Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

457 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sexualverbrechen, BAO Cold Cases ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

02.12.2025 um 09:24
Mir ist im Filmbeitrag vorallem aufgefallen, dass weder die Haustüre, noch die Kellertüre, noch die Wohnungstüre verschlossen waren. Wenn die Darstellung stimmt, war das gesamte Haus frei zugänglich. So konnte sich irgendjemand der Handschuhe bemächtigen. Für mich auch auffällig, dass die Handschuhe und die Tatwaffe in nächster Nähe zum Wohnhaus und zum Auffindeort in einer Mülltonne entsorgt wurden. Fast schon so, als ob jemand eine falsche Spur legen wollte.


4x zitiertmelden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

02.12.2025 um 11:42
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Damit ist für mich ausgeschlossen, dass die beiden Leichenfinder irgenwie verdächtigt werden und als dieses dargestellt werden sollen. Eher scheinen sie gute Freunde des Vaters/der Familie zu sein, die wohl sogar im gleichen Wohnhaus leben (der Mann kommt in der Umarmungsszene aus der Haustür dem Vater entgegen). Sonst wäre diese Begrüßung nach der Arbeit nicht so herzlich dargestellt worden.
Das Verhältnis des Vaters zu den Männern kann durchaus freundschaftlich-herzlich gewesen sein, evtl. waren sie ja auch entferntere Verwandte (z.B. Cousin oder Großcousin). Aber wenn alles wirklich so harmonisch gewesen wäre, hätte sich die Familie dann nicht sehr über die Beteiligung der beiden am Hauskauf gefreut? Warum verhindert dann die Mutter, dass der Vater mit den Besuchern über den Hauskauf spricht? Er war ja noch auf und wollte auch zur Tür gehen. Dass er am nächsten Tag arbeitet und früh aufstehen muss, hätte er den Männern auch selbst sagen können.

Mein Eindruck ist wie gesagt, dass die Mutter die beiden Männer (oder jedenfalls den in der hellen Jacke, der anscheinend mit im Haus wohnte) nicht mehr in der Nähe ihrer Kinder / Zeyneps wissen wollte. Vielleicht hat die Mutter dem Vater nichts davon gesagt, weil er das evtl. gar nicht geglaubt hätte. Vielleicht hat sie deshalb auf andere Weise versucht, die Männer auf Abstand zu halten, indem sie deren Beteiligung am Haus vereitelte. Der Vater wird überhaupt als eher arglos dargestellt. Die Mutter dagegen erscheint wachsamer. Sie war sicher immer mit den Kindern zusammen, und wenn einer der anderen Hausbewohner Zeynep zuvor vielleicht schon beobachtet oder Kontakt zu ihr gesucht hatte, wird die Mutter das bemerkt haben.

Im XY-Film sagt der Sprecher über den Tatabend: „Alles spricht dafür, dass Zeynep die Person kennt, mit der sie kurz darauf das Haus verlässt.“ (Min. 10:09). Rudi Cerne sagt im Studiogespräch: „Und dann begegnet sie im Treppenhaus ihrem Mörder.“ (Min. 19:02). Die beiden Männer waren die letzten Besucher bei der Familie, kurz bevor Zeynep verschwand. Das alte Haus war vermutlich recht hellhörig. Wenn der Mann in der hellen Jacke mit dort wohnte, kann er Zeynep im Treppenhaus gehört oder auch gesehen und dann die Gelegenheit genutzt haben. Er dürfte einer der Hauptverdächtigen in dem Fall sein.


1x zitiertmelden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

02.12.2025 um 13:00
Ich hatte zunächst gedacht, dass die beiden Klingelmänner auch die beiden Männer sind, die die Kleidung und später mit der Polizei zusammen die Leiche finden. Aber @blackeagle meinte, dass nur der größere der beiden Klingelmänner mit der dunklen Jacke dabei war, während der andere Mann nicht mit dem zweiten Klingelmann identisch ist. Ich bin mir nicht sicher, denn der rechts (vom Zuschauer aus gesehen) stehende Mann steht im Schatten und ist nur schlecht zu erkennen. Auf jedenfall hat er so wie der spätere Leichenfinder eine helle Jacke und einen hellen, gemusterten Strickpullover an.
Auf jeden Fall ist der vom Vater herzlich begrüßte Mann, der aus dem Haus kommt, aber einer der späteren Leichenfinden, er trägt auch in der Szene in der Nacht dieselbe Jacke und denselben Pullover.
@Grillage


