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Die Isdal Frau

1.751 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Frau, Mysteriös, Spionage, Kalter Krieg, Norwegen, Bergen, Nov1970, Isdal

Die Isdal Frau

10.08.2018 um 08:28
Frannie schrieb:Hat Aske eigentlich eine These, wer der Mörder gewesen sein könnte, bzw. welches Motiv der hatte? Wenn Prostituierte ermordet werden, dann meist von Freiern die kein Geld zahlen wollen, Lustmördern und Zuhältern mit denen sie in Streit gerieten (für die erste These spricht die Tatsache, daß sie wohl nackt war, als sie gefunden wurde), aber der ganze Rest paßt nicht zusammen. Es sei denn, sie war eine Prostituierte die für einen Geheimdienst tätig war. Kommt wirklich gelegentlich vor. Oder eine unprofessionelle Profispionin die unter dem Deckmantel der Prostituierten unterwegs war.
Ich habe mich nicht näher mit Aske und seinen Thesen auseinandergesetzt, weil ich seine Kernthese für sehr unwahrscheinlich halte. Es gibt immer wieder Schriftsteller, die durch "neue" Thesen Aufmerksamkeit erregen wollen, um Bücher zu verkaufen.


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Die Isdal Frau

10.08.2018 um 08:59
@Frannie
Hier Askes website in einer Google-Übersetzung: https://translate.google.com/translate?hl=en&sl=en&tl=de&u=http%3A%2F%2Fisdalsaken.no
Danach hat er wohl insbesondere weitere Untersuchungen im Zusammenhang mit dem italienischen Fotografen angestellt und dabei Ungereimtheiten festgestellt. Wenn ich es richtig verstehe, war die Polizei zu dem Ergebnis gelangt, dass die Frau, die mit Trimboli in Oppdal in Norwegen zusammen war, nicht die Isdal-Frau, sondern eine Südafrikanerin war. Hieran hat Aske Zweifel; Näheres ließe sich aber nur seinem Buch entnehmen, das es bislang nur auf Norwegisch gibt.


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Die Isdal Frau

10.08.2018 um 17:03
Bergens Tidene (BT) hat ursprünglich eine Liste von Dennis Askes Argumente aufgestellt. Diese Liste beeinhältet 23 Punkte. Aftenpostens Artikel vom 8. August 2018 wiederholt diese Liste. Hoffentlich kann jemand im Forum übersetzen. Punkt 1-5:


FAKTA: Les listen over påståtte feil og NRKs tilsvar under:
Med utgangspunkt i politiets dokumenter har Dennis Aske faktasjekket NRK og BBCs podkastserie om Isdalsaken. Aske peker på en rekke faktafeil, tvilsomme slutninger og spekulasjoner. BT har vurdert disse og laget listen under. Nederst kan man lese NRK og BBCs tilsvar til listen.

1. TIDSPUNKTET: I episode 1 erindrer Carl Halvor Aas at han ble oppringt i 9-10-tiden om morgenen 29. november med beskjed om likfunnet. Ifølge politirapporten kom imidlertid henvendelsen til Kriminalvakten først kl. 13.20.

2. ARMBÅNDSURET: I episode 1 sier Marit Higraff at armbåndsuret på åstedet viste klokkeslettet 10.10. Dokumentene viser at klokken hadde stoppet på 12.32. Den ble senere kontrollert av en urmaker som testet fjæren og dermed også må ha flyttet viserne.

3. PASSENE: I episode 1 beskriver Marit Higraff et annet funn på åstedet som «a tiny ring, probably to hold a passport photo in place». Åstedsrapporten sier imidlertid «Dessuten fantes en mindre malje, som av størrelse kunne stamme fra et pass. Vi har imidlertid ingen andre holdepunkter for en slik antagelse.» Senere hevdes det at funnet av maljen «bekrefter passteorien», men i så fall burde det vært funnet to maljer, slik franske og vesttyske pass hadde. Belgiske pass fra den tiden brukte stifter.

Påstanden om at kvinnen benyttet en rekke falske pass, gjentas (og fastslås til tider som sannhet) i episode 4, 6 og 8. Det finnes imidlertid ingen observasjoner eller funn av falske pass – kun påstander fra datidens avisdekning.

