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Vermisste Familie aus Drage

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Vermisste Familie aus Drage

Vermisste Familie aus Drage

20.07.2020 um 17:00
Der NDR blickt heute auch noch mal zurück:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Spurlos-Ermittler-blickt-auf-Fall-Drage-zurueck,s...


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Vermisste Familie aus Drage

20.07.2020 um 17:08
Mailaika
schrieb:
Ich verstehe nicht, warum man sich das Leben nehmen sollte und dabei unbedingt verschwinden möchte. Gerade in Bezug auf die ältere Tochter, wäre das doch ziemlich grausam. Man muss doch wissen, dass man sie in ständiger Hoffnung zurücklässt.
@Mailaika
Das wissen Viele nicht.
Der verzweifelte Mensch ist wie in einem Tunnel, sieht nur die eine Möglichkeit als Ausweg.

Ich habe noch einen anderen Gedanken:
Ich habe über Herrn Sch. oft gelesen, er hätte sich so aufopfernd um seine Familie gekümmert.
Vielleicht steckte mehr hinter diesem auffälligen sich sorgen und kümmern?
Es könnte doch sein, dass er das gemacht hat, um geliebt zu werden.

Viele Menschen glauben nicht, um ihrer selbst willen geliebt zu werden. Sie denken, sie müssten sich Zuneigung verdienen, weil sie nicht liebenswert sind. Darum machen sie große Geschenke, stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück und versuchen ihren Lieben die Wünsche von den Augen ablesen. (Und manchmal werden die geäusserten Wünsche immer größer)

Und in der Krise (was auch immer in der Familie plötzlich- oder sich seit langem abzeichnend - schief gelaufen ist),
hatte Herr Sch. plötzlich das Gefühl, alles ist umsonst gewesen. Er hat nicht genug getan, er würde nie so viel arbeiten können, um den Wünschen gerecht zu werden.
Wenn seine Frau ihn verlassen wollte (spekulativ. Die Ursache für die Krise wurde nicht genannt), hat er keine Chance gesehen, die Beziehung zu retten. Mehr als er getan hat, konnte er nicht tun.
Dann hat er keinen Weg gesucht, mit ihnen (trotz Trennung) weiter in Kontakt zu bleiben. Er hat das ganze aufgebaute Leben im Eimer gesehen.
Dass Hope an ihrer Familie hängt, sie liebt und das Verschwinden nicht aushalten kann, konnte er sich schlicht nicht vorstellen.
Dass sie traurig wäre ja, aber sie würde darüber hinwegkommen, dachte er,- jedenfalls in seiner Vorstellung von Liebe.


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Vermisste Familie aus Drage

20.07.2020 um 17:08
Tritonus
schrieb:
Also jemand wollte Marco umbringen, hat das als Suizid getarnt, und diesen getarnten Suizid hat er dann so inszeniert, dass auch den niemand entdecken soll. Find ich ein bißchen zuviel um die Ecke gedacht
Nun, ja... Marco war höchst unzureichend beschwert... Mit einem gewissen Auftrieb durch Verwesungsgase war zu rechnen. Der Tote schwamm dann ja auch, als er gefunden wurde. Wer sagt denn, dass er nicht gefunden werden sollte?

Für einen Täter, der die komplette Familie beseitigt hätte, wäre es sehr sinnvoll gewesen, wenn der Familienvater als vermeintlicher Täter gefunden wird, damit sich ein stimmiges Szenario ergibt....

Die konkrete Auffindesituation wäre für einen solchen hypothetischen Täter sehr günstig, weil es durch die Einwirkung des Wassers und der Strömung wohl keine forensischen Spuren am Leichnam gab, die zu ihm hätten führen können. Anders als bei einem an Land inszenierten Selbstmord....

Aber ich höre schon auf, denn das bewegt sich alles im Bereich der Spekulation....


