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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

2.570 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

12.12.2025 um 12:26
Zitat von in1968in1968 schrieb am 04.10.2025:Die offene Kellertüre war eine Aussentüre nach draussen. Diese führte aber in einen ebenfalls verschlossenen Raum. Man stand also nicht gleich im Flur. Dieser Zugang wäre nur möglich gewesen wenn der Täter einen Schlüssel für die innere Türe zum Flur gehabt hätte.
Aufgrund der Aussage von @in1968 gehe ich davon aus, dass es eben nicht der große, mordlüsterne Unbekannte war, den es immer schon einmal gereizt hat, durch Löcher im Kasernenzaun in einen militärischen Sicherheitsbereich zu gelangen. Dort sucht er, ohne von der Streife entdeckt zu werden, nach Suche nach einer Möglichkeit in einen Block eindringen zu können. Zufällig findet er eine offene Kellertüre und kann in den Block spazieren, da dem diensthabenden Stolz die offene Verbindungstüre auf seinen Rundgängen nicht aufgefallen ist. Ebenso zufällig ist die Tür zur Dienststube von N.S. unverschlossen und er kann diesen dann ermorden. Entschuldigung, da ist mir zuviel Phantasie eingepreist.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

12.12.2025 um 12:36
Zitat von alex32alex32 schrieb:Wenn man also alle Fakten irgendwie zusammenzählt, war es wohl ein völlig fremder Täter, der erst nach Einbruch der Dunkelheit in die Kaserne kam und dann durch diesen ominösen Keller im Block zu Stolz schlich. Genau wie im Aktenzeichen-Film dargestellt. Das Türschlagen, dass Weber hörte, dürfte ein "Durchzug" gewesen sein. meine Theorie zumindest. Ein Psychopathen-Täter vermutlich, wie der "Freddy Krüger-Killer" Daniel Gonzalez vor 20 Jahren in London!
Hallo @alex32

Aber was, wenn jetzt die Kellertüre nicht zufällig offen gestanden hätte? Wäre dieser Psychokiller dann einfach wieder nach Hause gegangen? Wenn er ein völlig Außenstehender ist, dann können ihm zwar sehr wohl die Löcher im Zaun bekannt gewesen sein, aber er konnte doch niemals gewusst haben, dass die Kellertüre offen steht.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

12.12.2025 um 16:02
@Gast_01
Ich bin da bei Dir. Ein völlig fremder Täter ist zwar theoretisch möglich, aber unwahrscheinlich.
Die einzige Variante, die überhaupt irgendwie einen Fremden ins Spiel bringt wäre, dass irgendwer Besuch auf der Stube hatte und der dann am späten Abend nicht rausgelassen wurde, ohne dass Meldung gemacht wurde. Aber auch das ist mir schon zu theoretisch. Was soll jemand Freitags Nachmittags in einer Stube? Party gefeiert wurde ja nicht, das hätten der GvD und "Weber" mitbekommen. Also unwahrscheinlich. Es gab vermutlich irgendeinen Bezug zu Kaserne, vermutlich auch gar nichts völlig abstruses.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.12.2025 um 18:21
hui, jetzt kommt ja doch wieder bewegung in diesen thread.
uns fehlt ja ein ganz entscheidender baustein, und wirkliche ernste schlüsse ziehen zu können, nämlich das exakte bild des tatorts. was war da alles? wie waren die blutspuren (pfützen, spitzer, schwerpunktverteilung)? was lag da sonst noch ausser „38 pornoheftchen und die freizeitrevue“?. gab es blutspuren/sockenabdrücke am boden? kampfspuren, what ever.
ich bin bei @Gast_01 dass der zufälle zu viel sind. natürlich kann ein komplett fremder das loch im zaum beobachtet haben, aber die offene kellertüre als zugang?
also zumindest in bayern traute man sich als fremder nicht über den zaun einer kaseene, in unserer kaserne hat da die wache auch mal scharf geschossen, das ist nicht mit der bundeswehr 2025 zu verwechseln.
heisst, ich weiss nicht, was ernsthaft für einen externen täter sprechen soll.
somit geht wohl auch die kripo von einem „inside job“ aus, da ist die testung eines engen kreises von 50 leuten sicherlich mehr als ausreichend. das dürfte auch für genügend unruhe beim täter sorgen


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

15.12.2025 um 09:47
Zitat von pannettonepannettone schrieb:also zumindest in bayern traute man sich als fremder nicht über den zaun einer kaseene, in unserer kaserne hat da die wache auch mal scharf geschossen, das ist nicht mit der bundeswehr 2025 zu verwechseln.
Du musst aber bedenken, dass 1990 die Bundeswehr in der Gesellschaft gegenwärtiger war als heute, wer also gedient hatte wusste, dass die Streifen der Wache nur durch den Technischen Bereich laufen und an den Kompanieblöcken nur vorbeikommen, wenn sie zufällig auf dem Weg in den T-bereich liegen, auch dass GvDs und UvDs nicht bewaffnet sind ist damals ein Allgemeinplatz.

