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Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

457 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sexualverbrechen, BAO Cold Cases ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

01.12.2025 um 14:16
Aus meiner Sicht wird hier wieder einmal viel zu viel in einen XY Film hineininterpretiert. Damit sage ich nicht unbedingt, das es beispielweise ausgeschlossen ist, dass die beiden, die nach dem Vater fragten, aufdringlich gewesen sind. Als Fakt aus einem XY Film würde ich es aber nicht nehmen.

Für mich ist folgendes gesichert:

um ca. 21 Uhr klingelten zwei Mitglieder der Community, waren aber nicht in der Wohnung
der Vater spielte mit dem Gedanken das Haus zu erwerben
zwischen 21-23 Uhr verschwand Zeynep
um 23 Uhr kam der Onkel mit Tochter nach Hause.
um ca 4 Uhr wurde ihr Verschwinden bemerkt
sie wurde an halb entkleidet an einem Zaun entdeckt
sie wurde durch einen Stich in den Hals getötet
ein Teil ihrer Kleidung wurde an einem anderen Ort gefunden
diese Kleidung war Blutverschmiert
bei der Tat wurden Handschuhe mit einer Beschädigung verwendet, die in einem Mülleimer in der Nähe gefunden wurden
bei der Tat wurde ein Messer genutzt, welches zuvor aus einer Teestube verschwunden ist

Folgende Aspekte sind für mich keine zu 100% gesicherten Fakten, aber es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, das dem so war:

Zeynep hat selbständige die Wohnung verlassen
die Handschuhe haben eine Beschädigung, die durch das Ausziehen mit den den Zähnen zu stande kam
der Täter kam aus der örtlichen Community und kannte Zeynep (und umgekehrt)


Folgende Aspekte sind für mich möglich, aber unklar

Die Tat hatte einen sexuellen Hintergrund
die Handschuhe gehörten dem Täter


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Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

01.12.2025 um 15:02
[
Zitat von rattichrattich schrieb:Die konkreten Ursachen für die Ablehnung erfährt man nicht, aber möglicherweise lagen sie ja im früheren Verhalten der beiden, evtl. auch gegenüber den Kindern oder speziell Zeyneb? Im Film fällt auf, dass die Mutter ihren Mann sofort zurückhält, als er auf das Klopfen hin zur Tür gehen will, und dann selbst die Besucher an der Tür abweist. Auf mich wirkt die Szene so, als wolle die Mutter den direkten Kontakt der Männer zum Vater verhindern, weil sie womöglich Angst hat, er könne ihrem Beteiligungswunsch doch noch nachgeben.
Das Mädchen wird sehr selbstbewusst gezeigt, was mich so wie die Mutter dargestellt wird auch nicht wundert. Es wirkt bei den Geschwistern sogar so, als ob eher das Mädchen die Tonangebende ist und das "Aufpassen" des Bruders sich sich in Grenzen hält. (vergleiche meine Ausführung der Szene im XY-Film Beitrag von WM (Seite 17)).
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und dann bedrohen sie auch noch die Eltern mit dem Tod, wenn sie sich der deutschen Polizei anvertrauen?!?!
Ich glaube eine solche Drohung müsste in diesem Fall gar nicht ausgesprochen werden. Ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist, Menschen anzuzeigen oder in Verdacht zu bringen, wenn man sich deren Zugriff nicht so ohne weiteres entziehen kann. Wir haben, was ja auch gut so ist, das Prinzip der Unschuldsvermutung. Angst, es könnte einem etwas angetan werden, noch bevor die Polizei etwas nachweisen kann, halte ich für realistisch, ganz egal, ob ein möglicher Täter Migrationshintergrund hat oder nicht.


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01.12.2025 um 15:34
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Für mich ist folgendes gesichert:

um ca. 21 Uhr klingelten zwei Mitglieder der Community, waren aber nicht in der Wohnung
der Vater spielte mit dem Gedanken das Haus zu erwerben

Folgende Aspekte sind für mich keine zu 100% gesicherten Fakten, aber es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, das dem so war:

Zeynep hat selbständige die Wohnung verlassen
die Handschuhe haben eine Beschädigung, die durch das Ausziehen mit den den Zähnen zu stande kam
der Täter kam aus der örtlichen Community und kannte Zeynep (und umgekehrt)


Folgende Aspekte sind für mich möglich, aber unklar

Die Tat hatte einen sexuellen Hintergrund
die Handschuhe gehörten dem Täter
Sehr guter Ansatz, das so zu strukturieren.

