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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

457 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

06.02.2026 um 15:38
Schaut man sich die Fälle von Marion Beier und Sonja Hurler in Bezug auf mögliche Spuren an, fällt auf, dass es bei Sonja fast keine Anhaltspunkte für einen Täter gibt. Bei der Beobachtung der Jugendlichen würde ich den Täter nicht verorten.
Bei Marion hingegen gibt es mehrere Hinweise: Beobachtungen mit dem VW und dem gelben Porsche, das Medaillon, der Schuhabdruck und die Bekanntschaft mit einem Jungen, der danach nie wieder auftauchte.
Dank des Spur-Spur-Treffers weiß man, dass es sich um denselben Täter handelt. Bei Sonja könnte es eher eine Zufallstat gewesen sein, während Marions Situation deutlich geplanter wirkt. Dass sie sich scheinbar alleine auf dem Fest aufhielt, lässt den Eindruck entstehen, dass sie auf jemanden gewartet haben könnte.
Welche Verbindung der Täter acht Jahre später nach Kempten hatte, bleibt fraglich. Sein Vorgehen, die Verbindung zum Fest und der Zeitpunkt – das erste Juli-Wochenende – bleiben jedoch gleich.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

06.02.2026 um 15:59
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Welche Verbindung der Täter acht Jahre später nach Kempten hatte, bleibt fraglich. Sein Vorgehen, die Verbindung zum Fest und der Zeitpunkt – das erste Juli-Wochenende – bleiben jedoch gleich
Der Täter könnte doch aus beruflichen Gründen oder der Liebe wegen nach Kempten gezogen sein. Oder dort Freunde oder Verwandschaft hatte, selbst einen Urlaub dort verbracht hat.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

06.02.2026 um 16:45
@dergärtner01

Interessanter Ansatz.
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Schaut man sich die Fälle von Marion Beier und Sonja Hurler in Bezug auf mögliche Spuren an, fällt auf, dass es bei Sonja fast keine Anhaltspunkte für einen Täter gibt.
Ich darf präzisieren:
Im Fall S.H. wurden weniger Ansätze kommuniziert. Was die EB tatsächlich wissen und haben, wissen wir nicht.
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Bei der Beobachtung der Jugendlichen würde ich den Täter nicht verorten.
Unter der Voraussetzung desselben Täters, der im zweiten Fall acht Jahre älter war, werden die tatsächlich weniger wahrscheinlich.
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Bei Marion hingegen gibt es mehrere Hinweise: Beobachtungen mit dem VW und dem gelben Porsche, das Medaillon, der Schuhabdruck und die Bekanntschaft mit einem Jungen, der danach nie wieder auftauchte.
Die Autobeobachtungen stehen lediglich im zeitlichen Zusammenhang mit der Tat. Eine tatrelevante Verbindung erscheint mir bislang nicht erkennbar.
Ein verlorengegangenes Schmuckstück und eine Fußspur am Tatort sind eher physisch mit der Tat verknüpfbar.
Der abgetauchte Junge, der sich "Chriss" oder "Chrissy" nannte, ist auf jeden Fall ein dringend aufzufindender Kandidat. Als Verdächtiger oder Zeuge.
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Dank des Spur-Spur-Treffers weiß man, dass es sich um denselben Täter handelt.
Hohe Wahrscheinlichkeit.

Ich gehe hier mal fallchronologisch vor, weil ich eine Entwicklung vermute.
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:während Marions Situation deutlich geplanter wirkt. Dass sie sich scheinbar alleine auf dem Fest aufhielt, lässt den Eindruck entstehen, dass sie auf jemanden gewartet haben könnte.
Absolut. Hier scheint es einen Vorlauf zu geben. Laut Zeugen in der Zeit vor der Tat Treffen mit dem ominösen "Chrissy". Damit rückt der näher an den Verdächtigen als an den Zeugen. M.B. ging auf das Fest unter der Vorgabe, ihre Großmutter zu besuchen.

Acht Jahre später. Drei unlängst gemeldete Übergriffe später. Dunkelziffer?
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Bei Sonja könnte es eher eine Zufallstat gewesen sein,
Ich möchte präzisieren: Es war m. E. keine Zufallstat, S.H. war ein Zufallsopfer, denn sie war ungeplant in die Lage geraten, nachts alleine unterwegs zu sein.
Betrachtet man die Überschneidung mit Jahreszeit und Fest, drängt sich der Gedanke auf, der Täter war "auf der Jagd". Er brauchte keine Anbahnung mehr, musste sein Opfer vorher nicht mehr kennen.
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Welche Verbindung der Täter acht Jahre später nach Kempten hatte, bleibt fraglich. Sein Vorgehen, die Verbindung zum Fest und der Zeitpunkt – das erste Juli-Wochenende – bleiben jedoch gleich.
Jetzt wäre es interessant, Orte, Zeiten und Begleitumstände der weiteren Übergriffe, bzw. der als ähnlich erwähnten Fälle zu kennen. Früher hätte man eine Karte mit Fähnchen zur Anschaulichmachung verwendet.
@Retsiemfoh stellt aber einige griffige Gründe für den Ortswechsel dar. Es dürfte noch viele Möglichkeiten mehr geben.
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Der Täter könnte doch aus beruflichen Gründen oder der Liebe wegen nach Kempten gezogen sein. Oder dort Freunde oder Verwandschaft hatte, selbst einen Urlaub dort verbracht hat.
MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

