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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

453 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, 1981, Kempten ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

26.01.2026 um 13:56
Wenn das ein Schulfest gewesen ist, sind bestimmt auch Eltern und Lehrer anwesend gewesen. So war es bei unseren Schulfesten immer. Und dort hat dann immer eine Schulband gespielt. Schüler die ein Musikinstrument spielten gab es ja auch und manche haben dann eine Band gegründet. Junge Schüler oder Schülerinnen fanden immer ältere Schüler die Musiker waren immer sehr cool und interessant. Ein Lehrer hatte eine Foto AG in der Schule und hatte immer viele Fotos auf den Schulfesten gemacht und die dann auch selber in der AG in sw entwickelt.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

26.01.2026 um 14:27
@curt
das Schulfest wirft bei mir einige Fragen auf. Ein Schulfest mit mindestens 4 beteiligten Schulen, einem Orchester aber nur 40 teilnehmenden Schülern ? Möglicherweise hab ich da auch etwas missinterpretiert, jedenfalls bleibt, dass die Polizei davon ausgeht, dass noch Leute mit Verbindung zum Fest unterwegs waren. Erscheint mir plausibel, dass noch Leute nach dem offiziellen Ende weiterfeiern, direkt vor Ort oder eben in der Nähe. Nur die lediglich 40 Schüler haben mich irritiert... .

@all: Bzgl. den Zeugenaussagen. Laut xy haben 15 Zeugen das Mädchen und die Jugendlichen gesehen oder gehört. Die Zeugin in xy die die Jackenfarbe richtig benannt hatte , antwortete auf die Frage ob Sie das Mädchen anhand eines Fotos als Sonja erkennt mit " Nein, war viel zu weit weg" . Insofern gehe ich auch davon aus dass es schwierig gewesen wäre zu erkennen ob in einer Gruppe Jugendlicher auch ein junger Erwachsener mit ca 24 Jahren dabei war ... .

@all Der Kommisar erwähnt bei xy (20:34 min) dass man bei Marion Baier nicht ausschließen kann, "dass es sich bei den Personen 1973 in Zirndorf um Jugendliche handelt". Welche PersoneN meint der da ?!


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

26.01.2026 um 15:13
Zitat von aliM.aliM. schrieb:@all Der Kommisar erwähnt bei xy (20:34 min) dass man bei Marion Baier nicht ausschließen kann, "dass es sich bei den Personen 1973 in Zirndorf um Jugendliche handelt". Welche PersoneN meint der da ?!
Hallo @aliM.!
Ich denke bei den Personen handelt es sich in erster Linie um den ominösen Chris, den Schwarm von Marion, der wohl um die 16 Jahre alt war. Der wurde nie gefunden, trotz einer markanten Beschreibung. Ist allerdings nicht so verwunderlich, denn wenn die verschiedenen Bekanntenkreise wenig Schnittpunkte aufweisen, wird es schwer jemanden genau zu benennen.
In zweiter Linie theoretisiere ich die Motorradfahrer/Rocker. In beiden Mordfällen spielen Rocker eine Rolle. In Kempten die kriminelle Rockergruppe, in Zirndorf machten Rocker Stress auf dem Stadtfest, müssen logischerweise welche dort gewesen sein.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

26.01.2026 um 15:41
@JoachimFranz :
Zitat von JoachimFranzJoachimFranz schrieb:Auffallend bei den Beiträgen hier ist, dass fast keiner an die Jugendlichen als Täter glaubt, während die Polizei das seit 45 Jahren sehr wohl glaubt.
Wenn man den Fall S.H., 1981, isoliert betrachtet, was die Polizei über die ganze Zeit getan hat, dann kann man sehr leicht auf den Gedanken verfallen, dass ein ungewönhlicher Vorgang ( Gruppe Jugendlicher zerrt eine weibliche Jugendliche herum, die ruft um Hilfe ) die Vorstufe zu einem Mord ( eine weibliche Jugendliche wird ermordet aufgefunden ) war. Absolut verständlich, naheliegend aber nicht automatisch zwingend