Die beiden oberen Punkte sind für mich nicht gesichert, wenn es wirklich eine eindringliche Warnung an die Familie geben sollte.

Dass die Handschuhe dem Täter gehören, würde ich sogar nahezu ausschließen. Deswegen dürfte auch der euphorische Hinweis in XY auf eine bestimmte Person zu nichts führen. Höchstwahrscheinlich wurden die Handschuhe ebenso gestohlen wie das Messer.
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:bei der Tat wurde ein Messer genutzt, welches zuvor aus einer Teestube verschwunden ist
Es handelt sich hier um ein einfaches Schweizer Armeemesser mit nicht feststellbarer Klinge, das für so eine Tat denkbar ungeeignet ist. Leider ist es offensichtlich doch möglich, ein Kind damit zu töten, aber normalerweise würde man ein wesentlich professionelleres Messer verwenden.

Es ist erstaunlich, dass auf diesen Sachverhalt nicht näher eingegangen wurde. Warum verwendete der Täter gerade dieses billige und im Café gestohlene Messer?


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01.12.2025 um 16:13
Zitat von WMWM schrieb:Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Vater des Mädchens deshalb ein Haus kaufen wollte, um sich dem Zugriff der anderen Familienmitglieder etwas besser entziehen zu können. Vielleicht wollte er und seine Frau gerade für die Tochter, dass sie freier aufwachsen kann bzw. waren auch persönlich integrationswilliger als es von der Community erwünscht war.
Wenn ich das lese, wirkt diese Theorie auf mich doch sehr Wild und etwas geschmacklos. Der Begriff „Integration“ war zur damaligen Zeit kaum gebräuchlich, nicht im Sinne, dass man sich nicht integrieren wollte, sondern im Sinne des Wortes selbst. Viele Menschen waren damals in erster Linie damit beschäftigt, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Hinzu kommt, dass die meisten Zugewanderten am Rande vom Neuenrade untergebracht wurden, so wie meine Familie und ich, die bis 1998 „Am Brunnenbach“ gewohnt haben. In der Stadt selbst beziehungsweise in Stadtnähe lebten nur sehr wenige türkische Familien. Erst Ende der 1990er-Jahre kam es vermehrt zu Haus- und Wohnungskäufen durch Menschen mit Migrationshintergrund. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, da meine Eltern sehr lange kämpfen mussten, bis überhaupt jemand bereit war, uns etwas zu verkaufen.


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01.12.2025 um 16:16
Zitat von blackeagleblackeagle schrieb am 28.11.2025:Insgesamt wirkt die Darstellung auf mich ziemlich schwach und unrealistisch.
Zitat von MehlfensMehlfens schrieb:Warum verwendete der Täter gerade dieses billige und im Café gestohlene Messer?
Weil der Taeter es gerade zur Hand hatte.
Ich halte es fuer eine nicht geplante Zufallstat.

Es waere interessant zu wissen, bei wem das Messer vor der Tat gesehen wurde.


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01.12.2025 um 16:18
@Mehlfens
Zitat von MehlfensMehlfens schrieb:Die beiden oberen Punkte sind für mich nicht gesichert, wenn es wirklich eine eindringliche Warnung an die Familie geben sollte.
Welche Punkte meinst du genau? Ist durch das Zitieren nicht eindeutig. Vermutlich die Punkte möglicher Hauskauf und Besuch der beiden Personen?

Man kann natürlich XY in Frage stellen, aber wenn das so dort dargestellt wurde, würde ich erstmal davon ausgehen, dass es sich so zugetragen hat


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Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

01.12.2025 um 16:24
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Am Hennaabend werden aber doch nicht einfach breitflächige, formlose Flecke oder Kleckse auf die Hände der Frauen gebracht, sondern kunstvolle Verzierungen.
Da mein Beitrag wegen einer fehlenden Quelle gelöscht wurde (was völlig legitim ist), hier nochmals mit Quelle

@Grillage ich muss dich korrigieren. Tatsächlich wurde es damals breitflächig und formlos in die Handfläche geschmiert; dass man darüber hinaus kunstvolle Muster auf die Hand aufgetragen hat, ist mir allerdings nicht bekannt. Kinder sind in solchen Situationen oft neugierig und möchten das Gesehene ausprobieren – auch ich habe das damals gemacht. Die kunstvollen Verzierungen kamen erst in der modernen Zeit auf.

