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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

246 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Gütersloh, Ostwestfalen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

16.05.2015 um 19:49
Zitat von OnketörOnketör schrieb:Weiß von den ortskundigen Usern jemand, wo die Besucher bei einem Fest auf dem Meierhof parken? Anhand der Luftbilder konnte ich keinen Parkplatz direkt am Hof finden. Ist es möglich, dass die Autos entlang des Meier-zu-Rassfeld-Weges stehen?
pphlOriginal anzeigen (0,3 MB)

Hier ein Parkplatz...
hofOriginal anzeigen (0,3 MB)

und hier...
ppl

Sollte direkt auf dem Meier zu Rassfeld Weg geparkt worden sein oder auf dem Hof überhaupt, dann doch bestimmt nur von Ortsansässigen die bekannt sind. Waren nicht alle auf dem Hoffest befindlichen Gäste befragt worden? Ein Fremder wäre doch sicher aufgefallen sein. Man kennt ja so Lästermäuler " Weißt du wer das ist?"


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

16.05.2015 um 20:05
Das mit der Todesursache ist für mich auch nicht recht schlüssig. Wir sind ja auch bereits am Anfang der Diskussion auf unterschiedliche Versionen gestoßen und haben uns letztendlich auf "erschlagen" geeinigt, weil die Berichterstattung dahingehend tendierte.

Ich habe heute dazu allerdings mehrfach wieder gelesen, dass Ingrid Amtenbrink wohl erwürgt worden sei, die Quellen waren unterschiedlich, alle in der lokalen Presse und ausschließlich alle direkt zu Beginn der Berichterstattung.
(Quellen suche ich noch detailliert raus)

Wenn man den bereits zitierten Bericht mit den Zeugen, die die Leiche gefunden haben, als Grundlage nimmt, haben diese Würgemale am Hals erkannt. Die Notärztin spricht von einer "unbedeutenden" Kopfwunde.
Das könnte auch bedeuten, dass Ingrid Amtenbrink auf ihrem Weg (nach Hause?) vom späteren Mörder überwältigt und mit einem Schlag auf den Kopf "ausgeschaltet" wurde. Das wiederum könnte in Anlehnung an @Onketör Darstellung durchaus mit der Deckung umstehender Autos direkt vorm Baumbestand passen. Eventuell hat der Täter Ingrid Amtenbrink am parkenden Auto passieren lassen, ist ihr dann gefolgt und hat sie quasi hinterrücks bewegungsunfähig gemacht. Im weiteren Verlauf kam es dann zum "erwürgen" und verbringen ins Kornfeld.
Diese Theorie beinhaltet allerdings, dass Ingrid Amtenbrink direkt im Anschluss an das Verlassen des Hoffestes aufgegriffen und nicht wie bereits spekuliert noch über mehrere Tage festgehalten wurde.
Vielleicht war die Intention zu dieser Tat tatsächlich ein Raub. In der Darstellung bei xy wird gezeigt, dass die Tochter das Portmonnee Zuhause gefunden hat, der Polizeibeamte in der Tasche nur eine kleine Börse fand, in der vermutlich nur wenig Bargeld war. Das konnte aber der Täter nicht wissen.


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

16.05.2015 um 20:09
@vGogh
Danke! Du bist spitze, findest zu allen Fragen das passende Bild.

Etliche Autos werden also auf dem Hof Platz gefunden haben. Viele Besucher waren bei dem schönen Wetter bestimmt mit dem Rad da, andere zu Fuß.

Die Festbesucher sind alle befragt worden. Sicherlich kannten sich viele untereinander. Ich weiß nicht, ob an der Veranstaltung auch Personen von außerhalb teilnehmen. Die sieht man dann vielleicht kurz und stellt fest "Kenne ich nicht, Du?" Solange sich niemand auffällig verhält, wird es das aber wohl gewesen sein.

@Zitronella
So halte ich es für möglich. Wobei mir die Tötung direkt zur Zeit, als sie nach Hause ging allerdings sehr riskant vorkommt, denn das Fest endete um die Zeit. Dass niemand etwas entdeckt hat, finde ich so merkwürdig.


