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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

1.335 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Bremen, 2009 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

gestern um 22:30
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich denke nicht, dass sie den Hund einfach in der Pampa zurückgelassen hätte, wo die Gefahr besteht, dass er verhungert oder angefahren wird.
Der Hund wurde so ausgesetzt, dass er gefunden wurde. Und es dürfte in keinem Szenario - auch nicht bei Mord - NS gewesen sein, die den Hund aussetzte.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

gestern um 22:33
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Wissen wir genau, dass sie sich an diesem Abend mit einem Internet-Date getroffen hatte? Können wir ausschließen, dass es nicht eine Person war, die sie aus anderem Zusammenhang kannte?
Sie hatte auf dem Hundeplatz wohl mehreren Leuten gesagt, dass sie noch ein Date hat, für dass sie sich auch hübsch gemacht hatte und auf das sie sich gefreut hat (so wurde es in dem XY- Beitrag dargestellt).
Eine Verabredung mit einem der Verwandten, die Geld von ihr wollten schließe ich da eher aus.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

gestern um 22:34
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Die gefalteten Hände könnten auf einen persönlichen Zusammenhang schließen.
Ja, aber nochmal: Wenn ich meine Cousine, Schwester, Freundin aus der Schulzeit, was auch immer.... tot in ihrer Wohnung finde, warum in aller Welt komme ich dann auf die Idee, sie durch die Gegend zu schleppen und im Wald zu verbuddeln?

Mal abgesehen von dem Ärger, den man sich damit einhandelt: Man kann auch eine ganz normale, pietätvolle Beerdigung organisieren wenn einem die Person etwas bedeutet hat.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich schätze sie nicht so ein, dass sie einen Suizid begeht und vorher ihren Hund aussetzt.
Würde ich auch denken. Sollte sie wirklich auf die Idee gekommen sein, Schluss zu machen, dann würde ich eher erwarten, dass sie noch irgendeine Verfügung trifft, damit die Tiere in gute Hände kommen.
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Der Hund wurde so ausgesetzt, dass er gefunden wurde
Das ist nun aber kein Argument: Auch irgend ein irrer Tierquäler kann so einen Hund finden. Oder er landet im Tierheim und bleibt dort auf ewig, weil ihn keiner will.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

gestern um 22:37
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Eine Verabredung mit einem der Verwandten, die Geld von ihr wollten schließe ich da eher aus.
Ja, einer der Verwandten, die ihr Stress machten, war sicherlich nicht die Verabredung.

Ich beharre überhaupt nicht auf dem etwas exzentrisch anmutenden Szenario.

Mir ging es nur darum, für drei Beobachtungen eine Klammer zu finden:

- ihre sehr unbefriedigende persönliche Situation
- die Schwierigkeit mit einem hieb- und stichfesten Mordmotiv
- die gefalteten Hände.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

gestern um 22:39
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Mir ging es nur darum, für drei Beobachtungen eine Klammer zu finden:
Die Idee mit dem Suizid an sich ist ja auch gar nicht so unwahrscheinlich.

Aber das was dann folgen müsste, erscheint mir nicht logisch.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

gestern um 22:52
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Mir ging es nur darum, für drei Beobachtungen eine Klammer zu finden:

- ihre sehr unbefriedigende persönliche Situation
- die Schwierigkeit mit einem hieb- und stichfesten Mordmotiv
- die gefalteten Hände.
Aber wer denkst Du denn, hat sie da nach einem Suizid bestattet und warum sollte das jemand getan haben?
Für die Verwandten wäre ein Suizid besser als eine vermisste Person, die sie ja dann planmäsdig geblieben wäre.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

gestern um 23:05
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Aber wer denkst Du denn, hat sie da nach einem Suizid bestattet und warum sollte das jemand getan haben?
Vielleicht ist es ja eine Verengung, NS' soziale Kontakte allein entweder auf missliebige Verwandte oder auf unverbindliche Internetkontakte zu beschränken.

Auch im Szenario der Fremdtötung spricht manches für eine Person (oder Personen), die sie kannte. Dazu bedurfte es keines großen, allseits bekannten Freundeskreises.