06.02.2026 um 20:20
Zitat von Nala-NynaNala-Nyna schrieb:Hätten sie einen Verdacht gegen ihn gehabt, wären sicher noch andere Geschütze aufgefahren worden - vieles von dem, was hier bereits genannt wurde (Schulen, Ausbildungsstätten ect.)
Genauso sehe ich das im Moment auch. Der Fahndungsdruck bzw. die Bemühungen jenen ominösen Chris(sy) zu finden waren und sind auch noch aktuell viel zu gering für eine EB-Interne Einstufung als "tatverdächtig" oder sogar "dringend tatverdächtig". Er ist Zeuge, weil er Marion scheinbar mal getroffen hat. Aber echte Verdachtsmomente die eine tatsächliche Fahndung mit intensiven Befragungen/Suche ggf. Phantombild nach sich ziehen würden sind hier offensichtlich nicht im Spiel. Für mich persönlich ist daher -stand heute- Chris(sy) ein Zeuge. Daraus kann sich -würde man ihn ermitteln und befragen können- mit neuen Erkenntnissen natürlich auch ein Verdachtsmoment ergeben. Aber bislang sehe ich da nichts was den Anschein erweckt, er würde in die Tat irgendwie involviert sein.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich sehe das wie Du @Slaterator, er war nur ihr Schwarm oder eine "Sommerliebe" aus dem Freibad. Sie hat ihn vielleicht wegen des geilen Mopeds bewundert. Hat Chris sie evtl. einmal mit seinem Moped mitgenommen und dabei hat sie sich versehentlich am heißen Auspuff verletzt? Die Mutter erwähnte ja eine Verletzung am Fuß.
Das kann so absolut zutreffen. Marion könnte ihn irgendwann mal irgendwo getroffen und/oder beobachtet haben, schwärmte insgeheim von ihm und suchte deshalb irgendwie Kontakt. Es kann im Zuge dessen durchaus auch vorgekommen sein, dass jener Chris(sy) sie dann mal als Gefallen irgendwie auf dem Sozius oder so transportiert hat, sie sich dabei verbrannt/verletzt hat. Aber von einer beidseitigen Liebesbeziehung war und ist mMn nie die Rede gewesen auch zwischen den Zeilen nicht. Wäre eine Beziehung angenommen worden, dann wäre das auch eindeutiger kommuniziert worden. Auch 1974. Auch von Ede Zimmermann in Aktenzeichen Xy ungelöst. Da bin ich mir sicher.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich erinnere mich gerade an ein paar andere CC-Fälle, was haben die Opfer damals in ihrer Freizeit gemacht...

1973 - Reiner Koch (12) - Fußball
1977 - Heike Wiatrowski (12) - Badminton
1986 - Jutta Hoffmann (15) - Judo
1973 - Marion Baier (12) - ???

Was für einen Freundeskreis hatte Marion damals?
Ein wirklich sehr guter Aspekt, den ich bis dahin gar nicht bedacht hatte. Marion war ja vermutlich zumindest körperlich weiter entwickelt als die Mehrheit der anderen Gleichaltrigen. Eine sportliche Aktivität hätte sich daher durchaus angeboten. Da wäre wirklich hilfreich zu wissen, ob sie sich da irgendwie betätigt hat. Auch andere Hobbys könnte sie verfolgt und im Rahmen eines Vereines ausgeübt haben. Im gleichen Zusammenhang fällt mir auf, dass man nirgendwo Information über ihre generellen Interessen herausgegeben hat. War sie vielleicht an Technik interessiert und handwerklich begabt? Hatte sie einen Faible für Tiere (Katzen, Hunde, Pferde etc.)? War sie in der Schule in einer Projektgruppe/Arbeitsgemeinschaft? Könnte sie im Rahmen dessen beeinflussbar gewesen sein oder ihren späteren Mörder getroffen haben?
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Dass der Anhänger zwingend auf einen deutschen Täter hinweist, glaube ich von daher nicht, weil der Brauch, Chrstopherus-Medaillen zu tragen, in vielen Ländern bekannt und üblich ist.
Da hast du Recht. Ich habe Verwandtschaft in den USA, die aufgrund ihrer deutschen Abstammung, auch heute noch, einige Dinge besitzen, die aus Deutschland kommen. Sie sprechen zwar selbst kein Deutsch mehr, jedoch gibt es bestimmte Traditionen und Gebräuche die immer noch gepflegt werden. Es hätte mich deshalb auch nicht gewundert, wenn ich dort eine Christopherus-Medaille (auch mit deutschem Text darauf) entdeckt hätte. Insofern kann derjenige welche die Medaille am Tatort verloren hat, durchaus auch aus den USA gekommen sein.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:(...) nennt es Bauchgefühl wenn ihr möchtet, aber ich bin bei dem was wir wissen ziemlich überzeugt davon, daß "Chris" tiefer im Fall Marion Baier drin hängt. Sei es Täter oder das er Marion ans Messer geliefert hat.
Das du jenen Chris(sy) im Gegensatz zu meiner Wenigkeit als einen der oder sogar den Hauptverdächtigen in diesem Fall siehst, ist ja im Zuge deiner werten Beiträge deutlich geworden. Das sei dir auch absolut unbenommen. Jeder hat seine eigene, persönliche Einschätzung und Sicht auf die Dinge. Deshalb ist es ja auch gut sich dahingehend auszutauschen und verschiedene Thesen und Sichtweisen zu diskutieren.