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

16.05.2015 um 20:18
Zitat von OnketörOnketör schrieb:Die sieht man dann vielleicht kurz und stellt fest "Kenne ich nicht, Du?" Solange sich niemand auffällig verhält, wird es das aber wohl gewesen sein.
Würde man diese Fremden dann nicht aufrufen sich zu melden bzw Personen mit beobachteter Beschreibung suchen?


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

16.05.2015 um 20:23
Es nehmen auch viele Besucher von außerhalb an dem Fest teil. Der Meierhof Rassfeld ist sehr bekannt in Gütersloh bzw. Kreis Gütersloh. Das ist kein Dorffest wo Ortsfremde auffallen.


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16.05.2015 um 22:15
@minuminu

Okay, dann würde jemand fremdes nicht auffallen.

Ich suche den Artikel noch einmal heraus, erinnere mich, dass ich gelesen habe, dass nach einem Festbesucher gesucht wurde, der Kurze Jeans getragen hat, die am Ende ausgefranst waren. Er (und seine Begleiterin) wurden als Zeugen gesucht, da sie wohl an einem Nachbartisch des Opfers gesessen hatten.


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

16.05.2015 um 22:29
Das ist der Artikel, den ich meinte:
Im Mordfall Amtenbrink suchen die Ermittlungsbeamten der Mordkommission dringend zwei weitere Zeugen. Ein Mann mittleren Alters hatte sich am Himmelfahrtstag (21.05.) in Begleitung seiner Mutter auf dem Fest “Swinging Table” auf dem Meierhof Rassfeld aufgehalten. Dort hatten die beiden Zeugen über einen längeren Zeitraum an einem Tisch in unmittelbarer Nähe des späteren Opfers gesessen. Der Mann führte einen größeren schwarzen Hund mit sich und trug ein blaues T-Shirt mit dünnen weißen Querstreifen sowie eine knielange, ausgefranzte, blaue Jeanshose.

Diese beiden Personen könnten für die Ermittlungsbeamten wichtige Zeugen sein. Sie werden gebeten, sich bei der Polizei in Gütersloh unter Tel. 05241/869-0 zu melden.



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17.05.2015 um 08:41
@Onketör
Die beiden haben sich gemeldet, konnten allerdings nichts genaueres aussagen. Quelle ist ein Online-Archiv-Artikel des WB. Darin wird auch gesagt, dass die Festbesucher, die am Tisch mit Ingrid Amtenbrink saßen (das Pärchen in der xy Darstellung) meinen, dass Ingrid Amtenbrink bei der Verabschiedung gezögert habe. Sie hätten ihr dann noch länger hinterher geschaut. Niemand sei ihr gefolgt.


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

17.05.2015 um 11:45
@Zitronella
Danke für die Info! Es ist schon so eine Sache, dass nur einige Artikel es ins Netz schaffen. Durch diese "Informationspolitik" blieb das Pärchen in einem seltsamen Licht stehen. Zum Glück bringt Dein Wissen aus dem Lesen des WB online-Archivs Licht ins Dunkel.

Wenn wir jetzt wissen, dass vom Fest aus niemand IA gefolgt ist, dann wird der Täter sich irgendwo auf dem Weg, den sie genommen hat, versteckt und sie überwältigt haben. Das kann auch näher an ihrer Wohnung gewesen sein. Wenn er von dem Fest wusste, kann er -wie hier bereits vermutet- das Feld als Ablageplatz genutzt haben, um den Verdacht auf einen der Besucher zu lenken.


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

17.05.2015 um 11:45
Allerdings bleibt offen, wo sie abgegriffen wurde, wo und wann sie zu Tode kam und wie lange sie im Feld gelegen hat.

Wetterdaten vom 21.05.2009 bis 24.05.2009 könnten hilfreich sein, um die Liegezeit einzugrenzen. Starke Hitze und starker Regen könnten einen Hinweis darauf geben, ob das Opfer schon vor dem Sonntag abgelegt wurde.


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

17.05.2015 um 12:48
Zufällig steht von gestern ein Artikel in der NW, in dem der Meier-zu-Rassfeld-Weg vorkommt. Mit dem Mord an Frau Amtenbrink hat der Artikel nichts zu tun. Es geht um Angriffe von Bussarden auf Jogger in dem Gebiet. Interessant sind die Fotos, man sieht die Aufmündung des Meier-zu-Rassfeld-Weges auf die Holler Straße.

