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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

1.215 Beiträge, Schlüsselwörter: Leiche, Dessau

Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

01.12.2016 um 00:58
@Hammurapi
Auch das ist denkbar und wäre eine mögliche Antwort auf diese Frage

@JamesRockford
Die Eltern des Tatverdächtigen sollen auf ausdrückliche Aufforderung der Moderation hier nicht Diskussionsgegenstand sein, ich denke, das sollten wir respektieren.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

01.12.2016 um 01:17
@otternase
otternase schrieb:Ausserdem steht dort noch, dass der Anwalt des Tatverdächtigen dem MDR gegenüber gesagt hat, "sein Mandant werde vor Gericht keinesfalls aussagen."
Also dass bislang beide Angeklagten schweigen, ist eigentlich normales Procedere und nicht weiter verwunderlich. Aber ich halte es längst noch nicht für ausgeschlossen, je nach dem wie die Beweisaufnahme läuft, dass sich der eine oder andere Angeklagte noch äußert, wenn die Verteidigung eine Chance wittert, den Mordvorwurf durch eine Aussage zu entkräften. Jedoch müsste dazu nicht der Angeklagte selbst reden (insofern kann die Ansage des Verteidigers schon zutreffend bleiben), sondern kann über seine Verteidiger eine Erklärung abgeben.

Im Falle des männl. Angeklagten könnte das sein: "Ja, ich gebe zu, dass Xenia mir an dem Abend ein Mädchen anlocken wollte. Wir kannten sie vorher nicht. Die Vergewaltigung gebe ich zu, aber alles, was danach passiert ist, damit habe ich nichts zu tun." - Dann würde es beweisseitig spannend werden, wenn die weibl. Angeklagte dazu dann fortgesetzt schweigen würde.

Aber sie könnte auch eine Erklärung verlesen lassen, die das Geschehen aus ihrer Sicht ganz anders darstellt: "Ich habe das Mädchen nur angesprochen und in den Hauseingang gelockt. War dann total überrascht, mit welcher Brutalität er über sie hergefallen ist. Ich war so geschockt, dass ich ihm dann nur noch beim Wegschaffen und Putzen geholfen habe."

Dann stünden alle Systeme wieder auf Anfang und eine Beweisführung müsste lückenlos dokumentieren, wer wann was gemacht haben muss, damit es zu diesem Spurenbild kommt.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

01.12.2016 um 08:04
zu dem Prozessneustart schreibt die MZ

Fall Yangjie Li Darum musste die Anklage im Mordprozess erneut verlesen werden – Quelle: http://www.mz-web.de/25199360 ©2016

interessanter aber noch eine fast unscheinbare Bemerkung im vorletzten Absatz der Meldung:
Neue Fragen warf die Mitteilung der Vorsitzenden Richterin auf, dass das Gericht einen der wichtigsten Zeugen wieder ausgeladen habe. Dabei handelte es sich um den Ermittlungsführer, der nach dem Leichenfund zunächst die Untersuchung geleitet hatte.
Was mag das Gericht damit bezwecken?

Im MDR (Radio) wurde noch gesagt, dass die Mutter des männlichen Tatverrdächtigen im Januar in den Zeugenstand kommt, das wird sicher auch noch spannend.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

01.12.2016 um 15:59
@Hammurapi
"Im Falle des männl. Angeklagten könnte das sein: "Ja, ich gebe zu, dass Xenia mir an dem Abend ein Mädchen anlocken wollte. Wir kannten sie vorher nicht. Die Vergewaltigung gebe ich zu, aber alles, was danach passiert ist, damit habe ich nichts zu tun." - Dann würde es beweisseitig spannend werden, wenn die weibl. Angeklagte dazu dann fortgesetzt schweigen würde."

Wie soll er denn aus der Nummer raus kommen, dass er die sterbende Studentin wie Abfall hinter einem Dixie Klo versteckt hat (nur er ist dazu körperlich in Lage) und sie dort hat elendig verrecken lassen. Das sie da noch gelebt hat, ist bewiesen.