Gerade bei Menschen, die sehr zurückgezogen leben, ist es oft nicht einfach, Kontaktpersonen sicher zu identifizieren.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 01:18
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Vielleicht ist es ja eine Verengung, NS' soziale Kontakte allein entweder auf missliebige Verwandte oder auf unverbindliche Internetkontakte zu beschränken.
Ich meinte mit der Frage eher, wie Du Dir das Szenario eines Suizids mit anschließendem Vergraben vorstellst?
Hat NS in Absprache und dann ggfls. auch Beisein des oder der Täter Suizid begangen und diese haben sie dann der Absprache entsprechend im Wald versteckt vergraben?

Oder meintest Du es so, wie @brigittsche es verstanden hat, nämlich dass NS alleine Suizid begangen hat und anschließend (zufällig) von einer Person gefunden wurde, die sie dann anstatt den Notdirnst und dann den Bestatter anzurufen, im Wald begraben hat?

Ich kann für beide Versionen nur schwer ein Motiv für das geheime Vergraben im Wald sehen. Ich kann mir weder vorstellen, dass das NSs Wunsch war, dort verscharrtbzi werden, noch dass jemand das vom Aufwand, von der Art der Tätigkeit her ( schlepp mal eine 100 kg Leiche durch die Gegend und Grab mal dafür im Wald ein Loch aus!)auf sich nimmt, statt einfach den Notdienst zu rufen.
Wer hätte aus der Konstellation einen wie gearteten Vorteil gehabt?


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 03:05
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das eine schließt das andere ja nicht unbedingt aus: So eine Nummer mit "Ich mache mich an die ran, damit ich an ihr Geld rankomme!" kann ja schon über einen längeren Zeitraum gedauert haben.
Woher sollte jemand wissen, das sie Geld hatte, was offensichtlich ja nicht der Fall war,
Und dann Raubmord ? Halte ich für unrealistisch eben weil sie kein Geld hatte.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Die Idee mit dem Suizid an sich ist ja auch gar nicht so unwahrscheinlich.
Man hat das ja aufgrund Nicoles Verschwinden für möglich gehalten und befürchtet.
Aber nach Auffindung der Leiche, kann man wohl nicht mehr ernsthaft daran denken,
Zitat von GrillageGrillage schrieb:ch meinte mit der Frage eher, wie Du Dir das Szenario eines Suizids mit anschließendem Vergraben vorstellst?
Ja, das frage ich mich auch.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Hat NS in Absprache und dann ggfls. auch Beisein des oder der Täter Suizid begangen und diese haben sie dann der Absprache entsprechend im Wald versteckt vergraben?
Sie hätte jemanden fragen müssen, der für sie das Grab schaufelt und ihre Leiche danach dort vergräbt.
Das jemand solch einem Plan zustimmen sollte, ist doch mehr als zweifelhaft ja eher unrealistisch
Wozu auch ?
Ich sehe da keinen plausiblen Grund, so zu handeln


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 04:17
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Und dann Raubmord ? Halte ich für unrealistisch eben weil sie kein Geld hatte.
Wobei es auch Raubmorde wegen 10 € gibt. Die Leute sagen dann oft, mein Gott, wie kann man wegen 10 € einen Menschen umbringen?! Das ist aber der falsche Sichtpunkt, denn natürlich würde niemand einen anderen umbringen, wenn etwas wüsste, dass der nur 10 € in der Tasche/im Haus hat.
Es ja aber öfter vor, dass Täter davon ausgehen, dass jemand große Bargeldsummen im Haus hat und wenn das Opfer die dann nicht rausrückt, weil es sie eben gar nicht hat, wendet der Täter Gewalt an um die Herausgabe des von ihm im Haus vermuteten Geldes zu erzwingen.