Wer mag, kann den Artikel hier lesen:

http://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/guetersloh/guetersloh/20460145_Bussard-greift-Jogger-an.html


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

18.05.2015 um 08:50
Das immer wieder neue Suchen lohnt sich! Tatsächlich habe ich noch einen Artikel aus der NW gefunden, der einige Infos zum Mordfall Amtenbrink enthält:

http://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/guetersloh/guetersloh/3093498_Polizisten-putzen-Klinken.html

Hauptkommissar Ralf Gelhot leitet die "Mordkommission Korn". Auch nach drei Monaten ist das 16-köpfige Team im vollen Einsatz. Gelhot weist auf die Luftaufnahme des Areals zwischen Fund- und dem nahegelegenen Wohnort des Opfers. - © FOTO: HENRIK MARTINSCHLEDDE

AUTOR
VON ANETTE ISRINGHAUSEN Aktualisiert am
26.08.2009, 20:52 Uhr
Polizisten putzen Klinken
Mordfall Amtenbrink: Großangelegter DNA-Test beginnt Mitte September

Gütersloh. Polizeipräsidium, 2. Stock, Raum 104. Er ist für die "Mordkommission Korn" reserviert. Hier laufen die Fäden der Ermittlungen im Mordfall Amtenbrink zusammen. Hier sitzt seit dem 24. Mai jeden Morgen um 8.30 Uhr das Team bei der Einsatzbesprechung. Jetzt, am späten Vormittag ist der Raum leer, die Stühle um den großen Besprechungstisch sind zurückgeschoben, die Kaffeetassen mit NRW-Polizeiemblem und der aufmunternden Aufschrift "Wir wünschen einen schönen Tag" leer. Die 16 Beamten sind unterwegs, wie jeden Morgen seit dem 24. Mai.

Auf einem Büroschrank an der Wand stehen sechs Ablagekörbe. Hier stapeln sich die "Aufträge" für die sechs Teams, Hinweise und Spuren, denen nachzugehen ist. Der Korb "Erledigte Spuren" ist leer. "Der füllt sich heute Abend, wenn die Kollegen zurückkommen", sagt Kriminalhauptkommissar und Ermittlungsleiter Ralf Gelhot. In der Mitte des Besprechungstischs zwei Pappkartons. Einer enthält die Röhrchen mit bereits entnommenen Speichelproben, ein anderer die noch unberührten.
Die Arbeit der Beamten hat mit der in einschlägigen Kriminalromanen geschilderten wenig zu tun. Die Hauptspur ist die vom Täter am Fundort der Leiche zurückgelassene männliche DNA.

Das ist einerseits von großem Vorteil, weil er damit eindeutig identifizierbar ist und die extrem aufwändige Arbeit der Alibiüberprüfung entfällt. Andererseits heißt das Fußarbeit. Seit drei Monaten putzen die Beamten Klinken. Sie schellen rund um den Fundort am Meierhof Raßfeld und dem Wohnort des Opfers am Haselweg an Haustüren, bitten die männlichen Bewohner um Speichelproben.

"Manchmal müssen die Kollegen zurückkommen, weil sie niemanden angetroffen haben, manchmal, wenn sich jemand weigert, die Probe abzugeben, um Überzeugungsarbeit zu leisten", sagt Gelhot. 1.600 Speichelproben wurden vom Landeskriminalamt untersucht, 200 liegen noch in der Warteschleife.

Wie aufwändig es ist, diese Proben gezielt zu entnehmen, den Kreis möglichst einzuengen, zeigt ein Blick auf die Stellwände im Besprechungsraum. Auf einer Skizze ist die exakte Anordnung der Bänke und Tische bei dem Sommerfest auf dem Meierhof am 21. Mai, bei dem die Witwe zuletzt gesehen wurde, eingezeichnet.

Ringsum Fotos von Gästen. Beides zusammen ergibt die Rekonstruktion des Nachmittags, zeigt, wer mit wem gesprochen hat. Die Polizei hat sich sämtliche Fotos besorgt, die dort abgebildeten Gäste, die sich nicht freiwillig gemeldet hatten, identifiziert, befragt und Proben genommen. Denn die Polizei hält es für möglich, dass Ingrid Amtenbrink ihren Mörder dort traf oder er ihr auf dem Heimweg gefolgt ist. "Ein Mann an einem Stehtisch fiel mehreren Gästen auf. Wir haben lange gebraucht, ihn zu finden, doch nach dem DNA-Test scheidet er als Täter aus", sagt Gelhot. Nach sechs der rund 500 Gäste sucht die Polizei noch.

