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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

632 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.04.2026 um 04:12
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Er muß nicht so früh fahren, um eine in der Nähe liegende Kaserne (und das wäre ja bei Freundin/Mietbude in dieser Ecke der Fall) zu erreichen.
Und woher weisst du, dass er ein eine in der Nähe liegende Kaserne wollte? Das wird nirgendwo behauptet. Es gab damals viele Kameraden, die hunderte Kilometer weit vom Elternhaus etc. entfernt stationiert waren. Es war ein Sonntagabend, also Ende des Wochenendurlaubs. Er kann durchaus in eine weiter entfernt liegende Kaserne unterwegs gewesen sein und daher rechtzeitig und früh aufgebrochen sein, um "zum Wecken" in der Kaserne zu sein. Der Startpunkt seiner Fahrt kann in der Gegend von Zirndorf gewesen sein, vermutlich passt das eh besser.

Das ominöse DA Nummernschild? Wir wissen weder warum XY es gezeigt hat, noch wie wahrheitsgetreu das war. Und selbst wenn, sagt das nichts über den Startpunkt der Fahrt oder das Zuhause des Soldaten aus. Zwei einfache Beispiele: mein Vater war Berufsoffizier und wurde, wie damals üblich, mehrmals versetzt, auch über mehrere hundert Kilometer. Und in den ersten Wochen am neuen Standort fuhr er noch mit dem Kennzeichen des alten Wohnorts herum, ohne bei den Fahrten von dort zu kommen. Oder anderes Beispiel: meine damalige Freundin kam aus und wohnte in Erlangen. Ihr Auto hatte ihr Grossvater ihr geschenkt, und es auf dessen Firma in Wuppertal angemeldet. Sie kurvte also mit einem W in Franken herum ohne aus dem Rheinland zu kommen.

Die ganzen Spekulationen um diesen Soldatenzeugen sind nichts als fernliegende Spekulationen die keinerlei Berechtigung ergeben, am Inhalt seiner Aussage, und nur die ist hier relevant, zu zweifeln.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.04.2026 um 10:27
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Das ominöse DA Nummernschild? Wir wissen weder warum XY es gezeigt hat, noch wie wahrheitsgetreu das war. Und selbst wenn, sagt das nichts über den Startpunkt der Fahrt oder das Zuhause des Soldaten aus. Zwei einfache Beispiele: mein Vater war Berufsoffizier und wurde, wie damals üblich, mehrmals versetzt, auch über mehrere hundert Kilometer. Und in den ersten Wochen am neuen Standort fuhr er noch mit dem Kennzeichen des alten Wohnorts herum, ohne bei den Fahrten von dort zu kommen. Oder anderes Beispiel: meine damalige Freundin kam aus und wohnte in Erlangen. Ihr Auto hatte ihr Grossvater ihr geschenkt, und es auf dessen Firma in Wuppertal angemeldet. Sie kurvte also mit einem W in Franken herum ohne aus dem Rheinland zu kommen.
Hallo @Rick_Blaine! Das ist alles nicht falsch, was Du hier einwirfst, aber der Punkt ist eben, daß XY entgegen der Gewohnheit die Herkunftsregion des Zeugen preisgegeben hat. Das Kennzeichen hat schon seine Bewandtnis, da XY Darmstädter Schilder die es so nicht gibt (HJ gehört zu den Kombinationen, die nicht vergeben werden), extra hat anfertigen lassen. Wäre das nicht von Belang, hätten sie die Schilder einfach unkenntlich gemacht.
Ein Versehen kann es nicht gewesen sein, denn das Schild des ersten Zeugen war unleserlich gemacht und die Kennzeichen des zweiten Zeugen lange genug im Bild, daß ein Übersehen beim Bearbeiten nicht möglich ist. Wie erwähnt XY macht solche Dinge immer dann wenn sie sich Hinweise dazu erhoffen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.04.2026 um 11:23
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Hallo @Bundesferkel!
Mit Verlaub, eine Schleichroute mitten in der Nacht fahren? Autobahnen und Bundestraßen waren damals nachts noch weniger belastet als heute. Es gibt überhaupt keinen Grund für den Zeugen, der nach eingenen Angaben auf dem Weg in seine Kaserne war, dort um halb Drei in der Nacht rumzugurken. Egal aus welcher Richtung er kommt, die Autobahnen und Bundesstraßen waren frei und um in eine BuWe-Kaserne in der Region zu gelangen (selbst heute nicht mehr existente) mußte er bei Zirndorf nicht abfahren und über die Dörfer zockeln.
Jetz muss ich doch mal etwas von schreiben von " unwahrscheinlich diesen Weg usw. "
Ich habe in der Gegend von Ansbach gewohnt wenn auch ein bis zwei Jahrzehnte später wenn wir von Ansbach nach Nürnberg - Oberasbach oder zurück gefahren sind war die Strecke von Ansbach die B14 bis ungefähr Heilsbronn oder etwas weiter über Grosshabersdorf oder Roßtal auf die Straße St2245 dann Richtung Zirndorf - Oberasbach - Nürnberg , so gut wie nie die ganze B14 über Stein nach Nürnberg. Nur in absoluten Ausnahme Fällen hat irgendjemand die Autobahn benutzt ,das war bei meiner Familie und den meisten meiner Bekannten der übliche Weg.

Anfang bis Mitte der 90 Jahre sind wir spät Nachts oder am sehr frühen Morgen relativ häufig aus dem Großraum Frankfurts nach Nürnberg Gefahren meistens an einen Freitag auf Samstag oder Samstag auf Sonntag, von Frankfurt bis Würzburg immer die Autobahn ab Würzburg die B13 nach Ansbach von Ansbach den beschriebenen Weg wie Oben die B14 Heilsbronn \ Roßtal über die St2245 nach Zirndorf - Oberasbach nach Nürnberg.

So ungewöhnlich finde ich das auftauchen des Bundeswehr Zeugen nicht an dieser Stelle nicht.
Was ich sonst von der Zeugenaussage halten soll ?, Da bin ich mir unsicher es spricht einiges führ seine Wahrnehmungen wie beschrieben einiges kommt mir aber widersprüchlich vor .


