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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

1.359 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Bremen, 2009 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 16:00
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich finde, es gab schon Gründe, warum sie, auch mit einem flüchtigen Bekannten
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:4) Wenn sie, wie bei XY gezeigt, nur ein geringes Selbstvertrauen hatte, könnte die Erbschaft für sie etwas gewesen sein, mit dem sie sich "interessanter" machen konnte.
Und das ist gar kein weltfremder Grund. Das machen nicht allzu wenige. Zudem es bei vielen auch auf Interesse stößt, wenn man von (scheinbarem) Reichtum und Statussymbolen spricht. Gerade beim Daren wird doch gerne aufgetrumpft und sich besser gemacht, als man eigentlich ist.
Bspw. jemand spricht davon, ein größeres Grundstück vom Großvater vät. geerbt zu haben. Huiii…
Dass das Grundstück ganze 3€ Grundsteuer im Jahr kostet, weil es so mies liegt und man nichts darauf bauen kann, als vielleicht eine schnieke Hundehütte…wozu erwähnen?
Oder dass jemand einen Grafentitel hat…dass es sich damit um 1qm Grund handelt und man die Titel auf eBay für einen guten Zweck „versteigert“ hat…wozu erwähnen?

Sich selbst erhöhen (von einigen hier ja auch in unterschiedlichen Formen mit Passion gelebt) ist nicht selten. Und manche bauen eben darauf ihren Selbstwert auf, sich (über andere) zu erhöhen.
Zudem es leider auch wirklich so ist, dass man oft anders behandelt wird, wenn man (realistisch) dick aufträgt.
Leider selbst so mit dem Grafentitel im Bezug auf Angehörigenverhalten in der Pflege erlebt. Und das war nur ein Versuch. Sehr traurig.

Wir wissen nicht, 1. wieviel Nicole Stindt geerbt hat (und was ihr vielleicht sogar schon im Vorfeld von den Großeltern gegeben wurde…20.000€ in 10 Jahren sind ja steuerfrei verschenkbar) und 2. wie sie damit umgegangen ist.
Aber möglicherweise hat sie versucht sich mit „Ich hab‘ geerbt…“ etwas interessanter zu machen. Nachvollziehbar wäre es.

Wer weiß auch, ob nicht jemand in der Wohnung war; der Schlüssel ist ja bis heute weg? Wir wissen doch gar nicht, mit wem sie sich schon vorher alles (auch Zuhause) getroffen hat und ob vielleicht der Hund, der zu Hause blieb, diese Person nicht schon kannte und daher still blieb, bis die Person ging, bzw. der Hund dringende Bedürfnisse bekam.
Egal ob Angehöriger oder Datepartner.

Sie hat ja auf dem Hundeplatz wohl nicht erzählt, ob es sich um ein erstes Date handelt oder ein Folgedate.

Und bis Nicole Stindt gefunden wurde, war die Annahme doch eher Suizid; so dass in der Wohnung auch keine Spuren gesichert wurden und nach neun Monaten gab es die Wohnung in der Form ziemlich sicher nicht mehr. Die Angehörigen hätten sicher nicht die Miete gezahlt, wenn sie schon prozessieren.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 18:16
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Sich selbst erhöhen (von einigen hier ja auch in unterschiedlichen Formen mit Passion gelebt) ist nicht selten. Und manche bauen eben darauf ihren Selbstwert auf, sich (über andere) zu erhöhen.
Das würde ich im Bezug auf NS nicht so sehr sehen - also dass sie sich über andere "erhöhen" wollte.

Sondern eher, weil sie ein geringes Selbstwertgefühl hatte ("Ich bin arbeitslos, zu dick, krank und arm, wer soll sich denn schon für mich interessieren?") wollte sie vielleicht ihre Handicaps und Probleme nicht gerade als erstes nennen, sondern so tun als sei sie "mehr wert". Und was hätte sie da schon groß nennen können, als die Erbschaft um irgendwie von ihren "Makeln" abzulenken?

(Wohlgemerkt: Ich schreibe hier was sie möglicherweise von sich dachte, das ist weder meine Meinung noch würde ich es gerechtfertigt halten, so über sie zu reden.)
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:er weiß auch, ob nicht jemand in der Wohnung war; der Schlüssel ist ja bis heute weg? Wir wissen doch gar nicht, mit wem sie sich schon vorher alles (auch Zuhause) getroffen hat und ob vielleicht der Hund, der zu Hause blieb, diese Person nicht schon kannte und daher still blieb, bis die Person ging, bzw. der Hund dringende Bedürfnisse bekam.
Egal ob Angehöriger oder Datepartner.
Kann gut sein - ich würde einmal denken, dass die Wohnung bereits aufgelöst war, als man sie gefunden hat und es klar war, dass es sich wohl um Mord handelt. Da konnte man sicher keine Spuren mehr dokumentieren weil das Inventar längst weg war und jemand anderer dort wohnte.