XY ist leider kein Dokumentarfilm. Für die Zuschauer ist zum Beispiel völlig unerheblich wer die Leiche gefunden hat, im Filmfall wird es zum Beispiel so dargestellt, als seien die Finder von Zeynep und die Finder der Kleidung die selben. War aber nicht so.
Etwa eine Stunde später fanden Anwohner blutverschmierte Kinderkleidung, kurz darauf wurde Zeyneps Leiche nahe der elterlichen Wohnung von einem Familienmitglied entdeckt: entkleidet, mit Stichverletzungen im Halsbereich, über einen Weidezaun gehängt.
Quelle: https://www.zeit.de/news/2025-10/09/ermittler-rollen-mord-an-fuenfjaehriger-nach-39-jahren-neu-auf

Fund der Kleidung: Anwohner
Fund von Zeynep: Familienmitglied

Deshalb würde ich irgendwelche Konsistenzen in den Darstellern nicht auf die Goldwagen legen. Nur weil es in XY so dargestellt wird, dass es bei Besuchern, Findern der Kleidung und Finder von Zeynep Überschneidungen gibt, muss es nicht so gewesen sein.


1x zitiertmelden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

02.12.2025 um 13:08
Nachtrag:
Die Info der ZEIT halte ich deshalb für sehr wahrscheinlich zutreffend, da diese von der Pressekonferenz der Kripo vom 09.10.25 stammt.


melden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

02.12.2025 um 13:19
Zitat von Ninchen694Ninchen694 schrieb:Das hast du auf deine Schwester aufgepasst würde ich nicht überbewerten. Ich kenne so viele Väter, die sowas zu ihren älteren Kindern sagen.
Ich habe mir die Szene nochmal angeguckt und beim nochmaligen Sehen den Eindruck gehabt, dass der Vater es eher mit Humor nahm, dass das "Aufpassen" eher spärlich ausfällt. Es kann aber doch sein, dass das nicht bei allen gut ankam.
Zitat von rattichrattich schrieb:Die beiden Männer waren die letzten Besucher bei der Familie, kurz bevor Zeynep verschwand.
Dem Film zufolge war es nicht die Mutter sondern der Onkel, dem Zeyneps Abwesenheit im Kinderschlafzimmer gegen 23:00 Uhr zuerst aufgefallen ist. Er hätte es sich damit erklärt, dass das Mädchen im Zimmer der Eltern sei. (11:43) Der zählte sicherlich nicht als Besucher, aber für das, was er berichtet, scheint es keine anderen Zeugen gegeben zu haben. Hatte er möglicherweise beim Nachhausekommen ich meine vor Betreten der Wohnung- etwas beobachtet, was er sich damals nicht traute, sich zu offenbaren?
Zitat von rattichrattich schrieb:Aber wenn alles wirklich so harmonisch gewesen wäre, hätte sich die Familie dann nicht sehr über die Beteiligung der beiden am Hauskauf gefreut? Warum verhindert dann die Mutter, dass der Vater mit den Besuchern über den Hauskauf spricht?
Ich hatte den Eindruck, dass sie auch nicht so begeistert davon war, dass ihr Mann den beiden von diesen Überlegungen erzählt hat. (ca ab Min. 7:40)

https://www.zdf.de/play/magazine/aktenzeichen-xy-ungeloest-110/aktenzeichen-xy-ungeloest-vom-26-november-2025-100


melden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

02.12.2025 um 13:36
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:XY ist leider kein Dokumentarfilm. Für die Zuschauer ist zum Beispiel völlig unerheblich wer die Leiche gefunden hat, im Filmfall wird es zum Beispiel so dargestellt, als seien die Finder von Zeynep und die Finder der Kleidung die selben. War aber nicht so.
Richtig weswegen ich den Eindruck habe dieser Szene und den zwei Männern wird zu viel Beachtung geschenkt. Wahrscheinlich weil man als Zuschauer das Gefühl hat dieses Ereignis sei das einzige im Film das einen glauben lässt hier müsste man näher hinschauen.