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.04.2026 um 12:30
Hallo @Slaterator,
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ja ich gehe tatsächlich in dem Fall von mir selbst aus.
Und ich bin eben von mir ausgegangen. Und da ich, um es mit Deinen Worten zu sagen, ein Geschlechtsgenosse von Dir bin (;) ), bin ich eben der lebende Gegenbeweis, dass nicht jeder Mann so gestrickt sein muss. Mich interessiert eigentlich nur immer das Auto, das ich mir voraussichtlich als nächstes zulegen werde :D
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Was ich damit sagen will ist, dass viele Mitglieder unserer Gesellschaft sogar unabhängig von Geschlecht und Herkunft, durchaus autoaffin genug sind, eine Designikone wie den Porsche 911 oder Jaguar E-Type, Mercedes Benz 300SL Flügeltürer, Ferrari F40 usw. sofort auch nur bei flüchtigem Hinsehen erkennen. Das ist keine wirkliche Kunst.
Viele, aber eben nicht alle.

Ich hatte mit meiner Überlegung ja ursprünglich @Höhenburg signalisieren wollen, dass ich nun, nachdem ich den Film gesehen habe, seine Überlegung zumindest ein Stück weit nachvollziehen kann. Zu sehr von mir ausgehend habe ich die Situation bewertet und mir ist eben aufgefallen, dass der Zeuge durch die Situation (zuerst geblendet, dann das Gerangel im Inneren des Autos beobachtend und schließlich versuchend, das Kennzeichen im Rückspiegel zu erkennen) zumindest sehr wenig Zeit hatte, um auf das Auto mit all seinen Details zu achten.

Aber es wird wohl so gewesen sein, dass er es doch irgendwie hinbekommen hat, denn im Grunde stelle ich diesen Zeugen nicht in Frage, wie ich ja auch weiter oben immer wieder geschrieben habe. Er hat sich damals bei der Polizei als Zeuge gemeldet und hat seine Aussage gemacht. Die Polizei hat mit Sicherheit seine Personalien aufgenommen und hat ihn zu allem befragt, was sie gerne wissen wollten.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.04.2026 um 12:53
Noch ein Nachtrag von mir.
Nur wer ganz in der Nähe der A6 gewohnt hat oder auf die andere Seite von Nürnberg wollte hat die Autobahn A6 benutzt, die meisten die B14 über Stein oder St2245 über Zirndorf nach Nürnberg.
Von Schleichweg oder ungewöhnlichen Weg kann überhaupt keine Rede sein das war damals bei uns ob am Tag oder in der Nacht die übliche Strecke.

Zum Thema "Chris"
Er kann aus der Gegend Ansbach - Heilsbronn, Markt Erlbach - Langenzenn oder vielleicht auch aus den unzähligen Dörfern aus der Gegend gekommen sein.
Ich kann mich bei einigen Frühreifen Jugendliche aus meinem Bekanntenkreis erinnern, die sind selbst aus der Nähe von Ansbach bis in die " große Weltstadt Nürnberg " mit ihren Mofas oder 80er Motorrad gefahren, meistens nicht ganz rein in die Innenstadt von Nürnberg und haben sich so in der Gegend rumgetrieben ohne wissen ihrer Eltern, wenn Sie doch mal aufgeflogen sind war die Hölle los ;), bei solchen Ausflügen könnte sich "Chris" und Marion Baier kennengelernt haben, wo man sich halt damals so als Jugendliche begegnet ist.
Wenn "Chris" jetzt aus dem Ländlichen Umfeld kommt hat ein Mord an einem Mädchen in der " weit entfernten Großstadt Nürnberg " keine so große Bedeutung, sein Umfeld weiß ja nicht das Er sich da aufgehalten hat . Sie bringen ihren "Chris" nicht mit dem gesuchten "Chris" aus Zirndorf in Verbindung.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.04.2026 um 14:24
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:(...)So ungewöhnlich finde ich das auftauchen des Bundeswehr Zeugen nicht an dieser Stelle nicht.
Was ich sonst von der Zeugenaussage halten soll ?, Da bin ich mir unsicher es spricht einiges führ seine Wahrnehmungen wie beschrieben einiges kommt mir aber widersprüchlich vor .
Hallo @Harald111 !
Ich bin, unter eben Einschluß des Darmstädter Kennzeichens, von einer Person ausgegangen, die nicht aus der Metropolregion Nürnberg stammt. das ihr Einheimische Schleichwege ohne Ende habt und nutzt ist klar. Aber als jemand der nicht aus der Ecke stammt, würde ich unsere Fahrzeuge beim Routenplanen nur dann dort hineinschicken wenn es nicht anders geht.