"Ich habe das Mädchen nur angesprochen und in den Hauseingang gelockt. War dann total überrascht, mit welcher Brutalität er über sie hergefallen ist. Ich war so geschockt, dass ich ihm dann nur noch beim Wegschaffen und Putzen geholfen habe."

Wäre schon denkbarer. Aber auch hier wissen wir, dass es einen heftigen Kampf zwischen Xenia I. und dem Opfer gegeben hat, sie selbst auch verletzt wurde (Haarbüschel ausgerissen).

Ich denke mal, die Gerichtsmedizin hat jetzt endlich mal ganze Arbeit geleistet hat, warten wirs ab.

"Die Frage ist: Wurde das Opfer wirklich gequält (wodurch, mit welchen Spuren belegt?) oder sind die brutal schweren Verletzungen ein Zeichen von sogenanntem Übertöten? Wenn die Tötung also z.B. eine Eskalation einer geplanten Vergewaltigung mit Beteiligung der Angeklagten war, dann aber aus dem Ruder lief, dann könnte bei dem vorliegenden Verletzungsmuster auch eine Tötung im Affekt möglich sein, durch wen von den beiden auch immer."

"Tötung im Affekt"!?!?!?! Nach 1 Stunde Vergewaltigung/Mißhandlung!?!?!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

01.12.2016 um 16:38
@phil77

Zunächst ist keineswegs bewiesen, dass die Studentin noch gelebt hat, als sie an den Ablageort verbracht wurde. Dazu bräuchte es eines forensischen Beleges, der bislang nicht im Verfahren erwähnt wurde.

Ebenso sehe ich keine gerichtsmedizinischen Belege für eine zeitliche Einordnung, wie lange das Martyrium für die junge Frau insgesamt gedauert habe. Wie sollte man auch an einer Leiche feststellen, ob eine Verletzung A nun 60 Minuten älter ist als eine Verletzung B?

Somit sind diese kursierenden Zeitangaben nach dem durch Video zeitlich belegten Ansprechen des Opfers für mich immer noch vage und im Bereich von Spekulationen. Ein Affekt kann sich durchaus auch über einen Impuls nach längerer Tatausführung situativ ergeben oder sich über einen bestimmten Zeitraum steigernd aufbauen, z.B. durch Wut über die Gegenwehr des Opfers.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

03.12.2016 um 04:19
@otternase
otternase schrieb: am Tag nach der Festnahme der Tatverdächtigen, wenige Stunden nach Durchsickern der Namen wurden die Facebook-Accounts der beiden Tatverdächtigen bereinigt bzw. gelöscht. Die Tatverdächtigen dürften in Haft wohl kaum Internetzugang gehabt haben, um das zu veranlassen. Kontakt zu ihren Familien hatten die Tatverdächtigen erst wieder Tage später. Wer hatte also die Zugangsdaten, um die Accounts zu löschen und hat das dann gemacht?
Im Internetzeitalter, hat das Herunterfahren der sozialen Profile von Tatverdächtigen, für den hinzugezogenen Rechtsbeistand oberste Priorität. Insbesondere Facebook, aber auch andere soziale Profile, sind in der Regel von Jedermann einsehbar. Beim Tötungsdelikt in Alt-Rehse, konnte man in der jüngsten Zeit sehr gut verfolgen, welche negativen Folgen in der öffentlichen Wahrnehmung, dass versäumte Herunterfahren des Facebook-Profils des Tatverdächtigen hatte.

Deshalb muss der Anwalt zeitnah handeln. Mit einer Vollmacht des/der Tatverdächtigen, interveniert er ohne Zeitverzug direkt bei den Admins des jeweiligen Profils und veranlasst das die erstellte Seite dem öffentlichen Zugriff entzogen wird.


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03.12.2016 um 11:27
@EDGARallanPOE
Vielen Dank für diese Erklärung, da habe ich was dazugelernt.