melden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

02.12.2025 um 22:00
Zitat von blackeagleblackeagle schrieb:Für mich ist es nicht nachvollziehbar, welche konkreten Anhaltspunkte die Polizei zu der Annahme veranlassen, dass das Messer möglicherweise aus der Teetube stammt.
Sie sagen in dem Beitrag, daß das Messer, welches immer dort rum lag, zu diesem Zeitpunkt plötzlich aus der Teestube verschwunden war. Deshalb gingen sie davon aus, daß es das Messer von dort war. Es sah ja auch schon etwas älter aus, außen am Plastikgriff, so daß es vielleicht Erkennungsmerkmale hatte.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wenn Zeyneps Kleidung, die nahe der straße Winterlit gefunden wurde (Foto 19) , schon blutverschmiert war, muss der Täter das Mädchen ja schon hier angegriffen, entkleidet und schwer verletzt haben. Anschließend muss er das tote oder vielleicht bewusstlose Kind durch den Wald den ganzen Hang hinauf bis zum späteren Fundort getragen haben.
Ich würde eher denken, daß er das Mädchen mit in den Wald genommen hat und ihm dort dann etwas angetan hat. Anschließend wollte er es vielleicht tatsächlich über den Zaun werfen, was dann nicht ganz gelungen ist. Ich nehme an, daß er dann auf seinem Rückweg die ausgezogene Kleidung aufgesammelt hat, um sie irgendwo im Müll zu entsorgen aber eventuell wurde er durch ein Fahrzeug oder eine entgegenkommende Person dann dazu veranlasst, die Sachen einfach schnell dort am Straßenrand weg zu werfen, damit er nicht damit gesehen wurde.


melden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

03.12.2025 um 19:11
In dem xy Fall wurde das Verhältnis Vater - Zeynep aus meiner Sicht als besonders eng dargestellt, enger als zu den anderen Kindern. Ich gehe davon aus, dass mit dem Mord an Zeynep insbesondere der Vater getroffen und gewarnt werden sollte. Ich gehe nicht von einem sexuellen Motiv aus, sondern von einer Demütigung des Vaters.


melden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

04.12.2025 um 01:02
Eine Woche nach Ausstrahlung des Mordfalles Zeynep bei XY gab es ein Update.
Mord an der 5-jährigen Zeynep (1986): Zwei neue Zeugen

Der zweite Fall berührte das Publikum am stärksten: Die damals fünfjährige Zeynep verschwand 1986 aus der elterlichen Wohnung und wurde am nächsten Morgen erstochen in der Nähe aufgefunden. Der Täter ist bis heute unbekannt.

Die Reaktionen nach der Sendung waren ungewöhnlich deutlich: Mehrere Zuschauer erhöhten freiwillig die Belohnung, die ursprünglich bei 5.000 Euro lag. Mittlerweile beträgt sie mehr als 16.000 Euro.

Noch wichtiger für die Ermittler: Zwei Personen, die 1986 Zeugen hätten sein können, meldeten sich nun erstmals.

Allerdings fehlt weiterhin ein entscheidender Teil der Öffentlichkeit: Aus der türkischen Community sind bislang keine Hinweise eingegangen. Fabian Puchelt appellierte deshalb noch einmal eindringlich an türkische oder türkischstämmige Zeugen, die möglicherweise Hinweise zum Mord an Zeynep geben können.
Quelle:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.aktenzeichen-xy-update-26-11-2026-mhsd.668f01ea-1d8d-4b9f-90c7-111df153a8fc.html


Aktenzeichen XY-Update vom 03.12.2025
📺
https://www.zdf.de/video/magazine/aktenzeichen-xy-ungeloest-110/aktenzeichen-xy-update-vom-3-dezember-2025-100


melden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

04.12.2025 um 07:41
Es gab nach der XY-Sendung bisher keinen einzigen Hinweis aus der türkischen Community.

https://www.zdf.de/video/magazine/aktenzeichen-xy-ungeloest-110/aktenzeichen-xy-update-vom-3-dezember-2025-100


melden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

04.12.2025 um 08:12
@Shiloh
@HolzaugeSHK


Das ist doch schon etwas seltsam, wenn betont wird dass keine Hinweise aus der türkischen Conmunitiy gekommen sind.
Gleich mehrere Anrufer nannten noch während der laufenden TV-Sendung einen Namen vom möglichen Täter oder Tatbeteiligten, der bislang noch nicht bekannt war. Sie gaben Hinweise, wem die Handschuhe gehört haben könnten, die in der Nähe des Tatorts gefunden worden waren. Der damals Jugendliche soll Teil der türkischen Gemeinschaft gewesen sein, in der auch die fünfjährige Zeynep lebte.
Quelle: https://www.google.com/amp/s/www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/coldcase-update-neuenrade-mord-100.amp


Dieser Artikel ist ein paar Tage alt. Da fragt man sich schon woher die Hinweise kamen, wenn nicht aus der dortigen Community.