Quelle:
Youtube: KINA NASIL YAKILIR🖐️
KINA NASIL YAKILIR🖐️
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01.12.2025 um 16:33
@WM

Das hast du auf deine Schwester aufgepasst würde ich nicht überbewerten. Ich kenne so viele Väter, die sowas zu ihren älteren Kindern sagen.


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Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

01.12.2025 um 16:42
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Dieser Hauskauf, und das die beiden Männer da evtl. mit einsteigen wollten, dürfte doch überhaupt nicht relevant sein bei dem Mord an Zeynap mMn Warum diese Szene gezeigt wurde, da könnte eher der Grund sein, das wegen dem klingeln, und das Gespräch mit den Männern Zeynap dadurch wieder wach wurde. Und danach dann die Wohnung verlassen hat , warum auch immer.
Mir ist in den letzten Beiträgen vermehrt aufgefallen, dass der Name des getöteten Mädchens häufig falsch geschrieben wird. Sie heisst Zeynep. Ich fände es respektvoll, ihr zumindest die Ehre zu erweisen, ihren Namen richtig zu schreiben. Auch wenn das für manche vielleicht nicht so wichtig erscheint, empfinde ich es als eine Pflicht. Bitte fühlt euch davon nicht angegriffen.


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01.12.2025 um 17:00
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Für mich ist folgendes gesichert:

um ca. 21 Uhr klingelten zwei Mitglieder der Community, waren aber nicht in der Wohnung
der Vater spielte mit dem Gedanken das Haus zu erwerben
zwischen 21-23 Uhr verschwand Zeynep
um 23 Uhr kam der Onkel mit Tochter nach Hause.
um ca 4 Uhr wurde ihr Verschwinden bemerkt
sie wurde an halb entkleidet an einem Zaun entdeckt
sie wurde durch einen Stich in den Hals getötet
ein Teil ihrer Kleidung wurde an einem anderen Ort gefunden
diese Kleidung war Blutverschmiert
bei der Tat wurden Handschuhe mit einer Beschädigung verwendet, die in einem Mülleimer in der Nähe gefunden wurden
bei der Tat wurde ein Messer genutzt, welches zuvor aus einer Teestube verschwunden ist
Die zwei Community Mitgliedern im Zusammenhang mit einem Hauskauf fallen für mich nicht in die Faktenliste, ebenso wenig die Aussage, das Messer stamme aus der Teestube, da nicht klar kommuniziert wird, wie die Polizei dadrauf kommt, zumal solche Messer recht gängig waren. Ansonsten erscheint mir der restliche Teil zu 100 % faktenbasiert.


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Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

01.12.2025 um 17:15
Zitat von blackeagleblackeagle schrieb:Die zwei Community Mitgliedern im Zusammenhang mit einem Hauskauf fallen für mich nicht in die Faktenliste, ebenso wenig die Aussage, das Messer stamme aus der Teestube, da nicht klar kommuniziert wird, wie die Polizei dadrauf kommt, zumal solche Messer recht gängig waren. Ansonsten erscheint mir der restliche Teil zu 100 % faktenbasiert.
Ich kann mich jetzt nicht mehr an jedes Detail der Sendung erinnern aber laut Polizei gilt es doch als gesichert dass das Messer aus der Teestube kam?


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Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

01.12.2025 um 17:35
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:
Zitat von blackeagleblackeagle schrieb:...ebenso wenig die Aussage, das Messer stamme aus der Teestube, da nicht klar kommuniziert wird, wie die Polizei dadrauf kommt, zumal solche Messer recht gängig waren...
Ich kann mich jetzt nicht mehr an jedes Detail der Sendung erinnern aber laut Polizei gilt es doch als gesichert dass das Messer aus der Teestube kam?
Ja, so wurde es gesagt, wenn auch nicht naeher ausgefuehrt.


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01.12.2025 um 17:57
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ja, so wurde es gesagt, wenn auch nicht naeher ausgefuehrt.
Ja, das wurde so gesagt. Allerdings fällt es mir persönlich schwer nachzuvollziehen, wie das eingeordnet wurde und wie man zu diesem Ergebnis gekommen ist. Ich hätte mir dazu mehr gewünscht, so sicher klang das für mich nicht.