Genutzt hat es im konkreten Fall nichts, denn man findet Screenshots und Inhalte der Facebook-Seiten der Angeklagten auf einer Vielzahl von chinesischen Servern. (wenn man bei Google Bildersuche die Vollnamen der Angeklagten eingibt, ist ein Photo von der Facebookpage des Angeklagten in Kopie auf einem chinesischen Server der erste Treffer!)

Interessant dann aber auch, dass im Gegensatz zu Social Media offenbar in Real Life weniger reaktionsschnell vorgegangen wird. Die in der Presse immer abgekürzten Nachnamen der beiden Angeklagten stehen bis heute am Klingelschild (und weil sie die letzten Bewohner des Hauses waren und die anderen Bewohner ihre Namenschilder sicher vorher mitgenommen haben auch sehr prominent)


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

06.12.2016 um 15:03
falls es jemanden interessiert hier die kommenden Verhandlungstermine:

Quelle http://www.presse.sachsen-anhalt.de/index.php?cmd=get&id=880471&identifier=f453511aa18af6ca0f059c9d5de25195

Dienstag, 13.12.2016,
Mittwoch, 14.12.2016,
Montag, 19.12.2016,
Dienstag, 20.12.2016,
Montag, 09.01.2017,
Dienstag, 10.01.2017,
Montag, 16.01.2017,
Dienstag, 17.01.2017,
Montag, 23.01.2017,
Dienstag, 24.01.2017,
Montag, 30.01.2017,
Dienstag, 31.01.2017,
Montag, 20.02.2017,
Dienstag, 21.02.2017,
Montag, 27.02.2017,
Dienstag, 28.02.2017
jeweils um 09.00 Uhr im Sitzungssaal 18 des Justizzentrums Anhalt, Willy-Lohmann-Straße 29, 06844 Dessau-Roßlau


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

06.12.2016 um 16:02
der Mord an Yangiie Li, die Vergewaltigungen/schwere Körperverletzung an zwei chinesischen Frauen.

China gibt schon Warnungen/Verhaltensregeln an chinesische Frauen, die in Deutschland leben, raus.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/staatsanwaltschaft-vergewaltiger-von-zwei-frauen-in-bochumer-univiertel-gefasst-1.32...


Da kommen diese jungen Frauen ins "sichere, weltoffene" Deutschland zum Studieren und dann passiert ihnen der größte Alptraum hier. Das ist zutiefst beschämend und traurig.

Auch die terroristische Axt-Attacke im Zug traf eine chinesische Familie, fällt mir gerade ein.
http://www.n-tv.de/politik/Tochter-schildert-Einzelheiten-der-Bluttat-article18231171.html

Soviel unglückliche Zufälle :-(


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

07.12.2016 um 01:26
@Blondine
die implizit zum Teil in den bereits gelöschten Einträgen vorgetragene Vermutung einer ausländerfeindlichen Tat würde ich ziemlich sicher verneinen wollen:

- ich habe mir die Facebook-Seiten der Tatverdächtigen und auch deren Freundesliste angeschaut, bevor diese gelöscht wurden, da gab es keinerlei Hinweis irgendwie in diese Richtung, eher hingegen konnte man die Vermutung, die TVen wären in Kontakt mit der Drogenszene, als nicht total unwahrscheinlich daraus ableiten

- sehr viel wahrscheinlicher dürfte die Wahl des Opfers bedingt gewesen sein durch die Nachbarschaft zwischen Tätern und Opfer, mindestens vom Sehen kannten die Täter das Opfer bereits

- vielleicht auch haben die Täter gehofft, dass das Verschwinden eines Opfers, welches nicht bei seiner Familie lebt, erst verspätet bemerkt würde oder darauf gehofft, dass die WG Mitbewohner des Opfers zögern würden, zur Polizei zu gehen und sie vermisst zu melden, die Täter also einen Zeitvorsprung bekommen würden, das könnte sich auch decken mit der seltsamen Entsorgung der Leiche, dem Rauswerfen aus dem Fenster direkt in den Garten hinter der Wohnung. Die Täter werden nicht erwartet haben, dass die WG Mitbewohner das Opfer schon früh am nächsten Morgen vermisst melden und die Polizei sofort mit der Suche startet, die Täter mögen geplant haben, die Leiche am Folgetag der Tat oder später abzutransportieren, vielleicht mit einem Leihwagen o.ä., kamen dann aber nicht mehr dazu, weil rundum Polizei und Bevölkerung schon suchten

