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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

1.378 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Bremen, 2009 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

23.09.2026 um 16:00
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich finde, es gab schon Gründe, warum sie, auch mit einem flüchtigen Bekannten
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:4) Wenn sie, wie bei XY gezeigt, nur ein geringes Selbstvertrauen hatte, könnte die Erbschaft für sie etwas gewesen sein, mit dem sie sich "interessanter" machen konnte.
Und das ist gar kein weltfremder Grund. Das machen nicht allzu wenige. Zudem es bei vielen auch auf Interesse stößt, wenn man von (scheinbarem) Reichtum und Statussymbolen spricht. Gerade beim Daren wird doch gerne aufgetrumpft und sich besser gemacht, als man eigentlich ist.
Bspw. jemand spricht davon, ein größeres Grundstück vom Großvater vät. geerbt zu haben. Huiii…
Dass das Grundstück ganze 3€ Grundsteuer im Jahr kostet, weil es so mies liegt und man nichts darauf bauen kann, als vielleicht eine schnieke Hundehütte…wozu erwähnen?
Oder dass jemand einen Grafentitel hat…dass es sich damit um 1qm Grund handelt und man die Titel auf eBay für einen guten Zweck „versteigert“ hat…wozu erwähnen?

Sich selbst erhöhen (von einigen hier ja auch in unterschiedlichen Formen mit Passion gelebt) ist nicht selten. Und manche bauen eben darauf ihren Selbstwert auf, sich (über andere) zu erhöhen.
Zudem es leider auch wirklich so ist, dass man oft anders behandelt wird, wenn man (realistisch) dick aufträgt.
Leider selbst so mit dem Grafentitel im Bezug auf Angehörigenverhalten in der Pflege erlebt. Und das war nur ein Versuch. Sehr traurig.

Wir wissen nicht, 1. wieviel Nicole Stindt geerbt hat (und was ihr vielleicht sogar schon im Vorfeld von den Großeltern gegeben wurde…20.000€ in 10 Jahren sind ja steuerfrei verschenkbar) und 2. wie sie damit umgegangen ist.
Aber möglicherweise hat sie versucht sich mit „Ich hab‘ geerbt…“ etwas interessanter zu machen. Nachvollziehbar wäre es.

Wer weiß auch, ob nicht jemand in der Wohnung war; der Schlüssel ist ja bis heute weg? Wir wissen doch gar nicht, mit wem sie sich schon vorher alles (auch Zuhause) getroffen hat und ob vielleicht der Hund, der zu Hause blieb, diese Person nicht schon kannte und daher still blieb, bis die Person ging, bzw. der Hund dringende Bedürfnisse bekam.
Egal ob Angehöriger oder Datepartner.

Sie hat ja auf dem Hundeplatz wohl nicht erzählt, ob es sich um ein erstes Date handelt oder ein Folgedate.

Und bis Nicole Stindt gefunden wurde, war die Annahme doch eher Suizid; so dass in der Wohnung auch keine Spuren gesichert wurden und nach neun Monaten gab es die Wohnung in der Form ziemlich sicher nicht mehr. Die Angehörigen hätten sicher nicht die Miete gezahlt, wenn sie schon prozessieren.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

23.09.2026 um 18:16
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Sich selbst erhöhen (von einigen hier ja auch in unterschiedlichen Formen mit Passion gelebt) ist nicht selten. Und manche bauen eben darauf ihren Selbstwert auf, sich (über andere) zu erhöhen.
Das würde ich im Bezug auf NS nicht so sehr sehen - also dass sie sich über andere "erhöhen" wollte.

Sondern eher, weil sie ein geringes Selbstwertgefühl hatte ("Ich bin arbeitslos, zu dick, krank und arm, wer soll sich denn schon für mich interessieren?") wollte sie vielleicht ihre Handicaps und Probleme nicht gerade als erstes nennen, sondern so tun als sei sie "mehr wert". Und was hätte sie da schon groß nennen können, als die Erbschaft um irgendwie von ihren "Makeln" abzulenken?