Sollte der Mörder aus der Kompanie kommen, so wäre das eine Geschichte, wie von E.A. Poe, ein tödlicher Hass auf jemanden, ohne dass es Kameraden mitbekommen.
Auch in einer Heimschläferkaserne ist das Zusammenleben so eng, dass Konflikte nicht geheimbleiben können, aus meiner persönlichen Sicht und Erfahrung.
Es sind einfach 100 Jungs, frisch aus der Schule oder aus der Lehre, da gibt es Konflikte, ober doch nicht im Geheimen, so stark, dass ein Mord unter Kameraden folgt?

Bundeswehrüberfälle fanden zu der Zeit statt, weiter oben sind genügend Beispiele, und die Täter kamen von außerhalb, eventuell mit der naiven Vorstellung, in die Waffenkammer zu gelangen, weil der Schlüssel beim Uvd liegt........


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

15.12.2025 um 10:07
Zitat von MajorQuimbyMajorQuimby schrieb:Sollte der Mörder aus der Kompanie kommen, so wäre das eine Geschichte, wie von E.A. Poe, ein tödlicher Hass auf jemanden, ohne dass es Kameraden mitbekommen.
Auch in einer Heimschläferkaserne ist das Zusammenleben so eng, dass Konflikte nicht geheimbleiben können, aus meiner persönlichen Sicht und Erfahrung.
Es sind einfach 100 Jungs, frisch aus der Schule oder aus der Lehre, da gibt es Konflikte, ober doch nicht im Geheimen, so stark, dass ein Mord unter Kameraden folgt?

Bundeswehrüberfälle fanden zu der Zeit statt, weiter oben sind genügend Beispiele, und die Täter kamen von außerhalb, eventuell mit der naiven Vorstellung, in die Waffenkammer zu gelangen, weil der Schlüssel beim Uvd liegt........
Ich gebe Dir vollkommen Recht, dass ein schwelender Konflikt irgendwie aufgefallen wäre. Zumal bei der Beschreibung von Norbert Stolz keine große Sammlung von Konflikten zu erwarten ist. Hier scheint eine außergewöhnliche Lage hochgekocht und anschließend aus dem Ruder gelaufen zu sein.

An einen externen möchtegern WaKa-Räuber kann ich nicht glauben. Die dafür notwendige Ansammlung an Zufällen ist mir zuviel.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

15.12.2025 um 17:39
@alle:

Ein nicht unberechtigt als mysteriös bezeichneter tragischer Fall. Versetzt einen sofort zurück in die eigene Dienstzeit, wie an vielen Beiträgen erkennbar.

Wie aus diesen erkennbar, war die Handhabung der U.v.D/G.v.D.-Dienste wohl recht unterschiedlich. In Sichtweite vom eisernen Vorhang sah man derlei wohl etwas enger als in Köln. Es gab also keinen U.v.D.

Mit einem einzelnen Diensthabenden im Kompaniegebäude machte der befohlene Verschluss des Dienstzimmers durchaus Sinn. N.S. hätte also eigentlich in seinem Dienstzimmer keine körperliche Fremdeinwirkung passieren dürfen.

Die Tür wurde, soweit bekannt, nicht gewaltsam geöffnet.
Also hat entweder N.S. sie nicht verschlossen, sei es aus Vergessen oder Bequemlichkeit, was soll einem in einer bewachten Kaserne schon passieren?

Oder er hat sie bewusst geöffnet. Dann hätte er den Menschen, der da rein wollte, gekannt. Dienstlich oder privat.

Oder der Eindringling hatte einen Schlüssel. Das hätte die Verdächtigenliste enorm gekürzt und klingt erstmal wenig wahrscheinlich.

Oder der Eindringling hatte einen Nachschlüssel. Das wiederum hätte eine Verbindung zu einem Schlüsselinhaber vorausgesetzt. Hiergreift wieder die kurze Verdächtigenliste. Ich gehe davon aus, dass die Schlüsselinhaber sehr gründlich überprüft wurden. Keine Auffälligkeit diesbezüglich. In der Richtung wird´s also auch wieder unwahrscheinlicher.