- auch sollte man bedenken, dass es an der HS Anhalt sehr viele Chinesen gibt, meines letzten Kenntnisstandes nach mehr als 1000 chinesische Studenten bei insgesamt 8000 Studenten an der HS. Insoweit war auch bei einem völlig zufällig ausgewählten Opfer die statistische Chance nicht gering, dass es eine Studentin aus China trifft

- ausserdem hat das Opfer ein gewisses "Risikoverhalten" gezeigt, sehr wahrscheinlich aus Unkenntnis heraus. In Dessau werden auch in der Innenstadt die Bürgersteige sehr frühzeitig hochgeklappt, man verteidigt hier wie kaum anderswo den Ruf des "Landes der Frühaufsteher", abends um 21Uhr30 ist weniger draussen los als morgens um 5Uhr. Der Stadtpark ist zudem seit langer Zeit Treffpunkt der "Halbwelt" und die Einheimischen meiden die Querung des Stadtparks nach Sonnenuntergang.
Dass das Opfer also spätabends nach Sonnenuntergang noch im Stadtpark joggen gegangen ist, war so ungefährlich nicht. Auf die konkrete Tat dürfte es aber keinen Einfluss gehabt haben, weil die ja keine 20 Meter von ihrer eigenen Wohnung geschah.

- ich kann keine Statistiken dazu aufführen, zumal die offiziellen Statistiken wahrscheinlich sowieso geschönt sind (da hat man in China sehr lange Tradition), aber mein persönlicher Eindruck aus knapp einem Jahr Leben in Zentralchina war der, dass die Gefahr, Opfer eines Gewaltverbrechens im Rahmen einer nicht-Beziehungstat zu werden, in China geringer als in Deutschland ist, geplante Kriminalität in China bewegt sich doch weitaus enger im Rahmen von Diebstahl und Betrugsdelikten, vielleicht noch Raub, aber vor Gewaltverbrechen schrecken die sehr drakonischen Strafen desbzgl. wohl doch ab, Ausnahme Beziehungstaten, die wie überall auf der Welt passieren. Und in China kann man meiner Erfahrung nach zumindest abseits "spezieller Adressen" auch problemlos ohne signifikant steigende Gefahr mitten in der Nacht unterwegs sein, erstmal ist eigentlich immer was auf den Strassen los, so "tot" wie hier in Deutschland nach der Tagesschau manche Strasse ist, so ist dort nicht mal das hinterwäldlerischste Dorf nach Mitternacht und zweitens scheinen -vielleicht auch deshalb- Kriminelle sich nicht besonders auf die Nacht als "Arbeitszeit" zu spezialisieren...
Da mag es tatsächlich sein, dass manch Chinese, der/die nach Deutschland kommt und glaubt, in ein "sicheres" Land zu kommen, allzu sorglos agiert und so Verbrecher auf sich zieht, dass das Gefühl fehlt, was hier gefährlich werden kann! Da könnten Warnungen / Verhaltensregeln vielleicht schon manchmal sehr helfen.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

07.12.2016 um 06:57
@otternase
also sorry, wo hat das Opfer Risikoverhalten gezeigt, wenn es am Abend joggen geht?
Deine völlig aus der Luft gegriffenen statistischen Behauptungen untermauern ja noch, welchen Blödsinn man da noch so liest:
offizielle Statistiken geschönt, wenn es eine trifft, ist die Whs 1/8, dass es eine Chinesin ist, mitten in der Nacht ist es in China viel weniger gefährlich, bliblablubb.
Könntest Du vielleicht eine Antwort verfassen, in der du berücksichtigst, dass du sowohl beide Geschlechter in deinen "Erwägungen" einbeziehst, als auch deine Mutmaßungen weiter konkretisierst?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