Was mich allerdings etwas irritiert ist deine Formulierung
das er Marion ans Messer geliefert hat.
Was meinst du damit? Das er (also jener Chris(sy) Marion an eine andere Person vermittelt oder mit ihr bekannt gemacht haben könnte die später zum Täter wurde? Oder das er sie bewusst in eine Falle lockte und als tatbeteiligter fungierte? Das verstehe ich jetzt nicht so ganz. Könntest du diesen Punkt bitte nochmal näher für mich ausführen?
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich spekuliere, daß "Chris" sich gezielt an Marion rangeschmissen hat und von Anfang an als späteres Ziel "mehr wollte". Der Mord war wohl nicht geplant, aber mit ihr "Spaß haben" sehr wohl. Und als das nicht klappte und Marion ihn ja identifizieren konnte, mußte sie sterben.
Mit einem 12 Jährigen, gerade am Anfang ihrer Entwicklung zur jungen Frau stehenden Mädel direkt mit dem Hintergedanken "Spaß zu haben" heranzutreten, halte ich für ungewöhnlich. Da müsste man jetzt "Spaß" näher definieren. Wenn der Täter selbst wesentlich älter als sie gewesen sein sollte, dann ist ein sexuelles Begehren (ohne das jetzt näher ausführen zu wollen), speziell mit einem unerfahrenen, sehr jungen Mädchen wohl schon vorgekommen. In dem Fall aber eben bei deutlich älteren Tätern, dann auch verbunden mit deutlich pädophilen Neigungen. Bei ähnlich alten Jugendlichen die vielleicht 2-8 Jahre älter sind, sollte das aber mMn noch nicht der Fall sein. Da wird auch "Spaß" noch anders, harmloser definiert. Zumindest sollte es so sein. Deshalb bin ich da noch sehr skeptisch.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Bei beiden Heeren waren/sind lange Haare bei den Männern nicht gerne gesehen ("langhaariger Bombenleger"), aber nicht verboten, solange als Zopf/gebunden/etc. getragen.
Okay, danke für die Info. Ich hatte gedacht, es wäre tatsächlich nicht erlaubt gewesen. Allerdings habe ich aber auch noch nie männliche Rekruten mit langen Haaren gesehen/getroffen. Das ist im Feld auch -denke ich- ziemlich unpraktisch. Kurz und gut: Bei einem Berufssoldaten würde ich lange Haare eher mal als sehr unwahrscheinlich einschätzen.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Schulterglatze, Litzenfuchs (...) Dreistreifengeneral (...) Karstadtkunde (...) Fahnenjungfer müßte er älter sein (...)
Da kennt sich jemand offensichtlich aus beim Barras. :D Sehr schön. Ja du hast insofern Recht, dass man sich natürlich für Dienstgrade oberhalb der Mannschaft verpflichten muss und dann entsprechend lang ausgebildet wird. Mit 18 oder 20 daher ganz sicher kein Webel oder Offizier. Bei der US-Army kenne ich mich allerdings nicht aus. Da weiß ich nicht welche Dienstgrade man in welcher Zeit mit welchen Verpflichtungen schaffen kann.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Wem gehörte dieser VW? Trug dieser "Amerikaner" Bluejeans und Adidas-Turnschuhe? Bloß, warum taucht dieser Täter im Jahre 1981 im Fall Sonja Hurler in Kempten wieder auf?
Wenn wir das wüssten, wären natürlich sehr viel weiter. Aber genau da sehe ich auch das Problem. Der Zusammenhang mit Sonja Hurler. Das geht mir auch noch nicht so recht in den Kopf wie das passt.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Das bedeutet aber, dass das abgebildete Fahrzeug zur Tatzeit maximal drei Jahre alt war.
Das kann durchaus sein, wenn der stolze Eigentümer über ein größeres Gehalt verfügte, weil er z.B. älter war und deshalb auch auf der Karriereleiter weiter oben stand. Nehmen wir an, der Mörder war eben nicht jener Chris(sy) sondern ein gestandener Offizier der US-Army im Alter 30+. Dann hätte er sich auch einen solch jungen gebrauchten oder sogar einen Neuen VW leisten können. Die Besatzungstruppen bei uns in der Region kamen aus GB. Die Offiziere (wohnten in eigenen Siedlungen außerhalb der Kaserne) hatten auch recht junge Fahrzeuge. Viele fuhren Vauxhall oder Ford.
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Schaut man sich die Fälle von Marion Beier und Sonja Hurler in Bezug auf mögliche Spuren an, fällt auf, dass es bei Sonja fast keine Anhaltspunkte für einen Täter gibt. Bei der Beobachtung der Jugendlichen würde ich den Täter nicht verorten.
In der Tat. Bei Sonja Hurler gibt es so gut wie keine Informationen. Nur eben jene Sichtung der Jugendlichen, die ein Mädchen durch die Straßen gezerrt/geschubst haben sollen. Das deckt sich mMn aber nicht mit dem diesem hier vorliegenden Fall. Denn hier ist der Täter schon 1973 deutlich älter als das Opfer. Er müsste demnach 1981 irgendwo Mitte/Ende 20 oder noch älter gewesen sein. Demnach -da bin ich mit dir vollkommen einer Meinung- verorte ich ihn auch nicht unter diese Jugendlichen. Diese Sichtung kann nach meinem Dafürhalten nicht Sonja Hurler betroffen haben.
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Bei Sonja könnte es eher eine Zufallstat gewesen sein, während Marions Situation deutlich geplanter wirkt. Dass sie sich scheinbar alleine auf dem Fest aufhielt, lässt den Eindruck entstehen, dass sie auf jemanden gewartet haben könnte.
Auf mich persönlich wirkt es eher umgekehrt. Marion war nach meinem Eindruck zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie wurde entweder auf dem Fest zufällig beobachtet ind dann auf dem Nachhauseweg aufgegriffen oder zufällig erst auf dem Nachhauseweg entdeckt und aufgegriffen. Aber an eine geplante Tat oder gezielte Verabredung glaube ich derzeit weniger. Auch gab sich der Täter keine Mühe, das Opfer zu verstecken. Im Fall Sonja Hurler sehe ich das anders. Wenn sie nicht das gezerrte/geschubste Mädel ist, dann verschleppte man sie unbemerkt. Es gibt keine Zeugen für die Tat und auch wenn der Täter das Opfer nicht sehr akribisch versteckte, blieb es dennoch sehr lange unbemerkt. Das wirkt auf mich eher nach einem planvollen Vorgehen...


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

06.02.2026 um 21:34
Warum hat sich Marion nicht mit einer Freundin oder Freundinnen verabredet zu diesem Fest zu gehen statt allein ? Das macht doch keinen Spaß, deswegen spricht mMn einiges dafür das es einen Grund hatte , und sie auf jemanden gewartet hat oder hoffte eine bestimmte Person auf dem Fest zu treffen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

06.02.2026 um 21:56
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Der Fahndungsdruck bzw. die Bemühungen jenen ominösen Chris(sy) zu finden waren und sind auch noch aktuell viel zu gering
Wenn man den Artikel der hier schon mal eingestellt wurde
Zitat von DewDew schrieb am 22.01.2026:Und immer, wenn man denkt, noch irrer wird´s nicht, kommt sowas raus:
weiter liest
wie im September 1980 in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war: Ein damals 21-Jähriger hatte demnach auf einem Zettel notiert, eine Zwölfjährige aus Nürnberg und eine 15-Jährige aus der Region Köln getötet zu haben – den Zettel fanden Polizisten zufällig, als sie seine Wohnung wegen Betrugsvorwürfen durchsuchten. Nach seiner Festnahme bestritt der junge Mann die Tat, er kam frei.
und es stimmt was darin steht wurden nach der Tat schon einige Verdächtige verhaftet, den Artikel habe ich bei den Beiträgen von Sonja gefunden
Frühere Verdächtige im Fall Marion Baiers würden jedenfalls erneut überprüft, sagt Kriminalhauptkommissar Frühwald.
Mehrere Festnahmen gab es ihm zufolge, eine davon sieben Jahre nach der Tat, wie im September 1980 in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war: Ein damals 21-Jähriger hatte demnach auf einem Zettel notiert, eine Zwölfjährige aus Nürnberg
Quelle: https://archive.ph/L5WTD#selection-817.0-817.519
Wenn es also nach der Tat mehrere Festnahmen gab, also noch weitere Festnahmen abseits von dem 21jährigen, dann könnte dieser Chris theoretisch auch einer dieser Festgenommenen gewesen sein.
Heute hätte man mit den neuen Erkenntnissen zum Zusammenhang der Fälle von Sonja und Marion nochmal deutlich mehr Möglichkeiten der Überprüfung, dazu die DNA-Spur bei Marion, ich könnte mir vorstellen dass ein damals festgenommen und wieder freigelassener Verdächtiger jetzt doch der Taten überführt werden könnte.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

