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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

1.215 Beiträge, Schlüsselwörter: Leiche, Dessau
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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

11.01.2017 um 11:52
@otternase

Insofern gefällt mir aus der Ferne und mit den verfügbaren Informationen der Vertreter der Nebenklage besonders gut, weil er wichtige Fragen aufwirft, eben auch solche, die diesen Hintergrund betreffen.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

12.01.2017 um 14:41
@Hammurapi
Hammurapi schrieb am 27.12.2016:Zum einen musste eine Grenze überschritten werden, bei der von der Suche nach freiwilligen Partnerinnen auf die Suche nach einem Opfer, welches durch Gewalt gezwungen werden muss umgeschaltet wurde. Wurde diese Gewaltanwendung nur billigend in Kauf genommen, war sie das Ergebnis der erfolglosen Suche nach freiwillig bereiten Damen oder diente diese gewaltsame Variante der Luststeigerung?
eine Aufklärung dieser Frage hat der Prozess bislang nicht geliefert, aber es gibt im Bericht der MZ und des MDR zwei interessante Abschnitte, die Vermutungen dazu erlauben:
Annika, Vivien, Jessica, Friederike - die Liste der Frauen, mit denen Sebastian F. via Internet seine Kontakte pflegte, ist nach Polizeiangaben sehr lang. Das Thema, um das es sich dabei dreht, bleibt offenbar über Jahre immer gleich. Es geht um Sex in allen nur denkbaren Spielarten, oft mit einem schweren Hang zu Gewalt und Unterwerfung.
[...]
Trotzdem, und das ist belegbar, schicken ihm Frauen unterschiedlicher Herkunft und Bildung offenbar freiwillig ihre Nacktbilder.
– Quelle: http://www.mz-web.de/25514908 ©2017
otternase schrieb:Auf einem Laptop konnten die Polizisten auch nachverfolgen, was Xenia I. und Sebastian F. im Internet gesucht haben. "Lesben in Dessau" etwa oder auch wie man Frauen handlungsunfähig oder bewusstlos macht. Wer von beiden danach suchte, ließ sich nicht ermitteln.
– Quelle: http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau/neunter-prozesstag-mordfall-dessau-100.html

ganz offenbar hätte der Angeklagte also sehr wohl die Chance gehabt, für seine Sex-Wünsche eine passende, freiwillige Partnerin zu finden, ohne auf den Weg des Verbrechen zurückgreifen zu müssen. Aber offenbar ist ganz gezielt trotzdem eine gewaltsame Variante geplant worden!
Für mich deutet das ein Stück weit auch wieder auf eine aktivere Rolle der weiblichen TVen bei der Tatplanung hin...


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

15.01.2017 um 23:19
@Hammurapi
Hammurapi schrieb am 11.01.2017:Insofern gefällt mir aus der Ferne und mit den verfügbaren Informationen der Vertreter der Nebenklage besonders gut, weil er wichtige Fragen aufwirft, eben auch solche, die diesen Hintergrund betreffen.
jein

Am Anfang machte er wirklich gute Arbeit, aber ich habe das Gefühl, dass er sehr nachgelassen hat:

speziell bei der Zeugin Cindy H., die zuvor von dem TVen zweifach vergewaltigt wurde, ist mir dies aufgefallen. Diese Zeugin aus einem ähnlichen sozialschwachen Millieu wie die Angeklagten war vom lieben Gott ebenso eher sparsam mit Eloquenz und Intelligenz bedacht worden. Für die Verteidigung war es daher geradezu ein Spaziergang, diese Zeugin in der Befragung zu übervorteilen und Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit zu streuen. Dass der Nebenklagevertreter dies kommentar- und aktionslos geschehen liess, in seiner Zeugenbefragung keinen Gegenpol aufgebaut hat, hat mich nicht gerade von ihm überzeugt.

