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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

1.374 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Bremen, 2009 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

20.09.2026 um 18:30
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Das ist jetzt pure Küchenpsychologie ohne jedes Fundament.
Klar. Wir können ja alle nur von dem ausgehen was wir wissen und dann mehr oder weniger fundiert spekulieren.

Nicht anders als bei der Idee, dass sie Suizid begangen haben könnte und sie jemand dann nur "begraben" hat. Vieles ist möglich, aber es bleibt am Ende alles Spekulation.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

21.09.2026 um 20:16
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Da wäre es zumindest denkbar, dass sie Dinge wie Bargeld oder Schmuck "beiseite geschafft" hatte. Und dann die Pfändung des Autos in Kauf nahm, damit die Verwandten glauben sollten, sie hat nichts mehr.
Ich glaube nicht, das Nicolle noch irgend etwas wertvolles besaß.
Sie hätte sonst wohl die Pfändung ihres Autos verhindert.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wie @brigittsche oben schrieb, handelte es sich wohl nicht um eine wirklich große Erbschaft. Es war zudem von mehreren Verwandten mit Ansprüchen auf einen Pflichtteil die Rede.
Schön und gut. Aber bei dem Pflichtteil geht es immer nur um die Hälfte des Anspruchs der Kinder des Erblassers.
Also muss Nicole deutlich mehr bekommen haben. Fraglich, warum sie den Pflichtteil nicht zahlten konnte oder wollte.
Bestand das Erbe vielleicht aus einer Immobilie ?
Vielleicht die in der Nicole wohnte?
Wenn die "enterbten " Abkömmlinge ihren Pflichtteilsanspruch durchsetzten konnten, muss ja Vermögen vorhanden gewesen sein.

Warum sollte sie ihr Auto nicht "auslösen" und die Zwangsversteigerung verhindern, wenn sie denn noch Geld hätte ?
.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das Auto selbst zu verkaufen hätte ja nur Sinn gemacht, wenn man dann am Ende noch Geld übrig behält. Ansonsten könnte man den Dingen auch einfach ihren Lauf lassen.
.
Ein privater Verkauf hätte einen besseren Preis gebracht als eine Versteigerung.
Aber wieso hätte sie das tun wollen ?
Das hätte eigentlich nur Sinn, wenn die Pflichtteilsanspruch nicht höher als der Wert des KFZ wäre.
Oder sie wollte einen Deal mit niedrigerem Kauferlös im Vertrag
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Vielleicht interpretiere und spekulieren ich da zu viel rein, aber ich wäre am Vorabend der Zwangsvollstreckung unbedingt zum Hundesport und dann auf ein Date gegangen. Das wirkt auf mich schon sehr nach Kopf in den Sand stecken.
Na was soll sie denn machen ?
Zuhause sitzen und um ihr Auto trauern, das sie ja noch zur Verfügung hatte bis nächsten Tag.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

21.09.2026 um 20:35
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ich glaube nicht, das Nicolle noch irgend etwas wertvolles besaß.
Sie hätte sonst wohl die Pfändung ihres Autos verhindert.
Nicht, wenn die Verwandten sonst merken, dass sie etwas beiseite geschafft hat.

Wobei ich auch nicht glaube, dass sie noch irgendwelches Geld oder Wertgegenstände besessen hat.

Und ich denke auch, dass die Erbschaft gar nicht mal so groß war und nach dem Kauf des Autos auch nicht mehr viel davon übrig.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Schön und gut. Aber bei dem Pflichtteil geht es immer nur um die Hälfte des Anspruchs der Kinder des Erblassers.
Also muss Nicole deutlich mehr bekommen haben. Fraglich, warum sie den Pflichtteil nicht zahlten konnte oder wollte.
Nun, die Hälfte von nicht viel ist auch nur die Hälfte von nicht viel.

Und wenn ich alles was ich bekommen habe für ein Auto und evtl. auch noch meinen Lebensunterhalt ausgebe, dann habe ich ein Problem, wenn ich noch jemandem den Pflichtteil auszahlen muss, weil ja kein Geld mehr da ist.

Nehmen wir mal an (rein fiktive Zahlen!) sie hat 20.000 Euro bekommen und dann für 15.000 ein Auto gekauft. Und den Rest für den Lebensunterhalt, Hundefutter und was weiß ich noch ausgegeben.

