Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981
22.01.2026 um 07:062 Übergriffe an einem Abend, von dem der zweite tödlich endet, halte ich persönlich für zu viel Zufall.
Der zitierte Beitrag von Dancingfool wurde gelöscht. Begründung: VerdächtigungNaja, nach "rumgröhlen" klang das ja eher nicht. Hilferufe und Co, mehrere Typen, ein Mädchen und dann ein Schrei...? Da hätte auch in den Achtzigern so mancher die Polizei gerufen (es gab eine zweistellige Zahl an Leuten, die die Sache mitbekamen)
Im Rahmen einer neuerlichen Untersuchung nach modernen Analysemethoden gelang es der bei der Kriminalpolizei Fürth eingerichteten Arbeitsgruppe „Hainberg“ zwischenzeitlich, eine DNA-Spur an der Bekleidung von Marion Baier zu sichern. Eine Überprüfung ergab, dass diese DNA auch am Tatort des Mordfalls Sonja Hurler in Kempten gefunden werden konnte.Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/097073/index.html
Die Ermittler konzentrieren sich nun auf mögliche Zusammenhänge und Parallelen zwischen den beiden Fällen. Beide Taten ereigneten sich am ersten Juliwochenende. In Kempten fand das Stadtfest statt, während Marion Baier das Fischerfest in Zirndorf besucht hatte. Es wird davon ausgegangen, dass beide Mädchen Opfer eines Sexualdelikts wurden, ehe sie ermordet wurden. Zudem waren beide Mädchen zum Zeitpunkt der Tat etwa im selben Alter.
Dass man bei der Reihenuntersuchung damals wohlmöglich die falsche Personengruppe vor Augen hatte, wurde ja eingeräumt. Wenn das ein mobiler Täter war, lässt sich allerdings schwer eingrenzen, wo man da nochmal ansetzen könnte.abberline schrieb:Ich halte den Hinweis der Polizei, dass es sich bei den Jugendlichen auch um junge Erwachsene gehandelt haben kann, für denkbar.
An Monika Frischholz und das gelbe Coupé musste ich auch sofort denken.sallomaeander schrieb:Im Filmfall sieht man ein Auto, das ich nicht identifizieren kann, aber das an ein Audi 100 Coupé erinnert. Zufall?
Zur Erinnerung, ein Audi Coupé wurde vor einiger Zeit aus einem See geborgen.Das Auto wurde in Zusammenhang mit dem Fall der Monika Frischholz diskutiert.
sooma schrieb:soll aber in einen gelben Wagen gestiegen sein
Allerdings und das war mir entgangen oder entfallen:Bundesferkel schrieb:An Monika Frischholz und das gelbe Coupé musste ich auch sofort denken
Die Kriminalbeamten konnten außerdem einen alten Verdacht ausräumen. 1976 gab es einen einzelnen Zeugenhinweis, dass Monika im nahegelegenen Ort Floß in ein gelbes Auto gestiegen wäre. Das Fahrzeug sei mit dem Teilkennzeichen „LÜ“ für Lüdenscheid oder Lünen versehen gewesen. Die Ermittlungsgruppe hat aktuell eine Zeugin ausfindig gemacht, welche Monika Frischholz zum Zeitpunkt ihres Verschwindens zum Verwechseln ähnlich gesehen hatte. Diese lebte zur damaligen Zeit in Floß und konnte zu dem Fall befragt werden. Nach den vorliegenden Erkenntnissen und der Zeugenaussage der Frau gehen die Ermittler davon aus, dass der Hinweis auf das Auto nicht im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Monika Frischholz steht.Quelle: https://www.ok-bayern.de/ermittlungen-der-kriminalpolizei-weiden-zum-moeglichen-tod-von-monika-frischholz-erste-zwischenbilanz-der-ermittlungen.html (aus 2019)
Gleichzeitig konnte das im Filmfall gezeigte Einsteigen von Monika F. in ein zitronengelbes Auto ausgeschlossen werden. Grund war eine Verwechslung mit einem Mädchen aus dem Nachbarort. Im Oktober 2019 wurden die Ermittlungen im Fall Monika F. wieder eingestellt, da man weder die Leiche noch sonst was von Monika gefunden hat.Quelle: https://www.wikixy.de/Sendung_vom_20.05.1977
Das Bundeswehrzelt auf dem Schulfest könnte das Zelt eines Feldlazaretts gewesen sein, es gab in Kempten zur damaligen Zeit ein Sanitätsbataillon. Gut möglich, dass es noch am späten Abend bzw. in der Nacht abgebaut wurde und einer der Soldaten auf seinem Heimweg auf Sonja traf. Falls auf dem Fischerfest in Zirndorf 1973 ebenfalls Bundeswehrzelte zum Einsatz kamen wäre so eine Verbindung möglich, Berufsoldaten werden ja gerne mal an andere Standorte versetzt.Sophie98 schrieb:Ev. Jemand, der noch beim Abbau oder Aufräumen des Fests beschäftigt und danach auf dem Heimweg war?