Dokumentene nevner kvinnens pass bare to steder: Resepsjonisten på Hotel Skandia mente i avhør å huske at han flyttet på et belgisk pass for å se skriften på innsjekkingskortet hennes. Da han ble avhørt, var det allerede spekulasjon i mediene om at kvinnen kan ha vært belgisk. Passloggen fra Sola viser at kvinnen kom til Norge under fransk pass.

4. MERKELAPPENE: I episode 1 hevdes det at alle merkelapper var fjernet fra klær, flasker og andre gjenstander på åstedet. Det stemmer ikke. Åstedsrapporten lister blant annet opp merker på ytterbukse, en glidelås, armbåndsuret, en flaske «Klosterlikør» og en plastkopp. Rapporten sier ingenting om at merker på klær er fjernet.

I episode 2 hevdes det at alle merkelapper var fjernet fra klær og gjenstander i kvinnens to kofferter. En opptelling fra politirapporten viser imidlertid at 50 gjenstander hadde merker i behold, at 38 gjenstander ikke hadde merker, og at 21 gjenstander hadde fått merker fjernet.

Det sies også at man fant «mange parykker» i koffertene, men det ble funnet kun én parykk.

5. NOTATENE: I episodene 2, 3, 4 og 6 omtales arket med notater fra kvinnens koffert som «en kode». Det ble imidlertid tidlig klart for etterforskerne at det dreide seg om en reiseoversikt med datoer og forkortelser. Dette får podkastlytterne vite først i episode 4.


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10.08.2018 um 19:33
Ehrlich gesagt, kann ich es mir nicht vorstellen, daß die Behörden einen "einfachen" Prostituiertenmord" als Geheimdienstaffäre tarnen sollten. Höchstens, wenn der Mörder ein "hohes Tier" wäre, z.B. der norwegische König, aber ein Photograph? Warum hätten die Ermittlungsbehörden dem Mann helfen sollen?

Auch wenn ich noch immer irritiert bin, über die Unprofessionalität der vermeintlichen Agentin, erscheint eine Spionageaffäre angesichts der Umstände noch immer am wahrscheinlichsten.


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Die Isdal Frau

10.08.2018 um 20:27
@Daniel18: Ich möchte momentan nicht den ganzen Text übersetzen. Jedoch will ich die Hauptargumente des Herrn Aske kommentieren.

Dennis Aske behauptet, die Polizeidokumente gesehen zu haben. Jedoch zeigt er uns die Dokumente nicht. Wieso? Ich sage nicht, dass er den Leser anlügt, aber ohne Fotokopien der angegebenen Dokumente, kann ja jeder alles mögliche erzählen.

1. "Der Zeitpunkt. Der Polizist Carl Halvor Aas sagt im NRK/BBC-Dokumentarfilm, 1. Folge, dass er am 29.11. zwischen 9 und 10 Uhr wegen des Leichenfundes angerufen wurde. Laut dem Polizeibericht ging die Nachricht aber erst um 13:20 Uhr ins Polizeipräsidium ein".

MEIN KOMMENTAR: Es ist möglich, dass Aas sich irrt. Aber die Information scheint mir eher bedeutungslos.

3. "Die Pässe. Man hat keine Pässe gefunden. Die Angaben zur Nationalität der Isdal Frau unterscheiden sich".

MEIN KOMMENTAR: Das ist zwar richtig. Jedoch hat man die Handschrift vieler Meldescheine verglichen. Dass die Isdal Frau über viele Pässe verfügte, dürfte ohne Zweifel stehen, denn ohne einen Reisepass vorzulegen, konnte man damals kein Hotelzimmer bekommen.

4. "Die Etiketten. Nicht alle, sondern nur etwa ein Drittel aller Kleidungsetikuetten wurde entfernt".

MEIN KOMMENTAR: Kann stimmen. Dient möglicherweise als ein Beleg für eine psychische Erkrankung. Dass nicht sämtliche Etikuetten entfernt waren, spielt dabei kaum eine Rolle.

5. "Die Notizen. Es wurde behauptet, dass ein Code verwendet wurde. Hier ging es aber um eine Reiseübersicht, Abkürzungen und Daten".

MEIN KOMMENTAR: Ist zwar interessant, aber spricht ja nicht gegen eine Agententätigkeit.

Zusammengefasst: Es gelingt Aske ganz und gar nicht, die Isdal Frau als eine Prostituierte darzustellen.


