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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

268 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 17:48
Hallo @Dew , hallo @Slaterator , hallo @alle !
Zitat von DewDew schrieb:Die Eltern zeigen hier nicht wirklich Kontrolle, geschweige denn Beunruhigung. Dass die Tochter fehlte, geschweige denn wie die "Schulbesuchslogistik" unter diesen Umständen ausgesehen haben mag, schien nicht zu jucken.
Zitat von DewDew schrieb:Im Vergleichsfall S.H. 1981 ging man mit dem Alkoholgenuss der Eltern, mit den Fluchten ins Haus der Großmutter, mit der Tatsache, dass die Tochter mitten in der Nacht noch mit der Mutter in der Kneipe hockte, etc, seitens xy etwas offener um, habe ich den Eindruck.
Hier hast du einen Punkt angesprochen, den ich in der Frage "braves Mädchen" oder "nicht braves Mädchen" gepackt habe.

Im neuen Filmfall über Sonja Hurler hatte man geschildert das sie aus schwierigen Verhältnissen stammte, der Stiefvater wird als Trinker dagestellt und die Mutter als verantwortungslose Alkoholikerin, die ihre Tochter in der Nacht 6 km alleine laufen läßt, weil sie lieber in der Kneipe weiter trinkt. Auch der Wirt kommt nicht gut weg. Die geschilderten Ereignisse sind aber über 40 Jahre her, wenn die betreffenden Personen heute noch leben, wird man sie kaum auf der Straße erkennen und ansprechen.

