Shiloh schrieb:Da wurde laut Ermittlerbericht aus 2010 anscheinend "vor 22 Jahren", also in 1988, ein Fundament für die Treppe neu gebaut. Dazu muss es entsprechend vorbereitende Arbeiten vor dem Gießen des neuen Fundaments gegeben haben. Dabei könnte das Opfer vergraben worden sein.
Dieser zeitliche Zusammenhang ist echt auffällig. Kein Wunder, dass sich die Ermittler für den Bereich unter der Treppe interessierten, nachdem dort auch noch die Leichenspürhunde angeschlagen hatten.
Kielius schrieb:Deshalb spricht vieles dafür, dass der Täter mit einem Kfz unterwegs war, in das die Vermisste freiwillig oder unfreiwillig einstieg.
Das habe ich auch in Betracht gezogen. Nehmen wir mal an, DK kannte diese Person: Dann wäre die Situation eine komplett andere, und die Argumente, nicht in ein Fahrzeug zu steigen ("gewissenhaft, steigt nachts bei niemandem ein") wären komplett weg. Mal angenommen, diese ihr bekannte Person sagte, aus dem Auto heraus, zu DK: "Hallo Dagmar, ich habe Hunger und wollte noch schnell zu [Schnellrestaurant/Imbissbude]. Kommst du mit, ich lade dich ein? Ich bringe dich anschließend auch nach Hause." Vorwand könnte auch ein anderer sein, ist ja erstmal egal. Jedenfalls würde sich dann das Geschehen örtlich komplett verlagert haben können.
Wenn die Person DK nämlich nicht kannte, ergibt das dauerhafte Verschwindenlassen ihrer Leiche wenig Sinn (aus Sicht 1988 - DNA noch in den Kinderschuhen). Da würde man eher erwarten, dass die Person die Leiche nur flüchtig verdeckt. Zumal das ja zumindest einigen Aufwand (Planung - Logistik/Verbringung) und ggf. auch Grabearbeiten (Entdeckungsrisiko!) erfordert, wenn man von einer fertigen Grube (wie sie womöglich im Horten Haus vorlag) mal absieht. Anders sieht es natürlich aus, wenn die Örtlichkeit der Leiche Rückschlüsse auf die Täterschaft zulassen würde. Da wäre dann schon Handlungsbedarf aus Tätersicht. Auch müsste man generell mal überlegen, was für ein Typ Täter das ist, der die Leiche dauerhaft verschwinden lässt. Das mal so als Gedankenanstoß...