Und das man von einer hypothetischen Freundin oder wenig wahrscheinlichen Mietbude ausgehen muß, um den Zeugen irgendwie halbwegs rational auf die Hainbergstraße Richtung Norden um 2.30 Uhr zu bringen, zeigt ja an, daß es achso normal bei Auswärtigen letztlich doch nicht ist!
Ich bin mir sicher, daß bei den Ermittlern und XY das durchaus eine Rolle gespielt hat und man deshalb das Kennzeichen erkennbar ließ. Käme der Zeuge beispielsweise aus Stein, hätte man sicherlich das Nummernschild einfach unkenntlich gemacht, da Einheimischer und darum logisch weshalb der nacht um halb Drei da rumfahren könnte.
Aber da dieser Zeuge aus einer anderen Ecke Süddeutschlands kommt, muß man eben doch nachbohren, warum er nachts auf einer Ortsverbindungsstraße, die er nicht nehmen muß, rumgondelt.
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Zum Thema "Chris"
Er kann aus der Gegend Ansbach - Heilsbronn, Markt Erlbach - Langenzenn oder vielleicht auch aus den unzähligen Dörfern aus der Gegend gekommen sein.
Ich kann mich bei einigen Frühreifen Jugendliche aus meinem Bekanntenkreis erinnern, die sind selbst aus der Nähe von Ansbach bis in die " große Weltstadt Nürnberg " mit ihren Mofas oder 80er Motorrad gefahren, meistens nicht ganz rein in die Innenstadt von Nürnberg und haben sich so in der Gegend rumgetrieben ohne wissen ihrer Eltern, wenn Sie doch mal aufgeflogen sind war die Hölle los ;), bei solchen Ausflügen könnte sich "Chris" und Marion Baier kennengelernt haben, wo man sich halt damals so als Jugendliche begegnet ist.
Wenn "Chris" jetzt aus dem Ländlichen Umfeld kommt hat ein Mord an einem Mädchen in der " weit entfernten Großstadt Nürnberg " keine so große Bedeutung, sein Umfeld weiß ja nicht das Er sich da aufgehalten hat . Sie bringen ihren "Chris" nicht mit dem gesuchten "Chris" aus Zirndorf in Verbindung.
Danke schön für dieses Beispiel von "unterschiedliche Bekanntenkreise spielen eine Rolle, ob jemand erkannt wird". Zwar schon etwas weiter gefasst mit bis nach Ansbach reichend, ich persönlich vermute seinen Heimatort etwas näher dran an Nürnberg als Ansbach, aber so in diese Art gehen meine Überlegungen zu Chris auch.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Er hat sich damals bei der Polizei als Zeuge gemeldet und hat seine Aussage gemacht. Die Polizei hat mit Sicherheit seine Personalien aufgenommen und hat ihn zu allem befragt, was sie gerne wissen wollten.
Hallo @Der_Schwabe! Natürlich haben die Ermittler das getan, aber nicht alle Zeugen sind für einen Fall gleich gut oder sagen ohne Hintergedanken aus, z.B. Gefälligkeitsaussagen sind garnicht so selten.
Selbst wenn die Ermittler große Zweifel an einer Aussage haben, können sie da anfangs nur wenig tun. Die Leute sind in diesem Moment nur Zeugen, die kannst du nicht einfach wie Verdächtige verhören, selbst wenn die Beamten wissen/ahnen, er erzählt uns Müll.
Und die Tatsache, daß man bewußt die Herkunftsregion des Zeugen in XY preisgegeben hat, deutet stark darauf hin, daß auch die Ermittler etwas an dieser Aussage komisch fanden, sonst wäre das nie passiert.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wieso lässt der Filmfall von 1974 keinerlei Zweifel? Da wird nur gesagt, dass sich Marion angeblich mehrfach mit dem dann näher beschriebenen Chris(sy) getroffen haben soll.
Hallo @Slaterator! Mit Verlaub, aber da ist nichts "angeblich" gesagt worden, kein Konjunktiv, wie du ihn scheinbar hinzudichtest! Es wird klar gesagt, daß Marion sich mit Chris häufiger getroffen hat, nicht angeblich, nicht womöglich, sondern sie haben sich getroffen. Das ist was Ermittler und Ede sagen, diese Treffen sind offensichtlich bestätigt, denn sonst hätte man es anders formuliert.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.04.2026 um 14:39
Hallo @Höhenburg,
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Natürlich haben die Ermittler das getan, aber nicht alle Zeugen sind für einen Fall gleich gut oder sagen ohne Hintergedanken aus, z.B. Gefälligkeitsaussagen sind garnicht so selten.
Hier hatte ich Dich schon weiter oben gefragt:
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb am 23.04.2026:Was ist, wenn Chris/Bekannter XY einen Freund gehabt hat, willens für ihn eine Falschaussage zu machen? Solange er diese Aussage nicht unter Eid wiederholt, kann ihm selbst wenn es aufflöge nicht viel passieren.
Wenn dem so wäre, dann hätte dieser Freund aber vielleicht auch die Frau, die an dem Gerangel beteiligt war, so beschrieben, dass man auf Marion hätte kommen können.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:wenn die Beamten wissen/ahnen, er erzählt uns Müll.
Glaubst Du, dann würde die Polizei diese Aussage für einen Filmbeitrag in XY verwenden und nur durch versteckte Hinweise suggerieren, dass sie diese Zeugenaussage für unglaubwürdig halten? Wie groß wäre denn da die Gefahr, dass viele Zuschauer diesen Hinweis nicht erkennen und die Zeugenaussage für glaubhaft halten? Ist ja hier im Forum auch so passiert.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.04.2026 um 17:35
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Glaubst Du, dann würde die Polizei diese Aussage für einen Filmbeitrag in XY verwenden und nur durch versteckte Hinweise suggerieren, dass sie diese Zeugenaussage für unglaubwürdig halten? Wie groß wäre denn da die Gefahr, dass viele Zuschauer diesen Hinweis nicht erkennen und die Zeugenaussage für glaubhaft halten? Ist ja hier im Forum auch so passiert.
Halllo und Grüße, @Der_Schwabe!
Die Polizei nutzt XY um Dinge abzuklopfen und den Fall dann mit Hilfe der Zuschauer doch noch lösen zu können. Es ist nicht unüblich von den Ermittlern auch bereits fragwürdig erscheinende Aussagen und Hinweise von XY "gegentesten" zu lassen.

Berühmtes Beispiel, auch schon öfters erwähnt, der Fall Fritz S aus Oberaltertheim. Der XY-Film dazu ist für seine unheimliche Darstellung weit bekannt und der Beitrag klopfte nur die "auswärtigen" Spuren ab, obwohl zu diesem Zeitpunkt den Ermittlern bereits bekannt war, daß allein schon aufgrund des Tatorts eine auswärtige Person extrem unwahrscheinlich ist.(Feld/Waldweg in der Nähe eines "Dorfspezialausschanks" :-) abends nach 23 Uhr)
Das der Film hauptsächlich zum Ausschließen/Bestätigen verschiedener, weniger wichtig erachteter Spuren und Hinweise henutzt wurde, ist offensichtlich. Vom Opfer gab es nicht einmal ein Foto zu sehen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.04.2026 um 18:46
Zitat von 321meins321meins schrieb:Das finde ich auch, aber man kann die Sichtverhältnisse von damals auch nicht so gut einschätzen finde ich.
Die damaligen Lichtverhältnisse waren nicht so schlecht, dass man nur schwerlich etwas hätte erkennen können. Es gab keinen Nebel, keinen Regen, keinen Schneefall aber dafür Straßenbeleuchtung, sowie eingeschaltete Fahrzeugscheinwerfer. Also wenn ich mit einem älteren Auto (keine Xenonscheinwerfer oder LED) bei gutem Wetter durch eine mit Laternen beleuchtete Straße fahre, dann erkenne ich für gewöhnlich sämtliche Fahrzeuge und Personen die da stehen oder unterwegs sind. Auch nicht erst im "letzten Moment" sondern bereits im Vorfeld.