(Wohlgemerkt: Ich schreibe hier was sie möglicherweise von sich dachte, das ist weder meine Meinung noch würde ich es gerechtfertigt halten, so über sie zu reden.)
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:er weiß auch, ob nicht jemand in der Wohnung war; der Schlüssel ist ja bis heute weg? Wir wissen doch gar nicht, mit wem sie sich schon vorher alles (auch Zuhause) getroffen hat und ob vielleicht der Hund, der zu Hause blieb, diese Person nicht schon kannte und daher still blieb, bis die Person ging, bzw. der Hund dringende Bedürfnisse bekam.
Egal ob Angehöriger oder Datepartner.
Kann gut sein - ich würde einmal denken, dass die Wohnung bereits aufgelöst war, als man sie gefunden hat und es klar war, dass es sich wohl um Mord handelt. Da konnte man sicher keine Spuren mehr dokumentieren weil das Inventar längst weg war und jemand anderer dort wohnte.

Es gab ja wohl weder Kampfspuren in der Wohnung, noch war sie durchwühlt- da hat man wahrscheinlich wirklich keine genaue Untersuchung gemacht.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

23.09.2026 um 19:36
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich würde auch denken, dass sie mit der Situation überfordert war. Sie hatte vermutlich auch vorher nie wirklich viel Geld und dann kam auf einmal (für ihre Verhältnisse!) so ein "Reichtum". Da wird sie vermutlich eher impulsiv gehandelt haben und nicht gerade vorausschauend (was übrigens nicht abwertend gemeint ist).
Mag sein, aber was soll das mit dem, Mord zu tun haben ?
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ganz abgesehen davon, dass es hier ja wohl, außer dem Auto, nichts zu holen gab.
Eben. Und das sie dieses Model fuhr spricht nicht gerade von Reichtum
Zitat von GrillageGrillage schrieb:nsofern halte ich es für wahrscheinlicher, dass wenn das Erbe mit einer der Männerbekanntschaften Them war, es eher um die daraus resultierenden Geldprobleme ald um plötzlichen Reichtum ging. Da dürfte also rauszuholen gewesen sein, dass bei NS nicht viel zu holen ist.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Sie hätte doch doch mit niemanden Fremden über ihr Erbe gesprochen.
Woher weiß man denn das?
Ich thematisiere doch nicht beim ersten Treffen mein Erbe.
Selbst wenn das Gespräch zufällig in die Richung führen würde, etwa indem sie gegenüber ihrem Date erzählen würde, den Kombi von einer Erbschaft gekauft zu haben, ist das doch eher keinen Grund da noch den großen Reichtum zu vermuten.
Wäre sie vielleicht schon etwas "enger", würde sie sicherlich von dem ganzen Theater mit der Erberei und der Pfändung berichten.
Da man einer insolventen Frau nicht in die Tasche greifen kann macht einen Raubmord absolut sinnlos.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:) Die bevorstehende Pfändung des Autos war auch ganz praktisch ein Problem, da sie dann weniger mobil war. Auch das erzählt man, z. B. weil man nicht zu einem Treffpunkt kommen kann. Und da könnte sie dann eben erklärt haben, warum sie bald kein Auto mehr haben würde.
Mag sein.
Aber wo liegt dann das Motiv, wenn Raub praktisch ausfält?
Auch die Ablage der Leiche mit dem stundenlangen Graben, spricht nicht dafür, das man sie eigentlich nur berauben wollte.

Welchen Grund kann es gehabt haben, das der Täter die Leiche so gut versteckte und dafür eine Stundenlange Schinderei in Kauf nahm ?
Warum wurde sie nahezu aufgebettet ?
Das sehe ich als die zu klärenden Fragen.

Einen Raubmörder würde es weniger interessieren, die Leiche so gut zu verstecken
Der Täter muss gewollt haben, das sie nie oder erst später entdeckt wird, um Suizid spekuliert wird, oder um ein sonstiges freiwilliges Verschwinden.