Es gab ja wohl weder Kampfspuren in der Wohnung, noch war sie durchwühlt- da hat man wahrscheinlich wirklich keine genaue Untersuchung gemacht.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 19:36
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich würde auch denken, dass sie mit der Situation überfordert war. Sie hatte vermutlich auch vorher nie wirklich viel Geld und dann kam auf einmal (für ihre Verhältnisse!) so ein "Reichtum". Da wird sie vermutlich eher impulsiv gehandelt haben und nicht gerade vorausschauend (was übrigens nicht abwertend gemeint ist).
Mag sein, aber was soll das mit dem, Mord zu tun haben ?
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ganz abgesehen davon, dass es hier ja wohl, außer dem Auto, nichts zu holen gab.
Eben. Und das sie dieses Model fuhr spricht nicht gerade von Reichtum
Zitat von GrillageGrillage schrieb:nsofern halte ich es für wahrscheinlicher, dass wenn das Erbe mit einer der Männerbekanntschaften Them war, es eher um die daraus resultierenden Geldprobleme ald um plötzlichen Reichtum ging. Da dürfte also rauszuholen gewesen sein, dass bei NS nicht viel zu holen ist.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Sie hätte doch doch mit niemanden Fremden über ihr Erbe gesprochen.
Woher weiß man denn das?
Ich thematisiere doch nicht beim ersten Treffen mein Erbe.
Selbst wenn das Gespräch zufällig in die Richung führen würde, etwa indem sie gegenüber ihrem Date erzählen würde, den Kombi von einer Erbschaft gekauft zu haben, ist das doch eher keinen Grund da noch den großen Reichtum zu vermuten.
Wäre sie vielleicht schon etwas "enger", würde sie sicherlich von dem ganzen Theater mit der Erberei und der Pfändung berichten.
Da man einer insolventen Frau nicht in die Tasche greifen kann macht einen Raubmord absolut sinnlos.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:) Die bevorstehende Pfändung des Autos war auch ganz praktisch ein Problem, da sie dann weniger mobil war. Auch das erzählt man, z. B. weil man nicht zu einem Treffpunkt kommen kann. Und da könnte sie dann eben erklärt haben, warum sie bald kein Auto mehr haben würde.
Mag sein.
Aber wo liegt dann das Motiv, wenn Raub praktisch ausfält?
Auch die Ablage der Leiche mit dem stundenlangen Graben, spricht nicht dafür, das man sie eigentlich nur berauben wollte.

Welchen Grund kann es gehabt haben, das der Täter die Leiche so gut versteckte und dafür eine Stundenlange Schinderei in Kauf nahm ?
Warum wurde sie nahezu aufgebettet ?
Das sehe ich als die zu klärenden Fragen.

Einen Raubmörder würde es weniger interessieren, die Leiche so gut zu verstecken
Der Täter muss gewollt haben, das sie nie oder erst später entdeckt wird, um Suizid spekuliert wird, oder um ein sonstiges freiwilliges Verschwinden.

Das bedeutet für mich, das jemand versucht hat, die Tat zu verschleiern und falsche Spuren zu legen weil er/sie befürchten musste in den Kreis der Ermittler zu geraten oder Spuren hinterlassen zu haben.

Gleichzeitig wird sie fast aufgebettet begraben.
Das passt auch nicht auf ein Blind Date an diesem Abend als Täter.
Ich persönlich tippe da eher auf einen Ihr schon vorher bekannten Menschen.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 21:04
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Das passt auch nicht auf ein Blind Date an diesem Abend als Täter.
Nein, das glaube ich auch nicht.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ich persönlich tippe da eher auf einen Ihr schon vorher bekannten Menschen.
Ja, das nehme ich auch an.

Aber eben auch niemand aus ihrem engeren Umfeld oder ihrer Familie.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ich thematisiere doch nicht beim ersten Treffen mein Erbe.
Wo habe ich denn behauptet, dass es beim ersten Treffen besprochen wurde?

Man kann sich durchaus auch mehrmals mit jemandem treffen und schauen, wie sich das entwickelt. Und wenn man das Gefühl hat, es könnte was werden, erzählt man dann vielleicht auch Dinge um jemanden zu überzeugen.


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