Die Familienverhältnisse von Marion Baier könnten ähnlich schwierig gewesen sein und möglicherweise kam sie häufiger in der Nacht nach Hause oder hat die Oma als "Alibi" gebraucht. Über die Familienverhältnisse geht die Sendung hinweg und die Berichte von Chrissy scheinen von Freundinnen zu stammen und nicht von der Familie. Auch in diesem Punkt läßt der Filmfall von 1974 zu wünschen übrig.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 17:55
Zitat von DewDew schrieb:Ich sehe diesen Fall ähnlich wie Du und für mich ist der ominöse "Chrissy" noch nicht "vom Haken".
Absolut! Für mich ist "Chris"(wer weiß, ob das wirklich sein Name war) nach wie vor, gerade auch wegen seiner Verschwindibusnummer nach dem Mord, einer der Topverdächtigen im Fall. Selbst wenn er unbeteiligt war, wäre er ein immens wichtiger Zeuge. Nicht nur wegen der Tat an sich, sondern vor allem die Gesamtumstände, das ist für die Ermittler nicht weniger wichtig.
Da er aber schlagartig völlig abtauchte, halte ich eine Verstrickung in den Mord für sehr wahrscheinlich. Selbst wenn er der Familie Baier nicht mehr gegenübertreten wollte, eine Aussage bei der Polizei, schließlich war seine Freundin (es sei dahingestellt wie tief und fortgeschritten diese Freundschaft war) umgebracht worden, hätte ihn nichts gekostet und geholfen. Das dies nie geschah, legt nahe, daß er Grund hatte, eine Aussage zu fürchten. Und da gibt es nicht viel Auswahl warum wohl.
Zitat von DewDew schrieb:Es fällt, trotz zunehmenden Informationen ( was ich für einen so alten Fall für sensationell halte ) schwer, irgendwas komplett auszuschließen.
Das ist sensationell und zeigt auch, wie sehr der Fall die Ortschaften dort berührt hat. Laut den Fürther Ermittlern sind es um die 140 neue(!) Hinweise gewesen, daß heißt die Gesamtzahl der Hinweise scheint noch höher gewesen zu sein, für einen Fallkomplex der mehr als ein halbes Jahrhundert zurückliegt, ist das umwerfend. Selbst 140 Hinweise gesamt wären schlicht super.
Zum Vergleich gibt es aktuelle XY-Fälle, da kann man die Zahl der eingegangenen Hinweise an den Fingern abzählen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 18:07
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Über die Familienverhältnisse geht die Sendung hinweg und die Berichte von Chrissy scheinen von Freundinnen zu stammen und nicht von der Familie. Auch in diesem Punkt läßt der Filmfall von 1974 zu wünschen übrig.
Da habe ich ehrlich gesagt eine andere Meinung, zumindest im Fall von Marion. Familienverhältnisse gehören für mich nicht an die Öffentlichkeit, es sei denn die Familie wünscht dass genauere Details in den Film kommen. Es werden (leider) auch Kinder und Jugendliche überfallen die aus völlig intakten Verhältnissen stammen, Kinder halten sich auch manchmal einfach nicht an Absprachen, wenn Marion gegen 20 Uhr noch im Festzelt war muss es nicht unbedingt sein dass das im Sinne der Eltern war. Persönliche Dinge der Familie hier zu diskutieren finde ich sollte man nicht, ich wüsste auch nicht wie es zur Aufklärung dieses Falles dienlich sein könnte.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 18:58
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Hätte man statt eines VW mit amerikanischen Kennzeichen einen VW Käfer mit unbekannten Kennzeichen und statt des gelben Targa einen hellen Opel Kadett unbekannter Baureihe verwendet, hätten im Aufnahmestudio die Telefondrähte geglüht.
Da baut man also nach dieser These völlig unrealistische, nicht real existente Phantasiefahrzeuge inkl. einer Auseinandersetzung zwischen Mann und Frau in einem der Fahrzeuge ein, nur weil man zusätzliche Filmsequenzen braucht, die den Filmbeitrag künstlich verlängern aber dazu dann auch keine Hinweise eingehen sollen? Tut mir Leid, aber das halte ich jetzt tatsächlich für völlig unrealistisch. Natürlich darf man Filmbeiträge von Aktenzeichen Xy nicht 1:1 für realistische, der Ermittlungsakte entsprechende Darstellungen halten und es werden auch in alle Filmfälle sicherlich Dramatisierungen, fiktive Dialoge, falsche(s) Kulissen/Örtlichkeiten, Wetter, Personen, Fahrzeuge usw. eingebaut. Aber das man zwei Zeugensichtungen vom Tatort inkl. Fahrzeugen und einer fiktiven Kampfhandlung erfindet, kann ich mir nicht vorstellen. Das ginge zu weit.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ist es da -aus Sicht der Marion- nicht viel einfacher, erfolgversprechender und nahliegender die Handbremse zu ziehen oder zu versuchen die Seitenscheibe herunterzukurbeln und auf sich aufmerksam zu machen?
(...) Wen hätte sie denn da auf sich aufmerksam machen sollen? Da war doch nichts.
Und 1973 mal eben die Fensterscheibe runterkurbeln? Wie lange soll so ein mädchenschändender Fahrer denn dabei einfach ruhig zuschauen?.
Das da nichts war, trifft nur auf die Straße durch das Baugebiet zu. Als der Täter ihren Wohnort passierte, war noch Bebauung ggf. auch Personen unterwegs. Da hätte sie ja auch schon etwas gegen ihre Verschleppung unternehmen können. Das mit dem Fenster war da jetzt nur ein Beispiel. Aber auf den Zündschlüssel ist -glaube ich- in so einer Situation noch niemand gekommen. Zumindest ist mir da kein Fall bekannt. Zudem muss sie sich dafür sehr weit nach links strecken und sie befindet sich direkt am Lenkrad, so das der Täter sofort zugreifen und ihre Hand/den Arm fassen kann. Wie soll sie da den Schlüssel drehen und abziehen, ohne das der Täter unmittelbar reagiert? Für mich so nicht praktikabel.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Und in der Annahme sie saß in einem Wagen stadtauswärts, dann hat sie den erfolgversprechendsten Fluchtweg gewählt. Nach Westen und in Richtung Bebauungen.
Das hätte ihr den größten Vorsprung eingebracht, da der Fahrzeugführer erstmal ums ganze Auto rum musste, bevor er hinter ihr her sprinten konnte.
Kann ich so nicht nachvollziehen. Der Täter musste nicht um das ganze Fahrzeug. Dieser "Vorsprung" hat ja dann auch nicht sonderlich viel gebracht. Er hat sie ja noch auf der Brachfläche/im Baugebiet geschnappt. Sie kam also nicht weit.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Und zur Handbremse.... was soll das bringen? Die nimmt der Fahrt nur ein wenig Schwung. Mehr nicht.
Der Handbremshebel war vom Beifahrersitz aus leicht und schnell zu erreichen und hätte den Täter zu einer Reaktion gezwungen. Das er dafür das Fahrzeug anhält oder zumindest so verlangsamt das sie aussteigen und weglaufen könnte, war nicht unrealistisch. Von daher eine naheliegendere Aktion als die Zündung zu unterbrechen und den Schlüssel zu klauen.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Fischerfest 1973 gegen 23 Uhr.
Ein Fahrzeug steht auf der Hainbergstraße sozusagen mitten in der offenen Landschaft rum. Sexualstraftäter machen für gewöhnlich nicht so aufsehenerregendes Parken während des Tatablaufes.
Von daher ist das für mich schon ein sehr starkes Indiz, dass irgendetwas genau diesen Wagen gegen den Willen eines Täters zum Stehen gebracht haben müsste.
Richtig. Wenn es sich zum Beispiel bei dem Porsche um das Tatfahrzeug gehandelt hat, dann kam es während der Fahrt zu einer so starken Abwehrreaktion des Opfers, dass der Täter das Fahrzeug unmittelbar stoppen und das Opfer bändigen musste. Dem Opfer gelang dabei entweder die Flucht oder der Täter zerrte sie mit unmittelbarer Tatabsicht aus dem Fahrzeug.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Und gerade die Gefahr des Einrasten des Lenkradschlosses sorgt doch dafür, dass der Fahrer noch bis kurz vorm Stillstand des Fahrzeuges mit gerade halten des Lenkrades fokussiert ist.