Und dann wurde sie gerichtlich dazu verdonnert, 5.000 Euro an irgendwelche anderen Verwandten auszuzahlen. Da das Geld aber nicht mehr da war, hat man geschaut, was sie so an Wertgegenständen besitzt. Und da war dann das Auto das einzige, was noch irgendeinen Wert hatte.

Also wurde es gepfändet, selbst wenn es nur um 5.000 Euro ging, die sie aber nicht hatte.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

21.09.2026 um 21:20
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und ich denke auch, dass die Erbschaft gar nicht mal so groß war und nach dem Kauf des Autos auch nicht mehr viel davon übrig.
Das glaube ich auch
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und wenn ich alles was ich bekommen habe für ein Auto und evtl. auch noch meinen Lebensunterhalt ausgebe, dann habe ich ein Problem, wenn ich noch jemandem den Pflichtteil auszahlen muss, weil ja kein Geld mehr da ist.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und wenn ich alles was ich bekommen habe für ein Auto und evtl. auch noch meinen Lebensunterhalt ausgebe, dann habe ich ein Problem, wenn ich noch jemandem den Pflichtteil auszahlen muss, weil ja kein Geld mehr da ist.

Nehmen wir mal an (rein fiktive Zahlen!) sie hat 20.000 Euro bekommen und dann für 15.000 ein Auto gekauft. Und den Rest für den Lebensunterhalt, Hundefutter und was weiß ich noch ausgegeben.
Da gebe ich Dir komplett recht.
Höchstwahrscheinlich hat sie alles irgendwie ausgegeben.
Es dauert ja auch einige Zeit, bis der Pflichtteil geltend gemacht und eingeklagt wurde.
War halt dann schon weg.
Aber eine solche Pflichtteilsforderung gerichtlich durchzusetzten kostet auch eine Menge Geld.
( Anwalt, Gerichtsgebühren usw)
Das übersteigt leicht mal den "Restwert" des PKW.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

21.09.2026 um 21:29
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Bestand das Erbe vielleicht aus einer Immobilie ?
Vielleicht die in der Nicole wohnte?
Nein, sie wohnte zur Miete (die Vermieterin alarmierte die Polizei, weil der eine Hund alleine Zuhause war).


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

21.09.2026 um 21:49
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Aber eine solche Pflichtteilsforderung gerichtlich durchzusetzten kostet auch eine Menge Geld.
( Anwalt, Gerichtsgebühren usw)
Das übersteigt leicht mal den "Restwert" des PKW.
Manche Leute machen sowas vielleicht "aus Prinzip". Gerade Erbauseinandersetzungen haben ja ein ziemliches Potential sich darüber für Generationen zu zerstreiten.

Möglich, dass da jemand gedacht hat "und jetzt erst recht!", selbst wenn es eine Summe war, bei der man auch sagen könnte "Na gut, soll sie halt damit glücklich werden, dafür fange ich keinen Prozess an...."
Zitat von antheanthe schrieb:Nein, sie wohnte zur Miete (die Vermieterin alarmierte die Polizei, weil der eine Hund alleine Zuhause war).
Das stimmt. Allerdings hatte sie (ich konnte mich erinnern, dass wir schon mal drüber diskutiert hatten) angeblich ein Haus geerbt, dieses dann aber verkauft und von dem Geld das Auto gekauft:
Sie habe ein Haus geerbt, es verkauft und von dem Erlös den neuen Toyota angeschafft.
Quelle: https://www.weser-kurier.de/niedersachsen/getoetete-nicole-stindt-gibt-viele-raetsel-auf-doc7e42ql7r075ens0q9ud?reloc_action=artikel&reloc_label=/region_artikel,-Getoetete-Nicole-Stindt-gibt-viele-Raetsel-auf-_arid,98051.html

Ich gehe davon aus, dass es sich bei dem Haus um eine "Schrottimmobilie" gehandelt hat, die sie nicht bewohnen konnte oder wollte. Und die dann beim Verkauf nicht viel mehr als das Geld für ein neues Auto einbrachte (das nur zur Erklärung, bevor hier jetzt "Haus geerbt" schon wieder zu der Vorstellung führt, dass man dann ja reich wäre - denn nein, es gibt nicht nur Häuser in Grünwald bei München oder Hamburg-Blankenese).