Ich vermute, dass hier die Sichtverhältnisse bewusst schlecht geschrieben werden, weil die Porschesichtung eben nicht zu Chris(sy) passt, der von manchen Usern als Täter favorisiert wird. Genauso ergeht es folgerichtig dem Soldaten welcher die Sichtung zu Protokoll gab und sich bei der Polizei freiwillig als Zeuge meldete. Ihm spricht man ohne ersichtlichen Grund jede Glaubwürdigkeit ab, hält es sogar für möglich, er könnte selbst Täter sein oder eben jenen Täter mit seiner Aussage decken. Es gibt dafür aus meiner Sicht keinen rationalen und schlüssigen Grund. Was das Licht betrifft: Es war Nacht. Ja. Aber die Straße war beleuchtet und die Fahrzeugen waren beleuchtet. Der beobachtete Porsche sogar mit Innenlicht. Was den Zeugen betrifft: Er wurde sicher identifiziert, sein Weg und seine Aussage auf Glaubwürdigkeit/Plausibilität überprüft. Das ist Routine. Würden da berechtigte Zweifel bestehen, hätte es diese Sichtung wohl eher nicht in den Filmfall geschafft.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Sollte der Zeuge noch als verdächtig gelten könnte man eine Nachstellung der Szene unter gleichen Bedingungen machen um zu gucken ob diese Sichtungen überhaupt möglich sind.
Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass jener Zeuge der Porschesichtung jemals offiziell verdächtigt wurde etwas mit der Tat zu tun zu haben. Das wurde so -meines Wissens nach- auch nirgendwo jemals veröffentlicht oder sonst irgendwie kommuniziert. Auch eine entsprechende Untersuchung ist obsolet, da die damalige Örtlichkeit heute vollständig bebaut ist und daher kein seriöser Vergleich mehr möglich ist. Davon abgesehen kann man bei der damals festgestellten Sachlage mMn davon ausgehen, dass jeder nicht vollkommen nachtblinde Bürger eine Beobachtung wie die des Soldaten hätte unter diesen Umständen machen können. Die standen da nicht mir Kerzen im pechschwarzen Wald.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Das wundert mich aus dem Grund dass ja falls Marion ihren Freundinnen von Chris erzählt hat diese doch höchstwarscheinlich fragen würden wo sie ihn kennengelernt hat, was er macht, wo er wohnt, übliche Fragen meiner Meinung nach.
Absolut richtig. Was für mich zusätzlich wichtig ist: Es gab Chris(sy) scheinbar nur aus der Erzählung von Marion. Weder im Filmfall noch sonst irgendwo wird -meiner Kenntnis nach- irgendwo unmissverständlich und klar erwähnt, dass eine Person aus dem Umfeld von Marion Baier jenen Chris(sy) jemals persönlich getroffen hat bzw. ein Treffen zwischen Marion und Chris(sy) beobachtete. Auch Wohnort, Nachname, Beruf, Herkunft etc. PP. von Chris(sy) bleiben völlig im dunkeln. Und nur weil XY da im Filmfall keinen Konjunktiv anwendet ist diese Person gesichert real, hat vermutlich eine amouröse Beziehung mit Marion gehabt und ist dringend tatverdächtig? Sehe ich so nicht. Dazu reichen die wenigen, angeblichen Fakten mMn nicht aus.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Nachts um halb drei fährt auch nicht der größte Autofan über irgendwelche Ortsverbindungsstraßen wenn er/sie nicht muß!
Stellst du das jetzt einfach so in den Raum oder kannst du diese Behauptung irgendwie untermauern? Also ich persönlich fahre schon auch gerne mal des Nachts über Ortsstraßen und Landstraßen. Warum auch nicht? Oft genug ist der Weg über die BAB ja auch länger. Nur braucht man eben manchmal weniger Zeit als über Land. Das ist auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Also ich würde keines Falles so weit gehen zu behaupten, dass selbst der größte Autofan solche Straßen nicht ohne Zwang nutzt. Da hätte ich jetzt tatsächlich gerne mal bitte eine plausible Begründung dazu.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:(...) nichtsdestotrotz wird dieses Tal nachts nur von denen durchfahren die es auch müssen.
Wie zuvor. Behauptest du das jetzt weil es auf dich zutreffen mag und du dir das persönlich anders nicht vorstellen kannst oder gibt es eine allgemeingültige, plausible Begründung bzw. einen Beleg für diese Aussage, außerhalb deines persönlichen Empfindens?
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Laut XY war der Zeuge (mit Darmstädter Nummer) auf dem Weg in seine Kaserne und fuhr von Süden kommend nach Oberasbach hinein. (...) Für keine(!) Kaserne im Fränkischen, selbst nicht ehemaligen wie z.B Wallenstein-Kaserne, mußt du durch Zirndorf, Oberasbach, Unterasbach, Peteshöhe und wie die sonstigen Städtchen und Dörfer dort heißen, durch. Es ist schlicht ein Umweg und nachts unverständlich, da schöne Landschaft wegen Dunkelheit ausfällt.
Dazu schreibt der User @Rick_Blaine :
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Es gab damals viele Kameraden, die hunderte Kilometer weit vom Elternhaus etc. entfernt stationiert waren. Es war ein Sonntagabend, also Ende des Wochenendurlaubs. Er kann durchaus in eine weiter entfernt liegende Kaserne unterwegs gewesen sein und daher rechtzeitig und früh aufgebrochen sein, um "zum Wecken" in der Kaserne zu sein. Der Startpunkt seiner Fahrt kann in der Gegend von Zirndorf gewesen sein, vermutlich passt das eh besser.