Aber hier baue ich in meine Annahme, dass der Anhänger am
Das braucht keinen Fokus. Er muss nur vollbremsen und zusehen das er den Schlüssel wieder bekommt. Jede Lenkbewegung war ohne Zündschlüssel ja unmöglich ohne einrastendes Schloss.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Aber hier baue ich in meine Annahme, dass der Anhänger am Schlüsselbund hing, mal mit ein, dass sie die Zündung zwar unterbrochen bekam, jedoch beim Versuch den Schlüssel aus dem Zündschloss zu ziehen, schon den Anhänger vom Bund gerissen hatte.
Später ergänzt du:
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:(...) da kommt mir einfach nichts, warum Täter oder Opfer den mit nach draußen genommen haben sollten.
Genau! Wenn es ein Anhänger am Fahrzeugschlüssel war und er bei irgendeiner Aktion innerhalb des Fahrzeuges abgerissen sein sollte, warum wurde er dann draußen in der Nähe des Opfers gefunden? Da ist für mich jetzt kein passender Grund ersichtlich. Er wäre mutmaßlich im Fahrzeug verblieben oder auf der Straße gefunden worden. Warum sollte Opfer oder Täter einen abgerissenen Anhänger zum Tatort mitnehmen?
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Später kann das dann im Zuge der Ermittlungen zwar auffallen, aber ohne Beweise könnte man ihm nicht viel wollen.
Vom Mord bis zur Sendung XY ist genug Zeit vergangen und sicher wurden vor Produktion des Filmfalles auch nochmal alle Erkenntnisse, Zeugenaussagen usw. gesichtet worden sein. Wäre der Zeuge der Porschesichtung jener Chris(sy) gewesen, hätte man das sicher erkannt und ihn nicht mehr in den Filmbeitrag einfließen lassen.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:In den 70ern sind Autos dieser Kategorie nicht einfach mal so eingeparkt worden, andere Zeit.
Stellst du das jetzt einfach nur so in den Raum oder kannst du das begründen/näher erklären? Was bedeutet "nicht einfach mal so eingeparkt" bitte?
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Was mich etwas verwundert, es wird immer nur vom Fischerfest am Sonntag, dem 01.07.1973 gesprochen. Marion hatte ihren Eltern nicht verraten, dass sie dorthin will, eigentlich nur zur Oma. Gab es da einen Grund dies zu verheimlichen? War Marion vielleicht schon am Freitag oder Samstag dort, eventuell auch mit Familie oder Freundinnen? Hat Marion an den Tagen davor Jemanden auf dem Fest zufällig kennengelernt, den sie unbedingt noch einmal am Sonntag sehen wollte?
Das ist ein sehr guter Gedanke! Warum sprach sie nur von dem Besuch bei der Oma, obschon das offensichtlich nicht das primäre Vorhaben von ihr war? Ich bezweifle, ob sie unbemerkt schon an den Vortagen auf dem Fest war, weil sie neimand gesehen oder getroffen hat. Aber warum sie den Festbesuch den Eltern/der Oma gegenüber gar nicht erwähnte, ist sehr bemerkenswert. Da hast du vollkommen Recht.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Die Kripo hat doch sicher schon nach damaligen Fotos und Filmaufnahmen beim Fischer-/ Heimatverein oder Stadtarchiv nachgefragt?
Ich hoffe es. Das wäre sehr naheliegend, erst einmal alle "typischen" Bildquellen abzufragen.
Zitat von DewDew schrieb:Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass genau so ein Bauwagen die von Dir immer wieder argumentierte mangelnde Eignung einer Großbaustelle für romantische Zweisamkeit komplett umkehrt.
Damit entfällt das Auto als unbedingt notwendig und Moped oder Schusters Rappen rücken vor.
Der User @Retsiemfoh bemerkt:
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Aber die beiden Bauwagen werden doch verschlossen gewesen sein. Und wenn die aufgebrochen wären, dann wüssten wir das bestimmt.
Ein Bauwagen ist natürlich keine Festung und wie du @Dew in deinen Folgebeträgen dann zurecht auch angibst, kann der Täter z.B. ein simples Bügelschloss oder ein Fenster mit oder ohne Schlüssel ohne großen Aufwand geöffnet haben. Aber sollte das auch tatsächlich geplant gewesen sein? Das denke ich weniger. Ein Einbruch kostet schon etwas Überwindung. Dazu kommt die fortgeschrittene Uhrzeit. Da Marion erst 12 war, am nächsten Tag Schule hatte und eigentlich nur unter dem Vorwand Oma zu besuchen aufgebrochen war, wäre eine Rückkehr sowohl zur Oma, als auch zu ihren Eltern nach 21 Uhr sicher nicht ohne Konsequenzen geblieben. Wie sollte sie das plausibel erklären ohne sich um Kopf und Kragen zu reden und dem sicherlich berechtigt drohendem Ärger zu entgehen? Ich glaube nicht das sie freiwillig dort war. Auch nicht daran, dass sie spontan einen Bauwagen aufbrachen um Zärtlichkeiten auszutauschen. Es ist alles möglich, aber in meinen Augen derzeit eher weniger wahrscheinlich.
Zitat von DewDew schrieb:Die Eltern zeigen hier nicht wirklich Kontrolle, geschweige denn Beunruhigung. Dass die Tochter fehlte, geschweige denn wie die "Schulbesuchslogistik" unter diesen Umständen ausgesehen haben mag, schien nicht zu jucken.
Bei der Oma übernachten, o.k., konnte sie sich da waschen und frisch anziehen? Wann wäre aufzustehen gewesen, wenn man vor der Schule noch zu Hause vorbeimußte, frühstücken und das Schulzeug holen?
Ich bekomme bei solchen Fragestellungen den Eindruck, die Eltern hatten mit sich zu tun.
Ich gebe dir bei diesen Einschätzungen vollkommen Recht. Wir haben es hier offensichtlich mit "Eltern" zu tun, die ihrer Aufgabe der Erziehung, Förderung, Schutz und Versorgung des eigenen Kindes und der damit verbundenen Verantwortung nicht nachkommen konnten oder wollten. Das ist natürlich sehr tragisch und traurig. In wie weit Marion allerdings diese Situation für ihre Zwecke ausnutzte, z.B. um unbemerkt etwas eigentlich "verbotenes" oder zumindest unerwünschtes zu tun, ist natürlich Spekulation. Ob diese Situation den Rahmen bot, tatsächlich unbemerkt und ohne Konsequenzen irgendwann am späten Abend oder in der Nacht heimzukommen, wage ich vorsichtig zu bezweifeln, halte es aber unter solchen Umständen definitiv für möglich. Ist also eine wichtige und richtige Feststellung von dir.
Zitat von DewDew schrieb:Im Vergleichsfall S.H. 1981 ging man mit dem Alkoholgenuss der Eltern, mit den Fluchten ins Haus der Großmutter, mit der Tatsache, dass die Tochter mitten in der Nacht noch mit der Mutter in der Kneipe hockte, etc, seitens xy etwas offener um, habe ich den Eindruck.
Der User @Gildonus ergänzt:
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Im neuen Filmfall über Sonja Hurler hatte man geschildert das sie aus schwierigen Verhältnissen stammte, der Stiefvater wird als Trinker dagestellt und die Mutter als verantwortungslose Alkoholikerin, die ihre Tochter in der Nacht 6 km alleine laufen läßt, weil sie lieber in der Kneipe weiter trinkt. Auch der Wirt kommt nicht gut weg.
Ja definitiv. Hier wurde sogar -für XY Verhältnisse- sehr schonungslos auf die Familiensituation hingewiesen. Versetzt man sich in die Lage der Mutter und auch deren damaligen Freundes (der ja angebl. sogar Polizist war), dürfte nach der Ausstrahlung des Filmfalles die Reputation ziemlich zerstört sein. Was mich in diesem Zusammenhang wundert ist, warum die Mutter von Sonja diesen Wirt nicht sofort erkannte, obschon die Kneipe angeblich ihrer Familie gehört?! Wem eigentlich genau? Wie oft war sie dort Gast und musste sie dort auch zahlen?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 19:11
@Slaterator :

