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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

424 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Knochen, Hagen, Abhang ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

10.05.2022 um 13:37
Hallo @alle !


Bei Aktenzeichen XY hatte man schon angedeutet, das Walter Pauli nicht wegen seiner Homosexualität mit seinen Eltern Krach bekommen hat, aber über andere mögliche Gründe schweigt man sich aus.

Wer ein Messer mit sich führt muß auch nicht irgendwelche Tötungsabsichten haben. Gerade Drogenkonsumenten, insbesondere von Kokain, leiden häufiger unter Verfolgungswahn und gehen nur bewaffnet auf die Straße. Es ist für mich vorstellbar das H. Pauli keine Schallplatten kaufen wollte, sondern "etwas für die Nase" und das sein "Geschäftspartner" durchgedreht ist.

Ob diese Annahme realistisch ist, können nur die Bekannten von damals beantworten, wenn man sie findet.


Gruß, Gildonus


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

10.05.2022 um 14:09
Zitat von emzemz schrieb:Neues ist in diesem Podcast glaube ich aber nicht dabei.
@emz Aber auf jeden Fall vielen Dank, dass Du uns diesen aktuellen Filmbeitrag verlinkt hast! Ich finde, dass nicht nur alles (auch schon bisher Bekannte) gut zusammengefasst wurde, sondern dass man sich durch neues Bildmaterial des Tatorts und der Auffindesituation schon ein noch besseres Bild machen kann.

Wenn man sich schon zuvor mit dem Fall beschäftigt hat, beleuchtet der Film doch auch einige Fragestellungen, die hier umfangreich diskutiert wurden. Etwa, was den Charakter des Auffindeorts anbelangt, dass es sich demnach definitiv nicht um einen bekannten Treffpunkt o.ä. gehandelt hat. Das wusste man zwar, aber so explizit wurde es selten gesagt.

Besonders interessant fand ich diese 3D-Reproduktionen der Messerspitze. Also einmal am Stück, einmal in den beiden Einzelteilen. Ich fand das sehr gut erklärt, dass der erste Teil der Spitze am Körper abgebrochen und dann beim Angriff auf den Kopf nochmals ein Stück abgebrochen ist.

Und es war von Tritten die Rede. Beides zusammen lässt schon Schlimmes erahnen, was den Grad der angewendeten Gewalt angeht.

Auch das alte Philips (Diga?) ist schon beeindruckend in dem Sinne, dass es sich um das Original-Asservat handelt. Dass der Journalist es in die Hand nehmen durfte, weil schon alle Spuren gesichert waren. Wenn ich es richtig verstanden habe, handelte es sich um einen Beitrag vom WDR. Klar, dass die mehr gezeigt bekommen, als wenn da ein x-beliebiger YouTuber um Informationen bittet.


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

10.05.2022 um 16:54
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Es ist für mich vorstellbar das H. Pauli keine Schallplatten kaufen wollte, sondern "etwas für die Nase" und das sein "Geschäftspartner" durchgedreht ist.
Aber meinst Du, dass er sich das leisten konnte? Immerhin war er ja arbeitslos.....Ich weiß nicht, was die Preise für Kokain damals waren, aber so einfach wird das doch nicht gewesen sein?

(Mal abgesehen davon, dass man hier etwas unterstellt, für das es keine Anzeichen gibt....)


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

10.05.2022 um 20:06
Hallo @brigittsche , hallo @alle !


Bei Aktenzeichen XY hat es eine gewisse Tradition die Tatopfer in einem möglichst "günstigen Licht" dazustellen.
Es fällt bei dem Film schon auf, das so wenig über ihn, sein Leben und seine Kontakte gesagt wird, nur das er homosexuell war.
Da kommt man schon auf solche Gedanken !

Das H. Pauli auf die Anhöhe hinter den Bahnhof gegangen ist, weil er da eine Schallplatte kaufen wollte, glaube ich jedenfalls nicht.