Ich schließe mich diesen Ausführungen vollkommen an. Ich hatte ebenfalls bereits in zurückliegenden Beiträgen von mir argumentiert, dass wir doch überhaupt gar nicht wissen, wo jener Zeuge damals überhaupt stationiert war. Meine Nachbarin ist zum Beispiel Berufssoldatin. Sie ist aber nicht in einer Kaserne im Umkreis stationiert, sondern in einer Kaserne gute 250 Km entfernt. Das ist bei Soldaten absolut nicht ungewöhnlich, weil die Unterbringung eben von der Einheit und Truppengattung abhängt. Da ihre Eltern hier in der Nähe wohnen, hat sie auch ihre Wohnung hier bezogen, ist aber praktisch unterhalb der Woche nie zugegen. Eher nur an 1-2 Wochenenden im Monat.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Wir wissen weder warum XY es gezeigt hat, noch wie wahrheitsgetreu das war. Und selbst wenn, sagt das nichts über den Startpunkt der Fahrt oder das Zuhause des Soldaten aus.
Auch da bin ich mir dir vollkommen einer Meinung.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Die ganzen Spekulationen um diesen Soldatenzeugen sind nichts als fernliegende Spekulationen die keinerlei Berechtigung ergeben, am Inhalt seiner Aussage, und nur die ist hier relevant, zu zweifeln.
So ist es. Für mich soll hier meiner persönlichen Meinung nach nur ein Zeuge aus der Ferne diskreditiert und für unglaubwürdig befunden werden, weil er nicht in das Konzept/die Theorie des Mopedphantoms Chris(sy) als Täter passt. So einfach ist das.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:(...) der Punkt ist eben, daß XY entgegen der Gewohnheit die Herkunftsregion des Zeugen preisgegeben hat. Das Kennzeichen hat schon seine Bewandtnis, da XY Darmstädter Schilder die es so nicht gibt (HJ gehört zu den Kombinationen, die nicht vergeben werden), extra hat anfertigen lassen. Wäre das nicht von Belang, hätten sie die Schilder einfach unkenntlich gemacht.
Was heißt "entgegen der Gewohnheit" und in wie fern ist das belastbar? Für mich ist das jetzt nur ein persönlicher Eindruck. Das für eine Filmproduktion Fahrzeuge beschafft, Schauspieler bezahlt, Kameraleute; Regie, Techniker angeheuert und eben auch Kennzeichen angefertigt werden ist völlig normal und nicht weiter aufsehen erregend.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Mich interessiert eigentlich nur immer das Auto, das ich mir voraussichtlich als nächstes zulegen werde :D
Ja das ist doch die richtige Einstellung! Mir geht es prinzipiell absolut genauso, nur das ich eben eher nach älteren Fahrzeugen und nicht den aktuell am Markt verfügbaren "Kirmeskisten" schaue. :D
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:(...) bei solchen Ausflügen könnte sich "Chris" und Marion Baier kennengelernt haben, wo man sich halt damals so als Jugendliche begegnet ist.
Da würde mich dann mal interessieren, wie das gelaufen sein soll. Marion Baier war erst 12(!), hatte kein Moped, vielleicht nicht einmal eine adäquates Fahrrad. Sie verfügte über keinen Festnetzanschluss, hatte kein Internet, kein Mobilfunk und auch sonst dürfte sich ihr Leben zu dieser Zeit in nahem Umfeld zu ihren Eltern/der Oma und der Schule abgespielt haben die sie besuchte. Wo soll da Marion bitte mit anderen Jugendlichen (die wohlgemerkt mit Moped deutlich älter waren als sie) abgehangen haben und warum? Ich denke eher, Marion hatte einen kleinen, überschaubaren Freundeskreis. Sie war vielleicht körperlich weiter entwickelt als ihre Altersgenossinnen. Aber sie war trotzdem nach wie vor ein Kind. Vielleicht hatte sie 1-3 gute Freundinnen, vielleicht einen männlichen Spielkammeraden, mochte Dinge, die 12 Jährige Mädchen eben so mögen. Nur weil sie älter aussah, war sie es de Facto nicht. Also hing sie mutmaßlich auch nicht irgendwo im Kiez mit 15-18 Jährigen Halbstarken ab. Ich persönlich vermute, es gab da keine Berührungspunkte.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.04.2026 um 21:37
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Es gab Chris(sy) scheinbar nur aus der Erzählung von Marion.
Das stimmt, aber wenn man den Informationen hier glaubt
Darüber hinaus bat die Polizei im Rahmen der Ausstrahlung um Hinweise zu einem jungen Mann, mit dem sich Marion Baier nach Angaben einer Schulfreundin in dieser Zeit getroffen haben sollte.
Quelle: https://habewind.de/mordfall-marion-baier-kriminalpolizei-fuerth-ueberprueft-cold-case-aus-dem-jahr-1973/
ist die Frage ob die Freundin Chris mit eigenen Augen bei einem Treffen gesehen hat oder die Hinweise auf Erzählungen von Marion an die Freundin beruhen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Also wenn ich mit einem älteren Auto (keine Xenonscheinwerfer oder LED) bei gutem Wetter durch eine mit Laternen beleuchtete Straße fahre
Ich kann nicht ausreichend erkennen ob die Straße in dem Abschnitt an dem der Porsche stand ausreichend beleuchtet war, siehe Bild 24. Ich würde den Zeugen der Sichtung des Porsches auch in keinster Weise verdächtigen wollen, aber in Bezug auf das alte Polizeisprichwort "der Täter steht schon in den Akten" ist es denke ich trotzdem gerechtfertigt alle aktenkundigen Personen nochmal bezüglich einer möglichen Tatbeteiligung zu betrachten. Mit dem Fund der DNA-Spuren lassen sich ja alle in den Akten aufgeführten Personen einfach überprüfen solange sie noch leben und der Wohnort zu ermitteln ist. deshalb denke ich weiterhin dass die Ergreifung des Täters nur eine Frage der Zeit ist.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