Das bedeutet für mich, das jemand versucht hat, die Tat zu verschleiern und falsche Spuren zu legen weil er/sie befürchten musste in den Kreis der Ermittler zu geraten oder Spuren hinterlassen zu haben.

Gleichzeitig wird sie fast aufgebettet begraben.
Das passt auch nicht auf ein Blind Date an diesem Abend als Täter.
Ich persönlich tippe da eher auf einen Ihr schon vorher bekannten Menschen.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

23.09.2026 um 21:04
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Das passt auch nicht auf ein Blind Date an diesem Abend als Täter.
Nein, das glaube ich auch nicht.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ich persönlich tippe da eher auf einen Ihr schon vorher bekannten Menschen.
Ja, das nehme ich auch an.

Aber eben auch niemand aus ihrem engeren Umfeld oder ihrer Familie.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ich thematisiere doch nicht beim ersten Treffen mein Erbe.
Wo habe ich denn behauptet, dass es beim ersten Treffen besprochen wurde?

Man kann sich durchaus auch mehrmals mit jemandem treffen und schauen, wie sich das entwickelt. Und wenn man das Gefühl hat, es könnte was werden, erzählt man dann vielleicht auch Dinge um jemanden zu überzeugen.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

23.09.2026 um 23:38
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Das passt auch nicht auf ein Blind Date an diesem Abend als Täter.
Ist denn sicher, dass sie an dem Abend ein Blind Date hatte? Also dass sie an dem Abend mit jemandem zum ersten Mal persönlich verabredet war? Oder kann esysuch ein Treffen mit jemandem gewesen sein, dem sie schon öfter gedatet hat?

Es hieß ja, dass diese über diese Vermittlungsplattform mit sehr vielen Männern in Kontakt getreten ist. Aber sie muss sich ja nicht gleich nach den ersten drei ausgetauschten Zeilen mit jemandem persönlich verabredet haben. Vielleicht hat sie vorher auch jeweils länger mit jemandem gechattet. Ich würde nicht tun, aber manche Menschen fassen sehr schnell Vertrauen so dass sie ihr Erbe vorher vielleicht schon vorher per Chat- oder Telefonkontakt thematisiert hat. Und derjenige deshalb auch an dem Kontakt zu ihr drangeblieben ist.

Wobei ich das schon auch eher eine wilden Theorie finde. Einen Menschen umzubringen dürfte die allermeisten Menschen extreme Überwindung kosten, für viele nur in einer absoluten Ausnahmesituation realisierbar sein. Dass also jemand, der auf einer Partnerbörse unterwegs ist so einen Entschluss trifft, nur weil das Gegenüber, dass man noch nicht mal persönlich kennengelernt hat, was von einer gemachten Erbschaft erwähnt, klingt schon ein bisschen nach einem ausgedachten Plot für einen Whodunit-Krimi.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

24.09.2026 um 07:12
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Dass also jemand, der auf einer Partnerbörse unterwegs ist so einen Entschluss trifft, nur weil das Gegenüber, dass man noch nicht mal persönlich kennengelernt hat, was von einer gemachten Erbschaft erwähnt, klingt schon ein bisschen nach einem ausgedachten Plot für einen Whodunit-Krimi.
Das glaube ich auch nicht. Wenn es einen solchen Hintergrund gegeben haben sollte, dann kann ich mir das auch nur nach einer gewissen Zeit der Bekanntschaft vorstellen. Als es dann langsam "ernst" wurde, im dem Sinne, dass es auf die Frage zulief, ob daraus mehr wird als "wir gehen mal Kaffee trinken".


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

07.10.2026 um 14:53
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb am 19.09.2026:Ja, aber nochmal: Wenn ich meine Cousine, Schwester, Freundin aus der Schulzeit, was auch immer.... tot in ihrer Wohnung finde, warum in aller Welt komme ich dann auf die Idee, sie durch die Gegend zu schleppen und im Wald zu verbuddeln?