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20.07.2020 um 17:16
KimByongsu
schrieb:
Nun, ja... Marco war höchst unzureichend beschwert... Mit einem gewissen Auftrieb durch Verwesungsgase war zu rechnen. Der Tote schwamm dann ja auch, als er gefunden wurde. Wer sagt denn, dass er nicht gefunden werden sollte?
Technisch betrachtet ging nicht mehr. Die Flussmitte zu wählen war auch logisch durchdacht. Aber vom Gewicht und von den Schnüren war es die einzige Möglichkeit dazu noch schwere Kleidung und er musste noch über die Brüstung. Es war eine 50:50 Entscheidung. Man kann sich nicht mit 100 Kilo beschweren und sich dann noch bewegen.


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Vermisste Familie aus Drage

20.07.2020 um 17:44
KimByongsu
schrieb:
Die Leute fesseln sich z.B. oft, um ein unwillkürliches Schwimmen zu verhindern. An der Lage der Knoten, die für die Suizidenten leicht erreichbar sind, ist dann in der Regel schnell festzustellen, dass sie die Schnur selbst zugeknotet haben (können). Sie beschweren sich typischerweise mit Gewichten (z.B. Rucksäcken mit Steinen oder ähnlichem) und ziehen sich oft Handschuhe an, manchmal verkehrt herum, um das unwillkürliche Aufknüpfen der Knoten im Todeskampf zu verhindern, da der Körper im Todeskampf versucht, wieder an Luft zu kommen und die Suizidenten dann nicht mehr recht Herr ihres Willens sind: Entgegen dem ursprünglichen Beschluss, sich zu töten, versuchen die Suizidenten im Ertrinken ihre Fesseln doch wieder zu lösen. Das sollen die Handschuhe erschweren, denn zum Öffnen der festgezogenen Knoten der Fesselung benötigt man die Fingernägel...
Das war für mich sehr interessant, denn ich hab mich bis heute gefragt, warum M.S. Handschuhe trug.
Zum Thema Mühlenteich - auf Spuren von Mantrailerhunden kann man gar nicht so viel geben. Heute bei einem Prozesstag im Fall Maria Baumer gab es auch Mantrailer Hunde, die angeschlagen haben und ein Gutachter hat diese Spuren als nicht zuverlässig eingeschätzt.
Der Gutachter erläutert, wie sich der menschliche Geruch zusammensetzt. Er bestehe aus einer individuellen Kombination von Molekülen, die für jeden Menschen einzigartig sei. Der Geruch lasse sich unter anderem durch Hautschuppen nachweisen, die jeder Menschen ständig verliert in der Umgebung, in der er sich aufhält. Der Gutachter spricht aber von einer sehr kurzen Haltbarkeit von Stunden und höchstens einem Tag. Durch äußere Einflüsse werde dann der Geruch schnell Veränderungen ausgesetzt. Deshalb sei es kaum möglich, nach längerer Zeit noch den individuellen Geruch einer gesuchten Person zu finden. Er spricht von Stunden, nicht von Monaten, keinesfalls von Jahren. Mantrailing sei deshalb die schwierigste Aufgabe im Bereich der Suchhunde, sagt der Gutachter. Hammer spricht nun die Aussagekraft an, da es ja auch immer wieder Erfolgsmeldungen gibt. Der Gutachter sagt, dass es für Personenspürhunde schwierig sei, weil viel zu viel von ihnen verlangt werde. Es sei wissenschaftlich nicht nachgewiesen, dass Mantrailer-Hunde nach Tagen noch eine eindeutige Spur finden können.
Quelle: https://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/live-der-prozess-um-maria-baumers-tod-21705-art1917691.html


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Vermisste Familie aus Drage

20.07.2020 um 18:28
@Steppel
Das mit den Handschuhen war mir auch nicht klar.
Was für Überlegungen kurz vor Schluss. Das liest sich so grausam.