07.12.2016 um 11:19
@Swagger
1)
ich dachte, ich hätte hinreichend erläutert, warum in Dessau abends speziell im Stadtpark joggen nicht ungefährlich ist, es ist eben der hiesige Drogen- und Kleinkriminellentreffpunkt.
das müssen wir hier nicht weiter ausbreiten, da es für den konkreten Fall irrelevant ist, aber falls Du mehr dazu lesen willst:
http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/dessauer-innenstadt-ist-der-stadtpark-eine-problemzone--24228680
http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/messerstecherei-20-jaehriger-im-dessauer-stadtpark-niedergestochen-24350298
Auch der rassistische Mord an Alberto Adriano geschah dort:
Wikipedia: Alberto_Adriano

2)
dass offizielle Statistiken in China geschönt werden, hat Tradition, das berühmteste Beispiel dafür ist der "Große Sprung", wo die Tatsache, dass von Ebene zu Ebene die Zahlen immer "verbessert" wurden dazu führt, dass trotz Hungersnot Rekordernten nach Peking gemeldet wurden
Das vielleicht berühmteste Beispiel ist das Photo hier, mit die Lokalverwaltung "beweisen" wollte, dass bei ihnen das Getreide so dicht wächst, dass sogar Kinder darauf stehen können:
http://www.hugchina.com/photos/gallery/5300118-great-leap-forward-19-800x680.jpg
Aber auch das ist hier nicht Thema, soll nur heissen, dass man der offiziellen Kriminalitätsstatistik in China nicht zuviel Vertrauen schenken darf

3)
es gibt aber auch noch andere Statistiken, die UN zB. veröffentlicht eigene Schätzungen. Danach liegt die Rate der Tötungsverbrechen in China bei knapp 9 pro 1 Mio. Einwohner. Das ist ziemlich gleichauf mit Deutschland, deutlich über der Rate auf Island (3) oder in der Schweiz (6), aber deutlich unter der Rate zB. von Belgien (16), Griechenland (17) oder aber USA (47), Russland (92) oder gar Südafrika (310) und Venezuela (537). Wobei diese Statistik nicht zwischen Beziehungstaten und Zufallsopfern unterscheidet. Da kann ich dann nur noch mein "Sicherheitsgefühl" zu Rate ziehen, wonach ich mich in China durchweg sicherer als in Deutschland gefühlt habe...
Aber auch das ist hier nicht Thema, denn relevant ist hier der Einzelfall und nicht die Statistik, es ist nur Antwort auf die implizit gestellte Frage, warum China Warnungen/Verhaltenshinweise an seine in Deutschland lebenden oder Deutschland besuchenden Bürger ausgeben muss, obwohl Deutschland doch als "sicher" gilt...

4)
das bei einem Zufallsopfer unter 8000 Studenten mit 1000 Chinesen die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Chinesen trifft, etwa bei 1 zu 8 liegt, wirst Du nicht leugnen wollen


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

07.12.2016 um 12:42
@otternase schrieb:
die implizit zum Teil in den bereits gelöschten Einträgen vorgetragene Vermutung einer ausländerfeindlichen Tat würde ich ziemlich sicher verneinen wollen:
/ZITAT]





Ich vermute in diesem Fall, - wie auch in den von mir genannten anderen zeitnahen Angriffen/Attentaten auf Chinesen/Chinesinnen - überhaupt keine ausländerfeindlichen Taten.
Es ging mir um den Zufall, dass es in letzter Zeit so oft Chinesen traf.
Drei Taten waren Sexualstraftaten, eine ein Terrorakt.