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

21.09.2026 um 21:57
Nachtrag:

Hier ist auch von dem Haus die Rede:
Sie war Epileptikerin, trug eine Bandscheibenprothese, litt unter einem körperlichen Makel als Folge eines Geburtsfehlers, hatte keine geregelte Arbeit, lebte von Hartz IV und den Verkaufserlösen aus einem geerbten Haus. Sie musste sich mit Verwandten herumschlagen, die einen Pflichtteil an der Erbschaft einforderten und sogar versuchten, ihr ihren Toyota Corolla abspenstig zu machen – ein Zwangsvollstreckungstermin für das Fahrzeug war bereits anberaumt.
Quelle: https://www.kreiszeitung.de/lokales/oldenburg/harpstedt-ort52257/dichtung-wahrheit-vermischen-sich-1041461.html

Das alles deutet für mich darauf hin, dass sie das Geld bereits weitgehend ausgegeben hatte, als die Gerichtsentscheidung kam, dass sie noch etwas an die Verwandten zahlen muss. Und daher dann das Auto das einzige war, was von ihrem Besitz noch einen gewissen Wert hatte.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

21.09.2026 um 22:22
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das alles deutet für mich darauf hin, dass sie das Geld bereits weitgehend ausgegeben hatte, als die Gerichtsentscheidung kam, dass sie noch etwas an die Verwandten zahlen muss. Und daher dann das Auto das einzige war, was von ihrem Besitz noch einen gewissen Wert hatte.
Danke fürs Ergänzen, das klingt recht plausibel, was du da schreibst.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

21.09.2026 um 23:14
Danke an @anthe für sen Hinweis zu dem Haus.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich gehe davon aus, dass es sich bei dem Haus um eine "Schrottimmobilie" gehandelt hat, die sie nicht bewohnen konnte oder wollte. Und die dann beim Verkauf nicht viel mehr als das Geld für ein neues Auto einbrachte (das nur zur Erklärung, bevor hier jetzt "Haus geerbt" schon wieder zu der Vorstellung führt, dass man dann ja reich wäre - denn nein, es gibt nicht nur Häuser in Grünwald bei München oder Hamburg-Blankenese).
Das erklärt aber vielleicht auch, warum die erbberechtigten Verwandten tatsächlich damit bis vors Gericht gezogen sind. Wie Du schreibst, besteht bei vielen dann gleich die Vorstellung, dass ein Haus viel Wert sei, was eben manchmal auch nicht stimmt. Wenn da die Erwartungen, was das Haus wert war weit vom real erzielten Verlaufspreis lagen , dann liegt.es nahe, dass die Verwandten geklagt haben.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Aber eine solche Pflichtteilsforderung gerichtlich durchzusetzten kostet auch eine Menge Geld.
( Anwalt, Gerichtsgebühren usw)
Das übersteigt leicht mal den "Restwert" des PKW.
Das ist relativ, weil sich die Gebühren und auch das Anwaltshonorar am Streitwert orientieren. Allerdings dürfte, wenn NS ein Haus geerbt und verkauft hat, auch noch das Honorar für run Wertgutachten dazugekommen sein. Und dass schlägt auch noch mal richtig zu Buche.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Nehmen wir mal an (rein fiktive Zahlen!) sie hat 20.000 Euro bekommen und dann für 15.000 ein Auto gekauft. Und den Rest für den Lebensunterhalt, Hundefutter und was weiß ich noch ausgegeben.
Der Pflichtteilsanspruch war ja gerichtlich schon durchgesetzt, d.h. dass dercateitpunkt des Erbes schon 1 1/2 bis 2 Jahre zurückgelegen haben dürfte; so lange dauert so ein Verfahren locker. Und in der Zeit kann man schon einiges für den Lebensunterhalt ausgeben, wenn man mit dem HartzIV-Satz nicht auskommt. Nicht unwahrscheinlich, dass in so einem Zeitraum auch mal eine Autoreparatur oder bei zwei Hunden eine Tierarztrechnung anfällt.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

21.09.2026 um 23:24
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und in der Zeit kann man schon einiges für den Lebensunterhalt ausgeben, wenn man mit dem HartzIV-Satz nicht auskommt. Nicht unwahrscheinlich, dass in so einem Zeitraum auch mal eine Autoreparatur oder bei zwei Hunden eine Tierarztrechnung anfällt.
Zumal es doch, wenn ich mich richtig erinnere, bei Hartz IV so war, dass man sein eigenes Vermögen bis zu einem bestimmten (niedrigen) Betrag aufbrauchen musste, bevor man diese Leistung überhaupt bekam.