Sehr ungewöhnlich, dass xy hier erwähnt, dass er Kriminalbeamter war und augenscheinlich ein Alkoholproblem hatte. Das wäre in den 70ern eher undenkbar gewesen. Dort wurden Polizeibeamte, die privat mit einem Fall zu tun hatten, verschwiegen oder zumindest nicht erwähnt, welchen Beruf sie hatten.Pesca schrieb:1. Das mit dem Konflikt mit dem neuen Partner (dessen Namen geändert wurde) der Mutter hatte ich noch nirgends gelesen. Oder war euch das bekannt? Es heißt aber ja auch im Filmfall, der Verdacht habe sich nicht erhärtet.
Selbst wenn er an einen Taxi-Schwarzfahrer geraten ist, müßte ihn auf der Strecke jemand gesehen haben. Entweder beim Einstieg in Kempten oder am Haus der Oma.sören42 schrieb:Er gibt an, zum Haus der verstorbenen Großmutter gefahren zu sein, mit einem Taxi mit "schwarzem Kotflügel".
Da würde ich keine voreiligen Schlüsse ziehen.sören42 schrieb:Zuletzt stellt sich die Frage, was er da genau wollte. Dass das Mädchen verschwunden war, erfuhr er ja erst durch seine Frau. Da sollte die Fahrt nach Heiligkreuz aber schon stattgefunden haben.
Die Vernehmung war Monate später, da braucht er wegen einer Alkoholfahrt nicht zu lügen.Bundesferkel schrieb:Die Taxi-Geschichte könnte er sich ausgedacht haben, weil er nicht zugeben wollte, unter Alkohol selbst gefahren zu sein. Einmal mit dieser Geschichte aufgefahren, konnte er dann nicht mehr zurückrudern.
Das Taxi hatte nach seinen Angaben "vorne rechts einen schwarzen Kotflügel", was auf einen notdürftig reparierten Unfallschaden hindeutet. Zwischen der Fahrt und der Befragung lagen 3-4 Monate, da könnte der Kotflügel nachlackiert oder der Wagen gar nicht mehr im Betrieb gewesen sein.sören42 schrieb:Er gibt an, zum Haus der verstorbenen Großmutter gefahren zu sein, mit einem Taxi mit "schwarzem Kotflügel". Die Polizei (Kollegen des Stiefvaters) können kein solches Taxi ausfindig machen. Taxis sind in DE aber lizenziert und deren Fuhrpark damit bekannt. Andererseits fragt man sich, wieso er, falls es eine Schutzbehauptung war, unnötig so ein Detail angibt, was einer Prüfung nicht stand hält.

Teilweise in den 80ern, aber nicht 1973 und schon gar nicht mit den damals aktuellen Modellen „Olympia“ (Typ 3010), „Italia“ (Typ 302), „Gazelle blau“ (Typ 3100) oder „Allround“ (Typ 3070).-Dandelion- schrieb:Adidas war Ausstatter der "Sportkleidung" für die Soldaten

Hallte ich mittlerweile für einen sehr interessanten Ansatz. Egal woher es kam, es gab scheinbar ein Auto, da ein Zeuge ja wohl angegeben hat, dass er ein Auto wegfahren gehört hat.kaleko schrieb:Auch das Schulfest in Thingers wurde nochmal extra hervorgehoben, ich spekuliere jetzt mal wild, diese Jugendlichen haben Sonja herumgezerrt, aus der Richtung Schulfest kam jemand mit einem Fahrzeug dem Mädchen zu Hilfe und hat sie mitgenommen, sie war natürlich froh.
Na ja, denn Rest kann man sich glaub ich denken.