Oder der Eindringling konnte das Schloss knacken, ohne Spuren zu hinterlassen um ins Dienstzimmer zu kommen. Solche Könner soll´s geben. Dazu würde passen, dass die Kellertür offen war und der Eindringling ( vom Keller ? ) ins Erdgeschoss kam.

Rechnet man also dazu, dass der Eindringling ein mordtaugliches Messer dabei hatte, das er dann auch benutzte, sind wir schon bei einem ziemlich interessanten Individuum.

Nur was macht so Einer in einer im Kompaniegebäude einer Nachschubkompanie?

Leider habe ich nichts über das benutzte Messer finden können. Habe ich da was übersehen?
Das Verletzungsmuster der Stiche könnte etwas darüber aussagen, ob der Täter einfach nur ausrastete oder vielleicht ( zumindest theoretisch ) wusste, was er tat.

Nicht mal als Jägerkompanie eines Panzergrenadierbataillons kriegten wir Mitte der 80er ein Kampfmesser auch nur zu sehen. Nicht mal das Feldmesser, geschweige denn eine Nahkampfausbildung mit und erst recht nicht gegen Blankwaffen, während die Genossen auf der anderen Seite des eisernen Vorhangs noch das AK 47 Bajonett führten. Sehr praktisches Messer und gutes Werkzeug mit der Drahtschneidefunktion übrigens.

Einen Soldaten oder Wehrpflichtigen 1989 in einer Nachschubkompanie kann ich mir beim besten Willen nicht mit einem Kampfmesser vorstellen oder liege ich da daneben? War das vielleicht in der Kaserne üblich oder hatten die Dienstgrade dort so einen Tick?
Das damals dienstlich gelieferte Taschenmesser war wiederum als Stichwaffe nicht unbedingt geeignet. Ich habe auch nie davon gehört, das diese Werkzeuge bei Auseinandersetzungen unter Soldaten eine Rolle gespielt hätten.

Was mir im Podcast auffiel ist der Hinweis darauf, dass der Staatsanwalt recht bestimmt von einem persönlichen Motiv ausging, was sowohl der ermittelnde Kommissar, als auch der Bruder des N.S. nicht nachvollziehen konnten. Elf Messerstiche waren damals noch etwas sehr persönliches, so weit kann ich der Beurteilung des Staatsanwaltes folgen. Die fing man sich nicht mal eben völlig unpersönlich in der Fußgängerzone ein.

Andererseits:
Es fällt mir auch schwer, einem jungen Mann des Jahres 1989, der seinen Wehrdienst ableistete, während er parallel dazu in der katholischen Kirche aktiv war, Verbindungen zu Leuten zu unterstellen, die dann nachts bewaffnet in Kasernen eindringen und ihn umbringen. Was sollte der denn verbrochen haben um jemanden so gegen sich aufzubringen? Und es sich dazu noch extra schwer zu machen, indem man die Tat in einem militärischen Sicherheitsbereich verübt?
Das ist doch völlig irre.

N.S.´s Bruder geht von einer Verwechslung aus. Da wir nichts über den Kameraden wissen, mit dem N.S. den Dienst getauscht hatte, lässt sich in der Richtung nicht viel sagen. Hatte der andere wehrpflichtige junge Mann etwa das Umfeld, das Unstimmigkeiten mit dem Messer regelte? Hätten die Ermittler das übersehen? Und auch für dessen Mörder hätte gegolten: Und es sich dazu noch extra schwer zu machen, indem man die Tat in einem militärischen Sicherheitsbereich verübt?
Das ist doch völlig irre.

Ich bin davon überzeugt, dass es bei beiden jungen Männern für einen aus persönlichen Motiven handelnden Täter viel günstigere Gelegenheiten gegeben hätte, sie außerhalb der Kaserne zu "stellen". Umgekehrt hätte vielleicht jemand, den zu Hause ein Konflikt derartiger Intensität erwartete, die Kaserne gar nicht verlassen wollen, eben weil man sich dort relativ sicher fühlen konnte. Eine Verwechslung aufgrund des Diensttausches halte ich auch daher für äußerst unwahrscheinlich.

Den Kameraden, der zum Verbleib in der Kaserne "verknackt" worden war, hat die Polizei recht schnell entlastet. Das erscheint mir insofern nachvollziehbar, als dass man wohl kaum die Spuren einer solchen Auseinandersetzung, die von Schlägen zur Messerstecherei wechselte, innerhalb weniger Stunden los wird bzw. beseitigen kann, wenn man in der Kaserne festsitzt. Selbst wenn man selber dabei unverletzt geblieben ist, was wiederum bei Messerangriffen gar nicht so leicht ist.