Von hier:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ich gebe dir bei diesen Einschätzungen vollkommen Recht. Wir haben es hier offensichtlich mit "Eltern" zu tun, die ihrer Aufgabe der Erziehung, Förderung, Schutz und Versorgung des eigenen Kindes und der damit verbundenen Verantwortung nicht nachkommen konnten oder wollten. Das ist natürlich sehr tragisch und traurig. In wie weit Marion allerdings diese Situation für ihre Zwecke ausnutzte, z.B. um unbemerkt etwas eigentlich "verbotenes" oder zumindest unerwünschtes zu tun, ist natürlich Spekulation.
über hier:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das ist ein sehr guter Gedanke! Warum sprach sie nur von dem Besuch bei der Oma, obschon das offensichtlich nicht das primäre Vorhaben von ihr war? Ich bezweifle, ob sie unbemerkt schon an den Vortagen auf dem Fest war, weil sie neimand gesehen oder getroffen hat. Aber warum sie den Festbesuch den Eltern/der Oma gegenüber gar nicht erwähnte, ist sehr bemerkenswert.
nach hier:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ein Bauwagen ist natürlich keine Festung und wie du @Dew in deinen Folgebeträgen dann zurecht auch angibst, kann der Täter z.B. ein simples Bügelschloss oder ein Fenster mit oder ohne Schlüssel ohne großen Aufwand geöffnet haben. Aber sollte das auch tatsächlich geplant gewesen sein? Das denke ich weniger. Ein Einbruch kostet schon etwas Überwindung.
halte ich den mutmaßlichen Verlauf für eine nicht allzu abwegige Folge von Ereignissen, eine Entwicklung mit einer gewissen Eigendynamik. Natürlich geplant und maßgeblich vorangetrieben von ihrem Begleiter.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 19:22
Hallo @321meins , hallo @alle !
Zitat von 321meins321meins schrieb:Da habe ich ehrlich gesagt eine andere Meinung, zumindest im Fall von Marion.
Wie man es nimmt !