Die Hoffnung, den Täter im Umkreis des Opfers zu finden, hat sich nicht erfüllt. Mitte September startet deshalb der größte DNA-Test in der Kriminalgeschichte im Kreis. "Wir werden in einem Radius von etwa 1,5 Kilometern um Fundort, Wohnort des Opfers und den Meierhof sämtliche Männer testen", sagt Gelhot. Die Kommission erhält Schützenhilfe von einer Hundertschaft. Gelhot ist zu "90 Prozent" sicher, dass der Täter aus Blankenhagen stammt, die zum Kornfeld führenden Wege kennt.

Der Hauptkommissar hält es für möglich, dass sich der Täter unter diesem psychologischen Druck auch selbst stellt. Doch manchmal verdränge ein Täter ein Verbrechen auch so stark, dass ihm die Gefahr der Entdeckung gar nicht bewusst sei.

In Blankenhagen hat sich drei Monate nach dem Verbrechen die Panik gelegt, die Sorge bleibt. Vor allem bei jenen drei Nachbarn, die sich am Morgen des 24. Mai auf die Suche nach Ingrid Amtenbrinks machten und ihre Leiche entdeckten. "Wir hatten uns Sorgen gemacht, weil die Jalousien in den Nächten nicht mehr geschlossen wurden", sagt eine Nachbarin im NW-Gespräch. "Die Vorstellung, dass der Mörder frei herumläuft, vielleicht nicht gefasst wird, macht mir Angst."

Gelhot ist dagegen nach drei Monaten erfolgloser Ermittlungsarbeit immer noch sicher, dass der Fall geklärt wird.



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18.05.2015 um 09:00
Und ein weiterer Artikel, hier stelle ich nur den Link ein, weil es sich um ein PDF-Dokument handelt. Es geht dort insbesondere um die Speichelproben in Blankenhagen.

http://files.homepagemodules.de/b164938/f193t418p882n1.pdf


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

18.05.2015 um 09:09
/dateien/118687,1431932974,imageOriginal anzeigen (0,5 MB)Hoffentlich ist es Euch recht, wenn ich hier eine Sammlung der gefundenen Infos einstelle. Leider ist die nicht chronologisch sortiert, da man vorher nie weiß, was man wann im WWW findet ...

In diesem Beitrag geht es um den "Erfolg", den man durch die Ausstrahlung bei XY hatte, leider sehr, sehr dürftig.

Da es so wenig Informationen zu dem Fall gibt, finde ich es sinnvoll, alles zu sammeln und zur Verfügung zu stellen, so sind wir auf dem gleichen Stand und jeder hat die Möglichkeit, die Quellen nachzulesen.


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

18.05.2015 um 19:33
@Alle...

...Achtung, Ihr wart sehr fleißig. Vielen Dank für die Infos bzgl. der ähnlich gelagerten Fälle aus der Umgegend, die ich angefragt hatte und natürlich für die vielen guten Ansätze. Eine Menge Zeug für mich zum Nacharbeiten und -denken.

Soweit ich´s nach der Mittagspause, die ich mit Lesen verbracht habe, schon überblicke, "gefällt" mir der Ansatz von @vGogh recht gut unter der Bedingung, dass es sich im Fall von I.A. um eine Einzeltat handelt. Und ausgerechnet den stellt die Allmystery-Verwaltung kalt....

Mit der Idee vom "Scheidungskind" auf WE-Besuch kann ich was anfangen. Es wäre natürlich eher ein "Scheidungsmissratener", wenn man so will.

Darin könnte die Erklärung liegen, warum der Gen-Test keine Treffer oder wenigstens Beinahe-Treffer ergab. Vom Gen-Test waren nur Männer aus der Gegend betroffen. Wenn der jugendliche Verdächtige ( ganz umsonst werden sie die Untergrenze ja nicht auf 14 J. gelegt haben ) entweder noch unter 14 ist oder nicht dort wohnt, dann hätten sich bei seinem Vater zumindest verwandtschaftlich bedingte Übereinstimmungen zeigen müssen. Die Idee "funktioniert" aber, wenn die Mutter in der Nähe wohnt, sie wurde nicht getestet.