Mal andersrum gefragt:
Was wäre passiert, wenn N.S. nicht umgebracht worden wäre? Was hätte er zu erzählen oder zu melden gehabt, wenn er noch gelebt hätte? Was hätte er in Ausübung dieses verschnarchten G.v.D.-Jobs sehen können, oder wen bei einer solchen Tätigkeit, das den tödlichen Angriff / Mord auch nur halbwegs erklärbar macht?

Was hätte man dort anstellen können, was der G.v.D. hätte melden müssen? Wo hätte das angefangen? Wem hätte eine solche Meldung solchen Schaden zugefügt oder die Angst davor in solche existentielle Panik versetzt, dass N.S. zum Schweigen gebracht werden musste?

Nur mal rein theoretisch zur Verdeutlichung, was ich meine:
Ein Kompanieangehöriger hat eine Freundin ins Gebäude geschmuggelt, um am Wochenende mal im quasi menschenleeren ( bis auf wenige Hanseln, ich weiß ) so richtig seine Ruhe mit ihr zu haben. Sowas ist mir nie passiert, ich weiß aber nicht, ob ich als G.v.D oder später als U.v.D das unbedingt gemeldet hätte und von meinen damaligen Kameraden könnte ich´s auch nicht sagen. Solche oder ähnlich gelagerte "Heldentaten" hätten doch keinem wirklich wehgetan.

Anderes Beispiel:
Diebstahl an Kameraden. Hätte man das unter Wehrpflichtigen untereinander geregelt und derjenige wäre halt mal im Duschraum ausgerutscht? Was, wenn es ein Dienstgrad gewesen wäre? Welche Konsequenzen hätte das für einen jungen Zeitsoldaten oder Offiziersanwärter gehabt? Oder für einen schon länger dienenden?
Leider wissen wir da auch nicht, ob solche Vorkommnisse stattgefunden hatten. In dem Zusammenhang kann Kameradschaft auch mal in Kumpanei ( falsche Kameradschaft ) umschlagen und Dinge werden vertuscht. Und wenn dann mal richtig was passiert, will nachher keiner was davon gewusst oder gar damit zu tun gehabt haben.

Ob man da nach der Zeit noch was rauskriegt?

Trotzdem finde ich es gut und wichtig, dass solche "cold-case"-Ermittlungen stattfinden. Die Täter, die solche Taten verübten, sollen sich nie sicher fühlen.

MfG

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

15.12.2025 um 19:41
Zitat von DewDew schrieb:Oder der Eindringling hatte einen Schlüssel. Das hätte die Verdächtigenliste enorm gekürzt und klingt erstmal wenig wahrscheinlich.

Oder der Eindringling hatte einen Nachschlüssel. Das wiederum hätte eine Verbindung zu einem Schlüsselinhaber vorausgesetzt. Hiergreift wieder die kurze Verdächtigenlist
Nicht nur das. Das waren für gewöhnlich Sicherheitsschlüssel und dazu kommt, dass den denn dann auch noch jemand hätte rausschmuggeln müssen und dann noch registrierte Sicherheitsschlüssel nachmachen? Das kann zumindest mal kein gewöhnlicher Schlüsseldienst, vermute ich mal. Und was will man damit? Im Block gibt's ja nix.
Zitat von DewDew schrieb:Was hätte man dort anstellen können, was der G.v.D. hätte melden müssen? Wo hätte das angefangen? Wem hätte eine solche Meldung solchen Schaden zugefügt oder die Angst davor in solche existentielle Panik versetzt, dass N.S. zum Schweigen gebracht werden musste?
Über den Punkt hab ich auch schon nachgedacht.
Freunde/Freundin im Block? Die hätten ja erst einmal reingeschmuggelt werden müssen. Vor Dienstbeginn beim Vorgänger GvD/UvD? Zum einen wäre dem das aufgefallen und zum anderen - was wollen die ab Freitag Morgen ausschließlich in ner ollen Stube? Und das so leise? Selbst Filme gucken wär ja aufgefallen, wenn der Block sonst leer ist. Und so romantisch isses da auch nicht.
Bis 22 h hat Norbert ja Rundgänge gemacht und Weber war auch da.
Gut, es hätte strafrechtliche Folgen für den Soldaten und die Freundin gehabt.
Aber gleich jemand ermorden, weil der GvD das melden will?
Und dann hätte man die Person ja immer noch vom Gelände schmuggeln müssen und es gäbe damit mindestens einen weiteren Zeugen.

Vertuschte kriminelle Aktivitäten in nem Block einer Nachschubkompanie? Ob da ein GvD im Block selbst überhaupt was mitbekommen hätte? Normal gab es im Block ja nix zu klauen, außerdem wäre das ja aufgefallen.