Viel wichtiger jedoch: es gab zwischen der zweiten Vergewaltigung der Cindy H und dem Verbrechen an Yangjie Li eine sehr bemerkenswerte Parallele! Bei der zweiten Vergewaltigung der Cindy H war diese einer Einladung der Xenia I. gefolgt und dann am Ort der Verabredung statt auf Xenia I auf Sebastian F. getroffen und von ihm überwältigt worden! In beiden Fällen, also bei Cindy H und bei Yangjie Li war also Xenia I der Lockvogel, der ihrem Verlobten ein Opfer zugeführt hat! Dass die Nebenklage diesen Punkt nicht deutlich intensiver herausgestellt und verfolgt hat, ist mir unverständlich.

Abseits davon gibt es noch etwas, was mich hinsichlicher der Nebenklage irritiert: es existieren mehrere Zeugenaussagen, auch von Polizistenkollegen, zu dem überstürzten Auszug der Tatverdächtigen, gemäß denen es neben dem Stiefvater und der bereits vernommenen Freundin der Mutter noch weitere Umzugshelfer gab, die -wenn auch sehr wahrscheinlich ohne dies zu wissen- an dem Tatort waren, bevor dieser von der Polizei entdeckt und untersucht wurde! Mich irritiert, dass eine Zeugenaussage dieser weiteren Umzugshelfer von der Nebenklage nicht beantragt wird!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

15.01.2017 um 23:22
@otternase

Das liest sich alles sehr fundiert und sachlich. Wenn es so wäre, dann hätte die Nebenklage natürlich darauf abheben können, aber auch alle anderen Verfahrensbeteiligten wären zu diesen Anregungen aufgerufen. Ich verstehe aber gut, was du damit sagen willst.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

16.01.2017 um 00:06
Otternase schrieb:
otternase schrieb:Für die Verteidigung war es daher geradezu ein Spaziergang, diese Zeugin in der Befragung zu übervorteilen und Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit zu streuen. Dass der Nebenklagevertreter dies kommentar- und aktionslos geschehen liess, in seiner Zeugenbefragung keinen Gegenpol aufgebaut hat, hat mich nicht gerade von ihm überzeugt.
Ich glaube nicht, dass er dazu die Möglichkeit gehabt hätte. Die Gefahr hätte möglicherweise bestanden, dass die Zeugin aufgrund der für sie stressigen Situation sich zB in Widersprüche verwickelt hätte und die Verteidigung Grund für die Beantragung eines Glaubwürdigkeitsgutachten gehabt hätte. Die Auseinandersetzung mit der Art und Weise der Befragung durch die Verteidigung bleibt eigentlich dem Plädoyer vorbehalten. Es ist Aufgabe des Richters, die Zulässigkeit von Fragen oder deren Formulierung zu bewerten und notfalls zu verhindern. Das sind so meine Vermutungen aus der Ferne.
otternase schrieb:es existieren mehrere Zeugenaussagen, auch von Polizistenkollegen, zu dem überstürzten Auszug der Tatverdächtigen, gemäß denen es neben dem Stiefvater und der bereits vernommenen Freundin der Mutter noch weitere Umzugshelfer gab, die -wenn auch sehr wahrscheinlich ohne dies zu wissen- an dem Tatort waren, bevor dieser von der Polizei entdeckt und untersucht wurde! Mich irritiert, dass eine Zeugenaussage dieser weiteren Umzugshelfer von der Nebenklage nicht beantragt wird!
Der Nebenklagevertreter kennt die Aussagen aus den Akten. Wenn er da nichts Belastendes in den Aussagen der weiteren Umzugshelfer gelesen hat, braucht er keine weiteren Zeugen. Die Staatsanwaltschaft hat mit der Anklageschrift alle Beweismittel genannt, die den Klagevorwurf stützen. Sofern da nicht versehentlich ein wichtiger Zeuge vergessen wurde, gibt es für die Nebenklagevertreter im Normalfall keine Veranlassung, weitere Beweismittel zu benennen. Für einen Beweisantrag ist es notwendig, darzulegen, was genau der Zeuge durch seine Aussage beweisen soll. Ist das nicht für die indizienkette relevant , wird das Gericht einen solchen Beweisantrag ablehnen. Ich denke, das ist der Grund, warum niemand diese Umzugshelfer als Zeugen benannt hat.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

16.01.2017 um 06:23
@Trine
@otternase
Kennt ihr denn die Anklage vollständig und wisst, dass die Umzugshelfer nicht als Zeugen benannt sind?
Der Prozess geht doch auch noch weiter? Die könnten von der Nebenklage doch auch immer noch benannt werden, ggf. ist das ja auch schon schriftsätzlich angekündigt?