07.02.2026 um 09:54
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Warum hat sich Marion nicht mit einer Freundin oder Freundinnen verabredet zu diesem Fest zu gehen statt allein ? Das macht doch keinen Spaß, deswegen spricht mMn einiges dafür das es einen Grund hatte , und sie auf jemanden gewartet hat oder hoffte eine bestimmte Person auf dem Fest zu treffen.
Vielleicht wollte sie es sich einfach offenlassen, wen sie so zufällig trifft. Nicht jeder will sich verabreden und festlegen. Auf diesen Festivitäten sind ja immer auch Jugendliche vertreten und man kann sich dann nach Bedarf anschließen oder auch nicht.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

07.02.2026 um 12:52
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wenn wir das wüssten, wären natürlich sehr viel weiter. Aber genau da sehe ich auch das Problem. Der Zusammenhang mit Sonja Hurler. Das geht mir auch noch nicht so recht in den Kopf wie das passt.
Aber deshalb gibt es ja jetzt Unterstützung aus München, das Team der Operativen Fallanalyse beim LKA rund um den prominenten Profiler Alexander Horn hilft mit.
Die Kriminalpolizeiinspektionen Kempten und Fürth stehen angesichts der neuen Erkenntnisse im engen Austausch und werden darüber hinaus von Profilern der Operativen Fallanalyse (OFA) beim Polizeipräsidium München unterstützt.
Quelle:
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/097070/index.html

.

Da bin ich ja mal gespannt was Alexander Horn mit seinem Team so rausfindet. Kommen außer den u.g. Datenbanken noch andere zum Einsatz? Ich denke da an die Software von Palantir, diese kann doch bei der Aufklärung von Cold-Case-Fällen helfen, indem sie riesige, unterschiedliche Datenmengen analysiert und Verbindungen herstellt, die für menschliche Ermittler schwer zu finden sind.
Seit 1998 leitet er die Dienststelle für Operative Fallanalyse (OFA), Kommissariat 16 am Polizeipräsidium München. Diese zeichnet neben der Fallanalyse und Täterprofilerstellung auch für den Betrieb der Datenbanken ViCLAS und HEADS verantwortlich. Seit ihrer Gründung 2001 ist Horn festes Mitglied der Bund-Länder-Projektgruppe für die Entwicklung der Qualitätsstandards für Fallanalysen.
Quelle:
Wikipedia: Alexander Horn (Fallanalytiker)


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

07.02.2026 um 13:29
Zitat von DewDew schrieb:ch möchte präzisieren: Es war m. E. keine Zufallstat, S.H. war ein Zufallsopfer, denn sie war ungeplant in die Lage geraten, nachts alleine unterwegs zu sein.
Danke damit hast du natürlich völlig Recht.
Zitat von DewDew schrieb:Jetzt wäre es interessant, Orte, Zeiten und Begleitumstände der weiteren Übergriffe, bzw. der als ähnlich erwähnten Fälle zu kennen
Du beziehst dich auf die drei Hinweise von Frauen, die zur damaligen Zeit selbst Opfer von Sexualstraftaten wurden, diese aber nie zur Anzeige gebracht haben?
In diesem Zusammenhang finde ich es interessant, dass dieser Biker damals aufgrund von Sexualstraftaten ins Visier der Ermittler geraten ist.
Ich konnte bislang nicht genau herausfinden, wann und wo die Übergriffe auf die drei Frauen stattgefunden haben und wie alt sie zu diesem Zeitpunkt waren.
Vielleicht kann hier jemand genauere Informationen zu den Vorfällen oder zum Täter beitragen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

07.02.2026 um 13:40
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Was meinst du damit? Das er (also jener Chris(sy) Marion an eine andere Person vermittelt oder mit ihr bekannt gemacht haben könnte die später zum Täter wurde? Oder das er sie bewusst in eine Falle lockte und als tatbeteiligter fungierte? Das verstehe ich jetzt nicht so ganz. Könntest du diesen Punkt bitte nochmal näher für mich ausführen?
Hallo @Slaterator , hallo @alle!Wie wohl hinreichend bekannt :-), halte ich "Chris" für einen Hauptverdächtigen oder Tatbeteiligten. Unter anderem wegen der Tatsache, daß Marion einen kurzen Heimweg hatte (rund 2 km, womöglich kürzer, habe nicht genau nachgemessen), entlang wichtiger Durchfahrtsstraßen und bereits damals bebaut. Ein "Driveby-Abgreifen" unterwegs halte ich für abwegig, denn daß wäre aufgefallen und Marion hätte bestimmt geschrieen. Eine reine Festbekanntschaft, die Marion mitgenommen hat, halte ich auch für sehr unwahrscheinlich. Sie mag zwar wegen des Festes geflunkert haben, aber das sie bei jemand Wildfremden ins Auto steigt, nein. Da hätte es zumindest verbrämte Andeutungen im Film gegeben.
Ob zu Fuß oder motorisiert, Marion gelangte jedenfalls im Laufe des Abends an die Merkurstraße im damaligen Neubaugebiet, hinter(!) ihrem Zuhause, aber nicht weit weg (wenige Minuten zu Fuß) und ohne(!) das irgendwas Auffälliges in Zirndorf oder dem Weg zurück nach Oberasbach beobachtet oder gehört wurde. Ferner fanden sich unseren Kenntnissen zufolge Kampfspuren nur am Tatort. Man kann daher davon ausgehen, daß Marion mit einem Freund/Bekannten dort war, denn sonst fänden sich Kampf/Fluchtspuren bis hin zur Straße oder dem entsprechenden Fußweg zum Ort.