Egal wie man es dreht, irgendwo hakt es immer.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

15.12.2025 um 21:29
Zitat von abberlineabberline schrieb:Freunde/Freundin im Block? Die hätten ja erst einmal reingeschmuggelt werden müssen. Vor Dienstbeginn beim Vorgänger GvD/UvD? Zum einen wäre dem das aufgefallen und zum anderen - was wollen die ab Freitag Morgen ausschließlich in ner ollen Stube? Und das so leise? Selbst Filme gucken wär ja aufgefallen, wenn der Block sonst leer ist. Und so romantisch isses da auch nicht.
Naja, wenn sowohl Soldat als auch Freundin noch zuhause wohnen, wäre das schon zumindest eine Möglichkeit für gewisse Dinge gewesen 😉
Zitat von abberlineabberline schrieb:Und dann hätte man die Person ja immer noch vom Gelände schmuggeln müssen und es gäbe damit mindestens einen weiteren Zeugen.
Hier würden sich die Löcher in den Zäunen als nützlich erweisen, dass es zumindest keine weiteren Zeugen als den GvD gibt.

Aber Du hast schon Recht:
Zitat von abberlineabberline schrieb:Egal wie man es dreht, irgendwo hakt es immer.
Ich glaube auch nicht, dass man deswegen jemanden tötet und schon gar nicht auf diese Art und Weise.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

16.12.2025 um 10:53
@Der_Schwabe :
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Naja, wenn sowohl Soldat als auch Freundin noch zuhause wohnen, wäre das schon zumindest eine Möglichkeit für gewisse Dinge gewesen
Das war so in etwa der Gedanke.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Aber Du hast schon Recht:
Zitat von abberlineabberline schrieb:Egal wie man es dreht, irgendwo hakt es immer.
Ich glaube auch nicht, dass man deswegen jemanden tötet und schon gar nicht auf diese Art und Weise.
Das sehe ich genauso wie @abberline und Du.

Aber das war ja auch meine Frage. Wobei ich davon ausgehe, das man im Zusammenhang mit "Möglichkeit für gewisse Dinge" einen Kameraden nicht verpfiffen hätte.
Ab oder in welcher Situation wäre der G.v.D. überfordert gewesen, hätte die Wache, den O.v.Wa. oder sonstwen anrufen wollen?

Wenn man sich in die Zeit und die Dienstzeit zurückdenkt, da waren schon ein paar schräge Vögel bei dem "Verein" dabei und den einen oder anderen Blödsinn hat man auch selbst gemacht. Der Wehrdienst war doch für die weitaus meisten Jungs ( wie auch für mich ) das erste Mal für längere Zeit "weg von zu Hause". Die Situation wurde durchaus unterschiedlich erlebt und verarbeitet.
Beschränkt man die möglichen oder wahrscheinlichen Täter auf den Standort und Betrieb "Bundeswehr", könnt Ihr Euch Situationen vorstellen oder habt welche erlebt, wo es "ernst" wurde?

MfG

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

16.12.2025 um 11:23
Zitat von DewDew schrieb:Wenn man sich in die Zeit und die Dienstzeit zurückdenkt, da waren schon ein paar schräge Vögel bei dem "Verein" dabei und den einen oder anderen Blödsinn hat man auch selbst gemacht. Der Wehrdienst war doch für die weitaus meisten Jungs ( wie auch für mich ) das erste Mal für längere Zeit "weg von zu Hause". Die Situation wurde durchaus unterschiedlich erlebt und verarbeitet.
Beschränkt man die möglichen oder wahrscheinlichen Täter auf den Standort und Betrieb "Bundeswehr", könnt Ihr Euch Situationen vorstellen oder habt welche erlebt, wo es "ernst" wurde?
Ernst geworden ist es im regulären Wachdienst. Einmal real mit Eindringling von außen und einmal ein vorgetäuschter Eindringling, da die Wache keinen Bock mehr auf Streife hatte. Es war jedes mal die Hölle los. Hier könnte man überlegen, ob Stolz vielleicht ein eklatantes Wachvergehen hätte melden wollen. Nur welches Wachvergehen hätte er mitbekommen können?
Mir schwebt immer noch der Kamerad mit "Nebentätigkeit" vor: "Organisieren" von Sachen und anschließende Veräußerung außerhalb. Eine mögliche Zwischenlagerung im Block und anschließende Herausschaffung. Wenn dies dann ein SaZ war der damit EdeKa (Ende der Karriere) hätte, könnte ein Motiv bestehen. Das habe ich früher schon beschrieben.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