Eine Möglichkeit wäre, dass der Jugendliche damals zur Schule ging, eine Ausbildung machte oder schon arbeitete und sich nun ehemalige Mitschüler/ Arbeitskollegen erinnerten, dass dieser damals solche Handschuhe hatte.


2x zitiertmelden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

04.12.2025 um 10:36
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Das ist doch schon etwas seltsam, wenn betont wird dass keine Hinweise aus der türkischen Conmunitiy gekommen sind.
Innerhalb der Community ist bestimmt mehr bekannt als nach außen kommt. Die Ermittler sagten ja auch dass die Ermittlungen damals sehr schwer waren.


melden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

04.12.2025 um 10:52
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Das ist doch schon etwas seltsam, wenn betont wird dass keine Hinweise aus der türkischen Conmunitiy gekommen sind.
Das kann ja durchaus verschiedene Gründe haben, dass das so verlautbart wird:


  1. Niemand aus der Communitiy weiß etwas.
  2. Niemand aus der Community, der etwas weiß, will etwas sagen.
  3. Jeder aus der Community, der etwas weiß, hat es bereits der Polizei mitgeteilt.
  4. Die Polizei hat Hinweise aus der Community bekommen, hat aber Vertraulichkeit zugesagt.
  5. In der Community besteht kein gesteigertes Interesse an Strafverfolgung des Täters.
  6. Der Täter stammt, entgegen den Behauptungen, überhaupt nicht aus der Community.


Es verwundert mich ein wenig, dass man sich nach der Schlappe mit den NSU-Morden, wo man ja lange Zeit und felsenfest von einem kriminellen Hintergrund innerhalb der Migrantengemeinde ausging, sich nun so sehr und von vornherein auf einen Täter von innerhalb festzulegen scheint.

Vordergründig mag das plausibel und nachvollziehbar sein, aber dass so gar kein Hinweis aus dem Kreis der türkischen Community hereingekommen sein soll, finde ich nach so langer Zeit doch verwunderlich.

Angenommen, dass man innerhalb der Community der Überzeugung ist, dass es kein Täter aus den eigenen Reihen sein kann, wäre es doch nur folgerichtig, dass keine Hinweise aus der Community eingehen. Wenn sich kein einzelner öffentlich exponieren möchte, gibt es doch kaum einen anderen Weg, den grundlegenden Zweifel an den Ermittlungen zu aritkulieren, als sich bei Hinweisen zu enthalten.


3x zitiertmelden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

04.12.2025 um 11:12
@sallomaeander
Tatsächlich finde ich das auch nicht sehr überraschend. Mit meinem Beitrag wollte ich aber eher darauf hinaus, dass ich davon ausgegangen bin die bisherige Hinweise seien alle aus der türkischen Conmunitiy gekommen. Ich dachte demnach, dass Hinweise von "außen" eher nicht möglich sind. Aber nun habe Personen angerufen, die trotzdem wussten wer einen solchen Handschuh hatte und das diese Person im Haus wohnte und die kein Teil der Conmunitiy waren.
Das ist für mich eher etwas positives: es können auch hilfreiche Hinweise von außen kommen und nicht nur aus der Conmunitiy.


melden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

04.12.2025 um 11:30
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Es verwundert mich ein wenig, dass man sich nach der Schlappe mit den NSU-Morden, wo man ja lange Zeit und felsenfest von einem kriminellen Hintergrund innerhalb der Migrantengemeinde ausging, sich nun so sehr und von vornherein auf einen Täter von innerhalb festzulegen scheint.
Denkst Du an die Möglichkeit, dass jemand mit rechtsextremistischen Hintergrund die Tat absichtlich so inszeniert hat, dass Gedanken an so etwas wie einen Ehrenmord aufkommen? Gab es denn im fraglichen Zeitraum des öftere, speziell in der Gegend Straftaten mit rechtsextremistischen Hintergrund? Wäre es nicht anzunehmen, dass in diesem Fall mehrere über die Klinge gesprungen wären?


1x zitiertmelden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

04.12.2025 um 11:37
Zitat von Sophie98Sophie98 schrieb:Für mich auch auffällig, dass die Handschuhe und die Tatwaffe in nächster Nähe zum Wohnhaus und zum Auffindeort in einer Mülltonne entsorgt wurden. Fast schon so, als ob jemand eine falsche Spur legen wollte.
Das kann natürlich sein.


melden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

04.12.2025 um 12:37
Zitat von WMWM schrieb:Denkst Du an die Möglichkeit, dass jemand mit rechtsextremistischen Hintergrund die Tat absichtlich so inszeniert hat, dass Gedanken an so etwas wie einen Ehrenmord aufkommen?
Der Täter von außerhalb müsste ja nicht zwingend politisch oder fremdenfeindlich motiviert gewesen sein.