Die neuere Entwicklung in dem Fall, nämlich die Verbindung zum Fall Marion Baier, 1973 wirft, aber hierbei zwangsläufig Fragen auf. Wenn man aus der in mittlerweile zwei, acht Jahre auseinanderliegenden Fällen, aufgefundenen DNS schließt, dass die vom Täter stammt, dann fällt ein Jugendlicher als Täter rechnerisch mit hoher Wahrscheinlichkeit raus. Selbst der ominöse "Chrissy", Mopedfahrer, jüngster "Tatumfeldbekannter" aus dem Fall M.B., wäre acht Jahre älter und damit kein "Jugendlicher" mehr gewesen.

Damit rutschen die Jugendlichen von 1981 ganz deutlich aus der ersten Reihe der Verdächtigen raus und man muss auch den zeitlichen Ablauf nicht zurechtbiegen. Das ist natürlich kein 100%iger Ausschluss, aber man kann sich etwas beruhigen.
Zitat von JoachimFranzJoachimFranz schrieb:Wenn das Mädchen, das durch Thingers geschleift wurde, nicht SH war, warum hat sie sich dann nie bei der Polizei gemeldet? Keine Anzeige, dass es von Jugendlichen angegriffen wurde, nichts den Eltern und Freundinnen erzählt.
Abgesehen davon, dass "gezerrt" nicht "geschleift" ist, muss sich das Mädchen gar nicht ernsthaft "angegriffen" gefühlt haben. Man beachte die zunehmende Dramatisierung, Aufregung der Wortwahl.
Zitat von JoachimFranzJoachimFranz schrieb:Mit dem Begriff "harmlos eingeschätzt" wäre ich vorsichtig. Ich bin da eher bei "mangelnder Zivilcourage". Ich weiß nicht wie Sie dazu kommen Hilferufe eines Mächens, das von einer Gruppe Jugendlichen abgeführt wird in die Rubrik "harmlos" einzuordnen. Was hätte denn das Mädchen noch rufen sollen, damit sie die Situation nicht in Rubrik "harmlos" einordnen?
"Abgeführt", jetzt komm´ mal runter. "Mangelnde Zivilcourage" ist eher heute ein beklagenswertes Phänomen, im Süddeutschland der 80er-Jahre habe ich das so nicht in Erinnerung. Wenn ich mal fragen darf: Was hat denn das Mädchen gerufen ( wörtlich bitte ), wenn Du schon fragst, was es denn "noch" hätte rufen sollen?
Bitte auch bei der Betrachtung dieses Fallaspekts nicht eine evtl. im Filmfall dargestellte Szene 1:1 übernehmen.

Die Anwohner haben das als eine harmlose Rangelei, als ein nach einem Fest etwas aus dem Ruder gelaufenes "Fangerles"-Spiel eingestuft. Da wird schon mal gejuchzt, gekreischt oder auch "Hilfe" gerufen. Zu dieser Zeit kein Grund zum Alarm. Dass sowas heute etwas anders betrachtetet werden muss, ist ebenfalls bedauernswert.

Dass sich kein anderes Mädchen im Nachgang gemeldet hat, ist ebenfalls kein zwingender Grund dafür, dass es sich um S.H. gehandelt haben muss.
Abgesehen davon, dass die Situation nicht ernsthaft bedrohlich gewesen sein muss, kann es sein, dass die Betreffende nur in den Ferien in Kempten war, zwischen Ereignis und Fahndungsbeginn weggezogen ist, aufgrund von Alkoholgenuss keine oder eine verzerrte Erinnerung an die Nacht hatte, Ärger mit Eltern befürchtete, wenn die Polizei kontaktiert wurde, vielleicht heimlich so spät noch unterwegs war und Strafe fürchtete und was der Dinge mehr sein mögen.
Jetzt, also nach all´ den Jahren kann es allen Beteiligten in Vergessenheit geraten sein, ja sie müssen nicht mal mehr leben.