16.12.2025 um 12:23
@Gast_01 :
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Hier könnte man überlegen, ob Stolz vielleicht ein eklatantes Wachvergehen hätte melden wollen. Nur welches Wachvergehen hätte er mitbekommen können?
Das wäre die Frage. N.S. war in seinem Dienstzimmer, die Wache draußen. Hätte er da was gesehen, was ihm dringend meldepflichtig erschien, hätte er das telefonisch erledigen können. Das hätten die draußen nicht mal unbedingt merken müssen.
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Mir schwebt immer noch der Kamerad mit "Nebentätigkeit" vor:
Das war auch mein gedanklicher Ansatz. Etwas, das über einfachen oder auch groben Unfug so weit rausging, dass N.S. es nicht ignorieren konnte.
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:"Organisieren" von Sachen und anschließende Veräußerung außerhalb. Eine mögliche Zwischenlagerung im Block und anschließende Herausschaffung. Wenn dies dann ein SaZ war der damit EdeKa (Ende der Karriere) hätte, könnte ein Motiv bestehen.
Das wäre eine Möglichkeit innerhalb der Gesamtsituation "Bundeswehr". "EdeKa" als Bedrohung der eigenen Lebensplanung.
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Das habe ich früher schon beschrieben.
Ich bekenne, den thread recht zügig "quergelesen" zu haben. Bitte um Entschuldigung, das übersehen zu haben.

Immerhin halte ich es für interessant, dass mir bei der Betrachtung des Falles mit 80er-Jahre-BW-Erfahrung ähnliche Gedanken gekommen sind. Wenn mehrere Leute mit einem vergleichbaren Erfahrungsbild auf ähnliche Schlüsse kommen, könnte was dran sein.

Alternativ zu "wegorganisiertem Heeresgut" könnte auch andere "heiße Ware" im Block zwischengelagert worden sein. Ich würde hier besonders an Drogen denken. Ein hoher Verkaufswert bei geringem Volumen könnte die Erklärung für ein Motiv ( verstärkend zu EdeKa ) sein, eine Erklärung dafür, das man beim Umkrempeln der Kaserne nichts fand und mit ein Grund für das brutale Ausrasten des Täters, wenn der selbst auch Konsument war.
Das "nichts finden" bezieht sich sowohl auf keine Drogen ( konnte der Täter bei seiner Flucht mitnehmen ) als auch auf keine auffälligen Fehlbestände am Standort, soweit uns eben bekannt.
Zitat von DewDew schrieb:Was mir im Podcast auffiel ist der Hinweis darauf, dass der Staatsanwalt recht bestimmt von einem persönlichen Motiv ausging, was sowohl der ermittelnde Kommissar, als auch der Bruder des N.S. nicht nachvollziehen konnten.
Wollte man keinen Skandal über den schon schlimmen Mordfall hinaus?

MfG

Dew


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16.12.2025 um 12:36
Zitat von DewDew schrieb:Was mir im Podcast auffiel ist der Hinweis darauf, dass der Staatsanwalt recht bestimmt von einem persönlichen Motiv ausging, was sowohl der ermittelnde Kommissar, als auch der Bruder des N.S. nicht nachvollziehen konnten.
Wobei man hier durch die Theorie von @Gast_01 durchaus etwas logisches stricken kann!

Das Motiv wird dann schnell persönlich, wenn man um die eigene Karriere bangt. Aber es kann dann gleichzeitig auch wirklich auch eine Verwechslung, wie es Norberts Bruder vermutet, vorliegen. Der oder die "Kameraden mit Nebenerwerb" müssen nicht zwangsläufig aus dieser Kompanie sein und vielleicht haben Sie vom Diensttausch wirklich nichts mitbekommen. Sie rücken nachts an, wollen "buisness as usual" machen und auf einmal ist da ein ganz anderer GvD als erwartet.

Natürlich hinkt auch diese Theorie: Hätte der ursprünglich als GvD eingeteilte Kamerad nicht eingeweiht sein müssen? Und hätte er den anderen dann nicht mitgeteilt, dass er den Wachdienst getauscht hat?

Und schon bin ich wieder bei @abberline
Zitat von abberlineabberline schrieb:Egal wie man es dreht, irgendwo hakt es immer.