Wenn man mit Hilfe der Öffendlichkeit eine Straftat aufklären will, ist man gezwungen die "Hose runter" zu lassen, zumindest ein Stück weit. Im Mordfall Sonja Hurler hätte man vermutlich einige Kunstgriffe verwendet um die Sache etwas freundlicher dazustellen, wenn der Mord "nur" ein oder zwei Jahre her gewesen wäre. Sendungen von Aktenzeichen XY sind immer ein Spagat zwischen Verbrechensaufklärung und Unterhaltung. Bei der Darstellung des Mordfalles Marion Baier überwiegt aber aus meiner Sicht der Unterhaltungswert deutlich.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Aber das man zwei Zeugensichtungen vom Tatort inkl. Fahrzeugen und einer fiktiven Kampfhandlung erfindet, kann ich mir nicht vorstellen. Das ginge zu weit.
Warum nicht ? Hier geht es um Unterhaltung und wenn man nichts mit Substans zu bieten hat.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 19:43
@Gildonus
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Sendungen von Aktenzeichen XY sind immer ein Spagat zwischen Verbrechensaufklärung und Unterhaltung.
Ich würde es nicht einfach so als "Unterhaltung" bezeichnen. Ich sehe die Schwierigkeit darin, die Zuschauer aufmerksam zu machen, zu halten und am Ende dazu zu bringen, sich auch noch zu melden, falls ihnen was dazu einfällt.
Dazu werden sicher Details geschönt oder abgemildert, aber dass man sich allzuweit von den realen Ereignissen entfernt, halte ich für eher unwahrscheinlich. Das wäre kontraproduktiv.

