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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

3.378 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

07.03.2026 um 20:17
Naja wenn das GvD/UvD/TePo-Buch einen Faktor darstellen würde, dann wäre danach gefragt worden. Gerade wenn eine Seite fehlen würde oder Eintragungen nicht nachvollziehbar gewesen wären.
Wenn es das Standartbuch war, dann hätte N.S. ja schon eine Seite beim Dienstbeginn erstellst und der OvWa eine Eintragung machen müssen.
Seiten rauszureißen ist da gar nicht so einfach, ohne Spuren zu hinterlassen, danach müsste N.S. sein Dienst erstmal wieder eingetragen werden...


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

07.03.2026 um 20:19
@Shiloh
Halte ich für eher nicht ganz so wahrscheinlich. Ich denke der auswärtige Fahrer wird am Haupttor auch namentlich registriert worden sein und ggf. wurde auch das Kennzeichen des LKWs erfasst. Und ganz ehrlich, wenn dann da abends oder nachts ein LKW raus fährt ist das auch völlig typisch. Und der Fahrer wäre spätestens morgens nach Auffinden von Norbert in den Fader der EB geraten.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

07.03.2026 um 20:29
@Shiloh
Untypisch sollte es heissen. Die Fahrer könnten normal auch nicht fahren wie sie wollten und brauchten dafür damals Marschroutenbefehle. So ganz einfach war es nicht.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

07.03.2026 um 21:13
Zitat von KTGKTG schrieb:
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Der spätere Täter sucht den zum Mitwisser (wovon auch immer) gewordenen Stolz in seinem Block auf.
Aber nach 22:00 Uhr? (wenn Webers Aussage stimmt) Der Täter kommt sechs Stunden (wenn die Verladung gegen 16:00 Uhr zu Ende war) nochmal zurück? Wenn NS etwas melden wollte, hätte er das ja schon machen können (beim OvWA oder auch mit "Weber" drüber reden können o.ä.)
Danke für den Hinweis. Hätte ich auch selbst drauf kommen können. Ich war halt etwas geflasht von den zwo bis drei Stunden außerplanmäßigen Umschlagtätigkeit, dass ich die Uhr nicht beachtet habe. Wenn die Theorie dann noch greifen sollte, dann müsste der Täter aber schon mit unguten Absichten in das Gebäude eingedrungen sein. Dies gleich mit einem Messer, das für seine geplante Tat besser geeignet ist, als das dienstlich gelieferte Taschenmesser.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

07.03.2026 um 21:32
Mich würde einmal interessieren, welche Rolle der S2-Offizier des Bataillons in diesem Fall gespielt hat.

Der S2 ist im Bataillon für die Sicherheit zuständig, und darunter fällt es im Frieden eben gerade, die Sicherheit des Standortes sicherzustellen. Liegenschaften, Gebäude, aber auch Sicherheitsfragen des Personals fallen in sein Ressort.

Nun kann man zwar tatsächlich davon ausgehen, dass hier nicht viel anderes umgeschlagen wurde als Socken und EPAs, wie hier auch des öfteren betont wurde, aber wenn Unregelmäßigkeiten auftreten, welcher Art auch immer, handelt es sich beim Militär grundsätzlich immer auch um eine Sicherheitsfrage.

Unterstellen wie hier einmal, dass irgendetwas ablief, was nicht in Ordnung war, und an dem Soldaten, womöglich sogar Dienstgrade, beteiligt waren, schafft es immer zugleich Angriffspunkte (Erpressbarkeit) für feindliche Mächte.

Genau solche Dinge im Auge zu haben, ist sowohl Aufgabe des S2 als auch des Militärischen Abschirmdienstes MAD.

