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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

11.605 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Entführung, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

25.02.2021 um 21:11
Zitat von roberndrobernd schrieb:So richtig selten waren derartige Spulentonbandgeräte Anfang der 1970er Jahre nicht wirklich. Vom TK 248 und ähnlichen wurde um die Zeit einige 100 000 gebaut, verkauft und auch benutzt.
Ich kann nur für die Zeit ab ENDE der 70er Jahre sprechen. Und das Verbrechen war Anfang der 1980er.
Bei Normalbürgern waren die Geräte damals sehr selten.

Da der Verurteilte das Märchen mit dem Flohmarkt erzählte, kann man davon ausgehen, dass er das Tonbandgerät damals hatte.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

25.02.2021 um 21:37
Zitat von Stefan1477Stefan1477 schrieb:Die LEH Schüler sind viel verdächtiger.
Ich traue solchen Schülern aus gutem Hause eine solche Tat genauso zu.
Bereits 2003, also lange vor Telefonüberwachung, TK 248, Belastungsmosaik und dem ganzen Tralala hat der Ex-LEH-Schüler Markus Epha eine das LEH und mögliche Zusammenhänge mit der Tat betreffende Aussage beim LKA gemacht. Das Resultat: nicht nur dass nichts passierte, er musste auch noch seine Fingerabdrücke abgeben, vermutlich nach dem Gummiparagraphen § 163b StPO.

https://www.sterntv.de/nach-fast-40-jahren-wurde-fuer-den-tod-von-ursula-herrmann-der-falsche-verurteilt


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

25.02.2021 um 22:03
Der podcast, der hier abrufbar ist besteht aus mehreren Teilen. Es wäre hilfreich wenn du 24, uns wenigstens den richtigen Teil verlinken könntest, dann weiß ich was du meinst.

Mazurek wurde im übrigen bereits für die stern TV Sendung am 10.4.2019 interviewt und machte dort meiner Erinnerung nach eine wesentlich bessere Figur als bei KPP.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 05:40
Zitat von PalioPalio schrieb:Dass trotz umfangreicher Nachforschungen keine Zeugen für den Kauf gefunden wurden, ist dann vermutlich ein Ermittlungsfehler.
Ich wundere mich immer wieder über manche Vorstellungen...
Ehe man die Flohmarkt Geschichte einfach als lüge abtut, sollte man sich über manche Fragen Klarheit verschaffen zb war WM ein regelmäßiger Flohmarkt Besucher? Hat er nur spezielle Sachen dort gesucht oder stöberte er generell herum? In welchem Umkreis hat er Flohmärkte besucht? Hat der Verkäufer nur seine eigene Ware verkauft oder auch die von Nachbarn und bekannten?