Natürlich macht das nur Sinn, wenn es Anhaltspunkte für ein relevantes Beweisthema gibt, sodass ein zulässiger Antrag iSv "Der [Name, Anschrift] wird als Zeuge dafür benannt, dass [Beschreibung dessen was der Zeuge bekunden kann]."

Ein bloßes "Vielleicht hat [Name] noch was interessantes mitbekommen" genügt eher nicht und wäre zurück zu weisen.

Weiter verstehe ich es so, dass die Nebenklage von der Familie von Yangije Li ausgeht? Denkbar ist, dass deren Interesse neben der Tataufklärung vor allem ist, das Andenken des Opfers zu bewahren. Dabei muss es nicht immer zielführend sein, Anträge und Nachfragen zu allen Details, zumal betreffend des weiteren Opfers Cindy H. zu stellen. Rückt vielleicht auch die Täter zu sehr in den Mittelpunkt.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

16.01.2017 um 11:10
Großartige Entwicklung:
Xenia I. legt vollständiges Geständnis ab!!
http://www.mz-web.de/dessau-rosslau


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

16.01.2017 um 11:36
@phil77

danke für die Info!

ich finde es erleichternd, dass Xenia gesteht.
Laut ihrer Aussage war sie beim Mord selber nicht anwesend....mal abwarten, was wir noch erfahren werden.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

16.01.2017 um 11:43
@phil77
@Fyra
Im Mordprozess um die die chinesische Studentin Yangjie Liundefined hat die Angeklagte Xenia I. am Montag ein Geständnis abgelegt: Sebastian F. habe sie gezwungen, jemanden anzusprechen. Der 21-Jährige habe anschließend versucht, Yangjie Li zu fesseln, aber die Studentin habe sich gewehrt. Schon im Treppenhaus sei Sebastian F. über Yangjie Li hergefallen. – Quelle: http://www.mz-web.de/25543882 ©2017
Ich sehe es eher so, dass sie mit dieser Aussage ihren Kopf aus der Schlinge zieht. Sie wurde ja ANGEBLICH zu allem gezwungen. Auch zu den Verträgen über abartigste sexuelle Dienstleistungen und zu sexuellen Praktiken, bei denen mir als Leser schlecht wurde.

Als die Polizistin von einem Video über solche Praktiken vor Gericht sprach, wurde die Angeklagte rot. Sie weinte nicht etwa, weil ihr das angetan wurde, nein, sie schämte sich.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

16.01.2017 um 12:13
erstmal ist das natürlich eine positive Entwicklung. Aber ich sehe es wie @JamesRockford , es sieht so aus, dass sie versucht, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, eine möglichst günstige Position für sich zu erreichen. Ob das wirklich so die Wahrheit ist, was sie da erzählt hat, oder nicht vielmehr einfach nur das für sie aussagestrategisch Günstigste, das halte ich nicht wirklich für sicher.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

16.01.2017 um 12:27
@otternase
@JamesRockford
deswegen schrieb ich etwas verhalten "mal abwarten, was wir noch erfahren werden". Ich bin da ganz bei euch, Xenia tritt quasi die Flucht nach vorne an, wahrscheinlich auch das einzig Schlaue, was man jetzt tun kann.