Mal abgesehen von dem Ärger, den man sich damit einhandelt: Man kann auch eine ganz normale, pietätvolle Beerdigung organisieren wenn einem die Person etwas bedeutet hat.
vollkommen absurde Idee, meiner Meinung nach. Ich denke nicht, dass jemand sie dort "beerdigen" wollte, der sie tot aufgefunden hat. Warum sollte jemand das tun wollen? Klar, natürlich könnte - rein theoretisch gesprochen - ein Verwandter die Beisetzungskosten scheuen und sich stattdessen in dieser Form ihrer entledigen wollen. Das dürfte aber zumindest statistisch sehr unwahrscheinlich sein.
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 20.09.2026:Wie @brigittsche oben schrieb, handelte es sich wohl nicht um eine wirklich große Erbschaft. Es war zudem von mehreren Verwandten mit Ansprüchen auf einen Pflichtteil die Rede. Insofern wird es da noch um Summen gegangen sein, für die man einen Menschen ermordet.
, genaueres wissen wir allerdings nicht. Auch ein kleines Vermögen kann sehr schnell aufgebraucht sein. Vielleicht hatte sie vorab Schulden. Ein Einkommen vom Amt wird keineswegs gereicht haben, um Miete, Lebensunterhalt plus Operation(en) ihrer Hunde, Auto, Hundesport usw. zu finanzieren. Wenn dann quasi vielleicht "nachträglich" noch Miterben um die Ecke kommen, die sich vielleicht wenig gekümmert haben und jetzt aber ihren Pflichtteil abrufen wollen, muss sie sie auszahlen. Also muss sie verkaufen, weil sie das Geld nicht herumliegen hat. Unter richterlicher Androhung dann mitunter als Zwangsversteigerung, oft weit unter Wert (1/3 etwa), und relativ zeitnah. Gleichzeitig hat ihr vielleicht das Amt ihre Zuwendungen gestrichen, weil sie ja geerbt hat - selbst wenn sie das Geld aktuell nicht flüssig hatte oder eben im Nachhinein noch Verwandte auszahlen musste. Da kann man schnell in eine wirklich präkäre Lage geraten.
Und: Wer nicht schonmal "so" geerbt hat, kann sich kaum vorstellen, was da abgeht.
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 21.09.2026:Das ist relativ, weil sich die Gebühren und auch das Anwaltshonorar am Streitwert orientieren. Allerdings dürfte, wenn NS ein Haus geerbt und verkauft hat, auch noch das Honorar für run Wertgutachten dazugekommen sein. Und dass schlägt auch noch mal richtig zu Buche.
Die Kosten orientieren sich eigentlich am Streitwert - oder eben am Aufwand des Anwalts. Das kann dann doch sehr schnell immens wertden...
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb am 22.09.2026:Die Theorie, das ein fremder Mann, an ihr Erbe gewollt hat, also einen einfachen Raubmord glaube ich nicht.

Sie hätte doch doch mit niemanden Fremden über ihr Erbe gesprochen.
Wie soll denn jemand auf die Idee kommen die Frau deshalb zu ermorden ?
Doch, genau das wurde mehrfach gesagt, dass sie eben sehr freizügig mit der Information der Erbschaft umgegangen ist.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb am 23.09.2026:Ich persönlich tippe da eher auf einen Ihr schon vorher bekannten Menschen.
Ich gehe auch davon aus, dass sie den Täter bereits mehr oder weniger gut kannte. Und möglicherweise war der auch bereits vorher in ihrer Wohnung, kannte auch ihren anderen Hund. Die Hunde werden ja by the way auch dann gleich anderweitig untergebracht worden sein und haben daher sicherlich kein Hindernis dargestellt. Wie schnell hat die Polizei wohl die Wohnung abgesperrt, i.S. eines möglichen Tatorts?


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

07.10.2026 um 16:27
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Ein Einkommen vom Amt wird keineswegs gereicht haben, um Miete, Lebensunterhalt plus Operation(en) ihrer Hunde, Auto, Hundesport usw. zu finanzieren. Wenn dann quasi vielleicht "nachträglich" noch Miterben um die Ecke kommen, die sich vielleicht wenig gekümmert haben und jetzt aber ihren Pflichtteil abrufen wollen, muss sie sie auszahlen. Also muss sie verkaufen, weil sie das Geld nicht herumliegen hat.
So stelle ich mir das auch vor. Hier wird ja oft "Erbschaft" gleichgesetzt mit "Oh, man bekommt ein Millionenvermögen, Immobilien und wertvollen Schmuck und dann hat man für den Rest seines Lebens ausgesorgt!"