Es wird ja viel um das Wort "Selbstmord" gestritten. Man solle "Freitod" sagen,
denn der Mensch beendet sein Leben ja freiwillig.

Wenn ich aber solche Sätze lese, bekommt das Wort Selbstmord für mich wieder Sinn.


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Vermisste Familie aus Drage

20.07.2020 um 18:52
Für mich ist das gar nicht so klar, dass Herr S. den Stein umgebunden hat um nicht mehr aufzutauchen/spurlos zu verschwinden .. vielleicht wollte er nur sicherstellen sich nicht befreien zu können, bis er ertrunken ist.

I


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Vermisste Familie aus Drage

20.07.2020 um 19:13
Der Hass oder die gar die Angst von M.S muss so groß gewesen sein, dass seine Planung und Durchführung die Absicht hatte nichts aufzufinden. Düker und seine Kollegen haben es bis heute vermieden, dass das vermeintliche Motiv an die Öffentlichkeit gelangt. Dieses Motiv kann / muss für andere Personen eine Brisanz haben. Scheidungsabsichten, Schulden etc sind eigentlich "gewöhnliche" Motive die im Allgemeinen genannt werden. Hier herrscht ein Motiv mit großer Tragweite. Über das Motiv müssen/dürfen wir hier nicht spekulieren. Es geht eher darum , wie er es schaffte, in einem doch kurzen Zeitraum Frau und Kind bis heute spurlos verschwinden zu lassen. Das ist für mich eines der größten Rätsel in solchen Fällen. Es gab an dem frühen Abend 2 Telefonate und wir kennen seine Abmeldung aus dem Handynetz um 20.58 Uhr. Vom Mühlenteich abgesehen gibt es keine Zeugen die die Familie oder Teile der Familie am Abend im Auto oder sonstwo gesehen haben. Keine Leichen- , Dreck- oder Blutspuren in den Autos. Auch im Haus keine Hinweise auf Auseinandersetzungen o.ä. Ich glaube mittlerweile , dass man es kaum schafft 2 Personen gleichzeitig zu töten und zu entsprechend zu beseitigen. Ob nun der Reiterhof am Nachmittag laut Podcast statt fand ist nicht unwichtig im Ablauf. Er könnte seine Tochter tatsächlich schon am Nachmittag getötet haben. Die merkwürdige SMS am frühen Nachmittag an seinen Ehefrau (kurioserweise war er dann nicht mehr erreichbar) könnte ein Indiz sein. Vielleicht war Marco zu diesem Zeitpunkt in einer Art "Tunnel" und wollte es hinter sich bringen. Das Grab o.ä würde dann eher für 2 Personen sprechen, daher wollte er unbedingt seine Frau nach Hause locken. Wir reden hier vom hellichten Tag. Da wirft man keinen Menschen in einen Teich oder in die Elbe, dazu muss es noch in Ufernähe geschehen. Der Ablageort würde dann eher für die Nähe des besagten Reiterhofes sprechen. Wie ich schon mal erwähnte dürften dann eigentlich die Reitutensilien von Miriam fehlen. Ob sie fehlen ist nicht bekannt. Inwieweit die Gegend um den Reiterhof intensiv abgesucht wurden ist weiß ich nicht. Ich bin auch immer noch ein Verfechter der Theorie, dass der Ablage nahezu mit dem Auto erreichbar sein muss. Der Zufall will es und man wird gesehen, wie man eine Schaufel trägt oder einen Körper. Ich denke auch , dass man einen Körper nicht unbedingt hunderte von Metern trägt. Sicherlich ist es möglich, dass er mit seiner Tochter nach dem Reitunterricht noch einen kleinen Spaziergang vortäuschte, dann wäre die Tötung natürlich an Ort und Stelle möglich. Es stellt sich dann die Frage, ob er seine Frau dorthin gelotst hat oder ganz woanders ablegte. Er benötigte aber einen Vorwand seine Frau nach 17.30 Uhr aus dem Haus zu lotsen. Fragwürdig bleibt aber die Zeitspanne: 16.50 Uhr kam seine Frau nach Hause. 17:30 Uhr telefonierte er aber zu Hause. Hat er mit seiner Frau direkt um 17 Uhr das Haus verlassen und war bereits wieder um 17.30 Uhr zu Hause ? Verliess er mit seiner Frau das Haus erst nach 17.30 Uhr ? Den Telefonanruf des Schwiegervater um 19.00 Uhr nahm er nicht entgegen. Sie telefonierten erst um 19.30 Uhr. Er verleugnete seine Frau mit dem Worten: Sie schläft schon. Demnach muss Marco einen Ort gefunden haben wo man bei Tageslicht 2 Menschen verbergen kann ohne entdeckt zu werden und es scheint nicht weit vom Haus zu sein. Er rückte noch die Mülltonnen vor und dann war alles vorbei.