Wahnsinn, was das Mädel mit gerade mal 21 Jahren schon erlebt und...verpfuscht hat.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

16.01.2017 um 12:50
das ist jetzt durch die aktuelle Entwicklung etwas in den Hintergrund gerückt, will trotzdem kurz darauf eingehen:

@abgelenkt
abgelenkt schrieb:Weiter verstehe ich es so, dass die Nebenklage von der Familie von Yangije Li ausgeht? Denkbar ist, dass deren Interesse neben der Tataufklärung vor allem ist, das Andenken des Opfers zu bewahren. Dabei muss es nicht immer zielführend sein, Anträge und Nachfragen zu allen Details, zumal betreffend des weiteren Opfers Cindy H. zu stellen.
das stimmt, und das könnte die Diskrepanz zwischen meiner Erwartung an die Nebenklage und deren Agieren erklären: als Einwohner Dessaus wünsche ich mir natürlich eine vollumfassende Aufklärung, nicht nur dieses Mordfalles und in Bezug auf die Angeklagten, sondern auch der anderen Fälle, die mit dem Tatverdächtigen in Zusammenhang stehen, zB. der Vergewaltigung an Cindy H., dem ungeklärten Tod des gemeinsamen Kindes der beiden Tatverdächtigen und auch der diversen vorangehenden Taten des Tatverdächtigen (Brandstiftungen etc.) und auch eine Aufklärung der im Umfeld dieser Tat stattgefundenen, zT. negativ interpretierbarer Handlungen Dritter (Verwandte, Freunde etc.), zB. eine Aufklärung, ob die Gerüchte und Vorwürfe gegenüber der Mutter nun wahr oder unwahr sind, eine Überprüfung ihres Handelns im Kontext vorangehender Straftaten des Sohnes.
Das sind aber viele Punkte, die für die Angehörigen des Opfers in diesem konkreten Fall keine große Relevanz haben dürften, die auch auf das Urteil und das Strafmaß kaum oder keinen Einfluß haben werden und daher ist es wahrscheinlich richtig, dass die Nebenklage sich darum nicht kümmert.

Für mich ist das aber natürlich unbefriedigend, dass dies im Prozeß nicht thematisiert wird, und ich weiss, dass viele Dessauer ebenso denken.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

16.01.2017 um 14:47
@abgelenkt
abgelenkt schrieb:Weiter verstehe ich es so, dass die Nebenklage von der Familie von Yangije Li ausgeht?
Genau! Die Nebenklage wird vom Opfer bzw. dessen Hinterbliebenen geführt. Es gibt dem Opfer die Möglichkeit, am Prozess aktiv mitzuwirken, und sei es nur durch einen Rechtsanwalt. Der Staatsanwalt vertritt im Strafprozess das Interesse der öffentlichen Sicherheit und Ordnung am Urteil, die Nebenklage ihr eigenes - natürlich im Rahmen der strafrechtlichen Gesetze. Im Prinzip geht es dem Opfer um Aufklärung der Tatabläufe und natürlich auch darum, zu sehen, dass der Täter bestraft wird. Wird von Opferseite keine Nebenklage erhoben, kann es nur wie jeder andere Zeuge auch am Prozess teilnehmen. Ein Nebenkläger hat durch seinen Rechtsanwalt Akteneinsicht und darf an dem Prozess von Anfang an teilnehmen.

In diesem speziellen Fall können da die Opferinteressen auch darin bestehen, die Ehre des Opfers zu schützen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Eltern da Wünsche geäussert haben. Da der Vater ja selbst Polizist ist, wird er mit dem Anwalt wohl auch besprochen haben, ob aus seiner Sicht noch Zeugen fehlen.

Ich denke, für die Eltern wird die Milde der deutschen Strafrahmen noch ein weiterer Schock sein.

Ich bin zuweit weg aus Dessau, um andere Kenntnisse als aus den Medien zu haben. Ich hab da auf @Otternaseses Äußerungen zu den Zeugen vertraut, zumal es für mich Sinn gibt, die Umzugshelfer nicht zu fragen, denn zum Tathergang können die nichts sagen. Was den Dessauer Filz angeht, kan ich @ Otternase gut verstehen, das ist aber ein anderes Ermittlungsverfahren - hoffe ich zumindest - und hat in diesem Strafverfahren nichts zu suchen.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

16.01.2017 um 20:54
@Trine
Trine schrieb:Ich denke, für die Eltern wird die Milde der deutschen Strafrahmen noch ein weiterer Schock sein.
zweifellos.
Ich hoffe, dass ihr Anwalt sie darauf schon ein Stück weit vorbereitet hat.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