Theorie 1: Dieser Bekannte/Freund dürfte "Chris" gewesen sein oder jemand, der uns nicht namentlich bekannt ist. Ich setze "Chris" auch deswegen so oft in Gänsefüßchen in meinen Beiträgen, da ich vermute, daß "Chris" entweder ein Falschname oder vielleicht ein zweiter Vorname war und von vornerherein seine Identifizierung erschweren wollte. Ich glaube, Chris war sich zumindest teilbewußt, daß er ein "Hebephilist" (mag sie blutjung, aber keine Kinder mehr, sondern bereits entwickelt) ist.
Angesichts der Tatsache, daß Marion und er sich seit einiger Zeit häufig trafen (O-Ton XY1974), gehe ich davon aus, daß sie sein erster oder zweiter Versuch war, eine feste Freundin zu finden. Ich vermute, daß es anfangs den Weg einer typischen ersten Freundschaft nahm, anschmachten, knutschen, fummeln. An jenem Juliwochenende aber, womöglich von Alkohol vom Fest befeuert, wollte Chris mehr als Marion. Und da sie ihn klar identifizieren konnte, mußte sie sterben. Da es ihm gelang, 1973 durchzuschlüpfen, machte er weiter.

Theorie 2: Chris ist z.B. der (jüngere) Bruder oder beste Freund des Täters, der ihm half, unter den Teenagern Opfer zu finden und zu ihm lockte. Später, siehe Kempten, war er dann voll mit von der Partie.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

07.02.2026 um 14:20
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:.
Vielleicht wollte sie es sich einfach offenlassen, wen sie so zufällig trifft. Nicht jeder will sich verabreden und festlegen. Auf diesen Festivitäten sind ja immer auch Jugendliche vertreten und man kann sich dann nach Bedarf anschließen oder auch nicht
Auch das ist möglich, aber mich irritiert doch das sie Zuhause nicht die Wahrheit sagte, ihre Eltern hätten sicher nichts dagegen gehabt wenn sie zu diesem Fest geht und schaut ob sie Freunde trifft. Wenn man lügt dann steckt meistens etwas anderes dahinter, zum Bsp. sich mit einem Jungen treffen.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Angesichts der Tatsache, daß Marion und er sich seit einiger Zeit häufig trafen (O-Ton XY1974), gehe ich davon aus, daß sie sein erster oder zweiter Versuch war, eine feste Freundin zu finden. Ich vermute, daß es anfangs den Weg einer typischen ersten Freundschaft nahm, anschmachten, knutschen, fummeln. An jenem Juliwochenende aber, womöglich von Alkohol vom Fest befeuert, wollte Chris mehr als Marion. Und da sie ihn klar identifizieren konnte, mußte sie sterben. Da es ihm gelang, 1973 durchzuschlüpfen, machte er weiter
Da bin ich ganz bei dir, der Täter wollte an dem Abend mehr, wofür Marion dann doch nicht bereit war.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Theorie 2: Chris ist z.B. der (jüngere) Bruder oder beste Freund des Täters, der ihm half, unter den Teenagern Opfer zu finden und zu ihm lockte. Später, siehe Kempten, war er dann voll mit von der Partie
Das kann ich mir nicht vorstellen, Täter brauchen niemanden der ihre Opfer anlockt mMn. Auch wenn es das sicher auch schon mal gegeben hat.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Marion war nach meinem Eindruck zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie wurde entweder auf dem Fest zufällig beobachtet ind dann auf dem Nachhauseweg aufgegriffen oder zufällig erst auf dem Nachhauseweg entdeckt und aufgegriffen
Wie schon gesagt, ganz ausschließen möchte ich das auch nicht, auch wenn dieser Chris für mich der Hauptverdächtige bleibt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

07.02.2026 um 15:48
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Auch das ist möglich, aber mich irritiert doch das sie Zuhause nicht die Wahrheit sagte, ihre Eltern hätten sicher nichts dagegen gehabt wenn sie zu diesem Fest geht und schaut ob sie Freunde trifft. Wenn man lügt dann steckt meistens etwas anderes dahinter, zum Bsp. sich mit einem Jungen treffen.
Hallo @Retsiemfoh! Genau das denke ich auch. Da Marion ja öfters auch bei der Oma übernachtete und offenbar relativ veile Freiheiten für ihr Alter hatte, halte ich es für absurd zu glauben, ihre Eltern hätten Marion den Besuch des Festes nicht erlaubt. Warum dann flunkern/lügen? Das klingt ganz danach, daß sie sich mit einem Jungen treffen wollte.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

07.02.2026 um 16:58
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Auf mich persönlich wirkt es eher umgekehrt. Marion war nach meinem Eindruck zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie wurde entweder auf dem Fest zufällig beobachtet ind dann auf dem Nachhauseweg aufgegriffen oder zufällig erst auf dem Nachhauseweg entdeckt und aufgegriffen. Aber an eine geplante Tat oder gezielte Verabredung glaube ich derzeit weniger
Das ist auch meine Vermutung.

Möglicherweise hatte Marion durchaus die Absicht, ihre Großmutter zu besuchen, mit der Option, dort auch zu übernachten.

Vielleicht wollte sie nur einen kurzen Abstecher zum Fischerfest machen, traf dann zufällig noch auf andere Jugendliche oder Mitschüler und hat sich vertrödelt.

Sehr menschliche Abläufe, da muss keine Verheimlichung irgendwelcher verbotenen Abenteuer dahinterstecken.
Ein bisschen ausloten und Grenzen austesten oder nicht einmal das.

Als sie dann vom Fest aufbrechen wollte, bot ihr jemand an, sie mitzunehmen, weil er „zufällig“ in die gleiche Richtung musste (oder auch nicht).


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

07.02.2026 um 17:28
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:In diesem Zusammenhang finde ich es interessant, dass dieser Biker damals aufgrund von Sexualstraftaten ins Visier der Ermittler geraten ist.
Ich konnte bislang nicht genau herausfinden, wann und wo die Übergriffe auf die drei Frauen stattgefunden haben und wie alt sie zu diesem Zeitpunkt waren.
Über das wann und wo habe ich bisher nichts gelesen, zum Alter stand hier
Es hätten sich unter anderem drei Frauen gemeldet, erzählt Fabian Puchelt:

Diese Frauen waren zur damaligen Zeit, als dieser Mordfall passiert ist, selbst Opfer von Sexualstraftaten, die sie damals nicht zur Anzeige gebracht haben.