Eher wäre ich bereit anzunehmen, dass die Zeugen, die anriefen, sich in Tag oder Zeit irrten, während ich die geschilderten Ereignisse durchaus für real halte.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 20:20
Danke an's @Bundesferkel, jetzt kennen wir mit "Eichenhain" den genauen Festplatz! Jetzt fehlt nur noch eine Angabe, ob das Fischerfest an mehreren Tagen stattfand.
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:1973 fand das Fischerfest meines Wissens nach am Eichenhain statt und dieser befindet sich am Rande des Stadtparks.
.

Ein Detail ist mir noch im Filmfall XY vom 13.12.1974 aufgefallen. Bei 16:55 min erwähnt Eduard Zimmermann, dass blaue Baumwollfasern an der Bekleidung von Marion gefunden wurden, ein Täter der Jeans trug!

Warum wird diese Faserspur jetzt nicht mehr erwähnt?


IMG-20260202-WA0008


Also muss doch diese Jeans nach diesem stattgefundenen Kampf auf dem Baufeld irgendwie total verdreckt und sogar beschädigt gewesen sein? Kann sich da sogar eine Mutter oder Ehefrau erinnern, dass der Sohn/Freund/Mann sich vielleicht eine neue teure Jeans kaufen musste?


Und was waren das eigentlich für Typen die im Festzelt mit an Marions Tisch saßen? Gehörten die Jungs mit den Lederjacken in den Ort oder waren das "Auswärtige"? Die Kripo wird sie doch sicher alle überprüft haben?