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Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

01.12.2025 um 18:03
Zitat von blackeagleblackeagle schrieb:Ja, das wurde so gesagt. Allerdings fällt es mir persönlich schwer nachzuvollziehen, wie das eingeordnet wurde und wie man zu diesem Ergebnis gekommen ist. Ich hätte mir dazu mehr gewünscht, so sicher klang das für mich nicht.
Du denkst jetzt eher daran dass die Polizei mit dieser Aussage den möglichen Täter unter Druck setzen möchte? Oder aus welchem Grund sollen die Ermittler hier Tatsachen verbreiten die nicht der Wahrheit entsprechen?


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Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

01.12.2025 um 18:11
@dergärtner01
@blackeagle
@Justsaying


Ich habe noch einmal die XY Sendung angeschaut.

Es wird gesagt, dass die Ermittlungen ergeben haben, dass das Messer "vermutlich aus einer türkischen Teestube" stammt. Das "vermutlich" ist natürlich interessant. Gleichzeitig sei es dann plötzlich verschwunden.

Ich denke, dass also das Messer nicht zu 100% eindeutig und zweifelsfrei vom Besitzer der Teestube als das Messer identifiziert wurde, welches vorab dort in Benutzung war. Aufgrund der örtlichen und zeitlichen Nähe und der Überschneidung des Personenkreises, ist es aber sehr wahrscheinlich, dass es sich um das selbe Messer handelt. natürlich wäre es theoretisch möglich, dass es zwei Messer gab, die dort zirkulierten, von denen eines vor der Tat verschwand. gemäß meiner Auflistung müsste man also das Messer von gesichertem Fakt zu "sehr wahrscheinlich, dass" ändern. macht wahrscheinlich keinen großen Unterschied.


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Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

01.12.2025 um 18:20
Zitat von MehlfensMehlfens schrieb:Es ist erstaunlich, dass auf diesen Sachverhalt nicht näher eingegangen wurde. Warum verwendete der Täter gerade dieses billige und im Café gestohlene Messer?
Korrekt, da tun sich einige Fragen auf.
Zunächst wäre natürlich interessant zu wissen, wie lange vor der Tat das Messer verschwand. War es am Tag zuvor ist es natürlich etwas anders als 5 Wochen zuvor. Aus dem gesagten interpretiere ich, dass es nicht sehr zeitnah gewesen sein dürfte (also nicht wenige STunden zuvor), aber auch nicht weit davor (also nicht 2 Jahre). vermutlich könnte man das im Nachhinein auch nicht mehr genau eingrenzen. Es wird irgendwann weg gewesen sein.


Des weiteren wäre auch die Frage, ob der Täter das Messer gestohlen hat oder ob jemand anderes es eingesteckt hat. Oder natürlich er selbst. Anders: wurde es bewusst gestohlen oder "nur" eingesteckt. Ja, vllt juristisch das gleiche, aber macht noch mal ein unterschied.


Die Wahl des Messer spricht insgesamt natürlich für einen unerfahrenen und nicht vorbereiteten täter.


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Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

01.12.2025 um 18:48
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Die Wahl des Messer spricht insgesamt natürlich für einen unerfahrenen und nicht vorbereiteten täter.
Ja, stimme ich zu. Insgesamt macht das gesamte Vorgehen des Täters den Eindruck, als sei es von eher unerfahrenen Personen umgesetzt worden.


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01.12.2025 um 23:25
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Du denkst jetzt eher daran dass die Polizei mit dieser Aussage den möglichen Täter unter Druck setzen möchte? Oder aus welchem Grund sollen die Ermittler hier Tatsachen verbreiten die nicht der Wahrheit entsprechen?
Jein. Nach Angaben der Polizei wird es vermutet, dass das Messer aus der Teetube stammt. Wie bereits gesagt, fehlt mir jedoch die genaue Zuordnung. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, welche konkreten Anhaltspunkte die Polizei zu der Annahme veranlassen, dass das Messer möglicherweise aus der Teetube stammt. Mir ist bewusst, dass die Polizei nicht alle Ermittlungsschritte offenlegen kann, jedoch ist eine Vermutung kein gesicherter Fakt.


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Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

02.12.2025 um 07:32
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:sie wurde an halb entkleidet an einem Zaun entdeckt
sie wurde durch einen Stich in den Hals getötet
ein Teil ihrer Kleidung wurde an einem anderen Ort gefunden
diese Kleidung war Blutverschmiert
Darauf würde ich gerne noch mal eingehen, weil ich es sehr seltsam finde.

