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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

1.268 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Vermisstenfall, Allgäu ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

28.04.2026 um 08:33
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:AZ.
Gerne.

Ich hab Anfangs überlegt, dass ich den Prozess in Memmingen verfolge. Aber ich bin dann doch davon abgekommen.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

28.04.2026 um 08:39
@Umbranebula

Nur für dich persönlich oder hättest du hier vom Prozess berichten wollen?

Aber so oder so, nicht einfach und Jedermanns Sache.

Wobei ich in diesem Verfahren durch sein Geständnis nicht mit großen "Überraschungen" rechne


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

28.04.2026 um 08:49
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:wollen?
Nur für mich persönlich. Ich lebe in dieser Gegend und habe mir schon ein paar die Gedanken gemacht als die Frau noch vermisst wurde.
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:rechne
Im Umfeld brodelt ziemlich stark die Gerüchteküche über den Angeklagten. Ich warte mal ab, was unsere Käseblätter über den Prozess berichten.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 10:34
Weiß vielleicht jemand ob es zur Verhandlung einen Liveticker gibt und könnte den bitte verlinken?


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 10:54
@Umbranebula
Die Allgäuer Zeitung hat zum Prozessauftakt einen Live-Blog eingerichtet:
Wegen Totschlags steht ab heute ein 39-Jähriger vor dem Landgericht Memmingen. Dem Landwirt wird vorgeworfen, seine damalige Freundin in Lauben im Unterallgäu getötet und ihre Leiche in einem nahen Waldstück versteckt zu haben. Wir berichten über den Prozessauftakt hier im Live-Blog.
Live-Blog aus dem Gericht (Allgäuer Zeitung)


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 17:40
Danke für den Link!
Puh, da bin ich mal gespannt, was der Wahrheit entspricht und was man dazu noch erfährt.

Eine Wohnung mit 2,8 Mio Wert ist ja auch mal ein ziemlich heftiges Erbe, wenn das stimmt. Und wenn er sich eine Woche vorher tatsächlich als Single ausgegeben hat, dann hat das auch ein Gschmäckle.
Weiß man, wer noch alles Aussagen wird?

Und irgendwo stand, dass die gemeinsame Tochter Nebenklägerin ist, aber sie ist doch noch ein Kind?


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 21:21
@Maifalter
Nicht nur die Wohnung im Wert von 2,8 Mio €, sie hat mit ihrem Erbe auch einen ganzen Bauernhof gekauft…

Ist der Link für alle zugänglich und kann man den Inhalt darin zur Diskussion benutzen?


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 21:23
Zitat von Srecko95Srecko95 schrieb:Ist der Link für alle zugänglich und kann man den Inhalt darin zur Diskussion benutzen?
Ja, also er ist zumindest hinter keiner paywall.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 21:33
Zitat von MaifalterMaifalter schrieb:Und irgendwo stand, dass die gemeinsame Tochter Nebenklägerin ist, aber sie ist doch noch ein Kind?
Das habe ich auch gelesen. Wundert mich. Zum einen wie das rechtlich möglich ist und zum anderen warum nur ihre Tochter und nicht beide ihre Kinder? Könnte es sein, dass der Reporter da einen Fehler gemacht hat und die Schwester vom Opfer meint?


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 22:53
Der Liveblog beginnt mit dem Prozessauftakt im Landgericht Memmingen gegen einen 39-jährigen Landwirt aus Lauben im Unterallgäu, dem vorgeworfen wird, seine damalige Lebensgefährtin im August 2025 getötet und ihre Leiche in einem nahegelegenen Waldstück versteckt zu haben. Vor dem größten Saal des Gerichts drängen sich schon früh viele Zuschauer, doch der Raum ist rasch überfüllt; der Angeklagte wird in Handschellen und mit Aktenordner vor dem Gesicht in den Saal geführt, begleitet von seinen Verteidigerinnen Christina Mucha und Anja Mack.

Nach der Eröffnung der Hauptverhandlung und der Verlesung der Anklage durch Staatsanwalt Roman Stoschek schildert die Berichterstattung den Fall noch einmal im Überblick: Die zweifache Mutter war am 7. August 2025 als vermisst gemeldet worden, nachdem sie nach einem Streit mit ihrem Lebensgefährten das Haus verlassen haben soll. Kurz darauf fanden Polizeibeamte auf dem Freizeitgrundstück der Familie nahe Erkheim das Auto der Frau, wenig später ihre Geldbörse in Landsberg am Lech, und schließlich richtete die Kripo Memmingen die Ermittlungsgruppe „Koppel“ ein, bevor in einem Waldstück die Leiche entdeckt wurde und der Lebensgefährte unter dringenden Tatverdacht geriet.