Gruß, Gildonus


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

10.05.2022 um 20:13
Zitat von GildonusGildonus schrieb:weil er da eine Schallplatte kaufen wollte, glaube ich jedenfalls nicht.
Natürlich nicht, das ist klar. Ich glaube halt nur nicht, dass es ausgerechnet Koks war, was er kaufen wollte....


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

10.05.2022 um 20:58
Also Kokain kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Erstens ist das Zeug schweineteuer, also nix für ihn und zweitens würde er dafür mit Sicherheit nach Dortmund fahren, wo der Markt viel größer ist, denke ich.

Ich kann auch nicht glauben, dass ein Drogendealer für ein paar Gramm
Kokos dermassen ausrastet und da zur Furie wird. Nach dazu in Hagen auf der Philips Höhe.
Meine Vermutung ist Beziehungstat.
Oder höchstens noch Alkoholexzess, aber keine teuren Drogen....


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

10.05.2022 um 21:25
@Gildonus @brigittsche @nym
In dem verlinkten Film war ja von Seiten des Polizisten sehr deutlich die Rede davon, dass man über das Tatopfer recht wenig weiß.

Er sprach ja auch davon, dass man heute wg. FB sehr viel mehr Möglichkeiten hätte, etwas über das Leben, den Freundeskreis und den Menschen zu erfahren. Das heißt für mich im Umkehrschluss, dass man so gut wie gar nichts über ihn weiß; ob man das damals, als es sich noch um einen Vermisstenfall handelte, alles erfragt hat, darf bezweifelt werden.

Außerdem lebt ja heute sein Mitbewohner auch nicht mehr. Ich denke, dass es im FF nicht nur darum ging, das Opfer in ein günstiges Licht zu rücken, sondern dass man einfach nicht sehr viel mehr Info über KWP hatte.

Hätte er Drogen genommen und wäre das bekannt gewesen, hätte man das in irgendeiner Form im FF erwähnt. Und gerade harte Drogen wie Kokain sind nicht nur sehr teuer, sondern verändern auch die Persönlichkeit. Das wäre dem Mitbewohner kaum verborgen geblieben. Ich halte das für sehr unwahrscheinlich.


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

10.05.2022 um 21:37
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Hätte er Drogen genommen und wäre das bekannt gewesen, hätte man das in irgendeiner Form im FF erwähnt. Und gerade harte Drogen wie Kokain sind nicht nur sehr teuer, sondern verändern auch die Persönlichkeit. Das wäre dem Mitbewohner kaum verborgen geblieben. Ich halte das für sehr unwahrscheinlich.
Mal ganz abgesehen davon, dass man die Drogen ja sicher bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung festgestellt hätte. Und dann wäre das sicher bei der Fahndung mitgeteilt worden, weil es ja eine ganz andere Richtung andeutet. So eine wichtige Information wäre bestimmt nicht zurückgehalten worden.


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

10.05.2022 um 22:30
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Mal ganz abgesehen davon, dass man die Drogen ja sicher bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung festgestellt hätte.
Kann man das nach über 10 Jahren Liegezeit noch? Es waren ja nur noch Knochen von ihm übrig.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und dann wäre das sicher bei der Fahndung mitgeteilt worden, weil es ja eine ganz andere Richtung andeutet. So eine wichtige Information wäre bestimmt nicht zurückgehalten worden.
Das ist auch meine Ansicht.

Es spricht anhand der uns bekannten Informationen nichts dafür, dass Pauli Drogenkonsument war.

Das heißt natürlich nicht, dass keinerlei Drogen im Spiel waren. Es wäre sicherlich möglich, dass der Täter zum Zeitpunkt des Mordes auf Drogen war und vielleicht deshalb so brutal vorging. Aber auch das lässt sich aktuell nicht belegen.


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

10.05.2022 um 23:40
Zitat von BalumpaBalumpa schrieb:Kann man das nach über 10 Jahren Liegezeit noch?
Wenn er längere Zeit konsumiert hat, ja. Aber das müsste dann schon recht lange gewesen sein.