Für mich ist auch eine pädokriminelle Motivation eines jungen, unerfahrenen Täters denkbar, der in der Nähe der türkischen Community, die er als verwundbar ansah, auf eine zufällige Gelegenheit traf.

Vielleicht bemerkte er die dahingehende Arglosigkeit der Siedlungsbewohner, da sie ja unter sich waren, und sich insofern unter Familie und Verwandten sicher wähnten.

Der nächtliche Ausflug des kleinen Mädchens war von den Bewohnern nicht für möglich gehalten worden. Der Täter war auch nicht mit geeigneten Tatwerkzeugen ausgerüstet. Vielleicht schlich er um die Häuser, und sah eine spontane Tatgelegenheit.


3x zitiertmelden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

04.12.2025 um 12:56
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Für mich ist auch eine pädokriminelle Motivation eines jungen, unerfahrenen Täters denkbar, der in der Nähe der türkischen Community, die er als verwundbar ansah, auf eine zufällige Gelegenheit traf.

Vielleicht bemerkte er die dahingehende Arglosigkeit der Siedlungsbewohner, da sie ja unter sich waren, und sich insofern unter Familie und Verwandten sicher wähnten.

Der nächtliche Ausflug des kleinen Mädchens war von den Bewohnern nicht für möglich gehalten worden. Der Täter war auch nicht mit geeigneten Tatwerkzeugen ausgerüstet. Vielleicht schlich er um die Häuser, und sah eine spontane Tatgelegenheit.
Du meinst bestimmt nicht für unmöglich. So wie das Mädchen gezeigt wird, hielte ich das auch für undenkbar.

Das könnte passen, auch gekoppelt mit der Überlegung des Legens der falschen Spur. Gerade weil offenbar alles frei zugänglich war, wäre es sicher kein Problem gewesen an Dinge zu kommen zu kommen, mit denen eine solche gelegt wird.


2x zitiertmelden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

04.12.2025 um 13:05
Zitat von Sophie98Sophie98 schrieb:Für mich auch auffällig, dass die Handschuhe und die Tatwaffe in nächster Nähe zum Wohnhaus und zum Auffindeort in einer Mülltonne entsorgt wurden. Fast schon so, als ob jemand eine falsche Spur legen wollte.
Zitat von WMWM schrieb:Gerade weil offenbar alles frei zugänglich war, wäre es sicher kein Problem gewesen an Dinge zu kommen zu kommen, mit denen eine solche [falsche Spur] gelegt wird.
Denkbar wäre vielleicht, dass der Täter schon länger den Plan hatte, Zeynep irgendwann abzufangen, und deshalb zuvor fremde Gegenstände sammelte, die er bei der Tat verwenden wollte, damit kein Verdacht auf ihn fallen sollte. Nach der Tat versuchte der Täter dann evtl., den Verdacht auf den Jugendlichen zu lenken, indem er die Tatgegenstände dort in die Mülltonne legte, wo (möglicherweise) der Jugendliche wohnte.

Die Ermittler halten es ausdrücklich für sehr wahrscheinlich, dass der Täter Zeynep im Treppenhaus oder evtl. auch im Keller abgefangen hat, in jedem Fall innerhalb des Hauses. Daher wären mögliche Zeugen, auf die die Ermittler hoffen, sehr wahrscheinlich selbst Hausbewohner (oder vielleicht deren Besucher). Sie könnten Zeynep und den Täter im Treppenhaus gehört haben, und wenn sie ihn persönlich kennen, sollten sie ihn auch anhand der Stimme identifizieren können.

Wenn aber die Hausbewohner oder Siedlungsbewohner alle aus derselben türkischen Stadt stammen, teilweise miteinander verwandt oder zumindest gut bekannt sind, liegt die Hemmschwelle, der „Verräter“ zu sein, der einen Verwandten oder Freund aus der Community bei der Polizei meldet, vermutlich hoch.

Das Dilemma ist wohl, dass die Polizei Zeugen braucht, die den Täter kurz vor der Tat gehört oder gesehen haben und ihn identifizieren können.


3x zitiertmelden

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

04.12.2025 um 13:07
Zitat von WMWM schrieb:So wie das Mädchen gezeigt wird, hielte ich das auch für undenkbar.
Ich meinte natürlich denkbar. Sie wird durchaus als eigenwillig gezeigt?


1x zitiertmelden