Warum Marco allerdings sein Handy erst um 20.58 Uhr abmeldete ist mir auch ein Rätsel. Die anderen Handys gingen schon vorher vom Netz. Kein Nachbar sah die Familie an Abend oder auch später. Es gibt auch keine Aussagen darüber , ob die Autos noch bewegt wurden . Solch ein spurloses Verschwinden und die Art seiner Tötung mit dem Bautstellenklotz (ohne Bautstelle auf der Brücke kein Klotz) ist nicht spontan geplant sondern setzt eine Planung voraus. Ich freu mich immer über neue Ideen zu diesem Fall, da er eigentlich in Gänze sehr krass und unvorstellbar erscheint.


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Vermisste Familie aus Drage

20.07.2020 um 19:50
Enterprise1701
schrieb:
Es geht eher darum , wie er es schaffte, in einem doch kurzen Zeitraum Frau und Kind bis heute spurlos verschwinden zu lassen. Das ist für mich eines der größten Rätsel in solchen Fällen.
Hier im Thread steht das Marco seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr gemacht hat, Dort lernt man sich zu tarnen sich zu verstecken sich zu verteidigen.

Eigene Erfahrung, wenn jemand mit Tarnfleck sich im Wald versteckt, sei es nur 10 m vom Waldrand entfernt, wird er eins mit der Umgebung. Du erkennst nichts mehr. Man Sieht keine Menschen mehr.

Auch lernt man mit dem so genannten Klappspaten Löcher zu buddeln. Und das innerhalb kurzer Zeit.

Für mich ist eins klar in solchen fällen, die Personen, haben sich schon im Voraus lange Gedanken gemacht und haben theoretisch Szenarien in ihrem Kopf durchgespielt.

Heißt, das was sie tatsächlich kurzfristig ausgeführt haben, hatte bereits einen langen Plan im Hinterkopf…

Aber ohne Kommissar Zufall wird dieser Fall wohl nicht mehr zu lösen sein.


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Vermisste Familie aus Drage

20.07.2020 um 20:14
Enterprise1701
schrieb:
und die Art seiner Tötung mit dem Bautstellenklotz (ohne Bautstelle auf der Brücke kein Klotz) ist nicht spontan geplant sondern setzt eine Planung voraus.
@enterprise

Baustellen sind Hintergrundwissen, das wir abspeichern.
Baustellen sind immer ein Ärgernis. Man muss langsamer fahren. Man muss eine Baustelle evtl. umfahren, weil sich der Verkehr staut usw.
Und man sieht auch- ohne, dass es besonders bewusst wird, wie eine Baustelle gesichert ist.
Ich denke, die Baustelle war Herrn Sch. bekannt. Er hat sich an diese Steine erinnert und an die Strecke und wusste, dass er seien Plan da umsetzen kann.
Ihm werden auch noch andere Selbsttötungsvarianten durch den Kopf gegangen sein. Er hat sich für diese entschieden.
Warum, werden wir nie erfahren. Das wird an seinem Gemütszustand, vor allem aber mit seiner Persönlichkeit gelegen haben.