MfG

Dew


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

26.01.2026 um 15:46
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Das Kennzeichen ist LL-NO 112
Das "O" (Buchstabe) gibt es noch nicht so lange als Buchstabe bei Kfz Kennzeichen (außer als Ortskennung), erst seit dem Jahr 2000, also definitiv nicht 1981.

Sofern es etwas konnotieren soll, dann könnte die Bedeutung sein: "NO 112", also nicht Feuerwehr. Sondern bspw. Malteser, Bundeswehr oder sogar Polizei. Sonjas Stiefvater war bei der Kripo und hatte sich zumindest in Widersprüche verwickelt, die sich aber nicht erhärten ließen.

So etwas ist aber alles etwas weit gegriffen, man ist dann schnell im Bereich des Spekulativen.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

26.01.2026 um 15:51
Hallo @Höhenburg

ich denke jetzt die PersoneN um die es geht sind die Leute bei denen Marion im xy Beitrag von 1974 im Bierzelt saß und die sich dann zur Schlägerei vors Zelt begaben. Ob das Rocker waren konnte ich jetzt nicht nachvollziehen.

Eine der sehr vielen möglichen Parallelen: Marion hatte zunächst mit (vermeintlichen) Jugendlichen zu tun bevor sie später an einen Erwachsenen geriet (Streit im Auto) und sehr nahe zum Wohnort ermordet wurde.

Das fiel mir auch erst jetzt auf - wie nahe es sowohl bei Marion als auch bei Sonja zum Zielort war. Da kommt mir die Idee, dass beiden Mädchen angeboten wurde sie (mit dem Auto?) nach Hause zu bringen und der Täter dann sehr kurz vor dem Zielort zuschlug. Das sieht fast wie ein Muster aus. Auch dass die beiden Mädchen deutlich älter aussahen als sie tatsächlich waren ist auffällig.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

26.01.2026 um 20:02
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Offensichtlich ist ja niemand die Strecke mit offenen Augen abgegangen, was eigentlich das Erste und Naheliegende wäre. Man hätte mit Sicherheit etwas gerochen oder auch gesehen.
Das finde ich einen sehr guten Einwand!
Wieso ist niemand die Strecke abgegangen - ODER - die Strecke wurde nach der Vermisstenmeldung abgegangen und eben nichts gefunden.
Das könnte bedeuten, Sonja wurde erst später dort abgelegt.
Ich konnte leider nichts finden, was nach der Vermisstenmeldung suchtechnisch von der Polizei gemacht wurde (oder eben nicht).
Zitat von JoachimFranzJoachimFranz schrieb:In vielen Beiträgen wird vermutet Sonja, wäre auf dem Weg zur Oma von einem Autofahrer aufgegriffen worden oder sie sei sogar als Tramperin freiwillig in ein Auto eingestiegen.
Also ich glaube selbst eine erwachsene Frau würde mitten in der Nacht nicht in ein fremdes Auto einsteigen, um zu Trampen. Und dann ein 13jähriges Mädchen?
Veto meinerseits - Quelle: eigene Erfahrung
Ich bin in diesem Alter ebenfalls schon per Anhalter gefahren, allein oder mit gleichaltriger Freundin zusammen - und auch als Jugendliche und junge Erwachsene allein.
Hört sich blöd an, aber "das war damals schon eingermaßen normal/üblich" = nicht ungewöhnlich / einzigartig
Zitat von BlackCat70BlackCat70 schrieb:Vom Geflügelten Rad nach Heiligkreuz kommt man nicht durch die Altstadt. Ich würde vermuten, dass Sonja durchs Haubenschloss zum heutigen Cambomare gegangen ist und dann den Fußgängerweg Richtung Mariaberger Straße genommen hat.
Denkst du, sie wäre diesen Weg gelaufen?
Da hätte sie ja eine Taschenlampe gebraucht - da war doch kein Licht und es war stockdunkel .... oder war in der Nacht zufällig Vollmond?
(ich war gedanklich immer auf dem Weg, Immenstädter runter, Salzstrasse, und nach der Kreuzung wieder hoch ---- allerdings bin ich den Weg, den du beschreibst, auch nie selbst gelaufen)
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Das fiel mir auch erst jetzt auf - wie nahe es sowohl bei Marion als auch bei Sonja zum Zielort war. Da kommt mir die Idee, dass beiden Mädchen angeboten wurde sie (mit dem Auto?) nach Hause zu bringen und der Täter dann sehr kurz vor dem Zielort zuschlug.
Du beschreibst das sehr gut - das wäre für mich auch eine plausible Darstellung.