Fabian Puchelt, LKA Bayern

Die drei Frauen waren zur jeweiligen Tatzeit im gleichen Alter wie das Opfer Sonja Hurler.
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-januar-2026-neue-ergebnisse-cold-case-sonja-hurler-100.html


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

07.02.2026 um 18:15
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ferner fanden sich unseren Kenntnissen zufolge Kampfspuren nur am Tatort.
Da muss ich mal ein bisschen EB-Bashing an den Tag legen.

Wo haben die Ermittler zur Zeit der beiden Tatortfotos denn noch Spuren sichern können, ausser im Umkreis von 10 Metern um Marions Leichnam rum?
Ich meine schau dir die Fotos mal an.
Die sind mit Fahrzeugen die Grubeneinfahrt runter.

Und auf der Ostseite der Hainbergstraße steht ein halbes Dutzend Fahrzeuge.
Wo kamen die denn wohl her? Die sind mE alle erst von Norden am Tatort vorbeigefahren und haben dann weiter südlich gewendet und sich dann wie auf dem Foto zu sehen dort abgestellt.

Bis heute fehlen (mE) deshalb die Reifenprofile zweier Fahrzeuge die angeblich um 23Uhr und 0230 Ihr genau dort gestanden haben sollen.

Weil da die Einsatzkräfte drauf rumgefahren und geparkt hatten.
Selbst der Fotograf läuft da auf dem Wall rum.

Von daher ist da zwar an deiner Aussage nichts auszusetzen, sie ist korrekt formuliert....

jedoch müssen Marion und der Täter irgendwie in diese Grube gekommen sein und aufgrund fehlender Kampfspuren, außer am Ort des Ablebens, kann das alles eigentlich nur während eines Fluchtversuchs stattgefunden haben.

Ich denke aber auch, wir können Tatabläufe mit Beginn in/an Bauwagen oder Neubauten dort in der Grube vernachlässigen, weil die EB ja nun damals Fußspuren gesichert hatten und es wäre sicherlich gemeldet worden, wenn diese aus oder in Richtung der Bauten und Wagen geführt hätten.

Von daher ziehe ich persönlich den Beginn der eigentlichen Tat, irgendwo auf der Straße in einem Auto oder ggfs. In einem Gebäude weiter südlich
Gebäudethese ist noch ne gaaanz frische These von mir und muss ich nochmal recherchieren zu, jedoch gibt's in alten Satellitenfotos südlich vom Fundort ein altes Gehöft oder so, welches heute nicht mehr steht. Dazu dann ggfs. Später mehr.

Was ich in den Gedankengängen bereits dazu erachtet hatte, war das der Fundort eben auch eine aussichtsreiche Fluchtstrecke/ Richtung gewesen wäre, wenn man vom Süden nach Norden flieht und ggfs Verfolger hinter sich hat, zu Fuß oder motorisiert, denn dann wäre aufgrund der Tiefe der Grube und des Bewuchses Verfolgern die Sicht genommen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

07.02.2026 um 21:44
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Warum hat sich Marion nicht mit einer Freundin oder Freundinnen verabredet zu diesem Fest zu gehen statt allein ? Das macht doch keinen Spaß, deswegen spricht mMn einiges dafür das es einen Grund hatte , und sie auf jemanden gewartet hat oder hoffte eine bestimmte Person auf dem Fest zu treffen.
Marion war ja anfangs mit einer Freundin auf dem Fischerfest. Sie verabschiedete sich scheinbar dann -nach der Auseinandersetzung zwischen den Jugendlichen- von der Freundin und gab an, zu ihrer Oma zu gehen. Entweder eine bewusste Lüge (warum auch immer) oder aber ein Vorhaben welches gestört wurde, denn bei der Oma kam sie an diesem Tag nie an. Erst gegen 20 Uhr kehrte sie dann allein auf das Fest zurück. Dort wurde sie am Eingang des Festzeltes zufällig von einer weiteren Freundin/Bekannten/Schulkameradin getroffen.

Man kann natürlich annehmen, dass sie dort noch eine konkrete Verabredung hatte, die sie ohne Begleitung wahrnehmen wollte. Dagegen sprechen mMn allerdings die damaligen Kommunikationsmöglichkeiten. Sie hatte kein Handy, kein Telefon, kein Internet. Die Verabredung müsste sie im Vorfeld zum Fest persönlich getroffen haben. Wenn dem so war, warum hat sie ihrer besten Freundin nichts davon erzählt, wenn die doch (laut Aussage AZ Xy) von dieser neuen Bekanntschaft wusste und diese mit ihr ggf. sogar gesehen haben will? Gegen 20 Uhr lag das Fest eh in den "letzten Zügen" und Marion stand sehr wahrscheinlich auch unter dem Druck, entweder zeitnah bei der Oma oder im Elternhaus aufzuschlagen, weil sie am nächsten Tag Schule hatte und mit 12 sicherlich auch nicht bis "in die Puppen" wegbleiben durfte.

