Für den Fall, dass Sonja H. tatsächlich in ein Auto gestiegen sein sollte, sich also von den Jugendlichen losreißen konnte (oder es sich gar nicht um Sonja H. gehandelt hat), wird hier immer von einem fremden Autofahrer ausgegangen. Von einem Malteser war hier die Rede, oder von einem zufällig um diese Zeit vorbeikommenden Autofahrer.
Andererseits wurde hier auch darüber spekuliert, ob nicht das Mädchen, und ihre Eltern, wegen des Lebenswandels der letzteren (mglw. beide alkoholabhängig) in der Kleinstadt eine gewisse Bekanntheit hatten. Ich füge hinzu, dass auch das Mädchen jemandem aufgefallen sein könnte, da sie wohl recht groß war, und schon wie eine junge Frau gewirkt haben mochte.
Bringt man beide Aspekte in Verbindung, könnte sie ja durchaus in ein ihr bekanntes Auto gestiegen sein - das Auto von jemandem, der das Mädchen entweder aus legitimen Gründen kannte, oder der vielleicht bereits zuvor ihre Nähe gesucht hatte.
Diese Überlegung bedingt, dass es jemand aus der räumlichen Nähe war, aber bereits in einem höheren Alter war als die Jugendlichen, und der schon im Fall der Marion eine ähnliche Täterstrategie verfolgt hat, nur an einem anderen Ort.
@GrafOskar Stimmt, Du hattest einen ähnlichen Gedanken schon viel früher.
Zur Erwähnung eines Namens, wie "Peter" im Fall Hoffmann, ist es vergangenen Mittwoch ja dann doch nicht gekommen. Dieses im Rückblick geradezu plump anmutende Vorgehen der Ermittler (das gleichwohl erfolgreich war), ist natürlich inzwischen "verbrannt".
Vielleicht waren da andere Trigger für eine konkrete Person eingebaut. Das unidentifizierbare Schrägheck-Auto vor der Kneipe, das einem zeitgenössischen Audi Coupé ähnelte, habe ich da in Verdacht; es kann aber auch ein anderer Hinweis gewesen sein, der auf eine konkrete Person zugeschnitten war.
Man muss abwarten, ob man demnächst Fortschritte erfährt.