321meins schrieb:Das finde ich auch, aber man kann die Sichtverhältnisse von damals auch nicht so gut einschätzen finde ich.
Die damaligen Lichtverhältnisse waren nicht so schlecht, dass man nur schwerlich etwas hätte erkennen können. Es gab keinen Nebel, keinen Regen, keinen Schneefall aber dafür Straßenbeleuchtung, sowie eingeschaltete Fahrzeugscheinwerfer. Also wenn ich mit einem älteren Auto (keine Xenonscheinwerfer oder LED) bei gutem Wetter durch eine mit Laternen beleuchtete Straße fahre, dann erkenne ich für gewöhnlich sämtliche Fahrzeuge und Personen die da stehen oder unterwegs sind. Auch nicht erst im "letzten Moment" sondern bereits im Vorfeld.
Ich vermute, dass hier die Sichtverhältnisse bewusst schlecht geschrieben werden, weil die Porschesichtung eben nicht zu Chris(sy) passt, der von manchen Usern als Täter favorisiert wird. Genauso ergeht es folgerichtig dem Soldaten welcher die Sichtung zu Protokoll gab und sich bei der Polizei freiwillig als Zeuge meldete. Ihm spricht man ohne ersichtlichen Grund jede Glaubwürdigkeit ab, hält es sogar für möglich, er könnte selbst Täter sein oder eben jenen Täter mit seiner Aussage decken. Es gibt dafür aus meiner Sicht keinen rationalen und schlüssigen Grund. Was das Licht betrifft: Es war Nacht. Ja. Aber die Straße war beleuchtet und die Fahrzeugen waren beleuchtet. Der beobachtete Porsche sogar mit Innenlicht. Was den Zeugen betrifft: Er wurde sicher identifiziert, sein Weg und seine Aussage auf Glaubwürdigkeit/Plausibilität überprüft. Das ist Routine. Würden da berechtigte Zweifel bestehen, hätte es diese Sichtung wohl eher nicht in den Filmfall geschafft.
321meins schrieb:Sollte der Zeuge noch als verdächtig gelten könnte man eine Nachstellung der Szene unter gleichen Bedingungen machen um zu gucken ob diese Sichtungen überhaupt möglich sind.
Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass jener Zeuge der Porschesichtung jemals offiziell verdächtigt wurde etwas mit der Tat zu tun zu haben. Das wurde so -meines Wissens nach- auch nirgendwo jemals veröffentlicht oder sonst irgendwie kommuniziert. Auch eine entsprechende Untersuchung ist obsolet, da die damalige Örtlichkeit heute vollständig bebaut ist und daher kein seriöser Vergleich mehr möglich ist. Davon abgesehen kann man bei der damals festgestellten Sachlage mMn davon ausgehen, dass jeder nicht vollkommen nachtblinde Bürger eine Beobachtung wie die des Soldaten hätte unter diesen Umständen machen können. Die standen da nicht mir Kerzen im pechschwarzen Wald.
321meins schrieb:Das wundert mich aus dem Grund dass ja falls Marion ihren Freundinnen von Chris erzählt hat diese doch höchstwarscheinlich fragen würden wo sie ihn kennengelernt hat, was er macht, wo er wohnt, übliche Fragen meiner Meinung nach.
Absolut richtig. Was für mich zusätzlich wichtig ist: Es gab Chris(sy) scheinbar nur aus der Erzählung von Marion. Weder im Filmfall noch sonst irgendwo wird -meiner Kenntnis nach- irgendwo unmissverständlich und klar erwähnt, dass eine Person aus dem Umfeld von Marion Baier jenen Chris(sy) jemals persönlich getroffen hat bzw. ein Treffen zwischen Marion und Chris(sy) beobachtete. Auch Wohnort, Nachname, Beruf, Herkunft etc. PP. von Chris(sy) bleiben völlig im dunkeln. Und nur weil XY da im Filmfall keinen Konjunktiv anwendet ist diese Person gesichert real, hat vermutlich eine amouröse Beziehung mit Marion gehabt und ist dringend tatverdächtig? Sehe ich so nicht. Dazu reichen die wenigen, angeblichen Fakten mMn nicht aus.
Höhenburg schrieb:Nachts um halb drei fährt auch nicht der größte Autofan über irgendwelche Ortsverbindungsstraßen wenn er/sie nicht muß!
Stellst du das jetzt einfach so in den Raum oder kannst du diese Behauptung irgendwie untermauern? Also ich persönlich fahre schon auch gerne mal des Nachts über Ortsstraßen und Landstraßen. Warum auch nicht? Oft genug ist der Weg über die BAB ja auch länger. Nur braucht man eben manchmal weniger Zeit als über Land. Das ist auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Also ich würde keines Falles so weit gehen zu behaupten, dass selbst der größte Autofan solche Straßen nicht ohne Zwang nutzt. Da hätte ich jetzt tatsächlich gerne mal bitte eine plausible Begründung dazu.
Höhenburg schrieb:(...) nichtsdestotrotz wird dieses Tal nachts nur von denen durchfahren die es auch müssen.
Wie zuvor. Behauptest du das jetzt weil es auf dich zutreffen mag und du dir das persönlich anders nicht vorstellen kannst oder gibt es eine allgemeingültige, plausible Begründung bzw. einen Beleg für diese Aussage, außerhalb deines persönlichen Empfindens?