Ich Frage nur deshalb, weil ich früher leidenschaftlich auf Flohmärkten unterwegs war.
Als Käufer habe ich speziell nach gewissen Dingen Ausschau gehalten, habe teilweise aber auch reine Lust und Gelegenheitskäufe getätigt. Würde mich heute jemand nach dem Verkäufer eines bestimmtes Teiles befragen, so könnte ich warscheinlich grob noch Ort und Monat des Trödelmarktes angeben, mehr aber auch nicht.
Als Verkäufer habe ich nicht nur meine eigenen Sachen verkauft, sondern eben auch ware von Kollegen, Freunden, Nachbarn und Familie. Leute, die selber keine Zeit und muße hatten, zu verkaufen. Würde mich Jahrzehnte später jemand fragen, ob da ein spezielles Teil dabei war, tja, auch da hätte ich ein Problem, erst Recht, wenn es nicht aus meinem Besitz war.
Jemand (Käufer/Verkäufer), der in seinem Leben nur zwei Trödelmärkte besucht hat wird sich an diese (ware/Personen) anders erinnern, als jemand, der tausende gesehen hat.
Bei WM ist der fehlende Verkäufer aber der ultimative Beweis, dass alles eine Lüge ist....
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Herr Mazurek behauptete ja sogar er habe das Gerät 2007 auf dem Flohmarkt gekauft
Warum behauptet? Ist das so unwahrscheinlich?
Zitat von vierundzwanzigvierundzwanzig schrieb:komplett empathielos!
Mit der Argumentation könnte man jeden Autisten unter Generalverdacht stellen. Ausserdem, wann und wo wurde zweifellos festgestellt, dass WM komplett empathielos ist? Gab es ein Gutachten? Oder unterstellt man dies einfach, weil es ins Bild passt?
Zitat von BattistiBattisti schrieb:frage ich mich sogar, ab wann man sich als Leugner und Unterstützer nicht selber "strafbar" macht. Wann durch offensichtliches leugnen, ignorieren, verharmlosen falsch verbreiten von Tatsachen neues Unrecht entsteht.
Totschlagargument.
Zitat von vierundzwanzigvierundzwanzig schrieb:Also halt nach dem Motto: "ich geb´ dem Kind schon was zu lesen, ich bin ja kein "Unmensch",
Warum sollten sich die Täter überhaupt diese Mühe machen? Das gilt es dich zu hinterfragen? Für die Entführung an sich und die Forderung nach Geld war die komplette Kistenausstattung unnötiger Schnickschnack. Nichts davon war notwendig, um an Geld zu kommen. Es passt erst Recht nicht zu einem "komplett empathielosen"Täter. Hier hat sich jemand richtig Gedanken gemacht. Warum?
Zitat von vierundzwanzigvierundzwanzig schrieb:Er hatte zuvor einen CD-Wechsler im Einsatz und kauft sich dann für den selben Zweck, ein kaputtes Tonbandgerät ... ah ja! ... hä??? ... wie bitte??? ... öhm??? ... jaaa, klaaaaar!!!!
Warum nicht. Als interessierter oder Sammler kann sich jeder alles in jedem Zustand kaufen und sei es nur aus nostalgischen Gründen.
Zitat von AndanteAndante schrieb:Woher kommt das eigentlich mit dem „den Klingeldraht einsperren“? Wer hat das so formuliert? Das ergibt doch keinen Sinn.
Unabhängig davon: Der Klingeldraht wurde freiwillig an die Polizei übergeben, egal wo er vorher aufbewahrt („eingesperrt“) wurde. Das spricht gerade nicht für eine Tatbeteiligung.
Habe ich anders in Erinnerung. Es waren nicht die Schüler, die sich gemeldet haben und diesen Draht übergeben haben. Übergeben wurde er im Zuge dessen, dass die Polizei im Haus war. Das ist ein himmelweiter Unterschied.
Zitat von BattistiBattisti schrieb:Nämlich, dass es unheimlich schwierig ist, geschlossen in einer Gruppe über so lange Zeit Eine Art Schweigegelübde durch zu halten.
Aha, bei einer Gruppe Schülern also völlig ausgeschlossen. Bei WM und Komplizen (kleinkriminelle, Alkoholiker, psychisch kranke...) aber völlig plausibel. Nichtsdestotrotz sind die vermeintlichen Mittäter bis heute aber unbekannt, es scheint also trotzdem funktioniert zu haben, nur eben nicht bei Schülern, die können das grundsätzlich nicht, den Mund halten....
Zitat von vierundzwanzigvierundzwanzig schrieb:Ich schwöre!!!
Na dann...
Zitat von FaktenfinderFaktenfinder schrieb:Und? :)
Halte ich für eine super Idee. Wie wäre es mit dem themenwiki? Das würde diese leidigen Diskussionen ersparen, wo wieder und wieder altbekanntes geleugnet oder ausgeblendet wird.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 06:47
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Ich wundere mich immer wieder über manche Vorstellungen...
Ehe man die Flohmarkt Geschichte einfach als lüge abtut, sollte man sich über manche Fragen Klarheit verschaffen
Am besten verschafft man sich Klarheit, indem man mal ins Urteil schaut.

Was steht denn im Urteil dazu, was ermittelt wurde, wen man alles befragt hat, was WM gesagt hat, "ehe man die Flohmarktgeschichte als Lüge abgetan hat"? Warum hat das Gericht ihm nicht geglaubt?

Liste doch mal alles schön übersichtlich auf und dann erklärst du uns, warum man trotz der unsinnigen und widersprüchlichen Angaben WM glauben sollte und nicht all den Zeugen, die sich nicht erinnern konnten, dass es auf dem Flohmarkt in Beverungen ein Tonbandgerät gab, obwohl sie teilweise gezielt nach so etwas geguckt haben.