IMG-20260202-WA0009

.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das wäre sehr naheliegend, erst einmal alle "typischen" Bildquellen abzufragen.
Was denkst Du @Slaterator, nach was werden die Ermittler auf den Fotos suchen? Vielleicht nach einem Typen mit Bluejeans, Adidas-Turnschuhen und einer Christopheruskette? Gibt es da schon moderne KI-Programme die man zum Einsatz bringen könnte?



Bildquellen:
Spoiler https://www.ardmediathek.de/video/abendschau/cold-case-fuerther-kripo-macht-fortschritte-im-mordfall-marion-baier/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNVdPMDE3NDkyQTAvc2VjdGlvbi85ODNmYmU5OC0wNGI1LTRiNDQtYjU1MS0xY2IyOTk3OWIyNGU


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

um 00:32
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Absolut! Für mich ist "Chris"(wer weiß, ob das wirklich sein Name war) nach wie vor, gerade auch wegen seiner Verschwindibusnummer nach dem Mord, einer der Topverdächtigen im Fall. Selbst wenn er unbeteiligt war, wäre er ein immens wichtiger Zeuge. Nicht nur wegen der Tat an sich, sondern vor allem die Gesamtumstände, das ist für die Ermittler nicht weniger wichtig.
Da er aber schlagartig völlig abtauchte, halte ich eine Verstrickung in den Mord für sehr wahrscheinlich. Selbst wenn er der Familie Baier nicht mehr gegenübertreten wollte, eine Aussage bei der Polizei, schließlich war seine Freundin (es sei dahingestellt wie tief und fortgeschritten diese Freundschaft war) umgebracht worden, hätte ihn nichts gekostet und geholfen. Das dies nie geschah, legt nahe, daß er Grund hatte, eine Aussage zu fürchten. Und da gibt es nicht viel Auswahl warum wohl.
Das sehe ich genauso. ER muss nicht der Täter sein, aber das er plötzlich von der Bildfläche verschwand macht ihn schon verdächtig. Aber einen jungen lispelnden Mopedfahrer mit knallroten Helm hätte man doch finden müssen, zumal falls er dort aus der Gegend kam.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ein Bauwagen ist natürlich keine Festung und wie du @Dew in deinen Folgebeträgen dann zurecht auch angibst, kann der Täter z.B. ein simples Bügelschloss oder ein Fenster mit oder ohne Schlüssel ohne großen Aufwand geöffnet haben. Aber sollte das auch tatsächlich geplant gewesen sein? Das denke ich weniger. Ein Einbruch kostet schon etwas Überwindung. Dazu kommt die fortgeschrittene Uhrzeit. Da Marion erst 12 war, am nächsten Tag Schule hatte und eigentlich nur unter dem Vorwand Oma zu besuchen aufgebrochen war, wäre eine Rückkehr sowohl zur Oma, als auch zu ihren Eltern nach 21 Uhr sicher nicht ohne Konsequenzen geblieben. Wie sollte sie das plausibel erklären ohne sich um Kopf und Kragen zu reden und dem sicherlich berechtigt drohendem Ärger zu entgehen? Ich glaube nicht das sie freiwillig dort war. Auch nicht daran, dass sie spontan einen Bauwagen aufbrachen um Zärtlichkeiten auszutauschen. Es ist alles möglich, aber in meinen Augen derzeit eher weniger wahrscheinlich
Auch das sehe ich ähnlich. Ich glaube auch nicht das Marion mit ihren 12 Jahren so lange abends noch unterwegs sein durfte. Und das kann schon sein das es nicht mehr freiwillig war, aber mal angenommen es war dieser Chrissy, und sie war verliebt in ihn, dann wird sich auch mal darüber hinweggesetzt das man zu einer bestimmten Uhrzeit Zuhause sein sollte und nimmt dafür dann Schelte in Kauf. Da wird dann einfach gelogen das man noch eine Freundin getroffen hat als Bsp.


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