Mir ist auch nicht ganz klar, ob sie wirklich kein Geld hatte, oder sich nur sehr ungeschickt in der Erbschaftssache und gegenüber den Gerichtsvollzieher verhalten hat. Sie hatte ja wohl etwas geerbt, die Höhe kennen wir nicht. Für den Tag nach wem Verschwinden hatte sich der Gerichtsvollzieher angekündigt um eine eidesstattliche Versicherung abzuholen und das Auto einzukassieren. Hatte sie trotzdem Bargeld, das sie lieber "geheim" halten wollte? Hat sie beim Gerichtsvollzieher vielleicht aus Trotz falsche Angaben gemacht, weil sie nichts an die Verwandten abgeben wollte und nicht begriffen hat, dass dann stattdessen halt das Auto futsch ist?
Soweit ich weiß, ist das für uns als Öffentlichkeit unklar. Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob die Polizei das besser weiß oder ob das in den Ermittlungen nicht zu klären war.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 14:30
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Woher sollte jemand wissen, das sie Geld hatte, was offensichtlich ja nicht der Fall war,
Weiter oben habe ich erklärt wie ich das meine. Ich zitiere mich der Einfachheit halber mal selbst:
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich persönlich vermute nach wie vor eher, dass da eine Art "finanzielles Phantom-Motiv" vorlag: Sie könnte jemandem von dieser Erbschaft erzählt und die Sache dabei etwas, sagen wir mal: ausgeschmückt haben, so dass das Gegenüber den Eindruck hatte, sie wäre wohlhabend.

Und vielleicht (!) hatte da jemand die Hoffnung, durch ihre Ermordung an dieses Geld heranzukommen:
Die Frau hatte eine Erbschaft gemacht. „Es war kein Geheimnis, dass sie Bargeld im Hause hatte“, so ein Ermittler.
Quelle: https://www.nwzonline.de/blaulicht/seit-2010-fehlt-spur-vom-moerder_a_6,1,2567222348.html

Wie gesagt: Das Geld muss ja nicht mal wirklich vorhanden gewesen sein. Es reicht ja schon, dass der Täter geglaubt hat, es wäre da. Und vielleicht hat NS ja auch ein wenig "angegeben" weil sie durch ihre geringes Selbstwertgefühl das Gefühl hatte, sie müsste sich "interessant" machen.
Natürlich weiß niemand, was sie mit dem Täter geredet hat. Daher ist das nur eine Vermutung von mir.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Hatte sie trotzdem Bargeld, das sie lieber "geheim" halten wollte? Hat sie beim Gerichtsvollzieher vielleicht aus Trotz falsche Angaben gemacht, weil sie nichts an die Verwandten abgeben wollte und nicht begriffen hat, dass dann stattdessen halt das Auto futsch ist?
Wenn ich das richtig verstanden habe, hatte sie ihre Großeltern versorgt und dann von diesen geerbt, musste aber dann einen gewissen Teil des Erbes an die Verwandten abgeben und weil sie das Geld nicht hatte bzw. davon das Auto gekauft hatte, wurde das Auto gepfändet.

Da wäre es zumindest denkbar, dass sie Dinge wie Bargeld oder Schmuck "beiseite geschafft" hatte. Und dann die Pfändung des Autos in Kauf nahm, damit die Verwandten glauben sollten, sie hat nichts mehr.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sie das gemacht hätte, da sie doch auf das Auto angewiesen war. Und irgendwie habe ich nicht den Eindruck, dass sie so "gerissen" war.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 14:50
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sie das gemacht hätte, da sie doch auf das Auto angewiesen war. Und irgendwie habe ich nicht den Eindruck, dass sie so "gerissen" war.
Nein, gerissen hat sie auf mich gewirkt, zumindest wurde sie damals im xy- Film nicht so dargestellt und auch die Schilderung ihrer Lebensumstände lässt das nicht vermuten.

Ich meinte das sogar eher so, dass sie eher ungeschickt mit dem Problem " Erbschaft" umgegangen ist. So wie ich es verstanden habe, hat die die Großeltern gepflegt und dann beerbt, die Verwandten forderten den ihnen zustehenden Pflichtteil ein. Sie könnte der Auffassung gewesen sein, dass denen nichts zusteht, weil sie ja gepflegt hatte und das ganze versucht haben "auszusitzen". Also die Schreiben von Gericht und Gerichtsvollzieher ignoriert habe. Sie war ja auf das Auto angewiesen, zuumindest wenn sie den Hundesport weiter betreiben wollte, der wohl ihr wichtigstes Hobby war. Dass sie es da bis zur Pfändung hat kommen lassen finde ich schon heftig.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 15:03
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich meinte das sogar eher so, dass sie eher ungeschickt mit dem Problem " Erbschaft" umgegangen ist.
Sehe ich auch so.