Aber das ist doch nur in den seltensten Fällen so. Und gerade bei NS habe ich jetzt nicht den Eindruck, als ob sie aus besonders wohlhabenden Verhältnissen kam so dass diese Erbschaft dann entsprechend üppig ausgefallen ist.

Also abgesehen von dem Haus vielleicht noch ein paar tausend Euro, von denen dann aber auch noch die Beerdigung der Großeltern bezahlt werden musste. Wobei das Ganze aber für sie wahrscheinlich doch "viel" gewesen ist, so dass sie mit der ganzen Situation überfordert war und das Geld vielleicht auch nicht gerade klug verwendet hat.

Und als dann, für sie überraschend, die Verwandten um die Ecke kamen, war halt nichts mehr da. So dass der letzte Gegenstand, der noch irgendeinen Wert hatte, also das Auto, gepfändet werden sollte.

Allerdings, und das ist die andere Seite der Medaille, heißt das ja erst einmal nur, dass sie "offiziell" kein Geld mehr hatte. Dass es vielleicht auch noch ein paar Euros gab, die Oma in ihrem Kopfkissen versteckt hatte und von denen niemand wusste, wäre ja denkbar.

Allerdings glaube ich da auch wieder nicht, dass das viel gewesen sein kann. Sie würde es wohl eher nicht dazu kommen gelassen haben, dass das Auto gepfändet wird, wenn da vielleicht noch etwas vorhanden war.

Aaaaber, und das ist jetzt der Punkt auf den ich hinaus will: Es ist ja möglich, dass sie jemandem von der Erbschaft erzählt und die ganze Sache dabei ein wenig beschönigt hat (vielleicht sogar, weil es ihr unangenehm war, zugeben zu müssen, dass sie die ganze Erbschaft schon "durchgebracht" hatte). Oder das auch nur vage gelassen hat, so dass jemand dachte, sie hätte noch eine größere Geldsumme in ihrer Wohnung.

Dass das nicht jemand war, den sie gerade zum ersten Mal getroffen hat, würde ich aber auch annehmen.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

07.10.2026 um 20:52
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 23.09.2026:Einen Menschen umzubringen dürfte die allermeisten Menschen extreme Überwindung kosten, für viele nur in einer absoluten Ausnahmesituation realisierbar sein. Dass also jemand, der auf einer Partnerbörse unterwegs ist so einen Entschluss trifft, nur weil das Gegenüber, dass man noch nicht mal persönlich kennengelernt hat, was von einer gemachten Erbschaft erwähnt, klingt schon ein bisschen nach einem ausgedachten Plot für einen Whodunit-Krimi.
Ja, für die Erbschaft als Motiv kann man, schon wegen der anstrengenden Verbergens, nicjz wirklich ausgehennur
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:Doch, genau das wurde mehrfach gesagt, dass sie eben sehr freizügig mit der Information der Erbschaft umgegangen ist.
Nun ja.
Aber die Zeichen sprechen doch dagegen.
Die ist keine neue Mercedes G Klasse gekauft, sondern einen Toyota-
Dazu noch war sie pleite. Der Gerichtsvollzieher wäre nächsten Tag gekommen um das Auto zu pfänden-
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:ier wird ja oft "Erbschaft" gleichgesetzt mit "Oh, man bekommt ein Millionenvermögen, Immobilien und wertvollen Schmuck und dann hat man für den Rest seines Lebens ausgesorgt!"
Volle Zustimmung.
Die meisten, die was von Ihren Eltern oder Großeltern erben sind danach nicht stein reich.
Hier war definitiv nichts Grosses mehr .
Und nätürlich erkundigt sich ein potentielle Räuber vorher, was denn noch da ist.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

07.10.2026 um 21:52
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb am 19.09.2026:
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb am 19.09.2026:Die gefalteten Hände könnten auf einen persönlichen Zusammenhang schließen.
Ja, aber nochmal: Wenn ich meine Cousine, Schwester, Freundin aus der Schulzeit, was auch immer.... tot in ihrer Wohnung finde, warum in aller Welt komme ich dann auf die Idee, sie durch die Gegend zu schleppen und im Wald zu verbuddeln?