28.04.2026 um 22:51
Zitat von 321meins321meins schrieb:
Darüber hinaus bat die Polizei im Rahmen der Ausstrahlung um Hinweise zu einem jungen Mann, mit dem sich Marion Baier nach Angaben einer Schulfreundin in dieser Zeit getroffen haben sollte.
Quelle: https://habewind.de/mordfall-marion-baier-kriminalpolizei-fuerth-ueberprueft-cold-case-aus-dem-jahr-1973/
ist die Frage ob die Freundin Chris mit eigenen Augen bei einem Treffen gesehen hat oder die Hinweise auf Erzählungen von Marion an die Freundin beruhen.
Okay. Aber was steht da denn konkret? Da steht geschrieben, dass Marions Freundin offensichtlich Angaben zu einer Person gemacht hat, die Chris(sy) heißen soll und Marion diese Person (möglicherweise mehrfach) getroffen hat. Mehr nicht.

Da steht weder, dass jene Freundin bei irgendwelchen Treffen dabei war, noch das sie diese Treffen selbst beobachtet hat. Es ist darüber hinaus auch klar, dass sie diesen ominösen Chris(sy) nicht näher identifizieren kann. Nun ja, da würde ich jetzt einmal -als Ermittler- nicht alles darauf verwetten, dass dieser Chris(sy) eine amouröse Beziehung mit Marion führte und am fraglichen Abend auch zugegen war. Zumal er weder von der Freundin, noch von sonst irgendeiner Person an diesem Tag irgendwo gesehen wurde. Also ein wirklicher Verdacht kommt da ehrlich gesagt nicht auf oder?

Aber ob Chris(sy) genauso existiert(e) wie beschrieben und alles im Vorfeld genauso geschehen ist wie dieser Freundin angeblich von Marion selbst zugetragen wurde? Nein. Das wissen wir nicht.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ich würde den Zeugen der Sichtung des Porsches auch in keinster Weise verdächtigen wollen, aber in Bezug auf das alte Polizeisprichwort "der Täter steht schon in den Akten" ist es denke ich trotzdem gerechtfertigt alle aktenkundigen Personen nochmal bezüglich einer möglichen Tatbeteiligung zu betrachten.
Ich persönlich nehme mal mit ziemlicher Sicherheit an, dass jener Zeuge, welcher die Porschesituation beobachtet haben will, auch normal überprüft wurde. Also die Routine. Wer ist er, wo kam er her, wo wollte er hin, wann war er wo unterwegs und ist das plausibel. Das wird man mMn natürlich routinemäßig untersucht haben. Anders hätte die Zeugenaussage mMn auch nicht den Weg in den Filmbeitrag bei Aktenzeichen XY ungelöst geschafft. Von daher ist seine Aussage -zumindest für mich persönlich- erst einmal absolut glaubhaft.

Wenn du nun diesen Zeugen für den Täter oder zumindest tatbeteiligt hälst, sollte es mindestens untermauerte Indizien oder bestenfalls Beweise geben, die gegen ihn sprechen. Da sehe ich aber derzeit nichts. Warum sollten wir also jetzt davon ausgehen, dass jener Zeuge eine falsche Aussage getätigt haben könnte?