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10.08.2018 um 21:37
@borchert

Auf der Website auf der für das Buch geworben wird, gibt es ja nur Andeutungen. Gäbe es das Buch auf Deutsch oder Englisch würde ich es mir der Neugier halber besorgen (muß man nicht gleich kaufen), aber ich kann nun leider kein Norwegisch. Hat sich Aske eigentlich schon mal, in norwegischen Medien, über die neuen Erkenntnisse aus dem Artikel der "Zeit" geäußert?

Die Tatsache, daß sich noch mindestens eine andere Person am Tatort befunden haben muß, ist ja nichts Neues. Mußte ja so gewesen sein, wenn es sich um Mord handelt und dann gibt es ja noch die Aussage des Mannes, der die Frau kurz vor ihrem Tod in Begleitung der beiden "südländisch aussehenden Männer" gesehen hat. Auch, daß sie sich zuvor mit jemanden verabredet hatte, ist auch keine spektakuläre Erkenntnis die die anderen Theorien über den Haufen werfen könnte.

"Der Leiter des Nachrichtendienstes in Bergen sagte im selben Jahr, dass er nicht einmal antworten wollte, warum er sich geweigert hatte, zu dem Fall Stellung zu nehmen. Warum sollte er das sagen, wenn die Polizei immer noch glaubte, dass die Frau einen Selbstmordversuch unternommen hatte, indem sie zuerst Tabletten einnahm, bevor sie sich selbst anzündete? "

Mein Kommentar: Offiziell wurde der Fall als Selbstmord eingestuft, aber es gab doch schon seit längerem Gerüchte, daß es sich um Mord handelte und es eine Geheimdienstaffäre sein könnte.


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10.08.2018 um 22:51
Frannie schrieb:Auf der Website auf der für das Buch geworben wird, gibt es ja nur Andeutungen. Gäbe es das Buch auf Deutsch oder Englisch würde ich es mir der Neugier halber besorgen (muß man nicht gleich kaufen), aber ich kann nun leider kein Norwegisch. Hat sich Aske eigentlich schon mal, in norwegischen Medien, über die neuen Erkenntnisse aus dem Artikel der "Zeit" geäußert?
Nein, Aske hat sich meines Wissens nicht dazu geäußert.


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11.08.2018 um 11:05
Weitere Argumente von Dennis Aske. Bergens Tidene (BT)

14. KLÆRNE: I episode 4 sies det at kvinnen hadde «fine clothing». I rapportene nevnes det kun at klærne pekte mot en «italiensk» stil.

17. PINGVINRAKETTENE: I episode 5 fortelles det at kvinnen skal ha observert flere tester at Pingvin-raketter på forskjellige tider, og at hun var i Stavanger og Bergen samtidig som testene ble gjort. Det er ikke riktig.

Fiskeren i Tananger observerte en kvinne som passet hennes signalement, antagelig i november. Det ble imidlertid ikke gjennomført prøveskytinger i oktober eller november. Dette skriver NRK selv i en tidligere artikkel.

Det ble gjennomført prøveskytinger i april. Kvinnen var i Stavanger 1. april, men hadde kun halvannen time i byen, på gjennomreise fra Bergen og videre til Kristiansand. Hun ville dermed ikke ha hatt tid til å spionere på rakettoppskytingen.

Mot bedre vitende presenterer altså podkasten det som om kvinnen ble sett i Tananger i forbindelse med prøveskyting. Selv om det kan ha vært en annen kvinne, presenteres det gjennomgående som Isdalskvinnen. Sønnen til den avdøde fiskeren som observerte en kvinne som lignet, får dessuten hevde at hun samtalte med en av MTB-offiserene. I en senere episode blir det så snakk om «flere offiserer».

21. PROSTITUSJON: I episode 7 utfordrer man teorien om at kvinnen var prostituert, noe som særlig er fremmet i Dennis Askes bok. Det står man selvsagt fritt til, men det er en overdrivelse å hevde at prostitusjon har vært en av hovedteoriene i 50 år. Det er heller ikke riktig at det er kvinnens undertøy og fyrstikkesken fra Beate Uhse som er Askes begrunnelse for teorien om prostitusjon.


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Die Isdal Frau

12.08.2018 um 21:11
Zuerst bedanke ich mich bei borchert für seine Übersetzung. Hier kommt eine Verkürzung und Übersetzung von dem letzten Teil Askes Liste in BT. Siehe oben.