Mal abgesehen von dem Ärger, den man sich damit einhandelt: Man kann auch eine ganz normale, pietätvolle Beerdigung organisieren wenn einem die Person etwas bedeutet hat.
Ich hatte bei der Entwicklung meines zugegeben etwas ungewöhnlichen Szenarios keinen Moment daran gedacht, dass ihre Leiche aus ihrer Wohnung in den Wald verbracht wurde. Sie hatte auf dem Hundeplatz von einem Date gesprochen, aber nicht davon, dass dieses Date in ihrer Wohnung stattfinden würde. Bei der Vorsicht, die ihr nachgesagt wurde, wäre das auch sehr ungewöhnlich gewesen.

Anstatt völlig orientierungslos in diesem Fall herumzurätseln, wäre es vielleicht eine Idee, sich einmal mit den wenigen konkreten Dingen zu befassen:

- Die gefalteten Hände deuten auf einen persönlichen Bezug zwischen NS und der Person, die sie begraben hat. (Dieser Bezug ist nicht zwingend, aber zumindest einmal ein plausibler Ausgangspunkt.)

- NS drohte am nächsten Tag ihr Auto zu verlieren, ohne das sie vermutlich nicht mehr den Hundeplatz hätte besuchen können und das die Vereinbarung von Dates nicht verunmöglicht, aber wohl erschwert hätte. Ihr ohnehin eingeschränktes soziales Leben hätte empfindlich gelitten und die Autogeschichte sagt zudem genügend über ihre finanzielle Lage aus.

Man könnte einmal versuchen, diese beiden Punkte zur Grundlage eines Szenarios zu machen. Es muss nicht das sein, das ich entwickelt hatte. Aber diese beiden Punkte schließen andere Szenarien aus, über die hier hilflos viele Fässer unschuldiger Tinte vergossen worden sind.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

08.10.2026 um 07:32
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Ich hatte bei der Entwicklung meines zugegeben etwas ungewöhnlichen Szenarios keinen Moment daran gedacht, dass ihre Leiche aus ihrer Wohnung in den Wald verbracht wurde. Sie hatte auf dem Hundeplatz von einem Date gesprochen, aber nicht davon, dass dieses Date in ihrer Wohnung stattfinden würde
Das heißt also, sie wäre demnach dann auf dem Hundeplatz oder irgendwo sonst tot umgefallen (oder was auch immer passiert ist, sie war jedenfalls tot), und dann hat jemand sie dort aufgehoben und in den Wald verbracht, aber das alles natürlich ohne dass es jemandem aufgefallen ist? Und dann hat man sich auch noch einen Helfer besorgt und Werkzeug.

Und die Frage, warum das jemand macht anstatt einfach den Rettungsdienst zu rufen, ist nach wie vor offen.

Das nenne ich dann aber ma
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb: völlig orientierungslos in diesem Fall herumzurätseln,



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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

08.10.2026 um 15:51
Von gefalteten Händen war nie die Rede.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