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

11.05.2022 um 00:36
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Wenn er längere Zeit konsumiert hat, ja. Aber das müsste dann schon recht lange gewesen sein.
Oh, das wusste ich nicht. Ich dachte immer, man könnte das nur über die Organe oder aber über die Haare.

Aber, wie gesagt, ich halte das Thema Drogenkonsum auch für komplett abwegig.


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

12.05.2022 um 10:59
Das KWP ein zufälliges Opfer war, kann ich mir auch nicht recht vorstellen.
Am ehesten denke ich, dass er sich mit jemandem verabredet hat.
Ich sehe das auch wie die meisten hier so, dass diese Tat eher für eine Beziehungstat spricht.

Wirklich sehr schade, dass die Geschwister so gar keine Angaben über ihn machen können. Von der Spur „Frank“ habe ich auch mehr erhofft.
Hoffentlich kann das doch noch irgendwie aufgeklärt werden.
Leider kenne ich von Hagen nur den Bahnhof, und weiß daher über die Örtlichkeiten nichts.
Zeugen scheint es ja nicht gegeben zu haben, bzw. Menschen die sich dort an ihn erinnern konnten.

Das mit dem Drogenkonsum kann ich mir auch nur schwer vorstellen. Das wäre sicher zu kostspielig gewesen.

Sorry, falls ich es überlesen haben sollte und hier schon zur Sprache kam:
Weiß man was KWP vor seiner Arbeitslosigkeit für eine Tätigkeit hatte?
Da muss es doch Kollegen gegeben haben, die evtl. Kontakt zu ihm hatten und noch einige Angaben zu seiner Person machen können.


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

13.05.2022 um 21:14
Hallo @alle !
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:sondern dass man einfach nicht sehr viel mehr Info über KWP hatte
Für mich ist der Mangel an Informationen der zweite Grund um stutzig zu werden. Man weiss seit 2016 das H. Pauli erschlagen worden ist und hatte Zeit genug um seinen Lebenslauf seit der Grundschulzeit zu recherchieren.

Der Erste Grund ist im Übrigen die Bitte bei Aktenzeichen XY nach einer Telefonbuch CD.

Ich bekomme da den Eindruck das die Polizei sich "dumm stellt", vieleicht ist das Ermittlungstaktik.


Gruß, Gildonus


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

13.05.2022 um 21:44
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Für mich ist der Mangel an Informationen der zweite Grund um stutzig zu werden. Man weiss seit 2016 das H. Pauli erschlagen worden ist und hatte Zeit genug um seinen Lebenslauf seit der Grundschulzeit zu recherchieren.
Man wird den Lebenslauf schon in groben Zügen rekonstruiert haben - es wurde ja auch das Zerwürfnis mit Eltern und Geschwistern im FF thematisiert. Auf jeden Fall weiß die Polizei sicher mehr als das, was im Filmfall gesagt wurde.

Aber gerade für den tatrelevanten Zeitraum unmittelbar vor der Ermordung fehlt es den Ermittlern wohl an Einblick in das Leben des KWP. Man muss immer berücksichtigen, dass auch dies wieder ein Fall ist, der lange Zeit als Vermisstenfall geführt wurde, und wenn da keine Angehörigen auf der Matte stehen und daran erinnern, dass der Vermisste immer noch nicht wieder aufgetaucht ist, geschieht wohl nicht allzu viel. Es ist ja nicht so, dass die EB in aktuellen Fällen nicht genug zu tun hätten. Im Gegenteil.

Als dann der Schädel gefunden wurde, hat man dies ja wohl zwei Jahre nicht publik gemacht - in dieser Zeit wird einiges unternommen worden sein, um nunmehr aus Sicht eines Kapitalverbrechens Licht in die Sache zu bringen. Da der Lebenspartner bzw. Mitbewohner bereits verstorben war, wird vieles aus dem privaten Besitz des KWP bereits verschwunden gewesen sein- ich habe selbst schon ganze Familienalben mit Fotos auf der Straße im Sperrmüll gesehen. Eine traurige Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass das mal für einen Menschen eine Sache von enormem ideellen Wert gewesen ist. Aber die meisten von uns werden auf Dauer keine Spuren auf Erden hinterlassen.