Von daher gehe ich nicht von einer konkreten Verabredung aus. Sie hoffte möglicherweise darauf, ganz "zufällig" auf jemanden zu treffen. Leider traf sie dann wohl den Falschen.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Wenn es also nach der Tat mehrere Festnahmen gab, also noch weitere Festnahmen abseits von dem 21jährigen, dann könnte dieser Chris theoretisch auch einer dieser Festgenommenen gewesen sein.
Theoretisch ja. Aber warum kein Wort der Entlastung dazu im aktuellen Beitrag von Aktenzeichen Xy ungelöst?
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Aber deshalb gibt es ja jetzt Unterstützung aus München, das Team der Operativen Fallanalyse beim LKA rund um den prominenten Profiler Alexander Horn hilft mit.
Das ist super und auch wirklich wichtig. Gerade wenn es hier um einen möglichen Serientäter geht, müssen alle Mittel ausgeschöpft werden diese Verbrechen zu klären und einen Täter zu identifizieren.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:(...) Unter anderem wegen der Tatsache, daß Marion einen kurzen Heimweg hatte (rund 2 km, womöglich kürzer, habe nicht genau nachgemessen), entlang wichtiger Durchfahrtsstraßen und bereits damals bebaut.
Also 2 Km läuft man nicht in 1-2 Minuten. Ich hatte einen Schulweg von 2,4 Km damals und habe dafür das Fahrrad genutzt, weil ich per Pedes ohne zu rennen sonst mindestens 18-25 Minuten gebraucht hätte. Also einen "Steinwurf" entfernt oder in Sichtweite war das Ziel von Marion nicht. Für meine Begriffe genug Strecke, wo man sie hätte "abgreifen" können. Auch ein von ihr freiwilliges Einsteigen und Mitnehmen am Festgelände finde ich da nicht unrealistisch.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:aber das sie bei jemand Wildfremden ins Auto steigt, nein. Da hätte es zumindest verbrämte Andeutungen im Film gegeben.
Warum hätte es da "verbrämte Andeutungen" gebraucht? Das in der Vergangenheit und auch bis heute junge Frauen zu wildfremden Männern ins Auto steigen oder gestiegen sind und sich dieses Verhalten vielfach leider als schrecklicher Fehler herausstellt oder herausgestellt hat, ist ja wohl bekannt. Es ist also absolut im Bereich des Möglichen.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ferner fanden sich unseren Kenntnissen zufolge Kampfspuren nur am Tatort. Man kann daher davon ausgehen, daß Marion mit einem Freund/Bekannten dort war, denn sonst fänden sich Kampf/Fluchtspuren bis hin zur Straße oder dem entsprechenden Fußweg zum Ort.
Wenn Täter und Opfer mit einem PKW zum Tatort gelangten, ist das Spurenbild nachvollziehbar. Deshalb gab es auch keine Sichtungen von Marion auf dem Heimweg. Die Annahme, dass Marion aufgrund fehlender Spuren am mutmaßlich angenommenen Fußweg zum Tatort freiwillig mit einer ihr gut bis sehr gut bekannten Person unterwegs gewesen sein muss, ist deshalb mMn nicht ausreichend begründet und deshalb haltlos.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:An jenem Juliwochenende aber, womöglich von Alkohol vom Fest befeuert, wollte Chris mehr als Marion. Und da sie ihn klar identifizieren konnte, mußte sie sterben. Da es ihm gelang, 1973 durchzuschlüpfen, machte er weiter.
Das der Täter an diesem Abend "mehr" wollte als vom Opfer gewünscht, kann auch auf irgendeinen Pädophilen/Vergewaltiger etc. zutreffen, der Marion auf oder am Festgelände dann aufgriff. Das muss kein Bekannter von Marion gewesen sein.
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:(...) der Täter wollte an dem Abend mehr, wofür Marion dann doch nicht bereit war.
Aber selbst wenn es so war, ist der Schritt hin zu einer Vergewaltigung innerhalb einer Beziehung schon heftig. Ihm mussten die Konsequenzen daraus ja klar gewesen sein. Das Ende dieser -bis dahin freiwillig- geführten Beziehung und möglicherweise auch eine anschließende Verdeckungstat sind schon sehr heftig. Das will und kann nicht jeder so konsequent durchziehen. Das passiert auch nicht einfach so.
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Möglicherweise hatte Marion durchaus die Absicht, ihre Großmutter zu besuchen, mit der Option, dort auch zu übernachten.
Davon gehe ich auch aus. Ich denke nicht, dass sie den ganzen Tag inkl. Abend und Liebeszeit auf der Großbaustelle in irgendeiner Form geplant hatte.
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Als sie dann vom Fest aufbrechen wollte, bot ihr jemand an, sie mitzunehmen, weil er „zufällig“ in die gleiche Richtung musste (oder auch nicht).
Ja das denke ich derzeit auch.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

08.02.2026 um 13:30
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Von daher ziehe ich persönlich den Beginn der eigentlichen Tat, irgendwo auf der Straße in einem Auto oder ggfs. In einem Gebäude weiter südlich
So liebe Threadbegleiter,
ich darf euch nun recht exakt die Stelle präsentieren an der angeblich der Porsche gegen 0230 Uhr gestanden haben soll und gleichzeitig zwei drei weitere Dinge verdeutlichen.

Es handelt sich um ein Foto aus den Ermittlungsakten, welches die örtliche Nachstellung des Porschestandortes durch die EB zeigt und aus dem man einiges anderes entnehmen kann.

Das Foto ist vom Gelände des damaligen Truppenübungsplatz aufgenommen und zwar mit Blick nach Westen.
Mit auf dem Foto ist das dem Tatort nächstgelegene BEWOHNTE Gebäude.
Dazu später mehr, ich bin noch nicht ganz durch mit der Verortung/Entfernungsangaben und heutigen Hausnummern...(verflixte Dimensionsirritationen)
mir ist jetzt erstmal zur Umgebung des Tatortes nur wichtig mitzugeben, dass die Gegend schon bebauter war als gedacht und auch dass man erkennen kann, dass damals NULL Bewuchs auf der östlichen Seite der Hainbergstraße war.



Bildschirmfoto 8-2-2026 04237 www.franke

Quelle bei 2:28 : https://www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/cold-case-marion-baier-kriminalpolizei-prueft-hinweise-der-bevoelkerung/


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

08.02.2026 um 13:40
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Marion war ja anfangs mit einer Freundin auf dem Fischerfest. Sie verabschiedete sich scheinbar dann -nach der Auseinandersetzung zwischen den Jugendlichen- von der Freundin und gab an, zu ihrer Oma zu gehen. Entweder eine bewusste Lüge (warum auch immer) oder aber ein Vorhaben welches gestört wurde, denn bei der Oma kam sie an diesem Tag nie an. Erst gegen 20 Uhr kehrte sie dann allein auf das Fest zurück. Dort wurde sie am Eingang des Festzeltes zufällig von einer weiteren Freundin/Bekannten/Schulkameradin getroffen.