Wobei wir natürlich nicht genau wissen, wie das alles gelaufen ist und um was es genau ging. Ich hatte das aber auch so verstanden, dass sie von dem Geld aus der Erbschaft das Auto gekauft hatte und dann herauskam, dass den Verwandten noch ein Anteil zusteht. Und da das Geld ja im Auto steckte, sollte der Wagen gepfändet werden.

Das bedeutet dann umgekehrt, das sie offiziell oder tatsächlich nicht mehr über eine größere Summe verfügte, da sie ja sonst die Verwandten hätte auszahlen können um die Autopfändung zu vermeiden.

Wobei das auch alles darauf hindeutet, dass die Erbschaft nicht so groß war.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 15:33
Nach dem jetzigen Kenntnisstand passen die einzelnen Stränge nicht recht zusammen.

Die lange Dauer zwischen dem Verschwinden von NS und dem Fund der Leiche hat die Ermittlungen fraglos erschwert.

Andererseits: Wäre die Leiche nicht entdeckt worden, hätte man mangels eines offensichtlichen Motivs (die Geldgeschichte ist nur eingeschränkt überzeugend) nicht zwingend auf einen Mord schließen wollen.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 16:23
Hatte Nicole Stindt eigentlich ein Testament aufgesetzt?
Rhetorische Frage…veröffentlicht wurde dazu nichts.

Wenn nein, sind die Angehörigen für mich nicht ganz raus, denn bei einer toten NS erbten die Verwandten alles, nicht nur den Pflichtteil.

NS‘ Schlüssel sind wohl bis heute nicht gefunden, d.h. ein (verwandter) Täter hätte die Wohnung betreten können, um bspw. ein Testament zu suchen und ggf. verschwinden zu lassen. Und Spuren Angehöriger sind doch eher zu erklären, als von einem Fremden. Und sie hatte ja anscheinend auch Dates zu Hause (zumindest laut XY…was natürlich auch nicht zwingend der Realität entsprechen muss), daher wären auch Spuren von Date-Partnern in der Wohnung zu finden gewesen sein.

Da muss ein Verwandter nur gesagt haben, er wäre nochmal bei ihr gewesen, um sie doch noch soweit zu bringen, dass sie den Pflichtteil so übergibt und nicht per Gericht dazu gezwungen wird. Dass der Wagen am Tag vor der Zwangsversteigerung angeboten wurde (oder angeblich angeboten wurde?) spräche ja dafür, dass auch NS das außergerichtlich hätte lösen wollen.

Egal ob jetzt „nur“ vermisst oder zeitnah tot aufgefunden…die Angehörigen waren ja dann in der Pflicht, die Wohnung zu räumen.
Hätten also „alles“ bekommen, statt nur den Pflichtteil.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 16:47
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Wenn nein, sind die Angehörigen für mich nicht ganz raus, denn bei einer toten NS erbten die Verwandten alles, nicht nur den Pflichtteil.
Wie @brigittsche oben schrieb, handelte es sich wohl nicht um eine wirklich große Erbschaft. Es war zudem von mehreren Verwandten mit Ansprüchen auf einen Pflichtteil die Rede. Insofern wird es da noch um Summen gegangen sein, für die man einen Menschen ermordet.
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Dass der Wagen am Tag vor der Zwangsversteigerung angeboten wurde (oder angeblich angeboten wurde?) spräche ja dafür, dass auch NS das außergerichtlich hätte lösen wollen.
Am Folgetag stand die Zwangsvollstreckung, nicht die Zwangsversteigerung des Wagens an. Da die Verwandten ja aber offenbar schon einen vollstreckbar Titel erwirkt hatten, wäre es da viel zu spät gewesen, das noch außergerichtlich zu regeln.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 17:00
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Egal ob jetzt „nur“ vermisst oder zeitnah tot aufgefunden…die Angehörigen waren ja dann in der Pflicht, die Wohnung zu räumen.
Ja, aber bei einer "nur" vermissten Person können sie nicht einfach alles behalten, sondern müssen sie erst einmal für tot erklären lassen.