Im Gericht bekommt der Angeklagte zunächst Gelegenheit zur Aussage und schildert ausführlich seine Beziehung zu der Frau, die er 2020 über Facebook kennengelernt habe. Nach einem ersten Besuch bei ihr in München sei sie bereits nach vier Wochen zu ihm nach Lauben gezogen, und anfangs habe alles gut gepasst; später, so seine Darstellung, sei die Beziehung wegen der Kinder, Geldstreitigkeiten, eines gewünschten Pferdes und wachsender Spannungen zunehmend schwieriger geworden. Er berichtet auch von psychischen Problemen seiner Partnerin, von längeren Phasen, in denen sie sich zurückgezogen habe, sowie davon, dass das Jugendamt wegen der gemeinsamen Tochter mehrfach eingeschaltet gewesen sei.

Besonders ausführlich geht Markus G. auf Konflikte mit einem anderen Mann ein, der seiner Schilderung nach immer stärker in das Leben seiner Freundin eingedrungen sei. Er sagt, sie habe mit diesem Mann neue geschäftliche Pläne geschmiedet, er selbst habe sich ausgeschlossen gefühlt, und auch im Alltag habe es immer wieder Streit gegeben, etwa wenn die Frau die gemeinsame Tochter auf die Baustelle gebracht und dann weggefahren sei. In dieser Zuspitzung habe sich die Beziehung immer weiter verschlechtert, und der Gerichtssaal habe den Schilderungen gebannt gelauscht.

Dann beschreibt der Angeklagte den Abend der Tat. Nach seiner Aussage habe es einen Streit gegeben, bei dem die Frau die Tochter nicht habe beruhigen können, das Kind auf den Boden geworfen habe und ihn anschließend beschimpft habe; es sei zu einem Gerangel gekommen, bei dem sie ihn zu Boden gezerrt und mit einem Schuh geschlagen habe. In dieser Situation habe er auf das Hundekissen gedrückt, das neben einer Decke gelegen habe, und schließlich gesagt: „Dann ist es einfach so passiert. Ich habe das Kissen auf sie gedrückt.“ Später räumt er ein, nicht mehr genau zu wissen, wie lange er das Kissen auf ihr Gesicht gedrückt habe, und erklärt, er habe einfach nur gewollt, dass sie aufhöre.

Im weiteren Verlauf gesteht er, die Frau nach der Tat zunächst in einem Waldstück abgelegt und am nächsten Tag erneut dorthin gefahren zu sein, um die in Plastik verpackte Leiche zu vergraben. Außerdem gibt er zu, falsche Spuren gelegt zu haben: Er habe das Auto der Toten an einer Koppel abgestellt und ihren Geldbeutel in Landsberg am Lech auf einem Baumarktparkplatz weggeworfen. Als die Kripo später vor seiner Tür gestanden habe und ihn unter Verdacht setzte, habe er „alles gesagt, was war“ und die Beamten zur versteckten Leiche geführt.

Die Nebenklage versucht anschließend, das Geständnis zu erschüttern und ein mögliches Mordmotiv herauszuarbeiten, etwa Geld oder eine neue Frau im Leben des Angeklagten. Die Anwälte fragen nach einer möglichen Trennung, nach einer möglichen Erbschaft, nach seiner finanziellen Lage, nach einer Nachricht, in der er sich als alleinerziehender Vater ausgegeben haben soll, und nach seinem Verhalten unmittelbar nach der Tat. Die Verteidigung antwortet vielfach mit dem Hinweis, der Mandant wolle diese Fragen derzeit nicht beantworten, und der Prozess stockt mehrfach durch Unterbrechungen und Beratungen.

Juristisch steht die Frage im Raum, ob es bei Totschlag bleibt oder ob Mordmerkmale wie Habgier oder niedrige Beweggründe vorliegen könnten. Der Liveblog macht deutlich, dass davon das Strafmaß abhängt: Bei Totschlag drohen mindestens fünf Jahre Haft, bei Mord lebenslange Freiheitsstrafe, was den Streit um die Einordnung des Falls besonders bedeutsam macht. Nach der Beweisaufnahme wird sogar ein Video der ersten Vernehmung des Angeklagten nach seiner Festnahme gezeigt, in dem er die Tat offenbar schon gegenüber der Polizei detailliert schildert.

Der Bericht endet damit, dass die Verhandlung für den Tag beendet wird und für den 4. Mai fortgesetzt werden soll. Für den gesamten Prozess sind sechs Verhandlungstage angesetzt, und ein Urteil wird laut Artikel für den 21. Mai erwartet.
Eigene Zusammenfassung des Artikels der Allgauer Zeitung.