Fang damit an, wie oft WM die Beschreibung des Tonbandgeräteverkäufers geändert hat und ob er und seine Frau denn wenigstens den Standplatz des angeblichen Verkäufers in ihren Aussagen grob an der gleichen Stelle angesiedelt haben.

Na gut, zu 2. gibt's schon mal einen Spoiler
Eklatant widersprechen sich die beiden Angeklagten auch bei der Lage und der Beschreibung des Standplatzes des Tonbandverkäufers. Während der Angeklagte Mazurek in seinen am 28.05.2008 und 18.06.2008 gefertigten Handskizzen den Verkaufsstand und den Standort des Generators in der linken hinteren Ecke des Flohmarktgeländes einzeichnete, markierte die Mitangeklagte in ihrer am 12.06.2008 gefertigten Handskizze den Verkaufsstand gerade entgegengesetzt auf der rechten Seite des Flohmarkt Geländes.
Urteil S. 223



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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 07:15
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Ehe man die Flohmarkt Geschichte einfach als lüge abtut,
Das wurde erst zum Indiz/Argument, nachdem seine Aussagen keiner Überprüfung standhielten.
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb: Es passt erst Recht nicht zu einem "komplett empathielosen"Täter. Hier hat sich jemand richtig Gedanken gemacht.
Deine Aussagen sind durchgehend oberflächlich. Merkst du das eigentlich?
Ist dir das nicht bewusst , dass diese ganze Entführungs-Idee und ihre Umsetzung grausam und unmenschlich waren?
„Richtig Gedanken gemacht?“
Kranke Gedanken.
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:wann und wo wurde zweifellos festgestellt, dass WM komplett empathielos ist? Gab es ein Gutachten? Oder unterstellt man dies einfach, weil es ins Bild passt?
Es ist doch völlig normal, angesichts des abscheulichen Verbrechens, dass man so einen Menschen mit seinen Aussagen und Taten würdigt.
Nicht jeder ist Sadist und Lügner.
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Bei WM und Komplizen (kleinkriminelle, Alkoholiker, psychisch kranke...) aber völlig plausibel.
Hast du den Ignore-Button gedrückt?

Sein Helfer hat ihn verpfiffen. Und auch er hat sich um Kopf und Kragen geredet.
Auch die Aussagen seiner Familie belasten ihn.
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Als interessierter oder Sammler kann sich jeder alles in jedem Zustand kaufen und sei es nur aus nostalgischen Gründen.
Nur dass nicht jedes x-beliebige Gerät den besagten Tonfehler erzeugt.
Nur dass der interessierte oder Sammler in der Regel belegen kann, von wem er was hat.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 07:34
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Als Käufer habe ich speziell nach gewissen Dingen Ausschau gehalten, habe teilweise aber auch reine Lust und Gelegenheitskäufe getätigt. Würde mich heute jemand nach dem Verkäufer eines bestimmtes Teiles befragen, so könnte ich warscheinlich grob noch Ort und Monat des Trödelmarktes angeben, mehr aber auch nicht.
Der Verdächtige hat doch selbst präzise Angaben gemacht.

Abgesehen davon:
Wenn ich ein Tonbandgerät kaufe, kann ich mir doch als nichtgeisteskranker den Flohmarkt merken. Das ist doch kein Kleingegenstand.

Offensichtlich konnten alle Anbieter ausfindig gemacht werden.
Oft gibt es Teilnehmerlisten für Anmeldung und Gebühren. Das ist nicht ungewöhnlich.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 07:39
Zitat von BattistiBattisti schrieb:Ich kann nur für die Zeit ab ENDE der 70er Jahre sprechen. Und das Verbrechen war Anfang der 1980er.
Bei Normalbürgern waren die Geräte damals sehr selten.