08.10.2026 um 18:53
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Anstatt völlig orientierungslos in diesem Fall herumzurätseln, wäre es vielleicht eine Idee, sich einmal mit den wenigen konkreten Dingen zu befassen:
So sehe ich das auch.
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:- Die gefalteten Hände deuten auf einen persönlichen Bezug zwischen NS und der Person, die sie begraben hat. (Dieser Bezug ist nicht zwingend, aber zumindest einmal ein plausibler Ausgangspunkt.)
Richtig. Es hat schon etwas Besonbderes
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:hr ohnehin eingeschränktes soziales Leben hätte empfindlich gelitten und die Autogeschichte sagt zudem genügend über ihre finanzielle Lage aus.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das heißt also, sie wäre demnach dann auf dem Hundeplatz oder irgendwo sonst tot umgefallen (oder was auch immer passiert ist, sie war jedenfalls tot), und dann hat jemand sie dort aufgehoben und in den Wald verbracht, aber das alles natürlich ohne dass es jemandem aufgefallen ist? Und dann hat man sich auch noch einen Helfer besorgt und Werkzeug.
Hier aber bist Du komplett auf dem Holzweg.
Niemand zweifelte an, das Nicole gewaltsam zu Tode kam .
Da sie nur einen ihrer Hunde mit zum Hundeplatz nahm, deutet darauf hin, das sie eigentlich vor hatte, bald nach Hause zurück zu kehren.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

08.10.2026 um 19:04
Zitat von Jardin19Jardin19 schrieb:Von gefalteten Händen war nie die Rede.
Mag sein, mag nicht sein
Aber es wurde beschrieben, dass ihr Leichnam aufwendig vergraben und nahezu aufgebahrt in ihrem Grab lag.

Das halte ich für einen der wesentlichen Ansatzpunkte bei den Eermittlungenb.
Kein Raubmörder, kein Sexualstrafrtäter wäre auf die Idee gekommen stundenlang im Waldboden ein so triefes Loch zu graben.
Der Täter muss also entweder die Tat vorgeplant haben, oder ihm muss es wichtig gewesen sein, das Nicoles Schicksal nicht bekannt wird.
Diese Tatsacher widerum lässt mich jedenfalls darauf schließen, das er eine , auch nachvollziehbare Beziehung Täter- Opfer gegeben haben muss.

Der Täter hat sich danach viel Mühe gemacht die Leiche zu beseitigen.
Nicoles Verschwinden, so wie auch Spuren die auch zu ihm sselbst führen könnten hat er versucht zu verschleiern.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

08.10.2026 um 21:43
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Niemand zweifelte an, das Nicole gewaltsam zu Tode kam .
Es ist nach wie vor sinnvoll, nicht immer nur den letzten Beitrag zu lesen, sondern auch mal weiter oben nachzuschauen. Und dann findet man einen Beitrag, der da lautet:
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb am 19.09.2026:Aus dieser als sehr unbefriedigend geschilderten Lebenssituation ließe sich noch ein völlig anderes Szenario herleiten, bei dem man keinen Mörder benötigt, sondern "nur" ein oder zwei Bestatter im Wald. Aber auch dafür existiert kein Beweis.
Da wird also schon die Möglichkeit ins Auge gefasst, dass sie nicht ermordet wurde und sie "nur" jemand tot gefunden und dann selbst begraben hat, aus welchen Gründen auch immer. Und daraus hat sich dann die Diskussion entwickelt.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

08.10.2026 um 23:57
@nightrider:
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Kein Raubmörder, kein Sexualstrafrtäter wäre auf die Idee gekommen stundenlang im Waldboden ein so triefes Loch zu graben.
Der Täter muss also entweder die Tat vorgeplant haben, oder ihm muss es wichtig gewesen sein, das Nicoles Schicksal nicht bekannt wird.
Genau. All das trifft zu. 2 Stunden ca. hat das Ausheben gedauert, länger nicht. Muss ja noch nicht mal am Stück gewesen sein. So tief war es auch nicht, da ja nur entdeckt, weil Tiere etwas ausgegraben haben. Von daher nehme ich an, das Ausgraben war an einem Stück. Noch länger und tiefer gegraben und sie wäre nie gefunden worden. Warum nicht noch länger und tiefer gegraben? Einfach nur verschätzt, wie tief sowas sein muss?