Protokoll des Prozessauftaktes


Zum Thema Nebenklage:
In Fällen von Tötungsdelikten wie diesem, haben nahe Angehörige (wie Eltern oder die gemeinsamen Kinder, vertreten durch einen Vormund) das Recht, als Nebenkläger am Prozess teilzunehmen. Dies ermöglicht ihnen, durch einen Anwalt Akteneinsicht zu erhalten, Fragen an Zeugen zu stellen und auf eine Verurteilung wegen Mordes statt nur Totschlags hinzuwirken.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 22:59
Zitat von romyhomieromyhomie schrieb:Zum Thema Nebenklage:
In Fällen von Tötungsdelikten wie diesem, haben nahe Angehörige (wie Eltern oder die gemeinsamen Kinder, vertreten durch einen Vormund) das Recht, als Nebenkläger am Prozess teilzunehmen. Dies ermöglicht ihnen, durch einen Anwalt Akteneinsicht zu erhalten, Fragen an Zeugen zu stellen und auf eine Verurteilung wegen Mordes statt nur Totschlags hinzuwirken
Danke dir für die Erklärung. Bisschen in diese Richtung war mein Gedanke. Wäre interessant wer alles außer ihre Schwester und ihre Tochter Nebenkläger sind.

Markus G. kommt mir fast wie ein Opfer vor. Wirkt bisschen so als ob er Mitleid möchte.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 23:14
Zitat von UmbranebulaUmbranebula schrieb:Markus G. kommt mir fast wie ein Opfer vor. Wirkt bisschen so als ob er Mitleid möchte.
Ist auch mein Eindruck. Sollte die Beziehung allerdings tatsächlich eine solche Dynamik gehabt haben, ist der Gesamteindruck irgendwie doch ein anderer als bisher (aber selbstverständlich kein Grund - falls man das jetzt falsch verstehen will).


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 23:15
Das habe ich ja vollkommen verpasst heute 🙄.
Nach seiner Aussage habe es einen Streit gegeben, bei dem die Frau d
Ist hier das Opfer Valerie gemeint?
Despektierliche Formulierung.
das Kind auf den Boden geworfen habe
??
Dann ist es einfach so passiert.
Logisch, wer kennt es nicht ... einfach so.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 23:19
Gehe auch davon aus, dass er damit das Opfer meint.
Mal abwarten ob vom Jugendamt im Prozess auch eine Einlassung kommt.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 23:24
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:Ist hier das Opfer Valerie gemeint?
Despektierliche Formulierung.
Finde ich nicht, als Frau. Sie war ja nunmal eine Frau. Ich habe es in der Zusammenfassung jedenfalls sicherlich nicht despektierlich gemeint. Und ja, natürlich ist damit Valerie gemeint.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 23:24
Zitat von UmbranebulaUmbranebula schrieb:Gehe auch davon aus, dass er damit das Opfer mein
Ob er das so gesagt hat oder es eine Formulierung der Zeitung war?
Kann den Link nicht aufrufen.

Und Kind auf den Boden geworfen?
Bitte was?


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 23:28
@romyhomie

Das habe ich noch nie gehört in einem Tötungsdeliktverfahren.

Natürlich hast du das nicht despektierlich gemeint.
Aber stand das so in dem Bericht bzw hat er das so ausgesagt?


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 23:28
Das waren seine Aussagen, ja.

Sollte das tatsächlich der Wahrheit entsprechen kann ich ganz entfernt nachvollziehen, dass da "der Gaul mit einem durchgeht" - natürlich ist das niemals eine Rechtfertigung für eine solche Tat, aber dann doch eher im Affekt passiert - scheint ja komplett eskaliert zu sein an diesem Tag (wenn es denn so war und es keine Taktik der Verteidigung ist). Ich gehe davon aus, dass das Jugendamt auch noch dazu befragt wird.
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:Aber stand das so in dem Bericht bzw hat er das so ausgesagt?
Er hat nicht von "der Frau" gesprochen, das ist die Formulierung des Journalisten gewesen.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 23:31
Er nennt seine von ihm getötete Freundin "Frau" und nicht Valerie 😮 ?

Sehr seltsam.
Zitat von romyhomieromyhomie schrieb:Er hat nicht von "der Frau" gesprochen, das ist die Formulierung des Journalisten gewesen.
Ah ok, das hatte ich vermutet. Danke.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

30.04.2026 um 23:33
Zitat von romyhomieromyhomie schrieb:Er hat nicht von "der Frau" gesprochen, das ist die Formulierung des Journalisten gewesen.
Nein, hat er nicht. 🙂


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