Da der Verurteilte das Märchen mit dem Flohmarkt erzählte, kann man davon ausgehen, dass er das Tonbandgerät damals hatte.
Das klingt alles so weit weg. Was weisst du über Normalbürger aus den 80ern und welche Geräte hatten und benutzten die? Das Gerät hat durch einen eingebauten Verstärker und Lautsprecher einen Standalone Charakter und war somit für Anspruchslose in Bezug auf Wiedergabequalität. Nicht zu vergleichen mit den Anlagengeräten, die Mazurek reparierte und selber benutzte. Es ist plausibel, dass das Gerät anlässlich auf Grillfesten unter freiem Himmel rumdudeln sollte. Altmodisch. Genauso ein Typ ist WM. Gibt es Abhörprotokolle vom Wortlaut, als WM seinen Gesprächspartnern von dem Erwerb erzählte?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 07:43
Mazurek macht zufällig Urlaub mit Frau und Camper und zufällig gab es offensichtlich unbestreitbar einen Flohmarkt in Beverungen. Und dann stand zufällig das TK bis fast 16 Uhr zum Verkauf und wartete nur auf Mazurek.
1. Variante
Mazurek trifft im Hinterland 2007 genau auf das TK, dass für die Tat 1981 in Eching verwendet wurde.
2. Variante
Mazurek findet sein eigenes Gerät wieder, dass er für die Tat verwendet hatte und das er 25 Jahre auf Reise schickte.

Beide Varianten übertreffen die Möglichkeit, den Eurojackpot zu gewinnen.

Es war schon immer ein alter Hut, einen Flohmarkterwerb als Ausrede zu benutzen, weil sich der Verkäufer kaum ermitteln lässt.
Nur war dieser Flohmarkt so klein und alle Händler haben sich mehr oder minder gekannt, dass sich der von Mazurek angegebene Kauf als Lüge entpuppt hat.

JagBlack


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26.02.2021 um 09:22
Zitat von AndanteAndante schrieb:Woher kommt das eigentlich mit dem „den Klingeldraht einsperren“? Wer hat das so formuliert?
Vermutlich stammt diese Formulierung aus einem Presseartikel. Eine andere, nicht ganz so dramatisierende Formulierung für den gleichen Sachverhalt ist: Der Draht wurde in einer abschließbaren Kiste aufbewahrt.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 10:16
Zitat von schärlookschärlook schrieb:Vermutlich stammt diese Formulierung aus einem Presseartikel. Eine andere, nicht ganz so dramatisierende Formulierung für den gleichen Sachverhalt ist: Der Draht wurde in einer abschließbaren Kiste aufbewahrt.
Das stand so in der Akte.
Das war der Tenor von MH, dass es hieß, der Klingeldraht wurde eingesperrt.


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26.02.2021 um 11:13
Zitat von Buddy_CasinoBuddy_Casino schrieb:Das klingt alles so weit weg. Was weisst du über Normalbürger aus den 80ern und welche Geräte hatten und benutzten die? Das Gerät hat durch einen eingebauten Verstärker und Lautsprecher einen Standalone Charakter und war somit für Anspruchslose in Bezug auf Wiedergabequalität.
Tonbandgeräte waren in den 70er J. schon keine wirklichen Massenprodukte. Und 1980 waren sie bereits eher selten vorzufinden. Und jeder, der die Zeit wie ich bewusst erlebte und Musikfan war, weiß, dass Tonbandgeräte damals dann aus dem Alltag mehr oder weniger ganz verschwanden. Sicher, wenn jemand viel Geld in ein Profigerät investierte, wird er es nicht gleich auf den Müll geworfen haben.
Aber solche Haushalts-Geräte wie das besagte Grundig waren aus leicht nachvollziehbaren Gründen nicht mehr gefragt, da die Alternative Kassette die Zukunft war, und insbesondere mit Autoradios kompatibel.

Unabhängig davon:
Ich habe mir inzwischen das Urteil durchgelesen. Aus dem geht hervor, dass Mazurek als das Verbrechen geschah eine Tonbandmaschine besaß. Das belegen Zeugenaussagen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 11:44
Eine Frage könnte ich auf die Schnelle nicht klären : WM soll in angehörten Telefongesprächen vom Kauf des Tonbandgerätes erzählt haben. War das chronologisch vor der erneuten Hausdurchsuchung, bei der das TK248 sichergestellt wurde?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 12:03
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:vierundzwanzig schrieb:
Also halt nach dem Motto: "ich geb´ dem Kind schon was zu lesen, ich bin ja kein "Unmensch",