Das spricht zusätzlich dafür, dass von dem Verkauf des Hauses nicht mehr viel übrig war.

Mir ist zwar nicht so ganz klar, wie sie das Haus verkaufen konnte bevor die ganze Erbschaft geregelt war, aber irgendwie muss es ja gegangen sein.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

22.09.2026 um 00:21
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Das ist relativ, weil sich die Gebühren und auch das Anwaltshonorar am Streitwert orientieren. Allerdings dürfte, wenn NS ein Haus geerbt und verkauft hat, auch noch das Honorar für run Wertgutachten dazugekommen sein. Und dass schlägt auch noch mal richtig zu Buche.
Also ich habe vor 15 Jahren ca 5.000,- an Anwalts und Gerichtsgebühren bezahlt.
Viel mehr kam dann auch nicht heraus.

Vielleicht gab es auch noch Stress mit den Erben, weil diese der Meinung waren , das Nicole so viel wie ihr möglich war, zur Seite geschafft hat.
Da verhärten sichg schnell die Fronten.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

22.09.2026 um 16:54
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Vielleicht gab es auch noch Stress mit den Erben, weil diese der Meinung waren , das Nicole so viel wie ihr möglich war, zur Seite geschafft hat.
Da verhärten sichg schnell die Fronten.
Ja denke ich auch, dass das naheliegend ist und wohl sogar auch zutrifft. Die hat geerbt und das geerbte Geld ausgegeben, obwohl die wusste, dass das Verfahren lief und die Verwandten auf ihren jeweiligen Anteil bestehen.
Als es dann soweit war, war kein flüssiges Geld mehr vorhanden, dedhalb sollte sie ja eine eidesstattliche Versicherung abgeben.

Ich glaube nicht mal, dass sie das mutwillig so gemacht hat. Nein Eindruck ist vielmehr, dass sie nicht mit Geld umgehen konnte und diesbezüglich wenig vorrausschauend agiert hat.

Ich de ke aber, dass das mit dem Mord nichts zu tun hat. Gläubiger haben nichts davon, wenn ein Mensch verschwindet, dadurch entsteht eine rechtlich irgendwie schwebende Situation und msn kann den Verschwundenen nicht einfach güt tot erklären lassen, um an das Erbe zu kommen.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

22.09.2026 um 18:16
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Nein Eindruck ist vielmehr, dass sie nicht mit Geld umgehen konnte und diesbezüglich wenig vorrausschauend agiert hat.
Ich würde auch denken, dass sie mit der Situation überfordert war. Sie hatte vermutlich auch vorher nie wirklich viel Geld und dann kam auf einmal (für ihre Verhältnisse!) so ein "Reichtum". Da wird sie vermutlich eher impulsiv gehandelt haben und nicht gerade vorausschauend (was übrigens nicht abwertend gemeint ist).
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Gläubiger haben nichts davon, wenn ein Mensch verschwindet, dadurch entsteht eine rechtlich irgendwie schwebende Situation und msn kann den Verschwundenen nicht einfach güt tot erklären lassen, um an das Erbe zu kommen.
Eben, das ist der Punkt. Anders als sich das einige User in solchen Fällen vorzustellen scheinen, läuft das eben nicht nach dem Motto: "Die ist ja nun weg, dann dürfen wir alles behalten....". Sondern das kann über Jahre gehen und mit ziemlicher Mühe verbunden sein.

Ganz abgesehen davon, dass es hier ja wohl, außer dem Auto, nichts zu holen gab. Und wenn man dann wiederum als ihr Erbe noch die Auflösung der Wohnung bezahlen darf, bleibt doch nicht wirklich etwas übrig.

Es sei denn, sie hätte tatsächlich noch irgendetwas beiseite geschafft, dass jemand durch den Mord an sich bringen wollte. Aber das glaube ich nicht, wahrscheinlich hätte sie das auch schon "durchgebracht".