14. Die Kleider
In den Rapporten wird nur genannt, dass die Kleider einen «italienischen Stil» sichtbar werden lassen.

17.Die Pinguinraketen
(Dennis Aske:) Die Isdalfrau sei nicht in Stavanger und Bergen zur Zeit, als die Raketen getestet wurden, gewesen. Der Fischer in Tananger habe eine Frau in November beobachtet , die angeblich zu dem Signalement von der Isdalfrau passte. NRK habe aber in einem früheren Artikel geschrieben, die Probeschiessungen sollten weder im Oktober noch im November stattgefunden haben.

Probeschiessungen wurden auch im April durchgeführt. Die Isdalfrau war am 1. April in Stavanger, auf der Durchreise weiter nach Kristiansand, aber sie hatte nur 1,5 Stunde zur Verfügung in der Stadt. Also hätte sie keine Zeit die Raketeaufschiessung auszuspionieren.

21.Prostitution: Im Buch von Dennis Aske ist Prostitution hervorgehoben. Es ist aber eine Übertreibung zu behaupten, dass die Prostitution eine der Haupttheorien in den letzten 50 Jahren gewesen sei. Richtig ist es auch nicht zu sagen, die Unterwäsche und die Streichhölzer von Beate Uhse seien Askes Begründung für seine Theoreie von Prostitution.


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Die Isdal Frau

12.08.2018 um 21:12
@daniel

Wenn der Googleübersetzer richtig gearbeitet hat, hat sich Aske wohl doch zu der Sache mit dem Fischer geäußert. Aber ich wundere mich, daß die Sache mit dem Beate-Uhse-Streichholz so aufgebauscht wurde.


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Die Isdal Frau

12.08.2018 um 21:37
@Daniel18

Mich würde allerdings schon interessieren, was die Basis für die Theorie ist, daß es sich bei der Frau um eine Prostituierte gehandelt habe.

Ich habe noch einmal die anderen Argumente gelesen, per Googleübersetzung.

Wie auch schon @borchert schrieb, mußte damals ein Paß vorgezeigt werden, wenn man sich im Hotel anmeldete. Sie muß also einen Paß besessen haben. Auch wenn sie mit französischem Paß in Norwegen eingereist ist, hat sie doch einen belgischen Paß im Hotel vorgezeigt, wie das Anmeldeformular bestätigt. Darin war eine Wohnadresse in Brüssel angegeben und auch der Ort wo der Paß angeblich ausgestellt wurde, diese "Kreisleitung Brüssel". Am "Code" muß man sich auch nicht so aufhängen, das ist keine geschützte Bezeichnung, aber im allgemeinen wird eine Buchstaben-Ziffern-Kombination hinter der sich eine Information, so banal sie auch sein mag, versteckt, als Code bezeichnet. Es spielt in dem Fall auch keine Rolle, ob im Koffer eine oder mehrere Perücken waren. Das sind all die kleinen Schlampereien und Ungenauigkeiten, die sich mitunter in den Berichten einschleichen wenn es um einen Fall geht über den viel geschrieben wird, und der schon längere Zeit zurückliegt. Ich habe aus dem was du dankenswerterweise eingestellt hast den Eindruck, daß sich Aske an Kleinigkeiten aufhängt.

Vielleicht bringt die Zeit mal einen Artikel über das Buch und Askes Theorie.


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Die Isdal Frau

26.08.2018 um 17:21
Around 1970 the submarine training school of the West German marine was in Neustadt (Holstein). In Flensburg there was the general marine training unit (not submarine). Since there was no submarine escape training tower in Neustadt before 1977, the diving training took place in Haakonsvern. Certainly there were (and most likely are) lists containing the names of men who participated in the training in Neustadt and Haakonsvern, but I bet they are secret.

Auf Deutsch:
Um 1970 war das Uboot-Ausbildungszentrum der westdeutschen Marine in Neustadt (Holstein). In Flensburg war die allgemeine Ausbildungseinheit der Marine (nicht für U-Boote). Da es vor 1977 in Neustadt keinen Tauchtopf gab, fand die Tauchausbildung in Haakonsvern statt. Sicherlich gab es (und gibt es höchstwahrscheinlich) Listen, welche die Namen der Männer enthalten, die in Neustadt und Haakonsvern an der Ausbildung teilnahmen, aber ich wette, dass sie geheim sind.


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Die Isdal Frau

26.08.2018 um 17:26
@Bellaso

Du hast vergessen die Quelle zu deinen Zitaten zu verlinken. Bitte hole das nach, sonst muss ich den Beitrag löschen.