Wir hatten hier im Thread ja schon diskutiert, wo genau der Fundort sein könnte und haben versucht das anhand dieses Fotos zu verorten:

Zeynep ZaunOriginal anzeigen (0,8 MB)
Bildquelle: https://www.radiomk.de/artikel/mordfall-zeynep-aus-neuenrade-aktenzeichen-xy-berichtet-2462158

@blackeagle hatte entdeckt, dass man am oberen Rand des Bildes die Unterkante eines Hauses sehen kann und wir haben daraus geschlossen, dass der Fundort dann etwa hier sein muss:

Standort Fotograf
Quelle der Karte: OpenStreetMap

Der Punkt (5) zeigt grob den von uns vermuteten Standort des Fotografen von diesem Bild an.

In Aktenzeichen XY wurde aber ein anderer Fundort gezeigt:

Karte Aktenzeichen XYOriginal anzeigen (1,0 MB)
Bildquelle: Sreenshot aus der Sendung Aktenzeichen XY vom 26.11.2025

Danach zeigt der Pfeil mit der Nr. 6 den Fundort der Leiche an.

(Auch bei dem Fundort der Handschuhe und des Messers lagen wir falsch, diese wurden nicht in den Mülltonnen, die in unmittelbarer Nähe des Wohnhauses von Zeyneps Familie an der Kreuzung Winterlit/Eichendorffstraße standen, gefunden, sondern in einer Mülltonne vor einer der Doppelhaushälften, die etwas weiter die Straße Winterlit hinunter in Richtung Innenstadt stehen (auf dem Bild mit dem Pfeil c. bezeichnet).)

Das Bild mit dem Spurenschild 7. kann ich mir dann nicht wirklich erklären, denn wenn das an der Stelle, auf die der Pfeil 6 deutet aufgenommen wurde, können im Hintergrund am oberen Bildrand unmöglich Häuser zu sehen sein. Der Wald macht da ja einen Knick/eine Ausbuchtung, in die Blickrichtung der Häuser stehen da ziemliche dichte und hohe Bäume.

Insgesamt kann ich mir den Tatablauf anhand dieser Fotos nur schwer vorstellen. Wenn Zeyneps Kleidung, die nahe der straße Winterlit gefunden wurde (Foto 19) , schon blutverschmiert war, muss der Täter das Mädchen ja schon hier angegriffen, entkleidet und schwer verletzt haben. Anschließend muss er das tote oder vielleicht bewusstlose Kind durch den Wald den ganzen Hang hinauf bis zum späteren Fundort getragen haben. Zeynep war 5 Jahre alt und dürfte etwa 20 kg gewogen haben; das schafft ein Jugendlicher noch, mal eben hochzuheben, aber ein Jugendlicher und selbst ein Erwachsener dürfte sich durchaus schwer tun, so ein Gewicht über so ein Strecke zu tragen.
Und warum? Offensichtlich ja nicht, um die Leiche zu verstecken, denn die Kleidung hat er auch einfach an Ort und Stelle liegen lassen, obwohl die Schlafanzughose knallrot und damit auffällig war. Und er hat sich ja dann auch keine besondere Mühe gemacht, die Leiche z.B. unter Zweigen zu verstecken, sondern sie sehr offensichtlich liegen lassen. Zwar etwas weiter vom Wohnhaus entfernt, aber immer noch so nah, dass suchende Menschen sie schnell entdecken würden.
Zitat von MehlfensMehlfens schrieb:Für diese Hypothese spricht meiner Meinung nach auch, dass das Opfer nicht versteckt, sondern in gedemütigter Pose in der Nähe am Zaun fast schon zur Schau gestellt wurde und auch Tatwerkzeug und Handschuhe in der nächsten Mülltonne plaziert wurden (die Möglichkeiten von DNA waren damals noch weitgehend unbekannt).
Im Film war es so dargestellt, die Leiche sitzend am Zaunpfahl lehnte. In früheren Berichten war davon die Rede, dass sie im Stacheldraht hing:
Am 15. November 1986 wurde die Leiche der damals etwa fünfjährigen Ipek in Neuenrade gefunden. Das kleine türkische Mädchen hing mit durchschnittener Kehle in einem Weidezaun gegenüber seines Elternhauses, in dem sich zur Tatzeit zahlreiche Angehörige aufhielten. Im Gespräch mit der WR erinnert sich Wolfgang Rahmer: „Es könnte ein Ehrenmord gewesen sein. Doch es ließ sich nicht ermitteln, ob ein Angehöriger der Täter war oder die Tötung im Zusammenhang mit einer ähnlich gelagerten Tat aus dem Arnsberger Gerichtsbezirk stand."
Quelle: https://www.wr.de/daten-archiv/article587661/vater-war-der-taeter-und-bleibt-unbekannt.html
(Der Artikel behandelt dieses Fall, der Name des Mädchens ist aber falsch angegeben.)
(Auf welche Tat aus dem Arensberger Gerichtsbezirk da bezug genommen wird, konnte ich nicht herausfinden, ich habe dazu online keinerlei Berichte gefunden. Sie muss sich ja zeitlich etwa zur gleichen Zeit ereignet haben, also maximal ein paar Jahre vor oder nach der Tat an Zeynep.)