Man kann natürlich annehmen, dass sie dort noch eine konkrete Verabredung hatte, die sie ohne Begleitung wahrnehmen wollte. Dagegen sprechen mMn allerdings die damaligen Kommunikationsmöglichkeiten. Sie hatte kein Handy, kein Telefon, kein Internet. Die Verabredung müsste sie im Vorfeld zum Fest persönlich getroffen haben. Wenn dem so war, warum hat sie ihrer besten Freundin nichts davon erzählt, wenn die doch (laut Aussage AZ Xy) von dieser neuen Bekanntschaft wusste und diese mit ihr ggf. sogar gesehen haben will? Gegen 20 Uhr lag das Fest eh in den "letzten Zügen" und Marion stand sehr wahrscheinlich auch unter dem Druck, entweder zeitnah bei der Oma oder im Elternhaus aufzuschlagen, weil sie am nächsten Tag Schule hatte und mit 12 sicherlich auch nicht bis "in die Puppen" wegbleiben durfte
Oh, das Marion anfangs mit einer Freundin auf dem Fischerfest war ist mir leider entgangen. Wie lange war sie denn von dem Fest weg ( angeblich zur Oma ) bis sie gegen 20 Uhr wieder auf dem Fest auftauchte, ist das bekannt ? Ob sie dann schon eine feste Verabredung hatte, oder sich das erst am Sonntg ergeben hat, schwer zu sagen. Vielleicht hatte dieser Chris, vorausgesetzt er war es, erst abends Zeit. Und früher wurden doch immer Verabredungen ohne Telefon und Handy getroffen! Und auch der Freundin wird nicht immer alles erzählt, schon aus dem Grund damit sie nichts verraten kann. Marion sollte bestimmt nicht so spät nach Hause kommen, aber für ein Treffen wäre ihr eine Stunde später vielleicht egal gewesen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Aber selbst wenn es so war, ist der Schritt hin zu einer Vergewaltigung innerhalb einer Beziehung schon heftig. Ihm mussten die Konsequenzen daraus ja klar gewesen sein. Das Ende dieser -bis dahin freiwillig- geführten Beziehung und möglicherweise auch eine anschließende Verdeckungstat sind schon sehr heftig. Das will und kann nicht jeder so konsequent durchziehen. Das passiert auch nicht einfach so
Ich glaube nicht das Marion und Chris eine feste Beziehung hatten. Das wird nur so eine Turtelei gewesen sein mMn. Zumindest von seiner Seite aus. Aber er wird schon gehofft haben das es über küssen hinausgehen würde, was Marion dann nicht wollte, und er wütend wurde weil er mehr erwartet hatte an dem Abend.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

08.02.2026 um 15:54
Du @Slaterator hast ja sehr aufmerksam den XY Film vom 13.12.1974 analysiert, sollten vielleicht auch @alle User mal tun. Denn es stimmt
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Marion war ja anfangs mit einer Freundin auf dem Fischerfest.
IMG-20260208-WA0004

Marion und ihre Freundin auf dem Zirndorfer Fischerfest, Filmszene aus dem XY-Film von 1974

Bildquelle:
Spoilerhttps://www.ardmediathek.de/video/abendschau/cold-case-fuerther-kripo-macht-fortschritte-im-mordfall-marion-baier/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNVdPMDE3NDkyQTAvc2VjdGlvbi85ODNmYmU5OC0wNGI1LTRiNDQtYjU1MS0xY2IyOTk3OWIyNGU


Nachdem es gegen 19:00 Uhr Streit im Festzelt gab, man mit der Gruppe Jugendlicher zur Schlichtung nach draußen ging, verabschiedete sich Marion. Sie wollte wohl angeblich noch zur Oma, kurz vor 20:00 Uhr trifft sie auf dem Fest nochmals auf eine Schulfreundin und deren Eltern.

Wollte Marion vielleicht doch noch im Festzelt nach der Freundin oder einem anderen Begleiter (m/w) suchen wegen des gemeinsamen Nachhauseweges? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Marion eine Mitfahrgelegenheit gesucht hat.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Auch ein von ihr freiwilliges Einsteigen und Mitnehmen am Festgelände finde ich da nicht unrealistisch.
Warum? Marions Mutter berichtete ja bei der Polizei über Besonderheiten, dass Marion "... eine Verletzung am Fuß in der letzten Woche, das muss doch noch zu sehen sein... ".

Um welche Verletzung hat es sich gehandelt? War der Fuß 🦶🏼verbunden, schmerzhaft geschwollen oder hinkte Marion etwas, also auch sichtbar für andere Besucher des Festes? Wurde sie deshalb angesprochen doch einfach in ein Auto einzusteigen und sie nahm das Angebot dankend an? Wollte dieser Fahrer dann evtl. eine kleine Gegenleistung von ihr haben?

.

Vielen Dank @Ahn-Dung für Deine aufmerksame Recherche 🧐 nach Quellen.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Es handelt sich um ein Foto aus den Ermittlungsakten, welches die örtliche Nachstellung des Porschestandortes durch die EB zeigt und aus dem man einiges anderes entnehmen kann.
Bei genauem Hinschauen kann man ja sogar die Schreibmaschinentexte entziffern.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

08.02.2026 um 16:01
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Es handelt sich um ein Foto aus den Ermittlungsakten, welches die örtliche Nachstellung des Porschestandortes durch die EB zeigt und aus dem man einiges anderes entnehmen kann.
Vielen Dank @Ahn-Dung für das Einstellen des Fotos und der Seite aus der Akte. So kann man zumindest gut sehen dass der Porsche aus Richtung Altenberg kam was für die hier schon geäußerte Theorie sprechen würde dass der Täter Marion nach Hause fahren wollte dann aber ein Stück weiter gefahren ist. Wenn man theoretisch davon ausgehen würde dass es Marion war die im Porsche sass wäre auch die Richtung zum späteren Tatort die welche man vermutlich bei einer Flucht aus dem Auto nehmen würde, nämlich Richtung nach Hause.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Aber warum kein Wort der Entlastung dazu im aktuellen Beitrag von Aktenzeichen Xy ungelöst?
Vielleicht ist man bzw. war man zu der Zeit der Ausstrahlung von AZ noch nicht so weit dass man von Entlastung sprechen konnte bzw. es wäre ja auch denkbar dass ein damals Verhafteter jetzt durch Überprüfung der DNA überführt werden kann. Nur ist die Frage wie lange man dazu braucht. Der Täter würde vermutlich eine DNA-Abgabe erstmal verweigern, wie lange es dann dauert bis dies dann doch überprüft werden kann ist mir nicht bekannt.
Die Personen müssen vielleicht auch erst aufwendig gefunden werden, halten sich vielleicht aktuell im Ausland auf.


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