Bei den Telefonbuch-CDs könnte es sogar so sein, dass das "Recht auf Vergessenwerden" Art. 17 DSGVO rechtlich einer Sammlung alter CD-ROMs mit Teilnehmerdaten früherer Zeiten durch die Polizei entgegen steht. Sich dann an die Bevölkerung zu wenden mit der Bitte, doch nach diesen alten CD-ROMs zu suchen, wäre dann zwar scheinheilig, aber durch den Zweck gerechtfertigt.


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

13.05.2022 um 23:02
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Für mich ist der Mangel an Informationen der zweite Grund um stutzig zu werden. Man weiss seit 2016 das H. Pauli erschlagen worden ist und hatte Zeit genug um seinen Lebenslauf seit der Grundschulzeit zu recherchieren.
Aber gerade die Zeitangaben wo er welche Schule besucht oder eine Berufsausbildung gemacht hat, also die Sachen, die man relativ leicht aus schriftlichen Dokumenten und/oder Angaben seiner Familie rekonstruieren kann, sind doch in diesem Zusammenhang recht uninteressant.

Worauf es ankommt, ist doch die Zeit vor seinem Tod, d. h. die letzten Monate und vielleicht sogar Jahre. Und dabei geht es um Dinge, die sich gerade NICHT aus offiziellen Dokumenten rekonstruieren lassen, sondern nur durch mündliche Mitteilungen. Also nicht, dass er arbeitslos war und entsprechende Unterstützung bezogen hat - sondern mit wem er so Kontakt hatte, wer seine Freunde waren, wo er gerne hingegangen ist usw.

Und das kann man weder im Schularchiv noch beim Einwohnermeldeamt erfragen. Dazu braucht man einen Einstieg zu Leuten aus seinem Umkreis. Und da der Mitbewohner bereits verstorben war und die Familie zuletzt eben keinen Kontakt mehr hatte (folglich also auch nichts über die Zeit vor dem Mord aussagen kann) musste man eben versuchen, irgendwen zu finden, der etwas beitragen konnte und, idealerweise, auch noch weitere Leute wusste, die Kontakt zu WP hatten und die auch heute noch greifbar sind.

Und dazu war die Fernsehsendung nun mal gut geeignet. Dass es letztlich offenbar nicht wirklich weitergeführt hat, ist dann eben Pech.
Wobei ich schon davon ausgehe, dass man es erst einmal über die Familie und vielleicht alte Schulfreunde versucht hat und dann aber feststellen musste, dass der Kontakt zu allen diesen Personen schon vor dem Mord abgebrochen war oder sie zumindest nichts Substantielles beitragen konnten "Ja, wir haben uns immer zu Weihnachten und zum Geburtstag Karten geschrieben....." hilft z. B. nicht weiter.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Bei den Telefonbuch-CDs könnte es sogar so sein, dass das "Recht auf Vergessenwerden" Art. 17 DSGVO rechtlich einer Sammlung alter CD-ROMs mit Teilnehmerdaten früherer Zeiten durch die Polizei entgegen steht.
Ich glaube nicht, dass man bei veröffentlichten Datensammlungen (sofern die Veröffentlichung mit Zustimmung geschehen ist) verpflichtet ist, diese zu vernichten. Dann müssten ja auch alle gedruckten Telefonbücher wieder eingesammelt und verbrannt werden, mit genauem Nachweis über die Vernichtung, dass auch ja kein Exemplar zurückbleibt, damit blos niemand in 20 Jahren herausfinden kann, dass mal der Herr Müller in der Bergstraße 12 gewohnt hat und die Telefonnummer 12345 hatte....