Ich denke, er wollte sich und seine Familie spurlos ausradieren. So als hätten sie nie gelebt.
Vielleicht wollte er nicht, dass durch seine Entscheidung "Arbeit" für andere Menschen entsteht. Also dass weder ermittelt noch geborgen- oder obduziert wird.

Vielleicht war ihm der Gedanke schrecklich, sie werden alle aufgeschnitten.

Vielleicht wollte er, dass Hope für immer in der Hoffnung leben kann, sie leben noch.
(Das wäre ein Irrgedanke, aber wer weiss schon, was sich Menschen, die "im Tunnel sind" vorstellen?)


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20.07.2020 um 20:27
frauzimt
schrieb:
Baustellen sind Hintergrundwissen, das wir abspeichern.
Baustellen sind immer ein Ärgernis. Man muss langsamer fahren. Man muss eine Baustelle evtl. umfahren, weil sich der Verkehr staut usw.
Und man sieht auch- ohne, dass es besonders bewusst wird, wie eine Baustelle gesichert ist.
Sicher, aber ohne Baustelle mit diesen Beschwerungsklötzen für Schilder wäre der Selbstmord dort nicht möglich gewesen. Sie haben Gewicht, Löcher zum befestigen und waren passenderweise an der richtigen Stelle. Hinzu kommt die Brücke war gesperrt.


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Vermisste Familie aus Drage

21.07.2020 um 13:18
Am Sonntag,19.7., gab es bei Kripo Live einen kurzen Filmbeitrag.

Noch 5 Tage in der Mediathek abrufbar

https://www.ardmediathek.de/mdr/video/kripo-live/drage-mutter-und-tochter-seit-fuenf-jahren-vermisst/mdr-fernsehen/Y3JpZ...


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Vermisste Familie aus Drage

21.07.2020 um 14:48
Der Filmbeitrag geht grad mal 3 min. Hätte man sich sparen können. Ich glaube nicht mehr dran, dass Mutter und Tochter noch gefunden werden. Da hat jemand ganze Arbeit geleistet. Wirklich tragisch dieser Fall.


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Vermisste Familie aus Drage

21.07.2020 um 15:23
Ich habe hier teilweise mitgelesen ( bitte um Nachsicht, falls ich mich irre). War es nicht so, dass es Spuren von genau drei Personen an jenem Nachmittag vor dem Verschwinden von Miri und Silvia Sch., sowie Marco Sch. gab und zwar in Laufrichtung zum Ufer des Mühlenteichs?
Aber nur eine Spur davon wieder zurückführte? Das müsste doch dann die Spur von Marco gewesen sein. Ich hatte mir den Teich kleiner vorgestellt, als er offenbar ist, nach den Videos zu urteilen.
Da der Teich nicht abgepumpt wurde, könnte es doch durchaus sein, dass sich die Leichen von Miri und Sylvia auf dem schlammigen Untergrund des Teichbodens befinden.
Es gab doch eine Zeugin , die Miri dort angeblich noch gehört hat. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass Sylvia und Miri am Tecih getötet bzw. ertränkt wurden.
Danach wäre Marco alleine nach Hause gefahren, hätte die Handys von Miri und Syvia ausgeschaltet.

Ich denke, dass er mehr Zeit gebraucht hätte, beim Reiterhof für beide ein Grab zu schaufeln. Das ist gar nicht so einfach und sehr kräftezehrend in einem waldigen oder moorastigen Boden mit Wurzelwerk, zwei Gräber auszuheben, die auch tief und groß genug sind.
Ich erinnere mich da an der ungeklärten Mordfall Nicole Stindt bei Groß Ippener. Der Mörder hat ihr Grab sehr sorgfältig im Waldboden ausgehoben, aber dennoch haben wilde Tiere Teile ihres Leichnams an die Waldoberfläche befördet und ein Hundespaziergänger stieß Monate später auf freigelegte Überreste von Nicoles Leichnam.
Das Risiko hätte Marco auf jeden Fall mit einem "Grab" beim Reiterhof auch gehabt.