Wenn etwas faul war mit den Vorgängen in der Kaserne, müssten diese sich dafür interessiert haben.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

07.03.2026 um 21:55
Zitat von KTGKTG schrieb:Kein einfacher Soldat darf bzw. würde allein entscheiden, dass jemand fremdes im Gebäude übernachtet. Das müsste von höherer Stelle genehmigt und dokumentiert worden sein.
Ja gut. Das kann ja vorher schon passiert sein. Im UvD-Zimmer lag dann eine Eintragung oder Notiz vor sowie der Zimmerschlüssel zur Abholung. So hatte ich es jetzt aus dieser Schilderung von EST, der ja ebenso wie Norbert Stolz W15 war, verstanden:
Zitat von ESTEST schrieb am 24.06.2025:Ich wurde seinerzeit im Geschäftszimmer eingesetzt und habe oft genug Buchungen entgegengenommen. Teilweise musste ich dann die Betten beziehen und alles soweit vorbereiten, dass der Gast alles notwendige hatte.

Ob es in anderen Kasernen auch die Möglichkeit einer gebuchten Unterkunft gab kann ich nicht sagen. Im Fall des Butzweilerhofs war es so, wohl auch wegen des ansässigen Transportbatallions. Es sind oft genug Fahrer auswärtiger Kasernen mit Ladungen angekommen oder haben etwas abgeholt. Je nachdem wurde dann übernachtet.

Die Buchung verlief so, dass angerufen wurde mit Anfrage, ob es am gewünschten Tag möglich ist und dann mit Nennung des Namens, Dienstgrads und Einheit. Dafür gab es damals eine Kladde. Und wenn an einem Wochenende jemand übernachten sollte bekam der UvD den Zimmerschlüssel zum Aushändigen sowie eine Notiz, um wen es sich handelte.



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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

07.03.2026 um 22:09
Zitat von KTGKTG schrieb:wenn die Verladung gegen 16:00 Uhr zu Ende wa
Laut Podcast ging die Verladung ca. 2-3 Stunden bis ca. 17 Uhr


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

07.03.2026 um 22:56
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Laut Podcast ging die Verladung ca. 2-3 Stunden bis ca. 17 Uhr
Okay, sind dann aber immer noch 5 Stunden bis 22:00 Uhr.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

07.03.2026 um 22:58
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Im UvD-Zimmer lag dann eine Eintragung oder Notiz vor sowie der Zimmerschlüssel zur Abholung.
Aber dann wüsste doch irgendjemand (Stab, GeschZi-Soldaten), dass jemand übernachten würde und das wäre den Ermittlungsbehörden bekannt gewesen sein.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.03.2026 um 00:23
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Wenn die Theorie dann noch greifen sollte, dann müsste der Täter aber schon mit unguten Absichten in das Gebäude eingedrungen sein.
Nicht unbedingt. Angenommen Norbert sieht oder erfährt irgendwas. Ein Kamerad sagt ihm, dass er Norbert das "später oder Montag" erklärt. Wenn in der Kaserne was komisches lief, gab es vermutlich auch wen "draussen", der Bescheid wusste.
Nun wird besagter Kamerad unruhig und will doch noch am gleichen Abend mit Norbert reden, weil Montag wieder normaler Betrieb. Er besucht Norbert (evtl mit jemand von "draussen")- Norbert öffnet und das Gespräch unter den Kameraden läuft nicht wie erhofft und eskaliert.
Spekulation und auch nur ein Szenario, aber irgendwas ist halt passiert, was eben rational sehr unwahrscheinlich hätte passieren können. Eigentlich war man als GvD ja total sicher. Eigentlich passiert sowas nicht und eigentlich passt hier irgendwas nicht in das normale Schema. Ist aber passiert.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.03.2026 um 01:01
habe mir gerade den podcast teil 2 angehört, habe ich den ekhk weber richtig verstanden,
- die laufwache hat ns (???) nachmittags die offene kellertüre gemeldet, aber dann sei es zu missverständnissen gekommen? ja aber es wäre doch job des uvds (zumindest in unserer kaserne) gewesen, diese kellertüre dann zu versperren?
hat ns sie denn bewusst offen gelassen?

und dann diese umladeaktion, 2-3h… mit stapler. was soll das gewesen sein? @in1968 wie lange braucht ein wehrpflichtiger einen lkw zu entladen? sicher keine 2h? aber ich gebe sämtlichen vorbeiträgen recht, freitag mittags ging eine bundeswehrkaserne in den absoluten offline modus, also bitte wer musste da noch was umladen?