Deshalb denke ich allenfalls, dass jemand, der von der Erbschaft gehört hat bzw. dem sie das (mit Übertreibungen?) erzählt hat, glaubte, dort wäre etwas zu holen, was dann aber gar nicht der Fall war.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

22.09.2026 um 19:45
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Deshalb denke ich allenfalls, dass jemand, der von der Erbschaft gehört hat bzw. dem sie das (mit Übertreibungen?) erzählt hat, glaubte, dort wäre etwas zu holen, was dann aber gar nicht der Fall war.
Wobei ich dann erwartet hätte, dass ihre Wohnung durchsucht worden wäre, um nach Geld zu suchen.

Ich gehe eher davon aus, dass der Mord mit ihrem letzten Date zusammenhängt. Dafür spricht für mich, dass der Hund , den sie dabei hatte und den sie offenbar auch mit zu dem Date nehmen wollte, ausgesetzt wurde. Daraus schließe ich, dass sie nachdem sie den Hundeplatz verlassen hat, nicht mehr in ihre Wohnung zurückgekehrt ist. Die Tat muss an drm Abend bzw. In der Nacht passiert sein, denn das yauto und der Hund wurden ja schon am nächsten Tag gefunden.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

22.09.2026 um 20:25
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wobei ich dann erwartet hätte, dass ihre Wohnung durchsucht worden wäre, um nach Geld zu suchen.
Ja, das ist der Schwachpunkt dieser Theorie.

Wobei es natürlich auch Gründe geben kann, warum der Täter das dann doch nicht gemacht hat. Z. B. weil er merkte, dass da noch ein Hund in der Wohnung ist, der zu bellen anfängt/anfangen könnte wenn ein Fremder reinkommt.

Oder weil das Verschwinden schon sehr früh bemerkt wurde und der Täter sich dann nicht mehr getraut hat, reinzugehen weil er Angst hatte, dass die Wohnung überwacht wird.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

22.09.2026 um 22:36
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Wobei es natürlich auch Gründe geben kann, warum der Täter das dann doch nicht gemacht hat. Z. B. weil er merkte, dass da noch ein Hund in der Wohnung ist, der zu bellen anfängt/anfangen könnte wenn ein Fremder reinkommt.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Oder weil das Verschwinden schon sehr früh bemerkt wurde und der Täter sich dann nicht mehr getraut hat, reinzugehen weil er Angst hatte, dass die Wohnung überwacht wird.
Beides gute Argumente, das hatte ich nicht bedacht, dass es sich ja auch um eine unvollendete Tat, zumindest in Bezug auf die erwünschte Beute, handeln kann.
V.a. der bellende Hund ist für mich wirklich ei Argument, warum der Täter die Wohnung nicht betreten hat obwohl es vielleicht anders geplant war. Der Hund kann schon beim ersten Griff an die Tür angeschlagen haben.
Und trotz dem aufwendigen Verstecken der Leiche ist das Verschwinden von NS wegen des Autos, dem aufgesetzten und dem zurückgelassenen Hund ja sehr schnell aufgefallen.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

22.09.2026 um 23:15
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich de ke aber, dass das mit dem Mord nichts zu tun hat. Gläubiger haben nichts davon, wenn ein Mensch verschwindet, dadurch entsteht eine rechtlich irgendwie schwebende Situation und msn kann den Verschwundenen nicht einfach güt tot erklären lassen, um an das Erbe zu kommen.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich würde auch denken, dass sie mit der Situation überfordert war. Sie hatte vermutlich auch vorher nie wirklich viel Geld und dann kam auf einmal (für ihre Verhältnisse!) so ein "Reichtum". Da wird sie vermutlich eher impulsiv gehandelt haben und nicht gerade vorausschauend (was übrigens nicht abwertend gemeint ist).
Wir wissen es nicht.
Aber ich könnte mir vorstellen, das die Frau rechtlich gar nicht so bewandert war und im Glaube, sie sei Alleinerbin sich auch entsprechend was gönnte.
Dann kamen die pflichtteilsberechtigten Verwandten und sahen, sie lebt jetzt gut, also ist da vielleicht noch was zu holen
Nicolle hatte aber kein Geld mehr um die Ansprüche zu befriedigen.
Das Ganze ging dann vor Gericht, die Pflichtteile wurden eingeklagt.
Irgendwann dann kam ein Schreiben vom Gerichtsvollzieher, der dann den Wagen pfändete um zumindest einen Teil der Ansprüche durchzusetzen.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

22.09.2026 um 23:26
Die Theorie, das ein fremder Mann, an ihr Erbe gewollt hat, also einen einfachen Raubmord glaube ich nicht.

