Der Fall ist noch immer auf der Internetseite der Berliner Polizei zu sehen:

https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.82998.php

Was diese Spuren in die Niederlande angeht, da bestehen offenbar unterschiedliche Ansichten. Während die deutschen EB einen Bezug verneinen,
1997 hieß es, es gäbe Hinweise, dass Schadwald von Pädophilen nach Holland verschleppt worden sei. Später hieß es, Manuel sei auf einem Gewalt-Video zu sehen. „Diese Hinweise konnten jedoch nicht verifiziert werden“, heißt es bei der Polizei
https://m.tagesspiegel.de/berlin/seit-18-jahren-vermisst-manuel-schadwald-verschwand-auf-dem-weg-ins-fez/5772690.html

gibt es gemäß dem Bericht in der "Welt" offenbar mehrere unabhängige Sichtungen in den Niederlanden. Dieser Widerspruch müsste erst mal aufgeklärt werden.

Dann müsste Transparenz hergestellt werden. Zur Verwicklung von Geheimdiensten etc. Ich mir das nur so vorstellen, dass unvorstellbare Dinge passierten, auf Video aufgenommen wurden und die Akteure dann anschließend (politisch? finanziell?) erpresst wurden. Geschah auf der Yacht "Apollo" ein Mord? Ich finde es sehr schwer vorstellbar, dass das bis heute vertuscht worden wäre. Das müsste doch zu klären sein. Wer war damals an Bord? Irgendeiner muss doch sein Schweigen brechen.
Zitat von Able_ArcherAble_Archer schrieb am 11.11.2017:"Die Strafverfolger haben die beschlagnahmten Unterlagen erst mal versiegelt. Verlag und Reporter hatten Beschwerde beim Landgericht Berlin eingelegt. Bis die Gerichte darüber entschieden haben, sollen die Unterlagen verschlossen bleiben."
Das Bundesverfassungsgericht stellte fest, die Durchsuchung der Redaktionsräume der Morgenpost, um Informanten zu enttarnen, war unzulässig.
„Mitte der 90er-Jahre verschwand der zwölfjährige Manuel Schadwald aus Berlin-Tempelhof. Jahrelang gab es Gerüchte, dass er Opfer von Pädophilen geworden sein könnte. Immer wieder tauchte in diesem Fall auch der Name des belgischen Kinderhändlers Marc Dutroux auf. Der Chefreporter der Berliner Morgenpost recherchierte und berichtete zusammen mit einem Kollegen über das Verschwinden des Berliner Jungen.

Vor gut zwei Jahren meldete sich plötzlich ein neuer Informant. Es ergab sich erneut eine Spur, die nach Holland führte. Im Frühjahr 2011 reisten die beiden Journalisten nach Amsterdam. Der Verlag bestand darauf, dass auf der Recherchereise ein besonderer Sicherheitsstandard eingehalten wurde. Denn im Umfeld des Kinderhändlerrings von Marc Dutroux starben schon mehrere Zeugen. Neben zwei Personenschützern einer privaten Sicherheitsfirma wurde auch ein Sicherheitsexperte des Berliner Landeskriminalamts engagiert. Diesen kannte der Chefreporter seit vielen Jahren persönlich und vertraute ihm daher besonders. Der Beamte begleitete die Reporter außerhalb seiner Dienstzeit nach Amsterdam. Dafür erhielt der Polizist einen Tagessatz von 500 Euro. Solche Tagessätze gelten in der Sicherheitsbranche als üblich. Nach Angaben der Berliner Kuhr Security, die auch Personenschutz übernimmt, betragen die Kosten bei Auslandseinsätzen sogar deutlich mehr. Die Recherchen in Amsterdam dauerten vier Tage. Hinzu kamen Kosten für Flugtickets, Mietwagen und Hotel in Höhe von gut 1000 Euro. Damit belief sich die Gesamtsumme auf gut 3000 Euro (…).
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2015/07/rk20150713_1bvr248013.html