Auf der anderen Seite haben wir einen Chris(sy), von dem wir nicht einmal die Identität kennen, der mutmaßlich nur von "Hörensagen" her irgendwie mit Marion zu tun gehabt haben soll und der nie in Erscheinung trat, bis heute nicht identifiziert werden konnte. Für mich ist das alles zu dünn. Ich denke, die Porschesichtung ist der Schlüssel und der Täter ist nicht Chris(sy), sondern ein pädophiler geneigter Mann, der da eine spontane Gelegenheit genutzt hat.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.04.2026 um 06:23
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ich denke, die Porschesichtung ist der Schlüssel und der Täter ist nicht Chris(sy), sondern ein pädophiler geneigter Mann, der da eine spontane Gelegenheit genutzt hat.
In diese Richtung geht meine Vermutung auch.
Interessant wären aus meiner Sicht Informationen zu eventuellen Porsche-Liebhaber-Treffen 1973 im Raum Fürth/Nürnberg und 1981 in Kempten.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.04.2026 um 10:42
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Da steht weder, dass jene Freundin bei irgendwelchen Treffen dabei war, noch das sie diese Treffen selbst beobachtet hat.
Das stimmt, allerdings wenn ich Bild 3 betrachte mit der doch konkreten Personenbeschreibung, liesse sich dies ableiten sollte Marion lediglich ihrer Freundin von Chris erzählt haben und weder diese noch andere Personen ihn je gesehen haben? Theoretisch denkbar aber ich halte es für unwarscheinlich dass man Körpergröße, Sprachfehler bei Erzählungen erwähnen würde, zumal in einem Alter im Bereich von 12 Jahren. Daher vermute ich dass ihn doch jemand mit Marion zusammen gesehen hat.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wenn du nun diesen Zeugen für den Täter oder zumindest tatbeteiligt hälst, sollte es mindestens untermauerte Indizien oder bestenfalls Beweise geben, die gegen ihn sprechen.
Das ist völlig richtig, da würde ich die Uhrzeit und Strecke nicht als Punkt ansehen, tatsächlich lediglich die Umstände der Beschreibung Antenne/Nummernschild wo ich persönlich nicht sicher bin ob es möglich war dies in der Situation zu erkennen, dazu noch das Weiterfahren und nicht nachfragen, aber das halte ich tatsächlich für möglich, selbst in deutlichen Notsituation greift nicht jeder ein, vielleicht hatte der Bundeswehrsoldat auch die Situation vor Ort nicht als bedrohlich eingeschätzt. Die Zeugen im Fall Sonja hatten ja auch erst später gemeldet dass sie ein Mädchen um Hilfe rufen gehört haben.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.04.2026 um 13:03
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Da würde mich dann mal interessieren, wie das gelaufen sein soll. Marion Baier war erst 12(!), hatte kein Moped, vielleicht nicht einmal eine adäquates Fahrrad. Sie verfügte über keinen Festnetzanschluss, hatte kein Internet, kein Mobilfunk und auch sonst dürfte sich ihr Leben zu dieser Zeit in nahem Umfeld zu ihren Eltern/der Oma und der Schule abgespielt haben die sie besuchte. Wo soll da Marion bitte mit anderen Jugendlichen (die wohlgemerkt mit Moped deutlich älter waren als sie) abgehangen haben und warum?
Die Jugendlichen die sich zu meinerzeit aus der näheren oder weiter entfernten ländlichen Umgebung in der "Großstadt Nürnberg meistens heimlich" rumgetrieben haben waren jetzt nicht viel älter als Marion Baier so um die 15 Jahre. Mofa Führerschein haben wir damals bei uns in der Schule gemacht, manche sind auch ohne Führerschein schon mit 13 regelmäßig Mofa gefahren auch weite strecken. Ich schätze und spekuliere das "Chris" so zwischen 13 und 16 Jahren alt gewesen sein könnte wenn er ein Mofa oder eine Moped besessen hat.
Ja und wo hat man andere Kinder oder Jugendliche getroffen die nicht zu den eigenen engen Freundeskreis zählen,
Spielplatz, Freibad, beim einkaufen oder Besorgungen machen, auf dem Schulsportplatz - Vorplatz beim abhängen nach der Schule, in der Bücherei bei Rollschuh laufen auf der Straße usw.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Sie verfügte über keinen Festnetzanschluss, hatte kein Internet, kein Mobilfunk
Und trotzdem haben sich Menschen getroffen und verabredet, auch hatten die Menschen früher ein soziales Umfeld \ Leben und haben vielleicht gerade deswegen viel schneller als heute neue Menschen Kennengelernt.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Also hing sie mutmaßlich auch nicht irgendwo im Kiez mit 15-18 Jährigen Halbstarken ab.
Das habe ich auch nie geschrieben.
Es ist diskutiert worden wie Marion Baier einen "Chris" kennengelernt haben könnte, warum er nach einem Mord spurlos verschwunden sein könnte und wohin und warum sich niemandem aus "Chris" Umfeld sich bei der Polizei gemeldet hat.
Ich habe aus meiner Erfahrung beschrieben wie es damals gewesen sein könnte.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Also hing sie mutmaßlich auch nicht irgendwo im Kiez mit 15-18 Jährigen Halbstarken ab.
Das wissen wir nicht. Wir wissen so gut wie nichts über das Mord Opfer.
Wir wissen nicht einmal welche Hobbys oder Interessen Marion Baier gehabt hat. (auch dabei könnte Sie "Chris" getroffen haben)
War Sie gut oder Schlecht in der Schule, war Sie in einem Sportverein, war Sie freundlich und aufgeschlossen und kontaktfreudig oder mehr still und schüchtern zu Fremden ?
Übertrieben gesagt " Spielte Sie im Sandkasten mit Puppen und oder hörte Sie Heavy Metal und hing mit Halbstarken ab "
Wir wissen es nicht.
Marion Baier ist ohne wissen Ihrer Eltern auf einem Fest gewesen schwärmt von einem "Chris" wollte zur Oma und ist ein Mordopfer.
Mehr ist über Sie öffentlich nicht bekannt gegeben worden und mehr braucht die Öffentlichkeit nicht zu wissen, auch wenn es uns beim Spekulieren wie es gewesen sein könnte helfen würde.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.04.2026 um 17:09
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Es ist diskutiert worden wie Marion Baier einen "Chris" kennengelernt haben könnte, warum er nach einem Mord spurlos verschwunden sein könnte und wohin und warum sich niemandem aus "Chris" Umfeld sich bei der Polizei gemeldet hat.
Woher wissen wir denn, dass damals Chris nicht gefunden wurde und auch befragt wurde?
Genauso der Porschefahrer, der durch die Beschreibung des Autos eventuell ermittelt wurde, könnte befragt worden sein.

Hab ich etwas überlesen, dass immer noch nach diesen Personen gesucht wird?
In den neueren Veröffentlichungen der Polizei wird meines Wissens davon nichts mehr erwähnt.
Nur wir hier im Thread beschäftigen uns mit diesen Personen, da wir alle die alte YX Folge nochmal angeschaut haben.

Allerdings wurde von den Ermittlern gesagt, dass sie die damaligen Zeugen nochmal befragen und ich gehe davon aus, auch bei einigen DNA-Tests durchführen und eventuell ist ja da auch Chris und der Porschefahrer mit dabei.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.04.2026 um 17:46
Zitat von 321meins321meins schrieb:Das stimmt, allerdings wenn ich Bild 3 betrachte mit der doch konkreten Personenbeschreibung, liesse sich dies ableiten sollte Marion lediglich ihrer Freundin von Chris erzählt haben und weder diese noch andere Personen ihn je gesehen haben? Theoretisch denkbar aber ich halte es für unwarscheinlich dass man Körpergröße, Sprachfehler bei Erzählungen erwähnen würde, zumal in einem Alter im Bereich von 12 Jahren. Daher vermute ich dass ihn doch jemand mit Marion zusammen gesehen hat.
Aus Deiner Vermutung schließe ich, dass Du zwar irgendwann mal ein 12-jähriger Junge, aber sicher kein 12-jähriges Mädchen warst.

Es mag zwar nicht auf alle zutreffen, aber viele Mädels mit beginnender Pubertät träumen von ihrem Traumprinzen; der wird dann auch bis ins Detail beschrieben und ein kleiner Sprachfehler erhöht noch die Glaubwürdigkeit und macht den Knaben noch süßer.

Ich halte es durchaus für möglich, dass es Chris in dieser Art nicht gab.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.04.2026 um 20:57
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Hab ich etwas überlesen, dass immer noch nach diesen Personen gesucht wird?
In den neueren Veröffentlichungen der Polizei wird meines Wissens davon nichts mehr erwähnt.
Nur wir hier im Thread beschäftigen uns mit diesen Personen, da wir alle die alte YX Folge nochmal angeschaut haben.
Wenn es so ist, ignorieren wir damit natürlich auch die aktuelle Fahndungsrichtung.

Wir haben es bei verschiedenen Altfällen erlebt, dass bei der Neuverfilmung eines Falles zentrale Fragen der früheren Version keine Relevanz mehr hatten (etwa die zunächst Gesuchten im Fall Waldbad Lindenfels).