Wenn man so ein Szenario annehmen würde (das aber zumindest offiziell nicht angenommen wird!), kann es eigentlich nur um etwas gehen, das man unter der Hand aus der Wohnung holt und von dem niemand weiß.

Und da habe ich doch erhebliche Zweifel, dass da irgendein nennenswertes "Vermögen" versteckt war.

Klar, man hört/liest immer wieder mal, dass irgendwelche alten Leutchen zwischen den Bettlaken im Schrank ein paar zehntausend Euro versteckt hatten. Aber selbst wenn das bei den besagten Gro0eltern so war, dann müssten die Verwandten das ja erst einmal gewusst haben.

Und dann gäbe es bei den Erbauseinandersetzungen doch bestimmt eine Spur davon.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Am Folgetag stand die Zwangsvollstreckung, nicht die Zwangsversteigerung des Wagens an. Da die Verwandten ja aber offenbar schon einen vollstreckbar Titel erwirkt hatten, wäre es da viel zu spät gewesen, das noch außergerichtlich zu regeln.
Da wäre ja auch die Frage, ob der Wert des Autos überhaupt ausgereicht hätte, die Forderung der Verwandten abzudecken. Also: Selbst wenn sie versucht hätte, das Auto zu verkaufen, wäre dann ja das Geld nicht sowieso vollständig an die Verwandten geflossen?

Das Auto selbst zu verkaufen hätte ja nur Sinn gemacht, wenn man dann am Ende noch Geld übrig behält. Ansonsten könnte man den Dingen auch einfach ihren Lauf lassen.

Aber wir wissen ja nicht, ob sie vielleicht nicht vollkommen überfordert von der Situation war und deshalb ungeschickt gehandelt hat.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 17:15
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Aber wir wissen ja nicht, ob sie vielleicht nicht vollkommen überfordert von der Situation war und deshalb ungeschickt gehandelt hat.
So deute ich die Situation durchaus. Sie wurde ja als eher isoliert lebend beschrieben, hatte in der Situation also auch niemanden, der ihr beratend oder auch nur Mut machend zur Seite stand. Ich kann mir schon vorstellen, dass das Briefe vom Gericht auch mal ungeöffnet liegen blieben. Vielleicht interpretiere und spekulieren ich da zu viel rein, aber ich wäre am Vorabend der Zwangsvollstreckung unbedingt zum Hundesport und dann auf ein Date gegangen. Das wirkt auf mich schon sehr nach Kopf in den Sand stecken.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 17:20
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Sie wurde ja als eher isoliert lebend beschrieben, hatte in der Situation also auch niemanden, der ihr beratend oder auch nur Mut machend zur Seite stand. Ich kann mir schon vorstellen, dass das Briefe vom Gericht auch mal ungeöffnet liegen blieben
Gut möglich. Sie wusste vielleicht nicht recht, wozu sie nun verpflichtet war bzw. war vielleicht auch einfach zu glücklich, dass sie nun zu einer für ihre Verhältnisse großen Summe gekommen war. Und hat daher nicht bedacht, dass das alles komplizierter ist als sie es sich dachte.

Und als dann der "schöne Traum" zerplatzte, fehlte ihr die Kraft, sich mit der Realität auseinander zu setzen.


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Mordfall Nicole Stindt (August 2009)

um 17:26
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich kann mir schon vorstellen, dass das Briefe vom Gericht auch mal ungeöffnet liegen blieben.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Sie wusste vielleicht nicht recht, wozu sie nun verpflichtet war bzw. war vielleicht auch einfach zu glücklich, dass sie nun zu einer für ihre Verhältnisse großen Summe gekommen war. Und hat daher nicht bedacht, dass das alles komplizierter ist als sie es sich dachte.
Das ist jetzt pure Küchenpsychologie ohne jedes Fundament.
Wie wissen viel zu wenig von NS.


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