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Nepeta
ehemaliges Mitglied

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Die Isdal Frau

26.08.2018 um 19:12
@Carietta
@Bellaso
http://www.die-marine.de/_deutsch/schiffe/subm.htm#3.4 Tieftauchtopf
Von 1962 - 1977 wurde die Ausbildung der deutschen Ubootfahrer bei dem NATO-Partner Norwegen in Haakonsvern bei Bergen durchgeführt.
Bellaso erinnert sich richtig, Quelle gefunden. Die bundesdeutsche und die norwegische Marine kooperieren schon sehr lange.


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Die Isdal Frau

26.08.2018 um 23:13
Also at Laksevåg near sentrum of Bergen it's a submarine base named Bruno from WW2. It's stil operative today. Tore Osland sad to NRK that his father wanted to investigate about the submarine personal that was at the same hotel that Isdal Women. He asked the Police Chief about travel to Flensburg. The Chief sad : No, make the end raport about the case.


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Die Isdal Frau

26.08.2018 um 23:20
@Nepeta
Vielen Dank!


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Die Isdal Frau

27.08.2018 um 12:02
Bin gerade zufällig hier. Ehe es wieder Stress gibt, weil Allmystery ein deutschsprachiges Forum ist, übersetze ich mal:
Morten1207 schrieb:Also at Laksevåg near sentrum of Bergen it's a submarine base named Bruno from WW2. It's stil operative today. Tore Osland sad to NRK that his father wanted to investigate about the submarine personal that was at the same hotel that Isdal Women. He asked the Police Chief about travel to Flensburg. The Chief sad : No, make the end raport about the case.
Auch in Laksevåg nahe dem Zentrum von Bergen ist ein U-Boot-Stützpunkt namens Bruno aus dem 2. Weltkrieg. Es ist heute noch in Betrieb. Torres Osland sagte zu NRK, dass sein Vater über das U-Boot-Personal, das sich im gleichen Hotel wie die Isdal-Frau befand, ermitteln wollte. Er fragte den Polizeichef nach Flensburg. Der Chef sagte: Nein, mach den Schlussbericht über den Fall.

Übersetzung von Google und mir, für den Inhalt von Morten1207´s Aussage kann ich keine Quelle angeben.
Den ehemals deutschen U-Boot-Stützpunkt gibt es aber.
http://battlefieldsww2.com/bergen-u-boot-bunker.html

MfG

Dew


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Die Isdal Frau

29.08.2018 um 14:41
Hallo,

nachdem ich mich jetzt einige Monate abseits der Diskussion gehalten habe, mische ich mich nun wieder ein. Bereits im Mai haben die Autoren der NRK/BBC-Podcast Serie zu dem Fall eine Gesamtliste aller Gegenstände veröffentlicht, welche sich in den beiden Koffern befanden, die die Isdal Frau im Bahnhof in Bergen eingeschlossen hatte. Soweit mir bekannt ist, wurde diese Liste bislang noch nirgends frei zugänglich veröffentlicht, der englische Originalpost befindet sich hier:=68.ARB1G0RDZwBTH66jbolbO1GxlRc1soIbIr4mFmzKbV5MXGomxxhmII1mulZwZQIUZI-x6w8_QUJ71duttTeMmjAoZP4JQ5qQSbYK5ta07HhD97eJmlbr5GgNNoQD0c6sjfr3EZQ&__tn__=K-R]

Ich habe die Liste auf Deutsch übersetzt:

1. Koffer:
-Briefumschlag (Inhalt: 5x 100 DM-Scheine) versteckt in der Kofferwand sowie eine grüne Kunststoffgeldbörse mit dem Aufdruck „AS Kjøbmandsbanken“, darin 5,93 norwegische Kronen in Münzen
-Dunkelbraune Ledersportschuhe Marke „Stormrand“ mit Einlegesohlen “Naturform Marke Salamander“
-Hohe Stiefel in Beige, auf dem Reißverschluss das Wort „Eclair“
-Eine Plastiktüte mit dem Aufdruck „Oscar Rörtvedts skotøiforretning, Nygaten 18, Stavanger“, mit Schuhen aus Leder, diese wiederrum in einer goldenen Plastiktüte mit dem Aufdruck „Nicol Shoes, Nicolbaby, Roma - Via Barberini 30“
-Hausschuhe, dunkelblau, Leder
-Morgenmantel, türkis, Etiketten entfernt
-Kurzer Wollrock, Blumenmuster, Etiketten bis auf das Größenschild „44N“ entfernt
-Kurzer Rock, braun mit Blumenmuster, keine Etiketten
-Petticoat, ohne Etiketten
-5 Blusen und Sweatshirts, alle ohne Etiketten
-2 BH´s, drei Unterhosen, 4 Nylonstrümpfe
-3 Paar Damenhandschuhe, eins davon in Beige aus imitiertem Schlangenleder mit Etikett „Gant Neyret, Paris 7“
-Fellmütze, Schwarz
-5 Damenbinden
-2 Sonnenbrillen, eine oval, die andere mit dunkelbraunem Gestell
-Plastiktüte mit einer kristallinen braunen Substanz, später von der Polizei als Zucker identifiziert
-Kleiderbürste, Aufdruck "made in Germany"
-Kleidersack mit Schuhputzzeug (Lappen und Lederbürste), keine Markennamen
-Teelöffel, Stahl
-Damengeldbörse, dunkelblau
-Kleine Tube mit Deckel, Aufdruck „Herbald shampoo“
-Kleines Glas mit braunem Schraubdeckel, Aufdruck „Brigand“ auf dem Glas und „Jacques Esterel, Paris perfume“ auf dem Deckel
-Kugelschreiber, grau, Aufdruck „Pilot-S“
-Spiegel, rund
-Weiße, unbedruckte Plastiktüte, darin in doppellagigem Papier etwas Töpferton. Teile der Tüte waren herausgeschnitten, möglicherweise um Aufdrucke zu entfernen
-Skalpell mit 5 Ersatzklingen, Stahl, Beschriftung „Stainless steel, INOX nr. 4“, in einer Plastikhülle mit der Aufschrift „Aesculap“
-Norwegischer Zugfahrplan 1970-1971, ausgegeben von der NSB
-Großer Notizblock mit weißem, unliniertem Papier
-Kleines Notizbuch, leer, aber dort eingelegt ein Foto „Madonna mit Kind“, eine englische Postkarte mit religiösem Motiv sowie eine norwegische Postkarte mit Wintermotiv
-4 Landkarten: 1. Karte von Südskandinavien, herausgegeben vom „Reise und Verkehrsverlag, Stuttgart“, 2. Karte von Norwegen, ausgegeben von „Cappelen“, mit Kugelschreiber wurden die Zahlen „16/6“ darauf gekritzelt, 3. Karte von Norwegen, ausgegeben von „Cappelen“, mit Kugelschreiber wurden die Zahlen „16/6“ darauf gekritzelt sowie mit Bleistift „Geilo 794m / Ustaoset 999m / Haugastøl 998m / Finse 1222m / Myrdal 867m“. 4. Karte von Norwegen, ausgegeben von „Cappelen“, mit Kugelschreiber wurden die Zahlen „16/6“ darauf gekritzelt
-Teile des Fahrplans der Hurtigruten 1970-1971, mit Kugelscheiber beschriftet „kr 183 II kr 256 I“, von der Polizei später als Fahrpreise von Bergen nach Trondheim bestätigt