Warum sollten sich die Täter überhaupt diese Mühe machen? Das gilt es dich zu hinterfragen? Für die Entführung an sich und die Forderung nach Geld war die komplette Kistenausstattung unnötiger Schnickschnack. Nichts davon war notwendig, um an Geld zu kommen. Es passt erst Recht nicht zu einem "komplett empathielosen"Täter. Hier hat sich jemand richtig Gedanken gemacht. Warum?
Dass sich hier jemand „richtig Gedanken gemacht“ hat, ist angesichts der nicht besonders gehaltvollen Art der Verpflegung, der Art des Lesestoffs und des nicht funktionierenden Rohrsystems stark zu bezweifeln. Richtig, es war nicht von Anfang an geplant, das Opfer zu töten, sonst hätte man das gleich nach der Entführung gemacht und sich dadurch natürlich die Kiste etc. erspart. Ursula sollte nach Kassieren des Lösegeldes freigelassen werden. Bis dahin musste man sie halt in der Kiste irgendwie versorgen (Rohrsystem, Essen, Lesestoff, Wassereimer als Toilette, Licht). Der Kisteninhalt war es denn auch, der Mazurek keine Verurteilung wegen Mordes, sondern „nur“ wegen erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge eingebracht hat.

Mit Empathie hatte die Kistenbestückung aber nun gar nichts zu tun, sondern schlicht mit der Erkenntnis der Notwendigkeit, das Opfer irgendwie bis zu Erhalt des Lösegeldes am Leben zu halten.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 12:09
Zitat von BattistiBattisti schrieb:Tonbandgeräte waren in den 70er J. schon keine wirklichen Massenprodukte.
Da bist du total falsch informiert. Die 70er haben sehr gute Heim Audio Geräte parat gestellt. Tonband ganz klare Vorteile gegenüber Cassette. Das Medium was bei einigen das Tonband ablöste waren unter denjenigen, die magnetisch weiterhin hochwertig lange aufzeichnen wollten, Hifi Videorekorder Ende der 80er.
Zitat von BattistiBattisti schrieb:Sicher, wenn jemand viel Geld in ein Profigerät investierte, wird er es nicht gleich auf den Müll geworfen haben.
Schmeisst du gerne weg und machst jeden oberflächlichen Innovationsquatsch mit? Damals war noch nicht jeder auf dem Platzspar-Trip. Da galt Qualität und Vorteil. Der Vinylboom beweisst sogar heute noch diesen antizyklischen Gegentrend. Woher du deine "Erfahrungen" ableitest leuchtet mir nicht ein. Mikrokosmos?
Zitat von BattistiBattisti schrieb:Ich habe mir inzwischen das Urteil durchgelesen. Aus dem geht hervor, dass Mazurek als das Verbrechen geschah eine Tonbandmaschine besaß. Das belegen Zeugenaussagen.
Wäre auch merkwürdig wenn nicht für jemanden, der gewerblich repariert und verkauft.

Sind das deine Beweise?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 13:22
Zitat von Buddy_CasinoBuddy_Casino schrieb:Da bist du total falsch informiert. Die 70er haben sehr gute Heim Audio Geräte parat gestellt. Tonband ganz klare Vorteile gegenüber Cassette. Das Medium was bei einigen das Tonband ablöste waren unter denjenigen, die magnetisch weiterhin hochwertig lange aufzeichnen wollten, Hifi Videorekorder Ende der 80er.
Wie alt bist du denn? Hast du damals gelebt?
So gut wie niemand hat in den 80er J. noch Geld in Tonbandgeräte gesteckt.
Ich spreche hier nicht von High-End-Anlagen oder von Equipment für Musik-Produktionen, sondern von Privathaushalten.
Mag sein, dass das noch geliefert wurde. Aber das wurde nicht gekauft.
Aber die Privathaushalte entscheiden sich im Zweifel immer für "Convenience".
Siehe Videokameras, siehe CD, siehe Digitalkameras.

Die 80er Jahre waren die Zeit der Musikanlagen. Und da waren keine Tonbandmaschinen mehr vorgesehen, sondern Kassettendecks.
Küchenradios und Kompaktanlagen konnten mit Kassettenrekordern bestückt werden.


Grundig 1981 Tonbandgeräte waren nur noch Randthema

Grundig HiFi Programm 1981

Grundig 1984 Tonbandgeräte waren nicht mehr im Programm, aber es wurden schon CD-Player angeboten

Grundig HiFi Programm 1984

Yamaha 1979 auf Tonbandgeräte setzte man erst gar nicht mehr

Yamaha HiFi 1979

Telefunken 1978 Tonbandgeräte waren nicht im Programm

Telefunken HiFi 1978

Wo wären die klaren Vorteile des Tonbands gegenüber Kassette? Für einen Normalanwender?