Ich würde nach wie vor vermuten, dass die Polizei einfach zu spät daran gedacht hat, solche CDs zu sammeln und dass man heute eben nicht mehr so ohne weiteres drankommt bzw. dass sie auch nicht alle irgendwo in Bibliotheken oder Archiven vorhanden sind.


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

13.05.2022 um 23:46
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich würde nach wie vor vermuten, dass die Polizei einfach zu spät daran gedacht hat, solche CDs zu sammeln und dass man heute eben nicht mehr so ohne weiteres drankommt bzw. dass sie auch nicht alle irgendwo in Bibliotheken oder Archiven vorhanden sind.
Das kommt, unabhängig davon, ob meine Vermutung hinsichtlich der DSGVO zutrifft oder nicht, erschwerend hinzu. Es gibt allerdings das Online-Archive archive.org, wo man u.a. auch Images der alten deutschen Telefonbuch-CDs bekommen kann- wie allerdings der rechtliche Status eines solchen Downloads ist, sei einmal dahingestellt. Deshalb hier auch kein Link.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Dazu braucht man einen Einstieg zu Leuten aus seinem Umkreis. Und da der Mitbewohner bereits verstorben war und die Familie zuletzt eben keinen Kontakt mehr hatte (folglich also auch nichts über die Zeit vor dem Mord aussagen kann) musste man eben versuchen, irgendwen zu finden, der etwas beitragen konnte und, idealerweise, auch noch weitere Leute wusste, die Kontakt zu WP hatten und die auch heute noch greifbar sind.
Was das Leben von KWP anbelangt, war es sein gutes Recht, relativ zurückgezogen zu leben und auch, seine Privatsphäre zu wahren. Ob er dies aus Überzeugung tat oder weil er wenig Geld hatte oder aus einem anderen Grund, ist letztlich unerheblich. Da die Welt nicht nur aus ungeklärten Kriminalfällen besteht, ist mMn eher zu hinterfragen, warum man sich heute rechtfertigen muss, wenn man sich nicht an FB, WA,Telegram und anderen Netzwerken beteiligen möchte und nicht sein Privatleben ins Netz stellen möchte. Da aber überall munter fotografiert wird und die Fotos in der Praxis oft ohne Nachfrage verteilt (heute: "geteilt") werden, ist man indirekt trotzdem dabei- selbst wenn man es nicht möchte.

Es wäre sicher hiflreich, wie vor mir bereits jemand schrieb, etwas von der beruflichen Tätigkeit des KWP zu wissen. Normalerweise wird ja auch von einem soundsoviel Jahre alten Kraftfahrer, Verkäufer oder Bademeister gesprochen, weil die berufliche Tätigkeit zu einer Personenbeschreibung dazu gehört. Warum man hier gar nichts erfährt, und sei es Gelegenheitsarbeiter, Produktionshelfer oder Prospektverteiler, wundert mich sehr. Selbst Personen, die sich aufgrund der Fallbeschreibung nicht an KWP erinnern können, wäre mit der Berufsangabe vielleicht geholfen, sich seiner zu erinnern.


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

14.05.2022 um 03:40
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Normalerweise wird ja auch von einem soundsoviel Jahre alten Kraftfahrer, Verkäufer oder Bademeister gesprochen, weil die berufliche Tätigkeit zu einer Personenbeschreibung dazu gehört. Warum man hier gar nichts erfährt, und sei es Gelegenheitsarbeiter, Produktionshelfer oder Prospektverteiler, wundert mich sehr. Selbst Personen, die sich aufgrund der Fallbeschreibung nicht an KWP erinnern können, wäre mit der Berufsangabe vielleicht geholfen, sich seiner zu erinnern.
Möglich, wobei mir nicht ganz klar ist, ob er überhaupt einen "richtigen" Beruf hatte (im Sinne einer Ausbildung oder eines Studiums) oder nicht vielleicht immer nur als Aushilfe irgendwo gearbeitet hat. Aber auch dann müsste es, eigentlich, ja irgendwelche Kollegen gegeben haben.