Was ist, wenn es in beiden Fällen (Sonja / Marion) ein Taxifahrer war?
Die sind um die Zeiten rund um Feste noch unterwegs auf Kundschaft - und denen "vertraut" man auch nachts - plus, haben die vielleicht auch einen "Christopherus Anhänger" im Taxi? (im Fall Marion gefunden)






Zu dem Thema, mangelnde Zivilcourage im Thingers bei dem von Zeugen genannten "Vorfall" ... ich lasse euch als Quelle mal diesen Artikel hier, damit man sich ein Bild von den "Zuständen" im Thingers machen kann.
Richtig übel wurde es Mitte der 90er, aber auch vorher schon war das einfach ehrlich gesagt ein heftiger sozialer Brennpunkt.
Kempten, Mitte der 90er Jahre: In Thingers-Nord leben viele türkische Bürger. Andererseits kommen immer mehr deutschstämmige Familien aus Russland in diesen Stadtteil. Natürlich sprechen die Neuankömmlinge nur gebrochen Deutsch. Natürlich sind sie in einem anderen Kulturkreis aufgewachsen als die türkischen und deutschen Nachbarn. Viele von ihnen stammen aus einfachen Verhältnissen.
Solche Situationen sind nicht selten ein Nährboden für Neid, Missgunst, Abneigung, Hass. Eine explosive Melange, die im Norden der Allgäu-Metropole immer mehr zur Gefahr wird und zivilisiertes Miteinander auf den Kopf stellt. Gewaltbereite Jugendliche, russische und türkische, rotten sich zusammen. Einige von ihnen bewaffnen sich – mit Schlagstöcken, Messern, Pistolen. Kempten hat 1998 einen sozialen Brennpunkt, der sich immer wieder neu entzündet.
„Die Polizei“, erinnert er sich, „rückte regelmäßig in Mannschaftsstärke an. Für eine Streife mit zwei Polizisten wäre das manchmal viel zu gefährlich gewesen.“ Auseinandersetzungen, offene Gewalt, gettoähnliche Zustände: In Teilen seiner Gemeinde herrscht das blanke Chaos. Viele deutsche Bürger, die dort schon lange wohnen, kündigen ihre Mietverträge und ziehen weg.
Quelle: https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Allgaeu-Wie-Kempten-den-Bandenkrieg-stoppte-id29319237.html


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

26.01.2026 um 20:48
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:Denkst du, sie wäre diesen Weg gelaufen?
Da hätte sie ja eine Taschenlampe gebraucht - da war doch kein Licht und es war stockdunkel .... oder war in der Nacht zufällig Vollmond?
Guter Punkt, es war in jener Nacht offenbar stockdunkel.
In der Nacht vom 4. auf den 5. Juli 1981 war es in Kempten (Allgäu) astronomisch gesehen eher dunkel, da nur sehr wenig natürliches Mondlicht vorhanden war.
Hier sind die Details zur Helligkeit in dieser Nacht:
Mondphase: Am 4. Juli 1981 befand sich der Mond in der Phase des zunehmenden Sichelmonds (ca. 3 Tage nach Neumond). Die Mondsichel war sehr schmal und bot kaum Leuchtkraft. Zudem ging der Mond bereits am späten Abend unter, sodass die eigentliche Nacht ohne Mondlicht blieb.
Dämmerung: Da die Nacht nah an der Sommersonnenwende lag, herrschte eine kurze Nachtphase. Dennoch war es nach dem Ende der astronomischen Dämmerung (ca. gegen 23:30 Uhr) bis zum Beginn der Morgendämmerung (ca. 03:30 Uhr) bei klarem Himmel tiefdunkel.
Quelle: Gemini ai