Höhenburg schrieb:Laut XY war der Zeuge (mit Darmstädter Nummer) auf dem Weg in seine Kaserne und fuhr von Süden kommend nach Oberasbach hinein. (...) Für keine(!) Kaserne im Fränkischen, selbst nicht ehemaligen wie z.B Wallenstein-Kaserne, mußt du durch Zirndorf, Oberasbach, Unterasbach, Peteshöhe und wie die sonstigen Städtchen und Dörfer dort heißen, durch. Es ist schlicht ein Umweg und nachts unverständlich, da schöne Landschaft wegen Dunkelheit ausfällt.
Dazu schreibt der User
@Rick_Blaine :
Rick_Blaine schrieb:Es gab damals viele Kameraden, die hunderte Kilometer weit vom Elternhaus etc. entfernt stationiert waren. Es war ein Sonntagabend, also Ende des Wochenendurlaubs. Er kann durchaus in eine weiter entfernt liegende Kaserne unterwegs gewesen sein und daher rechtzeitig und früh aufgebrochen sein, um "zum Wecken" in der Kaserne zu sein. Der Startpunkt seiner Fahrt kann in der Gegend von Zirndorf gewesen sein, vermutlich passt das eh besser.
Ich schließe mich diesen Ausführungen vollkommen an. Ich hatte ebenfalls bereits in zurückliegenden Beiträgen von mir argumentiert, dass wir doch überhaupt gar nicht wissen, wo jener Zeuge damals überhaupt stationiert war. Meine Nachbarin ist zum Beispiel Berufssoldatin. Sie ist aber nicht in einer Kaserne im Umkreis stationiert, sondern in einer Kaserne gute 250 Km entfernt. Das ist bei Soldaten absolut nicht ungewöhnlich, weil die Unterbringung eben von der Einheit und Truppengattung abhängt. Da ihre Eltern hier in der Nähe wohnen, hat sie auch ihre Wohnung hier bezogen, ist aber praktisch unterhalb der Woche nie zugegen. Eher nur an 1-2 Wochenenden im Monat.
Rick_Blaine schrieb:Wir wissen weder warum XY es gezeigt hat, noch wie wahrheitsgetreu das war. Und selbst wenn, sagt das nichts über den Startpunkt der Fahrt oder das Zuhause des Soldaten aus.
Auch da bin ich mir dir vollkommen einer Meinung.
Rick_Blaine schrieb:Die ganzen Spekulationen um diesen Soldatenzeugen sind nichts als fernliegende Spekulationen die keinerlei Berechtigung ergeben, am Inhalt seiner Aussage, und nur die ist hier relevant, zu zweifeln.
So ist es. Für mich soll hier meiner persönlichen Meinung nach nur ein Zeuge aus der Ferne diskreditiert und für unglaubwürdig befunden werden, weil er nicht in das Konzept/die Theorie des Mopedphantoms Chris(sy) als Täter passt. So einfach ist das.
Höhenburg schrieb:(...) der Punkt ist eben, daß XY entgegen der Gewohnheit die Herkunftsregion des Zeugen preisgegeben hat. Das Kennzeichen hat schon seine Bewandtnis, da XY Darmstädter Schilder die es so nicht gibt (HJ gehört zu den Kombinationen, die nicht vergeben werden), extra hat anfertigen lassen. Wäre das nicht von Belang, hätten sie die Schilder einfach unkenntlich gemacht.
Was heißt "entgegen der Gewohnheit" und in wie fern ist das belastbar? Für mich ist das jetzt nur ein persönlicher Eindruck. Das für eine Filmproduktion Fahrzeuge beschafft, Schauspieler bezahlt, Kameraleute; Regie, Techniker angeheuert und eben auch Kennzeichen angefertigt werden ist völlig normal und nicht weiter aufsehen erregend.
Der_Schwabe schrieb:Mich interessiert eigentlich nur immer das Auto, das ich mir voraussichtlich als nächstes zulegen werde :D
Ja das ist doch die richtige Einstellung! Mir geht es prinzipiell absolut genauso, nur das ich eben eher nach älteren Fahrzeugen und nicht den aktuell am Markt verfügbaren "Kirmeskisten" schaue.
:D
Harald111 schrieb:(...) bei solchen Ausflügen könnte sich "Chris" und Marion Baier kennengelernt haben, wo man sich halt damals so als Jugendliche begegnet ist.
Da würde mich dann mal interessieren, wie das gelaufen sein soll. Marion Baier war erst 12(!), hatte kein Moped, vielleicht nicht einmal eine adäquates Fahrrad. Sie verfügte über keinen Festnetzanschluss, hatte kein Internet, kein Mobilfunk und auch sonst dürfte sich ihr Leben zu dieser Zeit in nahem Umfeld zu ihren Eltern/der Oma und der Schule abgespielt haben die sie besuchte. Wo soll da Marion bitte mit anderen Jugendlichen (die wohlgemerkt mit Moped deutlich älter waren als sie) abgehangen haben und warum? Ich denke eher, Marion hatte einen kleinen, überschaubaren Freundeskreis. Sie war vielleicht körperlich weiter entwickelt als ihre Altersgenossinnen. Aber sie war trotzdem nach wie vor ein Kind. Vielleicht hatte sie 1-3 gute Freundinnen, vielleicht einen männlichen Spielkammeraden, mochte Dinge, die 12 Jährige Mädchen eben so mögen. Nur weil sie älter aussah, war sie es de Facto nicht. Also hing sie mutmaßlich auch nicht irgendwo im Kiez mit 15-18 Jährigen Halbstarken ab. Ich persönlich vermute, es gab da keine Berührungspunkte.