Ich hoffe, ich konnte mich einigermaßen verständlich machen, bin total gaga, viel Arbeit heute. Melde mich wieder.

MfG

Dew


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

18.05.2015 um 21:28
@Dew
Schön, dass du wieder "mit" von der Partie bist.
Ich persönlich freue mich ebenfalls sehr, dass dieser - zugegebenermaßen kniffelige - ungelöste Mordfall wieder ins Bewusstsein rückt. Mehr noch würde ich mir natürlich wünschen, dass neue Ansätze auftauchen - nicht unbedingt aus diesem Form, das wäre wohl etwas viel verlangt! - aber etwas, was die ermittelnden Beamten als ernst zunehmende Spur verwerten können.

Ich habe die letzten zwei Tage mit der Recherche nach weiteren Artikel aus der lokalen Presse verbracht und bin - zumindest bei einer - fündig geworden. Auch hier sieht man allerdings bereits, dass die Berichterstattung, was Tatmotivation, Todesursache und Modus Operandi trotz einer einzigen Quelle von Bericht zu Bericht und mit zunehmendem Zeitfortschritt signifikant variiert.
Ich würde euch gerne an den Artikeln teilhaben lassen, weil ich denke, sie bieten neben weiteren (zum Teil auch detaillierten) Informationen weiteres Diskussionspotential. Allerdings habe ich damit zwei "Probleme":

1.) Ich kann meinen Eröffnungspost nicht mehr verändern, eine Möglichkeit wäre gewesen, alle weiterführenden Artikel einzubinden
2.) Eine wahllose "Aneinanderkettung" von PDF-Dateien in einem Beitrag wird wohl sehr unübersichtlich werden

Ich hatte mir daher überlegt, eine Art Chronik/Zeitschiene zu erstellen. Das funktioniert allerdings nicht in einem Tag, ist aber machbar.

Oder hat jemand eine andere, bessere Idee?


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Gütersloh 2009, Mordfall Amtenbrink - noch immer ungeklärt

18.05.2015 um 21:35
In den letzten Tagen kam vermehrt die Sprache auf die Umsetzung des Massengentests und die darin vereinten Kriterien auf.

Wir haben uns ja - wohl auch nicht so ganz zu unrecht - gefragt, wie man mit einer gefunden DNA eine derart variable Eingrenzung des Alters eines möglichen TV vorgibt.

Ich habe hierzu einen Bericht aus 2011 (!!!) gefunden, der deutlich macht, wie nah man das biologische Alter einer Person anhand von zum Beispiel Spucke bestimmen kann. Da sich die DNA-Analyse und das damit verbundene Verfahren ständig entwickelt, ist davon auszugehen, dass es heute durchaus möglich ist, noch detaillierter einzugrenzen.

In diesem Zusammenhang scheint die genannte weit variierende Altersgruppe beim Massen-DNA-Test überhaupt nicht mehr nachvollziehbar, es sei denn, man ging zu einem Zeitpunkt von einer Mehrtäter-Theorie aus (Täter und Helfer).
Schon eine benutzte Kaffeetasse oder eine Zigarettenkippe liefert Sven Bocklandt genug Material für seine Arbeit. An dem Speichel, der daran klebt, kann er erkennen, ob jemand eher 20 eher 30 oder schon 40 Jahre alt ist.
Diese genetischen Marker verändern sich abhängig vom Alter. Und das schöne ist, dass wir anhand dieser Marker nicht nur generell sagen können, dass der Besitzer des Speichels jung oder alt ist. Wir sehen einen direkten linearen Zusammenhang und konnten so bei einer Gruppe von Frauen und Männern zwischen 18 und 70 Jahren das Alter anhand von Speichelproben auf fünf Jahre genau bestimmen
http://www.deutschlandfunk.de/verdaechtige-spucke.676.de.html?dram:article_id=28655


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19.05.2015 um 09:00
@Zitronella

Es gibt eine Möglichkeit, alle weiterführenden links zusammenzufassen. Man kann die Liste dann unter "Infos" anklicken. Vergleiche mal hier:
Peggy Knobloch
Klicke oben rechts "Infos", im dann sichtbaren Bild runterscrollen, dann kommt die Liste "weiterführende links".
Ich weiß allerdings nicht, wer die erstellt und wie man sie ergänzt. Forumsprogramm automatisch ab einer gewissen threadlänge?
Einen mod fragen?