- auch der ovwa musste ja in die umladeaktion eingebunden gewesen sein, nur er konnte den diensttausch befehlen (oder wurde das in butzweiler so gehandhabt wie die löcher im zaun?)

dann irritiert mich das fluchtfenster immer mehr, warum springt denn der täter nach der tat nicht einfach aus dem uvd zimmer, sondern sucht sich einen anderen weg? warum stand die türe offen?

zumindest ergibt der filmfall jetzt mehr sinn mit dem staplerschein.

und schliesslich dieser anette-brief. angenommen, das war keine verehrerin aus der jugendgruppe von norbert, bitte was wollte sie mit dem bild von norbert? und woher kannte sie die adresse der eltern?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.03.2026 um 02:02
Zitat von pannettonepannettone schrieb:und woher kannte sie die adresse der eltern?
Weil das dieselbe Adresse wie die von Norbert S. war. Er wohnte als jüngstes Kind noch Zuhause bei den Eltern. Die befreundete Person wird die Adresse von Norbert sicherlich von ihm gehabt haben.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.03.2026 um 08:24
@pannettone
Ich bin selbst Speditionskaufmann und kann daher sagen das ein voll ausgeladener 40 Tonner etwa 1 Std Zeit benötigt. Zumindest das Abladen selbst. Dann kommt es jedoch noch auf den Fahrweg des Staplers zum schlussendlichen Lagerplatz an. Kleinere Fahrzeuge mit weniger Ladung an Bord brauchen natürlich weniger Zeit und kann nach 20-30 Minuten beendet sein. 2-3 Stunden Arbeit ist jedoch nicht 'mal eben' was zwischengeschoben und deutet auf ein aufwändige Aktion hin die regulär vorher bekannt gewesen sein sollte. Vielleicht wüsste Norbert Stolz morgens bei Dienstantritt ja auch schon das am Nachmittag noch seine Hilfe am Lager notwendig werden würde?! Ist ja auch möglich. Jedenfalls kann man es drehen und wenden wie man will Business as Usual war Das an einem Freitagnachmittag nach Dienstschluss jedenfalls nicht. Was es ggf. auch noch gewesen sein könnte wäre, das der oder die LKWs zurück von einem Truppenübungsplatz Aufenthalt kamen und vielleicht verspätet waren? Wir waren damals meist in Schwarzenborn bei Marburg oder in Daaden Nähe Haiger - Burbach. Vielleicht hatten die LKWs dann wirklich Sachen drauf die wirklich vorm Wochenende noch dringend verräumt werden mussten(zumindest teilweise).


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.03.2026 um 09:20
hmmm, danke @in1968, das war bei uns genauso, das muss jetzt irgendetwas ausserplanmässiges gewesen sein. kann mich erinnern, dass bei mir als freitagswache einmal um 17 uhr ein verspäteter lkw eintrudelte (wir waren eine grosse logistik kaserne mit je einem inst- und einem nachschubbattaillon sowie einer ari-batterie). und so wie der ekhk im podcast sagte, wenn da ein ausserplanmässiger zutritt am wochenende pro tag vorkam, war das viel.

1h bei einem staplerprofifahrer, dann könnte ein wehrpflichtiger schon 1 1/2h brauchen + strecken… könnte schon hinkommen.
damit war er um 17 uhr fertig. dann geht ns zurück. das stand auch sicherlich im uvd buch („ordnungsgemäss übergeben“)
um 18 uhr spielt weber wieder arrestant und lässt sich die unterschrift bestätigen.
um 19 uhr kommt weber schon wieder zum tel mit seiner freundin
irgendwann muss noch der ovwa gekommen sein.
und um 22 uhr wollte ns nicht mehr unterschreiben.