Vorteile Kassette:

- kleiner
- günstiger
- viel einfacher anzuwenden (Tonband: Zurückspulen, Bandwechsel), selbst für Kinder
- kann jederzeit aus dem Gerät genommen und gewechselt werden
- kann in jeder Jackentasche transportiert werden, zum Arbeitsplatz, an die Schule usw.
- kann mit ins Auto genommen werden
- schnelle Vervielfältigung von LPs
- super für Handel nutzbar: Musikalben auch auf Kassette (auch Hörbücher)
- in Walkman einsetzbar, sogar beim Joggen oder Training
- schnelle individuelle Musikzusammenstellung


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 13:43
Zitat von AndanteAndante schrieb:Mit Empathie hatte die Kistenbestückung aber nun gar nichts zu tun, sondern schlicht mit der Erkenntnis der Notwendigkeit, das Opfer irgendwie bis zu Erhalt des Lösegeldes am Leben zu halten.
Dafür hätte es nicht die Ausstattung gebraucht. Man kann auch überleben ohne Jogginganzug, Toilette, Kekse, Schokolade und Heftchen und Radio, licht. Merkste selbst, dass deine Argumentation arg hinkt, oder? Also warum diese Ausstattung und die damit verbundene Zeit, Arbeit und Geld? Nichts davon war notwendig zum Überleben und nichts davon hatte Einfluss auf die Lösegeld Förderung.
Zitat von PalioPalio schrieb:Zeugen, die sich nicht erinnern konnten, dass es auf dem Flohmarkt in Beverungen ein Tonbandgerät gab, obwohl sie teilweise gezielt nach so etwas geguckt haben.
Warst du eigentlich schonmal auf einem Trödelmarkt. Da sind Dinge auch schonmal versteckt oder verpackt in Kisten, irgendwo hinter irgendwas. Die einen Kramen tatsächlich Rum und fragen gezielt nach, der überwiegende Teil schlendert Rum und was man nicht auf Anhieb sieht erweckt auch kein Interesse. Hier wird immer so getan, als hätte der Trödel aus drei Verkäufern bestanden, die nicht nur namentlich genannt waren, sondern auch eine Inventurliste ihrer Verkaufswaren dabei hatten. Und die potentiellen drei Käufer/Besucher haben auch noch im Vorfeld ihre Personalien und wünsche notiert. So funktionieren Trödelmärkte nicht. Heute nicht und Anfang der 80 er auch nicht.
Zitat von BattistiBattisti schrieb:Deine Aussagen sind durchgehend oberflächlich. Merkst du das eigentlich?
Ist dir das nicht bewusst , dass diese ganze Entführungs-Idee und ihre Umsetzung grausam und unmenschlich waren?
„Richtig Gedanken gemacht?“
Kranke Gedanken.
Erstmal rate ich dir deinen Ton zu ändern. Danach Mal richtig zu lesen. Es ging sich um die Ausstattung der Kiste. Wie bereits oben dargelegt gab es keinen plausiblen Grund diesen Aufwand zu betreiben, nicht um ein überleben des opfern zu sichern und erst Recht nicht in Bezug auf die Lösegeld Forderung. Trotzdem wurde der Aufwand betrieben. Warum? Die ganze Entführung trägt eine bestimmte Handschrift.
Zitat von BattistiBattisti schrieb:Es ist doch völlig normal, angesichts des abscheulichen Verbrechens, dass man so einen Menschen mit seinen Aussagen und Taten würdigt.
Nicht jeder ist Sadist und Lügner.
Es ist unprofessionell anderen einfach Charakter Eigenschaften abzudichten, auch und erst Recht, wenn diese nur dazu dienen, das eigene Bild zu vervollständigen.
Zitat von BattistiBattisti schrieb:Sein Helfer hat ihn verpfiffen. Und auch er hat sich um Kopf und Kragen geredet.
Auch die Aussagen seiner Familie belasten ihn.
Achso, dass er seine Aussagen zurückgezogen hat, die Ermittler ihm rieten psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen und ihn für unglaubwürdig hielten und dass die Tochter diese Art der Hefte zwar kannte, aber kein einziges speziell als dem Vater zugehörig identifizieren könnte, das wird einfach alles ignoriert und wiedermal negiert.
Zitat von BattistiBattisti schrieb:Nur dass der interessierte oder Sammler in der Regel belegen kann, von wem er was hat.
Unsinn. Vielleicht beim Picasso, aber bestimmt nicht bei Kleinkram.
Zitat von BattistiBattisti schrieb:Wenn ich ein Tonbandgerät kaufe, kann ich mir doch als nichtgeisteskranker den Flohmarkt merken. Das ist doch kein Kleingegenstand.
Klar, Jahrzehnte später weiss man noch detailliert Ort , Name , aussehen und Adresse des Verkäufers.und natürlich hält man vorsorglich auch Kontakt zum Verkäufer, damit man nicht in die Situation kommt verdächtigt zu werden....japp, genauso funktioniert Trödel 🤦🏻‍♂️