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

26.01.2026 um 21:25
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:Denkst du, sie wäre diesen Weg gelaufen?
Da hätte sie ja eine Taschenlampe gebraucht - da war doch kein Licht und es war stockdunkel .
Ich würde zumindest vermuten, dass Sonja eher Richtung 'Stadtbad' oder Krankenhaus gegangen ist. Vielleicht nicht den dunklen Weg an der Rottach entlang, aber da sind noch weitere Straßen und Gassen. Das wird nicht mehr geklärt werden können. Und eigentlich ist es nicht relevant, da Sonja sehr wahrscheinlich bis nach Thingers gekommen ist.
Zitat von DewDew schrieb:Ärger mit Eltern befürchtete, wenn die Polizei kontaktiert wurde, vielleicht heimlich so spät noch unterwegs war und Strafe fürchtete und was der Dinge mehr sein mögen.
Das war mein erster Gedanke, warum sich sonst niemand gemeldet hat. Und es ist ja einige Zeit vergangen, bis die Anwohner ausgesagt haben. Wer weiß, ob die Eltern dem 'anderen' Mädchen geglaubt hätten.
Zitat von JoachimFranzJoachimFranz schrieb:Leute, die mangelnde Zvilcourage zeigen, sind immer dabei. Rudi Cerne war entsetzt über das Verhaltender der Anwohner. Ich weiß nicht, was deren Verhalten entschuldigt.
Zumindest das Ehepaar im Filmfall hatte kein Telefon zuhause und wollte nicht mitten in der Nacht zu einer Telefonzelle laufen. Keine Ahnung, wo damals überhaupt eine war.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

27.01.2026 um 08:04
allgäu.tv berichtete am 26.01.2026 über die ungeklärten Mordfälle an Sonja Hurler und Marion Baier.

Nach der XY-Sendung gingen bisher 130 Anrufe und Hinweise bei der Kripo ein. Es wird weiterhin um Einreichung von Fotos beider Stadtfeste und Hinweise zu Personen, die Berührungspunkte zu beiden Orten hatten, gebeten.


📺
https://www.xn--allgu-jra.tv/mediathek/video/mordfall-sonja-hurler-aus-kempten-neuigkeiten-nach-45-jahren/


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

27.01.2026 um 08:44
Sonja zu ihrer Mutter in der Gaststätte: "Gib mir den Schlüssel sonst gehe ich ohne!" Darauf übergibt die Mutter den Schlüssel an Sonja und ruft ihr noch hinterher "Aber mach mir nachher auf wenn ich komme!" Und leise zu sich selbst: "Und beschwere dich nicht wenn dir morgen die Füsse weh tun".
Am nächsten morgen kommt sie ganz aufgeregt beim Stiefvater an und ruft nach Sonja. Offensichtlich hatte sie also im Haus der Oma übernachtet und sucht nun hier nach ihrer Tochter.

Es stellt sich die Frage wie sie ins Haus der Oma kam. Stand die Tür offen oder gab es ein ihr bekanntes Versteck für einen Ersatzschlüssel? Falls die erste Antwort die richtige ist stellen sich natürlich weitere Fragen.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

27.01.2026 um 08:47
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Offensichtlich hatte sie also im Haus der Oma übernachtet und sucht nun hier nach ihrer Tochter.
Oder sie blieb in der Nacht in der Gaststätte und stellte am Morgen fest, dass niemand bei der Oma war und suchte sie dann (wann?) beim Lebensgefährten.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

27.01.2026 um 08:57
@sooma
@GrafOskar


Der ganze Ablauf mit Mutter und Stiefvater ist für uns zumindest nicht vollständig zu durchschauen. Ich habe mich auch gefragt, woher die Mutter wusste, dass SH nicht bei der Oma übernachtete. Und es stellt sich ja auch die Frage, ob der Stiefvater nachts bei seinem Besuch des Hauses der Oma bemerkte, dass SH nicht da war.