Dagegen geht das Ertränken einer Person der man körperlich überlegen ist, sehr viel schneller. Die Leichen wird er entsprechend beschwert haben und wegen des Morast und der Beschwerung tauchen sie evtl. nicht wieder auf. Bzw. sind die Liechen evtl. durch Faulgasentwicklung doch aufgestiegen, aber zu diesem Zeitpunkt waren keine Zeugen oder Spaziergänger am Mühlenteich und das war es dann. Die Leichen steigen ja nur einmal auf und sinken dann endgültig wieder herab.


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21.07.2020 um 15:32
@Rotmilan
Aber wenn er sie ertränkt hat, wie hat er das angestellt. Er musste ja eine Person ertränken, während noch eine weitere dabei gewesen wäre.
Weder hätte die Mutter ruhig zugeschaut, wie die Tochter umgebracht wird (außer es war ihr gemeinsamer Plan) noch anders rum.
Er hätte die zweite Person ruhigstellen müssen, während er die erste ins Wasser bringt. Das stell ich mir schwierig vor.


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21.07.2020 um 15:34
Das empfinde ich persönlich als kleinstes Hindernis. Schlag auf den Kopf, Betäuben etc. - da gibt's doch genügend Möglichkeiten...


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21.07.2020 um 15:40
schustermaedel
schrieb:
Das empfinde ich persönlich als kleinstes Hindernis. Schlag auf den Kopf, Betäuben etc. - da gibt's doch genügend Möglichkeiten...
Du musst aber auch gewährleisten, dass die Person lange genug bewusstlos bleibt. Und jemanden zu ertränken wird schon einen Moment dauern, da sich der Ertrinkende sicher sehr wehrt und erst nach einer Weile die Kräfte nachlassen.

Also bliebe nur Betäubung oder Fesselung. An Betäubungsmittel muss man aber erstmal rankommen.


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21.07.2020 um 15:54
Mailaika
schrieb:
Du musst aber auch gewährleisten, dass die Person lange genug bewusstlos bleibt.
Ich meine, dass ein heftiger Schlag auf den Kopf da vollkommen ausreichen kann. Evtl. liege ich falsch, aber um den Mühlenteich als Ablageort absolut sicher auszuschliessen, müsste dieser abgepumpt werden. Dagegen hat man sich damals entschlossen, man könnte es aber immer noch machen.


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21.07.2020 um 15:56
Rotmilan
schrieb:
Ich meine, dass ein heftiger Schlag auf den Kopf da vollkommen ausreichen kann.
Mir wäre das Risiko zu groß, dass die Person zu früh das Bewusstsein wiedererlangt.
Aber gut, man könnte das ganze abkürzen, in dem man beide (wie auch immer) in die Bewusstlosigkeit bringt und dann einfach ins Wasser bringt.


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21.07.2020 um 16:26
Rotmilan
schrieb:
Dagegen geht das Ertränken einer Person der man körperlich überlegen ist, sehr viel schneller. Die Leichen wird er entsprechend beschwert haben und wegen des Morast und der Beschwerung tauchen sie evtl. nicht wieder auf.
Wie soll das gehen? Man müsste die Personen an einer tiefen Stelle des Teichs versenken und nicht am Ufer. Dahin bekommt man sie nur im Boot, Brücke gibts ja nicht. Und etwas sehr Schweres aus dem Boot zu werfen ohne zu kentern und das gleich zwei Mal und auch noch am helllichten Tag, wenn Spaziergänger unterwegs sind? Halte ich für ziemlich abwegig. Wenn Mühlenteich, dann war es tagsüber. Aber nicht jetzt die Geschichte von am belebten Ufer zwischengelagerten Leichen...


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