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 14:07
Du solltest dich mal mit dem Fall beschäftigen. Und das Urteil lesen. Da steht alles drin.
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Klar, Jahrzehnte später weiss man noch detailliert Ort
Der Verurteilte und seine Frau gaben an, das Gerät 2007 gekauft zu haben.
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Die ganze Entführung trägt eine bestimmte Handschrift.
Ja, wenn man die Biografie des Täters kennt, passt jedes herausgefundene Detail wie in ein Ravensburger-Puzzle.
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Es ist unprofessionell anderen einfach Charakter Eigenschaften abzudichten, auch und erst Recht, wenn diese nur dazu dienen, das eigene Bild zu vervollständigen.
Anzudichten?
Das Gericht ist im Urteil ausführlich auf seine Charaktereigenschaften eingegangen.
Auf seine Gewaltbereitschaft, Skrupellosigkeit, notorische Unehrlichkeit, Gewissenlosigkeit usw.
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Unsinn. Vielleicht beim Picasso, aber bestimmt nicht bei Kleinkram.
Ein Tonbandgerät ist Kleinkram?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 14:37
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Man kann auch überleben ohne Jogginganzug, Toilette, Kekse, Schokolade und Heftchen und Radio, licht.
Kommt drauf an, wie lange man so in einer Kiste unter der Erde überleben kann. Ohne Panik, Hyperventilation und einen Herzkasper zu kriegen. Der Entführer konnte ja nicht wissen, wie lange es brauchen würde, bis es zur Lösegeldübergabe käme. Also bevorratete er das Opfer in der Kiste
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Die ganze Entführung trägt eine bestimmte Handschrift.
Na klar, alle Indizien weisen auf Mazurek. Einschließlich Laken aus der Halle in Windach im Rohrsystem der Kiste plus Gürtelstück Muffenstopfen.
Zitat von BattistiBattisti schrieb:Du solltest dich mal mit dem Fall beschäftigen. Und das Urteil lesen. Da steht alles drin.
Das haben hier einige nicht nötig. Sie wissen es sowieso besser.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

26.02.2021 um 14:51
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Trotzdem wurde der Aufwand betrieben. Warum? Die ganze Entführung trägt eine bestimmte Handschrift.
Da du ja so gut Bescheid weißt: Wie lautete denn der Plan? Ursula in die dunkle Kiste ohne alles zu stecken, zwei Stunden drinzulassen, um ihr ordentlich Angst einzujagen, und sie dann wieder herauszulassen?

Warum dann erst am 16.9., nachdem das Opfer schon eine Nacht in der Kiste (ohne alles nach deiner Version) verbracht hätte, den ersten der vorbereitete Erpresserbriefe einwerfen?

Warum dann erst am17. und 18.9., nachdem das Opfer bereits ohne alles ein- bzw. zweieinhalb Tage in der stockdunklen Kiste verbracht gehabt hätte (ohne alles nach deiner Version), die Erpresseranrufe tätigen?

Wie lange noch hätte danach Ursula ohne alles in der Kiste bleiben sollen, bis der Plan der Entführer aufgegangen wäre? Wollten die noch warten und sehen, ob der verlangte gelbe Fiat tatsächlich kam? Und dann? Das verdurstete Kind aus der Kiste ziehen? Willst du sagen, dass das der Plan war?


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