Letztlich denke ich, dass XY hier die Ereignisse/ Abläufe verkürzt dargestellt hat. Es ist ja auch für mögliche Zeugen eher nicht relevant, ob nun Mutter, Stiefvater, am morgen oder nachts oder wann auch immer das Verschwinden bemerkt haben. Oder wo die beiden jeweils die Nacht verbracht haben.

ich gehe davon aus, dass der Schlüssel bei SH gefunden wurde, es keine Hinweise darauf gibt, dass sie oder jemand anderes im Haus der Oma war.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

27.01.2026 um 08:59
Zitat von soomasooma schrieb:Oder sie blieb in der Nacht in der Gaststätte und stellte am Morgen fest, dass niemand bei der Oma war und suchte sie dann (wann?) beim Lebensgefährten.
Frühmorgens, der Stiefvater war noch im Morgenmantel beim Kaffeetrinken.
Dann wäre sie also sehr früh von der Gaststätte mit einem Taxi zum Haus der Oma gefahren um festzustellen, dass Sonja nicht dort ist. Das geht in der Tat auch ohne Schlüssel, wenn Sonja nicht auf ihr Rufen antwortet kann sie davon ausgehen, dass sie nicht anwesend ist und evtl. doch den weiten Weg gescheut hatte und beim Stiefvater übernachtet hat.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

27.01.2026 um 09:26
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Der ganze Ablauf mit Mutter und Stiefvater ist für uns zumindest nicht vollständig zu durchschauen. Ich habe mich auch gefragt, woher die Mutter wusste, dass SH nicht bei der Oma übernachtete. Und es stellt sich ja auch die Frage, ob der Stiefvater nachts bei seinem Besuch des Hauses der Oma bemerkte, dass SH nicht da war.

Letztlich denke ich, dass XY hier die Ereignisse/ Abläufe verkürzt dargestellt hat. Es ist ja auch für mögliche Zeugen eher nicht relevant, ob nun Mutter, Stiefvater, am morgen oder nachts oder wann auch immer das Verschwinden bemerkt haben. Oder wo die beiden jeweils die Nacht verbracht haben.
Evtl. kommt da die Aussage des Stiefvaters - mindestens drei Monate später bei seiner Befragung - ins Spiel der in dieser Nacht gegen halb eins am Haus der Oma fuhr und feststellen musste, dass niemand anwesend war. Das passt dazu, dass sich Sonja mit ihrer Mutter zu dieser Zeit noch in der Gaststätte aufhielt. Was weniger passt ist seine Aussage, dass er dorthin mit einem weissen(!) Taxi mit schwarzem Kotflügel fuhr. Der dazugehörige Taxifahrer wurde nie ausfindig gemacht.

Spannend wäre die Version, bei der das Haus der Oma nicht abgeschlossen war als die Mutter dort ankam. Dies hätte vor dem Auffinden der Leiche ihr angedrohtes und anfangs auch angenommenes Ausreissen eher bestätigt. Insofern kann die Frage ob das Haus abgeschlossen war oder nicht durchaus entscheidend sein.


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27.01.2026 um 11:56
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:ich gehe davon aus, dass der Schlüssel bei SH gefunden wurde, es keine Hinweise darauf gibt, dass sie oder jemand anderes im Haus der Oma war.
Im aktuellen Filmfall hat die Mutter SH ein Schlüsselmäppchen gegeben. Es ist aber auf dem Land oft so, daß man einen Schlüssel in einem Versteck hinterlegt oder, wenn man sich auskennt, einige Riegel zur Seite schiebend durch die Hintertür ins Haus gelangt.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

27.01.2026 um 19:42
Zitat von BlackCat70BlackCat70 schrieb:Das wird nicht mehr geklärt werden können. Und eigentlich ist es nicht relevant, da Sonja sehr wahrscheinlich bis nach Thingers gekommen ist.
Das stimmt wohl, dass es wahrscheinlich kaum noch geklärt werden kann.
Relevant wäre es höchstens, wenn man Info's bräuchte, "wo sie auf dem Weg vorbeigekommen ist" (= wer sie gesehen haben könnte / was an dieser Wegstrecke noch lag, z.B. Taxistände, Kneipen etc.)
Man weiss ja nicht 100%ig wie sie wirklich nach Thingers kam (per pedes oder mitgenommen).


