirkt überhaupt und außerdem nur deswegen so enorm, weil man es in die gewohnten Währungen umrechnet und von dieser aus die Kaufkraft sieht. Da glänzen die Augen, keine Frage.
Wie die zukünftige Kaufkraft einer BTC Weltwährung für den Einzelnen aussähe, wenn dein Szenario Realität würde, kann man nur extrem vage abschätzen, eigentlich gar nicht.
CharlyPewPew schrieb:Will man, dass Menschen mit systemrelevantem Vermögen unreguliert durch die Gegend laufen können und machen können was sie wollen?
Mein Antwort: ein glasklares NEIN. Mehr NEIN geht nicht.
Als Techniker kann ich mir durchaus ein Szenario vorstellen, dass selbst bei sinkenden Geldmengen die Preise der Menge an Dienstleistungen und Waren anpasst. Ziemlich schräge, aber vorstellbar.
Nehmen wir an, es gäbe nur noch 10 Mio BTC anstelle 20, dann würde ein Produkt, das vorher 1 Satoshi gekostet hat, auf einmal 0,5 Satoshi kosten müssen, der Lohn verändert ich passend. Alle, aber auch wirklich alle Preise müssten sofort an allen Produkten geändert werden, gilt auch für Löhne. Ob du nun 1 Satoshi pro Stunde verdienst und der Kaffee auch einen kostet oder ob du 0,5 Satoshi pro Stunde verdienst und auch der Kaffee 0,5 kostet, ist prinzipiell egal. Für eine Stunde Arbeit bekommst du einen Kaffee. Das ist der Deal und nur das zählt im Endeffekt, wenn man das mal wirklich genauer betrachtet. Geld ist ja nur das Tauschmittel "Arbeitszeit" gegen "Waren", andere Aspekte von Geld ignoriere ich mal wieder. Wenn sich die zur Verfügung stehende Geldmenge ändert, müssen Preis und Löhne so angepasst werden, dass obige Rechnung "Zeit gegen Kaffee" immer gleich aufgeht.
(Bitte an die VWL Profis: korrigiert mich, wenn ich zu viel Blödsinn schreibe! Bei weniger auch.
:D)
CharlyPewPew schrieb:Ja da freuen sich ja alle immer, wenn sie davon reden, dass dir dein Geld ja nicht so richtig gehört, weil Mechanismen greifen können, die einige Szenarien für dich verhindern.
Kein Thema, wenn man auch die negativen Konsequenzen tapfer selber trägt. Aber das hatten wir ja schon.
Bei den NFT war das ja auch mal das ganz große Thema, dass man dann sogar vielleicht Häuser ohne Notar kaufen könne und wie viel Geld man dabei doch sparen würde. Tja ...