Chronologie wäre natürlich schön zur Übersicht.

Zur DNA-Analyse:

Im Zitat sind ausschließlich Speichelproben angesprochen.
Die angesprochenen altersspezifischen Marker müssen nicht in jedem DNA-analysefähigen Probenmaterial gleichmäßig ent- bzw. noch erhalten sein. Die im Speichel enthaltenen DNA-tragenden Bestandteile dürften mit Masse aus der Mundschleimhaut stammen, die hat einen sehr hohen Zell-turnover und dürfte daher ein anderes Analysepektrum liefern, als z.B Haare oder Hautzellen.

Die Ermittler werden daher den Ansatz so weit gefasst haben, weil das Material die Alterseingrenzung nicht ( hinreichend zuverlässig ) hergab.
Sie werden davon ausgegangen sein, welcher Altersgruppe man körperlich die Tat zutrauen könnte.
Da man m. W. erst mit 14 strafmündig wird, dürfte die Untergrenze davon markiert sein, auch wenn ein 13 1/2-jähriger technisch auch infrage kommen könnte.

Die weite Erfassung hat zudem den Vorteil, nahe männliche Verwandte eines Täters ausmachen zu können. Vater, Söhne, Brüder hätten auffällige Übereinstimmungen liefern müssen.

MfG

Dew


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19.05.2015 um 09:24
@Dew
Die Linkliste ist eine tolle Funktion.

Es bleibt aber die Frage, inwieweit sie praktikabel ist. Viele der Infos fehlen in den Online-Archiven der Tagespresse. Oft werden die Archive nach geraumer Zeit bereinigt, dann kann man auf die Texte nicht mehr zugreifen. Aber es wäre in jedem Fall übersichtlicher als ein Post, der immer weiter im Nirwana verschwindet.

@Zitronella
Die Idee einer Timeline finde ich sehr gut.

Wie wäre die Idee, einen geschlossenen "Info-Thread" zu erstellen, in dem man die wichtigen Informationen zu diesem Fall einträgt? In dem Thread werden keine Diskussionen geführt, und er würde von einer Person gepflegt, so dass es übersichtlich bleibt.


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19.05.2015 um 22:38
@all:

Danke für die Anregungen, ich denke, es wird auf die Timeline wie von @Onketör
Vorgeschlagen hinauslaufen.

Das könnte ich als PDF generieren und dann unter Info hinterlegen.
Was mit dem geschlossenen Thread gemeint ist weiß ich jetzt nicht so recht.

Fakt ist jedoch, dass ich in einem Online-Archiv einer regionalen Zeitung jede Menge Artikel mit zum Teil erheblichen neuen/anderen Informationen gefunden habe, deren Auswertung einige Tage aufgrund der Vielzahl von neuen Informationen dauern wird und eine der Grundlagen der Timeline bilden soll.

Ansonsten gibt es leider nichts aktuelles in diesem Fall. Der 6. Jahrestag wurde nicht zum Anlass genommen, ihn noch einmal ins Bewusstsein zu rücken und aufzuzeigen, dass der Mörder von Ingrid Amtenbrink noch immer nicht gefasst ist.

Schade finde ich persönlich auch, dass man den Swinging Table am 01.05. auf dem Meierhof nicht zum Anlass genommen hat, etwa mit Plakaten, nochmal nach Zeugen zu suchen. Hierbei hätte eine bewusste, neue Information vielleicht Besucher, die auch 2009 da waren (und aus welchen Gründen auch immer) nicht ausfindig gemacht wurden, in ihrem Erinnerungsvermögen gestärkt. Es hätte außerdem ein Zeichen gesetzt, dass hier nach wie vor ermittelt wird. Vor dem Hintergrund, dass wir von etwa 500 Besuchern sprechen, kann ja auch nicht ausgeschlossen werden, dass es
a) regelmäßige Besucher gibt und
b) das unter ihnen auch noch heute der Mörder zu finden ist.


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