Im vorliegenden Fall, der sich wohl kurz vor Ausstrahlung des fertig verfilmten Falles per DNA-Spur-Spur-Treffer als Doppelfall entpuppt hat, verfolgt die Polizei möglicherweise inzwischen gänzlich andere Ansätze, selbst als die, auf die noch der Filmfall schließen ließ.

Und ja, möglicherweise sind Moped- und Porschefahrer längst gefunden, vielleicht sogar entlastet.

Das entwertet nicht die interessante Diskussion hier, aber sie wird vielleicht auch nicht auf die Spur des Täters führen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.04.2026 um 21:54
Danke @Bundesferkel, ich bin absolut auch Deiner Meinung!
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Ich halte es durchaus für möglich, dass es Chris in dieser Art nicht gab.
Wir verschwenden hier in der Diskussion nur unnötige Energie, der Chris(sy) ist ein Phantom - Sorry!




Für mich ist Dreh- und Angelpunkt der Todeszeitpunkt von Marion, der bekanntlich von den Ermittlern bisher nicht bekannt gegeben wurde. Ich zitiere hier mal @Slaterator
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 26.01.2026:Für mich kann eines der gesichteten Fahrzeuge ausgeschlossen werden, wenn der Todeszeitpunkt bekannt ist. Warum das nicht geschehen ist, bleibt für mich ziemlich rätselhaft. Davon abgesehen würde der Todeszeitpunkt auch eingrenzen können, wann Marion das Festzelt ungefähr wieder verließ, nachdem sie gegen 20 Uhr ein weiteres Mal an diesem Abend in das Festzelt zurückgekehrt war.
User @Dew schrieb
Zitat von DewDew schrieb am 10.02.2026:Dass der ermittelte oder geschätzte Todeszeitpunkt nicht bekanntgegeben wurde, halte ich für Ermittlungstaktik.
Und @Ahn-Dung meint
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb am 12.02.2026:Letzteres ließ mich darauf schließen, dass die EB noch am Tatort die Körpertemperatur von Marions Leichnam gemessen hatten und so ein recht festes und enges Zeitfenster bezüglich des Todeszeitpunkt von Marion haben.
Starb Marion Baier bereits kurz nach 23:00 Uhr?




@sallomaeander hat vollkommen Recht 👍🏼
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Und ja, möglicherweise sind Moped- und Porschefahrer längst gefunden, vielleicht sogar entlastet.
Jetzt bleibt nur noch die Suche nach dem Fahrer des VW's mit dem amerikanischen Kennzeichen! Dieses Auto stand ja laut des Zeugen (Schreinermeister) gegen 23:00 Uhr herrenlos am Straßenrand der Hainbergstraße rum. Ist der Fahrer der fliehenden Marion über die Baustelle hinterher gerannt und hat sie überwältigt, gewürgt und mit einem Stein erschlagen? Trug dieser "Amerikaner" Bluejeans und Adidas-Turnschuhe?

Zumindest ist diese Spur wahrscheinlich noch nicht ausermittelt, denn Mitte April 2026 teilte die Kripo Fürth mit, dass
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb am 16.04.2026:- Nachforschungen bei der US-Army, die in Oberasbach einst einen Truppenübungsplatz nutzte, haben noch keinen Treffer erbracht
Ist die US-Army kooperativ und gibt Personendaten an die Ermittler in Fürth raus?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

30.04.2026 um 09:21
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Dieses Auto stand ja laut des Zeugen (Schreinermeister) gegen 23:00 Uhr herrenlos am Straßenrand der Hainbergstraße rum.
Gibt es denn Informationen dass das Auto am Strassenrand der Hainbergstraße stand?
Hier wird der Standort so beschrieben
Ein Schreinermeister sieht am späten Abend in der Nähe von Marions Wohnung einen leeren dunkelgrünen VW 1500/1600 mit amerikanischem Kennzeichen.
Quelle: https://www.wikixy.de/Sendung_vom_13.12.1974
Nähe zu Marions Wohnung kann natürlich die Hainbergstraße sein, ich könnte mir allerdings auch vorstellen dass es eine andere Straße war.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ist der Fahrer der fliehenden Marion über die Baustelle hinterher gerannt
Dass Marion aus der Nähe der elterlichen Wohnung in Richtung Baustelle geflüchtet wäre ist sicher nicht unmöglich, halte ich persönlich aber für unwarscheinlich, sie hätte doch vermutlich eher vor Ort um Hilfe gerufen?
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Im vorliegenden Fall, der sich wohl kurz vor Ausstrahlung des fertig verfilmten Falles per DNA-Spur-Spur-Treffer als Doppelfall entpuppt hat, verfolgt die Polizei möglicherweise inzwischen gänzlich andere Ansätze, selbst als die, auf die noch der Filmfall schließen ließ.
Sicherlich gibt es ganz viele neue Ansätze, auch durch die zahlreichen Zuschauermeldungen nach der Sendung.
Allerdings klingt diese Meldung vom 16.01.26
Die Sendung thematisierte außerdem zwei Fahrzeuge, die Zeugen im relevanten Zeitraum in der Hainbergstraße aufgefallen waren. Darüber hinaus bat die Polizei im Rahmen der Ausstrahlung um Hinweise zu einem jungen Mann, mit dem sich Marion Baier nach Angaben einer Schulfreundin in dieser Zeit getroffen haben sollte. Inwieweit diese Wahrnehmungen bzw. Angaben für den Fall relevant sind, ließ sich durch die Polizei bis zum heutigen Tag nicht zweifelsfrei klären, weshalb diese Aspekte auch im Rahmen der neuaufgenommenen Ermittlungen überprüft werden. Zu diesem Zweck wurde bei der Kriminalpolizei Fürth die Arbeitsgruppe „Hainberg“ eingerichtet.
Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/096844/index.html

für mich nicht so als seien die Sichtungen der Fahrzeuge und die Existenz bzw. Relevanz von Chris zumindest bis Januar 26 als "erledigt und nicht relevant" eingestuft worden. Sonst wären diese Dinge, so würde ich vermuten, gar nicht mehr erwähnt worden


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

30.04.2026 um 09:23
@321meins Danke für den Hinweis. Demnach sind Chrissy und die Autos noch nicht vom Tisch. Sehr interessant!


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