Was mir aber spontan beim Anschauen der Sendung und gerade dieses Bildes in den Sinn gekommen ist, ist, dass der Täter versucht haben könnte, die Leiche über den Zaun zu werfen, und sie sich dabei im Zaun verfangen hat und dort hängen geblieben ist. Vielleicht wollte der Täter die Leiche auf die andere Zaunseite bringen, um sie dann dort über die Weide noch weiter weg zu tragen?


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Mord an der fünfjährigen Zeynep I. in Neuenrade (NRW), 1986

02.12.2025 um 07:45
Zitat von WMWM schrieb:Was ist mit der Szene im XY-Beitrag, in der der Bruder gefragt wird, ob er auch gut auf seine Schwester aufpasse? (zwischen Min. 3 und 4)
Ich glaube, die Szene sollte einfach nur zeigen, dass sowohl der Vater als auch die Mutter sehr liebevoll und zugewandt mt ihren Kindern umgegangen sind. Der Bruder ist älter, aber offenbar nicht viel älter als Zeynep. Für mich ist das einfach ein Spruch, den man zu einem älteren Bruder in dem Alter sagt. Natürlich ist es nicht realistisch, dass das Kind auf seine kleine Schwester tatsächlich aufpasst, aber das so halb scherzhaft, halb anerkennend zu formulieren gibt ihm vielleicht Selbstbewusstsein und Verantwortungebewusstsein, verbunden mit der Frage des Vaters, der gerade von der Arbeit nach Hause kommt, wie der Tag so gelaufen ist. Ich würde das nicht überbewerten, ich fand es einfach eine freundliche, den Kindern zugewandte Geste des Vaters.

Ich habe mir die Szene auf Deine Anmerkung hin aber noch mal angeschaut und dabei ist mir aufgefallen, dass gleich im Anschluss der Mann mit der hellen Jacke aus dem Haus kommt, der später mit einem der Klingelmänner die blutige Kleidung des Kindes gefunden hat. Der Vater begrüsst ihn sehr freudig und überschwänglich, die beiden Männer umarmen sich sogar herzlich.

UmarmungOriginal anzeigen (0,7 MB)
Bildquelle: Aktenzeichen XY-Sendung vom 26.11.2025, Timestamp: 3:54

Ich hatte zunächst gedacht, dass die beiden Klingelmänner auch die beiden Männer sind, die die Kleidung und später mit der Polizei zusammen die Leiche finden. Aber @blackeagle meinte, dass nur der größere der beiden Klingelmänner mit der dunklen Jacke dabei war, während der andere Mann nicht mit dem zweiten Klingelmann identisch ist. Ich bin mir nicht sicher, denn der rechts (vom Zuschauer aus gesehen) stehende Mann steht im Schatten und ist nur schlecht zu erkennen. Auf jedenfall hat er so wie der spätere Leichenfinder eine helle Jacke und einen hellen, gemusterten Strickpullover an.
Auf jeden Fall ist der vom Vater herzlich begrüßte Mann, der aus dem Haus kommt, aber einer der späteren Leichenfinden, er trägt auch in der Szene in der Nacht dieselbe Jacke und denselben Pullover.

Damit ist für mich ausgeschlossen, dass die beiden Leichenfinder irgenwie verdächtigt werden und als dieses dargestellt werden sollen. Eher scheinen sie gute Freunde des Vaters/der Familie zu sein, die wohl sogar im gleichen Wohnhaus leben (der Mann kommt in der Umarmungsszene aus der Haustür dem Vater entgegen). Sonst wäre diese Begrüßung nach der Arbeit nicht so herzlich dargestellt worden.


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