16.01.2017 um 23:25
@inextenso
so ganz stimmt das nicht, dass da nicht interveniert wurde.
Wahrscheinlich beginnend nach dem innerfamiliären Übergriff im strafunmündigen Alter (sexueller Übegriff auf einen Cousin), jedenfalls jedoch ab diesem Alter ist der Tatverdächtige über einen Zeitraum von insgesamt vier Jahren immer wieder stationär in der Kinder- und Jugendpsychatrie des Basedow Klinikums in Merseburg Querfurt behandelt worden. Wohl mit seiner Volljährigkeit, jedenfalls aber etwa zu dieser Zeit, endeten diese Behandlungen.
Mich erstaunt, dass dies bislang im Prozeß nur sehr kurz am Rande erwähnt wurde (bei der Zeugenaussage der Freundin der Mutter), obwohl doch seine Ärzte möglicherweise durchaus Erhellendes zu der Person des Tatverdächtigen vortragen könnten...


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

16.01.2017 um 23:49
@otternase
Das wird wohl der Gutachter alles berücksichtigt haben. Dessen Aussage kommt doch noch, oder?

Die psychische Erkrankung kann nicht strafverschärfend berücksichtigt werden. Und Anhaltspunkte für Schuldminderung oder Schuldunfähigkeit gibt es wohl nicht, laut dieser Quelle: http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/mordfall-yangjie-li-gutachter-sieht--reifedefizite--bei-tatverdaechtigen-24788122


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

17.01.2017 um 00:55
@otternase
Danke für die Info. Das rückt den Fall noch mal in ein anderes Licht. Wenn der TV bereits im frühen Jugendalter Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung begangen hat und in der KJPP stationär betreut wurde, dann gibts da eine einschlägige Vorgeschichte. Das Ganze scheint pathologisch zu sein und liegt ja auch noch nicht so lange zurück. Um so berechtigter also meine Frage, warum das soziale Umfeld (oder ggf. das JA) die junge Mutter und die kleinen Kindern nicht stärker geschützt hat, wenn die Psychiatriekarriere des TV bekannt war? Ich bin mir nicht sicher, ob Details aus dem psychiatrische Gutachten öffentlich gemacht werden dürfen.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

17.01.2017 um 01:27
@inextenso
inextenso schrieb:Wenn der TV bereits im frühen Jugendalter Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung begangen hat und in der KJPP stationär betreut wurde, dann gibts da eine einschlägige Vorgeschichte.
Wie kommst du darauf? Eine Krankengeschichte lässt wohl kaum Rückschlüsse auf strafbares Verhalten zu. Laut MDR hat sich der Verdacht des sexuellen Missbrauchs seines Stiefbrudês nicht bewahrheitet.http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau/mordprozess-chinesin-dessau-tag-sechs-100.html

Ein Aufenthalt in der KJP kann viele Gründe haben. Rückschlüsse auf den Umgang mit den Kindern kann man wohl kaum daraus ziehen.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