2. Koffer
-Münzgeld: 130 norwegische Kronen, 50 belgische Centimes, 6 britische Pence, 5,5 schweizer Franken
-Regenmantel, keine Markierungen
-Fellmütze in Kosakenform, Etiketten entfernt
-Perücke, mahagonibraun im Napoleonschnitt, mit Etikett „creation Boutique Alexandre de Paris, made in France“
-Verschiedene Jacken und Schals, alle ohne Etiketten oder mit entfernten Schildern
-Ein hellbrauner Nylonstrumpf
-Ein Paar Stoffslipper
-Frottee Waschlappen, ohne Etiketten
-Hygienische Baumwolle in Plastiktüten, Aufdruck „Radix, Norwegian“
-0,25 Liter Flasche weißer Curacao Likör, "Vinmonopolet", halbvoll
-Sechs Teelöffel aus transparentem Kunststoff
-Eine kleine Gabel, Einstanzung „Hackvan, Finland“
-Zwei Plastikbecher, einer mit Prägung „Gilac no. 770“, der andere mit „Pola, made in France“
-Kleines Nähzeug mit Nadeln und Garn, gestempelt mit „Hotel Regina, Genève, Suisse“
-Papierschild mit Markenaufdruck „London“
-Weißer Kerzenstumpf
-Papiertüte, mit norwegischer Tageszeitung „Dagbladet“ vom 21.11.1970, ein unbeschrifteter Briefumschlag, Fahr- und Flugpläne für die Hurtigruten, die norwegische Fluggesellschaft Braathens und die skandinavische Airline SAS
-Schminktasche aus beigem Plastik, „Aile“ auf dem Reißverschluss, Inhalt: Zwei Zahnbürsten (gelb und blau) mit entfernten Produktionskennzeichnungen; 6 Päckchen Kleenex-Tücher; blaue Kunststoffflasche mit schwarzem Schraubdeckel, Markenname abgekratzt; zylindrische weiße Kunststoffflasche mit Schraubdeckel, Markenname abgekratzt; zylindrische transparente Kunststoffflasche mit Schraubdeckel, Markenname abgekratzt; blaue Kunststofftube mit schwarzem Schraubdeckel, Markenname abgekratzt; Kunststoffflasche mit Aufdruck „BAC“, wahrscheinlich Parfüm oder Deodorant, restliche Beschriftung entfernt; braune Kunststoffbox mit verschiedenen Wimperfarben, Marke „Revlon“; braune Kunststoffdose mit Rouge und Beschriftung „G“; Betnovate 0,1% Tube mit rotem Klebeetikett der „Svaneapoteket Bergen“ und dem Aufdruck „tynt lag 2-3 ganger daglig“, Patientenname sowie verschreibender Arzt auf dem Etikett entfernt; Tube mit der Aufschrift „Baranne, France“, eventuell getönte Hautcreme; kleine Tube mit weißer Creme, Aufschriften abgekratzt; hellroter Lippenstift mit abgekratztem, Aufdruck; kleines Gläschen mit Augenmakeup, Aufschriften entfernt; einige Rasierklingen „Chick super“; kleines durchsichtiges Glas mit schwarzem Schraubdeckel, ohne Aufdrucke; Parfüm; kleine Plastikdose mit Streichholzbriefchen des „Versandhaus Beate Uhse, 239 Flensburg“; Streichholzschachtel des „Hotel Nobel, Karl Johans gate 33, Oslo“; kleiner runder Kompass, ohne Beschriftung; goldene Halskette mit großem goldenem Medaillon mit Motiv und Beschriftung „Twist“; Vier Ringe: 1. Glatter, vergoldeter Ring, 2. Vernickelter Messingring mit großem grünen Stein; 3. Polierter Metallring mit rundem grünen Stein; 4. Filigraner Ring mit drei grünen Kunststoffperlen; Sonnenbrille mit zerbrochenem Glas; eine Flasche Vitamin B Nahrungsergänzung „Tonipan“

Für mich sind einige sehr interessante Gegenstände dabei, welche vor allem ihre Reisetätigkeit belegen aber auch wieder ihre enge Bindung an Frankreich und Deutschland.


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Die Isdal Frau

30.08.2018 um 18:55
@Tuxhater

Vielen Dank für diese Arbeit. Ein interessantes Sammelsurium.

Zu den Karten habe ich Fragen. Dazu habe ich die Bemerkung dazu mal auseinandergezogen.
Tuxhater schrieb:-4 Landkarten:

1. Karte von Südskandinavien, herausgegeben vom „Reise und Verkehrsverlag, Stuttgart“,

2. Karte von Norwegen, ausgegeben von „Cappelen“, mit Kugelschreiber wurden die Zahlen „16/6“ darauf gekritzelt,

3. Karte von Norwegen, ausgegeben von „Cappelen“, mit Kugelschreiber wurden die Zahlen „16/6“ darauf gekritzelt sowie mit Bleistift „Geilo 794m / Ustaoset 999m / Haugastøl 998m / Finse 1222m / Myrdal 867m“.

4. Karte von Norwegen, ausgegeben von „Cappelen“, mit Kugelschreiber wurden die Zahlen „16/6“ darauf gekritzelt
Ist es sicher, dass es sich um vier ( 4 ) Karten handelt? Mir kommt die Reihenfolge der Aufzählung seltsam vor, möglicherweise ein Übertragungsfehler?

Wenn wir bei vier Karten bleiben fallen mir folgende Gemeinsamkeiten / Unterschiede / Besonderheiten auf:

Alle Karten dürften mindestens Teile von Norwegen zeigen.

Karte Nr. 1 kommt aus Deutschland.