bisher schien mir das tete a tete am wahrscheinlichsten, da es in diesem mannschaftsgebäude ausser der waffenkammer wirklich absolut nichts zu holen gab.
jetzt haben wir zusätzlich ein externes ereignis (entladung und diensttausch)
und wir wissen, dass am fester eine mischspur klebte, sprich der täter hatte sich - wie ich vermutete - auch verletzt. nur warum stand jetzt auch noch die türe zu diesem büro offen? warum wusste das der täter? und warum springt er dort aus dem fenster und nicht gleich beim uvd- zimmer? musste er im büro noch etwas mitnehmen?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.03.2026 um 09:54
@pannettone
Der Butzweilerhof war demnach ein ähnliche Einheit wie jene wo du stationiert warst. Die von dir aufgeworfenen Fragen sind berechtigt. Es sind mir mittlerweile ein paar Zufälle zu viel die Norbert Stolz Schicksal in diesen 24 Stunden tragisch besiegelten. Entweder war hier was eisenhart geplant oder derjenige Täter hatte Zugang zu zB Schlüsseln um sich seinen Fluchtweg zu bahnen... oder die Türe zu dem Fluchtbürofenster war tatsächlich auf?! Das ist ja alles unklar. Für mich ist jedenfalls klar das mit grosser Wahrscheinlichkeit der Einsatz am Nachmittag irgendwas mit der späteren Tat zu tun hat. Bei einem stinknormale, öden GvD Dienst passiert das alles nicht was sich in der Nacht vom 23.06 auf den 24.06.1989 abgespielt hat nicht.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.03.2026 um 09:59
bin ich voll bei dir. irgendwas passt da alles nicht zusammen, selbst die rolle von ns. einerseites wird er als ultrapenibel und diensteifrig dargestellt, andererseits ist er tatsächlich lax ohne ende (offene kellertür, offene bürotüre, verweigerte/verschobene unterschrift).


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.03.2026 um 10:03
lustig fand ich übrigens in dem podcast noch, dass ekhk so betonte, dass keiner die behauptete freundin von scholz je gesehen hätte und auch „anette“ lediglich eine „bekannte“ war. ns wurde dargestellt wie ein looser, der eine freundin erfinden musste mit einem herrlichen unterton


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.03.2026 um 10:23
Zitat von abberlineabberline schrieb:Eigentlich war man als GvD ja total sicher. Eigentlich passiert sowas nicht und eigentlich passt hier irgendwas nicht in das normale Schema. Ist aber passiert.
Und genau deswegen ist der Fall auch noch immer ungelöst. Das von Dir @abberline geschilderte Szenario ist schlüssig und kann passen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.03.2026 um 10:28
Zitat von pannettonepannettone schrieb:selbst die rolle von ns
Das ist ein running gag in ganz vielen Darstellungen von Opfern, unabhängig von diesem Fall, das waren stets gutmütige hilfsbereite harmlose Disziplinmonster die vor jeder Mahlzeit erstmal zehn Minuten beten. Es wird oft gemunkelt dass man unter anderem die Hilfsbereitschaft von Tipp-Gebern mit solchen Einhorn Storys erhöhen will.
Manchmal, aber nur manchmal, denke ich mir genau das Gegenteil ist der Fall. So nach dem Motto jemand sieht den XY Fall und denkt der sieht ja aus wie mein Drogendealer, aber nee, ich muss mich täuschen, der herzensgute Mensch hatte ja nichts mit Drogen zu tun.

Ansonsten muss ich oft schmunzeln wenn geschrieben wird dass etwas nicht so und so abgelaufen sein kann weil das wäre ja gegen die Vorschrift gewesen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

08.03.2026 um 10:46
Zitat von pannettonepannettone schrieb:irgendwann muss noch der ovwa gekommen sein.
Das wurde aber nirgends erwähnt. Eigentlich hätte das sein müssen, aber ich bin ja darüber gestolpert, dass sowas nicht erwähnt wurde, weil es ja noch bedeutet, dass NS zur Zeit x noch gelebt haben müsste.


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