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27.01.2026 um 19:44
Zitat von soomasooma schrieb:Oder sie blieb in der Nacht in der Gaststätte und stellte am Morgen fest, dass niemand bei der Oma war und suchte sie dann (wann?) beim Lebensgefährten.
Ich tendiere sogar zu der Möglichkeit, dass sie über Nacht bei jemand anderem (Kneipenbekanntschaft) war und nicht in Heiligkreuz, im Haus der Oma.
Und somit erst morgens merkte, dass Sonja nicht wieder zurück war.
(hätte sie das in der Nacht schon gemerkt, wäre sie doch aktiv geworden, oder?)


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27.01.2026 um 20:12
Zitat von DewDew schrieb:Abgesehen davon, dass "gezerrt" nicht "geschleift" ist, muss sich das Mädchen gar nicht ernsthaft "angegriffen" gefühlt haben.
Ob „gezerrt“ oder „abgeführt“, das ist Wortklauberei. Wie können Sie behaupten, dass sich das Mädchen nicht ernsthaft angegriffen gefühlt hat, wenn es um Hilfe ruft? Sie bagatellisieren diese Situation auf’s heftigste.
Zitat von DewDew schrieb:Die Anwohner haben das als eine harmlose Rangelei, als ein nach einem Fest etwas aus dem Ruder gelaufenes "Fangerles"-Spiel eingestuft. Da wird schon mal gejuchzt, gekreischt oder auch "Hilfe" gerufen.
Ein Fangerles-Spiel? Und da wird um Hilfe gerufen? Im XY-Film sind die Zeugen regelrecht entsetzt und sagen, dass das letzte, was sie gehört haben ein „entsetzlicher“ Schrei gewesen sei, „wie ein Todesschrei“ wortwörtlich. Und dann kommen Sie hier mit Fangerles-Spiel.
Zitat von DewDew schrieb:Dass sich kein anderes Mädchen im Nachgang gemeldet hat, ist ebenfalls kein zwingender Grund dafür, dass es sich um S.H. gehandelt haben muss.
Abgesehen davon, dass die Situation nicht ernsthaft bedrohlich gewesen sein muss, ..., aufgrund von Alkoholgenuss keine oder eine verzerrte Erinnerung an die Nacht hatte, Ärger mit Eltern befürchtete, wenn die Polizei kontaktiert wurde, vielleicht heimlich so spät noch unterwegs war und Strafe fürchtete
Ja klar, wenn das Mädchen, deren Schreie Anwohner damals in Thingers hörten, und mit ihren männlichen Freunden ein Fangerles-Spiel spielte, muss sie heute mit ihren 60 Jahren natürlich immer noch befürchten, dass sie von ihren 90jährigen Eltern gescholten wird, dass sie damals so spät noch in Kempten wohlmöglich alkoholisiert unterwegs war. Und deshalb kann sie natürlich nicht zur Polizei gehen und mitteilen, dass sie damals das Mädchen in Thingers war und nicht Sonja Hurler. Ironie Ende. - Unsinn. Dieser Mord in Kempten war damals regional so bekannt und jetzt bundesweit durch XY, dass, wenn es sich damals beim schreienden Mädchen in Thingers nicht um Sonja gehandelt hat, diese sich spätestens jetzt bei der Polizei melden würde. Kann sie aber nicht, weil es Sonja war und damals ermordet wurde.
Zitat von DewDew schrieb:Wenn man aus der in mittlerweile zwei, acht Jahre auseinanderliegenden Fällen, aufgefundenen DNS schließt, dass die vom Täter stammt, dann fällt ein Jugendlicher als Täter rechnerisch mit hoher Wahrscheinlichkeit raus...
Natürlich fällt aufgrund der DNS-Spur 1981 ein jugendlicher Täter raus. Habe ich doch auch geschrieben: "Durch all diese Punkte schließe ich mich der Meinung der Polizei an, dass der Mörder in den Reihen der „Jugendlichen“ zu suchen ist, wobei der Täter, wegen dem Mord bei Fürth 1973, zur Tatzeit in Kempten schon mindestens 22 oder 23 Jahre alt war." (26.01., 18.02).