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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

16.12.2025 um 14:20
@Der_Schwabe
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Wobei man hier durch die Theorie von @Gast_01 durchaus etwas logisches stricken kann!
Eben.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Das Motiv wird dann schnell persönlich, wenn man um die eigene Karriere bangt.
Das ist für Leute, die den "Mikrokosmos Bundeswehr" damals erlebt haben, deutlich leichter nachvollziehbar, als für Leute ohne diese Erfahrung. Was es zweifellos heutigen Ermittlern schwerer macht, sich mit so einem Fall zu befassen.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Aber es kann dann gleichzeitig auch wirklich auch eine Verwechslung, wie es Norberts Bruder vermutet, vorliegen.
Kann, muss aber nicht.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Der oder die "Kameraden mit Nebenerwerb" müssen nicht zwangsläufig aus dieser Kompanie sein und vielleicht haben Sie vom Diensttausch wirklich nichts mitbekommen.
Auch das kann sein, muss aber nicht.

Die beiden Punkte hängen m. E. auch davon ab, wie die Kompanie organisiert war. Wenn das so eine Grundausbildungskompanie war, wechselten die Wehrpflichtigen alle drei Monate. Ein "Kamerad mit Nebenerwerb" wäre höchstwahrscheinlich ein SaZ gewesen. Der hätte dann jedes mal wieder neue "Mitarbeiter" rekrutieren müssen. Also Mannschaften, die wegsehen. Würde ich eher nicht annehmen.

Wenn die Kompanie die Wehrpflichtigen die ganze Dienstzeit behielt, hätten sich die Personalwechsel zwar verlangsamt aber wenn man auf Mitwisser verzichten kann, warum sollte man das nicht tun?

Ich nehme also eher an, die G.v.D.´s wären nicht eingeweiht gewesen, wann sie wo ganz besonders genau weghören und -sehen sollten.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Sie rücken nachts an, wollen "buisness as usual" machen und auf einmal ist da ein ganz anderer GvD als erwartet.
Oder macht ganz einfach was ganz anderes als üblich. Aus eigener Erfahrung erinnere ich mich an die Langeweile solcher Dienste. Man kam da auf mitunter seltsame Ideen. Unter anderem habe ich auch in den ausliegenden Ordnern geblättert. Da standen dann so Anweisungen drin, was wie und wann kontrolliert werden sollte.
Wenn solche Anweisungen mündlich gegeben, werden, neigen sie über die Zeit zu einer gewissen Erosion. Da werden Teile vergessen zu erwähnen.
Vielleicht ist das in dem Fall auch passiert. Der G.v.D. machte etwas, was schon längere Zeit nicht mehr gemacht worden war. Also er tauchte irgendwo auf oder zu einer Zeit, wo man ihn nicht erwartete. Oder guckte in einen Raum oder einen Schrank, irgend sowas. Zur falschen Zeit am falschen Ort das Falsche gemacht.

So würde es ein bisschen weniger "haken", oder?

MfG

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

16.12.2025 um 15:02
Zitat von DewDew schrieb:Die beiden Punkte hängen m. E. auch davon ab, wie die Kompanie organisiert war. Wenn das so eine Grundausbildungskompanie war, wechselten die Wehrpflichtigen alle drei Monate. Ein "Kamerad mit Nebenerwerb" wäre höchstwahrscheinlich ein SaZ gewesen. Der hätte dann jedes mal wieder neue "Mitarbeiter" rekrutieren müssen. Also Mannschaften, die wegsehen. Würde ich eher nicht annehmen.
Laut @in1968 war Grundausbildung und Verwendung für die meisten Soldaten in Butzweilerhof.
Zitat von in1968in1968 schrieb am 20.06.2025:
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb am 19.06.2025:........

Ja, aber da liegt auch vielleicht die Schwachstelle: Der Täter ist in der Grundausbildung in seiner Ausbildungseinheit in Hinterprellbockshausen vielleicht auffällig geworden aber diese Information ist nicht bis Kölle gekommen....
Ist im Butzweilerhof eher unwahrscheinlich. Die meisten die dort waren haben sowohl die Grundausbildung als auch die spätere Verwendung an einem Ort -also am St
Das gerade angesprochene Thema Betäubungsmittel hat natürlich seinen eigenen Reiz. Da ist es eigentlich unmöglich, hier unter dem Deckmantel der (falschen) Kameradschaft Verschwiegenheit einzufordern. Dies ginge meiner Meinung nach nur bei einem Konsumenten. Und es ist losgelöst von dem Thema "Bundeswehrmaterial" zu sehen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

16.12.2025 um 16:08
@Gast_01 :
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Laut @in1968 war Grundausbildung und Verwendung für die meisten Soldaten in Butzweilerhof.
Danke für den Hinweis.
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Das gerade angesprochene Thema Betäubungsmittel hat natürlich seinen eigenen Reiz. Da ist es eigentlich unmöglich, hier unter dem Deckmantel der (falschen) Kameradschaft Verschwiegenheit einzufordern. Dies ginge meiner Meinung nach nur bei einem Konsumenten. Und es ist losgelöst von dem Thema "Bundeswehrmaterial" zu sehen.
Es würde m. E. einige Fragen beantworten ohne eine kaserneninterne Vertuschungsaktion von Fehlbeständen im größeren Rahmen zu bemühen.