"Capellen" scheint ein norwegischer Kartenverlag zu sein, es gibt, zumindest heute, aber auch deutsche Herausgeber.
https://geobuchhandlung.eshop.t-online.de/Cappelen-Karte-Blatt-1-Sued-Norwegen
Die Cappelen Karten werden in Deutschland von der Firma Kümmerly+Frey herausgegeben. Sie sind identisch mit den norwegischen Originalen.
Die drei anderen wären also ursprünglich gleich gewesen. Norwegisches Original oder deutscher Herausgeber?

Ist etwas über die Maßstäbe bekannt?

Warum kommt mir die Aufzählung seltsam vor?

Karte Nr. 2 und 4 wären demnach nachträglich identisch mit Kugelschreiber beschriftet worden.

Karte Nr. 3 wurde ebenfalls mit "16/6" ( Kugelschreiber ) beschriftet und weist noch zusätzliche Einträge mit Bleistiftauf.

Ich hätte die beiden nur mit Kugelschreiber beschrifteten Karten in einer systematischen Aufzählung als Nr. 2 und 3 bezeichnet und die mit den weiteren Eintragungen ( = primär identisch nachbearbeitet wie Nr. 2 und 3, aber höherer "Bearbeitungsgrad" ) als Nr. 4 aufgelistet.

Gibt es Informationen darüber, ob die Kugelschreiber- und Bleistifteinträge die gleiche Handschrift zeigen?

Ist es ( falls festgestellt ) die Handschrift der Isdal-Frau?

Unter der Annahme, es sind wirklich die vier Karten:

Dass man sich eine etwas großrahmigere Übersichtskarte und eine detailliertere Karte des Gebiets, in das man reist, zulegt, halte ich für nachvollziehbar.

Dass man die Übersichtskarte dann auch mitschleppt, schon weniger. Wer sich für eine Reise nach Skandinavien interessiert, weiß recht schnell, welche Länder da wie liegen, aber bitte.

Aber wozu braucht man drei identische Karten?

Als erste Möglichkeit fällt mir dazu ein, dass mindestens zwei davon an zwei Personen weitergegeben werden sollten. Die Eintragungen sollten möglicherweise einen einheitlichen Informationsstand ermöglichen.

"16/6" könnte ein Datum sein?

Die Bleistifteintragungen „Geilo 794m / Ustaoset 999m / Haugastøl 998m / Finse 1222m / Myrdal 867m“ sind Höhenangaben.

Die Orte liegen alle an der "Bergenbahn".

Wikipedia: Bergensbanen

Interessanterweise weichen die eingetragenen Höhenangaben etwas von denen in Wiki ab. Nicht viel, aber der Vollständigkeit halber erwähnt:

Eintrag: Geilo 794 m / Wiki: 794, 2 m
Ustaoset 999 m / 990,6 m
Haugastol 998 m / 988,0 m
Finse 1222 m / 1222,2 m
Myrdal 876 m / 866,8 m

Passend zum Besitz von Karten gesellt sich noch der Kompass.

"baranne" ist übrigens ein französischer Lederpflegemittelproduzent der gehobenen Preisklasse.
http://www.baranne.fr/

MfG

Dew


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30.08.2018 um 19:22
[@Tuxhater quote=tuxhater id=22849385]-Kleines Notizbuch, leer, aber dort eingelegt ein Foto „Madonna mit Kind“, eine englische Postkarte mit religiösem Motiv sowie eine norwegische Postkarte mit Wintermotiv

ich habe zu den Bildern einige Anmerkungen:
Madonna mit Kind, es wäre interessant zu wissen welche Mariendarstellung es genau. Es gibt fast nur Darstellungen von mit dem Jesuskind mit Ausnahme sehr alter Marienikonen z. B. die Advokata.
Der bestimmte Typus könnte uns grob die Nationalität oder den kulturellen Hintergrund benennen, die Schwarze Madonna von Tschenstochau würde zum Beispiel eher nach Polen weisen.
Die englische Postkarte mit religiösen Motiv, ich kann mir jetzt kein religiöses Motiv in England vorstellen das Abbildungswürdig wäre, als touristisches Highlight kämen viele Kirchen sicher in Frage oder Klosterruinen. Eine Postkarte aus Irland englisch beschrieben ist für mich leichter vorstellbar. Es könnte eine Postkarte mit Feiertagsgrüßen gemeint sein.
Bei der Postkarte aus Norwegen wäre interessant ob die Verstorbene in der Gegend dieses Motives gewesen war.
Leider sind die Bilder vermutlich nicht mehr erhalten.


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