17.01.2017 um 10:26
Heute in der MZ ein ausführlicher Bericht über das Geständnis:
Mordprozess Yangjie Li Angeklagte beschreibt Exzess aus Sex und mörderischer Gewalt – Quelle: http://www.mz-web.de/25559884 ©2017
es lässt trotzdem sehr viele Fragen offen, scheint mir nur sehr bedingt glaubwürdig. Interessant wäre nun zu untersuchen, ob die ergänzenden, bislang unbekannten Infos zum Verlauf sich durch weitere Untersuchungen und Ermittlungen verifizieren lassen.
ZB. behauptet die Angeklagte, am Vorabend der Tat bereits einmal auf Zwang des Angeklagten hin versucht zu haben, eine Frau auf der Straße vor der Wohnung anzusprechen und ins Haus zu locken, war da aber erfolglos. Es wäre interessant zu schauen, ob von der Überwachungskamera auch noch die Videos des Vortages aufbewahrt wurden und ob diese Aussage damit in Einklang gebracht werden kann, dh. ob die Angeklagte da wirklich zu sehen ist.
Und die Angeklagte behauptet, das Opfer wurde in einer Mülltonne aus der Wohnung in das Hinterhaus geschafft. Es wäre zu prüfen, ob Spuren in einer der Mülltonnen des Hauses zu finden sind, bzw. ob eine der Mülltonnen des Hauses fehlt und wenn ja, wann und wohin diese weggeschafft wurde und warum dies zuvor nicht aufgefallen ist.
Weiter weisst die Aussage Widersprüche auf: so behauptet die Angeklagte, der Angeklagte habe das Opfer bereits im Hausflur vergewaltigen wollen, als diese sich wehrte jedoch habe er sie in die Tatwohnung gezerrt. Tatsächlich aber war die Tür der Tatwohnung gewaltsam aufgebrochen worden, das wird der Angeklagte doch nicht spontan in dem Moment gemacht haben, sondern bereits tatvorbereitend getan haben, dh. es war sehr wahrscheinlich vom Täter schon geplannt, das Opfer in dieser leerstehenden Wohnung zu vergewaltigen und nicht im Flur. Weiter war zumindest nach Anklage das Motiv der Tat der Wunsch des Angeklagten nach einem Dreier. Es ist kaum glaubhaft, dass er sich dann, als er diesen Wunsch realisieren konnte und dabei sogar vor einem Mord nicht zurückschreckte, sich damit zufrieden gegeben hat, dass seine Verlobte nur kurzzeitig dabei war und dass er nicht sie dazu gezwungen hat, die gesamte Zeit dabei zu sein. Dann wurde aus den Spuren am Opfer festgestellt, dass das Opfer -vermutlich ja im Kampf- der Angeklagten büschelweise Haare ausgerissen hat. Wenn der Angeklagte aber allein das Opfer überfallen, alleine vergewaltigt und schlussendlich alleine getötet hat, wie, wann und warum hat das Opfer dann der Angeklagten Haare ausgerissen? Ausserdem gab es massive Blutspuren auch im Treppenhaus, Spritzer bis an die Decke, nicht nur in der Tatwohnung. Wenn die Angeklagte noch nach der Vergewaltigung mit dem Opfer gesprochen haben will und diese zu dieser Zeit noch nicht schwerverletzt war und wenn das Opfer per Mülltonne aus der Wohnung geschafft wurde, woher stammen dann die Blutspuren im Treppenhaus, die eigentlich auf Zufügen schwerer Verletzungen bereits im Flur hindeuten?
Zu allem Überfluss lässt das Geständnis dann noch eine lange, große Lücke, nämlich springt vom Zeitpunkt nach der Tat direkt zum Zeitpunkt der Vorladung bei der Polizei. Gerade dort jedoch gibt es viele offene Punkte, zu deren Aufklärung die Angeklagte beitragen könnte, dies aber offenbar nicht gewillt ist zu tun. Warum wohl?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

17.01.2017 um 10:36
@Trine
ich kann der Meldung aus Deinem Link nicht entnehmen, dass "sich der Verdacht des sexuellen Missbrauchs seines Stiefbruders nicht bewahrheitet" hätte.
Ich glaube jedoch zu wissen, worauf Du diese Annahme stützt: die Freundin der Mutter hat in ihrer Aussage behauptet, dass sie von diesem Gerücht wusste, aber die Mutter des Angeklagten ihr gegenüber behauptet habe, dass es nicht wahr sei. Welchen Wert man dem nun beimessen will, sei jedem selbst überlassen...
So ganz grundlos wird die Mutter ihren Sohn jedenfalls damals nicht in eine vollstationäre Behandlung in der Psychatrie gegeben haben und solange es keine andere Erklärung dafür gibt, bin ich geneigt, dem Gerücht mindestens eine Spur von Wahrheitsgehalt zuzumessen, auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass solche Gerüchte gerne mal ausgeschmückt werden und der Kern Wahrheit etwas anders gewesen sein kann.


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