Ich habe sämtliche Beiträge hier gelesen übrigens.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

10.10.2026 um 23:40
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb am 07.10.2026:Anstatt völlig orientierungslos in diesem Fall herumzurätseln, wäre es vielleicht eine Idee, sich einmal mit den wenigen konkreten Dingen zu befassen:
So sehe ich das auch.
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb am 07.10.2026:- Die gefalteten Hände deuten auf einen persönlichen Bezug zwischen NS und der Person, die sie begraben hat. (Dieser Bezug ist nicht zwingend, aber zumindest einmal ein plausibler Ausgangspunkt.)
Richtig. Es hat schon etwas Besonbderes
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb am 07.10.2026:hr ohnehin eingeschränktes soziales Leben hätte empfindlich gelitten und die Autogeschichte sagt zudem genügend über ihre finanzielle Lage aus.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das heißt also, sie wäre demnach dann auf dem Hundeplatz oder irgendwo sonst tot umgefallen (oder was auch immer passiert ist, sie war jedenfalls tot), und dann hat jemand sie dort aufgehoben und in den Wald verbracht, aber das alles natürlich ohne dass es jemandem aufgefallen ist? Und dann hat man sich auch noch einen Helfer besorgt und Werkzeug.
Hier aber bist Du komplett auf dem Holzweg.
Niemand zweifelte an, das Nicole gewaltsam zu Tode kam .
Da sie nur einen ihrer Hunde mit zum Hundeplatz nahm, deutet darauf hin, das sie eigentlich vor hatte, bald nach Hause zurück zu kehren.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Es ist nach wie vor sinnvoll, nicht immer nur den letzten Beitrag zu lesen, sondern auch mal weiter oben nachzuschauen. Und dann findet man einen Beitrag, der da lautet:
Natürlich wurde da meine mißverständliche Antwort auf Deine mißverständliche Bermerkung"Sie könnte auch einfach umgefallen sein ",von uns beiden falsch interpretiert wurde.
Ich denke wir sind uns sicher, Nicolle ist einerm Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

10.10.2026 um 23:50
Zitat von Jardin19Jardin19 schrieb:enau. All das trifft zu. 2 Stunden ca. hat das Ausheben gedauert, länger nicht.
Hast Du schon einmal versucht ein Loch im Wald zu graben ?
Da braucht man auch geeignetes Gerät . Mit nem Klappspaten kommt man da nicht weit.
Nach Darstellung von xy und vor allem eigenen Erfahrungen weis ich, das dies wesentlich länger als 2 Stunden Arbeit gewesen sein muss.
Mit dem richtigen Spaten und ner Menge Kraft um durchs Wurzelwerk zu kommen.
Ich gehe da eher so von 5 Stunden+ aus.

Das sich der Täter überhaupt solche Mühe gemacht hat, bedeutet Wesentliches für die Einschätzung des Täters und des Falles
Da fällt ein Raubmord oder spontaner Sexualmord und noch so einige Motive aus.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

11.10.2026 um 12:06
Ich habe selbst mal, bzw. war dabei, in so einem Kiefernwald ein so tiefes Loch gegraben. Für meine Katze. Vorher im Internet erkundigt, wie tief sowas sein muss, damit Tiere da nichts wieder ausscharren. Der Boden wurde danach auch fester. Für meine kleine Katze hats gereicht. Niemals Scharrspuren und schon 20 Jahre her. Klappspaten funktioniert nicht, ist klar. Der Boden ist aber sandig. Auch die Kripo sagte was von 2 Stunden. Da der Boden sandig ist, ist „sauberes Ausschachten“ ganz normal effizient, und klar, dass dabei Arme/Hände dann über dem Körper liegen, sonst müsste das Loch noch größer sein. Ich würde also das „wie aufgebahrt“ nicht außer Acht lassen, es kann aber auch gar nichts bedeuten. Um auf Nummer sicher zu gehen, hätte ich das Loch für Nicole noch tiefer gegraben, aber wie gesagt, der Boden wurde danach auch sehr fest. Das kam dann wahrscheinlich unerwartet. Es ist möglicherweise auch eine Frage von Grundwasser/Starkregen, ob da etwas hochgeschwemmt wurde. Aber Nicole hatte ja gut Masse, der Leichnam war ca. nur 50 cm mit Erde bedeckt, und da, wo die Arme auf dem Körper lagen noch weniger.


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