Sie hätte doch doch mit niemanden Fremden über ihr Erbe gesprochen.
Wie soll denn jemand auf die Idee kommen die Frau deshalb zu ermorden ?
Und dann noch das schweisstreibende
Begräbniss
Das passrt absolut nicht

Selbst wenn sie jemanden erzählt hätte, den Toyota Kombi von ihrem Erbe bezahlt zu haben.
Da sieht doch auch jeder, das das kein großes Vermögen gewesen sein kann.
Sonst wäre sie mit ner Mercedes G Klasse o.Ä. zum Hundesport.

Nicht jeder, der Opas Scheune erbt ist deshalb reich.

Ich kann mir schon vorstellen, das das Thema "Erbe" hier eine Rolle spielt , aber eben Anders.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

23.09.2026 um 00:26
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Sie hätte doch doch mit niemanden Fremden über ihr Erbe gesprochen.
Wie soll denn jemand auf die Idee kommen die Frau deshalb zu ermorden ?
Zumal über "das Erbe" zu sprechen in den letzten Monaten ihres Lebens sicher nicht positiv Inhalte bedeutet haben dürfte. Das war längst aufgebraucht, stattdessen dürften ihr unangenehme Schreiben von Anwälten, Gericht und Gerichtsvollziehet ins Haus getrudelt sein. Insofern halte ich es für wahrscheinlicher, dass wenn das Erbe mit einer der Männerbekanntschaften Them war, es eher um die daraus resultierenden Geldprobleme ald um plötzlichen Reichtum ging. Da dürfte also rauszuholen gewesen sein, dass bei NS nicht viel zu holen ist.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

23.09.2026 um 07:56
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Sie hätte doch doch mit niemanden Fremden über ihr Erbe gesprochen.
Woher weiß man denn das?

Ich finde, es gab schon Gründe, warum sie, auch mit einem flüchtigen Bekannten, darüber gesprochen haben könnte:

1) Sie hat sich darüber einfach so gefreut, dass sie es erzählen wollte.
2) Dann hat sie sich darüber geärgert, dass ihre Verwandten ihr wieder etwas "wegnehmen" wollten. Auch das musste sie vielleicht "loswerden".
3) Die bevorstehende Pfändung des Autos war auch ganz praktisch ein Problem, da sie dann weniger mobil war. Auch das erzählt man, z. B. weil man nicht zu einem Treffpunkt kommen kann. Und da könnte sie dann eben erklärt haben, warum sie bald kein Auto mehr haben würde.
4) Wenn sie, wie bei XY gezeigt, nur ein geringes Selbstvertrauen hatte, könnte die Erbschaft für sie etwas gewesen sein, mit dem sie sich "interessanter" machen konnte.


Es stimmt aber natürlich, was @Grillage schrieb
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Zumal über "das Erbe" zu sprechen in den letzten Monaten ihres Lebens sicher nicht positiv Inhalte bedeutet haben dürfte. Das war längst aufgebraucht, stattdessen dürften ihr unangenehme Schreiben von Anwälten, Gericht und Gerichtsvollziehet ins Haus getrudelt sein.
Nur: Wenn man das überlegt, was als Grund für ein Gespräch über die Erbschaft in Frage kommt (sich interessant machen, Freude über das Geld), dann kann man das auch als Grund nehmen, warum sie die Sache eher positiv dargestellt hat. Gleich bei einem neuen Bekannten mit der Tür ins Haus fallen und dem erzählen, dass man fast pleite ist, macht ja jetzt auch nicht unbedingt den guten Eindruck. Und manche Leute neigen auch dazu, den Ärger zu verdrängen, bis dann eben der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht und das Auto pfändet.

Natürlich weiß man es nicht, aber ich halte so etwas zumindest für wahrscheinliche, als dass sie irgendein Miterbe umgebracht hat.

Und wer verdrängt, erzählt natürlich nicht.


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