Yangiie Li hätte auch eine Lena oder Friederike sein können.
Hier ging es nur um eine Frau, die zu diesem Zeitpunkt "verfügbar" war. Ein verfügbares Opfer egal welchen Hintergrunds, die in die Hände von einen/zwei kranken Köpfen aus Dessau fiel
Die arme Yangiie Li hatte nur das Pech, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

Die beiden Chinesinnen wurden wohl von einem Sexualstraftäter (Iraker) überfallen. Auch diese Opfer hätten Lena oder Friederike heißen können.
Auch dem Attentäter (Afghane) im Zug war es sicher egal, ob er eine Familie Müller angreift oder eben eine Familie aus China. Seine Motiv war Terror.

Aber China muss langsam (siehe auch gepostete Warnhinweise) denken, Deutschland herbergt eine Hochburg an aggressiven Vergewaltigern und Mördern.


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07.12.2016 um 12:46
@Blondine

Eine Rolle dabei spielt sicherlich auch der Umstand, dass es nur wenige große Chinesinnen gibt. Eine kleine und zierliche Frau erweckt in einem Täter vielleicht eher das Gefühl, sie leichter überwältigen zu können.

Ich mag falsch liegen, aber vorstellen könnte ich es mir.


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07.12.2016 um 12:49
@JamesRockford
Eine kleine und zierliche Frau erweckt in einem Täter vielleicht eher das Gefühl, sie leichter überwältigen zu können. /ZITAT]


Absolut. Die feigen Täter wollen ja keine Ringkampf mit gleich starken oder gar stärkeren Partner ausführen.
Sie wollen so einfach wie möglich an ihr Ziel kommen. Und da ist es praktikabel, wenn das Opfer deutlicher schwächer und somit hilfloser ist. Kleine und zierliche Frauen sind da natürlich besonders "gern gesehen".


Meine Zitierfunktion funktioniert nicht optimal, sorry.


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07.12.2016 um 13:13
@Blondine
dann hatte ich Dich in der Tat missverstanden.

Und ja, in China wird Deutschland zunehmend als unsicher begriffen, wobei Ausländerfeindlichkeit, Zustrom von ungeprüften Flüchtlingen und zu schwache Polizei/Justiz gleichermassen als Ursachen genannt werden. Auch wenn höchstens Letzteres in diesem konkreten Fall eine Rolle gespielt haben könnte...


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

07.12.2016 um 13:21
@otternase
dieser Fall ist so erschreckend, weil da - so hat es der Anschein für mich - jemand ganz gewaltig die Probleme des Tatverdächtigen nicht wahrhaben wollte. Ich hoffe, dass dazu nicht noch ein Verschleierungs-/Verdeckungsversuch vorliegt . Klingt nach absoluter Überforderung/Verleugnung der Probleme durch das nahe Umfeld. Und Yangiie Li musste es ausbaden. So traurig!

Wobei nicht das Umfeld die Tat begangen hat, sondern die TV. Schuldzuweisungen haben wohl auch daher nur im geringen Maße Platt. Wenn überhaupt.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.12.2016 um 11:23
Der Prozess wird heute fortgesetzt:
http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/mordfall-yangjie-li-vierter-prozesstag--hausverwalter-spricht-ueber-die-angeklagten-...


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.12.2016 um 11:27
Ursprünglich geplant war auch die Vernehmung von zwei junge Frauen aus China, die mit Yangjie Li zusammen studiert haben. Sie sollten heute aussagen und schildern, was für ein Mensch die 25-jährige Yangjie Li war. Nach Angaben des Gerichts erhielten sie allerdings kurzfristig kein entsprechendes Visum. Es wird versucht, sie zu einem späteren Verhandlungstag erneut einzuladen. – Quelle: http://mobil.mz-web.de/25269796 ©2016
Dass für Zeugen in einem Mordprozess nicht kurzfristig Visa ausgestellt werden, ist meiner Ansicht nach ein Armutszeugnis des deutschen Staates.


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13.12.2016 um 11:36
@otternase
Ja, echt unfassbar, falls es um die deutschen Visa ging. Könnte heute ein sehr interesanter Tag werden, da wohl die Cousine der Angeklagten, die auch nach der Tat Kontakt zu beiden TVs hatte, als Zeugin gehört wird.


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