MfG

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

16.12.2025 um 20:02
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Das gerade angesprochene Thema Betäubungsmittel hat natürlich seinen eigenen Reiz. Da ist es eigentlich unmöglich, hier unter dem Deckmantel der (falschen) Kameradschaft Verschwiegenheit einzufordern. Dies ginge meiner Meinung nach nur bei einem Konsumenten. Und es ist losgelöst von dem Thema "Bundeswehrmaterial" zu sehen.
Der Block selbst war (zumindest offiziell) bis auf den GvD und "Weber" leer. Wozu sollte jemand dann im Block dealen? Und das so, dass der GvD auf Socken vorbeischlappt?

Angenommen, zwei Kameraden machen das (warum auch immer) am Wochenende ausgerechnet im leeren Block (dafür müssten sie sich ja schon vorher dort versteckt haben).
Nu tauschen die ihre Pillen aus, GvD sieht das. Realistisch wäre doch gewesen, dass alle sich kennen und der GvD sagt, sie sollen den Scheiss gefälligst woanders machen. Den Schlüssel für raus hatte der GvD.
Aber hätte der realistisch dafür Kameraden verpfiffen? Und was sollten das für Mengen sein, dass etwas so ausartet?
Und (wie gesagt) warum am WE nicht irgendwo draussen, statt im abgeschlossenen Block den Aufwand betreiben?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

16.12.2025 um 20:40
Zitat von abberlineabberline schrieb:Das gerade angesprochene Thema Betäubungsmittel hat natürlich seinen eigenen Reiz. Da ist es eigentlich unmöglich, hier unter dem Deckmantel der (falschen) Kameradschaft Verschwiegenheit einzufordern. Dies ginge meiner Meinung nach nur bei einem Konsumenten. Und es ist losgelöst von dem Thema "Bundeswehrmaterial" zu sehen.

Der Block selbst war (zumindest offiziell) bis auf den GvD und "Weber" leer. Wozu sollte jemand dann im Block dealen? Und das so, dass der GvD auf Socken vorbeischlappt?

Angenommen, zwei Kameraden machen das (warum auch immer) am Wochenende ausgerechnet im leeren Block (dafür müssten sie sich ja schon vorher dort versteckt haben).
Nu tauschen die ihre Pillen aus, GvD sieht das. Realistisch wäre doch gewesen, dass alle sich kennen und der GvD sagt, sie sollen den Scheiss gefälligst woanders machen. Den Schlüssel für raus hatte der GvD.
Aber hätte der realistisch dafür Kameraden verpfiffen? Und was sollten das für Mengen sein, dass etwas so ausartet?
Und (wie gesagt) warum am WE nicht irgendwo draussen, statt im abgeschlossenen Block den Aufwand betreiben?
Natürlich gibt es auch hier Schwachstellen. Wie aus dem Block herauskommen? Mit dem Schlüssel von Norbert Stolz, oder doch per Fenster? Letzteres scheint ja der Weg der Wahl geworden zu sein. Vielleicht waren es auch nicht "nur" einfach ein paar Happy-Pills? Vielleicht hat auch die Situation der Entdeckung/Konfrontation durch Ansprache/Rückantwort eine tödliche Dynamik bekommen?
Der Aufwand des abgeschlossenen Blocks ergibt sich ggfls. aus weiteren Umständen: Lagerung im Block (Razziensicher), Kontaktperson aber nur in einem engen Zeitfenster erreichbar, o.ä..
Kurzfristige Abstimmungen per Mobiltelefon gab es jedenfalls 1989 noch nicht.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

16.12.2025 um 21:03
@Gast_01
Ich seh das wie Du, so vieles ist vorstellbar, irgendwo hakt es - aber irgendwas ist ja nun auch mal der Auslöser für diese schreckliche Tat gewesen. Und der Grund wird vermutlich ein banaler gewesen sein. Irgendwas von dem alle denken, das ist zu banal, zu unrealistisch...


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

16.12.2025 um 21:10
@abberline
Ja, eine Verkettung/Aneinanderreihung unglücklicher Umstände in Kombination mit einer -woher auch immer stammenden- Eskalation.
Ich glaube, dass der Täter eine Stunde vor der Tat nicht damit gerechnet hat, dass er im Laufe der Nacht ein Tötungsdelikt begehen wird.


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