Allerdings ist es natürlich auch denkbar, dass der Verlust der Arbeit mit einem radikalen Bruch auch im Bereich der persönlichen Kontakte einherging: Wenn er, sagen wir mal, drei Jahre vor seinem Tod den letzten Job hatte und dann auch keinen Kontakt mit den Kollegen gehalten hat - dann wussten die vielleicht auch nichts zu sagen, das die Sache irgendwie weiterbringt.

Und, was auch denkbar wäre: Vielleicht hat er gegenüber seinen Kollegen nie über private Belange gesprochen, und sie haben alle die Achseln gezuckt und gesagt: "Keine Ahnung!".

Unter diesen Umständen hielte ich es für denkbar, dass das berufliche Umfeld überprüft wurde, aber nichts ergab und man andererseits sicher war, alle wichtigen Zeugen aus diesem Bereich gesprochen zu haben. Und dann wurde das Thema aus der Sendung herausgelassen, weil es nicht relevant war.


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

14.05.2022 um 07:57
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Möglich, wobei mir nicht ganz klar ist, ob er überhaupt einen "richtigen" Beruf hatte (im Sinne einer Ausbildung oder eines Studiums) oder nicht vielleicht immer nur als Aushilfe irgendwo gearbeitet hat. Aber auch dann müsste es, eigentlich, ja irgendwelche Kollegen gegeben haben.
So etwas hatte ich auch schon überlegt. Ich würde auch nicht ausschließen, dass es in so einer Lebenssituation auch diverse Wohnsitzwechsel gibt.
Fiktiv: Bundeswehr/ Zivildienst bei Köln, dann 2 Jahre Aushilfsjob in der Nähe von Frankfurt, als nächstes 5 Jahre in Hamburg usw. und erst seit 3 Jahren Menden.

Dann werden die Ermittlungen für die Polizei zum persönlichen Hintergrund kompliziert, selbst wenn man nicht völlig zurückgezogen lebt.

1.) Weil man in anderen Regionen oder gar im Ausland nicht im Detail vom Mord erfährt. Da ist dann ggf. nur die Rede davon, dass man in Hagen eine Leiche gefunden hat. Wer das dann ist, bleibt häufig im Dunkeln. Detailliert erfährt man es nur durch XY (oder hier), aber das bekommt auch nur ein geringer Teil der Bevölkerung mit.

2.) Lassen sich so auch gar nicht alle Kontakte aufrechterhalten, schon gar nicht zur damaligen Zeit ohne soziale Medien. Da schlafen Kontakte ein. Der KWP ist weggezogen und hat sich dann irgendwann nicht mehr gemeldet.


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

14.05.2022 um 11:36
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Möglich, wobei mir nicht ganz klar ist, ob er überhaupt einen "richtigen" Beruf hatte (im Sinne einer Ausbildung oder eines Studiums) oder nicht vielleicht immer nur als Aushilfe irgendwo gearbeitet hat. Aber auch dann müsste es, eigentlich, ja irgendwelche Kollegen gegeben haben.
Nicht nur Kollegen. Möglicherweise auch Kunden, Patienten, Klienten, Gäste, Fahrgäste ( je nach Beruf), die ihn vom Sehen her kannten und ihn möglicherweise irgendwo anders wiedererkannt haben, als sie ihn sahen.

"Ich habe den Typen, der im Sonnenstudio sauber macht, neulich mit zwei ganz merkwürdigen Typen am Hagener Bahnhof gesehen."


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Tötungsdelikt Klaus Walter Pauli

14.05.2022 um 11:39
Zitat von Basti1212Basti1212 schrieb:Ich würde auch nicht ausschließen, dass es in so einer Lebenssituation auch diverse Wohnsitzwechsel gibt.
Es wurde gesagt, dass KWP in der Vergangenheit teilweise über keinen festen Wohnsitz verfügte. Möglicherweise bezieht sich das auf die Zeit nach seinem Rauswurf aus dem Elternhaus.


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