Nightrider64 schrieb:Sie hätte doch doch mit niemanden Fremden über ihr Erbe gesprochen.
Woher weiß man denn das?
Ich finde, es gab schon Gründe, warum sie, auch mit einem flüchtigen Bekannten, darüber gesprochen haben könnte:
1) Sie hat sich darüber einfach so gefreut, dass sie es erzählen wollte.
2) Dann hat sie sich darüber geärgert, dass ihre Verwandten ihr wieder etwas "wegnehmen" wollten. Auch das musste sie vielleicht "loswerden".
3) Die bevorstehende Pfändung des Autos war auch ganz praktisch ein Problem, da sie dann weniger mobil war. Auch das erzählt man, z. B. weil man nicht zu einem Treffpunkt kommen kann. Und da könnte sie dann eben erklärt haben, warum sie bald kein Auto mehr haben würde.
4) Wenn sie, wie bei XY gezeigt, nur ein geringes Selbstvertrauen hatte, könnte die Erbschaft für sie etwas gewesen sein, mit dem sie sich "interessanter" machen konnte.
Es stimmt aber natürlich, was
@Grillage schrieb
Grillage schrieb:Zumal über "das Erbe" zu sprechen in den letzten Monaten ihres Lebens sicher nicht positiv Inhalte bedeutet haben dürfte. Das war längst aufgebraucht, stattdessen dürften ihr unangenehme Schreiben von Anwälten, Gericht und Gerichtsvollziehet ins Haus getrudelt sein.
Nur: Wenn man das überlegt, was als Grund für ein Gespräch über die Erbschaft in Frage kommt (sich interessant machen, Freude über das Geld), dann kann man das auch als Grund nehmen, warum sie die Sache eher positiv dargestellt hat. Gleich bei einem neuen Bekannten mit der Tür ins Haus fallen und dem erzählen, dass man fast pleite ist, macht ja jetzt auch nicht unbedingt den guten Eindruck. Und manche Leute neigen auch dazu, den Ärger zu verdrängen, bis dann eben der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht und das Auto pfändet.
Natürlich weiß man es nicht, aber ich halte so etwas zumindest für wahrscheinliche, als dass sie irgendein Miterbe umgebracht hat.
Und wer verdrängt, erzählt natürlich nicht.