abberline schrieb am 16.06.2026:Damit zu ich mich auch schwer, auch wenn es theoretisch auch denkbar wäre, da man jede Möglichkeit ansprechen und mal durchklopfen sollte.
Aber zum einen wäre das ein denkbar risikoreicher Ort, zum anderen ist ja Licht an und man sieht ja wohl, dass da wer falsches steht. Das kann dann auch eskalieren. Und ein Auftragsmord ist noch unwahrscheinlicher. Da müsste es im Vorfeld ja exztemst was gegeben haben. Da hab ich Zweifel
Hallo
@alle! Ein Motiv gibt es sicher, nur kennen wir es nicht, was die Sache enorm kompliziert. Selbst eine Verwechselung bei Auftragsmord ist denkbar. wir dürfen 2 Dinge nicht vergessen. Der Grund für eine solche Tat kann nur dem Täter ein ausreichender Grund sein, andere Personen würden nicht so reagieren.
Und was Auftragsmord und Verwechselung angeht, nicht alle Auftragskiller sind wie Agent 47 die Creme de la Creme ihrer Sparte, sondern da gibt es auch totale Versager. Profis wie der fiktive Tobias Rieper (Agent 47) oder die in den 1920/30er Jahren berühmt-berüchtigte "Murder Inc." sind teuer und inserieren nicht in den Stellenanzeigen
:) , der typische Auftragskiller is meist ein Amateur. Nicht umsonst gibt es genug aufgeklärte Auftragsmorde in den einschlägigen "True Crime" Serien wie Autopsie, Dem Mörder auf der Spur, u.ä..
Andy_MachtHoch schrieb:Aus der heutigen Sicht plausibel. Was wäre aber wenn Stolz die Info "Weber", also dass der Schütze Weber ebenfalls im Gebäude ist, erst dann erfahren hat, als ein Treffen mit Person X schon ausgemacht und terminiert war. Vielleicht hat Stolz es auch erst bei der Übernahme der Dienstgeschäfte des UvD/TePo erfahren, als er den "Zettel Weber" bekommen hatte.
Evtl. war diese Person X dann Freitag noch auf der Arbeit, dann war Stolz Staplerfahren und konnte nicht telefonieren und anschließend war Person X vielleicht schon auf dem Weg....
in1968 schrieb:Ich für meinen Teil dichte hier niemanden irgendwas persönlichkeitsverletzend an. Das liegt völlig fern. Es ist eine von vielen Vermutungen und ergibt sich aus einem Gesamtbild. Natürlich kann es auch eine Eifersuchtstat gewesen sein oder Norbert Stolz ist auf einen Psycho getroffen und er war nur ein Zufallsopfer... Kann ja alles sein.
Ich glaube aber mittlerweile das er den Täter kannte. Und das wird zu 99 % ein Mann gewesen sein. Warum der da aufkreuzte bleibt natürlich spekulativ. Offene Feindschaften und dubiose Kontakte gab offenbar nicht. Also was dann??
Hallo
@in1968 @Andy_MachtHoch @alle!
Ich finde es geradezu putzig wie hier ohne Hinweise Norbert Stolz angedichtet wird 1989 heimlich "für das falsche Team aufgelaufen" :-) zu sein, während man eine deutlich wahrscheinlichere Schmuggelsache (über die er zufällig stolperte) abgetan wird, da viele Mitdiskutanten offenbar keine Ahnung haben was Schmuggel und Schmuggelbekämpfung betrifft. Außer womöglich dem, was sie in einem depperten Tatort gesehen haben.
Mal ein paar Punkte:
-Die Kaserne war ein Logistikstandort, also ausgiebig Warenverkehr
-ultralasches Kommando (bei uns wäre der Zaun binnen 24 Stunden wieder dicht gewesen)
-die offenstehende Kellertür am Wochenende, "zufälligerweise" in dem Bau, der dem Loch im Zaun mit am nächsten war
-kleiner Gelegenheitsschmuggel braucht kein Riesennetzwerk! 1-2 Leute vor Ort reichen aus, ohne Fehler oder Zufall fliegt sowas fast nie auf.
Wenn damals 1-2 Soldaten den Gammelladen (anders kann man diese Kaserne kaum bezeichnen, wäre andernorts undenkbar gewesen was dort offensichtlich abging) dort genutzt haben um sich ihre Kasse mit Schmuggel aufzubessern, ist das nicht unwahrscheinlich. Wenn die nur ab und an z.B. ein paar Päckchen "Andenschnee"geschmuggelt haben (Kokain war damals In-Droge), haben die schön kassiert bei wenig Aufwand und Risiko. einfach auf z.B. 2-3 Kisten Konserven verteilt.
Ich theoretisiere, daß 1-2 Schmuggler abends durch das Loch im Zaun zurück in die Kaserne kamen, um eine Schmuggellladung abzuholen/auszutauschen. Wie erwähnt,wahrscheinlich auf nicht mehr wie 2-3 Kisten aufgeteilt. Dann passierte das Mißgeschick, die Kellertür fiel zu (z.B. Sackkarre weggerutscht) und wohl so blöd, daß sie sich nicht mehr weit genug öffnen ließ, einen Menschen hindurch zulassen. Der/die Schmuggler mußten dann nach oben vordringen.
Alternativ könnte Stolz auf einem Rundgang auf die "Umladeaktion" gestoßen sein. Er war ja kurzfristig eingesprungen. Wenn der eigentlich Eingeteilte beispielsweise immer um 3 Uhr einen Rundgang machte, Stolz aber schon um Mitternacht unterwegs war, könnte er auf den/die Schmuggler getroffen sein, die bis zum ihnen bekannten, "üblichen" Rundgang längst wieder weg gewesen wären.