Damit ist diese Gruppe von Personen, die man als „Jugendliche“ bezeichnete, aber nicht raus. Denn die Zeugen sahen die Szene von ihrem Fenster aus in der Nacht. Und deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass da auch jemand Ü20 drunter war.
Zitat von DewDew schrieb:...und man muss auch den zeitlichen Ablauf nicht zurechtbiegen.
Die Uhrzeit, wann Sonja alleine in der Nacht die Gaststätte verließ, ist ein ganz entscheidender Punkt. Im XY-Film wird sie nicht genau bezeichnet. Aber dass gegen 1 Uhr nachts das Taxi vor die Kneipe fuhr, um Sonja und ihre Mutter zum Haus der Großmutter zu fahren (anzusehen in der ZDF-Mediathek bei Minute 7:45 von Aktenzeichen-XY). Die Mutter überredet dann die Tochter noch zu bleiben und alle gehen zurück in die Kneipe. Dann kommt als nächstes die Filmszene, wo Sonja die Schlüssel verlangt und sich auf zum Haus der Großmutter aufmacht. Wieviel Zeit zwischen der Szene mit dem Taxi und dem Verlassen der Kneipe ist, wird nicht angegeben. Aber sicherlich schickt die Mutter gegen 1 Uhr nicht das Taxis fort und die Tochter hat dann nur noch 5 Minuten Geduld und verlässt um 1 Uhr die Kneipe. Da ist eher zu vermuten, dass die Tochter noch eine halbe bis eine Stunde Geduld hatte bis sie alleine los ging. Dann sind wir bei 1:30 bis 2 Uhr, als die Tochter alleine die Kneipe verlassen hat. Und dann braucht man mindestens 1 Stunde bis zum 5 km entfernten Ortsteil Thingers. Und deshalb passen die von den Anwohnern gehörten Hilfeschreie gegen 3 Uhr sehr wohl ins Zeitschema.
Nur weil Sie es irgendwo in den Medien anders gelesen haben (auf einer Seite von zdf.de steht was von 1 Uhr bei Verlassen der Kneipe), meinen Sie die Wahrheit zu wissen. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass die Polizei und Staatsanwaltschaft die Gruppe „Jugendlicher“, die gegen 3 Uhr zu hören war, weiterhin für die Hauptverdächtigen hält? Die haben ihre Informationen nämlich nicht aus den Medien sondern haben Mutter und Kneipenwirt befragt, wann Sonja die Kneipe verlassen hat. Und die sind auch intelligent genug, auszurechnen, ob der Zeitpunkt von Sonjas Verlassen der Kneipe bis zu den Ereignissen in Thingers zeitlich passt. Also wer biegt hier was zeitlich zurecht?


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

27.01.2026 um 20:23
Zitat von JoachimFranzJoachimFranz schrieb:Damit ist diese Gruppe von Personen, die man als „Jugendliche“ bezeichnete, aber nicht raus. Denn die Zeugen sahen die Szene von ihrem Fenster aus in der Nacht. Und deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass da auch jemand Ü20 drunter war.
Das denke ich auch. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die Jugendlichen gar nicht wissen dass EINER von ihnen dem Mädchen gefolgt ist nachdem sie von ihm abgelassen hatten. Das Geschehen zu gestehen dürfte schon schwierig gewesen sein, aber wenn dann noch hinzukommt, dass dieses Mädchen noch in dieser Nacht umgebracht wurde war das ein Grund mehr beschämt zu schweigen. Zumal das ganze zum Zeitpunkt der Entdeckung des Mordes ja schon 3 Monate her war.

Vielleicht geht einem der Beteiligten ein Licht auf, so wie das bei Petra Nohl der Fall war.


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